Et voilà – gerade durchgespielt…

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.841
282
83
Hamburg
www.youtube.com
Yoku's Island Express
Yoku hat mir sehr viel Freude bereitet. Es ist ein rund fünfstündiges Pinballabenteuer, wunderschön und strotzend vor Charme. Es wird meist als Metroidvania bezeichnet und technisch mag das auch stimmen, aber es fühlt sich kaum so an, weil die Karte dafür zu klein und vor allem zu wenig vernetzt ist. Zudem gibt es im Grunde nur drei Fähigkeiten, die einen an Orte gelangen lassen, die man vorher nicht erreichen konnte. Und diese liegen dann fast alle voraus, so dass das Backtracking klein gehalten wird. Man schaltet im Laufe der Zeit die "Beeline" frei, die einen schneller über die Insel jagen lässt, aber das ist eher ein Schnellreisesystem als die genretypische Interkonnektivität der Welt. Sehr erfrischend ist, dass es nicht das immergleiche System von mehr oder weniger quaderförmigen Räumen bietet, sondern dass die Gebiete durch die zahlreichen Flippertische und eine gehörige Vertikalität wesentlich weniger baukastenartig sind. Es macht einfach Spaß, über die Insel zu eiern und Stück für Stück Items zu sammeln und die Mission voranzutreiben. Das anfangs sehr frisch und originell wirkende Konzept, ein solches Spiel mit Flippern zu versehen, bleibt toll und wird im Laufe der Zeit schon sonderbar normal. Es ist eine sehr gut funktionierende Methode der Fortbewegung und ersetzt das Springen problemlos. Am Anfang hatte ich Sorge, dass man aufgrund der vielen Loopings den Überblick verliert, aber das Weltendesign ist so gut gemacht, dass das nicht der Fall ist. Die Flipperspiele innerhalb des Spiels (man kommt immer wieder in klar als "Tische" erkennbare Bereiche sind auch sehr gut und abwechslungsreich, so dass in diesem Spiel ein vollständiges, gutes Flipperspiel enthalten ist. Alle Ideen greifen einfach sehr, sehr gut ineinander.

Problematisch ist die Steuerung leider jenseits der Kernmechanik. Es gibt irgendwann die Schwimmfähigkeit, die etwas unbequem ist, weil man zum Tauchen wiederholt einen Knopf drücken muss. Das ist noch OK, aber wirklich hakelig wird es beim Schneckensauger und vor allem bei einem Item, das einen um bestimmte Blumen herumkreisen lässt, von denen man sich im richtigen Moment losschnellen lassen muss. Beide Fähigkeiten sind zwingend notwendig, um bestimmte Bereiche und vor allem viele optionale Items zu erreichen und bei beiden Items hatte ich viel zu oft das Problem, dass ich die Passage mehrfach wiederholen musste, weil das richtige Timing einfach sehr schwer zu finden ist. Der Schneckensauger lässt einen recht unkontrolliert durch die Gegen schleudern und die Drehblumen verlangen bisweilen ein genaueres Momentum als der letzte Bowserkampf bei Mario 64.

Das Spiel ist abgesehen davon wirklich sehr leicht, was aber nicht weiter stört, weil man die wunderbare Atmosphäre des Spiels genießen kann. Einzig die Verzeichnung von so ziemlich jedem relevanten Item auf der Karte ist übertrieben. Hier hätte man sich auf Dinge, die man schon entdeckt hat, beschränken können (wie bei Resident Evil 2 Remake) und die Suchitems verborgen lassen können. Man sieht sie zwar erst, wenn man ein entsprechendes Item erlangt hat, aber dann verkommt es ein bisschen zu einem "Geh zu diesem Punkt und sammel das Vieh". Zumal die Items durchaus gut versteckt sind, da es immer einen Hinweis auf ihren Aufenthaltsort gibt, dieser aber nie zu offensichtlich sind. Dann gibt es noch eine Reihe von schönen Nebenmissionen, alle nicht so sehr in your face, sondern gut eingebettet. Alle NPCs sind toll, der Humor passt, die Hintergründe sind wunderschön, der Soundtrack stimmig. Und das Spiel übt einen gewissen Suchtfaktor aus, weil man immer noch die nächste Passage ausprobieren will. Dass es viele Geheimnisse zu entdecken gibt und die Welt so vielseitig ist, trägt auch sehr dazu bei, dass man das Spiel kaum aus der Hand legt, bis man fertig ist. Man kann es wohl mit nur 50% abschließen, ich hatte 80 und habe am nächsten Abend noch sofort bis 92% weitergespielt. Das passiert mir auch eher selten, dass ich nach dem Ende direkt noch weitermache.

