Et voilà – gerade durchgespielt…

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.020
71
48
Ja, der Soundtrack trägt viel zu dem tatsächlich beeindruckenden Gefühl von Isolation und Alienhaftigkeit bei in Axiom Verge. The Mummy hatte ich immer im Auge, aber dann irgendwann doch links liegen gelassen, weil es mir zu durchwachsen erschien. Wo ich anderer Meinung bin als @Zeratul ist bei den Waffen. Die empfand ich durchaus als sehr brauchbar in unterschiedlichen Situationen und habe oft durchgewechselt. Ansonsten volle Zustimmung.
Der Soundtrack in Axiom Verge erzeugte teilweise für mich sogar ein Gefühl von Unbehagen bzw. war teilweise durch die recht hohen Töne schon fast unangenehm. Aber Atmosphäre-technisch eigentlich im positiven Sinne unangenehm. :ugly: Schwer zu beschreiben.

Bei den Waffen habe ich eigentlich nur Kliver (dieser grüne, rundliche Elektrostoß) und Voranj (dieser Laser, der sich immer weiter aufteilt) des Öfteren mal verwendet. Alle anderen Waffen habe ich mal kurz ausprobiert, aber mehr nicht.
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.591
96
48
38
36. Dark Souls 2 :xone:

Ich habe wirklich nach den ganzen Kritiken gedacht, hier kommt ein schlechtes Souls auf mich zu. Dem war zum Glück nicht so, das Spiel macht richtig Spaß. Klar, die Grafik ist gruselig und es gab zu viele ähnliche Gegner, aber vom Prinzip her war ich nach dem schlechten Einstieg schnell gefesselt und konnte die Hände nicht mehr vom Controller nehmen. Es ist durch und durch ein klassisches Souls mit ein einigen kleinen Änderungen wie dem Verschwinden der Gegner, komischerweise hatte ich auch keine Probleme bei den Endgegnern, vielleicht weil ich kurz davor Sekiro und Dark Souls 3 gespielt habe. Wer also Souls mag wird hier gut bedient :)

9,5/10
 
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Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.020
71
48
36. Dark Souls 2 :xone:

Ich habe wirklich nach den ganzen Kritiken gedacht, hier kommt ein schlechtes Souls auf mich zu. Dem war zum Glück nicht so, das Spiel macht richtig Spaß. Klar, die Grafik ist gruselig und es gab zu viele ähnliche Gegner, aber vom Prinzip her war ich nach dem schlechten Einstieg schnell gefesselt und konnte die Hände nicht mehr vom Controller nehmen. Es ist durch und durch ein klassisches Souls mit ein einigen kleinen Änderungen wie dem Verschwinden der Gegner, komischerweise hatte ich auch keine Probleme bei den Endgegnern, vielleicht weil ich kurz davor Sekiro und Dark Souls 3 gespielt habe. Wer also Souls mag wird hier gut bedient :)

9,5/10
Ich verstehe die teilweise sehr harte Kritik an DS2 auch nicht. Abgesehen davon, dass der Aufbau der Spielwelt teilweise keinen Sinn ergibt (siehe Feuerschloss) und der ein oder andere Boss ziemlich ideenlos ist, fand ich DS2 nicht schlechter als Teil 1 und 3 auch. Dennoch bleibt es in der Summe für mich das schlechteste Soulsborne-Spiel von From Software. Demon's Souls mal ausgenommen, das habe ich nur angespielt.
 
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Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.575
66
48
09. Yoshi's Crafted World
Knuffig und abwechslungsreich im Design, der Stil ist ganz nett.

Ich hätte wahrscheinlich aber einen besseren Eindruck vom Spiel, wenn ich es einfach nur durchgespielt hätte.
Stattdessen wurde es viel zu viel Side-scrolling Wimmelbild Action. Viel zu oft wird man in Level zurückgeschickt, um Levelobjekte zu finden und abzuschießen.

Die Level der Zusatzwelt habe ich dann nur einmal bis zum Ende gespielt, und den Zusatz-Boss nach einer Niederlage schon motivationslos aufgegeben.

