Et voilà – gerade durchgespielt…

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
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21. Resident Evil 2
Auf Standard zuerst mit Leon durchgespielt, dann NG+/2nd Run oder so mit Claire.
Da wieder mit mickrigem Inventar und unverbesserten Waffen, sowie Munitionsmangel anzufangen, hat mich doch etwas gestört. Den grauen Typen fand ich im zweiten Durchgang auch zu nervig, im ersten Durchgang fand ich den in Ordnung.
Im Gegensatz zum ersten Durchgang wurde es gegen Ende auch wieder knapp mit Munition.
Die andere Kombination, also das Hauptspiel mit Claire und den 2nd Run mit Leon, brauchst du dann übrigens nicht zu machen. Da sieht man absolut nichts neues.
 

RedBrooke

Newbie
10 März 2019
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14. Pokémon Schild [Nintendo Switch]
In einem kleinen Dorf im Nirgendwo lebt ein Mädchen, das keine Ahnung von Pokémon hat. Sagt man jedenfalls. Diese Mädchen heißt in diesem Fall Ronja und hat einen besten Freund, dessen großer Bruder der unbezwingbare Champion ist. Sie ist ein Mädchen, weil erfahrungsgemäß die weiblichen Charaktere die bessere Kleiderauswahl haben, aber tatsächlich können auch Jungs die beste Jacke tragen.
Eines Tages bekommt Ronja ihr allererstes Pokémon und kann sofort die Typvorteile ausnutzen, was aber auch kein Wunder ist, da ihr Freund Hop zielsicher das Pokémon ausgewählt hat, das ihrem gegenüber im Nachteil ist.
Und so brechen die beiden auf, um die Ligaherausforderungen zu bestehen. Da schon vor dem Anfang ein mysteriöses Pokémon im nahegelegenen Wald aufgetaucht ist, erhofft sich Ronja ein ganz besonders großes Abenteuer.
Aber dann wird ihr wiederholt gesagt, sie solle sich auf die Ligaprüfungen konzentrieren und die Arenaleiter besiegen. Eigentlich würden sie und Hop es sich ganz bestimmt nicht gefallen lassen, wenn man ihnen sagt, dass sie nur Kinder seien und sie es den Erwachsenen überlassen sollen, die großen Probleme zu lösen.
Aber sie hören doch auf die Erwachsenen und setzen nur ihren Weg zur Pokéliga und dem Champ fort. Das große Abenteuer hält sich zurück und schließlich steht Ronja kurz vor dem finalen Kampf. Jetzt ist endlich ihr großer Moment gekommen und sie darf den Erwachsenen helfen.
Das stellt sich als alles andere als eine Herausforderung heraus und ist schnell schon wieder vorbei. Der Bösewicht ist derjenige, der offensichtlich war, Team Yell hatte sich ohnehin schon als billiger Abklatsch von Team Skull herausgestellt. Das ominöse Pokémon, das der Bösewicht benutzen wollte, wird versehentlich besiegt und beim zweiten Versuch angeberisch mit einem Premierball gefangen. Der Champ ist ebenfalls schnell vernichtet.
Die letzten Hoffnungen auf Story ersterben in Ronja, als sie zwei Frisurwunder durch die Welt verfolgt und deren Pläne vereitelt. Sie besiegt ein paar übergroße Pokémon und Hop beweist, warum nicht er derjenige ist, der den Champ besiegen konnte, indem er sein Wasserpokémon vergrößert und gegen ein Wasserpokémon antreten lässt. Denn nach wie vor hat er die Typvorteile nicht wirklich verstanden, weshalb er niemals so gut werden kann wie Ronja und sein Bruder.
Das Abenteuer istdamit vorbei, ohne je wirklich begonnen zu haben. Ronja macht sich dennoch auf in die Wildnis, um zu Campen und gigantische Pokémon zu bekämpfen, ohne aber je diejenigen fangen zu können, die sie wirklich haben will.
Sie trifft auf andere Freunde, die fähiger sind als Hop und die mit ihr die großen Pokémon in ihren Nestern bekämpfen. Außerdem versucht sie, den Pokédex zu vervollständigen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann versucht sie das noch heute.

