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Die besten Ego-Shooter Kampagnen

24 August 2016
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#1
Ich habe mir vor einiger Zeit eine Liste aller Singleplayer Ego-Shooter bzw. Shooter mit Kampagnen gemacht, die ich durchgespielt habe und gerne noch durchspielen würde. Ich werde hier nach und nach über meine Erfahrungen mit den Spielen berichten und dabei auf die Besonderheiten sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Spiele eingehen. Empfehlungen für weitere Ego-Shooter sind natürlich jederzeit herzlich willkommen. :) Wobei ich gleich vorweg sagen sollte, dass ich Weltkriegs-Shooter bzw. allgemein Kriegs-Shooter nicht mag. Deshalb habe ich auch kein einziges Battlefield oder CoD gespielt.

Bevor die Diskussion überhaupt entsteht: Ego-Perspektive mit "Schusswaffe" bedeutet nicht gleich Ego-Shooter. Spiele wie Metroid Prime oder gar Portal fallen ganz sicher nicht in diese Kategorie.

Hier jetzt aber erstmal die Liste. Die fett markierten Spiele habe ich durchgespielt. Die kursiv geschriebenen zumindest intensiv angespielt, aber aus verschiedensten Gründen nicht durch.

Aliens vs Predator 2 - 9,5/10
Aliens vs Predator (2010) - 8/10
Bioshock
Bioshock Infinite
Borderlands - 8/10
Borderlands 2 - 9/10
Bulletstorm - 9/10
Crysis - 9/10
Crysis: Warhead - 8,5/10
Crysis 2
Crysis 3
Dishonored
Dishonored 2
Doom (2016) - 10/10
Duke Nukem Forever - 6/10
Far Cry - 9/10
Far Cry 3
Far Cry 3: Blood Dragon - 8/10
F.E.A.R. - 9/10
Geist - 7/10
Half Life / Black Mesa - 10/10
Half Life 2 - 10/10
Perfect Dark - 10/10
Prey (2017)
RAGE - 8/10
Red Steel - 6/10
Red Steel 2 - 9/10
System Shock 2 - 10/10
SUPERHOT 9/10
The Darkness - 8/10
The Darkness 2
Time Splitters 2 - 7/10
Titanfall 2 - 10/10
Turok 1
Turok 2
Turok Evolution - 7/10
Wolfenstein: The New Order - 10/10
Wolfenstein: The Old Blood
Wolfenstein: The New Colossus
XIII 9/10

Die "Berichte" zu den einzelnen Spielen, die ich bereits durch habe, folgen dann in den nächsten Tagen. ;-)

Aliens vs Predator 2
Aliens vs Predator 2 überzeugt vor allem dadurch, dass es die Stimmung beider Filmreihen perfekt rüberbringt. Als Marine läuft man durch dunkle Gänge, das ständige Pochen des Trackers im Ohr und kriegt jedes Mal nen Herzinfarkt wenn dann plötzlich Punkte auf dem Tracker erscheinen und mit jedem Pochen näher kommen. Und man weiß nie genau, woher die Aliens kommen. Aus dem Boden, von der Decke oder einfach den Flur entlang. Und manchmal auch gar nicht, nur um dann 2 Minuten später auf dem Rückweg über einen herzufallen (hier ist AvP2 genauso viel Horror-Spiel wie FPS). Gleiches gilt, wenn man selbst ein Alien oder einen Predator spielt. Beide Rassen vermitteln das Gefühl ein mächtiges, unheimliches Wesen zu spielen, das seine Opfer zwar mit Leichtigkeit erledigen kann, sich jedoch auch nicht in einen offenen Kampf gegen eine Übermacht stürzen kann, da man dann schnell das Zeitliche segnet. Diese Abwechslung im Gameplay zwischen Marine, Alien und Predator ist der zweite Grund, warum AvP2 soviel Spaß macht. Als Marine ist man vor allem gegen Ende bis an die Zähne bewaffnet, als Alien kann man an Wänden und Decken entlanglaufen sowie Sprungangriffe auf seine Feinde ausführen und als Predator kann man sich tarnen, extrem hoch springen (auf Bäume z.B.) und auf ein Arsenal an mächtigen Waffen wie den Diskus oder die Schulterkanone zurückgreifen. Interessant ist auch, dass die Geschichten der 3 Figuren, die man nacheinander spielt, sich stellenweise kreuzen. So sieht man z.B. als Predator aus sicherer Entfernung, wie der Marine den man zuvor gespielt hat eine Basis betritt und dort aufräumt. Für Fans der beiden Filmreihen ein absolutes Muss, aber gerade durch die Alien- und Predator-Parts auch empfehlenswert für Fans von Stealth-Spielen. Obwohl es hier mehr um das heimliche Töten als um das Vermeiden von Kämpfen geht.