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß damit und kann es jedem empfehlen. Insbesondere die "Feel-Good-Atmosphäre" und die vielen kleinen Details stechen hervor. Die teilweise etwas hakeligen Passagen nerven und das Gameplay ist abseits des Pinballs auch nicht sonderlich vielseitig, aber es ist halt auch einfach ein Pinballspiel. Und aus meiner Sicht das wohl beste, was es geben kann.
8

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
The Messenger - 9
Yoku's Island Express - 8
Cave Story+ - 8
Minit - 7
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.991
197
63
Hagen
Du spielst für diese Reihe wirklich ziemlich viel Müll. Manche Konzepte rächen sich in der Umsetzung :)
Exakt mein Gedanke nach diesem Post. Mir wäre da meine begrenzte Lebenszeit wirklich zu schade, um haufenweise schlechte bis mittelgute Spiele zu spielen nur um eine Liste zu komplettieren. Natürlich entdeckt man dadurch vielleicht auch mal die eine oder andere unterbewertete Perle, aber wenn ich dafür dann 5-10 Schrottspiele spielen muss, um diese zu finden, dann steht das ja in keiner Relation mehr.
Das einzige, was mir echt unangenehm zu spielen war, war Ratchet & Clank (Serie) und AMG's Alice. Ich mag 3D Jump & Runs echt gern, selbst wenn sie ziemlich schlecht sind machen sie mir noch irgendwo Spaß. Aber klar, wenn ich die Reihe nicht machen würde, hätte ich so manches Spiel (neben den Ratchets und Alice auch beispielsweise Ty 2) abgebrochen. Mir macht es aber auch Spaß, die Reihe zu schreiben. Dass ich seit nunmehr 15 Jahren Videospielartikel schreibe, zeigt ja eigentlich schon, dass mir das Schreiben an sich einfach Spaß macht und dann kann ich auch mal eine Gurke spielen für eine vernünftige Umsetzung der Artikelserie :).

Es gäbe allerdings nur wenige andere Genres, bei denen ich sowas mit Spaß durchziehen könnte. Eigentlich nur 2D Jump & Runs und Zelda-Klone wären hier noch Alternativen, bei denen auch schlechtere Spiele mir noch genug Spaß machen würden, dass es keine Quälerei wäre. Selbst Arcade-Racer würden mich dabei zu sehr annerven.

Yoko Island Express hat mir auf der Gamescom sehr gut gefallen, gut zu lesen, dass das Endergebnis auch gut ist :).
 

Shogoki

Mitglied
25 August 2016
506
21
18
Danke für die Blumen. :)
Ja, das NES war, ist und wird immer meine grosse Liebe unter den Videospielkonsolen sein. Und es gibt noch viele famose Titel zu entdecken. Mit einer 10 für Little Samson könnte ich auch ganz gut leben. Ich glaube vor der Wertungsrevision hatte es möglicherweise sogar diese Wertung, bin mir aber nicht mehr sicher. Mr. Gimmick steht schon seit Ewigkeiten auf meiner (leider unendlich langen) ToDo-Liste. Immerhin ist es ja ein Sunsoft-Titel, zu NES-Zeiten ein Garant für Qualität. Momentan habe ich mehr auf meinen eigenen Blog unter https://seppatoni.ch konzentriert, aber es wird auf jeden Fall auch weiterhin der eine oder andere Beitrag für's NES Center folgen. ;)
Deinen Blog werde ich mir in Zukunft auch mal ansehen. Ich denke zwar, ich habe so ziemlich alles beisammen, was auf dem NES bzw. Famicom empfehlenswert ist (wobei ich noch nicht alles gespielt habe), aber interessanter und informativer Lesestoff ist natürlich immer gut. Und endlich noch einer im GUF, der Sunsoft explizit lobt. Einer der besten Entwickler auf dem NES, der allerdings etwa 2 Jahre brauchte, denn in den ersten beiden Jahren kamen ja fast nur so mittlere bis schlechte Titel wie das Atlantis-Spiel, welches es trotzdem sogar bis aufs Famicom-mini geschafft hat. Was für einen Qualitätssprung sie danach hingelegt haben ist unfassbar und Gimmick! ein grandioser Schlusspunkt.
Wenn möglich, würde ich dir zu Gimmick! - dem japanischen Original - raten, statt dem in Skandinavien erschienenen Mr. Gimmick, da es einen der besten Zusatzchips für mehr Musikkanäle und - qualität hatte, der die Supermusik nochmal aufwertet. Wie es leider üblich war, hat man bei der Veröffentlichung außerhalb Japans auf den Chip verzichtet.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.688
80
48
03. Final Fantasy XIV Complete Edition
Mit Fokus auf die Story von Grundspiel und den beiden Add-ons durchgespielt und nicht so viel Nebenkram gemacht.
Den richtigen Endgame-Grind habe ich nicht gespielt.
Ich fühlte mich meist unterhalten.

Etwas albern ist es, dass man selbst der tolle Hauptcharakter ist, aber wenn es drauf ankommt sind in der Regel drei oder gar sieben andere Spieler dabei.^^
Das Kampfsystem scheint mir nichts besonderes zu sein, aber viel Vergleich habe ich da nicht.
Das Matchmaking funktioniert per "Duty-Finder" unkompliziert. Als DPS-Klasse dauert es aber meist länger als wenn man Tank oder Heiler spielt, weil DPS wohl überproportional vertreten sind.
Das Inventarsystem ist meiner Meinung nach übermäßig aufgeteilt und bietet zu wenig Platz, wenn man mehrere Kampf- sowie Handwerks-/Sammeljobs nutzt. Dabei ist es an sich ein gutes Feature, mit einem einzigen Charakter das alles machen zu können.