15. The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Modalità Master [Nintendo Switch]
Gekonnt setzt Link das Gras in Brand und entfernt sich, ehe er selbst Feuer fangen kann. Er vernichtet mehrere Zweige im Kampf gegen den ersten Bokblin und stirbt, als die Kamera sich verstellt und er seinen Gegner nicht mehr sehen kann.
Doch mit neuen Joy Cons ist dieses Problem gelöst, er kann dem Leunen auf dem Plateau ausweichen und dem alten Mann helfen.
Die Welt unterhalb des Plateaus ist bedrohlich, lange Zeit reichen Links Waffen nicht aus, um seine Gegner zu besiegen. Im Kampf gegen Ganons Flüche zeigt Link sich nicht gerade von seiner besten Seite, und dass diese sich aufladen, während er auf den richtigen Moment für den nächsten Angriff wartet, hilft nicht weiter.
Er schmachtet Sidon an, ganz bestimmt, er besiegt den roten Leunen, um die Elektropfeile zu erhalten, aber sonst keinen, er durchstreift die Wälder, klettert Berge hinauf, surft Abhänge hinab.
Unterwegs trifft er auf eine Reisende, die unter einem Baum feststeckt, und auf einen Reisenden, der in einer Steinmauer festhängt. Das irritiert Link, da ihm dergleichen noch nie untergekommen ist. Schließlich hilft er den beiden, indem er sich von ihnen entfernt, damit sie ihre Gefängnisse in der Umgebung wieder verlassen können.
Mit Hilfe der Champions vernichtet er Ganon.

Tja. Auf Italienisch, weil ich eigentlich lernen sollte und gehofft hatte, dass mir das hilft. Ob es hilft, weiß ich nicht, aber was soll’s. Diesmal habe ich 64 Schreine gelöst, alle Erinnerungen gesammelt und alle Titanen befreit. 35 Stunden insgesamt. Goldene Gegner habe ich keine besiegt. Aber bestimmt beim nächsten Mal, wenn ich nicht so gehetzt spiele, um noch vorm Jahresende fertig zu werden. Das ist jetzt auch das erste Mal, dass ich nicht alle Schreine gelöst habe. Schlimm.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.249
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31. Children of Morta
Das war ein nettes kleines roguelite bei dem man doch recht schnell Fortschritt macht. Es spielt sich etwas wie ein simples Diablo also Dungeons mit vielen Feinden aus einer Vogelperspektive säuber. Ab und zu hat Darkie eine Runde mitgespielt, dann hat es besodners Spaß gemacht.Der Grafikstil hat mir auch richtig gut gefallen und die Präsentation war nett.
Note: 2

32. Ori and the Blind Forest
Der Anfang war viel zu traurig, aber danach hat mich ein gutes Spiel erwartet.Bei der zweiten Fluchtsequenz qurde es mir ein wenig zu schwer und ich habe auf einfach runtergestellt. Das lag halt auch daran, weil ich zu wenig diese Lebenskugeln gesammel habe. Aber das Spiel lädt einen auch nicht so recht ein mit neuen Fähigkeiten nochmal ate Gebiete zu durchkämmen. Das ist aber auch eigentlich fast der einzige und größte Kritikpunkt. Also ein spaßigs und gutes Spiel. :)
Note: 2

2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
  9. Wargroove
  10. Thimbleweed Park
  11. Ittle Dew 2+
  12. Sekiro
  13. Shadow of The Tomb Raider DLC
  14. Shenmue
  15. Dead Cells
  16. Final Fantasy 7
  17. Cadence of Hyrule
  18. Final Fantasy 12
  19. Super Mario Maker 2
  20. Dragon Quest Builders 2
  21. Splatoon 2 Octo Expansion
  22. Metroid
  23. Detention
  24. The Legend of Zelda: Links Awakening
  25. Rogue Legacy
  26. Shenmue 2
  27. SteamWorld Quest
  28. Luigis Mansion 3
  29. Slay the Spire
  30. Man of Medan
Abgebrochen:
  1. Into the Breach
  2. Thronebreaker
  3. Observer
  4. Aggelos
  5. Fire Emblem Three Houses
2018
2017
2016 & 2015
 