Aliens vs Predator (2010)
Der dritte Teil, der (leider) wieder von dem Entwicklerteam des ersten Teils entwickelt wurde, konnte mich nicht ganz so überzeugen wie der Vorgänger. Als Marine kann man nicht mehr alle Waffen tragen, die man findet (was im Vorgänger am Ende 10 Waffen waren), sondern muss sich neben der Pistole auf 2 weitere Waffen beschränken. Zudem war der Actionanteil bedeutend höher und der Horror-Anteil dafür bedeutend geringer als im Vorgänger. Dadurch wirkten die Aliens imo nicht mehr ganz so sehr als Bedrohung wie das noch in AvP2 der Fall war.
Als Alien fand ich es in Teil 2 gerade cool, dass man wirklich alle Stadien der Entwicklung eines Alien durchgemacht hat. Vom Facehugger über den Chestburster bis hin zum voll entwickelten Xenomorph. Im dritten Teil startet man direkt als voll entwickelter Xenomorph. Ansonsten war der Alienpart afair ähnlich gut wie im Vorgänger.
Beim Predator gilt das gleiche wie beim Marine. Anstatt einem großen Arsenal aus Waffen gab es hier nur noch 4 oder 5 Waffen, wobei ich nur die Plasma-Minen wirklich cool fand. Zudem konnte man nicht mehr einfach hoch springen um gewisse Positionen zu erreichen, sondern man konnte ganz bestimmte vorgegebene Punkte anvisieren und dann dorthin springen. Das fühlte sich halt mehr wie der Enterhaken in Zelda an, als wie ein freies Springen. Nach wie vor ein gutes und empfehlenswertes Spiel, aber wer mit der bedeutend schlechteren Grafik leben kann, der sollte lieber zu AvP2 greifen.

Borderlands
Borderlands ist sozusagen das Diablo unter den Ego-Shootern. Angesiedelt in einem Space-Western-Setting mit Cel-Shading Grafik, verrückten Charakteren und viel Humor absolviert man alleine oder im Coop mit bis zu 4 Spielern eine Reihe an Hauptquests sowie eine Vielzahl optionaler Nebenquests, sammelt besseres Equipment und Erfahrung. Nach einem Levelaufstieg kann man wie bei einem RPG Punkte in einen von 3 Talentbäumen investieren. Dabei hat jede der 4 Klassen eigene Talente und auch jeweils eine Spezialfähigkeit um die sich eine Vielzahl der Talente drehen.
Die Loot-Gegenstände sind inklusive der Waffen vollkommen zufallsgeneriert wodurch es eine nahezu unbegrenzte Anzahl möglicher Gegenstände gibt. Neben Standard-Werten wie Schaden, Magazingröße, Feuerrate etc. verfügen viele Waffen auch über eine von 3 elementaren Attributen: Feuer, Schock und Säure. Diese Attribute geben dem Spiel eine gewisse taktische Tiefe, da je nach Art der Gegner ein anderes Attribut wirkungsvoll ist.
Alleine würde ich Borderlands nicht unbedingt empfehlen, da es so trotz immer neuer Gegnertypen mit der Zeit recht langweilig wird, es sei denn die Jagd nach immer besserem Loot hält einen ausreichend bei Laune. Zudem finde ich es etwas blöd, dass die Feuergefechte extrem von der Stärke der eigenen Waffen abhängig sind und nicht so sehr von den Shooter-Fähigkeiten, auch wenn diese durchaus ebenfalls eine Rolle spielen.

Borderlands 2
Borderlands 2 ist imo in allen Belangen besser als sein Vorgänger. Die Charakterklassen sind ausbalancierter und ausgeklügelter, mit den DLCs gibt es insgesamt 6 anstatt 4 Charakterklassen und vor allem: Die Story und die Erzählweise ist wesentlich besser als im Vorgänger und bietet mit Handsome Jack imo einen der genialsten Bösewichte aller Zeiten. Bei der Story werden auch die 4 Charaktere aus dem ersten Teil mit eingebunden, allerdings nicht in dem Maße, dass man den Vorgänger gespielt haben müsste um die Story zu verstehen. In Sachen Gameplay hat sich nicht viel geändert, außer eben den neuen Charakterklassen mit ihren neuen Spezialfähigkeiten und einem neuen elementaren Attribut namens Slag. Dieses bewirkt keinen Bonusschaden, sondern hat eine Chance einen Gegner mit einer lila Flüssigkeit einzudecken, die bewirkt, dass er doppelten Schaden von allen anderen Waffeneffekten erleidet.
Auch Borderlands 2 würde ich eher im Coop empfehlen als alleine. In Sachen Coop werdet ihr imo keinen besseren Shooter finden. Aber gerade durch die wesentlich bessere Story und Erzählweise macht es alleine definitiv mehr Spaß als der Vorgänger. Zudem kann ich jedem nur den DLC "Tiny Tina's Assault und Dragon Keep" empfehlen, der ist absolut genial! Dort werden eine Vielzahl an Rollenspielen und Fantasy-Geschichten auf die Schippe genommen, darunter Dark Souls, World of Warcraft oder Herr der Ringe.

