Et voilà – gerade durchgespielt…

19 November 2018
408
120
43
36
Crisisbeat PSOne

Ein kurzer, anderthalb Stunden dauernder Straßenprügler alter Schule. Man geht ein paar Schritte, es kommen Terroristen, die verprügelt man, gerne mit Hilfe von der Umgebung und fallen gelassener Waffen, man geht ein paar Schritte, dann kommt ein Endgegner und alles geht von Vorne los.

Die "Straße" ist hier ein Luxuskreuzfahrtschiff zur Weihnachtszeit, so dass man die bösen Buben auch mal mit einem Weihnachtsbaum abräumt.

Man kann es zu zweit spielen und das plane ich Sonntag auch. Die Runde diente eher einem Funktionstest und weil es so kurz ist, habe ich es gleich meiner Sammlung durchgespielter Titel hinzugefügt. Mal sehen, wie es zu zweit ist. Man soll sich nichts vormachen, das ist ein Genre, das in der Zwischenzeit in Sachen Dynamik und Movevielfalt einen riesigen Sprung gemacht hat. Für seine kurze Zeit hat es gebockt, aber mehr nicht.

Übrigens ist Crisisbeat eines der wenigen Spiele, die es aus Japan nach Europa aber nicht in die USA geschafft hat. Gibt aber genug PSOne-Spiele, bei denen es umgekehrt war, mit denen es ruhig hätte tauschen können.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.839
282
83
Hamburg
www.youtube.com
Shadow Warrior (2013)
Die moderne Neuauflage des Duke-Nukem-Asia-Klons von 1997 ist ziemlich bescheuert. Anstatt das Material zu nehmen und darauf aufbauend etwas tolle zu schaffen wie Doom, hat man sich hier damit begnügt, ein blutiger, schneller 80er-Jahre-Trashkracher zu sein, der sich sehr ernst darin nimmt, sich nicht ernst zu nehmen. Das Ergebnis ist sehr sowohl-als-auch. Gunplay und Trefferfeedback sind sehr gut und die ersten zwei Stunden spielen sich wirklich toll. Das Schwert ist die Hauptwaffe und macht viel Spaß, aber auch sämtliche Waffen haben ihre Berechtigung. Bis auf einen energiestrahlschießenden Dämonenschädel ist nichts originelles dabei, aber die Schrotflinte hat Wumms, der Flammenwerfer stiftet herrlich viel Chaos und die Maschinenpistole ist sehr befriedigend. Es ist genau die Art von Blutorgie, die man von früher zu erinnern meint, aber eben mit netterem Schadensmodell und aktuellerer Technik. Die Settings sind gut, die Gegner machen Spaß. Leider hat das Spiel eine Menge gewichtiger Probleme. Zum einen hat es eben nicht die Leichtigkeit eines herumblödelnden Serious Sam, sondern versucht aus einem unerfindlichen Grund, eine super komplexe Story zu erzählen, die zwischen dem ganzen Blut und den grausig schlechten Onelinern des Protagonisten untergeht. Sie ist wirr, uninteressant, nimmt aber viel Raum ein. Warum nicht einfach gleich die Brechstange und irgendeine simple Rachestory erzählen. Stattdessen geht es um Götter, deren Verwandte und die vielschichtigen Interessen verschiedener Fraktionen, die völlig willkürlich auftauchen und wieder im Sande verlaufen. Dazu gibt es ein überfachtetes Level-Up-System. Mit Geld kauft man Waffenupgrades, außerdem verschiedene Mächte, die wie Magie funktionieren und dauerhafte Upgrades wie mehr Lebensenergie. In ausschweifenden Menüs Skills auswählen passt nicht zum schnellen Gameplay und der sinnlosen Zerstückelung von Dämonenhorden. Es gibt noch weit mehr Probleme. Allen voran die Spielzeit. Das Spiel ist unerträglich lang für das, was es bietet. Und vor allem hat es nicht genug Gegnertypen, um mithalten zu können. So kämpft man gegen die immerselben Typen in verschiedenen Settings und vor allem das letzte Drittel ist eine ziemliche Zumutung. Die fettesten Gegner werden nur zahlreicher und miteinander kombiniert. Es gibt einzelne, wenige erinnerungswürdige Momente wie den Kampf gegen den mächstigsten Gegner in zweifacher Ausführung, die einen durch eine Lagerhalle jagen und dabei nach und nach sämtliche Wände zerlegen. Das war intensiv und toll. Die Bossgegner hingegen sind meist einfach nur langweilige Materialschlachten. Viel zu viele Hitpoints, gepaart mit viel zu vorhersehbaren Angriffen machen die Kämpfe weder packend, noch spaßig, sondern nur zur Wartetortur. Zumindest meistens. Manche sind ein bisschen originell, aber toll ist keiner.