Yoshi

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Team
9 August 2016
3.134
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Hagen
Als erstes Spiel in diesem Jahr habe ich A Hat in Time durchgespielt. Einen ausführlichen Kommentar findet man derzeit auf der Hauptseite. Auch wenn mir das Spiel durchaus eine Menge Spaß gemacht hat, hat es mich im Vergleich zu den herausragenden Stimmen hier und anderswo doch deutlich enttäucht. Da spielt zwar auch die schlechte technische Umsetzung der Switch-Version rein, aber auch das Kern-Gameplay und vor allem die Kamera sind meines Erachtens schwächer als die der Indie-Kollegen Poi und Yooka.
  • A Hat in Time 7/10

2019
2018
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
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Hollow Knight
Habe das Spiel jetzt nach 35 Stunden mit 105% abgeschlossen. Einige Hardcore-Aufgaben am Ende habe ich nicht mehr gemacht, dazu fehlt mir die Motivation mich da durchzubeißen. Aber im Prinzip habe ich alles in dem Spiel zumindest mal gesehen.

Als Fazit könnte ich eigentlich 1:1 das schreiben, was Biber zu dem Spiel geschrieben hat. Ich bin absolut begeistert und sehe Hollow Knight ebenfalls als bestes Metroidvania überhaupt an und wohl auch als eines der besten Spiele überhaupt. Ich würde auch nicht mal sagen, dass man 10 Stunden durchhalten muss, bis das Spiel richtig toll wird. Ich mochte das Spiel schon im Grünpfad richtig gerne (nach etwa 2 Stunden) und so richtig Klick gemacht hat es bei mir ab der Stadt der Tränen, das war nach etwa 6 Stunden. Ab da öffnet sich die Welt einerseits in so viele Richtungen und gleichzeitig hat man 3 feste Ziele vor Augen, die dem Spieler eine gewisse Orientierung geben. Das habe ich anfangs etwas vermisst.
Kritikpunkt habe ich eigentlich nur einen einzigen, wobei ich da auch nicht sicher bin, ob mein Verbesserungsvorschlag da das richtige wäre: Ich fand es teilweise blöd, dass ein Raum durch das einmalige Betreten bereits komplett auf der Karte angezeigt wird. Das hat bei mir ein paar mal dazu geführt, dass ich dachte ich hätte bestimmte Räume schon durchsucht. Dabei hatte ich sie nur einmal kurz betreten, bin aber wieder zurückgegangen, weil mir dort direkt Gegner entgegen kamen, ich aber wenig HP hatte und auf der Suche nach der nächsten Bank war. Gleichermaßen kann man bestimmte Geheimgänge ja fast nur durch Zufall finden oder wenn man gegen wirklich jede Wand jedes Raumes mal dagegen schlägt. Deshalb fände ich es nicht schlecht, wenn man gegen Ende des Spiels einen Charm oder sonst irgendein Item erhalten würde, das anzeigt ob in Räumen noch etwas versteckt ist oder nicht. Im Prinzip so wie das bei Resident Evil 2 der Fall war.

Ansonsten aber ein durchweg perfektes Spiel, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

10/10
 
Zuletzt editiert:

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.249
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1. Gato Roboto
Ein witziger kleiner und simples Metroidlike. Ich nenne es bewusst Metroidlike, weil man das Vorbild klar erkennen kann. Man spielt hier eine Katze, weil das Herrchen bei der Bruchlandung auf dem Planeten eingeklemmt wird oder so und sich nicht bewegen kann. Das Spiel ist recht leicht und simpel. Schwerer wird es nur wenn man mit der Katze den Anzug verlassen muss, da man dann sofort stirbt bei Gegnerkontakt und bei den Bossen.
Neben dem Anzug, mit dem man normal und Raketen schießen kann, gibt es für Unterwasserabschnitte ab und zu noch Uboot. Wenn man mit der Katze selbst unterwegs ist kann man nicht viel machen außer sich zu bewegen, dafür kann die Katze halt durch enge Gänge und an Wänden hochspringen.
Die Grafik ist nur in schwarz und weiß, aber man kann Kasetten als Geheimnisse entdecken die neue Farbpaletten freischalten, die man dann im Menü einstellen kann. Da gibt es dann z.B. Matrix in schwarz und grün oder eine Palette die an den Virtual Boy erinnert und ganz viele andere, Schön hätte ich es gefunden wenn die verschiedenen Gebiete auch verschiedene Paletten genutzt hätten um die Atmosphäre besser rüber zu bringen, also z.B. etwas mit rot im heißen Gebiet, etwas mit blau im Wassergebiet z.B.
Durch war ich mit dem Spiel nach unterhaltsamen knapp 4 Stunden.
Note: 2


