Ausblicke

Atomicrops – Gamescom Hands-On

Eine der größten Erfolgsgeschichten des Indie-Markts ist sicherlich das Harvest Moon-inspirierte Stardew Valley, das, von einem einzigen Menschen entwickelt, den Weg auf weit über eine Million Konsolen geschafft hat. Atomicrops versucht nun Hobby-Bauern und Action-Freunde zusammen zu bringen.

In Atomicrops baut der Spieler sich über ein Jahr hinweg auf einem fremden Planeten einen Bauernhof auf. Tagsüber kann man sich um die Erkundung des Planeten, die Suche nach ertragreichen Samen und natürlich die eigentliche Landwirtschaft kümmern. Wo in Harvest Moon oder Stardew Valley die Nacht der Regeneration dient, kann man sich in Atomicrops aber nicht auf die faule Haut legen. Nachts kommen nämlich allerlei Monster aus ihren Löchern und versuchen, die Felder des Spielers zu zerlegen. Mit Schusswaffen muss der Spieler also des Nachts die wertvollen Pflanzen vor dem feindlichen Übergriff bewahren.

Als wäre Simulation und Action-Spiel nicht bereits eine ungewöhnlich genügende Kombination, wird Atomicrops von den Entwicklern überdies als Rogue-Lite bezeichnet. Nach jeweils einem Jahr wird der Bauernhof nämlich abgerissen und man muss auf einem frischen Planeten von vorn beginnen. Einige Gegenstände kann man allerdings in spätere Durchläufe mitnehmen und so immer imposantere Bauernhöfe bewirtschaften.

Damit nicht genug, ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass man einige Anläufe benötigt, um überhaupt so weit zu kommen, dass man ein Jahr erfolgreich abschließt. Denn leider genügen sich die Aliens nicht damit, die Pflanzen des Spielers anzugreifen, auch der Spieler selbst steht auf der Speisekarte und muss um sein Leben bangen. Bei der Suche nach neuen Samen muss man sich auch tagsüber mit allerlei Aliens herumplagen.

Stilistisch setzt Atomicrops so wie Harvest Moon und Stardew Valley auf einen traditionellen Pixelstil. Die Charaktere sind allerdings deutlich abgedrehter in ihrem Design als in den beiden Vorbildern. Das ist zum einen dem außerirdischen Ursprung der nicht spielbaren Charaktere geschuldet, andererseits einer gewissen Verrücktheit des Hauptcharakters geschuldet, die sich auch in dessen dezent wilden Gesichtsausdruck ausdrückt. Die Kombination gleich dreier Spielarten hat in der Gamescom-Demo erstaunlich gut funktioniert und wirkt sogar recht natürlich. Wer Stardew Valley oder Harvest Moon auf Dauer zu friedlich findet, der sollte auf jeden Fall Atomicrops im Auge behalten.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Haupta...