Ausblicke

Angespielt: Airheart

Das Schweizer Entwicklerteam Blindflug Studios arbeitet derzeit an einer Switch.Version des PC- und Handyspiels Airheart und hat uns auf der Gamescom eine Präsentation des Spiels gegeben. Airheart kombiniert Crafting, Rogue-like und Flugshooter zu einem ungewöhnlichen Spielerlebnis, das allerdings ein bisschen in seinen Handywurzeln verwachsen zu sein scheint.

In Airheart schlüpft man in die Rolle einer jungen Ingenieurin, die sich ihr eigenes Luftschiff baut, um damit die sechzehn Ebenen des Himmels zu erkunden und den im Himmel fliegenden Wal zu fangen. Der Himmel in der Welt von Airheart ist nämlich dicht bevölkert mit Lebewesen, die man normalerweise im Wasser erwarten würde. Allerdings ist es mit Erfinderreichtum nicht getan, man benötigt auch einige Ressourcen um starke Luftschiffe zu bauen. Zu allem Überfluss ist der Himmel heftig umkämpft, so dass man sich mit seinem – anfangs spärlich ausgestatteten – Schiff gegen feindlichen Beschuss erwehren muss.

Der Spieler muss also realistisch gesehen wiederholt in den Himmel aufbrechen, um Ressourcen zu sammeln, die dann auf der Erde verwendet werden können um neue Bauteile für das Luftschiff zu kreieren. Hierbei muss man sowohl Baustoffe sammeln, indem man feindlich gesinnte Schiffe abschießt, als auch Geld sammeln, indem man im Himmel Fische fängt, die unmittelbar in monetäres Gut umgesetzt werden. Die Ressourcen sind mit Farbcodes versehen und der Spieler muss die Bausteine für sein Schiff selbst „erfinden“, indem er die passenden Bestandteile aus seiner Ressourcenliste auswählt. Ein farbcodiertes, aber unterspezifiziertes „Rezeptbuch“ zeigt einem zu jedem Zeitpunkt an, welche Bauteile man gerade bauen kann.

Airheart – Tales of Broken Wings - Reveal Trailer | PS4

Hat man genug gebastelt, kann man sich jederzeit in die Lüfte erheben und einen neuen Versuch starten, die 16 Level des Spiels zu überwinden. Ziel ist es dabei stets, das Portal zu finden, das einen auf die nächste Ebene bringt. Solange kein Gegner in der Nähe ist, reicht es, dieses Portal zu finden und aufzusuchen, so dass man mit der Hasenfußtaktik in kürzester Zeit, selbst mit einem schwachen Schiff, durch die Level fliegt. Allerdings gibt es alle vier Level einen Endgegner, der erst besiegt werden muss, um das Portal zu passieren. Diese Endgegner muss man nur ein einziges Mal besiegen und bleiben nach ihrem Verenden auch für spätere Durchgänge tot.

Allerdings sollte man nicht übermütig werden. Wenn das Flugschiff explodiert, muss man versuchen, wieder auf seiner Insel zu landen. Gelingt einem das nicht, heißt es Game Over und zwar absolut: Der Spielstand wird gelöscht und man muss komplett von vorne beginnen. Auf der Nintendo Switch soll es aber optional einen leichteren Modus geben, in dem diese harsche Konsequenz nicht gezogen wird. Ob die Formel von Airheart zündet, bleibt abzuwarten. Das Leveldesign war eher etwas zu schlicht, so dass es fraglich ist, wie lange es über wiederholte Durchläufe Spaß machen kann. Die Kombination mit dem Craftingaspekt dürfte aber einigen Spielern zusagen.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Hauptaugenmerk liegt bei ihm meistens auf der Spielmechanik, eine gut geschriebene Geschichte lässt ihn aber auch schwach werden. Lieblingsspiele: Yoshi’s Island, Super Mario Galaxy 2, Sonic Generations und Zelda: Skyward Sword.