Das Spiel ist einfach nicht rund, kein Gesamtwerk, sondern einfach eine Aneinanderreihung von Leveln mit einem soliden Gameplay. Man merkt aber deutlich, dass es quasi kein Level- und Missionsdesign gibt, kein Pacing und somit keinerlei Substanz. Wäre das Spiel 5 Stunden lang und würde alles Überflüssige wegschneiden, wäre das zumindest sehr unterhaltsam und nett. So ist es ziemlich schlecht.
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.733
144
63
39
70. Hot Lava :AppleTV:

Der Boden ist Lava- Das Spiel. Verflucht schweres, aber stets motivierendes Geschicklichkeitsspiel, das trotz ein paar Rucklern überraschend gut läuft und auch Spaß macht. Ohne Controller hätte ich es allerdings nie durchgespielt ^^

8/10
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.303
188
63
Valfaris
Eine einfache Beschreibung für Valfaris wäre wohl "Contra nach einer ordentliche Metal-Kur". Aber das würde Valfaris wohl nicht vollkommen gerecht werden, da es sehr viele eigene Ideen und Gameplay-Elemente mitbringt und nicht nur einfach ein Conta-Klon in einem anderen Gewand ist. Neben einem Arsenal sehr unterschiedlicher und teils sehr einfallsreicher Schusswaffen und den abwechslungsreichen Bosskämpfen, Arealen und Gegnertypen, fand ich vor allem das System mit den Rücksetzpunkten sehr innovativ. Die Rücksetzpunkte müssen nämlich erst mit einem Item aktiviert werden, von dem man in der Regel nur eines zwischen zwei Rücksetzpunkten findet. Dieses Item hat neben der Aktivierung der Checkpoints aber auch noch die Funktion, dass es die maximale Lebensenergie sowie die maximale Energie (die man für die starken Waffen und den Schutzschild braucht) vergrößert. Will man seine maximale Lebensenergie und Energie also dauerhaft erhöhen, muss man zwei Abschnitte hintereinander schaffen ohne zu sterben, sodass man eines dieser Items aufheben kann, anstatt es beim Checkpoint zu verbraten. Umgekehrt kann man auch die angesparten Items an bestimmten Stationen wieder eintauschen, um sogenannte "Bloodmetals" (sic) zu bekommen, mit denen man seine Waffen aufbessern kann.
Negativpunkte habe ich im Prinzip nur zwei: Zum einen fand ich gerade die ersten Nahkampfwaffen, die man so findet, etwas arg ähnlich und haben sich nur geringfügig in Sachen Schaden und Angriffstempo unterschieden. Da hätte ich mir den gleichen Einfallsreichtum wie bei den Schusswaffen gewünscht. Aber zumindest später im Spiel kam das auch bei den Nahkampfwaffen ein wenig.
Zum anderen fängt die Story eigentlich recht interessant an, obwohl man bei einem solchen Spiel gar keine interessante Story erwartet und braucht. Allerdings verläuft die sich etwas im Sand und zum Schluss wird nichts so richtig aufgeklärt bzw. es wird einfach Raum für eine Fortsetzung gelassen ohne dass Valfaris in Sachen Story zu einem zufriedenstellenden Abschluss kommt.
Ich hoffe jedenfalls, dass tatsächlich eine Fortsetzung kommt. Valfaris hätte es definitiv verdient.

