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Dragon Ball: Fusions Test

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7

Gut

8.7

Leserhype

Dragon Ball hat sich über die Jahre als Marke etabliert, welche nicht nur im TV oder Manga-Bereich seine Anhänger findet und fesselt. Fans der Serie werden neben zahlreichem Merchandise auch immer wieder mit aktuellen Konsolen-Titeln zum Franchise versorgt. Auch wenn hier das Hauptaugenmerk bislang vermehrt auf Beat ‚em up-Games gelegt wurde, traut man sich vereinzelt über den Tellerrand hinauszusehen und das Genre auszuweiten. Mit Dragon Ball Fusions, dem neuesten Ableger für den Nintendo 3DS, wagt man sich nun in die Welt der Action-Rollenspiele und möchte Fans und Neueinsteiger mit einem rundenbasierten Kampfsystem fesseln. Ob diese Taktik aufgeht und welche Rolle hierbei die namensgebenden Fusionen spielen, erfahrt ihr in unserem GU-Test.

Das ultimative Turnier
Bevor es losgeht, erstellen wir zu Beginn des Spiels unseren eigenen Charakter. Bei diesem kann man neben dem Geschlecht und dem optischen Erscheinungsbild auch gleich eine Rasse festlegen, welche je nach Auswahl, ihre ganz eigenen Kampfvorteile mit sich bringen kann. Nach getroffener Wahl finden wir uns direkt im Geschehen wieder. Wir haben gemeinsam mit unserem Saiyajin-Freund Pinich alle sieben Dragon Balls gesammelt und stehen nun kurz vor der Beschwörung des Wunschdrachens Shenlongs. Unsere Protagonisten wollen ganz klar nur eines: In dem größten, bisher dagewesenen Turnier des Dragon Ball-Universums gegen die stärksten Krieger aller Zeiten antreten. Gesagt, getan – kurz darauf finden wir uns in einer eigens von Shenlong geschaffenen Dimension wieder, in welcher alle Zeitzonen und Universen der Reihe miteinander verschmelzen. Hier gilt es nun, ein Team aus fünf Kämpfern zusammenzustellen und sich im genannten Turnier zu behaupten. Wobei sich unsere Wege vorerst von Pinich trennen, denn dieser möchte – angestachelt von seinem eigenen Ehrgeiz – als Rivale gegen uns antreten und uns im Kampf bezwingen. Es kann eben nur einer zum stärksten Krieger des Universums gekürt werden. Fans der Serie dürften diese Rivalitäts-Gedanken jedoch nur allzu gut von Protagonisten wie Son Goku und Vegeta kennen. Auf unserer Suche nach Kameraden treffen wir ziemlich schnell auf bekannte Gesichter, welche durch die Überlappung der Zeitzonen nicht selten sowohl im kindlichen, als auch im erwachsenen Alter vertreten sind. So machen wir zunächst Bekanntschaft mit den beiden Jungs Son Goten und Trunks, welche sich uns sogleich anschließen und im weiteren Verlauf auch den ersten Einblick in die Fusionstechnik geben werden. Auf diese gehen wir allerdings erst später genauer ein.

Die Welt des Dragon Ball-Universums gliedert sich in verschiedene Ebenen, die wir mit unserem Charakter frei fliegend erkunden können. Auch wenn es hier neben schwebenden Inseln und allerhand umherfliegender, potentieller Gegner nicht allzu viel zu entdecken gibt, darf man insgesamt nicht schlecht über den stimmigen Chibi-Comic-Look und der grafischen Darstellung der einzelnen Ortschaften staunen. Hier sind natürlich auch allerhand bekannter Schauplätze der Serie vertreten, wie zum Beispiel die Capsule Corp. oder das Haus von Muten Roshi. Nicht selten sind manche Schauplätze allerdings von Barrieren umgeben, welche zunächst beseitigt werden müssen. Ein Besuch dieser Ortschaften kann sich trotz alledem in jedem Fall lohnen, da sie nicht selten neue Nebenquest-Aufgaben mit lohnenswerten Boni für uns bereit halten. So reisen wir von Missionspunkt zu Missionspunkt und können mittels Event-Menü festlegen, ob wir uns zunächst lieber der Hauptstory oder etwaiger Nebenaufgaben widmen möchten.