2. Star Wars: Jedi Fallen Order
Dieses Star Wars ist ein gutes Action-Adventure mit einem Metroidvania ähnlichen Aufbau der Spielwelt. Es hat mir eine gute Mischung aus Geschicklichkeit, Rätsel und Kampf geboten. Leider hat es mich dann zum Ende hin etwas ettäuscht, weil einem dann nur noch ein Haufen Gegnermassen entgegen geworfen wurden. Auch beim dritten Grab davor habe ich noch mit weiteren Rätseln gerechnet, aber leider bestand auch das nur noch aus Kämpfen, so ist der Eindruck zu dem Spiel zum Ende hin leider wieder etwas schlechter geworden. Dennoch ist der größte Teil des Spiels sehr unterhaltsam.
Die Kämpfe machen auch Spaß, da recht schnell und man sich dank des Paradesystems und den Mächten auch wie ein Jedi kämpfen kann, ohne dass es dabei zu leicht ist. Anfangs habe ich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt aber als die Ladezeiten nach einem Tod zu lang wurden, habe ich auf die zweithöchste runtergestellt und bei den zwei Schwestern habe ich sogar auf Normal runtergestellt.
Also wer mal wieder Lust auf ein Action-Adventure hat, das an klassiche 3D Action-Adventures erinnert und eine gute Mischung aus Kampf, Geschicklichkeit und Rätseln bietet kann und sollte auch zugreifen wenn er mit Star Wars selbst nichts anfangen kann.
Note: 2

2019:
  1. West of Loathing
  2. Dark Souls Remastered
  3. Hollow Knight
  4. Xenoblade Chronicles 2: Torna - The Golden Country
  5. Monster Boy and the Cursed Kingdom
  6. Resident Evil 2
  7. Yoku's Island Express
  8. Crypt of the NecroDancer
  9. Wargroove
  10. Thimbleweed Park
  11. Ittle Dew 2+
  12. Sekiro
  13. Shadow of The Tomb Raider DLC
  14. Shenmue
  15. Dead Cells
  16. Final Fantasy 7
  17. Cadence of Hyrule
  18. Final Fantasy 12
  19. Super Mario Maker 2
  20. Dragon Quest Builders 2
  21. Splatoon 2 Octo Expansion
  22. Metroid
  23. Detention
  24. The Legend of Zelda: Links Awakening
  25. Rogue Legacy
  26. Shenmue 2
  27. SteamWorld Quest
  28. Luigis Mansion 3
  29. Slay the Spire
  30. Man of Medan
  31. Children of Morta
  32. Ori and the Blind Forest
Abgebrochen:
  1. Into the Breach
  2. Thronebreaker
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Ripchip

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24 August 2016
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1. Tekken 6 :xone:

Ich spreche jetzt nur von der Kampagne, nicht dem Spiel als Prügler an sich. Was war das für ein Schrott? Immer die gleichen Gegner, eine Steuerung aus der Hölle, die Kamera kann man nicht selbst drehen. Dazu ging die Kampagne viel zu lange und wenn man mal einen schweren Gegner hat, will man am liebsten den Controller in die Ecke feuern. Namco, das war echt nichts.