Bulletstorm
Bulletstorm kann wohl ganz leicht mit einem Wort beschrieben werden: abgefahren. Das fängt bei der trashigen Story an und endet bei dem Gameplay, bei dem man Gegner auf möglichst kreative Weise killen muss um Bonuspunkte zu bekommen, die man an bestimmten Stationen in Munition und Waffenupgrades investieren kann. So pervers es klingen mag: Aber genau dieses kreative Killen der Gegner macht den Hauptspaß an Bulletstorm aus. Dazu stehen euch neben übertriebenen Waffen - wie einer vierläufigen Schrotflinte, einem Snipergewehr, dessen Kugeln ihr lenken könnt oder auch einer Kanone, die Bolas mit fernzündbaren Bomben an den Enden verschießt - noch drei weitere Fähigkeiten zur Verfügung: Ein Energielasso, mit dem ihr Gegner zu euch heranziehen oder senkrecht in die Luft schleudern könnt, der Kick mit dem ihr Gegner von euch wegkicken könnt sowie der Slide mit dem ihr euch schnell auf Gegner zubewegen und sie wegstoßen könnt.
Die Level in Bulletstorm sind extrem schlauchartig, bieten aber viel Abwechslung und stetig neue kreative Szenarien und Gegnertypen, sodass nie Langeweile aufkommt. Wenn man sich mit dem sehr makaberen Grundprinzip und den schlauchigen Levels abfinden kann, hat man mit Bulletstorm einen extrem spaßigen Shooter der etwas anderen Art.

Crysis
Crysis besticht vor allem durch seine weite, offene Spielwelt. Dadurch ist es möglich viele verschiedene Wege zum Ziel zu gehen. Durch den Nanosuit und die Fähigkeiten, die dieser dem Spieler verleiht, gilt das nicht nur räumlich, sondern auch im Hinblick auf die Vorgehensweise. Dadurch ist sowohl eine brachiale Vorgehensweise als auch Stealth möglich. Zudem gibt es sehr viel Abwechslung im Missionsdesign. So gibt es z.B. eine Panzermission, eine VTOL-Mission und eine Mission in völliger Schwerelosigkeit. Während man zu Beginn nur gegen menschliche Gegner kämpft, kommen nach etwa der Hälfte des Spiels Aliengegner hinzu, die ebenfalls für Abwechslung sorgen.
Crysis würde ich vor allem denen empfehlen, die Wert auf eine offene Spielwelt legen und einen Ego-Shooter spielen wollen, der sich rein auf das Gunplay konzentriert ohne RPG-Elemente, abgedrehte Spezialfähigkeiten o.ä.. Die Story mit den Aliens klingt anfangs recht vielversprechend, bleibt jedoch zumindest in Teil 1 bis auf eine Mission recht oberflächlich.

Crysis: Warhead
Warhead ist zwar ein eigenständiges Spiel, könnte aber genauso gut auch ein Addon zu Teil 1 sein. Außer zwei neuen Waffen und einem neuen Vehikel bietet Warhead im Prinzip nichts neues. Zudem führt es die Story nicht weiter, sondern verläuft parallel zu Teil 1 und erzählt was ein anderes Mitglied des Squads in der Zeit erlebt hat. Da die einzelnen Missionen aber ziemlich gut waren ist Warhead fast schon Pflicht für jeden, dem Teil 1 gut gefallen hat.

