Et voilà – gerade durchgespielt…

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
26. Woodle Tree Adventures :xone:

Nett ist glaube ich das richtige Wort, um das Spiel zu umschreiben. Es ist ganz okay, die Steuerung flutscht nicht, die Musik erinnert an ein Yoshispiel, es ist relativ kurz. Ein Spiel an das ich mich in 2 Wochen nicht mehr erinnern werde ^^

4,5/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
27. Assassin's Creed Odyssey- Das Vermächtnis der ersten Klinge :xone:

Schöner, emotionaler DLC der die Geschichte und die Charaktere gut erweitert. Hat mir wie auch das Hauptspiel sehr gut gefallen, als nächstes gehe ich den Atlantis DLC an.

9/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
28. Beyond Eyes :xone:

Süße Idee, aber schlecht umgesetzt. Man spielt ein blindes Mädchen, dementsprechend bekommt man die Umgebung erst zu sehen, wenn man sich ihr nähert. Die Grafik ist stimmig, aber diese Laufgeschwindigkeit! Klar, man spielt ein blindes Mädchen und dieses geht nun Mal vorsichtig durch die Welt, aber das hat mir irgendwie das ganze Spiel kaputt gemacht.

5/10
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.621
70
48
06. Sekiro
Durchgespielt habe ich es eigentlich schon länger, aber jetzt habe ich aufgehört, die Platin-Trophäe zu holen. Der Skillpunkt-Grind ist mir zuviel. Ich bin auch zu sehr raus und habe dann nicht mehr den Endgegner im NG+ besiegt.
Ein auf und ab mit dem empfundenen Schwierigkeitsgrad. XD
Das Setting sagt mir viel mehr zu, als bei Soulsborne.

07. Atelier Lulua (Import)
Mein jährliches Atelier-Spiel(abgesehen vom Jubiläumstitel). Ich mag die Reihe.
Der Humor ist teilweise etwas albern.
Bugs sind mir keine aufgefallen.

2019
  1. God of War
  2. NieR
  3. FFXIV Complete Edition
  4. Call of Duty Modern Warfare Remastered
  5. Nelke and the Legendary Alchemists
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
29. Castlevania The Adventure :xone:

Schöner Retroflash, aber ich bin ehrlich, ohne Saves wäre ich wohl hundert Tode gestorben bis ich es irgendwann noch Mal durchgespielt hätte, besonders die Sprungpassagen und das dritte Level mit den Stacheln hätte mich in den Wahnsinn getrieben. Echt verwunderlich wenn man bedenkt, wie ich damals als kleiner Bub durchmarschiert bin :D

7,5/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
30. Robo Army :xone:

Sehr kurzer, schwieriger Brawler, der mich aber weitestgehend gut unterhalten hat.

6,5/10
 

MrPrince

Newbie
Team
8 August 2016
98
8
8
Kingdom Hearts 3

Gestern Abend habe ich mich durch die letzten Stunden des Spiels gequält, nachdem ich zum Release im Januar im Proud-Modus angefangen hatte. Insgesamt ist das Spiel für mich eine große Enttäuschung und ich habe mich selten so sehr über einen Wertungsschnitt jenseits der 8 gewundert.
Um mal mit ein paar guten Aspekten anzufangen: Technisch ist das Spiel wirklich hübsch anzusehen, sehr bunt, sehr polished. Etwas mehr Interaktion und Physik hätte den Welten gut getan. Soundtrack war über weite Strecken auch gut - wobei ich das Theme von KH vermisst habe. Die Qualität der Disney-Welten schwankt, Highlights waren wohl Toy Story, Monster AG und Pirates; Schlusslichter Frozen und Tangled. Ebenfalls brauchbar finde ich das Kampfsystem, wobei mir hier zu viel Randomness vorherrschte. Damit meine ich bspw, wann welche Teamangriffe oder Attraktionen verfügbar sind.
Ansonsten kann ich leider nicht viel Positives finden. Eine schreckliche Story mit noch schlimmerer Inszenierung aus dem letzten Jahrhundert. Gameplay, das mit unsichtbaren Wänden, Schlauchleveln und teils unverschämten Aufgaben (Stichwort: Sammel 300 Krabben) langweilt. Und dann diese letzten paar Bosse zum Ende hin, die ein ansonsten, selbst auf dem höchsten verfügbaren Schwierigkeitsgrad zum Launch, kinderleichtes Spiel einfach nur unfair und frustrierend machen.
Ne, das war leider nichts.