Auf ins Getümmel
Den größten Stellenwert in Dragon Ball Fusions nehmen aber natürlich die Kämpfe ein. Sobald man die ersten Kämpfer rekrutiert und sein fünfköpfiges Team komplettiert hat, geht es auch schon in die heiße Phase. Begegnet man auf der Karte einem umherfliegenden Gegner oder folgt den Dialogen der Hauptgeschichte findet man sich mitten im rundenbasierten Kampfgeschehen wieder. Das Getümmel startet je nach Umgebung, in einer von mehreren extra hierfür vorgesehenen 2D-Arenen, in welcher alle Charaktere platziert werden. Mittels Zeitleiste können wir nachvollziehen, welcher Kämpfer als nächstes zuschlagen wird. Ist einer unserer Team-Mitglieder am Zug, können wir dem Gegner zu Beginn mittels Nahkampf- oder KI-Explosions-Angriffen zusetzen. Letztere eignen sich besonders gut dafür, um schnell und unkompliziert Schaden auszuteilen. Hierfür wurden die verschiedenen Charaktere selbst in drei Kategorien und auch drei Farben unterteilt, welche in einem Vorteils-Dreieck gegeneinander aufgestellt sind. So sind beispielsweise KI-Angriffe der blauen Kategorie sehr effektiv gegen KI-Angriffe der roten Kategorie. Allerdings gibt es bei den KI-Angriffen ansonsten keine weiteren Rückstoß-Boni oder ähnliches, weshalb das Nahkampf-System taktisch wesentlich mehr Vorteile zu bieten hat. Hier gibt es nämlich ein integriertes Abwehr-System, in dem der Angreifende entscheiden muss, aus welcher Richtung heraus er angreifen möchte und der Abwehrende muss sich im Umkehrschluss entsprechend in die Position des erwartenden Angriffs stellen. Dabei kann man dem Gegner bei einem Nahkampfangriff im richtigen Winkel mächtig zusetzen und diesen auch eindrucksvoll aus der Arena befördern und gegen den nächsten Felsbrocken schleudern. Allerdings ist es auch möglich, den Gegner in die Richtung eines anderen Team-Mitglieds zu stoßen, damit dieses auch noch einmal direkt austeilen und nachtreten kann. Das Ring-Aus wirft den getroffenen Charakter auf der Zeitleiste zurück und lässt andere Kämpfer wiederum früher interagieren. Schafft man es sogar ein K.O. zu erzielen, während der Gegner aus der Arena geschleudert wird, wartet als Belohnung ein neuer Special-Move am Ende des Geschehens auf uns. Hiervon können unsere Charaktere jeweils maximal drei Stück erlernen. Sie bestehen mitunter aus bekannten Angriffen und Explosionen der Dragon Ball-Reihe, wie zum Beispiel dem Kame-Hame-Ha. Um diese ebenfalls im Kampfgeschehen auslösen und nutzen zu können, muss der Angreifende zunächst eine gewisse Anzahl an KI-Orbs sammeln. Diese erhält man zu Beginn einer jeden Runde oder durch spezielle Unterstützungsangriffe. Dabei gilt: Je stärker der jeweilige Spezial-Angriff ist, umso mehr Orbs verbraucht er in der Regel auch. Dabei werden die Moves allesamt optisch mittels Filmsequenzen sehr imposant in Szene gesetzt und wissen im ersten Moment zu gefallen. Genau hier liegt das Problem: Man schaut sich die Sequenzen gerne die ersten Male an – je häufiger man allerdings den genannten Move einsetzt, umso weniger interessiert man sich für die Filmsequenz auf dem Bildschirm. Diese kann man jedoch leider nicht überspringen oder ausschalten, weshalb man sie wohl oder übel jedes Mal über sich ergehen lassen muss. Nach dem Kampf erhalten wir Rollenspiel-typisch Erfahrungspunkte, welche unsere Charaktere im Level aufsteigen lassen und deren Attribute erhöhen. Zu Beginn des Spiels kann das Kampfsystem ein wenig linear und eintönig erscheinen. Mit Voranschreiten der Geschehnisse bekommt man aber immer außergewöhnlichere und anspruchsvollere Gegner vorgesetzt, deren Bewältigung auch ein größeres Maß an taktischem Geschick benötigen.