9/10
 

RedBrooke

Newbie
10 März 2019
76
38
18
10. The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Switch)
80 Stunden. So schnell war ich noch nie, dabei habe ich diesmal sogar beide DLC gemacht.
6 Monate, so lange hab ich noch nie gebraucht.
Der Endboss der Ballade der Recken war die tollste Überraschung seit langem. Hat richtig Spaß gemacht. :)
Mit der Schwertprüfung hatte ich ziemlich zu kämpfen. Für die Anfängerprüfung habe ich mehrere Versuche gebraucht, nach dem ersten habe ich erst mal die Hauptstory vorangetrieben und weitere Herzen gesammelt. Die zweite Prüfung war irgendwie kein großes Problem und die Ebenen im Dunkeln waren cool.
Bei der Meisterprüfung hat mich ein Leune niedergemacht, weil ich ihn trotz Gesichtstreffer oft nicht richtig betäubt hatte, und irgendwie hat das Ausweichen nicht so geklappt. Da wra ich so frustriert, dass ich mir dachte, ich mach stattdessen etwas Entspanntes und guck in die Ballade rein.
Das eine Viertel Herz war nicht ganz so entspannt, wie ich mir erhofft hatte. Die Fledermäuse haben mich ein paar Mal getötet, aber irgendwann hatte ich den Dreh raus und dann gings schon. Dass mein Rücksetzpunkt nach ein paar Versuchen bei einer Truhe war und nicht mehr im Schrein des Lebens, hat auch geholfen.
Ein paar von den Schreinen waren schon arg darauf ausgelegt, dass man versehentlich in Stacheln fällt oder von Kugeln gerammt wird und dann den Schrein noch mal von vorne anfangen darf. Da ich die Rätsel auch bisher noch nicht gemacht hatte, hatte ich an der einen oder anderen Stelle Probleme, herauszufinden, wie man die Schreine löst. Bei dem einen weiß ich das immer noch nicht, weil ich irgendwann einfach die große Kugel angehalten und aus der Ferne mit Pfeilen in die richtige Richtung befördert habe. :D"
Gestern habe ich mich dann noch mal an die letzte Schwertprüfung gewagt und es bis auf die letzte Ebene geschafft, war dabei, einen Geschützwächter auf seinem Turm zu zerschlagen. Dann bin ich ausgewichen, runtergefallen und wurde dabei von dem Leunen entdeckt, den ich mir eigentlich für später aufbewahren wollte. Leider war der schon im Angriffsmodus und hat mich beim Hochklettern auf der Rückseite des Turms mit seinen Pfeilen getroffen und oben auch nochmal, dann ist mir mein Essen ausgegangen und meine zwei Herzen haben bei dem verzweifelten Versuch, den Leunen aus dem Weg zu räumen, nicht lange gehalten.
Heute habe ich einen antiken Pfeil auf ihn geschossen, den Wächter besiegt und dann großzügig Bombenpfeile im Dreierpack an die reitenden Bokblins verteilt.
Mit meiner dadurch erworbenen körperlichen und geistigen Stärke war Ganon dann natürlich kein Problem mehr. Aber dann habe ich noch eine Stunde gebraucht, bis ich herausgefunden habe, welche drei Nebenaufgaben ich übersehen hatte.
Dann konnte ich in mein Traumhaus gehen und noch einmal mein wunderschönes neues Foto an der Wand anschauen, bevor ich den Durchgang damit als beendet erklärt habe.
 
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Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.303
188
63
The Last of Us Remastered + Left Behind DLC
Zum ersten mal seit dem Release auf der PS3 durchgezockt und es ist immer noch das Meisterwerk als das ich es in Erinnerung habe. Ich glaube es gibt kaum ein Spiel, das so nahe an der absoluten Perfektion dran ist. Den einzigen Negativpunkt, den ich nach wie vor habe, ist dass die Begleiter (Tess, Bill, Henry usw.) die Atmosphäre teilweise etwas zerstören und die Glaubwürdigkeit der Spielwelt herabsenken. Wenn man durch ein Gebiet voller Clicker schleicht, Tess einen darauf hinweist, dass man sich ganz langsam und leise vorwärts bewegen muss und dann eine Sekunde später mit Vollspeed an einem vorbeirennt, die Clicker sie jedoch nicht mal registrieren, dann wirkt das ein wenig blöd. Genauso wie Ellie sich teilweise regelrecht durch die Gegend teleportiert, um in Joels Nähe zu bleiben. Aber das ist auch wirklich das einzige, was ich an TLoU kritisieren kann.
Während ich mich beim ersten Durchgang ziemlich beeilen musste (hatte die PS3 eines Kumpels ausgeliehen während dieser im Urlaub war) konnte ich es diesmal auch vollkommen in Ruhe spielen und wesentlich mehr Zeit in das Erkunden der Umgebung investieren. Ich glaube ich habe beim ersten Mal nur etwa 50% der "geheimen" Orte und verschlossene Räume nicht entdeckt, da ich diesmal die Waffen und auch Joel selbst wesentlich mehr aufrüsten konnte.

Zum ersten Mal durchgespielt habe ich jetzt hingegen den DLC. Spielerisch ist da natürlich nicht viel neues, aber in Sachen Story schließt er einerseits eine Lücke und beleuchtet gleichzeitig Ellies Vergangenheit. Ich war echt überrascht, wie Naughty Dog es geschafft haben diese Abschnitte in Ellies Vergangenheit auch spielerisch interessant zu gestalten, obwohl es weder Kampf- noch Schleichabschnitte gibt. Mit einer Spielzeit von etwa 2 bis 2,5 Stunden war der DLC zwar nicht sonderlich lange, aber definitiv jede Minute wert.

