Ausblicke

Angespielt: Luigi’s Mansion 3

Luigi‘s Mansion besitzt einen ganz besonderen Stellenwert für mich, so war es nicht nur mein erstes Spiel für meine erste eigene Nintendo-Heimkonsole, sondern ist bis heute auch eines meiner absoluten Lieblingames für den (in meinem Fall) schwarzen Würfel. Den viele Jahre später erschienenen Nachfolger für den 3DS habe ich hingegen leider kaum gespielt. Glücklicherweise kehrt der grüne Klempner im nun dritten Teil (zumindest wahlweise) wieder zurück auf den großen Bildschirm, was ihn gleichzeitig auch wieder stärker auf meinen Schirm gebracht hat. Auf Nintendos Post E3-Event in Frankfurt konnte ich einmal mehr in die Haut von Geisterjäger Luigi schlüpfen und erste handfeste Eindrücke von seinem kommenden Abenteuer gewinnen.

Luigis Mansion war zu seiner Zeit eine echte Augenweide, die detaillierten Umgebungen kombiniert mit Luigis Animationen und dem verstärkten Einsatz von Licht & Schatten waren ungemein eindrucksvoll. Etwas, das der zwölf Jahre später erschienenen Nachfolger für mich nicht mehr reproduzieren konnte. Mit dem dritten Teil sieht das glücklicherweise wieder anders aus. Wer sich bereits einige der Videos zum Spiel angeschaut hat, kann bereits erahnen wie schön Luigis Ausflug auf Nintendos Hybrid-Konsole geworden ist. Das Spiel profitiert merklich von der nun höheren Auflösung und schafft es mithilfe seiner tollen Beleuchtung und Shader zu einem der zweifellos schönsten Titel für Nintendo Switch zu werden. Wie im zweiten Teil wird es auch in Luigis Mansion 3 einen Mehrspielermodus geben, die Demo vor Ort umfasste allerdings einen Abschnitt des Einzelspielermodus. In einem kurzen Tutorial sollten mir die Grundlagen der Steuerung nähergebracht werden und gleich hier liegt für mich der bislang größte Kritikpunkt. Wie schon im Vorgänger reicht es nicht mehr die Geister einfach mit der Taschenlampe anzuleuchten und im Anschluss einzusaugen, stattdessen muss man sie zuvor mit einem (aufladbaren) Blitz paralysieren und daraufhin verschiedene QTE-artige Einblendungen mit den Schultertasten absolvieren. Da man mit dem rechten Stick die Taschenlampe steuert, ist es nicht möglich, gleichzeitig mit dieser zu Zielen und den Blitz via A-Knopf auszulösen. Das Ganze wirkte für mich leider wie eine unnötige Verkomplizierung einer Steuerung, die vorher wunderbar funktioniert hat.

Nichtsdestotrotz konnte ich mich mit der Steuerung nach einiger Zeit arrangieren und die Geisterjagd so richtig beginnen. Das Grundkonzept ist selbstverständlich gleich geblieben, man bewegt sich in einer puppenhausartigen Ansicht von einem Raum zum nächsten und versucht diese dabei von allen bösen Geistern zu säubern. Vermischt wird das Ganze mit unterschiedlichen Umgebungsrätseln, die Luigis komplettes Move-Repertoire abverlangen. Brandneu sind hier gleich drei Features für den Schreckweg: Zum einen ist das die Fähigkeit Geister während des Saugens herumzuschleudern, was nicht nur amüsant aussieht, sondern auch erheblich mehr Schaden anrichtet. Zum anderen ist das der sogenannte Saugschuss, mit dem man Pömpel aus dem Staubsauger verschießt, die unter anderem dafür gedacht sind gepanzerten Gegnern ihre Schilde zu entreißen oder um Tore und Mechanismen innerhalb der Spielwelt zu öffnen. Die dritte Funktion ist eine Art Scanner, mit der man die Umgebung durchleuchten, und so beispielsweise unsichtbare Türen aufdecken kann.

Und als ob das noch nicht genug ist, gibt es natürlich auch noch Fluigi! Der grün-glibbernde Luigi-Klon hatte bereits einen Auftritt im 3DS-Remake des Originals, wenn auch nur als rudimentärer Koop-Partner. In Luigis Mansion 3 ist Fluigi nun ein zentrales Element bei der Rätsellösung, da er im Gegensatz zu seinem lebenden Vorbild die Fähigkeit besitzt, unbeschadet über stacheligen Boden zu laufen oder bei Dingen aushilft, die der Klempner alleine nicht schafft. So musste ich mich unter anderem mit Luigi in einen stillgelegten Aufzug stellen, zu Fluigi wechseln und mit diesem die in der Nähe befindlichen Windräder, mithilfe der Schreckweg-Umkehrfunktion anpusten, um wiederum den Mechanismus zu aktivieren, der den besagten Aufzug nach unten fährt. Mit einem einfachen Knopfdruck kann man übrigens Fluigi erzeugen, zu ihm wechseln oder ihn (ortsunabhängig) wieder in den Körper aufnehmen. Zum Ende der Anspielsession erwartete mich noch ein Boss auf einem Geisterpferd in einer ritterlich anmutenden Arena. Da die Demo zeitbegrenzt war, hatte ich allerdings leider keine Zeit mehr, um eine entsprechende Taktik gegen ihn zu entwickeln.

Luigi's Mansion 3 – Luigis Alptraum (Nintendo Switch)

Trotz der überladenen und zunächst gewöhnungsbedürftigen Steuerung hat mir die Anspielsession wieder richtig Lust auf Luigi’s Mansion gemacht. Schon die ersten paar Rätsel und Geheimnisse die mir begegnet sind sprühen voller Kreativität und Charme, weshalb ich umso gespannter bin, was uns alles im finalen Game erwartet. Da wir bis auf ein grobes 2019 bisher noch kein festes Datum zum Spiel haben, werde ich in der Zwischenzeit vielleicht doch mal den zweiten Teil nachholen, um meinen Geisterjäger-Durst zu stillen.

Für Redakteur Christoph sind vor allem gut geschriebene Charaktere, eine mitreißende Handlung sowie fantastische Welten mit dichter Atmosphäre, Asp...