Et voilà – gerade durchgespielt…

Cube

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26 August 2016
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Berlin
What Remains Of Edith Finch
Gehsimulator!!1 ... ist auch mal okay.
Hab ab der dritten Erzählung immer gezögert diese nun durchzuziehen, denn der Ausgang dieser war doch immer irgendwie sehr unangenehm.

Final Fantasy XIV: Stormblood
Kampagne beendet. Ein "normales" FF nach dieser Art würde mich schon sehr reizen. Die Welt/Handlung wirkt Anfangs so 08/15, aber der Eindruck legt sich nach der Zeit. Gleiches gilt auch für die Charaktere. Das Kampfsystem ist ein bisschen konservativ, aber es funktioniert. Nur die Aufträge sind manchmal ein wenig zu sehr "geh zu Punkt A, dann zu Punkt B, dann A, dann C, dann wieder A".
Und die Musikuntermalung ist fantastisch.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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149
63
14. Shenmue
Die Steuerung ist schon schwierig. Den Gabelstapler später im Spiel zu steuern ist einfacher als mit Ryo durch die Gegend zu laufen. War ganz ok, aber die Schwächen sind mittlerweile offensichtlicher. Darkie hat aber auch die meiste Zeit gespielt evtl. hat das passive Zuschauen es auch noch langweiliger gemacht.
Note: 3


2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
  9. Wargroove
  10. Thimbleweed Park
  11. Ittle Dew 2+
  12. Sekiro
  13. Shadow of The Tomb Raider DLC
Abgebrochen:
1. Into the Breach
2. Thronebreaker


2018
2017
2016 & 2015
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
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Hamburg
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Waking Violet
Noch ein Puzzlespiel, das ich gerne durchgespielt habe. Man sollte sich nicht von der fürchterlichen Präsentation abschrecken lassen, was leicht passieren kann. Auch nicht von der fürchterlich langsamen und ungenauen Bewegung der titelgebenden Violet, die man durch die Puzzleräume steuert, was noch leichter passieren kann.

Waking Violet ist eine Aneinanderreihung von cleveren Puzzleräumen, die man mit stetig hinzukommenden Fähigkeiten lösen muss. Man kann Dinge einfrieren, zeitweise über Wasser gehen, Klone von sich erschaffen und die Welt in einen zuvor festgehaltenen Zustand zurückversetzen. Um das jeweilige Levelende zu erreichen, muss man Monstern entgehen, Blöcke verschieben und Schalter betätigen. Es ist eines dieser Spiele, bei denen man grübelt und gelegentlich vom Ziel her denken muss, um die Lösung zu finden. Und als reiner Puzzler kann man nicht viel mehr vom Spiel verlangen als das, was es liefert. Jede Idee wird ausge-, aber nie überreizt und der Schwierigkeitsgrad war für mich genau richtig. Ich brauchte keinen der drei zur Verfügung stehenden Hinweise und habe mich - ähnlich wie bei Ittle Dew 2 - ständig darüber gefreut, die Lösung für scheinbar unmögliche Räume doch noch zu finden. Es ist nicht zu schwer, aber man muss oft genug um die Ecke denken, um nie gelangweilt zu sein.

Schön ist auch die Möglichkeit, jederzeit die Zeit zurückspulen zu können, um Fehler rückgängig zu machen, sobald man sie bemerkt. Warum ausgerechnet dieses sehr nützliche Feature für die letzten drei oder vier Puzzleräume dem Spieler genommen wird, und bei einem Fehler nur der Restart möglich ist, ist mir unerklärlich. Es ist nur frustrierend, weil man bereits gelöste Teilaspekte der Räume wiederholen muss. Das ist umso schlimmer, weil Violet sich unerträglich langsam bewegt. In manchen Räumen hatte ich die Lösung schon erdacht, musste aber noch Minuten warten, bis sie die entsprechenden Wege zurückgelegt hatte.

Auch die auf das Spiel geklatschte Story um einen wahnsinnigen Wissenschaftler, der ewiges Leben sucht und dabei all diese Fähigkeiten entwickelt, ist unnötig, stört aber nicht. Dass das Spiel so wahnsinnig billig aussieht, schon eher. Und dass man bei einem so simpelen Bauklotzspiel nicht präzise steuern kann, ist überflüssig. Zu oft geht man ein halbes Feld zu weit, was nur deshalb nicht ärgerlich ist, weil man eben per Knopfdruck jeden Schritt zu viel sofort rückgängig machen kann. Die Musik ist zum Glück nicht so billig wie die Optik und etwas schrullig-verstörend, was ungewöhnlich für so ein Spiel ist, aber gut passt. Völlig wirr hingegen ist die Struktur der Welt und der Zugang zu den Levels. Auch die Tatsache, dass man am Anfang nur jeweils wenige Sekunden Zeit hat, um ein Level zu verlassen und zurück zur Oberwelt zu kommen, ist merkwürdig.