Das Geschäftsmodell gefällt mir persönlich nicht so sehr (wobei ich ja bisher nur einmalig 20€ gezahlt habe.^^). Zusätzlich zum Kauf des Spiels/der Add-Ons kommt eine Abo-Gebühr von etwas über 10€ im Monat(je nach Laufzeit etwas verschieden). Die Add-ons bringen keinen Abo-Zeitraum mit.
Zusätzlich kann man sich weiteren Lagerplatz in Form von "Retainer"-NPCs zusätzlich zu zwei kostenlosen abonnieren.
Dazu kommen dann meiner Meinung nach teure optische Items(Unter anderem Einrichtungsgegenstände, Minions, Reittiere).
Ein Reittier für 16,80€?


Spiel gut, Geschäftsmodell naja.

2019
  1. God of War
  2. NieR
 
Zuletzt editiert:

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.134
153
63
8. Crypt of the NecroDancer
Mit dem normalen Charakter habe ich es nicht durchgespielt, sondern mit dem Barde der sowas wie ein der leichte Spielmodus ist. Ich habe alle Händler und eine Menge spielbare Charaktere freigespielt und mit den meisten auch etwas gespielt. Alles weitere ist mir dann aber einfach zu schwer. Während man sich relativ schnell im Takt bewegen muss, muss man auch noch die Bewegungsmuster der Gegner kennen und richtig darauf reagieren. Das Spiel ist imo nur empfehlenswert wenn man Rythmusspiele und Roguelites mag. Daher hat es wohl eher eine kleine Zielgruppe. ^^
Note: 3

2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
Abgebrochen:
1. Into the Breach

2018
2017
2016 & 2015
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.688
80
48
04. Call of Duty Modern Warfare Remastered

2007 war das vielleicht modern.^^
Hat mich nicht so begeistert.
Die KI der Verbündeten schien mir in manchen Kampfsituationen nicht ausreichend zu sein(wären z.B. eigentlich genug Leute, um die Flanken zu sichern).
Der Schluss kam mir dann auch zu abrupt vor.

2019
  1. God of War
  2. NieR
  3. FFXIV Complete Edition
 

Imur

Newbie
8 Januar 2018
100
55
28
Y's VIII Lacri, Lacro, La...irgendwas of Dana

Das Spiel ist so unglaublich "gamey" und macht auch überhaupt kein Geheimnis daraus. Ein Teil des Spaßes entstand dadurch, mich mit einem Kumpel, der das Spiel in etwa zeitgleich durchgespielt hat über total unlogische Dinge lustig zu machen - aber eben auf eine positive Art, weil es so charmant und ganz offensichtlich absichtlich gemacht wird. Dabei wird keine Trope des Szenarios (Gruppe Fremder strandet auf einsamer Insel) ausgelassen. Garniert wird das ganze dann noch mit einem Spritzer Anime Klischees und fertig ist das jRGP. Beispiel gefällig? Keine 5 Minuten nachdem das Schiff auf offener See untergegangen ist, trifft man einen weiblichen Hauptcharakter - nackt, nur mit einem Handtuch verhüllt. Sie hielt es scheinbar für nötig, sich das ganze Wasser abzuwaschen. Natürlich fällt das Handtuch (woher hatte sie das eigentlich?) kurz darauf runter.

Ganz so schlimm Anime wird es danach aber nie wieder. Also bitte nicht abschrecken lassen, auch nicht von der gewöhnungsbedürftigen Qualität der Texturen. (Die Entwickler haben es irgendwie geschafft, dass diese sogar in 8k noch furchtbar aussehen. Sogar PS2 Spiele sehen hochgerechnet besser aus.) Es macht einfach so viel Spaß die Insel zu erkunden, dass das alles egal ist. Trotz (oder gerade wegen?) der vielen total bescheuerten Ereignisse, wachsen einem alle Gestrandeten und ihr nach und nach wachsendes Dorf ans Herz. Wenn man später durch das Dorf läuft und die vielen Dinge sieht, die mit der Zeit dazugekommen sind, hat man ein bisschen das Gefühl zuhause zu sein.

Genervt war ich von dem Spiel eigentlich "nur" im letzten Drittel. Da nimmt das Mysterium rund um Dana richtig an Fahrt auf. Die Geschichte ist zwar grundsätzlich interessant. Das Spiel, das sehr lang von seiner Geschwindigkeit und Leichtherzigkeit lebt, wird irgendwann aber einfach zu häufig und lang von Sequenzen unterbrochen. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich vielleicht 5 Minuten tatsächlich das Spiel gespielt hab. Den Rest der Zeit hab ich Texte gelesen. SO gut, dass sie einen Abend mit einem Buch ersetzen können, sind diese dann aber leider nicht.

Das leicht von der Hand gehende, sehr schnelle Kampfsystem und die motivierende Erkundung der Karte helfen dabei, trotzdem nie die Motivation zu verlieren. Apropos leicht: tut euch einen Gefallen und spielt das Spiel nicht auf "normal". Ich bin da wirklich nicht elitär, dieses Spiel ist einfach nur sehr, sehr, einfach. Und toll. Sehr.
 