5/10, mit stellenweise Tendenz nach oben aber auch stellenweise deutlich nach unten
 
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Shiningmind

Mitglied
29 August 2016
744
81
28
Danke für die Meinung und den Kontrast. Mich würde auch mal interessieren wie die Meiungen zu der Reihe gewesen wären, wenn es keine Disneyfiguren und Welten, sondern halt typische Squarethemen und Charaktere gegeben hätte. Möglicherweise gäbe es die Reihe heut nicht mehr. Who knows?
 
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Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
31. Metal Slug 2 : xone:

Lustiges, kurzweiliges und bockschweres Spiel, das mich aber für die kurze Zeit gut unterhalten hat.


7,5/10
 
19 November 2018
283
92
28
36
Was'n los? Ripchip hat in zwei Tagen kein neues Spiel durchgespielt?

Space Channel 5 Part 2 PS2

Der Rhythmus liegt mir wohl nicht mehr so im Blut. Das Spiel lässt sich theoretisch bestimmt in einer Stunde durchspielen, ich habe folgende Zeiten aufs Parkett gelegt.

Level 1: 0:40:22
Level 2: 2:59:12
Level 3: 2:11:57
Level 4: 3:49:42
Level 5: 1:24:10
Level 6: 0:26:53

So viele Stunden permanented neu starten, aber es entstand ein süchtig machender Sog, weil man permanent besser wird und schnell denkt, das Level könne man jetzt packen.

Der Auftritt von Michael Jackson war schon echt cool. Ich frage mich, was er dafür bekommen hat. Sega muss ja gewusst haben, dass das Spiel sich nicht mega verkaufen wird und hat es damals ja selbst nicht zum vollen Preis verkauft. Michael war auch sicher nicht auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ich muss mal googeln, ob die Gage mal bekannt gegeben wurde.

Ein geiles Teil, das einfach nur gute Laune gemacht hat.
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
32. Triggerheart Exelica :xone:

Viel zu kurz, die Gegner halten zu viel aus, es ist schon nicht mein Lieblingsgenre, aber das Spiel hat wenig gutes.


4/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
33. Aero Fighters 2 :xone:

Nett gemachtes Spiel, das sich aber null von ähnlichen Spielen abhebt. Für den kleinen Preis war es aber okay.