3,5/10
 

Ripchip

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24 August 2016
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2. Sparklite :xone:

Tolles Spiel mit sehr schöner Roguelite Mechanik, das ich jedem empfehlen kann der auch nur im geringsten was mit dem Genre anfangen kann.
9/10
 
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Biber

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25 August 2016
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Hamburg
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Ich hab lange nicht geschrieben, here we go:

Untitled Goose Game
Das Hypeindiespiel des Jahres 2019 war für mich eine ziemliche Enttäuschung. Obwohl das Spiel dem ersten Trailer, der mir das Spiel sofort verkauft hat, einigermaßen gerecht geworden ist, wäre hier doch viel mehr drin gewesen. Und zwar auch losgelöst vom etwas albernen, aber symphatischen Hype um das Spiel. Es hat sich für mich ein wenig angefühlt, als würde ich beim Spielen versuchen, zu entdecken, wo die Großartigkeit liegt und je mehr ich versucht habe, zu analysieren, umso lauter hat mich die Gans angequakt, als ob sie "OK, Boomer" schreien würde. Während ich also das Spiel mögen wollte und gehofft habe, dass es richtig toll ist, wollte das Spiel nur Unsinn machen. Das hat auch funktioniert und es gibt vieles, was man mögen kann, aber es hat für mich nicht gereicht. Das Gute: Die Animationen, der Stil, die Musik sind genauso wunderbar wie man es nach den Trailern erwartet hat. Man steuert eine Gans durch verschiedene Vorstadtszenarien und hat eine Auftragsliste mit allerlei Unfug. Dinge klauen, Leute hinfallen lassen, irgendwo reinkommen oder Leute einsperren. Das ist alles lustig, wenn auch nicht ganz so lustig, wie man annehmen dürfte. Problematisch ist, dass das, was man tatsächlich tut, um die Ziele zu erreichen, weder besonders spaßig noch abwechslungsreich ist. Im Grunde muss man immer dasselbe tun und es gibt so gut wie kein kreatives Rätseldesign. Mich verdutzt das ein wenig, weil das Spiel sich ganz offensichtlich dazu anbeitet, so ein Sandbox-Rätsel-Spiel zu sein, aber es gibt auch fast nie mehr als einen Weg zur Lösung und um die Ecke denken muss man auch nicht. Das Spiel ist so angelegt, wenn es sagt: "Bring den Mann dazu, seinen Hut aufzusetzen", aber letztlich liegt die Lösung immer so nah, dass man kein Gehirn braucht. Die Ausführung soll dann stummfilmartig lustig sein mit Abwarten und Katz- und Maus-Spiel, aber dafür sind die Systeme des Spiels nicht ausgereift genug. Die NPCs gehen ihren sehr durchschaubaren Routinen nach und man muss meist nur den richtigen Moment abwarten. Da ist jede Nebenquest in Majora's Mask zehnmal komplexer. Das ist alles sehr schade, denn ich würde gerne ein gutes Spiel dieser Machart spielen, in dem man lauter Quatsch machen kann und sich richtig austoben. Was dem Spiel angesichts dieser unausgereiften Spielsysteme sehr gut tut, ist die überaus kurze Spielzeit. So wird kein Gebiet langweilig und die allerletzte Mission ist dann wirklich ein großer Spaß. Danach schaltet man dann Post-Game-Content frei, aber beim Betrachten der neuen Checklisten für jedes Gebiet wurde mir schnell klar, dass es mehr vom Gleichen ist, aber noch mehr Geduld erfordert. Es sind faule Zusatzaufgaben, die keinen Spielspaß versprechen. Trotz alledem habe ich es gerne gespielt, denn das, wofür es so bekannt geworden ist, funktioniert eben doch. Und es ist ein sehr ungewöhnliches Spiel, das stark aus der Masse heraussticht. Ich hoffe, der große Erfolg führt zu einem Nachfolger, der auch ein richtiges Spiel ist.