Zuletzt editiert:

Law

Moderator
Team
22 August 2016
849
198
43
Bei Ys VIII stand übrigens die PS Vita als Hauptplattform zur Verfügung, deswegen sieht es so aus, wie es ausseiht. Ich hatte es 2017 auf der PS4 durchgespielt und während mir das Kampfsystem gefallen hat, hätte es dem Spiel gut getan, wenn man mindestens das letzte 1/3 weggekürzt hätte. Die Texte hatte ich gegen Ende nur noch geskippt, weil sie weder gut geschrieben waren, noch die Handlung sonderlich packen konnte (und zudem plötzlich noch sehr abgedreht wurde). Wirklich frustrierend fand ich, dass man das gute Ende an bestimmte Nebenquests gekoppelt hatte, und das einem nirgends nahgelegt wurde. Alles in allem hatte ich damals Spaß mit dem Game, besonders in den ersten paar Stunden. Die dünne Geschichte und der sich immer wiederholende Missionsablauf trägt das Game aber nicht über seine 40 Stunden. In den letzten 10+ Stunden wollte ich damals einfach nur noch,dass es endlich aufhört. :)
 

Shiningmind

Mitglied
29 August 2016
784
86
28
Hey, der Kumpel hätte auch ich sein können. Bin gerade in Kapitel 4 und ja es ist ein tolles Spiel, eben weil es so authentisch mit sich selbst ist. Hab mir heute YS Memories of Celtica für die Vita bestellt, weil ich Blut geleckt habe. Ich lass es mir trotzdem nicht nehmen später hier nochmal ein Review zu posten...
 

Colt

Mitglied
25 August 2016
933
34
28
40
Celceta fand ich auch richtig toll. Wenn du dann immer noch nicht genug hast, kann ich noch Ys Seven für PSP empfehlen. Das war das erste von den Ys Spielen in dieser Art. Das läuft übrigens auch auf der Vita.^^
Lacrimosa of Dana muß ich auch endlich mal spielen. Vielleicht wenn ich mit der Kingdom Hearts Reihe durch bin. Dauert allerdings noch etwas.^^
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.841
282
83
Hamburg
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Battle Chef Brigade
Nach den ersten Schritten in diesem merkwürdigen Genremix hatte ich mir einen echten Geheimtipp versprochen. Battle Chef Brigade ist im Kern eines der verhassten Match-3-Spiele, die Billiarden von U-Bahn-Fahrern zu "Smombies" (Fast-Jugendwort irgendeines Jahres) machen. Aber nicht nur ist es ein sehr gutes, weil vielfältiges Match-3-Spiel, es ist dazu ein RPG, ein Beat 'em Up und ein Kochspiel. Was?

Ja. Das Spiel startet sehr selbstbewusst mit einer bizarren Prämisse: In einer Welt lebt, die von Monstern bevölkert ist, ist der beste Umgang damit nicht, wie es üblich wäre, eine stolze Kriegerarmee ins Leben zu rufen, die die Bevölkerung schützt, nein. In dieser Welt ist es ein Elitenzirkel von Spitzenköche, die die Monster jagt und danach... zubereitet. Die ganze Kultur dreht sich um hervorragendes Essen und die Köche sind hochangesehene Kulturbotschafter, Kämpfer, Forscher und Küchenchefs. All das wird einfach selbstverständlich gesetzt und in eine schöne Präsentation verpackt. Man spielt Mina Han, eine hochtalentierte junge Köchin, die unbedingt Teil der "Brigade" werden will. Die Eltern würden sie gerne im Heimatdorf halten, wo sie ein Restaurant betreiben, aber Mina ist für... Höheres bestimmt. Doch in der Hauptstadt, in der jährlich das große Turnier zur Ermittlung der neuen Mitglieder der Brigade stattfindet, wütet schon bald eine seltsame Krankheit. Mina und ihre neugefundenen Freunde müssen die Krankheit erforschen, wittern Verraten in den Reihen der Bridage und müssen nebenbei das Turnier bestehen. Das alles klingt toll und wenn man zu Beginn auf der Weltkarte vom Heimatdorf zur Hauptstadt reist, erwartet man ein skurilles, frisches, großes Abenteuer. Die Sprecher sind gut, die Story ist schön erzählt.

Die Hauptmissionen bestehen im Grunde aus zwei Aspekten: Jagd und Kochen. Dazu kommen Nebenmission, dazu später mehr. Die Hauptmissionen sind die "Cooking Matches" gegen einen anderen Aspiranten, bei denen man zum einen Monster jagen muss und zum anderen deren Einzelteile im Match-3-Verfahren zu köstlichen Speisen kombinieren muss. Die Einzelteile bestehen aus verschiedenfarbigen Kugeln (rot, blau, grün), von denen drei in Kombination eine bessere Version ergeben. Jede Kugel kann man so insgesamt zweimal steigern. Je mehr Kugeln höherer Werte im Essen sind, umso besser schneidet man ab. Dazu muss man die Vorliebe der Juroren beachten - sie wollen eine der Farben am "stärksten" vertreten sehen oder - schwierig - zwei Farben gleichwertig haben. Dann muss vom jeweils höchsten Wert exakt genauso viel blau wie rot im Essen sein. Zudem gibt es bei jedem Match ein Thementier, das zwingend enthalten sein muss. Missachtet man eine der Vorgaben oder landen verdorbene Teile im Essen, gibt es Punktabzüge. Dazu gibt es dann allerlei Items, die das Kochen interessanter machen. Startzutaten, Saucen, die Kugeln umfärben, Töpfe und Pfannen, die schon eine Match-2-Aufwertung ermöglichen, aber nur für eine Farbe funktionieren, solche, die langsam, aber automatisch die Farben verbessern oder ein Schneidebrett, mit dem man unliebsame Teile wie Gift oder falsche Farben aus den Tiereinzelteilen herausschneiden kann. Man muss die Zutaten aber auch erstmal erjagen, wofür man die Küche verlässt und durch ein Portal in eine Monsterzone teleportiert. Dort hat man viele Moves und wiederum Items zur Auswahl, um die richtigen Tiere zu erlegen. Man hat aber nur begrenzt Platz für Zutaten, so dass man ständig zwischen Küche und Arena wechseln muss. So muss man sein Menü im Zeitlimit gut planen und sich eine Strategie zurechtlegen. Zwischen den Matches gibt es ein bisschen Dialog und Story mit den NPCs in der Hauptstadt und Nebenmissionen, bei denen man entweder bestimmte Tiere jagen muss (und neue Moves kennenlernt) oder im Restaurant aushelfen muss und in einem Zeitlimit verschiedene Farbkombinationsvorgaben herstellen muss oder aus Puzzeln, bei denen man mit begrenzten Zutaten das Optimum aus einer Pfanne herausholen muss.