6/10
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.150
121
63
Rage 2
Nach etwa 22 Stunden Spielzeit habe ich nun die Kampagne abgeschlossen und schätzungsweise zwei Drittel der "Nebenaufgaben" in der Open World erledigt.
Eine Empfehlung darüber abzugeben, ob man Rage 2 gespielt haben sollte oder nicht, ist äußerst schwierig. Ob man mit Rage 2 Spaß hat, hängt imo ganz massiv davon ab, wie man es spielt und was man von einem Ego-Shooter erwartet.
Das Gunplay ist absolut hervorragend, wie man es von id Software gewohnt ist. Schnell, präzise und gnadenlos offensiv. Kein Stealth, keine ewigen Scharfschützen-Duelle oder Deckungsspielchen. Rein ins Getümmel und alles weggepustet, das einem vor die Flinte läuft. Die Auswahl an Waffen und Nanotrite-Fähigkeiten gibt dem Spieler dabei viele Möglichkeiten die Gegner kreativ ins Jenseits zu befördern, wie man es auch schon in den vielen Trailern gesehen hat.
Die Open World hingegen hat ihre Höhen und Tiefen. Für ein post-apokalyptisches Setting sind die Gebiete eigentlich sehr abwechslungsreich, sowohl was die Umgebungen angeht (Canyon, Sanddünen, Sumpf, Dschungelartige Wildnis) als auch was die Gegner bzw. die Bewohner angeht. Überall bewegt sich was und trotz der recht großen Spielwelt gibt es überall etwas zu tun. Dabei gibt es jetzt aber mehrere kleine Probleme:
1. Die Aufgabentypen, denen man in der Spielwelt begegnet, sind eigentlich recht umfangreich. Banditenposten und Crusherhöhlen ausräuchern, Mutantennester vernichten, Authority-Wachtürme zerstören, Aufladestationen der Immortal Shrouded überladen... die Liste ginge noch weiter. Wie man allerdings schnell feststellt, tut man im Endeffekt bei all diesen Missionstypen so ziemlich dasselbe: Gegner bekämpfen. Die Arten der Gegner mögen sich unterscheiden und damit auch die Art und Weise wie man sie bekämpft, aber im Endeffekt ist es jedesmal eine Ballerorgie. Und das ist nun einerseits toll, da eben das Gunplay und die Kämpfe mit den vielen Waffen und Fähigkeiten so spaßig sind, andererseits könnte es für viele auch schnell langweilig oder ermüdend werden. Der einzige Aufgabentyp, der hier eine sehr willkommene Abwechslung bietet, ist der Überfall auf Konvois der Gegner, da man hier fahrende Konvois mit dem Fahrzeug des Protagonisten ausschaltet.
2. Die Spielwelt ist wie bereits erwähnt ziemlich groß für einen Ego-Shooter und die Fahrtwege dadurch auch teilweise ziemlich lang. Abhilfe verschafft hier das fliegende Vehikel "Ikarus", das man relativ schnell im Spiel freischaltet. Dadurch gelangt man zwar schnell von A nach B, jedoch geht dadurch auch irgendwie viel von der Open World verloren, da man nur noch schnell und geradlinig zum Ziel fliegt und gar kein Gefühl mehr für diese wilde, weite Welt hat und man vieles von dem verpasst was in dieser Welt passiert. Ich habe zugegebenermaßen auch häufig diesen einfachen, schnellen Weg gewählt, weil ich genau weiß, dass ich in nächster Zeit nicht viel Zeit zum zocken haben werde und das Spiel vorher noch durch haben wollte. Wenn man die Zeit hat mit dem Phönix (dem Standard-Fahrzeug) durch die Welt zu fahren, sollte man das imo tun.
3. Durch die recht große Anzahl an Aufgaben, verlieren die einzelnen Aufgaben an Bedeutung. Das merkt man besonders dadurch, dass manche Banditenposten noch kleine Story-Elemente oder sogar Dialog-Sequenzen haben, während andere simple Ansammlungen von Gegnern in einem Häuserkomplex sind, die man eben bekämpft. Ob man nun froh über die große Anzahl an Aufgaben ist oder lieber weniger Aufgaben mit mehr Substanz gehabt hätte, ist auch Geschmackssache.

Mir persönlich hat die Open World gefallen, auch wenn ich mir teilweise mehr kleine Geschichten innerhalb dieser Welt gewünscht hätte. So ähnlich wie das eben bei Borderlands der Fall ist. Im Endeffekt ist die Open World für mich ein Spielplatz für das großartige Gunplay. Mit der Slam-Fähigkeit in eine Horder Gegner reinzuhüpfen, die Gegner mit dem Grav Dart Werfer durch die Gegend zu schleudern oder im Overdrive mit der Shotgun wie ein Mähdrescher durch die Gegner zu pflügen hat mir auch nach 20 Stunden noch Spaß gemacht. Zumal das Spiel einen nonstop auch mit Upgrade-Materialien belohnt, mit denen man seine Waffen, "Superkräfte", passive Fähigkeiten oder sein Fahrzeug aufrüsten und verbessern kann. Zwar bräuchte man viele dieser Upgrades nicht, da das Spiel auch so für Shooter-Veteranen schon verhältnismäßig leicht ist, aber es verstärkt diese "Wasteland Superhero" Phantasie immer weiter und macht einfach Laune.