Also auf der reinen Puzzlebene ist das ein sehr gutes, empfehlenswertes Spiel, das leider eine schlechte Verpackung und eine unwürdige Steuerung erhalten hat. Die schlechten Punkte sind aber keine Gamebreaker, weshalb jeder Freund von 1-Screen-Zelda-Dungeons gerne zugreifen kann. Das Spiel ist ständig für 2 oder 3 Euro im Sale.
7,5

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
Ittle Dew 2+ - 10
Wandersong - 9
The Messenger - 9
Owlboy - 9
Celeste - 8,5
Yoku's Island Express - 8
Cave Story+ - 8
Donut County - 7,5
Waking Violet - 7,5
Minit - 7
The Gardens Between - 6
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5
The First Tree - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 

Zeratul

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24 August 2016
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Mark of the Ninja
Es gibt solche Spiele, für die man mehrere Anläufe braucht um sie zu beenden und am Ende weiß man eigentlich gar nicht wieso. Mark of the Ninja ist bei mir ein solches Spiel. 3 mal habe ich es angefangen und erst im dritten Anlauf habe ich es jetzt beendet. Das liegt aber in keinster Weise an der Qualität des Spiels oder daran, dass es mir nicht gefällt. Ich glaube es liegt eher daran, dass ich persönlich zu viel Stealth am Stück recht anstrengend finde, weil man sich ständig voll konzentrieren muss, viel abwarten muss usw.. Jetzt im dritten Anlauf kannte ich ja viele Passagen schon recht gut und musste nicht mehr nach allen Geheimnissen suchen oder mich an den ganzen Bonus-Zielen versuchen und konnte zumindest die ersten 60-70% des Spiels dadurch bedeutend schneller abschließen.
Das Spiel selbst ist qualitativ wohl mit eines der besten Stealth-Spiele, die es gibt. Egal ob stilistisch oder in Sachen Gameplay, es gibt kaum etwas, das ich an diesem Spiel ernsthaft zu kritisieren habe. Aber 2 kleine Punkte gäbe es da dennoch.
Zum einen hat mich die Steuerung an manchen Stellen etwas genervt. Sowohl A als auch B (beim Xbox360-Controller) sind kontextsensitiv und so kommt es manchmal vor, dass der Ninja gerade bei schnelleren Aktionen nicht das tut, was er eigentlich sollte, weil man noch minimal an der falschen Stelle steht, der Button deshalb gerade eine andere Funktion hat und man dadurch entdeckt oder getötet wird.
Das zweite war die Speicherfunktion. Manchmal hat das Spiel unmittelbar, nachdem man ein optionales Bonusziel versaut hatte automatisch gespeichert und manchmal hat es den Fortschritt gespeichert, nachdem man ein Ziel erfüllt hatte, aber dennoch gestorben ist. Kleines Beispiel: An einer Stelle im Spiel hat man die Wahl den Schlüssel von einer Wache zu stehlen oder die Wache zu töten und sich den Schlüssel von der Leiche zu nehmen. Ich habe den Schlüssel gestohlen wurde aber unmittelbar danach entdeckt und getötet. Nun startete ich an dem Checkpoint vor dem Raum mit der Wache, aber hatte den Schlüssel nach wie vor. Das fühlt sich in dem Moment halt schon etwas wie cheaten an. Gut möglich, dass sowas aber auch in der Remastered-Version verbessert wurde.

Abgesehen von diesen zwei Punkten ist Mark of the Ninja imo aber ein absolut perfektes Spiel, das vor allem viele verschiedene Spielweisen zulässt. Besonders toll finde ich die freispielbaren Kostüme, die man durch das Erfüllen von Bonus-Zielen freispielt und die einen völlig anderen Spielstil zulassen. Zum einen weil die Bonus-Ziele dadurch mehr Bedeutung haben, als einfach nur den Score zu erhöhen, zum anderen, weil die Kostüme nicht nur optischer Natur sind, sondern die Spielweise komplett ändern. Hätte ich nicht einen solch großen to-do Stapel, würde ich das Spiel glatt mit einem anderen Kostüm nochmal durchspielen, z.B. mit dem Kostüm ohne Waffe. Der Wiederspielwert ist dadurch imo enorm.

9,5/10
 
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20 November 2016
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15. Dead Cells
Wegen des größeren Updates mit einem neuen Gebiet und Boss habe ich es jetzt mal wieder ein paar Runden gespielt. Ich bin schnell wieder reingekommen und es hat auch gleicher Spaß gemacht. Den neuen Boss habe ich auf Normal beim zweiten Mal besiegt und dann auch den ganzen Run geschafft. Beim ersten Versuch habe ich nicht kapiert wie man ihn überhaupt besiegt. Dann habe ich es eine Weile noch auf sehr schwierig gespielt, aber das ist wirklich nichts mehr für mich. ^^
Note: 1

16. Final Fantasy 7
Jetzt habe ich das Spiel auch endlich mal durchgespielt und nicht wieder kurz vorm Ende aufgegeben, auch dank der Hilfe der neuen Features. Bis zum Ende war das Spiel vom Pacing sehr gut, durch die vielen Minispiele bietet es Abwechslung und das ATB Kampfsystem mag ich. Schlimm bleibt natürlich die deutsche Übersetzung und das Ende finde ich dann auch nicht mehr so gut, weil bis dahin alles einfach war und ich finde der Endgegner und der Weg dahin dann schon ein wenig nerviger sind.
Note: 2




2019:

  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
  9. Wargroove
  10. Thimbleweed Park
  11. Ittle Dew 2+
  12. Sekiro
  13. Shadow of The Tomb Raider DLC
  14. Shenmue
Abgebrochen:
1. Into the Breach
2. Thronebreaker