10/10
 
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RedBrooke

Newbie
10 März 2019
76
38
18
11. Luigi's Mansion (3DS)
Letztes Jahr habe ich es mehrfach durchgespielt, sowohl die normale als auch die versteckte Villa, eben so lange, bis ich irgendwann alle Achievements von der Geisterstatue hatte. Was insbesondere bedeutet, dass ich mehrere Gemäldegeisterkämpfe so lange wieder und wieder und wieder gespielt habe, bis ich sie schnell genug und unbeschadet abgeschlossen hatte. Mit erhöhter Schwierigkeit.
Man sollte meinen, dass mir irgendein Anteil von den dabei erlernten Fähigkeiten verblieben sind.
Nach einer halben Stunde bin ich in die erste Geistermaus gelatscht, an die ich mich noch erinnert hatte, und danach lief es nicht unbedingt besser. Nicht so schlecht, dass ich irgendwo gestorben wäre und dann den ganzen Stromausfall noch mal hätte erleben müssen, aber die Bosskämpfe habe ich alle nicht unbeschadet überstanden und beim Endboss war ich doch kurz davor, mich ihm noch mal stellen zu müssen.
Und da ich jedes einzelne Mal jeden einzelnen Buu Huu gefangen hatte, hätte das wesentlich besser laufen können. Diverse musste ich von einem Raum in den nächsten (oder in den Flur) verfolgen, ein paar musste ich auf später verschieben, weil ich in den entsprechenden Raum noch nicht konnte, und den letzten konnte ich zwischen Atelier und Flur fast nicht ansaugen, dann hat er schon wieder gewechselt.
Die Musik ist immer noch großartig, genau wie Luigis Summen. Die Persönlichkeiten der meisten Gemäldegeister sind unterhaltsam und Melodias Klavierspiel wird immer unvergessen bleiben.
Das Spiel ist vielleicht ein klein wenig kurz, wenn man einfach nur einen Durchgang macht, aber dafür lässt es sich umso einfacher wieder und wieder spielen, wenn man noch mehr Geld oder Geister sammeln will, und es fühlt sich auch nicht an, als würde etwas fehlen. Die einzigen Längen, wenn überhaupt, sind die identischen Zwischensequenzen mit I. Gidd nach Bosskämpfen, oder der Stromausfall, wenn man sich blöd anstellt und ihn wiederholen muss, was vor allem heißt, noch mal durch das ganze Gebäude zu trippeln.
Jedes Mal I. Gidd enttäuschen zu müssen, weil ich Fluigi nicht ausprobiert habe, war schon irgendwie mies, aber ging halt nicht anders. ^^
Diesmal habe ich punktgenau 4 Stunden gebraucht, teilweise im Zug, aber auch zu Hause.
Letztes Jahr habe ich mir damit den Gummiüberzug von meinem Schiebepad ruiniert, deshalb konnte das diesmal nicht mehr passieren. :D

