An die PCler: Epic VS Steam - woher der Hass?

Law

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22 August 2016
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Ein Standard, denn Sony bisher auch noch nicht hingekriegt und Microsoft zu vor-XBO-Zeiten auch nicht eingehalten haben (keine Ahnung wie es jetzt ist). Ist eher seltsam, dass gerade Ninten-OnlineVersager-do sowas wie eine Wunschliste schon seit WiiShop-Zeiten anbietet.
Eine Wunschliste gibt es auf PS4.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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@Law so wie du es mir erklärt hast geht es aber nicht. Geht wohl nur auf der Internetseite und nicht direkt im Shop der PS4 und das ist schon traurig. Oder es ist sehr schwer zu finden, aber auch das wäre traurig. Und wenn ich so eine Wunschliste hätte, wo auf PS4 könnte ich sie dann einsehen?
 
19 November 2018
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So, nachdem ich meinen eigenen Thread ja vergessen habe, habe ich mir alles mal durchgelesen.

Also, Hass meinte ich schon wörtlich, denn genau der tritt in anderen Foren ziemlich unverhohlen zutage.

Das Retail-Argument überzeugt mich nicht, denn - daran ist vor allem Steam schuld - enthalten PC-Discs oft nicht mehr viele Daten und brauchen eine Online-Aktivierung. Die Retailfassungen von PC-Spielen sind größtenteils Plastik, das man sich ins Regal stellt, aber nicht funktionsgfähig ist. Auf Konsolen funktionieren die Spiele auf Datenträger meistens noch, nur leider ist es bei episodischen Spielen immer mehr üblich, auf der Retailfassung dann die letzte Epsiode weg zu lassen, wie jetzt bei Life is Strange 2. Solche Retailausgaben sind Müll, wenn Epic die verhindert, sehe ich das fast sogar als ressourcensparendes Plus.

Ich denke auch, dass der PC wegen solcher Exklusivdeals plötzlich nicht mehr eine Plattform ist. Manchmal sind Einzelhandelsfassungen auch exklusiv, Little Nightmares gab es auf der Xbox One nur bei Amazon, Sea of Life von Insomniac auf allen Plattformen nur bei Gamestop - aber der Händler ändert nichts daran, für welche Plattform das Spiel erscheint und das es jeder kaufen kann. Einen Account zu brauchen sehe ich wie eben zwangsweise Little Nightmares auf der One als Retail bei Amazon zu kaufen. Wäre schön, wenn es nicht nötig wäre, aber Steam verlangt auch einen Account - na ja, in dem Sinne macht es im Retailbereich eher einen Unterschied, ob Amazon oder Gamestop sich etwas geangelt hat. Bei Gamestop kann man einkaufen, ohne dass jemand Namen und Adresse erfährt, aber ob Epic oder Steam, ist da prinzipiell egal.

Bezüglich der Daten bin ich nämlich auch so gepolt, dass ich sie möglichst bei mir behalte. Deswegen kaufe ich ja auch so gut wie es geht im lokalen Einzelhandel. Das kann ich noch am ehsten verstehen, nicht jedem dahergelaufenen Shop Daten anvertrauen zu müssen. Aber wäre Steam nicht gewesen, hätte man wohl noch einige Jahre lang beim Kauf eines PC-Spiels seine Daten nicht weitergeben müssen, auch da fällt es mir letztllich schwer zu verstehen, warum das bei Epic schlimmer ist. Wie bei der Entwertung von Retailfassungen für PC war eben Steam der erste "Übeltäter", Epic nur der "Nachahmungstäter". Aber ich gestehe die Möglichkeit ein, dass Steam die Daten besser schützt. Ich möchte mir die AGBs der beiden Dienste jetzt nicht durchlesen.

Und Täter steht natürlich absichtlich in Anführungszeichen. Wenn das Anlegen eines Account, die Nutzung von Daten und die Entwertung von Retailspielen von der Mehrheit der Spieler als etwas schlimmes betrachtet würde, dann wäre Steam Baden gegangen. Ist es aber nicht, also sind die Sachen akzeptiert. Wer es nicht akzeptiert, nutzt weder Epic noch Steam, spielt also ziemlich sicher nicht PC.

Ich danke für die Darlegung der Argumente, Zeratul. Und natürlich allen anderen.
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
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Bezüglich der Daten bin ich nämlich auch so gepolt, dass ich sie möglichst bei mir behalte. Deswegen kaufe ich ja auch so gut wie es geht im lokalen Einzelhandel. Das kann ich noch am ehsten verstehen, nicht jedem dahergelaufenen Shop Daten anvertrauen zu müssen. Aber wäre Steam nicht gewesen, hätte man wohl noch einige Jahre lang beim Kauf eines PC-Spiels seine Daten nicht weitergeben müssen, auch da fällt es mir letztllich schwer zu verstehen, warum das bei Epic schlimmer ist. Wie bei der Entwertung von Retailfassungen für PC war eben Steam der erste "Übeltäter", Epic nur der "Nachahmungstäter". Aber ich gestehe die Möglichkeit ein, dass Steam die Daten besser schützt. Ich möchte mir die AGBs der beiden Dienste jetzt nicht durchlesen.
Genau das ist ja der entscheidende Punkt, den einige hier nicht zu verstehen scheinen. Viele reden hier so als sei Daten hinterlegen = Daten hinterlegen. Aber entscheidend ist ja letzten Endes, was derjenige, bei dem man seine Daten hinterlegt, damit macht bzw. wie gut er sie schützt. Und genau da liegt ja die Kritik an Epic, dass sie die Daten eben schön verkaufen, ähnlich wie Facebook das getan hat und sich um Datenschutz einen Dreck scheren. Klar hinterlege ich auch bei Steam meine Daten, aber das heißt ja nicht, dass die gleich an Dritte weitergegeben werden. Ansonsten dürfte ich auch kein Online-Banking betreiben, weil ich da auch meine Daten hinterlege. Aber eigentlich geht man ja schon davon aus, dass eine Bank sensibler mit den Daten umgeht als beispielsweise ein soziales Netzwerk.
 