2018
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Rusix

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Mark of the Ninja
Es gibt solche Spiele, für die man mehrere Anläufe braucht um sie zu beenden und am Ende weiß man eigentlich gar nicht wieso. Mark of the Ninja ist bei mir ein solches Spiel. 3 mal habe ich es angefangen und erst im dritten Anlauf habe ich es jetzt beendet. Das liegt aber in keinster Weise an der Qualität des Spiels oder daran, dass es mir nicht gefällt. Ich glaube es liegt eher daran, dass ich persönlich zu viel Stealth am Stück recht anstrengend finde, weil man sich ständig voll konzentrieren muss, viel abwarten muss usw.. Jetzt im dritten Anlauf kannte ich ja viele Passagen schon recht gut und musste nicht mehr nach allen Geheimnissen suchen oder mich an den ganzen Bonus-Zielen versuchen und konnte zumindest die ersten 60-70% des Spiels dadurch bedeutend schneller abschließen.
Das Spiel selbst ist qualitativ wohl mit eines der besten Stealth-Spiele, die es gibt. Egal ob stilistisch oder in Sachen Gameplay, es gibt kaum etwas, das ich an diesem Spiel ernsthaft zu kritisieren habe. Aber 2 kleine Punkte gäbe es da dennoch.
Zum einen hat mich die Steuerung an manchen Stellen etwas genervt. Sowohl A als auch B (beim Xbox360-Controller) sind kontextsensitiv und so kommt es manchmal vor, dass der Ninja gerade bei schnelleren Aktionen nicht das tut, was er eigentlich sollte, weil man noch minimal an der falschen Stelle steht, der Button deshalb gerade eine andere Funktion hat und man dadurch entdeckt oder getötet wird.
Das zweite war die Speicherfunktion. Manchmal hat das Spiel unmittelbar, nachdem man ein optionales Bonusziel versaut hatte automatisch gespeichert und manchmal hat es den Fortschritt gespeichert, nachdem man ein Ziel erfüllt hatte, aber dennoch gestorben ist. Kleines Beispiel: An einer Stelle im Spiel hat man die Wahl den Schlüssel von einer Wache zu stehlen oder die Wache zu töten und sich den Schlüssel von der Leiche zu nehmen. Ich habe den Schlüssel gestohlen wurde aber unmittelbar danach entdeckt und getötet. Nun startete ich an dem Checkpoint vor dem Raum mit der Wache, aber hatte den Schlüssel nach wie vor. Das fühlt sich in dem Moment halt schon etwas wie cheaten an. Gut möglich, dass sowas aber auch in der Remastered-Version verbessert wurde.

Abgesehen von diesen zwei Punkten ist Mark of the Ninja imo aber ein absolut perfektes Spiel, das vor allem viele verschiedene Spielweisen zulässt. Besonders toll finde ich die freispielbaren Kostüme, die man durch das Erfüllen von Bonus-Zielen freispielt und die einen völlig anderen Spielstil zulassen. Zum einen weil die Bonus-Ziele dadurch mehr Bedeutung haben, als einfach nur den Score zu erhöhen, zum anderen, weil die Kostüme nicht nur optischer Natur sind, sondern die Spielweise komplett ändern. Hätte ich nicht einen solch großen to-do Stapel, würde ich das Spiel glatt mit einem anderen Kostüm nochmal durchspielen, z.B. mit dem Kostüm ohne Waffe. Der Wiederspielwert ist dadurch imo enorm.

9,5/10
Hört sich sehr gut an. Ich hatte die Remastered Version schon einige Male im Warenkorb, habe mich aber nie überwunden zuzuschlagen.

Der Grund ist banal: Ich mochte den Zeichenstil nicht. Sie wie Amerikaner die Transformers mögen sich halt einen Ninja vorstellen. Aber aus der Totalen fällt es eigentlich kaum auf. Vielleicht schlage ich beim nächsten Mal zu.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
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Pikuniku
Kitzelt einen ähnlichen Nerv wie Wandersong. Ein Spiel, das vornehmlich durch Humor und Dialog besticht, aber dabei auch noch sehr viel Spaß macht. Es erreicht nicht ganz die Qualität der Dialoge von Wandersong, das zudem auch noch eine tiefere Ebene bietet und nicht ausschließlich albern ist. Das hat man hier nicht. Dafür darf man die guten drei Stunden durchgängig fröhlich durch die Welt von Pikuniku hüpfen und treten. Man steuert einen roten Blob ohne Arme, der zu Beginn des Spiels in einer Höhle erwacht, ganz ähnlich wie Link in BotW. Nur dass die Bewohner der Insel, auf der sich die Höhle befinden, sicher sind, dass in der Hähle ein schlafendes Biest lauert und dann fast ein wenig enttäuscht sind, dass das Biest so wenig angsteinflößend ist. Fortan darf man in einer Art Videospielparodie sämtlichen NPCs bei ihnen Problemen behilflich sein, eher sinnlose als sinnlose Tätigkeiten ausführen und rettet so am Ende nebenher die ganze Insel vor dem apokalyptischen Plan des Antagonisten. Das Spiel hat ein tolles Pacing, ist auch aufgrund der Kürze ohne jeden Hänger, die trockenen Gags zünden allesamt, die Aufgaben sind vielseitig und die sonderbare Steuerung, die aus Hüpfen, Rollen und Treten wird für viele verschiedene Plattformingpassagen genutzt, die allesamt nie schwer, aber sehr abwechslungsreich sind. Zudem gibt es erstaunlich viel an Geheimnissen zu entdecken, muss aber dafür nie unnötige lange Wege zurücklegen, weil die Elemente alle sehr gut ineinandergreifen. Es ist ein rundum sympathisches Wohlfühlspiel aus dem größer werdenden Genre "Comedy-Adventure", das auch noch Spielerisch kompetent gestaltet ist. Klare Empfehlung.
8,5