2019
1.God of War
2.NieR
3.FFXIV Complete Edition
4.Call of Duty Modern Warfare Remastered
5.Nelke and the Legendary Alchemists
6.Sekiro
7.Atelier Lulua
8.Monster Hunter 3 Ultimate
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.591
96
48
38
37. Riverbond :xone:

Aemath hat schon alles beschrieben, ich stimme ihm soweit in allen Punkten zu. Das perfekte Spiel zum Kopf ausschalten :)

7,5/10
 

Sun

Mitglied
20 November 2016
1.848
80
48
17. Cadence of Hyrule
Eine gute Mischung aus Crypt of the NecroDancer und Zelda. Durch die zusammenhängende Oberwelt und den Fortschritt den man behält ist es imo um einiges besser und motivierender als Crypt. Auch ist dadurch und durch die Möglichkeit Tränke und Feen dabei zu haben imo deutlich einfacher. Das Spiel hat einige Items aus dem Zelda Universum zu bieten und da wird leider auch etwas Potential verschenkt. Bomben werden viel benötigt, Enterhaken und Krafthandschuh ab und zu und alles andere dient hauptsächlich dem Kampf. Das ist etwas schade.
Note: 2

2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
  9. Wargroove
  10. Thimbleweed Park
  11. Ittle Dew 2+
  12. Sekiro
  13. Shadow of The Tomb Raider DLC
  14. Shenmue
  15. Dead Cells
  16. Final Fantasy 7
Abgebrochen:
1. Into the Breach
2. Thronebreaker

2018
2017
2016 & 2015
 

RedBrooke

Newbie
10 März 2019
22
14
3
03. The Way Remastered (Switch)
Ein Weltraumtyp verliert seine geliebte Frau, kann aber nicht akzeptieren, dass sie tot ist. Denn auf einer seiner früheren Erkundungsreisen hat er mit seinem Team einen Planeten entdeckt, auf dem es Hinweise auf ewiges Leben gibt. Also schnappt er sich die Leiche seiner Frau, steckt sie in einen Konservierungsbehälter und nimmt sie mit auf ein gestohlenes Schiff, um erneut auf diesen Planeten zu reisen.
Es ist kein langes Spiel. Es gibt Rätsel, Platforming und Schusspassagen. Mit dreien der Bestandteile hatte ich Probleme.
Der Protagonist, der Major Tom heißt, stirbt sehr schnell, sobald er nur ein Stück zu weit nach unten fällt. Er läuft auch gerne in Bodenstacheln oder Säulen aus Feuer oder Rauch. Und die Rücksetzpunkte sind nicht jedes Mal an dem Todesort nahegelegenen Stellen platziert, was mal die Wiederholung von Hindernispassagen bedeutet, mal aber auch nur lange Wege zum Laufen und Klettern.
Anfangs bekommt man eine Waffe, später eine Sphäre, mit der man die Umgebung manipulieren oder beispielsweise Teleportstellen setzen und ansteuern kann. Und zum Schluss wieder eine Schusswaffe.
Steuern lässt sich die Waffe zumindest für mich nicht gut, weil man wahlweise normal geradeaus schießen kann, oder aber mit dem rechten Stick nach oben/unten steuert, um dorthin zu schießen. Außerdem kann der Spielercharakter nur im Stehen schießen, weshalb ausweichen schwierig wird, wenn man gerade erst einen Schuss abgegeben hat und eigentlich sofort weg will.
Das eine oder andere Rätsel habe ich selbst nicht lösen können. Oder es in einem Fall nicht präzise genug gelöst, dass die Lösung auch akzeptiert wurde. Eins habe ich versehentlich gelöst, indem ich einen Reflektor mit mit meinem rechten Stick unbedacht bewegt habe und dadurch einen Lichtstrahl genau richtig gelenkt habe.
Aber die meisten Rätsel habe ich aber doch irgendwie selbst geschafft.
Man kann auch insgesamt sieben Erinnerungen sammeln, aber gefühlt haben sie nicht viel zum Erlebnis beigetragen.
Das Ende hat zwei Varianten, die beide auf ihre Weise irgendwie zufriedenstellend sind. Auch wenn das eine für die Beteiligten nicht positiv ist.
Die meisten Achievements habe ich erreicht, aber nachdem ich herausgefunden habe, dass es eines dafür gibt, den Endboss zu besiegen, ohne selbst zu sterben, habe ich mich dagegen entschieden, alle zu sammeln. Obwohl die meisten von ihnen amüsante Anspielungen auf andere SciFi-Werke sind oder beispielsweise auf Alice im Wunderland, Akte X und Harry Potter.
Alles in allem kein Meisterwerk, aber unterhaltsam. Nachdem ich das zweite Ende ausgewählt hatte, habe ich das Spiel mit einem Grinsen beendet, was ja auch etwas wert ist.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.575
66
48
10. Xenoblade Chronicles 2 - Torna the golden country
Hätte für mich ruhig umfangreicher sein können. Und die Story ist ja grob aus dem Hauptspiel bekannt.
Die Veränderungen am Kampfsystem fand ich gut. Das fehlen von Gachablade auch.
Als DLC in Ordnung.

