Kritiken

Speed Kings – Burnout Rush

So oder so ähnlich muss es sich damals bei den Climax Studios zugetragen haben:
Boss: Warum haben wir Burnout nicht erfunden?
Entwickler: Weil… weil…
Boss: Keine Ausreden! Wir machen was besseres!
Entwickler: Aber wie?
Boss: Wir mischen einfach nen Klassiker mit rein. Nimm Road Rush!
Entwickler: Road Rush? Was ist denn das?
Boss: Keine Widerrede! Und jetzt gib Boost! Boost ins Spiel und viele Unfälle! Das wird der Hit!
Entwickler: Unfall? Hit? Was nun?

In Speed Kings müsst ihr mit euren Bikes dem Verkehr ausweichen, Gegner vom Bike fegen, unter umgekippten Bäumen, Lastern und Hubschraubern hindurchsliden, euch durch Tricks Boost verdienen und natürlich schnell sein.

Das Spiel hat allerdings ein paar Probleme. Wenn ihr Erster seid und es langsam angehen lasst, habt ihr schon fast gewonnen, denn die Gummibandgegner passen sich eurem Speed an, gemäß dem Titel des Spiels: hier sind alle Speed Kings. Das Spiel leidet außerdem an gelegentlichen Slowdowns, wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Manchmal kommt es einem so vor, als würden einen Autos gezielt beim Vorbeifahren attackieren, obwohl sie garnicht am Rennen teilnehmen.

Positiv ist, dass das Spiel, wenn man sich das Gummiband nicht zunutze macht, schnelle Reflexe erfordert. Die KI macht ebenfalls Fehler und baut Unfälle, was auch nicht selbstverständlich ist. Zudem ist das Setting abwechslungsreich, mal geht es durchs Gebirge, mal über die amerikanische Autobahnen.

Empfehlenswert ist Speed Kings für reaktionsstarke Adrenalinjunkies, die keine Angst haben, richtig Gas zu geben.

 

Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Screws Top 100 Arcade Racer“ – die laufend aktualisierte Bestenliste findet ihr in diesem Beitrag.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Haupta...