Das klingt bis hierhin nach einem... fantastischen Spiel, das viele Gameplaymechaniken mixt, strategisches Handeln erfordert und sehr unterhaltsam ist. So ist es auch in der Theorie und die ersten ein, zwei Stunden verspricht das Spiel, das zu werden. Aber dann liefert es nicht. Zum einen ist es viel zu einfach. Das Spiel könnte komplizierte Rätsel bieten, aber alle entsprechenden Nebenmissionen sind sehr schnell gelöst. Das Spiel könnte die vielen Kampfmechaniken nutzen, um den Spieler herauszufordern und Risk-Reward-Systeme bieten, bei denen man grausige Monster besiegen muss, um besonders gute zutaten zu ergattern. Im Grunde funktioniert es genau so, nur ist letztlich jedes Monster leicht zu überwältigen, es dauert nur länger bei den großen Brocken, so dass man sich zwischen zwei kleinen oder einer großen Zutat entscheiden kann - beides bringt ähnlich viel. Das Spiel könnte auch mit fähigen Gegnern vom Spieler verlangen, nahezu perfekt zu kochen, doch jeder Gegner bis zum Schluss ist so schwach, dass man mit gewaltigem Punktabstand gewinnt. Das ist ärgerlich unnötig, weil die vorhandenen Mechaniken all das ermöglichen würden. Das gesamte Pacing und die Spannungskurve sind missraten. Man macht letztlich jeden Tag dasselbe. Jeweils eine der drei Nebenmissionen und ein Match. Es gibt etwa vier verschiedene Monsterarenen mit den immergleich platzierten Monstern. Es fehlen einfach in jeder Hinsicht der zweite bis fünfte Schritt, der aus einem guten Beginn ein fantastisches Spiel machen. Am schlimmsten ist das vorletzte Kapitel, bei dem man die Spielfigur wechselt. Die Story, die dort erzählt wird, bietet keine Spannung, weil es eine Rückblende vor das vorige Kapitel ist und man den Ausgang schon kennt und der Schwierigkeitsgrad sinkt nochmal kräftig. Man hat eine coole neue Figur mit neuen Fähigkeiten, aber das Tempo des Spiels vor dem Finale wird komplett auf null gesetzt. Bei The Last of Us mag das funktionieren ("Retardierendes Moment"), hier ist es völlig fehl am Platz. Man schleift sich am Ende von Tag zu Tag und auch die eigentlich charmante und interessante Story entpuppt sich als Mogelpackung. In anderen RPGs wird die kleine Protagonistin vom Dorf in immer höhere Zirkel verstrickt, hier bleibt alles seicht und harmlos. Ja, man rettet das Land vor der Plage und man baut Freundschaften auf, aber das passiert alles in denselben drei Arealen und man steigt nie wirklich auf. Ich hatte erwartet, dass man nach der Hälfte des Spiels als Teil der Brigade in die Welt reist, die auf der Karte versprochen wird. Nee. Das ist eh so lächerlich. Die Karte, die anzeigt, wo man ist, wechselt hauptsächlich zwischen drei Orten in der Hauptstadt hin und her: Trainingsplatz, Stadt, Arena. Dazu kommt Minas Heimatdorf und ein anderes Dorf, in das man kurz reist. Es ist auch hier eine Mogelpackung.

Nun ist zwar klar, warum das so ist: Kleines Team, kaum Budget, deshalb auch keine Animationen, sondern pro Figur fünf verschiedene Zeichnungen wie bei Virtue's Last Reward. Das macht alles nix. Aber das Spiel lockt einen so sehr mit Mysterien, einer großen Welt und einer Verschwörung, dass man mehr erwartet. Doch man wird immer und immer wieder enttäuscht.

Das ist schade. Ich hätte gerne gesehen, dass ein Entwickler dieses stumpfe Prinzip aus den U-Bahnen holt und mit all den tollen Ideen, die im Spiel angelegt sind, etwas Großes daraus macht. Doch am Ende dreht man bunte Kugeln, damit sie fusionieren. Match-3 eben.