Doom (2016)
Besser kann man einen Action-orientierten Ego-Shooter nicht machen. DOOM verbindet auf extrem geschickte Weise die Stärken alter und neuer Ego-Shooter, fügt Konzepte wie die Glory-Kills hinzu und hat gleichzeitig keine wirklichen Schwächen. Im Gegensatz zu vielen moderneren Shootern kann man alle Waffen tragen, die man findet, anstatt sich immer für 2-4 Waffen entscheiden zu müssen. Kombiniert mit permanentem Rennen, kein Nachladen, viel Munition, Glory-Kills usw. usf. ergibt sich dadurch stetige und kompromisslose Action, die einfach nur Bock macht. Grüne Leuchten und Hilfsmarkierungen zeigen direkt den Weg zur nächsten Schlacht, ohne dabei künstlich oder fremdartig in der Spielwelt zu wirken. Story ist vorhanden, wirkt aber nie störend oder aufgedrückt. Zudem ist die Inszenierung großartig und vermittelt dermaßen das Gefühl (eigentlich hasse ich das Wort) "badass" zu sein, wie ich es in kaum einem anderen Spiel erlebt habe. Für stetige Abwechslung ist durch immer neue Gegnertypen, viele verschiedene Waffen mit ständig neuen Upgrades sowie die Runenmissionen und den damit verbunden freigeschalteten Fähigkeiten auch gesorgt. Außerdem schafft Doom etwas, was kaum ein anderer Shooter schafft: Ob man getroffen wird oder nicht hängt in anderen Shootern oft auch von dem "Können" bzw. der KI der Gegner ab. In Doom ist jeder Treffer eigenes Verschulden, da man die Flugbahn aller Geschosse nachvollziehen und dementsprechend ausweichen könnte. Dadurch wirkt Doom eigentlich auch nie frustrierend oder unfair.
Alles in allem kann ich Doom jedem empfehlen, der auch nur im Entferntesten was mit Ego-Shootern anfangen kann und vor allem auf der Suche nach Action ist und weniger auf der Suche nach einer interessanten Geschichte oder.

Duke Nukem Forever
Duke Nukem Forever merkt man seine lange Entwicklungszeit an allen Ecken und Enden an. Das Gameplay wirkt für heutige Verhältnisse recht altbacken und technisch ist es selbst für sein Alter recht schwach (und die Ladezeiten sind ein Albtraum). Außerdem sind die Level vollkommen schlauchartig, ohne diese Schläuche jetzt außergewöhnlich positiv zu nutzen, indem man sie beispielsweise mit einer supertollen Inszenierung oder überragend gut konstruierten Leveln füllt. Positiv ist hingegen dass Duke Nukem Forever trotz allem recht viel Abwechslung bietet, teils sehr abgefahrene Waffen und den Duke selbst. Wobei gerade letzteres ein strittiger Pluspunkt ist. Auch wenn die Sprüche des Duke einen häufig zum Schmunzeln bringen, ist es teilweise aber auch schon hochnotpeinlich. Ich fand den Duke an sich als Satire-Figur lustig, weil es irgendwo ein Barney Stinson auf Steroiden ist. Aber was daran lustig sein soll wenn der Duke ein Stück Kot durch die Gegend wirft oder an den Wänden der Alien-Brutstätte Euter-artige Brüste hängen, aus denen Milch spritzt wenn der Duke mit der flachen Hand dagegenklatscht, entzieht sich mir ehrlich gesagt. Das ist einfach nur massivst pubertärer Humor. (Sorry Shogoki, wenn ich hier doch sehr wertend schreibe ;-) )
Duke Nukem Forever würde ich daher nur großen Fans des Duke empfehlen. Alle anderen finden in meiner Liste deutlich bessere Spiele, egal nach welcher Art von Shooter sie suchen.

Far Cry
Ähnlich wie auch bei Crysis überzeugt Far Cry vor allem durch seine weiten, offenen Welten und den vielen verschiedenen Wegen, auf denen man diese Welt durchqueren kann. Ob mit dem Jeep, mit dem Boot, zu Fuß durchs Dickicht oder indem man durchs Wasser taucht, alle Wege sind möglich. Während Crysis eine Stealth-Spielweise durch die Cloak-Fähigkeit recht einfach macht, muss man bei Far Cry wirklich die Umgebung ausnutzen und sich in Büschen oder hinter Felsen verstecken bzw. dahinter entlang bewegen. Gleichzeitig sind die Söldner in Far Cry für mein Gefühl wesentlich härtere Gegner als die koreanischen Soldaten in Crysis. Sie bemerken den Spieler bereits bei der kleinsten Unachtsamkeit und ein Schuss aus einem Sniper kann für den Spieler bereits das Aus bedeuten. Anstatt der Alien-Gegner aus Crysis kommen hier dann im späteren Spielverlauf die Trigene hinzu, bei denen es sich um mutierte Affen bzw. später auch Menschen handelt. Dieser Gegnerwechsel sorgt in der Mitte des Spiels auch für ausreichend Abwechslung, da es verschiedene Typen von Trigenen gibt.
Far Cry würde ich genau wie Crysis vor allem Fans von offenen Spielwelten empfehlen und denen, die sich rein auf das Gunplay konzentrieren wollen. Durch den fehlenden Nanosuit ist Far Cry jedoch etwas schwieriger und erfordert ein vorsichtigeres und durchdachteres Vorgehen als Crysis. Was man nun bevorzugt muss jeder für sich entscheiden.