19 November 2018
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Aber gibt es denn wirklich belastbare Berichte mit Belegen? Da rutschen jetzt meine eigenen Vorurteile rein, aber sobald sich eine kritische Masse im Internet auf etwas eingeschossen hat und es heißt, es gäbe Berichte, nehme ich das spontan nicht ernst. Vielleicht steht ja schon entsprechendes in den AGBs, dann ist es klar. Aber Berichte, wer berichtet denn da, steht er mit seinem Namen dazu, kennt man ihn als belastbare Quelle?

ganz spätes EDIT: Das mit dem Namen zu stehen ist natürlich nicht so buchstäblich gemeint, weil Whistleblower das aus gutem Grund ja auch nicht tun, aber ricjtige Whistleblower suchen sich ja einen Medienpartner, der dafür seine Glaubwürdigkeit in die Waagschale wirft.
 
Zuletzt editiert:

Bufko

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29 November 2018
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Aber gibt es denn wirklich belastbare Berichte mit Belegen?
Nein. Es hat schon seinen Grund, warum Zeratul es in jedem Post wiederholt, ohne Beispiele zu nennen. Es gab das Skandälchen mit der gescannten Steam-Liste (welches aufgeklärt wurde) und das typisch amerikanische "Tencent ist China!!1"-Ding. Meines Wissens nach gibt's da überhaupt nichts handfestes, und das, was für Aufhebens sorgte, wurde entweder von Epic erklärt oder gar von Sweeney persönlich aufgeklärt und/oder dementiert. Aber der ist ja auch "Böse" und lügt eh wie gedruckt.

Dieser ganze Epic-ist-der Feind-Kram ist alles nur vorgeschoben, damit man nicht zugeben muss dass man einfach all seinen Kram auf Steam haben will und nicht noch einen ganzen anderen Launcher starten will, imho. (oder einfach, weil man Fortnite hasst). Und damit direkt das Pseudomonopol von Valve stärkt, die btw ebenfalls alles andere als eine feine, vorbildliche Nette-Leute-Firma sind.

btw mit einem Boykott ist es bei "Ok, aber dann musst du auch UE-Spiele boykottieren" fix vorbei, also kann's nicht so schlimm sein.
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
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Nein. Es hat schon seinen Grund, warum Zeratul es in jedem Post wiederholt, ohne Beispiele zu nennen.
Wo genau wiederhole ich das denn in jedem Post? Und nein, der Grund dafür, dass ich in den zwei Posts, in denen ich davon gesprochen habe keine Beispiele genannt habe, ist nicht dass es keinerlei handfeste Beweise gäbe (einen Vorfall hast du ja selbst schon genannt), sondern dass bis zu Guybrushs letztem Post niemand danach gefragt hatte und ich ja auch noch andere entscheidende Punkte hatte, die ich angesprochen habe. Also eigentlich genau das Gegenteil von dem, was du mir jetzt gerade vorwirfst.

Und ja, es gab andere Vorwürfe bzw. Vorfälle im Bezug auf Datenschutz, abseits der Sache, dass der Epic Launcher ungefragt Daten aus dem Steam Client und vom PC sammelt:


Laut mehreren unabhängigen Juristen, mit denen GameStar in den letzten Tagen gesprochen hat, erfüllen jedoch die Datenschutzbestimmungen aktuell nicht die Ansprüche, die die Europäische Union an datensammelnde Unternehmen stellt.
Die Richtlinien von Epic sind zum Teil stark verklausuliert, schwammig und in der derzeitigen Form schlichtweg nicht zulässig. So ist unklar, welche Unternehmen Zugang zu den Spieledateien haben und inwieweit Epic personenbezogene Daten an dritte Stellen weiterleitet
Die am 25. Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) spricht in ihren Gesetzestexten explizit davon, dass Unternehmen ihre Datenschutztexte eindeutig und verständlich formulieren müssen. Den Endverbrauchern soll klar sein, was mit ihren Daten passiert und wo sie gespeichert werden. Weil sich Epic an EU-Kunden richtet und deren Daten verarbeitet, müssen sie sich an das EU-Datenschutzniveau halten.

Unternehmen sollen datenschonend handeln und nur das speichern, was zur Erfüllung eines Kaufvertrages vonnöten ist. Also zum Beispiel die Accountdaten eines Nutzers, solange dieses Konto aktiv ist und nicht gelöscht wurde. Alles, was darüber hinaus geht, benötigt eine extra Einwilligung. Eben diese Grundsätze missachten die Epic-Richtlinien
 
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