2019
1.God of War
2.NieR
3.FFXIV Complete Edition
4.Call of Duty Modern Warfare Remastered
5.Nelke and the Legendary Alchemists
6.Sekiro
7.Atelier Lulua
8.Monster Hunter 3 Ultimate
9. Yoshi's Crafted World
 
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Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.598
197
63
Hamburg
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Katana Zero
Katana Zero bedient sich offensichtlich bei Hotline Miami: Jeder Gegner und auch man selbst ist beim ersten Treffer tot und man muss sich durch kurze Abschnitte kämpfen und dabei keine Überlebenden zurücklassen. Im Gegensatz zu Hotline Miami hat man dabei aber nicht ein halbes Dutzend Schusswaffen zur Verfügung, sondern - nun - ein Katana. Anstatt einer Top-Down-Perspektive, die Hotline Miami fast zu einem Puzzlespiel gemacht hat, bei dem man mit viel Übersicht die Situation analysieren konnte und dann in einem einzigen Rausch durchgefetzt ist, bietet Katana Zero eine klassische Seitenansicht. Mit Wandsprüngen, Dodge-Rolls für wertvolle iFrames und werfbaren Gegenständen wie Beilen, Flaschen und Molotowcocktails kann man artistisch und sehenswert durch die Level ziehen. Ein Clou dabei ist, dass ein Tod eine ähnliche Konsequenz wie bei Viewtiful Joe hat: Eine Einblendung teilt dem Spieler mit, dass es so nicht passiert sei. Am Ende eines jeden Levels sieht man dann auf Videotape den letzten, erfolgreichen Run am Stück. Das ist die Wahrheit - die Spielfigur stirbt niemals, alle gescheiterten Versuche sind nicht Realität. Dieses Element verfehlt allerdings aus meiner Sicht seine Wirkung. Denn die Aufzeichnungen des erfolgreichen Runs werden nach jedem einzelnen Checkpoint eingeblendet. Demzufolge sieht man immer nur genau das, was man gerade vorher getan hat. Nur ganz am Ende gibt es ein Segment, in dem mehrere Checkpoints gebündelt in einem Video gezeigt werden. Das ist ein cooler Effekt, weil man von jedem Abschnitt seinen besten Run am Stück sehen kann. Da entfaltet das ansonsten völlig überflüssige System seine Wirkung. Es hat wohl auch noch Story-Gründe, aber die reichen mir an der Stelle nicht aus.

Ein weiteres Problem ist, dass das Spiel deutlich leichter ist als Hotline Miami und dass die Checkpoints sehr nah beieinander liegen. Dadurch hat man nie die Anspannung, die man nach einem halb gesäuberten Stockwerk in Hotline Miami hat. Sterben ist so gut wie nie ein Problem und somit wird vom Spieler nie wirklich verlangt, den perfekten Run als die Superkillermaschine hinzulegen, die man sein soll. Der Tunnel, in den einen Hotline Miami mit jedem Level schickt, wird nie erreicht. Das liegt auch an der völlig overpowerten Bullet-Time, die man recht großzügig einsetzen kann, um die Zeit zu verlangsamen. Auch sie hat zentrale Storygründe, ist aber sehr unbefriedigend ins Gameplay eingebunden. Das Spiel macht deutlich weniger Spaß, wenn man damit spielt. Max Payne hat in der Bullet Time am meisten Spaß gemacht und war trotzdem noch herausfordernd. Ich konnte mich beherrschen und meistens auf die Fähigkeit verzichten, weil ich so einfach mehr Spaß hatte. Bullet-Time macht es nämlich nicht nur ZU einfach, die Steuerung ist auch sonderbar hakelig und man fühlt sich erst Recht nicht mehr, als hätte man Kontrolle. Auch dies mag gewollt sein - wegen der Story.

