Aktuelles Weltgeschehen

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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Ändert dennoch nichts daran. Funktioniert halt auch nicht wenn sich irgendwer den Arbeitsweg nicht mehr leisten kann, aber viele andere noch mit fetten Autos durch die Gegend fahren. Es geht immer auch um soziales. Und damit will ich nicht sagen, dass es zu viel ist wenn der Spritpreis etwas steigt. Im Gegenteil von dem was ich so höre und lese ist es immer noch zu wenig. Aber selbst bei noch strengeren Maßnahmen kann man den sozialen Zusammenhalt im Auge behalten und berücksichtigen. Da gibt es ja durchaus Modelle.
 

Yoshi

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9 August 2016
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Hagen
Ändert dennoch nichts daran. Funktioniert halt auch nicht wenn sich irgendwer den Arbeitsweg nicht mehr leisten kann, aber viele andere noch mit fetten Autos durch die Gegend fahren. Es geht immer auch um soziales. Und damit will ich nicht sagen, dass es zu viel ist wenn der Spritpreis etwas steigt. Im Gegenteil von dem was ich so höre und lese ist es immer noch zu wenig. Aber selbst bei noch strengeren Maßnahmen kann man den sozialen Zusammenhalt im Auge behalten und berücksichtigen. Da gibt es ja durchaus Modelle.
Dass hinreichend reiche Leute weiter mit fetten Autos durch die Gegend fahren, könntest du aber außer mit einem Totalverbot (oder einem individuellen nicht erweiterbaren Budget oder Planwirtschaft) nicht verhindern. Wenn drei Leute weniger mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist dadurch ähnlich viel gewonnen, wie wenn einer weniger mit nem Edelwagen fährt. Die Masse würde schon einen spürbaren Effekt haben.
 

Shadowguy

Mitglied
25 August 2016
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Taufkirchen - Bayern
Dass hinreichend reiche Leute weiter mit fetten Autos durch die Gegend fahren, könntest du aber außer mit einem Totalverbot (oder einem individuellen nicht erweiterbaren Budget oder Planwirtschaft) nicht verhindern. Wenn drei Leute weniger mit dem Auto zur Arbeit fahren, ist dadurch ähnlich viel gewonnen, wie wenn einer weniger mit nem Edelwagen fährt. Die Masse würde schon einen spürbaren Effekt haben.
Aber das Problem ist doch, dass die 3 die nicht mehr mit dem Auto fahren das tun weil sie es sich nicht mehr leisten können und dann nicht mehr zur Arbeit kommen und dann vom Jobcenter leben müssen. Ist natürlich besser fürs Klima, kann aber halt auch nicht Sinn der Sache sein.

Es gibt auch in Deutschland genug leute die so gerade um die Runden kommen mit ihrem Geld und die eine erhöhung der Spritpreise halt hart trifft weil sie (nicht nur) für die Arbeit eben drauf angewiesen sind. Genauso ja die ganzen Handwerker, was die Kunden dann auch wieder auffangen müssen die dann noch weiter in die Armut rutschen. Auch das Essen wird im zweifel teurer, weil der transport teurer wird, Geld reicht also auch hier nicht mehr.

So schafft man halt unzufriedenheit und AfD Wähler, was wohl auch niemand wirklich will.
 
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Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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Das behaupte ich doch auch gar nicht und Auto fahren in der Freizeit soll meinetwegen reinster Luxus sein. Es geht mir doch nur darum, dass man den sozialen Zusammenhalt auch bei schärferen Maßnahmen berücksichtigen kann und sollte. Bei Modellen wie der Klimaprämie z.B. würden sicherlich auch eine Menge Menschen aufs Auto fahren verzichten. Auch bei massiver Erhöhung der Spritpreise und ebenso Erhöhung der Pendlerpauschale würden viele Autofahrten vermieden werden ohne die notwendigen (ich weiß nach deiner Definition nicht notwendig weil mehr als 1 Stunde zusätzlicher Arbeitsweg oder für die Arbeit umziehen ok ist) Fahrten zur Arbeit für manche Menschen unmöglich zu machen.
Also ja, es soll viel getan werden, aber wenn es Alternativen gibt, dann mit den Maßnahmen, die den sozialen Zusammenhang nicht gefährden. Ich bin auch für einen schnelleren Kohleausstieg. Klar kann man sagen, da fallen Arbeitsplätze weg, aber dann muss man den Leuten z.B. Gehalt zahlen ohne dass sie dafür arbeiten müssen. Aber nein wir lassen sie lieber möglichst lange weiter arbeiten und tragen dann hinterher die Folgekosten.
 