Gris

Gris ist "Style over Substance" und stellt für mich exakt die Mitte zwischen dem unerträglichen The First Tree und dem wunderschönen RiME dar. Denn im Gegensatz zu The First Tree ist es nicht bloß kitschig, sondern audiovisuell wirklich beeindruckend und bietet sogar spielerisch (zumindest in der zweiten Hälfte) deutlich mehr. Es bleibt aber zu beliebig in den Motiven und der Narration und spielerisch dann doch zu mau, um die große Klasse von RiME zu erreichen. Die erste Hälfte erschöpft sich darin, durch hübsche Gemälde zu laufen und mit sehr langsam hinzukommenden Fähigkeiten minimalistische Aufgaben zu bewältigen. Das Spiel spielt sich praktisch von alleine und die paar Dinge, die man tun muss, sind oft eher mühsam, wie das Beklettern von halbzerfallenen Strukturen. Die in der Welt verstreuten Geheimnisse sind manchmal nett versteckt, aber im Endeffekt völlig überflüssig. Man muss alle finden, um am Ende eine kleine zusätzliche Sequenz zu sehen, wird aber mit großer Sicherheit im ersten Durchlauf nicht alle finden. Wer freiwillig einen zweiten Durchlauf unternimmt, ist nicht wie ich. Ich hab mir die Sequenz bei YouTube reingezogen und war enttäuscht. Was mir gut gefallen hat, ist die Struktur des Spiels, da man immer wieder zu einem zentralen Platz zurückkehrt, von dem aus sich jeweils ein neues Gebiet öffnet. Dort muss man dann immer Leuchtekugeln finden, die neue Wege freischalten. Und obwohl der Ablauf immer sehr ähnlich ist, waren die Gebiete optisch und spielerisch divers genug, dass man kein klares Gefühl von gleich strukturierten Leveln hatte, sondern eher einen kontinuierlichen Flow durch die Welt, die sich immer wieder miteinander kreuzt. Dabei helfen auch die tollen Übergänge durch Fall- und Flugpassagen, die die Welt mysteriös, aber organisch wirken lassen. Auch gab es in der zweiten Hälfte durchaus einige Passagen, die spielerisch zumindest kurzweilig waren. In der Präsentation ist es wirklich ein sehr gelungenes Spiel, das einen bis zum Ende in einem Sog mitnimmt. Aber viel Substanz ist leider nicht dahinter. Drei Spiele, die Verlust als zentrales Motiv haben. The First Tree hat mich mit seinem Kitsch und seiner beleidigenden Spielstruktur verprellt, Gris war hübsch anzugucken und kurzweilig, hat mich aber nicht berührt und RiME hat all die diffusen Gefühle, die damit einhergehen erst aufgewirbelt und dann im Finale zusammengebunden und mir damit tief in die Magengrube gehauen. RiME gewinnt. Gris ist trotzdem ein schönes Spiel und macht einiges richtig. Aber bei weitem nicht genug.
6,5

Flat Heroes

Flat Heroes ist ein auf das Minimum reduzierter Hardcoreplattformer. Man ist in insgesamt 150 Levels (+ Hero Mode mit nochmal so vielen Levels) in je einem Raum eingesperrt und muss diesen "überleben". Als Quadrat hüpft, wandspringt und dasht man zahlreichen verschiedenen Gefahren in Form anderer geometrischer Objekte aus dem Weg, bis der erlösende Haken kommt. Die meisten der Level sind dabei in wenigen Sekunden absolvierbar, doch oft braucht es zehn, zwanzig oder gar fünfzig Versuche. Was mir so sehr daran gefallen hat ist, dass man die Level lesen musste und Muster erkennen. Welche Route ist die Sicherste, wohin soll ich mich orientieren? Das Gameplay ist schlicht, aber effektiv und die Steuerung sehr direkt. Mit einem kleinen "Burst" kann man bestimmte Projektile zerstören oder zurückschießen, was aber nur mit gutem Timing funktioniert. Man muss permanent seine Strategie anpassen, um dem Höllenritt jedes Levels zu entkommen. Dabei führt das Spiel neue Gegnertypen gut ein und mischt sie dann zu immer größeren Gefahrenherden. Dazu kommen ein paar Highlights wie ein umgekehrtes "Snake", indem man von der Schlange verfolgt wird und als "Apfel" entkommen muss, bzw. versuchen muss, dass sich die Schlange selbst trifft. Auch die Bosse am Ende jeder der zehn Welten sind großartig, vielseitig und packend. All die Präsentation und der Pomp, den andere Spiele brauchen, damit man den Antagonisten wirklich nicht mag. Dialogzeilen, Cutscenes und fiese Fressen braucht Flat Heroes nicht. Flat Heroes lässt einen einfach ein gelbes Quadrat hassen und innerlich "Ha! Du Fucker!" rufen, wenn es endlich zerbröselt. In jeder Welt gibt es ein paar Aufwärmlevel, so dass man schnell vorankommt und die neuen Mechaniken lernt, die dann in den letzten 3-4 Levels und dem Boss abgeprüft werden. Ein hochmotivierender Plattformer, der sich aufs Wesentliche konzentriert und darin glänzt. Ich bin noch nicht sicher, ob ich mir auch noch den Hero-Modus geben will. Denn auch wenn ich insgesamt recht glatt durchgekommen bin, gab es doch einzelne Schwierigkeits-Peaks, die etwas übertrieben waren. Und am Ende ist die schlichte Präsentation dann auf 300 Level vielleicht doch ein bisschen zu wenig.
8

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
Ittle Dew 2+ - 10
Wandersong - 9
The Messenger - 9
Owlboy - 9
Celeste - 8,5
Pikuniku - 8,5
Yoku's Island Express - 8
Flat Heroes - 8
Cave Story+ - 8
Donut County - 7,5
Waking Violet - 7,5
Minit - 7
Gris - 6,5
The Gardens Between - 6
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5
The First Tree - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 