Es ist eines der seltenen Spiele, die weniger sind als die Summe ihrer Teile.
5,5

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
The Messenger - 9
Yoku's Island Express - 8
Cave Story+ - 8
Minit - 7
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 

Imur

Newbie
8 Januar 2018
100
55
28
Devil May Cry 5

Ein Spiel, das gut anfängt und dann stetig...besser wird! Ein ganz großer Spaß, ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so traurig war, dass ein Spiel endet. Ich hätte sehr gern noch weiter gespielt. Die Spielzeit ist für ein Spiel dieser Art gar nicht mal so kurz (ca 13 Stunden), diese vergehen aber wie im Flug. Dies liegt sicherlich auch daran, dass es erstaunlich einfach ist. Es gibt anfangs nur zwei Schwierigkeitsgrade, ich habe den schwereren gewählt und hatte trotzdem so gut wie nie Probleme, selbst die Bosse sind in der Regel im ersten Versuch gestorben. Ganz trivial wird es, wenn man die goldenen Kugeln benutzt, mit denen man sich einfach wieder mit voller Lebensenergie wiederbeleben kann. Das habe ich (weitestgehend) vermieden. Jetzt habe ich davon so viele, dass ich nicht wüsste, warum ich den Echtgeldshop :kotz: je aufsuchen sollte. Auch die S Rankings gab es in der Reihe noch nie so hinterher geworfen. Das ist ein bisschen schade, da das wirklich tolle und facettenreiche Kampfsystem so nie richtig ausgereizt werden muss. Es wurde zwar jetzt ein neuer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet und es gibt danach glaube ich sogar noch drei, aber es gibt einfach zu viele gute Spiele auf der Welt, um damit direkt nochmal anzufangen.

Eine weitere Schwäche sind die sehr abwechslungsarmen Leveldesigns. Man kämpft so gut wie immer im gleichen, monotonen Setting. Von der Zeit, in der man in der Reihe noch richtige Gebäude erkunden und Schlüssel für Türen finden musste, in der mich das Spiel sogar an Resident Evil erinnert hat, habe ich mich schon lang verabschiedet. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte ich dennoch erwartet. Besser als erwartet war die Story. Natürlich ist das hier keine spielgewordene Weltliteratur, aber die trashig charmante Geschichte nimmt nach und nach an Fahrt auf und weiß bis zu ihrem spektakulären Ende zu überzeugen.

Alles in Allem mein erster ernsthafter GotY Anwärter, der aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon in diesem Monat von Sekiro zerschmettert wird.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.688
80
48
In der Ultimate/Definitive/wasauchimmer-Version nächste Generation muss man dann die Schwierigkeitsgrade nicht erst freischalten. xD
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.176
277
83
37
Deutschland
Devil May Cry 5

Ein Spiel, das gut anfängt und dann stetig...besser wird! Ein ganz großer Spaß, ich weiß nicht, wann ich das letzte mal so traurig war, dass ein Spiel endet. Ich hätte sehr gern noch weiter gespielt. Die Spielzeit ist für ein Spiel dieser Art gar nicht mal so kurz (ca 13 Stunden), diese vergehen aber wie im Flug. Dies liegt sicherlich auch daran, dass es erstaunlich einfach ist. Es gibt anfangs nur zwei Schwierigkeitsgrade, ich habe den schwereren gewählt und hatte trotzdem so gut wie nie Probleme, selbst die Bosse sind in der Regel im ersten Versuch gestorben. Ganz trivial wird es, wenn man die goldenen Kugeln benutzt, mit denen man sich einfach wieder mit voller Lebensenergie wiederbeleben kann. Das habe ich (weitestgehend) vermieden. Jetzt habe ich davon so viele, dass ich nicht wüsste, warum ich den Echtgeldshop :kotz: je aufsuchen sollte. Auch die S Rankings gab es in der Reihe noch nie so hinterher geworfen. Das ist ein bisschen schade, da das wirklich tolle und facettenreiche Kampfsystem so nie richtig ausgereizt werden muss. Es wurde zwar jetzt ein neuer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet und es gibt danach glaube ich sogar noch drei, aber es gibt einfach zu viele gute Spiele auf der Welt, um damit direkt nochmal anzufangen.

Eine weitere Schwäche sind die sehr abwechslungsarmen Leveldesigns. Man kämpft so gut wie immer im gleichen, monotonen Setting. Von der Zeit, in der man in der Reihe noch richtige Gebäude erkunden und Schlüssel für Türen finden musste, in der mich das Spiel sogar an Resident Evil erinnert hat, habe ich mich schon lang verabschiedet. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte ich dennoch erwartet. Besser als erwartet war die Story. Natürlich ist das hier keine spielgewordene Weltliteratur, aber die trashig charmante Geschichte nimmt nach und nach an Fahrt auf und weiß bis zu ihrem spektakulären Ende zu überzeugen.

Alles in Allem mein erster ernsthafter GotY Anwärter, der aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon in diesem Monat von Sekiro zerschmettert wird.
Eigentlich leben DMCs aber auch sehr davon, sie mehrfach zu spielen. Zumindest irgendwann mal.
 