Die Story hat also einen ziemlich großen Einfluss auf das Gameplay und selten einen guten. Aber für sich genommen ist die Erzählweise sehr gelungen. Es ist ein sehr düsteres, bisweilen verstörend-ekelhaftes Spiel, das Verteranentum von Supersoldaten, Drogenabhängigkeit und Kriegsverbrechen thematisiert. Dazu kommt ein ganz gelungenes Dialogsystem, da man NPCs permanent ins Wort fallen kann oder sie mitten im Gespräch umbringen kann. Das führt dazu, dass man die Story sehr unterschiedlich erleben kann und unterschiedliche Informationen erhält je nach Gesprächsverhalten. Gelungen ist dabei, dass man sich nie sicher ist, welche Handlung "richtig" ist. Einmal wird man gewarnt davor, seine Zielperson sprechen zu lassen. Für gewöhnlich befolge ich solche Anweisungen gerade nicht, weil ich dann wissen möchte, warum ich wohl nicht mit ihm reden soll. Aber dieses Spiel ist so konstruiert, dass ich der Anweisung in diesem Fall Folge geleistet habe. Man beschreitet diesen unangenehmen Weg, auf dem man nicht weiß, was richtig und falsch ist, was real und was Illusion und welche Ziele Auftraggeber und Zielpersonen verfolgen. Das Ende ist dann auch nochmal ein ziemlicher Schlag in die Magengrube. Dennoch ist mir die Erzählung etwas zu vage und unklar, so dass man ein bisschen unbefriedigend wenig darüber weiß, was denn nun genau passiert ist. Hier hätte ein klein wenig mehr Einordnung der Ereignisse gut getan.

Eine Bonus-Erwähnung gibt es für den großartigen Moment, in dem man kurz vor Schluss eine
Pistole findet. Es ist ein Item wie alle anderen auch, aber ein großes, blinkendes Icon mit einer Pistole zeigt darauf. Sofort denkt man, gepolt von der eigenen Videospielerfahrung, dass man nun für das Endgame und den finalen Rachefeldzug eine Wumme bekommt und alles judgt, was sich in den Weg stellt. Man nimmt sie auf, will auf den ersten Gegner feuern, aber der Protagonist wirft sie dem Gegner einfach trocken und humorlos an den Kopf wie jede Flasche bisher auch. Der Gegner bricht blutend zusammen und man schneidet weiter mit dem Katana. Das war einfach ein toller und sehr lustiger Moment, weil die Figur mit der Pistole einfach nicht anzufangen weiß. Warum auch, wenn man ein ultimativ-mächtiger Superschlitzer ist, der dank heftiger Drogen die Zeit manipulieren kann und jeden Schritt der Gegner vorausahnt.

Das Spiel bietet einige großartige Momente, sowohl im Storytelling als auch im Gameplay. So gibt es wenige Bosskämpfe, die aber ziemlich gut inszeniert sind und die letzte Konfrontation ist super, weil sie alle Mechaniken für eine letzte Prüfung zusammenschmeißt und eine gute Herausforderung ist, ohne frustig zu sein. Es kommt aber in beiden Disziplinen nicht an die offensichtliche Inspirationsquelle heran. Hotline Miami ist cooler, intensiver und steuert sich präziser und befriedigender. Beide Spiele sind verstörende Beiträge zu exzessiver Gewalt und bieten genug Ansätze, um den Spieler vom eigenen Tun anzuwidern. Insbesondere eine Szene aus Katana Zero bleibt mir nachhaltig in Erinnerung: Die Videoaufzeichnung einer - man muss es so sagen -
grauenvollen Hinrichtung der Nachbarn des Protagonisten. Die Darstellung der Kriegsverbrechen an Kindern, die posttraumatischen Wahnvorstellungen des Veteranen, der man ist, ist insgesamt sehr gelungen.
Trotzdem bleibt das Spiel - insbesondere spielerisch - deutlich unter seinen Möglichkeiten.
7,5

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
Ittle Dew 2+ - 10
Wandersong - 9
The Messenger - 9
Owlboy - 9
Celeste - 8,5
Pikuniku - 8,5
Yoku's Island Express - 8
Flat Heroes - 8
Cave Story+ - 8
Donut County - 7,5
Katana Zero - 7,5
Waking Violet - 7,5
Minit - 7
Gris - 6,5
The Gardens Between - 6
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5
The First Tree - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018
 