Aemeath

Newbie
18 November 2018
186
44
28
34
Hamburg
The Walking Dead - Michonne

Das war eine nette, für sich stehende, Geschichte. War nach 4 Stunden durch mit den 3 Episoden. Würde auch nicht sagen dass ich mir groß Zeit gelassen habe. Viel Gelegenheit zum "trödeln" gibt es nämlich nicht, die Gebiete sind deutlich kompakter als in der großen Telltale Walking Dead Serie. Aber das war an sich gar nicht verkehrt, dem Pacing hat es durchaus gut getan. Man benötigt auch kein Vorwissen bezüglich Michonne aus der TV Serie oder den Comics. Alles was man wissen muss wird schnell in dem ein oder anderen Flashback erklärt. Es ist wie gesagt eine eigenständige kleine Geschichte. In Episode 1 dachte ich noch dass mir die restlichen Charactere recht egal sein werden aber das hat sich dann doch schnell geändert. Und die tolle, grundsätzlich sehr melancholische, Atmosphäre aus den Hauptspielen wurde hier auch wieder wunderbar getroffen, was natürlich auch stark durch die Musik kommt. Es dürften größtenteils bekannte Stücke sein die da im Hintergrund laufen.

7/10


Prey (2017)


Damit bin ich nun sicher schon 2 Wochen durch, aber mir fällt es tatsächlich schwer die richtigen Worte zu finden, daher werde ich mich kurz fassen. Es macht m.M.n. alles was die neuen Deus Ex machen, nur noch mal ein ganzes Stück besser. Der Sprung von Human Revolution zu Mankind Divided war schon klasse, das Leveldesign war durch die Vertikalität deutlich abwechslungsreicher und das Setting in Prag war ganz grundsätzlich recht interessant. Aber der Schwachpunkt von Mankind Divided war wie ich finde die Story. Die Nebenmissionen waren teilweise wirklich toll, aber die Hauptmission war etwas vorhersehbar. Gerade als jemand der sich noch gut an Deus Ex 1 auf dem PC erinnert. Und das ist ein großer Pluspunkt bei Prey. Bis zum Ende wusste ich nicht wie es ausgehen wird. Jede Theorie die ich mir im Verlauf des Spiels erdacht habe, wurde im Endeffekt widerlegt. War nach ziemlich genau 36 Stunden mit Prey durch und hab mir direkt danach noch das andere Ending angeschaut. Einfach weil ich die Story wahnsinnig interessant fand. Aus Gameplay Sicht gefiel mir das Spiel auch hervorragend. Der Skilltree und das Leveldesign wurden toll aufeinander abgestimmt. Da die Raumstation recht frei begehbar ist sind es hauptsächlich die Skills die darüber entscheiden welche optionalen Gebiete man schon früher erkunden kann. Darüber hinaus lohnt es sich auch aufmerksam E-Mails zu lesen und die Räume nach Schlüsselkarten oder Hinweisen abzusuchen. Der Hinweis auf ein Passwort für einen Safe z.B. waren 2 Elemente des Periodensystems. Dass nun nicht jeder von uns direkt weiss welche Elemente bzw. welche Nummern diese Elemente dort haben, sollte klar sein. Zum Glück befindet man sich aber auf einer Raumstation auf der hauptsächlich geforscht wird. Es hängen genügend Bilder vom Periodensystem auf der Station verteilt rum. Man muss nur drauf achten. Im ersten Moment dachte ich mir noch "woher soll ich das denn wissen?!" bis ich dann schnell gemerkt habe dass selbst im Raum mit dem Safe so ein Bild hängt.

Die Charactere und deren Geschichte sind mir über die Zeit auch durchaus ans Herz gewachsen. Es werden meist nur Fetzen über E-Mails und Audiologs erzählt, aber man kann sich eben nach und nach ausmalen was da passiert ist. Sei es ein Sträfling der ausgebrochen ist und sich nun als jemand ausgibt der er gar nicht ist oder eine Gruppe von D&D Spielern deren Characterkarten und individuelle Schatzkarten man finden kann um wiederum an das Passwort des Computers des Gamemasters zu kommen. Es stecken viele solcher kleinen Geschichten im Spiel die man leicht übersehen kann. Einiges wird auch durch Environmental Storytelling erzählt. Sprich wenn man nicht selber in Ruhe schaut wie die Objekte dort im Raum verteilt sind oder warum, dann verpasst man einiges. Ich habe in der Hinsicht alles mitgenommen, durchgelesen und angehört. Hab auch jede Nebenmission beendet, einfach weil ich mehr über diese Station und seine Bewohner erfahren wollte.

Vielleicht noch das ein oder andere Wort zum Kämpfen. Ich hab das Spiel komplett auf "Normal" durchgespielt, und in den ersten Stunden waren die Kämpfe durchaus anspruchsvoll. Aber spätestens wenn man an Konstruktoren rankommt kann man sich das Leben deutlich leichter machen da man eben gezielt die Munition oder Heilung herstellen kann, die man benötigt. Dazu gibt es dann natürlich noch die Skills die eher auf Kampf ausgelegt sind, die hab ich aber recht spät geskilled. Grundsätzlich hab ich nur den menschlichen Skilltree genutzt, die spaßigen Alien-Skills kenne ich daher alle gar nicht. Werde aber definitiv noch einen weiteren Run starten und da dann nur Alien-Skills wählen. Mal schauen wie es sich dann spielt. Am Mooncrash DLC hab ich nun großes Interesse da dieser ja auch ziemlich gefeiert wird.