12. Luigi's Mansion 2 (3DS)
Ich habe mal irgendwo einen Kommentar gelesen, dass Luigi im zweiten Teil entführt wird und deshalb Geister bekämpfen muss. Darunter habe ich mir ein bisschen was anderes vorgestellt, aber es stimmt ja schon.
Da Luigi nicht weiß, dass Mario wieder eine Rolle spielt, ruft er diesmal nicht ängstlich den Namen seines Bruders. Dafür kann er dank des Steuerkreuzes auf vier verschiedene Arten "Hallo" sagen, was ich nicht so ganz verstanden habe, was aber niedlich ist.
Im ersten Gebäude habe ich noch versucht, alle Edelsteine zu sammeln und bis zur BuuHuu-Herausforderung gebraucht, bis ich den Stern hatte. Dann kam ich in die Efeutürme und habe festgestellt, dass mir noch Juwelen im Herrenhaus fehlen, die ich nicht mal gesehen habe, also habe ich beschlossen, dass ich darauf verzichten kann.
Ein bisschen schade finde ich, dass die monetäre Masse eine viel ärmlichere Dimension einnimmt als im ersten Teil. Und dass man nur für die ersten 20K oder so was für das Geldsammeln bekommt.
I. Gidd ist stärker als im ersten Teil ein dubioser Typ, der mehr nebenbei durchblicken lässt, dass er an den ganzen Geschehnissen eine Mitschuld trägt. Sein Humor war bisweilen herrlich geistreich.
Ähm. Anders als der erste Teil ist dieses Spiel dazu gedacht, immer wieder mal einzelne Missionen abzuschließen. Die dezenten Hinweise, dass man doch mal eine Pause vom Spielen einlegen könnte, sind amüsant untergebracht, aber meistens habe ich mich nicht daran gehalten.
Irritiert haben mich seine wiederholten Anregungen, mir den Gidd-Speicher anzuschauen, weil ich das sowieso zwischendurch gemacht habe, aber da ja nicht wirklich viel mehr ist als die Infos zu den Geistern und ein kleiner Stapel Geld neben den verschiedenfarbigen Juwelen.
Mit den Meistergeistern hatte ich bisweilen Probleme, mit dem ersten größere als mit den beiden nachfolgenden, weil ich zwar wusste, wie ich die Spinne bekämpfen soll, aber nach dem ersten Angriff nicht gleich erkannt habe, wie ich das umsetzen kann. Auch eine Stelle in einem normalen Level im Efeuturm war so rätselig, dass ich nicht verstanden habe, was ich tun muss.
Ganz schlimm fand ich den Boss im Eistunnel, weil ich erst nicht verstanden habe, wie ich ihn aus dem Eis herausbekommen konnte, und zusätzlich das Timing nicht gepackt habe und mein Gefährt ständig überhitzt ist, bevor ich den entscheidenden Treffer landen konnte. Dann habe ich auch nicht gleich kapiert, dass man ihm zwei Bomben in den Rachen schießen muss, weshalb ich nicht wusste, was ich tun sollte, und hinterher war ich so frustriert, dass ich einen Tag lang gar nicht gespielt habe.
Die erzwungene Bewegungssteuerung ist nicht so ganz meins, aber an sich schon in Ordnung, auch wenn sie gerade bei den "3D-Aufnahmen", bei denen man eine Szene genau betrachten soll, an ihre Grenzen stößt. Immerhin hatte ich wenig Probleme mit dem 3D-Effekt, weil der sich dank New 3DS ja bei Bewegung anpasst, haha.
Weil ich ja vorher gerade erst den ersten Teil gespielt habe, dachte ich, dass ich die Steuerung fürs Geisterfangen beherrsche. Nach drei Vierteln des Spiels habe ich dann aber bemerkt, dass es empfehlenswert ist, gerade nicht das Schiebepad hin und her zu bewegen, während man den Geist nach hinten zieht. Ab dem Zeitpunkt war das Fangen dann wesentlich einfacher.
Der Kampf gegen den Endboss war so lange spaßig, bis ich es in der dritten Runde kaum noch geschafft habe, König Buu Huu mit einer Stachelkugel zu treffen, und wenn ich es geschafft habe, war sie meistens zu groß und hat ihn nur auf die Seite gedrängt, statt dass ich ihn einsaugen konnte.
Am Ende habe ich noch kurz in den Multiplayer-Teil reingeschaut, eigentlich ohne große Hoffnungen, aber ich habe tatsächlich mehrere Gruppen gefunden. Die erste ist daran gescheitert, dass ich einen Fluch eingesammelt und nach der halben Zeit an einen Mitspieler weitergegeben habe, der dann die Runde beendet hat, so dass wir beiden verbliebenen Spieler nicht rechtzeitig alle Geister aufsaugen konnten. Eine andere Runde wurde schon vor Beginn abgebrochen und bei der dritten habe ich drei Etagen lang Geisterhunde gesucht.
Schön fand ich auch die Szene kurz vor dem Abspann, in der Mario wesentlich besser wegkam als im ersten Teil, und auch, als der Geisterhund bei Luigi im Wohnzimmer aufgetaucht ist. So niedlich.

Als nächstes kommt Teil 3 dran, allerdings möchte ich da die Möglichkeit ausnutzen, am großen Bildschirm zu spielen, also ist das rein für daheim. Und auch nicht stundenlang am Stück.
 

Shiningmind

Mitglied
29 August 2016
782
86
28
Borderlands 3

Ich mach mal munter weiter. Wer die Franchise mochte, bekommt more of the same und wer damit nix anfangen kann, wird auch nicht bekehrt. Trotzdem bleibt Borderlands das Diablo der Shooter und hat durch sein Universum und seinem Humor genug, um aus der Landschaft sich zu ernst nehmender Spiele wohltuend abzusetzen. Weiterhin bleibt das Grundgerüst mit seinem durchschaubaren Ablauf und Weltendesign (Dungeons und offenere Areale) etwas altbacken. Hier hätte dank Current Gen auch eine in sich geschlossene Welt möglich sein dürfen, dafür punktet der Titel mit mehr Feinheiten bei der Charakterentwicklung bzw. den Skilltrees und leichten Modifikationen beim Moveset. Es ist ein Feel Good Shooter, der einfach grundsolide ist und sowohl im Singelplayer als auch im Koop Spaß macht und sowohl technisch als auch konzeptionell mehr Mut und Sorgfalt hätte vertragen können.