Die Story ist übrigens deutlich besser als in Teil 1, ist jedoch auch nach wie vor eher schmuckes Beiwerk. Die Hauptmissionen sind abwechslungsreich und gut gestaltet, machen allerdings keinen allzu großen Teil der Spielzeit aus. Wenn man sich nur auf die Hauptmissionen konzentriert, dürfte man innerhalb von 6-8 Stunden mit dem Spiel durch sein. Für die Hauptmissionen alleine würde ich Rage 2 also auf keinen Fall empfehlen (außer mal irgendwann ganz günstig in nem Sale).

9/10


Hob

Wenn ich Hob in einem Satz beschreiben müsste, wäre das folgender: Äußerst charmantes Open World Zelda-like mit tollem Artstyle und einer schönen, sich stetig verändernden Spielwelt, das allerdings in Sachen Gameplay nie allzu großen Tiefgang bietet.
Wie alle Zelda-likes hat Hob im Prinzip 3 zentrale Spielelemente: Kampf, Rätsel und Erkundung. Die Kämpfe beschränken sich auf Schwerhieb, Faustschlag, Blocken und Ausweichrolle (sowie ein paar mehr oder weniger nützliche Spezialfähigkeiten) und die Rätsel sind größtenteils simple Schalter-, Block- und Teleportationsrätsel. Sehr gelungen ist hingegen imo der Erkundungsaspekt, da die Spielwelt sehr organisch wirkt und man oft wirklich nach dem Weg zu bestimmten Items oder neuen Locations suchen und die Spielwelt genau analysieren muss.
Die Spielzeit ist mit etwa 10 Stunden imo auch vollkommen okay, besonders für den Preis. Ich würde Hob jedem Fan von Zelda-likes empfehlen, der auch damit klar kommt, wenn die Rätsel nun nicht gerade harte Kopfnüsse sind.

8/10
 
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Reactions: Zelos und Ripchip

Cube

Mitglied
26 August 2016
1.688
86
48
Berlin
Rage 2
[...]
Die Story ist übrigens deutlich besser als in Teil 1, ist jedoch auch nach wie vor eher schmuckes Beiwerk. Die Hauptmissionen sind abwechslungsreich und gut gestaltet, machen allerdings keinen allzu großen Teil der Spielzeit aus. Wenn man sich nur auf die Hauptmissionen konzentriert, dürfte man innerhalb von 6-8 Stunden mit dem Spiel durch sein. Für die Hauptmissionen alleine würde ich Rage 2 also auf keinen Fall empfehlen (außer mal irgendwann ganz günstig in nem Sale).
Deine auf-keinen-Fall-Empfehlung ist doch gerade das, was das Spiel wieder interessanter werden lässt. Lieber ~7 an Stunden guten, abwechslungsreichen Inhalten als eine Spielzeit von ~20 Stunden, die nur mit eher vernachlässigbaren Inhalten erreicht wird.
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.150
121
63
Jein. Das Problem ist halt, dass du dir die Waffen und Nanotrite-Fertigkeiten erst in der Spielwelt zusammensuchen musst, indem du die Archen findest. Dafür muss man schon einige Zeit durch die Open World düsen. Und erst durch diese Waffen und Nanotrite-Fähigkeiten erlangt das Gunplay die extrem hohe Qualität und erst dadurch werden die ganzen spaßigen Combos möglich, die man in den Trailern sieht. Da ist es eben wieder fraglich, ob man Lust hat sich das alles zusammen zu suchen, um dann "nur" die Hauptmissionen zu spielen und den Rest des Spiels links liegen zu lassen.
Zumal ich die restlichen Inhalte hier nicht als vernachlässigbar bezeichnen würde. Wie gesagt, es macht zumindest mir durch das tolle Gunplay jedes Mal wieder Spaß einen Banditen-Außenposten aufzumischen.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.703
225
63
Hamburg
www.youtube.com
Wandersong
Wandersong ist, wie @Bufko in meinem Livestream festgestellt hat, 51/52 Night in the Woods mit kleinen Gesangsrätseln. Naja. Vielleicht nicht 51/52.