Zum Ende:
Wäre natürlich toll wenn es ein Prey 2 geben würde in dem man ausserhalb der Simulation auf der von Typhon überranten Erde tatsächlich als Typhon-Mensch Hybrid spielt. Aber ich fürchte da würde viel von der tollen Atmosphäre verloren gehen. Als spaßigen Shooter könnte ich mir das schon vorstellen aber nicht als Ego-RPG.

9/10
 
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Zeratul

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24 August 2016
1.285
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63
Cave Story+
Nach etwa 20 Versuchen und vielen Frustmomenten habe ich den Endkampf, der quasi aus 3 aufeinander folgenden Bossen besteht, von denen einer noch 2 Phasen hat und das ganze ohne Zwischenspeichern oder Lebenspunkte wieder auffüllen, endlich besiegt. Vielleicht hätte ich es auch früher geschafft, wenn ich früher daran gedacht hätte, dass ich ja noch dieses Item habe, das die Lebenspunkte vollständig wieder auffüllt. Aber in einem Spiel, das ansonsten überhaupt keine verbrauchbaren Items hat, vergisst man sowas gerne mal.
Was Cave Story selbst angeht, kann ich Bibers Beitrag (s.u.) eigentlich nur 1:1 zustimmen und spare mir daher weitere Worte.
Was mich insbesondere gestört hat, sind die von Biber bereits erwähnten Geheimnisse. Da kann man ja wirklich essentielle Dinge verpassen, wie z.B. mehrere Waffen oder sogar den wahren Endboss. Und gerade den hätte ich wirklich gerne versucht. Klar gibt es das bei anderen Spielen auch, aber da sind die Lösungswege für solche Geheimnisse nicht ganz so absurd. Naja mal schauen, das fällt wohl auch in die Kategorie "Wird erledigt wenn ich irgendwann mal ganz viel Zeit und immer noch Lust dazu habe."

8/10

Cave Story+
Cave Story ist ja so etwas wie der Urvater der Indiespiele, schon 2004 erschienen und von nur einer Person entwickelt, aber von vielen als eines der besten Videospiele aller Zeiten gefeiert. Nun.

Das Spiel ist schwer zu bewerten und zu besprechen. Wie auch Axiom Verge hat es etwas sehr Besonderes und ich vermute, dass ein Großteil der Bewunderung in der Atmosphäre und Erzählweise begründet ist. Das Spiel bleibt hängen und die Welt fasziniert mich doch sehr das habe ich besonders gemerkt, als ich nach vielen Monaten wieder eingestiegen bin und es nicht einfach nur irgendein Videospiel war, sondern dieser merkwürdig triste, apokalyptische Mikrokosmos. Das Spiel verknüpft Hoffnungslosigkeit mit Menschlichkeit und man weiß nie so recht, wie man fühlen soll. Aber es verfängt. Warum ich es so lange pausiert habe? Der letzte Abschnitt war mit einfach zu schwer. Nun habe ich ihn endlich gepackt, aber der Dreifachendgegner ohne Speichermöglichkeit hat mich dann endgültig gebrochen. Mit dem Makel muss ich leben. Einmal war ich so knapp davor, aber ich kann einfach nicht mehr.

Überhaupt ist das Spiel stellenweise irre schwer und gnadenlos. Man muss manuell speichern an dafür vorgesehenden Punkten. Selbst wenn man einen Boss besiegt, kann es passieren, dass man auf dem Weg zum nächsten Speicherpunkt getroffen wird, stirbt und alles noch einmal machen muss. Das erhöht die Spannung und den Druck, ist aber manchmal einfach lästig. Man kann sich auch fies ins Aus manövrieren, wenn man mit wenig Energie an einem Punkt speichert, aus dem man kaum wieder rauskommt. Das ist mir einmal passiert und hätte fast zum Spielabbruch geführt. Ich habe mich dann mit langwierigem Herzenfarming aus der Misere bugsiert.

Aber das Gute: Die Welt ist mysteriös, feindselig, bietet aber immer wieder tolle Momente der Ruhe, schöne Dialoge und tiefe Traurigkeit. Dabei ist die Story an sich eher banal, aber drumherum wird so viel an halbversteckter "Lore" geboten, dass man ein Gefühl für eine lebendige, friedliche Welt bekommt, die vor kurzem an den Abgrund und darüber hinaus geschoben wurde. Überhaupt ist es toll, nicht den Helden zu spielen, der eine Katastrophe verhindern oder rückgängig machen soll, sondern eher Zeuge der Katastrophe wird und versuchen muss, Schadensbegrenzung vorzunehmen und sich selbst zu retten. Spielerisch gibt es ein interessantes Waffensystem und tolle Items, die das Gameplay deutlich aufwerten. Ich habe allerdings den Eindruck, dass man das Spiel am besten auf PC spielen sollte, da es eindeutig für Pfeiltasten ausgelegt ist. Es braucht hier besonders im Endgame eine Genauigkeit, die das D-Pad nicht hinkriegt und an späteren Stellen für Frust sorgt.