8 von 10
 
19 November 2018
408
120
43
36
Control Xbox One

Super Actionspiel, das in meinen Augen zu den besten Spielen dieses Jahres gehört. Ganz dicke Empfehlung für alle Shooterfans, die keine Schläuche brauchen und gerne mal etwas entdecken, sowie generell für Mysteryfreunde.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.413
168
63
32
Bergisch Gladbach
Outer Wilds

Ich hab es durch :) . Ich habe bei weitem nicht alles erforscht was es zu wissen gibt aber ich habe die nötigen Informationen gehabt um die credits zu sehen. Ich gebe zu ich musste 2-3 mal nachschlagen um mir die Spielzeit gewiss ein paar Stunden zu verkürzen. Ein Fall war dass ich einfach simpel etwas übersehen habe an einem Ort wo ich schon war. Und das hätte gedauert bis ich noch mal dahin gegangen wäre :) . Ein anderes Mal hab ich überprüft ob ich auf der richtigen Fährte war um das aus dem ersten Beispiel auszuschließen. Und ich war es auch. Danach ging alles ziemlich schnell. Ich konnte die Lücken plötzlich schlag auf schlag mit dem vorherigen Wissen füllen und bestätigen und dann hab ich mich auf zum Ende gemacht. Auf den letzten Metern hatte ich REGELRECHT HERZRASEN vor Neugier und Anspannung.

Wow was für ein grandioses Erlebnis das Spiel doch war. Es ist ein riesiges einzigartiges Puzzle. Ein Puzzle das gleichzeitig die Lore ist. Clever.

Da ich zu faul bin den Rest zu erforschen hab ich jetzt Noch ein bisschen was nachgelesen einfach weil es nach so vielen Stunden auch interressiert was passiert ist :) .

Tolles Ending. Tolles einzigartiges Spiel. Ein Punkt Abzug für die ab und zu nervigen timeloop Setbacks. Insbesondere wenn man 10-15 min auf was hinarbeitet, dann abrutscht und sich den Helm aufschlägt und Instant stirbt :) .

9/10
 
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Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.733
144
63
39
71. Children of Morta :xone:

Früher konnte ich mit Rogue nichts anfangen, jetzt wurde ich nach Dead Cells wieder geläutert. Vorneweg: Das Spiel macht für mich alles richtig. Die Geschichte ist mit dem wunderbaren Erzähler und dem tollen Grafikstil toll umgesetzt und kein Run gleicht dem anderen. Es entwickelt ein ungeheures Suchtgefühl, dem ich aber in diesem Fall gerne erlegen bin. Eventuell versuche ich noch die 1000 Gamerscore zu packen.

10/10
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.688
80
48
15. Atelier Ryza

War zwar schon der zweite neue Hauptteil in diesem Jahr, aber das ist mir noch nicht zuviel.
Hergestellte Items überarbeiten zu können, ist schon praktisch, auch wenn ich es nicht zwangsläufig brauche.
Das Balancing der Schwierigkeitsgrade fand ich persönlich nicht ganz gelungen: Auf Normal wurde es meist zu einfach, aber auf schwer waren mir manche Gegner plötzlich etwas zu schwer(ich hatte da aber auch keine sehr optimierte Ausrüstung/Items).
Die englische Übersetzung hat vereinzelt leichte Fehler im Sinn oder Schnitzer wie "can" statt "care", "free everything" statt "freeze everything" und teils fehlende Worte. Problematisch war das aber nicht.

Einzig das Feature, Gebiete semi-random erschaffen zu können, hat mich etwas enttäuscht. Es gibt natürlich vorgefertigte Gebiete in normaler Größe, aber man kann in der Regel selbst davon nur einen kleinen Teil begehen.


2019
1.God of War
2.NieR
3.FFXIV Complete Edition
4.Call of Duty Modern Warfare Remastered
5.Nelke and the Legendary Alchemists
6.Sekiro
7.Atelier Lulua
8.Monster Hunter 3 Ultimate
9. Yoshi's Crafted World
10. Xenoblade Chronicles 2 Torna the Golden Country
11. God Eater 3
12. Control
13. Astral Chain
14. Code Vein
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.839
282
83
Hamburg
www.youtube.com
Monster Boy and the Cursed Kingdom
Ich hab ja sehr lange gerätselt, was es damit auf sich hat und erst während des Spielens verstanden, dass es gar kein Wonder Boy Spiel ist, aber natürlich stark an die Reihe angelehnt. Extrem stark und mit Absicht. Aber es ist ein neues, eigenständiges Spiel ohne die Lizenz, aber offenbar in Kooperation mit dem Seriencreator entstanden, der auch am Remake von Dragon's Trap mitgewirkt hat. All das verwirrt mich stark. Und dann hießen die alten Wonder Boys auch noch "Monster Land" und "Monster World". Wer soll denn da durchsteigen.