Far Cry 3: Blood Dragon
Blood Dragon ist gleichermaßen Satire und Hommage an die Actionfilme der 80er und 90er Jahre. Alles ist in Neonfarben gehalten, die Story ist an Klischees kaum zu überbieten und der Protagonist lässt einen Oneliner nach dem anderen vom Stapel. Wenn man sich rein auf die Hauptmissionen konzentriert macht das unglaublich viel Laune ist dann aber auch relativ schnell vorbei. Ich hab für meinen Durchgang trotz einiger Nebenquests etwa 4 Stunden gebraucht. Die Nebenmissionen schwanken zwischen schlecht bis mittelmäßig, weshalb ich auch niemandem wirklich empfehlen würde diese zu machen. Wem 3-4 Stunden Spielzeit nicht zu kurz sind und wer ein Fan der Actionfilme der 80er und 90er Jahre ist, dem kann ich Blood Dragon wärmstens empfehlen. Wer über Oneline auf Flachwitz-Niveau nicht wenigstens schmunzeln kann, der sollte vielleicht lieber die Finger davon lassen.

F.E.A.R.
FEAR ist bis heute das unheimlichste Spiel, das ich jemals gespielt habe. Eine absolut gruselige Atmosphäre gepaart mit einigen bösen Jumpscares. Aber abseits davon ist FEAR auch ein toller Ego-Shooter. Hervorragendes Gunplay gepaart mit einer Slow-Motion Funktion, die jeder Kugel gewaltigen Impact verleiht und es dem Spieler erlaubt auch in größeren Feuergefechten die Kontrolle zu behalten. Zudem gibt es einige Nahkampf-Moves, die es dem Spieler erlauben auch leise Gegner in Slow-Motion zu töten sowie auch außergewöhnlichere Waffen, wie eine Partikelkanone oder eine High Velocity Nail-Gun, mit der man Gegner an der Wand festpinnen kann. Vom Leveldesign her ist FEAR jedoch recht schlauchig, was aber nicht weiter stört und die Horror-Elemente hätten in einer offenen Spielwelt wohl auch kaum funktioniert.
Wer gruselige Spiele nicht mag, der sollte definitiv die Finger von FEAR lassen. Für alle anderen eine definitive Empfehlung.

Wolfenstein: The New Order
Ein in jeder Hinsicht genialer Shooter. Perfektes Gunplay, Stealth macht Spaß, ist sinnvoll und trotzdem herausfordernd, packende Geschichte, tolle Inszenierung und Blazkowicz ist einfach ein verdammt cooler Dude. Als besonderes Gameplay-Feature kann man nahezu jede Waffe einfach oder doppelt tragen um die Feuerrate auf Kosten der Genauigkeit zu erhöhen. Gerade bei größeren Gegnermassen ist das sehr hilfreich, leert aber auch schnell die Munitionsvorräte. Zudem verfügt fast jede Waffe über zwei Schussmodi mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. So feuert die Pistole normalerweise Salven mit 3 Schuss ab, kann aber auch mit einem Schalldämpfer ausgestattet werden, um Gegner heimlich zu erledigen. Jedoch feuert die Pistole dann nur noch einzelne Schüsse ab. Dazu kommt ein richtig abwechslungsreiches Missionsdesign in dem es neben der Action auch immer wieder ruhigere Abschnitte gibt, in denen man nur Dinge oder Informationen sucht, durch die Gegend schleicht oder leise einen Gegner nach dem anderen erledigt. Die Inszenierung ist teilweise echt derbe und die Bilder, die man zu sehen bekommt nichts für schwache Nerven. Dass die deutsche Version mit den entfernten Symbolen der Atmosphäre schadet, kann ich in keinster Weise bestätigen.
 

Screw

Well-Known Member
26 August 2016
4.936
26
48
#2
Nicht mein Genre, aber die, die ich kenne, würde ich so listen:
1. GoldenEye
2. Perfect Dark
3. Resistance 3
4. Turok 1
5. Turok 2
6. Geist
 

Yoshi

Well-Known Member
9 August 2016
2.148
36
48
Hagen
#3
Turok 3 und GoldenEye sind keine Kandidaten? Wie steht es mit Perfect Dark Zero? Außerdem sollen die alten Dooms (1-3 und 64) ja durchaus gute Einzelspielermodi haben mit etwas komplexerem Leveldesign als heute üblich.
 