Abgesehen von der toll designten Welt (wobei ich die reine Optik überhaupt nicht mag) und den guten Mechanismen ist das Spiel in Gameplay und Leveldesign aber durchwachsen. Es ist schwer, aber selten clever designt. Die Gegner sind scheinbar willkürlich platziert und die Räume und Fallen auch eher beliebig angeordnet. So wirkt es zumindest auf mich. Und es fühlt sich nicht so richtig gut an, die Figur zu steuern. Hier bin ich natürlich sehr verwöhnt durch Indieplattformer und -metroidvanias der letzten Jahre, aber unterm Strich hatte ich einfach nicht so viel Spaß mit dem Gameplay. Gestört hat mich auch, dass viele Geheimnisse absurd gut versteckt sind, bzw. man sehr leicht spielentscheidende Fehler machen kann. Vermutlich ist es auf mehrere Durchgänge ausgelegt, aber wie man auf manche Dinge kommen soll, ist mir ein Rätsel. Ich habe vieles erst hinterher erfahren und es ist teilweise absurd. Es gibt aber auch genug Positivbesipiele für Geheimnisse. Am Ende bleibt aber ein schales Gefühl, Relevante Dinge verpasst und manche Geheimnisse auch der Story nicht gelüftet zu haben

Ich kann verstehen, dass Cave Story den Status hat, den es hat. Und irgendwie sollte man es schon gespielt haben. Es ist wie ein Buch, das man nicht so richtig versteht und das oft anstrengend ist, das einen aber nie ganz loslässt und fasziniert.
8
 
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Zeratul

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24 August 2016
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Axiom Verge
Axiom Verge ist wohl das Metroidvania, das sowohl vom Feeling als auch vom Gameplay her den Metroid-Spielen noch am nächsten kommt. Dieses Gefühl sich einsam und alleine in einer befremdlichen, alienhaften Umgebung zu befinden wird einfach perfekt übertragen. Dazu tut neben der Optik auch der großartige Soundtrack sein übriges. In Sachen Gameplay gibt es einige innovative Elemente, die ich so noch nicht in Metroidvanias gesehen habe.
Was ich auch toll fand, ist dass man für das Auffinden geheimer Orte nicht nur mit mehr HP, mehr Schaden usw. belohnt wird, sondern häufig auch mit neuen Waffen, die dann auch wirklich nur als Waffe verwendet werden und nicht als Instrument mit dem man Rätsel löst. Leider sind fast alle Waffen, die ich gefunden habe, der Standardwaffe weit unterlegen und daher nicht mehr als ein nettes Gimmick.
Dass es keine Schnellreise im herkömmlichen Sinne gibt, sehe ich übrigens als äußerst positiv. Auch wenn es mich manchmal genervt hat einen weiteren Weg zurücklegen zu müssen, erhält man so durchaus ein ganz anderes Gefühl dafür, wie tief man sich in die Spielwelt vorgewagt hat.
Alles in allem dürfte Axiom Verge aktuell nach Ori and the Blind Forest mein liebstes Indie-Metroidvania sein.

9,5/ 10
 
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Zeratul

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24 August 2016
1.285
182
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Noch nicht, aber Teil 1 gabs ja vor kurzem gratis bei Steam, da hab ich mir das schonmal geholt und es steht auch als nächstes Metroidvania an, gefolgt von Hollow Knight.
 

Seppatoni

Newbie
26 Februar 2019
13
6
3
37
Schweiz
www.seppatoni.ch
Gestern The Messenger erfolgreich beendet. Leider kann ich mich den ganzen Lobeshymnen nicht ganz anschliessen. Als knackiger Plattformer funktioniert das Spiel hervorragend, sobald aber der Wechsel zum Metroidvania erfolgt wird es recht mühsam und zäh mit viel unnötigem Herumgerenne. Die Idee war klasse, die Umsetzung hat noch Potenzial.

7/10
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.175
277
83
37
Deutschland
Pikuniku
Kitzelt einen ähnlichen Nerv wie Wandersong. Ein Spiel, das vornehmlich durch Humor und Dialog besticht, aber dabei auch noch sehr viel Spaß macht. Es erreicht nicht ganz die Qualität der Dialoge von Wandersong, das zudem auch noch eine tiefere Ebene bietet und nicht ausschließlich albern ist. Das hat man hier nicht. Dafür darf man die guten drei Stunden durchgängig fröhlich durch die Welt von Pikuniku hüpfen und treten. Man steuert einen roten Blob ohne Arme, der zu Beginn des Spiels in einer Höhle erwacht, ganz ähnlich wie Link in BotW. Nur dass die Bewohner der Insel, auf der sich die Höhle befinden, sicher sind, dass in der Hähle ein schlafendes Biest lauert und dann fast ein wenig enttäuscht sind, dass das Biest so wenig angsteinflößend ist. Fortan darf man in einer Art Videospielparodie sämtlichen NPCs bei ihnen Problemen behilflich sein, eher sinnlose als sinnlose Tätigkeiten ausführen und rettet so am Ende nebenher die ganze Insel vor dem apokalyptischen Plan des Antagonisten. Das Spiel hat ein tolles Pacing, ist auch aufgrund der Kürze ohne jeden Hänger, die trockenen Gags zünden allesamt, die Aufgaben sind vielseitig und die sonderbare Steuerung, die aus Hüpfen, Rollen und Treten wird für viele verschiedene Plattformingpassagen genutzt, die allesamt nie schwer, aber sehr abwechslungsreich sind. Zudem gibt es erstaunlich viel an Geheimnissen zu entdecken, muss aber dafür nie unnötige lange Wege zurücklegen, weil die Elemente alle sehr gut ineinandergreifen. Es ist ein rundum sympathisches Wohlfühlspiel aus dem größer werdenden Genre "Comedy-Adventure", das auch noch Spielerisch kompetent gestaltet ist. Klare Empfehlung.