Rusix

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Account geschlossen
2 September 2016
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Und vermutlich auch noch nie einen halbwegs wissenschaftlichen Text über den Klimawandel gelesen
Doch schon, aber hier handelt es sich fachübergreifend wohl um die komplexeste Thematik überhaupt.

Die Interpretationen der Rohdaten ist so mannigfaltig wie konfus zugleich.

Ich gebe offen zu, dass es meinen Intellekt übersteigt bzw ich mir nicht die Mühe mache etliche Arbeiten zu verifizieren. Dazu fehlt mir einfach der Background.

Eines ist aber wohl klar: Vorsorge ist besser als sich irgendwann überraschen zu lassen.
 

Sidewalkwalker

Maschinenräumer
25 August 2016
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Ich bin nicht Teil von vielen Gaming Communities. Von dieser hier schon. Seitdem Gaming so sehr Mainstream ist und mit dem sog. Gamergate auch fragwürdige politische Dimensionen erreicht hat, gilt die Positionierung dazu als „Gamer“ umso mehr.

Eine traurige Schnittmenge von Gaming Fans und Fanatikern ist nicht von der Hand zu weisen. Maskulinisten, Incels, Anons, Gorehounds, you name it. Ich schätze die Community von GU sehr und möchte glauben, dass sich hier niemand ernsthaft mit dem Gedankengut von 4chan, 8chan oder faschistoiden, menschenverachtenden Müll im Allgemeinen identifiziert.
 

Yoshi

Moderator
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9 August 2016
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Hagen

Ich bin nicht Teil von vielen Gaming Communities. Von dieser hier schon. Seitdem Gaming so sehr Mainstream ist und mit dem sog. Gamergate auch fragwürdige politische Dimensionen erreicht hat, gilt die Positionierung dazu als „Gamer“ umso mehr.

Eine traurige Schnittmenge von Gaming Fans und Fanatikern ist nicht von der Hand zu weisen. Maskulinisten, Incels, Anons, Gorehounds, you name it. Ich schätze die Community von GU sehr und möchte glauben, dass sich hier niemand ernsthaft mit dem Gedankengut von 4chan, 8chan oder faschistoiden, menschenverachtenden Müll im Allgemeinen identifiziert.
Ich halte, ohne statistische Analyse einer echten Korrelation, die Diskussion nicht für sehr überzeugend. Der Großteil der Terroristen sind junge Männer und ein Großteil der jungen Männer spielt Videospiele (ebenfalls ein Großteil der jungen Männer spielt gewalttätige Videospiele). Dass dann eine große Schnittmenge (gemessen an der Zahl der Terroristen) zwischen diesen beiden Gruppen existiert, ist nicht erstaunlich. Bezogen auf das GUF habe ich hier aber noch keine rechtsextremen Äußerungen gesehen und in Anbetracht der kleinen Größe der Community fühle ich mich halbwegs sicher zu behaupten, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass hier einer heimlich potentieller Rechts-Terrorist ist :).
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
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Sorry, aber diese Schlussfolgerung ist so dermaßen dumm und an den Haaren herbeigezogen, dass ich den Artikel nach dem zweiten Absatz abgebrochen habe. Das hat ja schon Frontal 21-Niveau.

Die an einen Helm montierte Kamera vermittelte dabei teilweise den Eindruck der Optik eines Computerspiels.
Dass Täter ihre Taten filmen, kommt ja nicht nur vor wenn sie mit einer Waffe unterwegs sind. Wie oft hat man schon gesehen, dass Jugendliche sich von Freunden dabei filmen lassen, wenn sie andere mobben, herumschubsen oder gar verprügeln. Auch von Vergewaltigern hat man schon des Öfteren gesehen, dass sie ihre Tat dokumentieren, indem sie beispielsweise ihr Opfer nach der Tat filmen oder fotografieren. Da käme wohl niemand auf die Idee das mit Videospielen in Verbindung zu bringen, weil so eine Scheiße wie Rapelay wesentlich unbekannter als Ego-Shooter ist. Nur weil ein Täter nun eine Schusswaffe in der Hand hat und die Tat filmt, ist das ja noch lange kein Indiz dafür, dass er das ganze wie einen Ego-Shooter aussehen lassen wollte.