Rock Boshers DX
Rock Boshers ist ein Spiel, das sich an sehr alte C64-Spiele anlehnt mit einer Pixelgrafik, die weiter zurückdatiert als die meisten Retro-Games. Was sehr gelungen ist, ist dass es sich auch im positiven Sinne wie eines dieser alten Spiele spielt. Oben drauf hat es einen guten Humor und ein sonderbares Setting: Als Königin Viktoria von England möchte man endlich auch zum Mond fliegen, wie es derzeit so viele tun. Leider ist dieses Privileg Männern überlassen. Deshalb setzt sie sich einen Hut auf und ist fortan nicht mehr von den Männern zu unterscheiden. Auf dem Mond angekommen bemerkt sie, dass es sich nicht um Vergnügungsausflüge handelt, als die sie angepriesen werden, sondern dass die Männer dort mittels großer Maschinen zu Zombies und riesigen Horrorgehirnen verwandelt werden, mit dessen Hilfe der Antagonist das Vereinigte Königreich zu übernehmen gedenkt. Das alles wird in knappen Sequenzen und Texteinblendungen und überaus britisch erzählt und hat mir sehr gefallen. Man kämpft sich dann durch drei Welten zu je rund zehn Levels, die aus je einem Screen bestehen und ziemlich schnell ziemlich schwer werden. Mit wenig Energie ausgestattet muss man Panzer besiegen, eine bestimmte Zeit durchhalten, Schalter betätigen und Horden von Gegnern vernichten. Dazu hat man wenige, aber allesamt gut funktionierende Waffen und das Spielprinzip wird permanent aufgelockert durch unbesiegbare Würmer, die einen unerbitterlich verfolgen, Phasen, in denen man aufgrund von Ladehemmung nur indirekt kämpfen kann, kleineren Bosskämpfen und viel anderem Schabernack. Der Schwieirgkeitsgrad ist hoch und man muss sich in jedes Level reinbeißen, bis man es perfekt geschafft hat. Zudem können optionale Goodies gesammelt werden (Tee, Käse und Cracker!) und der Humor bleibt bis zum Schluss erhalten. Das ist ein Spiel, von dem ich nie etwas gehört habe und das sicherlich keine Preise gewonnen hat, das aber eine schöne Abwechslung zu den sonstigen Spielen war und seinen Sale-Preis von irgendwas zwischen einem und zwei Euro mehr als wert war. Ich würde das für Freunde sehr alter PC-Spiele doch sehr empfehlen. Gemessen an modernen Standards ist es zwar schon gut spielbar, aber viele dürften sich an der Optik und der Steuerung doch etwas stören. Aus meiner Sicht ist das aber ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man sehr "true to the original" sein kann, ohne den Frust, die Hakeligkeit und die Monotonie vieler alter Spiele zu übertragen, denn es ist ein gutes Spiel. Es hat nur ein Gewand, das viele abschrecken dürfte.

Bomb Chicken
Bomb Chicken ist eine weitere Indie-Überraschung und fühlt sich fast wie ein Nintendo-Spiel an. Es spielt ein bisschen mit der Bomberman-Mechanik und nutzt diese in vielfältiger und kreativer Weise. Als bombenlegendes Huhn hat man genau zwei Moves: Bewegen und Bomben legen. Kein Sprung, kein Klettern, nichts. Mit den Bomben kann man höher gelegene Plattformen erreichen (weil man sie unter sich legt und daraus Türme entstehen können), man kann sie anschubsen, um Ziele in der Ferne zu treffen, man kann mit ihnen Schalter umlegen, Gegner besiegen, sie als temporäre Blockade oder als Gewicht nutzen und ihre Explosion timen, indem man sie zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die Reise schickt. Vor allem aber sind sie nicht nur nützich, sondern wie in Bomberman auch die größte Gefahr - ihre Explosion ist auch für das Huhn tödlich. Diese Vielfalt wird gepaart mit sehr gut designten Levels, deren Elemente unterschiedlich mit dem Huhn und den Bomben interagieren. Die 29 Level sind kurz und knackig und das Spiel bietet viele QoL-Elemente, die es gegenüber Spielen von früher wesentlich angenehmer machen. So muss man bei Verlust aller Herzen und einem Game Over zwar das jeweilige Level von vorne starten, aber bereits alle echten Fortschritte wie gesammelte Keycards oder die optionalen Kristalle, die man für Energieerweiterungen nutzen kann, bleiben erhalten. Das erlaubt auch einen höheren Schwierigkeitsgrad und es geht eher darum, jeden einzelnen Raum zu analysieren und gut zu überstehen, als alles am Stück zu schaffen. Das ist sehr befriedigend und führt zu wenig Frust. Man kann sich darauf konzentrieren, die jeweilige Herausforderung anzugehen und muss sich nicht über Flüchtigkeitsfehler in bereits absolvierten Passagen ärgern. In anderen Spielen würde ich das kritisieren, aber hier passt Spielsystem und Leveldesign gut zusammen. Ich mag die Optik des Spiels sehr, die Gegner und Hühner haben Charakter, das audiovisuelle Feedback ist hervorragend und die Level sind alle unterschiedlich. Es werden immer neue Ideen erforscht und zunehmend komplex. Es ist einfach sehr solides Design, wie man es kennt: Elemente werden eingeführt, komplexer und mit anderen kombiniert. Es ist fast schon etwas reißbrettartig, aber trotzdem gelungen. Die optionalen Kristalle findet man in nicht zu schwer versteckten Bonusräumen, die den größten Spaß machen und das Spiel wechselt permanent zwischen ruhigen und hektischen Momenten und brennt zum Ende ein richtiges Feuerwerk ab. Ein Level war mit ein bisschen zu hart, aber dank des erwähnten Fortschrittsystems beißt man sich letztlich überall durch. Es ist erstaunlich, wie viele Ideen aus dem Gameplay entstanden sind und ich kann das Spiel als kleines Zwischendurchspiel sehr empfehlen.