Da 100% Überseinstimmung ein dreistes Copy & Paste von Biber. Ich verzichte aber auf die doofen Wertungen :)
 

Rusix

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2 September 2016
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Ich halte Guacamelee für ganz okay, mehr aber nicht. Es ist lustig inszeniert.
An die Klasse eines Axiom Verge kommt es meiner Meinung aber nicht heran.

Wem Axiom Verge gefallen hat und Lust auf mehr hat, dem kann ich noch the Mummy Demastered empfehlen. Nicht ganz so gut designed, aber mit schöneren Sprites und fast gleich gutem Soundtrack. Wobei Axiom da echt den Vogel abschießt.
 

Biber

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25 August 2016
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Ja, der Soundtrack trägt viel zu dem tatsächlich beeindruckenden Gefühl von Isolation und Alienhaftigkeit bei in Axiom Verge. The Mummy hatte ich immer im Auge, aber dann irgendwann doch links liegen gelassen, weil es mir zu durchwachsen erschien. Wo ich anderer Meinung bin als @Zeratul ist bei den Waffen. Die empfand ich durchaus als sehr brauchbar in unterschiedlichen Situationen und habe oft durchgewechselt. Ansonsten volle Zustimmung.
 

Shiningmind

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Ich halte Guacamelee für ganz okay, mehr aber nicht. Es ist lustig inszeniert.
An die Klasse eines Axiom Verge kommt es meiner Meinung aber nicht heran.
Das ist schwierig zu beantworten und hängt vielleicht auch davon ab, ob man in einem Metroidvania eher schießen oder kämpfen möchte. Hinzu kommt die Intensität der Erkundung. Wer eher Ersteres mag, wird sich vermutlich zu Axiom Verge hingezogen fühlen. Ich bin damals ohne an Erwartungen an Guacamelee rangegangen aber mochte sehr wie es seinen Flow in seiner Kampfmechanik nach und nach aufbaut. Ich finde es in seinem Konzept einfach schlüssig und gut designt, wenngleich es mit in seiner Erkundung nicht so spannend erscheint wie Axiom aber dadurch hat es widerum ein klares Pacing. Ich mochte beide Spiele sehr gern mit leichter Präferenz und Tendenz zu Guacamelee (2).
 
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Shadowguy

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25 August 2016
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Gut zu wissen! Mir hatte der erste Teil ziemlich gut gefallen, dann sollte ich mich vielleicht mal an die Fortsetzung setzen.
Also ich fand Guacamele 1 ein Stück besser als den zweiten. Wobei auch der zweite sehr gut war und einige gute neuerungen hatte was die moves anging. Konnte mich aber aus irgend einem grund nicht motivieren alles zu sammeln, im gegensatz zu teil 1
 
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Aemeath

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18 November 2018
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Also sollte mich zumindest kein sonderlich schlechtes Spiel erwarten. Ob es mir dann im Endeffekt besser als Teil 1 gefällt muss ich dann wohl für mich selber herausfinden. Heruntergeladen ist es zumindest schon, bisher fehlte mir nur etwas der Anreiz es anzuschmeissen.

Ich kann den Post ja eigentlich auch kurz wieder on Topic bringen und berichten dass ich gestern Abend Riverbond in einer Sitzung durchgespielt habe. Nach etwa 4 Stunden hatte ich jede der 8 Welten beendet und alle Geheimnisse entdeckt. Es ist in simples Hack 'n' Slash in Iso-Perspektive mit einer charmanten Voxel-Welt. Netterweise ist die Optik mehr als nur Gimmick; da alles aus Voxeln besteht kann man auch alles in den Welten kaputt schlagen oder durch die Gegend werfen.

Der Grundsätzliche Ablauf ist etwa dieser: man sucht sich in Megaman-Manier eine Welt aus, sieht auch direkt was für ein Boss da am Ende wartet, sucht sich dann seinen Character aus, wobei es da alles mögliche gibt, von einer wandelnden Avocado zu etlichen Gastcharacteren wie dem Shovel Knight, dem Jungen aus Bastion, Raz aus Psychonauts oder Juan aus Guacamelee, und startet dann im ersten von etwa 5 Leveln pro Welt. In diesen Leveln sind ganz simple Aufgaben zu meistern wie "besiege alle Gegner" oder "finde den Schlüssl". Ausserdem sind haufenweise, teils wirklich amüsante NPC's in den Leveln verteilt. Dazu sind in den Leveln haufenweise Truhen versteckt. In diesen Truhen findet man entweder neue Waffen, von denen es ähnlich wie bei den Characteren, allerhand gibt, oder neue Charactere. In jeder der 8 Welten fängt man wieder mit dem standart Schwert an daher sind diese Truhen tatsächlich recht wichtig.

Die Kämpfe sind flott, die unterschiedlichen Waffentypen haben unterschiedliche Schlag-Animationen, und zu dem hat man auch noch eine Ausweichrolle.

Und viel mehr macht man in dem Spiel an sich nicht. Es gibt ein paar Geheimlevel zu entdecken, aber ich fand tatsächlich nur 1 der 4 die ich gefunden habe gut versteckt. Es ist also wirklich ein recht simples Spiel. Spaß hatte ich diese 4 Stunden aber trotzdem. Man kann es auch im Ko-op spielen, da sammelt dann jeder Spieler für sich Punkte. Die Highscore Jagd ist dann vielleicht noch mal ein netter extra Motivator. Solo war es mir in den letzten Welten an sich egal wie viele Punkte ich sammle oder nicht.

Empfehlung für Leute mit GamePass die Lust auf simplen Spaß haben, aber die 23€ die es bei Steam kostet wäre es mir eher nicht wert. Hab ich erwähnt dass es einen @Biber Skin gibt? ;)

6/10
 
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