Angespielt: Monster of the Deep: Final Fantasy XV

Ob Anime, CGI-Film, Smartphone-Spiel oder die jüngst angekündigte Pocket-Edition, das Final Fantasy XV-Universum wächst seit über einem Jahr stetig weiter. So auch mit Monster of the Deep: Final Fantasy XV, dem ersten offiziellen Virtual Reality-Ausflug in die Welt von Eos. Auf der gamescom 2017 konnte ich nun erstmals in VR Fische fangen.

Als liebstes Hobby von Protagonist Noctis ist das Angeln eine der großen Nebenbenaktivitäten im Hauptspiel von Final Fantasy XV. In Monster of the Deep schlüpft man nun aber nicht in die Rolle des Prinzen oder einer seiner drei Gefährten, sondern man spielt sich selbst, der mit der Gruppe gemeinsam Fische für’s Abendessen fängt. Nach knapper Steuerungserklärung und ein paar begrüßenden Worten durch Prompto, konnte es auch schon losgehen. Das Gebiet bestand aus einem Steg, der zu einem kleinen Teich führte, welcher von Steinen, Büschen und Palmen umgeben war. Kenner von Final Fantasy XV werden das Angelgebiet wiedererkennen, da es direkt oder in zumindest leicht abgewandelter Form so auch dort gefunden werden kann. Im fertigen Spiel soll es eine Handvoll dieser bekannten Lokalitäten geben. Grafisch sah das alles selbstverständlich deutlich schwammiger und weniger detailliert aus als im Hauptspiel, aber dennoch gut genug um die schöne morgendliche Lichtstimmung am Teich zu genießen.

Das Angeln selbst funktioniert im Prinzip wie schon im Hauptspiel, nur dieses Mal mit mehr körperlicher Bewegung. Man wirft die Schnur mittels des rechten Move-Controllers und etwas Gefühl an die gewünschte Stelle im Teich und wartet dort bis ein Fisch anbeißt. Sobald das der Fall ist, muss man mit der linken Hand durch Kurbeln die Schnur wieder einholen. Die Herausforderung liegt darin, dass der Fisch währenddessen wild in verschiedene Richtungen schwimmt und man die Angelroute bei entsprechender Anzeige auf dem Bildschirm nach links oder rechts neigen muss. Das heißt, wenn man zu häufig in die falsche Richtung lenkt oder zu gierig beim Einholen ist, reißt die Leine. Den gefangenen Fisch kann man sich schließlich an Land nochmal in all seiner Pracht von allen Seiten anschauen, bevor man ihn in die Sammelbox legt.

Nach ein paar erfolgreichen Fängen tauchte ein größeres, amphibienartiges Monster auf, das mich plötzlich angriff. Kurzerhand wandelte sich die Angelroute in eine Armbrust und das Spiel wurde ein bisschen zum Shooter, in dem ich das wild umherspringende Monster so oft treffen musste, bis es schließlich in den Teich sank. Von dort aus konnte ich schließlich meine Angelroute wieder wie gewohnt auswerfen und das nun geschwächte, aber immer noch sehr zähe Monster wie all die Fische zuvor fangen. Zum Abschluss der Demo machte der Hobbyfotograf der Gruppe, Prompto, noch ein Bild von mir mit meinem Fang. Das Ergebnis war ein echtes Foto von mir am PlayStation-Stand der gamescom mit PlayStation VR-Headset auf dem Kopf und einem virtuellen Fisch in der linken Hand!

Fazit
Mit Monster of the Deep: Final Fantasy XV transportiert Square Enix das Minispiel aus dem großen Hauptspiel gelungen auf eine Virtual Reality-Erfahrung. Als jemand der das Angeln im eigentlichen Rollenspiel als eher lästig empfand, hatte ich in der gamescom-Demo eine Menge Spaß. Wer PlayStation VR besitzt und etwas fürs Angeln übrig hat, macht hier nicht viel falsch und kann sich auf Ende November freuen. Viel mehr als das, ein Angel-Spiel mit Final Fantasy-Flair, ist es letztendlich allerdings auch nicht.
Verfasst von
Für Redakteur Christoph sind vor allem gut geschriebene Charaktere, eine mitreißende Handlung sowie fantastische Welten mit dichter Atmosphäre, Aspekte die ihn beim Spielen begeistern. Neben Titeln wie The Last of Us und Bloodborne, schlägt seine Leidenschaft für Games dabei besonders für japanische Produktionen à la Final Fantasy und Persona.

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