Sayonara Wild Hearts
Das ist eines der besondersten Spiele, die ich je gespielt habe. In knapp einer Stunde war ich mit dem ersten Durchgang durch, aber es werden noch viele folgen. Es gilt als Musik-Rhythmus-Spiel, wobei ich es eher als Autorunner-Rennspiel empfunden habe, weil der Zusammenhang zwischen Inputs und Musik längst nicht zu eng ist wie bei waschechten Rhythmus-Spielen und man viele Freiheiten hat. Man könnte das Spiel nun als Videospiel betrachten und viele Anleihen finden, die von F-Zero über Starfox bis zu Thumper reichen, man kann kleine Eastereggs entdecken wie Pilze, die die Spielfigur größer werden lassen oder Tetris-Steine, denen man ausweichen muss und man kann auch die nicht wirklich tighte Steuerung kritisieren, die es einem schwer machen, präzise Punkte zu sammeln. Aber es ist eben kein normales Videospiel, sondern wird vom Entwickler als interaktives Pop-Album beschrieben und als solches ist es verdammt grandios. Das Zusammenspiel zwischen Musik, Optik und Input/Feedback, ist einzigartig und es ist ein richtiger Rausch, durch das Spiel zu sausen. Und wie Popmusik eben ist, ist es wahnsinnig positiv und am Ende fühlte ich mich wie ein Teenager nach einem eurphorisierenden Tag. Es ist ein Liebesbrief an die Popmusik und stellt sie im bestmöglichen Licht dar. Und wenn ich bei Gris kritisiert habe, dass es sein Thema viel zu vage behandelt und nur verschwurbelt von Verlust erzählt, könnte man dieselbe Vagheit diesem Spiel zuschreiben, das eben von gebrochenen Herzen und der Rückeroberung des Selbst handelt, aber es ist eben im Gegensatz zu Gris kein vergrabenes und verkopftes artsy Kunstprojekt, sondern greller, froher, lebensbejahender Pop. Und deshalb kommt es damit nicht nur davon, sondern umarmt das Oberflächliche. Kaum ein Spiel hat mich so gut fühlen lassen. Und ich habe so oft an F-Zero gedacht, dass ich die zugegebene Ideenlosigkeit bei Nintendo richtig traurig fand. Sayonara hat so ein Selbstbewusstssein und so eine Leichtigkeit und hat in jedem Moment so viel Kraft, dass man daraus gleich fünf neue F-Zeros machen könnte. Der Vergleich ist natürlich Quatsch, weil es in F-Zero um ganz andere Dinge geht, aber trotzdem fühlte ich mich oft daran erinnert und war begeistert davon, was aus diesem Look und dem Geschwindigkeitsgefühl noch gemacht werden kann außer knallharte Racer mit toller Steuerung. Ich finde es ein wenig merkwürdig, dass es vor jedem der fünf Hauptsongs so viele voneinander abgetrennte Minilevel gibt, die aus meiner Sicht entweder länger oder zusammenhängend sein müssen, aber dafür gibt es einen Album Arcade Mode, bei dem man das ganze Spiel ohne Unterbrechung am Stück spielen kann. Die Musik ist wirklich toll und ich hoffe sehr auf eine zweite "Platte".
 