Aemeath

Newbie
18 November 2018
186
44
28
34
Hamburg
Crackdown 3

Hätte ich 69€ dafür gezahlt, wäre ich definitiv enttäuscht gewesen. Ich hätte aber auch für Crackdown 1 nie den Vollpreis gezahlt. Als Spiel für den GamePass und für zwischendurch war es aber ok und hat mir durchaus Spaß gemacht. Es ist in gewissen Dingen sehr altmodisch, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Die Story ist extrem rudimentär, darum geht es in den Crackdown Spielen auch nicht und würde den Spielfluss nur unnötig ausbremsen. Was mir gut gefallen hat war die Steuerung bzw. grundsätzlich die Mobilität. Das läuft alles sehr geschmeidig und schnell, so wie das in einem Open World Superhelden Spiel sein sollte. Das Sammeln der Wendigkeitskugeln hat mir tatsächlich wieder sehr viel Spaß gemacht. Umso mehr Kugeln man sammelt, umso höher/weiter kann man springen, wodurch man dann natürlich an weitere Kugeln kommt. Hab 570 der Wenigskeitskugeln und 100 der versteckten Kugeln gesammelt. Das Waffenarsenal ist auch in Ordnung, da wird schon ganz gut Abwechslung geboten. Hab auch alle Agenten freigeschaltet, wobei ich den Sinn darin nicht wirklich gesehen hab. Die Unterschiede waren m.M.n. nicht groß genug um mich zum Wechsel zu bewegen. Insgesamt ist das Spiel sehr kompakt, was eigentlich ganz nett für ein Open World Spiel ist. Hab alle Straßen- und Dachrennen erledigt, wie gesagt alle Agenten gesammelt, jeden Bösewicht besiegt, so ziemlich alles gemacht, was man machen kann, und war nach 13 Stunden durch. Aber viel länger könnte mich das Spiel auch nicht bei Laune halten. Ganz fürchterlich fand ich die Steuerung der Autos. Zum Glück ist man die meiste Zeit eh nicht mit einem Fahrzeug unterwegs, aber trotzdem, es fühlt sich bei der kleinsten Kurve an als würde man plötzlich auf Eis fahren wenn man nicht vom Gas geht. Die Fahrzeuge brechen extrem aus, was in gewissen Situationen zu netten Drifts führen, aber an sich musste ich für die meisten Kurven bremsen weil mein Auto sonst evtl. irgendwo hängen bleibt, sich überschlägt oder sonst irgendwas. Ganz fürchterlich. Das Spinnenfahrzeug war 'ne nette Idee, aber die Rennen mit dem Ding waren auch ziemlich furchtbar da die Räder gern mal an 'nem Stein oder so kleben bleiben und versuchen daran hochzufahren.

Gespielt wurde es auf der One X, technisch war alles sauber. Sicherlich nicht beeindruckend, aber hatte zumindest keine Bugs oder sonstige technische Probleme.

Im Endeffekt sollte Crackdown 3 Fans von Crackdown 1 durchaus Spaß machen, aber was neues probiert das Spiel nicht.

6/10
 
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Imur

Newbie
8 Januar 2018
100
55
28
Mega Man 11

Dazu kann ich gar nicht so viel sagen. Ich denke jeder kennt Mega Man, und der 11. Teil ist gut geworden. Nicht sehr gut, aber gut. An das Zeitlupensystem konnte ich mich irgendwie nie ganz gewöhnen. Ich will nicht wissen, wie viele Leben ich nur verloren habe, weil ich vergessen habe es zu haben. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht, aber irgendwie hat es sich in mein Bild von Mega Man nie ganz einfügen können. Die Sachen im Shop sind fast schon zu billig. Wenn Leben und Energiecontrainer schon fast verschenkt werden, könnte man sie auch gleich wieder auffüllen, sobald man auf der Karte ist. Die Bosse werden beim Einsatz der Container dann fast schon trivial. Wenn man schwerer stellt wird der Rest aber fies.

Wenn ich mir etwas für den Nachfolger wünsche könnte, wäre es also ein ausbalancierterer Schwierigkeitsgrad. Im Idealfall sogar einen, bei dem man einzeln die Checkpointhäufigkeit und die Stärke der Gegner einstellen kann. Ich hätte gerne die häufigen Checkpoints aus "Casual" (der zweit leichteste) und die Gegner aus "Normal". Die Level sind im Vergleich zu früher sehr viel länger, die einzelnen Areale nochmal zu spielen würde mir reichen. Aber eben ohne die schwachen Gegner.

Für Genre oder gar Reihenfans empfehlenswert, aber kein absolutes must-play für alle.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.134
153
63
9. Wargroove
Das Spiel hat mir spaßige gut 45 Spielstunden beschert und es werden noch mehr. Die Kampagne habe ich vor einer Weile durchgespielt und trotzdem spiele ich gerade noch an einer runtergeladene Kampagne. Es ist ein wirklich gutes Rundenstrategiespiel, dass wirklich sehr stark an Advance Wars erinnert. Neben der Kampagne, gibt es noch einen Puzzlemodus mit 25 Missionen, die man jeweils in einem Zug schaffen muss. Davon habe ich nur ein paar mit Komplettlösung gespielt, da ich da keine richtige Lust drauf hatte, aber die Sterne brauchte um die letzte Kampagnenmission freizuschalten. Dann gibt es noch einen Arcademodus bei dem man 5 Missionen hintereinander spielt. Die Karten in dem Modus sind recht klein, daher kann man recht schnell mal so eine Mission abschließen. Es gibt auch noch die Möglichkeit eigene Karten oder gar Kampagnen mit Story zu erstellen, aber das ist ja auch nichts für mich.
Die Präsentation gefällt mir gut, besonders die eher fröhliche Stimmung der kurzen "Zwischensequenzen".
Note: 1-