Biber

Well-Known Member
25 August 2016
2.035
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Hamburg
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#4
Ich glaube Dishonored darfst du dann auch nicht dazuzählen. Borderlands würde ich auch in Frage stellen :)

Turok 3 ist zumindest besser als Evolution, aber man sollte beide nicht spielen.

Gestern ist mir noch irgendwas substanzielles eingefallen, aber ich kann mich immer noch nicht mit meinem Smartphone einloggen, deshalb konnte ich es nicht schreiben.

Mir fallen sicher noch mehr Spiele ein, aber zunächst sollte die Liste um Jedi Knight 1-3 ergänzt werden. Und mindestens ein Serious Sam sollte man gespielt haben. Ich weiß nicht, welches.

Ich habe in letzter Zeit nur das neue Shadow Warrior (Teil 1) gespielt, das macht viel Spaß, ist aber deutlich zu lang für den Grad der Stumpfheit. Ach und Far Cry 3, das war so la-la. Früher habe ich massenhaft Shooter gespielt, fast alle am PC. Das war toll, aber irgendwie hat mich das Genre verlassen. Das neue Doom fand ich toll, wurde aber von God of War gekillt und seitdem kann ich mich nicht motivieren, es zu spielen. Es stresst mich auch einfach zu sehr :)

Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass Ego-Shooter (wieder?) mehr echte Videospiele mit gutem Leveldesign werden. Das erste Jedi Knight (und eigentlich auch Dark Forces) ist dafür ein gutes Beispiel. Die Bombast-Schlauch-Shooter sind für mich genauso wenig Videospiele wie FIFA. Aber es gibt ja wohl auch prima Ausnahmen wie eben Doom oder Prey.
 
29 August 2016
468
10
18
#5
Prey soll ziemlich System Shock like sein.
Was ist mit der Red Faction Serie?
Auch die Crysis-Serie finde ich nicht.
Wer kann sich noch an Disruptor erinnern? Der blutende Teddy mit dem Einschussloch als Werbung in Videospielmagazinen ist heute noch in Erinnerung.
 

Sun

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20 November 2016
1.495
18
38
#6
Prey hätte ich jetzt im nachhinein gar nicht so recht in die Kategorie Ego-Shooter gepackt, weil dafür einfach zu wenig Munition vorhanden ist. :D Aber mit Prey und Doom habe ich dieses Generation immerhin schon 2 Ego-Shooter gespielt.
 
24 August 2016
739
8
18
#7
Die Crysis-Reihe habe ich tatsächlich vergessen einzutragen, da habe ich ja erst kürzlich 2 Teile durchgespielt.
Golden Eye wollte ich zuerst wegen der N64-Steuerung nicht nachholen, aber da gab es ja vor ein paar Jahren das Remake für den PC, das wäre durchaus noch ein Kandidat.
Red Faction hatte ich vor Ewigkeiten mal ein Auge drauf geworfen, wüsste jetzt aber auch nicht welchen Teil man da am ehesten spielen sollte.

Bei Turok 3 habe ich oft gehört, dass es bedeutend schlechter als 1 und 2 sein soll. Wenn es wie Teiö 1 und 2 für den PC geportet wird, würde ich aber auf jeden Fall drüber nachdenken.
 

Biber

Well-Known Member
25 August 2016
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Hamburg
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#8
Auf gar keinen Fall den ersten Red Faction-Teil. Der war übel schlecht und hatte nur die berühmte Geo-Mod-Engine zu bieten, die überhaupt keinen Mehrwert brachte.

Elite Force ist heute vermutlich nicht mehr spielbar. Aber Outlaws war ein ganz geiler Westernshooter! Und Unreal ist vielleicht auch immer noch interessant.

Und was ist mit Postal? =)
 

Law

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22 August 2016
461
33
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#9
Call of Duty Black Ops hat eine wirklich sehr gute Kampagne, die gekonnt mit Flashbacks, spoiler
Halluzinationen, und Erinnerungslücken
spielt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie geflasht und vor allem überrascht ich damals von dem Spiel war.

Ich habe mir vor Kurzem übrigens mal Prey (2006) für die 360 geholt. Hatte immer Positives davon gehört, deshalb werde ich mir das bei Gelegenheit mal anschauen.
 

Cube

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26 August 2016
1.219
22
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Berlin
#10
[quote quote=86493]Bevor die Diskussion überhaupt entsteht: Ego-Perspektive mit “Schusswaffe” bedeutet nicht gleich Ego-Shooter. Spiele wie Metroid Prime oder gar Portal fallen ganz sicher nicht in diese Kategorie.[/quote]

Dann sollten diese Titel [quote quote=86493]Dishonored
Dishonored 2
Geist – 7/10
Prey (2017)[/quote] hier ebenfalls nicht von belang sein.