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Lottogewinner

Administrator
29 Juli 2016
1.188
284
83
37
Deutschland
Ich finde es ein wenig merkwürdig, dass es vor jedem der fünf Hauptsongs so viele voneinander abgetrennte Minilevel gibt.
Drei Anmerkungen:

- ich finde die Instrumentals teils mindestens gleichwertig mit den Hauptsongs
- das Ding ist von zwei Leuten gemacht. Alles. Alles.
- Mein Spiel des Jahres 2019. Vllt. das beste transmediale "Spiel", das ich je gespielt habe. Und jeder, JEDER sollte Device 6 von denen spielen, weil es genau das, was sie hier zwischen Game und Musikalbum machen dort zwischen Game und Literatur machen. Simogo ist eh eines der spannensten Studios, weil sie eben kein Games-Entwickler sind, sondern verschiedene Medien für ihre Geschichten nutzen. Das sind Apps, Games, Podcasts, Musik, was gerade passt. Und alles von ihnen ist besonders und toll. Device 6 war damals (und ist heute) unglaublich besonders und ich war ganz begeistert, als ich nach Sayonara festgestellt habe, dass es vom gleichen Team ist.

Bonusanmerkung:
- den F-Zero-Vergleich finde ich auch im Rahmen deiner Kritik zu eindimensional und kann ihn als subjektive Assoziation vielleicht, als Referenz auf das Spiel aber nicht verstehen. Ich finde aber eh, dass dem Spiel Vergleiche mit Spielen und Genres nicht gerecht werden und das die Schublade Rhythmusspiel, nach der es viel bewertet wurde, ausschließlich von einem mangelnden Verständnis vom Medium zeugt.

Bonusanmerkung #2:
- ich freue mich sehr, dass du meiner Aufforderung, das zu spielen, nachgekommen bist, und es ähnlich beeindruckend und toll findest!
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.773
162
63
39
3. Bud Spencer & Terrence Hill Slaps and Beans :xone:

Für Fans wie mich ist das Spiel eine Zeitreise in die Jugend. Toller Soundtrack, zweckgerechte Grafik und ein ordentliches Gameplay, leider ohne viel Abwechslung. Aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht :)

7,5/10
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.557
201
63
32
Bergisch Gladbach
1.) Star Wars Jedi Fallen Order.
Das Spiel ist eindeutig überschätzt. Es ist annehmbar, mehr aber auch nicht. Mehr dazu in kürze im Thread.
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.773
162
63
39
4. Wolfenstein II: New Colossus :xone:

Die ersten 2-3 Stunden fand ich es fad, danach hat es mir aber sehr gut gefallen, besonders der makabre Humor war wieder klasse. Jetzt habe ich wieder Lust auf die Vorgänger bekommen.

8,5/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.773
162
63
39
5. Golden Axe :xone:

Für einen Nostalgietrip hat es gereicht, aber gut finde ich das Spiel heute wirklich nicht mehr, obwohl wir es damals gesuchtet haben.

5/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.773
162
63
39
6. Soul Calibur VI :xone:

Netter Prügler, aber wie immer bin ich bei solchen Spielen nur an der Hauptstory interessiert. Wer will, kann sich bestimmt hunderte von Stunden hier aufhalten.

8/10
 

Ripchip

Mitglied
24 August 2016
1.773
162
63
39
7. Wenjia :xone:

Erinnert von der Grafik stark an Ori, ohne dessen Perfektion zu erreichen. Es ist leider sehr kurz und es gibt wenig eigene Ideen, trotzdem hat es mich für die Zeit gut unterhalten.

7/10