Kurzum: Es ist kein Remake. Es sieht zwar sehr ähnlich aus wie das Remake von Dragon's Trap, aber es ist ein anderes Studio und von Grund auf ein neues Spiel. Und während ich Dragon's Trap für ein 30 Jahre altes Spiel erstaunlich modern fand, ist Cursed Kingdom an einigen Stellen geradezu altbacken für ein neues Spiel. Aber auch das liegt sicherlich daran, dass es sich so sehr an der Vorlage orientiert.

Das Spiel selbst ist sehr gut und ein richtig klassisches Videospiel. Das Spiel ist nicht bloß eine Hommage oder eine Kopie, es geht nicht um Optik oder Präsentation, sondern im Kern des Spiels liegt jede Menge hochklassiges Gameplay und Leveldesign. Und es macht von vorne bis hinten großen Spaß. Es ist nicht subversiv, es bricht keine Genregrenzen auf, es erzählt keine interessante Geschichte. Es ist im besten Sinne unschuldig und hat mir viel Freude bereitet. Zu Beginn verliert man durch einen bösen Zauber seine menschliche Form genau wie alle anderen Bewohner des Königreichs, doch durch das Besiegen von bestimmten Endgegnern erlangt man nach und nach andere Tier- und schließlich seine menschliche Form zurück. Jede Tierform bietet sehr besondere Fähigkeiten, die im gesamten Verlauf des Spiels klug genutzt werden. Sehr gut gefallen hat mir, dass das Spiel keiner immergleichen Struktur folgt, sondern sehr unterschiedliche Abschnitte bietet, mal mit mehr Freiheit, die Karte zu erkunden, mal linearer. Es gibt keine Gebiet-Zwischenboss-Boss-Struktur, sondern fühlt sich in der Progression sehr natürlich an und man wird immer wieder überrascht. Manche haben von einer Metroidvaniastruktur gesprochen, aber die ist hier nur sehr milde angelegt. Zwar gibt es überall auf der Karte Items, die erst später zu erreichen sind, aber im Grunde gibt es doch einen grob linearen Verlauf durch das ganze Spiel und keine echte Interkonnektivität der Welt. Mit Teleportern kann man immer wieder gut zurückreisen, aber es ist kaum so, dass sich ein bereits besuchtes Gebiet noch einmal groß öffnet oder verändert im weiteren Verlauf.

Das Spiel bietet Shootermissionen, Puzzles, Plattformingabschnitte, Wettrennen, Umgebungsrätsel, Kampfarenen und sehr viele tolle Geheimnisse. Mit Magie, den Tierfähigkeiten (Fliegen, Schnuppern, Giftspritzen, Zungenenterhaken, Wändeklettern, Feuerspucken, Rempeln), den vielen Ausrüstungsgegenständen, die Immunität verleihen und mit Elementen spielen lassen (über Feuer laufen, nicht im Matsch versinken, Wasserfälle einfrieren, Giftresistenz) und Upgrades hat man jede Menge zu tun, aber es wird nie zu komplex. Das Spiel hat ein gutes Gefühl dafür, Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen. Kaum etwas ist überflüssig, nichts wirkt angetackert und besonders "gadgy" sind die Sachen auch nicht - wie bei Ratchet & Clank - simple Schlüssel-Schloss-Items, bei denen man eindeutig angezeigt bekommt, welches Item man im Menü auswählen muss. Das Spiel verlangt fast immer, dass man entweder klug überlegt, wie man die Dinge einsetzt oder die Ausführung ist herausfordernd. Auch die Tatsache, dass nicht selten mehrere Wege zum Ziel führen, hilft dabei sehr.