[quote quote=86512]Borderlands würde ich auch in Frage stellen[/quote]
Ist wie Destiny doch klar ein Ego-Shooter mit einigen mal mehr, mal weniger ausgeprägten RPG-Elementen.

[quote quote=86506]Außerdem sollen die alten Dooms (1-3 und 64) ja durchaus gute Einzelspielermodi haben mit etwas komplexerem Leveldesign als heute üblich.[/quote]
DOOM '93 hat mir ziemlich gut gefallen, als ich es vor ein paar Jährchen zum ersten mal gespielt habe. Man erkennt schon irgendwie einiges wieder, was die Macher später erschienene Werke des Genres inspiriert hat.

[quote quote=86531]Golden Eye wollte ich zuerst wegen der N64-Steuerung nicht nachholen, aber da gab es ja vor ein paar Jahren das Remake für den PC, das wäre durchaus noch ein Kandidat.[/quote]
Greif da besser zur emulierten Fassung des Originals mit Maussteuerungs-Mod denn zum offiziellen Remake.
 
29 August 2016
468
10
18
#11
[quote quote=86535]Call of Duty Black Ops hat eine wirklich sehr gute Kampagne, die gekonnt mit Flashbacks, spoiler <span class="gdbbx-bbcode-spoiler" style="color: rgb(17, 17, 17); background-color: rgb(17, 17, 17); background-position: initial initial; background-repeat: initial initial;" data-color="#111111" data-hover="#eeeeee">Halluzinationen, und Erinnerungslücken</span> spielt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie geflasht und vor allem überrascht ich damals von dem Spiel war.
Ich habe mir vor Kurzem übrigens mal Prey (2006) für die 360 geholt. Hatte immer Positives davon gehört, deshalb werde ich mir das bei Gelegenheit mal anschauen.[/quote]

Wo wir bei Call of Duty sind....Mir hat auch die Kampagne von Infinite Warfare gefallen und auch das Setting. Das Spiel wurde zu unrecht von den Spielern zerkloppt. Für einen Weekend Zock zu empfehlen. Welche COD Kampagnen sind nicht zu empfehlen?
 

Biber

Well-Known Member
25 August 2016
2.035
43
48
Hamburg
www.youtube.com
#12
Bei Geist hatte ich schon das Gefühl eines Ego-Shooters, aber das ist sicher ein Grenzfall. XIII war noch nett. Und von imur darf ich euch ausrichten:

F.E.A.R., Leute, F.E.A.R.! Ich dreh durch!

btw ist für mich Half-Life noch immer der beste Ego-Shooter aller Zeiten.
 
25 August 2016
420
5
18
#15
Ich hätte gerne spaßige Ego-Shooter, die aber nicht aufregend und spannend sind. Auch hier hätte ich gerne Titel, die einfach unterhalten, Spaß machen, entspannen können und daher stört es mich schon, dass Ego-Shooter für Einzelspieler immer spannend sein müssen.

Gut in die Richtung gehen die ganz fantastischen No One Lives Forever 1+2 - Teil 1 hat Priorität, u.a. aufgrund mehr Agentenfeelings; Teil 2 ist von Beginn an action-lastiger und bietet RPG-like skills, die man aufleveln kann. Heutzutage sind mir beiden auch zu unentspannt, aber der 60s-Style und der Humor sind für mich immer noch ganz groß und sie sind very british (obwohl US-Entwicklung). Jeder, der sie nicht gespielt hat und das Genre mag, sollte sie auch wegen ihrem Gameplay unbedingt nachholen. Sie vermitteln das Agentenfeeling wesentlich besser als GoldenEye und Perfect Dark, da man unheimlich viele Gimmicks zur Verfügung hat (und sei es auch nur eine Münze) und die wie ein Agent nutzen kann und sie bieten verschiedene Passagen zur Auflockerung, in denen man ganz verschiedene und aus typischen Agentenfilmen und -Serien der 60er bekannte Aufgaben erledigen muss. Dazu ist es eine Parodie auf das alles, weshalb es zwangsläufig an Austin Powers erinnert. Ich mag Austin Powers aber nicht, Nolf dagegen sehr. Teilweise werden sie aber auch sehr shooterlastig und diese Shootouts werden teils sehr spannend. Zu spannend.
Kriegsshooter (da CoD sehr auf den puren Spielspaß fokussiert ist) mag ich nicht. Da kann ich nur CoD2 empfehlen, welches ich mir vor einigen Jahren im Angebot mal geholt habe und das hat mich sehr positiv überrascht. Aber das reicht mir an CoD auch. Zusätzlich habe ich vielfach gut begründet gelesen, weshalb CoD2 für nicht wenige Spieler immer noch das beste CoD ist und sich daher gerade für mich die Nachfolger nicht lohnen. Natürlich auch, weil ich auf die Szenarien keine Lust habe.
Kunterbunte Spaßshooter sind allerdings auch nicht mein Fall. Da aber die Spieleindustrie sehr groß und vielfältig ist, kann ich mir vorstellen, dass es Ego-Shooter für mich irgendwo da draußen gibt und daher könnt ihr mir ganz bestimmt Tipps geben.
 