Fuuuuuuuuusion – HA!
Kommen wir doch nun auf die interessanteste und namensgebende Funktion des Titels zurück: Der Möglichkeit der Fusion. Zu Beginn ist es uns nur möglich, Trunks und Son Goten im laufenden Kampfgeschehen miteinander zu fusionieren. Diese Fusion ist allerdings nicht von Dauer und löst sich auch nicht selten im Gefecht wieder auf. Beim Voranschreiten der Story wird uns hier allerdings ziemlich schnell die Möglichkeit einer Durchführung von sogenannten Ex-Fusionen aufgezeigt. Hier ist es uns möglich, auf Dauer einige interessante Fusions-Kreuzungen durchzuführen und somit die Statuswerte unsere Charaktere zu boosten. Das Endresultat darf dann jeweils drei Special Moves der beiden Fusionierenden auswählen und zu seinem eigenen Attacken-Repertoire hinzufügen. Gefallen uns die Ex-Fusionsresultate einmal nicht mehr, ist es auch wieder möglich, diese aufzulösen und einen neuen Versuch zu starten. Dabei fallen für die Ex-Fusionen allerdings auch entsprechend beim ersten Mal Kosten in Form von Energiekugeln an. Diese kann man allerdings leicht durch Kämpfe und dem Rekrutieren von neuen Team-Mitgliedern erhalten. Natürlich ist es sehr interessant zu sehen, welche bekannten DB-Charaktere miteinander fusionieren können – vor allen Dingen wie dann das Endresultat optisch aussieht und was es kämpferisch draufhat. Neben den Energiekugeln müssen allerdings auch manchmal andere Voraussetzungen erfüllt werden, um die beiden Charaktere miteinander fusionieren zu lassen. Wer sich davon allerdings nicht zurückschrecken lässt, wird sich ziemlich lange mit den Ex-Fusionen austoben können. Es gibt nämlich über 1.000 Charaktere zum Sammeln und jeder dieser Charaktere hat seine eigenen Fusionsmöglichkeiten. Unserem Hauptcharakter ist es sogar möglich, mit fast jedem Charakter des DB-Universums zu fusionieren. Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, gibt es natürlich noch eine ultimative Fusionstechnik im Kampfgeschehen. Diese ermöglicht es uns, bei mindestens zur Hälfte gefüllten Ultra-Leiste, unsere fünf aktiven Team-Mitglieder zu einem mächtigen Kämpfer zu fusionieren. Direkt im Anschluss finden wir uns in einem speziellen Kampfbildschirm wieder, bei dem wir via Knopfdruck auf die Gegner eindreschen und versuchen möglichst viel Schaden auszuteilen. Nach Ablauf der Zeit wird die Attacke mit einer imposanten KI-Explosion beendet, die noch einmal ordentlichen Schaden austeilt. Da dies allerdings eine besonders kräftezehrende Fusionsattacke ist, werden alle unsere Charaktere auf der Zeitleiste zurückversetzt und müssen sich erst erholen, bevor sie erneut agieren können. Nichtsdestotrotz ist die Ultra-Fusion so mächtig, dass sie sich besonders gut dafür eignet, um mehreren Gegnern auf einmal den Rest zu geben.