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Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.020
71
48
SteamWorld Dig
Ein gutes Spiel. Nicht mehr, nicht weniger. Dieses Prinzip immer tiefer in die Minen vorzudringen, dabei immer wertvollere Schätze und neue Fähigkeiten zu finden und sich mit dem Geld von den Schätzen dann Upgrades zu kaufen, motiviert schon ungemein, obwohl der Akt tiefer in die Minen vorzudringen gerade am Anfang eigentlich relativ unspektakulär ist. Man verbringt halt schon ungemein viel Zeit einfach nur damit auf Blöcke zu kloppen, was bei einem Spiel mit dieser Thematik natürlich vollkommen selbstverständlich und logisch ist, sich aber teilweise wie das anfühlt, was es für Rusty im Spiel ist: Arbeit. Belohnung für diese Arbeit waren neben den genannten Fähigkeiten und Schätzen aber vor allem auch die ... ich nenne sie mal "Stollen" die nicht prozedural generiert waren und erst gezeigt haben, was man aus dem Spielprinzip neben reiner Arbeit noch machen kann. Ich denke dass das auch der entscheidende Grund ist, warum SteamWorld Dig 2 besser als Teil 1 ist (bzw. für mich wird), weil da wie ich gelesen habe alles von Hand gemacht ist. Bin auf jeden Fall schon sehr gespannt darauf, wobei ich dafür erst nochmal nen Sale abwarten und das ein oder andere Spiel dazwischen schieben werde.

7/10
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.598
197
63
Hamburg
www.youtube.com
Ja, alles ab 7 ist im Grunde ein Spiel, das ich gerne gespielt habe und tendenziell weiterempfehlen würde. Wenn ich zeitreisen könnte, würde ich mir nicht abraten, es zu kaufen :)

7 und 7,5 sind meist entweder Spiele, die trotz Qualität eine eklatante Schwäche haben oder mittelmäßig sind, aber ein besonders starkes Element haben. Katana Zero ist für mich ein durchschnittliches Spiel mit tollem Drumherum.

(Danke! Ich schreibe jetzt auch immer schon ein bisschen ausführlicher und beschreibender bzw. mit mehr Review-Charakter, weil das ja meine Blaupausen für die 100-in-5-Videos sind)

@Zeratul - Genau mein Gefühl zu SteamWorld Dig. Teil 2 ist deshalb besser, weil es das stumpfe, aber doch unterhaltsame Kerngameplay von 1 nimmt und dann mit viel Charme ein tolles Spiel drumrum baut - gute Rätselräume, tolle NPCs, mehr Abwechslung etc.
 
19 November 2018
230
78
28
36
Trover saves the Universe PS4

Interessantes Jump'n Run mit gutem Humor*, das aber auch auf ihn angewiesen ist. Wenn man den Figuren nicht zuhören will und nur durch rennt, wäre das Spiel nämlich arg zu kurz. Auf jeden Fall ein geheimtipp, den sich wenigstens die PSVR-Jünger mal genauer ansehen sollten.

*ab und zu ein bisschen unreif, aber im großen und ganzen gelungen
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.598
197
63
Hamburg
www.youtube.com
Ape Out
Es gibt wirklich erstaunlich viele Hotline-Miami-Klone. War das Spiel so erfolgreich? Ape Out unterscheidet sich in einem sehr zentralen Element der Hotlike Miamis, wie ich sie von nun an nennen werde - man ist nicht beim ersten Treffer tot, sondern kann zwei Treffer aushalten. Das ist auch bitter nötig, denn man ist ein Affe und kämpft ausschließlich gegen Gegner, die Schusswaffen tragen. Nahkampf vs. Fernkampf ist ein Konzept, das mir grundsätzlich gut gefällt. Schnell ran an den Gegner - schnell töten. In dem Sinne erinnert es fast ein bisschen an das Glorykillsystem. Ape Out ist eine Hatz, schnell und wild und brutal. Als großer Gorilla bricht man in vier verschiedenen Settings aus einem Käfig aus und kämpft sich dann z.B. ein Hochhaus hinab oder aus dem Laderaum eines Schiffs hinauf.