Eher so: Stil und Gameplay von Night in the Woods, Humor eines Mario&Luigi RPGs und eine Story, die irgendwo zwischen Mario&Luigi und Night in the Woods liegt: Völlig Banane und doch berührend. Außerdem hat es dann doch mehr Gameplayelemente als Night in the Woods und die ganze Spielstruktur hat mich sehr an Paper Mario 2 (sowie an Monkey Island!) erinnert. Genug mit den Vergleichen! Wandersong ist ein Kleinod, ein schön bescheuertes, frisches, rundes, schönes Spiel, das mich in der Zwischenzeit nichts anderes hat spielen wollen.

Man begleitet einen Barden, der von allen Leuten als schrullig, naiv und nutzlos empfunden wird, bei seinem Versuch, das angedrohte Ende der Welt zu verhindern. Dabei trifft man in klar abgegrenzten Kapiteln in immer neuen, tollen Settings auf hunderte von NPCs, die immer die Gratwanderung zwischen gutem Humor und Tiefe schaffen. Das Spiel wird trotz der überwältigenden Positivität, der herzigen Botschaften und der bunten Farben nie kitischig. Die Figuren, die man trifft und die Beziehung zwischen der Hauptfigur und seinem Sidekick sind so gut geschrieben und bleiben über die ganze Dauer interessant. Es ist ein bisschen wie bei BoJack Horseman: Man wundert sich, dass etwas oberflächlich so albernes so berührend sein kann.

Dazu gibt es Gameplaypassagen, die niemals im Ansatz fordernd, aber doch abwechslungsreich und frisch sind. Die seltenen "Tode" werden mit Sofortrücksetzung an den Ort des Todes gar nicht bestraft. Schön ist, dass es im Grunde neben einer Aktionstaste, dem Laufen und Springen nur eine einzige Mechanik gibt: Das Singen. Am Anfang hatte ich gedacht, dass das Spiel so eine Art Guitar Hero wird mit steigendem Schwierigkeitsgrad, aber da das Spiel sehr inklusiv gehalten ist, ist das, was ich für ein Turtorial hielt, das ganze Spiel über so: Die richtigen Töne werden durch Sound, Farbe und Richtung angezeigt, wohl um das Spiel für alle Menschen erlebbar zu machen. Man hätte hier mit einer Option arbeiten können, aber das Spiel legt den Fokus so eindeutig auf das Erleben der Geschichte, dass eine Art permanentes Musikminispiel eher stören würde. An bestimmten, einigermaßen gut versteckten Orten kann man optionale Tanzmoves lernen, die keine Funktion erfüllen, aber sich gut nutzen lassen, um bestimmten Szenen eine weitere abstruse Note zu verleihen.

