Et voilà – gerade durchgespielt…

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.602
283
83
Control - The Foundation DLC

Ein ganz guter DLC, auch wenn da noch Luft nach oben wäre. Die Story/ Lore ist insgesamt wieder sehr interessant, wenn auch weiterhin äußerst kryptisch. Die neue Umgebung hebt sich stilistisch sehr von den bisherigen ab. Es gibt zwei gute Bosskämpfe und eine Nebenmission, die zu den am besten inszenierten Missionen des gesamten Spiels gehört. Toll fand ich auch, dass man die 4 primären Ziele des DLC fast komplett in beliebiger Reihenfolge angehen kann. Die Spielzeit war mit 4-5 Stunden auch vollkommen in Ordnung.

Etwas enttäuscht war ich hingegen von der neuen Fähigkeit und der "neuen Waffenfähigkeit". Ersteres ist recht langweilig und auf den DLC beschränkt, bei letzterem dachte ich fälschlicherweise an eine neue Waffenform. Die neue Waffenfähigkeit ermöglicht es jedoch lediglich bestimmte Konstrukte im DLC mit der Amtswaffe zu zerstören, indem man darauf schießt.
An neuen Gegnertypen gibt es auch nur einen, bei dem ich mir definitiv sicher bin, dass es die vorher noch nicht gab. Das finde ich etwas wenig, auch wenn es vorher ja schon nicht allzu viele verschiedene Gegnertypen in Control gab.

Ich hoffe, dass sie sich beim nächsten DLC eine bessere neue Fähigkeit einfallen lassen und Jesse vllt doch noch eine neue Waffenform spendieren.

8/10
 

Biber

GUF Legende
25 August 2016
3.136
360
83
Hamburg
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Cyber Protocol
Cyber Protocol gibt einem das Gefühl, ein schneller, gewiefter und wagemutiger Hacker zu sein, dabei spielt eigentlich die ganze Zeit nur PAC MAN auf Speed. Die Präsentation ist minimal, es gibt ein bisschen Cyberpunk-Dekoration um die 100 Level, die aber im Grunde alle gleich aussehen, und einen treibenden Elektrosoundtrack, der das hektische Unterfangen schön begleitet und einen fast in eine Trance fallen lässt.

Es ist eine Art Puzzlegeschicklichkeitsspiel, in dem man 100 Level absolvieren und auf dem Weg zum Ausgang möglichst alle Energiekugeln sowie drei schwer oder unter hohem Risiko zu erreichende Bonusitems einsammeln muss. Dabei bewegt sich die Spielfigur, einmal in eine Richtung gesteuert, automatisch bis zum nächsten Hindernis. Diese Bewegung ist sehr befriedigend, zumal alle Level mit den Sammelitems gepflastert sind und man sich - wie PAC MAN - durchfrisst. Ich mochte PAC MAN nie, aber das aufmampfen der Kugeln war schon toll, nur eben etwas gemächlich. In Cyber Protocol schießt man wie der Blitz durch die Level und es fühlt sich einfach sehr gut an, die Spielfigur zu kontrollieren. Da hören dann die Parallelen mit PAC MAN auch auf, denn der Rest ist ein wahnwitziges Zusammenspiel von unzähligen Levelelementen, die so gut ineinandergreifen und eingeführt werden, wie man es selten erlebt. Das daraus resultierende Leveldesign ist grandios. Das Spiel schafft es, ständig neue Elemente einzuführen, die allesamt anders funktionieren und trotzdem hat man zu jedem Zeitpunkt den perfekten Überblick und weiß genau, wann man wohin kann oder muss.

Ein paar Beispiele: Einige Bodenkacheln werden wenige Momente, nachdem man sie berührt hat, tödlich und bleiben dies für weitere Momente. Andere bieten eine Schutzzone in der Mitte, um die herum jedoch in regelmäßigen Abständen eine Todeszone aufblinkt. Andere bewegen sich und man kann sich anheften, um mitzufahren, aber nur, während sie halten. Verlässt man sie oder dockt während einer Bewegung an - tot. Irgendwann vollführt man die unglaublichsten Manöver und schießt durch die Level mit Teleportern, Abprallern, an Laserstrahlen vorbei und hat drei bis vier gegentaktig agierende Elemente gleichzeitig im Blick, um dann genau im richtigen Moment durchzukommen. So bildet sich das Setting des Cyberpunkhackers auch im Gameplay ab: Das ganze Level ist ein einziger Hochsicherheitstrakt voller tödlicher Gefahren und doch outsmartet man das System und ist schnell genug, um jede Falle zu überstehen, die Daten zusammenzusammeln und über den Ausgang zu entwischen.