Neuer Sammelwahn
Wer sich bei den Fusionen richtig austoben möchte, wird nicht drum herumkommen, neue Charaktere für sein Team zu rekrutieren. Ein paar bekannte Gesichter werden sich uns zwar im Lauf der Story anschließen, aber diese halten sich zahlenmäßig in Grenzen. Hier müssen wir verstärkten Fokus auf das Erledigen von Nebenquests oder dem Rekrutieren aus dem Kampf heraus setzen. Wie bereits erwähnt, begegnen uns auf den verschiedenen Ebenen im Flug immer wieder potentielle Gegner, gegen die wir kämpfen können – meistens sind dies allerdings komplett neue und unbekannte Charaktere. Wer eher auf Hauptcharaktere setzen möchte, sollte auf der Map die Augen nach Zeit-Dimensions-Spalten offenhalten. Diese schicken nach dem Ausspähen oft bekannte Charaktere in den Kampf, welche man nicht selten auch rekrutieren kann. Ist in dem gegnerischen Team ein rekrutierbares Mitglied dabei, wird dieses mit einem kleinen Stern gekennzeichnet. Wird dieser Gegner nun im Kampfgeschehen durch einen sogenannten Zenkai-Angriff bezwungen, schließt er sich uns im Anschluss an. Die Zenkai-Angriffe benötigen, ähnlich wie die Ultra-Fusion, eine mindestens halb gefüllte Ultra-Leiste – allerdings werden diese nach der Aktion im Kampfbildschirm mit einem Special Move beendet und werfen den ausführenden Charakter nicht in der Zeitleiste zurück. Zumindest die Nebenaufgaben versuchen hier ein wenig Abwechslung in den Kampftrott zu bringen. Hier dürfen wir auch einmal verschollene Gegenstände von Kuririns Tochter in einer Stadt zusammensuchen oder zusammen mit Boo Verstecken spielen.

Dragon Ball Fusions kommt mit einer japanischen Sprachausgabe daher, welche durch die originalen Sprecher der Charaktere synchronisiert wurde. Die übersetzten Texte sorgen für das ein oder andere Schmunzeln und fangen den Charme der Serie perfekt ein – hier tun die niedlich dargestellten Chibi-Charaktere ihr übriges und lassen das Game rundum stimmig wirken. Weiterhin wurde das Spiel mit einem StreetPass- sowie einem Mehrspieler-Modus versehen, welcher sowohl lokal als auch online genutzt werden kann.

Gut

  • interessantes, neuartiges Kampfsystem
  • schön inszenierte Cutscenes und Kampf-Sequenzen
  • niedlicher Chibi-Look im Dragon Ball-Charme
  • über 1000 rekrutierbare Charaktere
  • unzählige Fusionsmöglichkeiten

Schlecht

  • grindlastiges Spielprinzip
  • Filmsequenzen können nicht übersprungen werden
  • Ebenen bieten wenig Abwechslung

Fazit

Die Idee hinter Dragon Ball Fusions bringt frischen Wind in die Serie – neben altbewährtem Beat 'em up-Geplänkel bekommt man hier als Fan, aber auch als Neueinsteiger ein interessantes Game für den Handheld. Auch wenn das Kampfsystem zu Beginn ein wenig eintönig und langwierig erscheint, steigt dessen Schwierigkeitsgrad mit weiterem Voranschreiten permanent an und benötigt teilweise auch ein gewisses taktisches Geschick, um so manchen High-End-Gegner bezwingen zu können. Möchte man sich allerdings nur auf die Story konzentrieren, wird man schnell gebremst. Um in die nächste Ebene zu können, werden Mengen an Energiekugeln benötigt, die meist nur durch Kämpfe oder neue Rekrutierungen zusammenkommen. Hier ist es schon zwingend notwendig, sich immer und immer wieder ins Kampfgeschehen zu werfen und auf die richtigen Energiekugeln zu hoffen. So oder so ist Dragon Ball Fusions ziemlich grindlastig. Wen das allerdings nicht stört, der kann hier vor allen Dingen auch durch die Vielzahl der gebotenen Charaktere und der unzähligen Fusionsmöglichkeiten viel Spaß haben und sich so richtig austoben. Alles in allem hat mir persönlich der kleine Ausflug ins Dragon Ball-Universum sehr gut gefallen und auch das Experimentieren mit den unterschiedlichen Fusions-Techniken und Möglichkeiten hat mir viel Freude bereitet.
7

Gut

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1 Kommentar auf "Test"

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Valet
Editor

Schöner Test! Leider ist bei mir die Luft für Dragon Ball-Spiele raus ;> Vielleicht mal wieder, wenn es ein gutes Beat´em Up mit Dragon Ball Super-Inhalten gibt, Stichwort Turnier der Stärke.

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