Der Gesang selbst regelt alles: Man spricht in Gesang, man beeinflusst die Umgebung mit Gesang und man tritt Monstern oder Geistern mit Gesang gegenüber - es ist immer das Mittel der Wahl gegenüber aggressiven Kampflösungen, die NPCs vorschlagen. Der kleine Barde überwältigt die ganze Welt mit seiner naiv-positiven Art und so gibt es auch zahlreiche Referenzen an andere Videospiele. Ständig kommt man in Orten zu Shops, die einem Tränke oder Bomben anbieten, aber weil es keine Währung im Spiel gibt, kann man immer nur antworten, dass man kein Geld hat. Den Bombenladenbesitzer fragt der Barde entsetzt, was er mit Bomben solle, woraufhin dieser erklärt, man sei doch Abenteurer und wo immer Risse in Wänden seien, verberge sich ein Schatz, das müsse man doch wissen. Die Antwort des Barden: "That is a very bad reason to carry around bombs all the time!". Es gibt dezente, aber wirkungsvolle 4th-wall-Momente und eine feinsinnige Parodie auf Videospielkonventionen, nie mit dem Holzhammer. Auch die Details sind schön: Man kann halt permanent singen und ich hab das auch getan, aber die Welt reagiert darauf. Grummelige NPCs fahren einen an, dass man mit dem fröhlichen Geplärre aufhören soll und wenn der Barde voller Furcht in einer dunkle Höhle geht, senkt er seinen Gesang auf ein Minimum und haucht ein angsterfülltes Gewisper raus. Es gibt überall viel zu entdecken, ohne dass man sinnlos lange Strecken erkunden muss, an deren Ende dann nicht ist. Zudem ist die Struktur jedes Kapitels deutlich unterschiedlich: Mal verbringt man Tage in einer Stadt mit immergleichem Tagesablauf wie in Unruhstadt aus Majora's Mask und muss zur jeweils richtigen Zeit Leute am richtigen Ort treffen, mal erklimmt man einen eisigen Berg als wäre man Madeline (nur ohne Fähigkeiten) und mal dirigiert man eine kaffeesüchtige Piratencrew mit seinem Gesang von Insel zu Insel, um an ein Juwel zu gelangen. Schön ist auch das Spiel mit der Frage, ob man nun der Held sei. Nachdem man sein Heimatdorf von Geistern befreit hat, indem man (per Gesang) in den Dialog mit ihnen getreten ist, jubeln alle dem Befreier zu und die Bürgermeisterin erklärt, dass man nun der neue Bürgermeister sein müsse, weil man die Gefahr gebannt habe. Da murmeln alle Bewohner durcheinander, das sei eine schlechte Idee, weil doch die meisten Probleme des Dorfes wohl eher nicht durch Singen zu lösen seien. Immer wieder wird so Videospiel- und Heldenlogik durchbrochen. Es ist als hätte mal einmal jemand mit gesundem Menschenverstand auf Videospiele geschaut und ein Spiel darüber gemacht.

Es ist einfach ein rundes, schönes Abenteuer, das mir vom Pacing deutlich besser gefällt als das auch toll geschriebene Night in the Woods. Vielen wird es viel zu wenig Spiel und meine Begeisterung für Wandersong kaum nachvollziehbar sein, aber für mich war es eine ganz besondere Erfahrung und ich empfehle das Spiel unbedingt jedem, der mit narrativen Spielen und dem M&L-Humor etwas anfangen kann. Guter Humor reißt es bei mir immer.
9

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
Ittle Dew 2+ - 10
Wandersong - 9
The Messenger - 9
Owlboy - 9
Celeste - 8,5
Yoku's Island Express - 8
Cave Story+ - 8
Donut County - 7,5
Minit - 7
The Gardens Between - 6
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5
The First Tree - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 
Zuletzt editiert:

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.621
70
48
08. Monster Hunter 3 Ultimate

Ich zähle es mal als durchgespielt an.
Der G-Rang kam mir größtenteils einfacher vor als bei 4U und GU, auch jenseits des Fehlens von Apex, Hyper oder ähnlichem. Die Gegner werden von Spiel zu Spiel ja durchaus überarbeitet.

Die Idee der Unterwasserkämpfe finde ich an sich nicht schlecht; Die Umsetzung kann mich aber nicht überzeugen. Zusätzlich zur langsamen Geschwindigkeit kommen Probleme durch die dreidimensionale Orientierung.
Unterwasserkämpfe in den Nachfolgern ganz zu streichen, war natürlich der einfachste Weg.