Zelos

Well-Known Member
24 August 2016
1.707
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48
31
Bergisch Gladbach
#16
F.E.A.R. Wollte ich eigentlich auch erwähnen, aber war dann zu faul zu posten. Aber ne zweite stimme hat mehr Wirkung. Die KI und die Technik waren zu seiner Zeit phänomenal. Ich glaube ersteres ist es immer noch.

Ansonsten Empfehle ich noch Serious Sam 1 oder halt dieses neueste da, weiß gar nicht wie das heißt. Da kann man sich schön in einen Flow ballern.

Mit HL2 hast du aber schon den besten Ego-Shooter gespielt ^^ .

Edit:
Return to castle Wolkenstein (um die 2000er rum?) hat mir damals auch sehr sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu den heutigen teilen.
 

Cube

Active Member
26 August 2016
1.219
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38
Berlin
#17
@ Shogoki:
Klingt irgendwie danach, als ob du schlicht auf der Suche von Spielen mit 1st-Person-Perspektive ohne viel Action denn nach "unspannenden" Ego-Shootern bist. Denn letzteres ist doch irgendwie ein Oxymoron.
 
25 August 2016
420
5
18
#18
Klingt zwar tatsächlich irgendwie danach, aber das ist es nicht. Ich bin großer Action-Fan, mag aber im Moment nicht die allgegenwärtige "Suspense" in Solo-Ego-Shootern. Ich will vielmehr so was Entspannendes voller Action, voller Herausforderung, aber ohne Suspense wie Oldschool-Shmups in 3D-1st-Person. Oder sowas wie Max Payne ohne die spannend-düstere Atmosphäre.
Hatte mich auch falsch ausgedrückt: Nicht die Shootouts selbst sind in Nolf das Problem, sondern die Spannung, was während Gefechten hinter der nächsten Ecke lauert oder ob jemand von hinten kommt. Die Anspannung sollte vom Spiel her rühren (was im besten Fall zum Flow führt), nicht von der Atmosphäre und der Inszenierung.

Ich will einen "anderen" Ego-Shooter, aber halt nicht Portal, bei dem mir eh schlecht wird, sondern schon mit krachender Action und Gegnern, die sterben wollen. Ich suche auch nicht unspannende, sondern spaßige Shooter. Das ist kein Oxymoron ;)
Spannungsgeladene/ düstere/ horrorhafte/ Panik-auslösende Ego-Shooter habe ich imo genügend gespielt.

Was ich suche, sollt ihr mir ja verraten ^^"
 
24 August 2016
739
8
18
#20
Wo hab ich nur meinen Kopf bei dieser Liste gelassen: F.E.A.R. hatte ich schon gestern nachgetragen und XIII hab ich jetzt auch eingetragen. Beide hervorragend, aber beide auch schon durchgespielt.
Kann vielleicht jemand was zu FEAR 2 und 3 sagen? Genauso spielenswert wie Teil 1 oder bedeutend schlechter? FEAR macht übrigens imo seinem Namen alle Ehre und ist für mich persönlich nicht nur ein super Ego-Shooter, sondern auch das unheimlichste Videospiel, das ich jemals gespielt habe. Ich hab aber z.B. auch noch nie Outlast, Amnesia usw. gespielt, von daher ist das vielleicht nicht allzu aussagekräftig. ^^

@Shogoki: Ich musste auch schon etwas schmunzeln als ich von "entspannender Action" gelesen habe. Vielleicht ist SUPERHOT genau das was du suchst. Das ist das einzige Spiel, das das erfüllt was du beschreibst. Schießereien, teils auf engstem Gebiet, bei denen die Zeit aber nur dann weiterläuft, wenn man sich bewegt oder den Abzug drückt.

@Biber: Du musst unbedingt das neuste Doom spielen. Ich glaube da wirst du genau das finden, was du suchst.