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Capcom und Nintendo über Switch: Zusammenarbeit, Dev Kits und die Zukunft

Im Rahmen des Game Creators Conference-Event, das gestern in Japan stattfand, saßen Nintendo- und Capcom-Angehörige beisammen und enthüllten viele interessante Details zum Entwicklungsprozess des Switch. Mitsuyoshi Masaru, Nintendo, und Ijuin Masaru (Foto), Capcom, führten das Gespräch.

Ein wenig amüsant sei gewesen, dass man bei Capcom anfangs nur das Hauptgerät des Switch ohne Joycons gesehen habe und deshalb keine Ahnung gehabt hätte, was man damit anstellen soll. Als dann die Joycons gezeigt wurden, sei der Groschen aber gefallen. Ein Vorteil des Switch gegenüber Smartphones sei, dass mehr Ressourcen für Gaming-Anwendung bereitstünden und dadurch das High Performance/Low Power-Konzept noch effizienter verfolgt werden könnte.

Besonders interessant: Capcom stand in regem Austausch mit Nintendo beim Prozess der finalen Hardware-Zusammensetzung. So hat Capcom Nintendo wissen lassen, dass die angeplante Menge an Arbeitsspeicher zu gering sei, woraufhin Nintendo auf die heute bekannten 4 GB erhöht habe. Andersherum habe Nintendo Capcom erklären können, dass der Vorschlag, die GPU niedriger zu takten, um deren stärkere Beanspruchung im Vergleich zur CPU zu entlasten, letztlich keinen Vorteil erbracht hätte, weil dann die Gesamtrechenzeit länger ausfallen würde.

Aktuell habe man bereits die MT Framework-Engine auf die Hardware-Architektur des Switch portiert und dafür lediglich einen Monat gebraucht, eine Leistung erbracht von nur zwei Programmierern bei Capcom. Im Vergleich: Es dauerte vier Monate bei vier Leuten, um die Engine für 3DS fertig zu machen, drei Monate mit fünf Leuten, um dasselbe für Wii U zu erreichen. Da man mit der MT Framework-Engine bereits viel Erfahrung habe, sei dies eine gute Entscheidung gewesen, um zügig Ergebnisse zu erzielen. Auch die Bereitstellung eines GPU-Emulators, mittels dessen eine Switch-getreue Umgebung am PC genutzt werden kann, seitens Nintendos habe den Prozess enorm beschleunigt und werde auch zukünftig die Arbeit erleichtern.

MT Framework, hier im Einsatz mit Resident Evil 5

Abschließend verkündete Ijuin, dass man die RE Engine, auf der Resident Evil 7 basiert, für Switch portieren möchte. Für die Zukunft wolle man AAA-Titel (Spiele mit großem Budget) für Switch entwickeln. Der Informationsaustausch zwischen Nintendo und Capcom habe bei alledem zu einer Vertiefung der Beziehungen geführt. Die vielleicht beste Nachricht zum Schluss Development Kits, die in Bälde für die Masse der Indie-Entwickler zugänglich gemacht werden sollen, werden etwa 50000 Yen, also grob 500 Euro kosten, ein extrem niedriger Preis für die spezielle Entwicklerversion des Switch. Was haltet ihr von der Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Capcom? Habt ihr vielleicht selbst Interesse an der Entwicklung für Switch? Hinterlasst einen Kommentar unterhalb dieser News!

 

Quelle: Nintendoeverything

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14 Kommentare auf "Capcom und Nintendo über Switch: Zusammenarbeit, Dev Kits und die Zukunft"

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Z.Carmine
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Wie oft braucht es denn noch externe Entwickler, die die Bedeutung von Arbeitsspeicher erklären müssen? War das nicht bei der XBox 360 und Epic schon so?

„RE7 für Switch“-Rufe incoming…

Tolja
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Ein MH XX Port wäre für mich uninteressant. Schon MH Generations fühlt sich wie ein liebloses standalone DLC zu MH4 an. Und MH XX ist wieder nur solch eine Erweiterung.

Ich warte auf MH5.

Profilbild von e3account
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RE7 GotY, Monster Hunter 5 und Resi 2 Remake bestätigt. ^^

Tolja
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@Spider-Man
Du hast noch Dino Crisis vergessen.

@Valet
Genial! Aber die sollen erstmal zusehen, dass RE2 Remake fertig und gut wird.

FreakazoidGU
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Monsterhunter auf der switch waere genial die 3DS teile waren einfach so mähhh hauptsächlich durch die steuerung und die fehlende Kommunikation in der Mission.

Ok ich hatte nur MH4 aufm 3DS aber 3U auf Wii U hat sich unendlich besser gespielt und ich mochte auch die unterwasser level, vorallem sorgte das für schöne abwechslung im monster design.

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