2019
1.God of War
2.NieR
3.FFXIV Complete Edition
4.Call of Duty Modern Warfare Remastered
5.Nelke and the Legendary Alchemists
6.Sekiro
7.Atelier Lulua
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
34. Dark Souls 3 :xone:

Damals auf der PS4 habe ich es zur Platin gespielt, dieses Mal belasse ich es aber bei einem Durchlauf. Dark Souls 3 war mein Einstieg in die Soulsreihe und damit immer wieder für mich eine besondere Erfahrung. Ausgeklügeltes Leveldesign, tolles Kampfsystem und sehr gut designte Bosse sind für mich die wesentlichen Faktoren, weshalb ich dem Spiel nur die Bestnote geben kann.


10/10
 
19 November 2018
283
92
28
36
Trüberbrook PS4

Ich möchte dies vorweg nehmen: Wenn dies das beste deutsche Spiel des Jahres ist, wie es uns der Deutsche Computerspielpreis weismachen will, steckt die deutsche Spieleindustrie tief in der Scheiße.

Die Bewertungen waren schon nicht so gut, aber ich habe bei Adventures gelernt, dass sie oft zu schlecht weg kommen, weil viele Tester zu adrenalinsüchtig sind. Hier würde ich aber sagen, dass der Wertungsschnitt, ohne auf Metacritic nachzugucken so um die 60(?), viel zu hoch ist.

Dass sich das Spiel zum einen quasi selbst spielt, weil sich Items automatisch kombinieren, aber es dann auch total undurchsichtig ist, weil es zum Beispiel diesen einen Weg gibt, den sich der Held lange weigert zu nehmen, bis es irgendwann ohne Grund möglich ist aber eben auch ohne Hinweis darauf und man an der Stelle eher durch Zufall weiter kommt, ist schon nicht gut.

Was dieses unterdurchschnittliche Adventure killt, ist wie es so offensichtlich mehr sein will, als es ist. Hinter dem Titel verbirgt sich ein kleiner deutscher Ort. Anleihen an Twin Peaks sind voll beabsichtigt. Aber lernt man diesen Ort im Spiel kennen? Nein. Im Grunde besteht er aus einem Marktplatz mit vier Häusern, von denen man eines betreten kann, in dem drei Räume zugänglich sind. Alles andere spielt außerhalb.
Die Dramaturgie geht völlig rückwärts. Statt den Ort und seine Einwohner kennen zu lernen um dann dem Mysteriösen auf die Spur zu kommen, bricht das ungewöhnliche sofort über den Protagonisten herein und 90% der Bewohner lernt man im Schlusskapitel kennen, wenn sie völlig verloren stockstar Löcher in die Luft starrend ihr Dorffest begehen.
Der Humor zündet quasi nie. Ich konnte mir den Dialogschreiber direkt vorstellen, wie er sich ins Fäustchen lachend Rohrkrepierer nach Rohrkrepierer verbricht und sich dabei wie der witzigste Mensch der Welt vorkommt. Ich empfand bei dieser Vorstellung dicke Fremdscham.

Das Spiel ist mit den über die Polygone gelegten Fotos handgebauter Kulissen grafisch durchaus annehmbar, aber eben auch ohne jede Dynamik. Der einzige Vorteil zur klassischen Rendertapete ist die korrekte Perspektivenverschiebung beim Scrollen. Außerdem gibt es eben lächerlich wenig Areale.

Finger weg! Man schämt sich bei so einem Preisträger ja direkt, Deutscher zu sein.

Das einzige, das ich ihm zugestehe, ist dieser annehmbare Ohrwurm, den ich nach dem Abspann hatte.

 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.705
136
63
39
35. Mega Man 11 :xone:

Toller Höllenritt mit exzellentem Leveldesign, schöner Grafik und überzeugender Steuerung. Der Schwierigkeitsgrad ist enorm hoch, man kann das Spiel jedoch auch auf leicht spielen. So habe ich mir einen Nachfolger vorgestellt, gerne mehr davon bei Teil 12. Einzig die Stage von Bounce Man war für mich der Horror, das schrecklichste Level das ich je in einem Mega Man gespielt habe ^^


8,5/10