Angespielt: Naruto to Boruto: Shinobi Striker

Nachdem Bandai Namco im vergangenen Jahr mit Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4 den vorerst letzten Teil der Storm-Reihe veröffentlicht hat, bringt der Publisher nun mit Entwickler Solilei ein etwas anderes Spielkonzept in die Welt des Nudelsuppen-liebenden Ninjas. Naruto to Boruto: Shinobi Striker heißt das neueste Werk und ist primär ein Multiplayer-Onlinespiel für bis zu acht Spieler. Auf der gamescom konnte ich erstmals Hand an das Game legen und kann euch jetzt meine Eindrücke dazu schildern.

Ausprobieren konnte ich, gemeinsam mit sieben anderen Leuten, ein 4 vs. 4 Multiplayer-Match im Modus „Capture the Flag“. Dazu musste jeder zunächst im Menü einen der aus Anime und Manga bekannten Ninja als Spielfigur auswählen. Zur Auswahl standen ein paar Fan-Lieblinge wie Naruto, Sasuke, Kakashi, Rock Lee oder Pain. Im Vergleich zum gigantischen Roster von Storm 4 wurde hier deutlich zurückgeschraubt, ob und wie viele Figuren noch dazukommen, bleibt allerdings erst mal abzuwarten. Jeder von diesen ist einer von vier Klassen fest zugewiesen, so ist beispielsweise Naruto ein offensiver Angriffs-Typ, Sasuke ein Fernkämpfer, Chouji ein Defensiv-Typ und Sakura eine Heilerin. Darüber hinaus wird man dieses Mal auch seine eigene Spielfigur erstellen können, mit der man zwischen den verschiedenen Klassen wechseln kann. Wie der Charakter-Editor funktioniert und wie viele mögliche Kombinationen es gibt, konnte ich allerdings bisher nicht antesten.

Im Spiel angekommen starten beide Viererteams an verschiedenen Eckpunkten der Karte. Wie der Name des Modus schon verrät, geht es hier darum, Flaggen aus dem feindlichen Lager zu klauen und ins eigene zu befördern. Je nachdem ob die Zeit abläuft, oder ein Team drei feindliche Flaggen sein Eigen nennen kann, ist das Spiel vorbei. Schauplatz war hierbei ein Waldareal, das man nach Belieben frei durchqueren kann. Und frei ist hierbei das richtige Stichwort, denn Shinobi Striker bringt die typische Bewegungsfreiheit des Anime wie kein Naruto-Game zuvor auf den Bildschirm. So kann man mit Leichtigkeit an Wänden und Abhängen laufen oder kämpfen, was nicht nur eine weitere taktische Komponente ins Spiel bringt, sondern sich auch richtig gut anfühlt.

Ein Problem hatte ich in der kurzen Anspielsession allerdings noch mit der Orientierung und dem großen Chaos auf dem Bildschirm. Bei acht Spielern war es nicht immer leicht den Überblick zu behalten und zu erkennen, wer mich von welcher Seite nun alles angreift. Das Kämpfen selbst ist relativ simpel gehalten und mit wenigen Knopfdrücken entstehen hier spektakuläre Jutsus wie etwa Narutos Rasengan. Wie tief das Ganze geht, ist momentan nur schwer abzusehen, allerdings kam es mir wie ein etwas vereinfachtes Move-Repertoire der Storm-Reihe vor. Das muss per se nichts schlechtes sein, könnte aber auf Dauer etwas eintönig werden, wenn die Kämpfe zu lange dauern. In der Runde waren die einzelnen Aufeinandertreffen allerdings meistens schon nach wenigen Sekunden vorbei. Besonders gut hat mir zudem der neue Grafikstil gefallen. Zwar benutzt Shinobi Striker wie auch schon Storm 4 die Unreal Engine 4, doch statt wieder dem Stil des Anime nachzueifern, wirkt das Ganze mehr wie ein mit Wasserfarben kolorierter Manga in Bewegung.

Fazit
Naruto to Boruto: Shinobi Strikers hat mir in der kurzen Anspielsession einen guten ersten Eindruck vermittelt. Die neue Gameplay-Ausrichtung mit seinen vertikalen Gebieten und größerer Bewegungsfreiheit hat mir besonders als Fan der Vorlage gut gefallen. Die Frage die ich mir allerdings noch stelle, ist, wie gut das Online-Team-Konzept am Ende aufgeht und ob die fehlende Orientierung auf dem Schlachtfeld nach ein paar mehr Matches immer noch Probleme bereitet. Wenn Entwickler Solilei uns mit weiteren Spielmodi, Charakteren und Arealen genügend Abwechslung bietet, sehe ich hier allerdings das Gerüst für eines der besten Naruto-Games überhaupt.
Verfasst von
Für Redakteur Christoph sind vor allem gut geschriebene Charaktere, eine mitreißende Handlung sowie fantastische Welten mit dichter Atmosphäre, Aspekte die ihn beim Spielen begeistern. Neben Titeln wie The Last of Us und Bloodborne, schlägt seine Leidenschaft für Games dabei besonders für japanische Produktionen à la Final Fantasy und Persona.

Wie gefällt dir der Artikel?

3 0

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
wpDiscuz

Passwort vergessen

Bitte gib hier deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du wirst einen Link per E-Mail erhalten, um ein neues Passwort zu erstellen.