Das Spiel ist auch nicht leicht, hat am Anfang des letzten Drittels eine ziemliche Spitze im Schwierigkeitsgrad und wird danach wieder machbarer, aber es ist immer motivierend. Die Bosse sind im Vergleich sonderbar leicht, aber auch alle einzigartig und sehr dynamisch. Sogar die Feuer- und Unterwasserabschnitte haben sie gut hingekriegt. Spielerisches Highlight war für mich ein Geisterhaus mit wirklich tollen Rätseln und einem zunächst fast überfordernden Layout, das man sich aber nach und nach erschließt. Die Vielfalt im Gameplay spiegelt sich auch in den Settings wider, die allesamt absoluter Standard sind, aber jeweils toll umgesetzt. Ob Kritsallhöhlen, Wald, windige Felder, Vulkan, Kanalisation, Wolkenwelt, Strand oder eben Geisterhaus: Alles sehr distinktiv und nie lästig.

Die gute Laune, die das Spiel verbreitet, wird auch durch die Optik und vor allem die Musik verstärkt, die nicht nur, aber zu einem großen Teil aus Wonder-Boy-Remixes bestehen so wie einigen neuen Stücken, die überhaupt nicht dagegen abfallen.

Was aber gar nicht geht ist, dass man ein Spiel mit Eisenstiefeln gemacht hat und diese im Menü auswählen muss, um sie an- und auszuziehen. Sind das die einzigen Menschen, die nie Ocarina of Time gespielt haben? Wie kann man das wiederholen? Insgesamt ist das Umschalten von Rüstungen nervig und unnötig. Besser wären Upgrades gewesen, denn ob ich nun am Giftpool stehe und die richtige Rüstung auswähle, oder von vornherein Giftresistenz habe, kommt aufs selbe raus. Und so wirkliche Nachteile haben die einzelnen Sachen auch nicht. Das Menügefrickel ist aber auch eigentlich mein einziger Kritikpunkt am Spiel und das, was ich eingangs mit "altbacken" meinte. Alles andere altbackene ist eher positiv: Die Atmosphäre oder die stumpfe Story, die aber nicht ohne Charme ist.
 
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Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.733
144
63
39
72. Captain Toad: Treasure Tracker :swi:

Tolles Wohlfühlspiel, das mit vielen tollen Ideen punktet und mich die ganze Spielzeit lang sehr gut unterhalten hat.

9/10
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.688
80
48
16. Nioh

Nach längerer Pause habe ich mit Fokus auf die Hauptmissionen das Spiel doch noch durchgespielt.
Leider komme ich mit dem Kampfsystem nicht so gut klar, dieses wäre sonst sicher ein großer Pluspunkt mit vielen Möglichkeiten und geschicktem Aneinanderreihen von Kombos.
Ausserdem empfand ich die Schwierigkeit recht schwankend schon in den Hauptmissionen; eine gewisse Gegnerkombination in einer Nebenmission war schließlich der Auslöser für die lange Pause.
Die Einteilung in Missionen in abgegrenzten Gebieten lässt natürlich Querverbindungen wie in Dark Souls nicht zu; Das teils mehrfache Recycling von Gebieten für Nebenmissionen fand ich etwas schwach.

Da ich nicht sicher bin, ob ich den DLC durchspiele(schon auf dem Weg zum nächsten Schrein ein halbes Dutzend Tode), zähle ich diesmal das Grundspiel allein schon als durchgespielt, statt erst den Abschluss der ganzen complete Edition.^^

2019
1.God of War
2.NieR
3.FFXIV Complete Edition
4.Call of Duty Modern Warfare Remastered
5.Nelke and the Legendary Alchemists
6.Sekiro
7.Atelier Lulua
8.Monster Hunter 3 Ultimate
9. Yoshi's Crafted World
10. Xenoblade Chronicles 2 Torna the Golden Country
11. God Eater 3
12. Control
13. Astral Chain
14. Code Vein
15. Atelier Ryza
 

MrPrince

Newbie
Team
8 August 2016
103
11
18
The Outer Worlds

Insgesamt ein ordentliches WRPG, das mit einem originellen Setting mit variabler Story und ein paar eigenen Ideen (Flaws insbesondere) punkten kann. Für eventuelle Nachfolger würde ich mir jedoch etwas mehr Nuance für die "Kapitalismus ist böse"-Hook wünschen.
Das Gunplay ist leider wie so oft im Genre nur gut genug um nicht zu stören. Wer mehr auf Shooter als auf RPGs steht wird hier keinen Spaß haben.
Besonders ärgerlich finde ich, aber das ist wohl Geschmackssache, dass es reicht den Persuade-Skill aufzubauen, um in Dialogen automatisch zu bestehen. Mir ist die Variante lieber, in der ich mit dem eigenen Geschick im Lesen der Gesprächssituation zum gewünschten Ergebnis komme (wie bei WItcher 3 bspw.).

Kann man durchaus spielen, aber ist für mich kein GOTY-Kandidat.