Dass die Ego-Shooter-Perspektive gewählt werde, sei kein Zufall, sagt Christian Schiffer, Chefredakteur des Magazins für Games-Kultur WASD. Sie zeige vielmehr, dass die Computerspiele-Kultur ein Problem mit Rechtsextremismus habe.
Und hier kommen wir zu dem Punkt, wo es so richtig bescheuert wird. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Täter das ganze wie einen Ego-Shooter aussehen lassen wollte, anstatt dass er "nur" seine Tat dokumentieren wollte, um eine Bühne für seine Tat zu kriegen, ist diese Kausalkette grober Unfug. Rechtsextremer Täter wählt Ego-Perspektive für seine Tat (= ist Computerspieler) also hat die Computerspiele-Kultur ein Problem mit Rechtsextremismus.
Da fällt mir sofort ein Vergleich ein, der auch im Zusammenhang mit Erfurt und der Ego-Shooter-Diskussion oft genannt wurde: Rechtsextremisten essen Brot, also gibt es unter Menschen, die Brot essen, ein Rechtsextremismus-Problem.
Wie Yoshi schon richtig schreibt: Dass es unter diesen beiden Gruppen eine große Schnittmenge gibt, ist weder etwas besonderes noch etwas besorgniserregendes. Es ist ja nicht so als ob ein Großteil der Videospiele antisemitisches oder rassistisches Gedankengut verbreiten würde. Ganz im Gegenteil. Wenn es in Videospielen rassistische oder faschistische Gruppierungen oder Regime gibt, ist man immer der Widerstandskämpfer.
 

Lottogewinner

Administrator
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29 Juli 2016
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Hier geht es, egal, was gerade an unendlichen Einordnungen produziert wird, leider nicht um eine theoretische Diskussion über den Wirkungsgrad von Videospielen. Sondern um tatsächliche Morde, wahrscheinlich durchgeführt durch einen Gamer, ganz sicher aber durchgeführt durch einen Rassisten und Antisemiten. Vor nicht einmal 24 Stunden. Ich glaube, es schadet auch auch bei der Schnelllebigkeit der Medien und des Internets nicht, erst einmal innezuhalten. Um das sinnlose Attentat einordnen zu können, für die Gesellschaft, für einen selbst. Für die Community, in der man ist, ganz egal, ob das nun der Sportverein, Tierschutzbund oder das Gaming-Forum sein mag. Zeit, verschiedene Meinungen aufzusammeln, denen man vielleicht zustimmen mag, die man vielleicht auch ablehnen kann. Und vor allem Zeit, darüber nachzudenken, was man als einzelner tun kann, damit sich so etwas nicht wiederholt. Im kleinen, im eigenen Umfeld, in dem man sich bewegt. Daher an dieser Stelle mein Appell: Bevor hier in einem Gamer-Forum eine unnötige Meta-Diskussion über Killerspiele losgeht - nehmt euch diese Zeit.

Einen guten Anstoß, das Geschehene als Gamer einzuordnen, und darüber nachzudenken, wie man in seinem Hobby und seiner Community rechtem, antisemitischen und antifeministischem Gedankengut entgegentreten kann, bietet der folgende Artikels: https://www.spiegel.de/netzwelt/games/halle-saale-was-das-attentat-mit-videospielen-verbindet-und-was-nicht-a-1291020.html

Ich schließe das Topic übers Wochenende, im Sinne meines ersten Absatzes. Montag gehts weiter. Danke für das Verständnis.
 

Screw

GUF Legende
26 August 2016
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Die Bundesregierung hat für 2020 Förderungen in Höhe von 50 Mio. für die Spiele-Industrie gestrichen.
Trifft das auch Hell Pie (Switch)?
 
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Yoshi

Moderator
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9 August 2016
2.962
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Hagen
Naja, ob es das betrifft kann man ja schwer sagen, es werden keine zugesprochenen Förderungen für Entwickler zurückgezogen, in diesem Sinne betrifft es Hell Pie also nicht, aber die Möglichkeit, Geld zu erhalten ist dadurch natürlich nicht mehr gegeben.
 

Screw

GUF Legende
26 August 2016
5.957
110
63
Das Spiel soll ja erst Ende 2020 erscheinen. Nächstes Jahr gäbe es dann keine Förderung mehr.