10. Thimbleweed Park
Das habe ich heute zusammen mit Darkie durchgespielt. Diese Art Adventure ist ja eher nicht so meins, weil es zu viele Freiheiten lässt und ich mir bei Adventures doch mehr Linearität wünschen würde. Die Grafik gefällt, Story und Charaktere sind ganz sympathisch.
Note: 3+

2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
Abgebrochen:
1. Into the Breach

2018
2017
2016 & 2015
 

Shiningmind

Mitglied
29 August 2016
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Super Life of Pixel

Sonntag ist Durchspieltag und dieses Spiel hat Spaß gemacht. Man steuert einen grünen Pixel durch gut gemachte Plattformlevel. Soweit so gewöhnlich. Das Besondere dabei ist, dass man eine Reise durch die Videospielgeschichte unternimmt, denn jede Welt repräsentiert eine Konsole zu je 8 Level. Dabei nutzen diese auf authentische Weise die Farbpalette und Leveldesignmöglichkeiten, die auf der jeweiligen Konsole auch nur möglich waren. Bewegt man sich anfangs beim Atari 2600 nur innerhalb eines Bildschirms mit einer geringen Farbpalette, kommen später dann Scrolling, Parallax Scrolling und mehr Farben hinzu. Die Reise geht zum Amiga, Apple 2, C64, NES, Master System etc. Das freut jedem der eine ebenso lange Historie mit Games hat. Es ist wie durch ein Videospielmuseum zu gehen. Klasse!

Dabei spielt und steuert sich unser Pixel sehr flüssig und einfach. Nur das Leveldesign wird später etwas unintuitiv, da die Level verschachtelter werden und durch überraschend auftauchende Stacheln es öfter zum Instanttod kommt. Dann ist Lernen angesagt. Ansonsten muss man in jedem Level ein gewisse Anzahl von Juwelen sammeln, um den Levelausgang zu öffnen. In jedem Level gibts außerdem ein versteckter Diamant und eine versteckte Süßigkeit. Der Schwierigkeitsgrad ist bis zum Abschluss recht leicht. Wer dann noch die SNES und anderen Konsolen macht wird mehr gefordert, dann aber auch durch imo etwas schwächerem Leveldesign.
Trotzdem kann ich das Spiel für alle Retrofreunde für 8 Euro sehr empfehlen. Ich hatte rund 4 Stunden sehr viel Spaß!

8 von 10
 
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Aemeath

Newbie
18 November 2018
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Hamburg
Devil May Cry 5

Gestern Abend nach etwa 15 Stunden auf Devil Hunter beendet. Hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Die Story war für DMC Verhältnisse in Ordnung, die Optik war toll was aber nach REmake 2 keine Überraschung mehr sein sollte, die RE Engine hat sich wirklich gemacht, und das Gameplay ist so schnell und flüssig wie es in DMC auch sein sollte. Und Nico ist toll. Das hin- und herwechseln zwischen den Characteren war zwar ein nettes Mittel um die Story aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen, aber aus Gameplay-Sicht hat es mir nicht gut gefallen. Man verbringt zu wenig Zeit mit einem Character um tatsächlich richtig gut zu werden. Das war in DMC4 besser gelöst. Dante z.B. spielt man allgemein viel zu wenig. V spielte sich nebenbei bemerkt in Ordnung, war nicht so schlimm wie erwartet. Nero hingegen war genau so langweilig wie ich es aus DMC4 noch in Erinnerung hatte. Die DevilBreaker waren eine nette Abwechslung aber sein "Core-Gameplay" mit dem Wire Snatch kommt nicht an die Dynamik eines Trickster/Swordmaster Dante ran der mitten im Kampf auch noch Waffen wechseln kann. Und ich nutze bei Dante wie gesagt gerade mal Trickster um zu Gegner zu teleportieren und wechsel dann zu Swordmaster für die Kombos. Das sind nur 2 der 4 Stile. Deutlich bessere Dante Spieler nutzen vielleicht 3 oder 4 pro Kampf.

Aber allgemein trotzdem ein tolles Spiel. Hab gestern Abend direkt einen zweiten Run gestartet, dieses mal auf "Human", einfach um mit den neuen Waffen zu experimentieren, und danach geht es dann weiter mit Son of Sparda. Bin gespannt ab wann es wirklich schwierig wird. Devil May Cry 4 hatte ich mir damals mit einem Freund geteilt, er hat Nero gespielt, ich Dante. Inzwischen ist er aber auch von Nero gelangweilt und spielt selber lieber Dante, das heisst ich hab leider keinen Nero Spieler mehr zur Hand der mir Sachen wie Dante Must Die abnehmen könnte. ^^ Das wird noch interessant!

8/10

Zum Ende: Die Szene mit Morrison, Lady und Trish war interessant. Das könnte nun andeuten dass DLC für die beiden kommt oder gar, was aber leider wohl nicht der Fall sein wird, ein Female-Only Spin Off. Wenn man dann noch Lucia aus DMC 2 dazu nimmt hätte man genug Charactere zur Wahl. Und auch wenn DMC 2 absoluter Mist war, so lag das ja nicht an Lucia. Würde sie gern in einem guten DMC sehen.