Hervorstechend ist die tolle Präsentation: In kräftigen, pulsierenden monochromatischen Farben gehalten und mit einem dynamischen Percussion-Soundtrack, die direkt auf die Handlung reagiert. Jeder Tod wird mit einem Beckenschlag versehen und je mehr Gegner auf dem Schirm sind, desto wilder wird das Getrommel. Das ist weniger beeindruckend als ich von den Ankündigungen her dachte, aber trotzdem gut. Interessant ist auch ein weiterer Unterschied zu Hotline Miami: Während man dort stets das ganze Level überblicken kann und seine Strategie zurechtlegt, kann man bei Ape Out nur sehen, was der Affe sehen kann, obwohl es Top-Down ist. Das gelingt dadurch, dass alles, was hinter einer Tür oder Säule ist, ausgeblendet wird, durch eben jene monochromatischen Farben. Ist eine Tür grün, ist auch der dahinter gelegene Bereich grün. Das ist nur durch den Grafikstil sinnvoll möglich und sorgt für einen tollen Effekt. Wenn man eine Tür aufschlägt, wird mit einem Mal sichtbar, was dahinter ist. Im Zweifel Gegner. Man bricht wie eine Urgewalt aus der Tür und muss sich sofort dem nächsten Gegner widmen und auf ihn stürzen. Aggressives Spiel wird belohnt. Dieses vom Moment-zum-Moment-Gameplay wird dadurch unterstützt, dass Gegnerplatzierung und Levelaufbau prozedural generiert werden und hier ist das tatsächlich mal eine gute Entscheidung. Denn es geht hier nicht um Leveldesign, es geht darum, instinktiv zu überleben. Der Gorilla plant nicht, er haut zu Klump. Deshalb wäre das Auswendiglernen von Levelstrukturen völlig unpassend. So unterstreicht fast alles in dem Spiel - Grafikstil, Sound, Levelaufbau - die Prämisse: Brich aus und überlebe, indem du tötest.

Das Gameplay an sich ist eher unspannend. Man hat genau zwei Aktionen: Greifen und hauen. Hauen geht viel schneller, weil man mit einem gegriffenen Gegner (oder mit gegriffenen Gegnerüberresten) nur viel langsamer laufen kann und weniger Reichweit hat. Dafür kann man die Gegner als menschliches Schutzschild und sie feuern nach dem Griff nach vorne, so dass man andere noch erwischen kann. Das ist eine Art Fernangriff, aber er ist so schwer zu kontrollieren, dass kaum Verlass auf ihn ist. Dankbar sind Schrotflintenleute und vor allem die mit MG, die gleich eine ganze Salve von Patronen loslassen. Effektiver ist es, die Gegriffenen auf andere Gegner zu werfen und beide in eine gemeinsame Blutlache zu verwandeln. Genauso limitiert wie die Spielmechanik ist die Gegnervielfalt. Und bei diesen beiden Punkten hat man den Eindruck, dass das Spiel etwas faul entwickelt wurde. Denn es ist eine große Herausforderung, das Balancing hinzubekommen, wenn man gegen viele verschiedene Gegner kämpft, die dann auch noch clever kombiniert werden sollten und gleichmäßig schwerer werden sollen. Bei Ape Out war es eher so, dass einfach die Zahl der Gegner erhöht wurde. Ein wirklich intelligentes Nutzen der Gegnertypen, etwa in Kombination mit der Umgebung, gibt es so gut wie nicht. Und durch das Prozedurale Leveldesign kann man in späteren Levels auch einfach Glück haben und ein potenziell schweres Level im ersten Anlauf schaffen, weil Gänge und Gegner günstig kombiniert sind.

Unterm Strich hat man ein tolles Spielgefühl dank schöner Präsentation und konsequenter Umsetzung der Prämisse, aber spielerisch wurde sich viel zu wenig getraut. Man ist auf Nummer sicher gegangen und hat damit viel Potenzial verspielt. Denn Ape Out könnte mit mehr spielerischer Tiefe locker Hotline Miami in die Tasche stecken und ein richtig tolles Spiel sein. So ist es eher nett. Im Gesamtpaket ist es eigentlich sehr ähnlich wie Katana Zero, das mehr oder weniger dieselben Probleme hat. Und während Katana Zero das mit eine verstörend-bedrückenden Story wettmacht, macht Ape Out es mit Coolness wett. Aber als Affe Stahltüren rauszureißen, durch Scheiben zu brechen und Leute vom Hochhaus zu werfen, ist irgendwie noch ein bisschen geiler als eine fast gute Story über Kriegsverbrechen und Kindermorde präsentiert zu kriegen. Deshalb knapper Punktsieg für Ape Out.
7,5

2019
Hollow Knight - 10
Resident Evil 2 Remake - 10
Ittle Dew 2+ - 10
Wandersong - 9
The Messenger - 9
Owlboy - 9
Celeste - 8,5
Pikuniku - 8,5
Yoku's Island Express - 8
Flat Heroes - 8
Cave Story+ - 8
Donut County - 7,5
Waking Violet - 7,5
Ape Out - 7,5
Katana Zero - 7,5
Minit - 7
Gris - 6,5
The Gardens Between - 6
Battle Chef Brigade - 5,5
Bleed - 5
The Temple of No - 1,5
The First Tree - 1,5

2014-2015
2016-2017
2018