Das Spiel hat mich über fast 20 Stunden dermaßen gefesselt und begeistert, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass jedes Level denselben Hintergrund hat. Das Leveldesign war stabil genug, um 100 Level durchzutragen. Jeder Fehler, den man macht, geht auf die eigene Ungeduld und Unkonzentriertheit zurück und man versucht es wieder und wieder bis zum perfekten Run. Ich war auch in den schwersten Levels immer motiviert, höchstes Risiko zu fahren, um die Bonusitems zu ergattern, die lediglich alternative Avatare freischalten und trotzdem hat mich die Aufgabe alleine so gefordert, dass ich sie haben wollte. Einige Show-Off-Autorunsequenzen mit Bumpern und Teleportern erinnern an Sonic, sind aber so stylish und gut platziert, dass sie mir auch gefallen haben. Man fühlt sich das ganze Spiel über sehr stark "in control" und beißt sich durch bis zum Ende, wo ein Level wartet, dass mich wütend gemacht hat, weil es erstmals keine Checkpoints bot. Die einzelnen Passagen waren für sich fordernd, aber OK, aber ich weiß nicht, wie oft ich dieselben Passagen durchgeklickt habe, bis ich sie blind konnte. Das hat mich etwas geärgert, aber ich muss auch sagen, dass ich, als ich es endlich geschafft hatte, die Faust geballt habe und von ordentlich Dopamin geflutet wurde.

Mein einziger echter Kritikpunkt - und das verstehe ich wirklich nicht - ist, dass man eine Taste gedrückt halten muss, um herauszuzoomen. Am Anfang braucht man das fast nie, aber die zweite Spielhälfte habe ich überwiegend rausgezoomt verbracht und warum ich die Funktion nicht togglen kann und deshalb 10 Stunden lang eine Schultertaste halten musste, erschließt sich mir nicht.

Wie dem auch sei - es ist ein grandioses Geschicklichkeitsspiel mit höchstem Motivationsfaktor, aber sicher kein Spiel für jeden. Man braucht schon einen gewissen Wahnsinn, um einen Kick daraus zu kriegen. Was aber über jeden Zweifel erhaben ist, ist das Leveldesign und die Einführung neuer Elemente sowie deren Telegraphing (hier das falsche Wort, aber ihr wisst, was ich meine).
 

Biber

GUF Legende
25 August 2016
3.136
360
83
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Bloo Kid 2
Ein Retro-Plattformer, der mich auf meinen AMIGA 500 zurückversetzt hat. Ich sah James Pond, Giana Sisters, Rainbow Islands und Rick Dangerous. Viele der Levelelemente sind sehr wahrscheinlich auch direkte Bezüge auf Spiele dieser Ära. Und wie es aussieht, spielt sich Bloo Kid 2 auch. Im Guten wie im Schlechten. Es war ein schöner Retro-Trip auf eine Plattform, die eher selten bedacht wird. Kopien von Mega Man, DuckTales, Metroid, Zelda, R-Type und alten RPGs sind wesentlich häufiger als AMIGA-Plattformer. Und es gibt auch ein paar Quality-of-Life-Anpassungen wie Checkpoints, ein normales Speichersystem nach jedem Level und ein recht cleveres Punktesystem, die einem modernen Spieler entgegenkommen. Überhaupt hat mich das Spiel ins Nachdenken darüber gebracht, ob das alte System, bei einem Game Over das ganze Spiel noch einmal spielen zu müssen, irgendwelche Vorteile aus Spielersicht hatte. Das einzige, was mir einfiel, ist dass einen dazu bringt, die frühen Passagen wirklich gut spielen zu müssen, um alle Extraleben aufzusammeln und keine zu verlieren. Es reicht also nicht, einmal durch Level 1-1 durchzueiern. Dass einen alte Spiele aber durch Game-Overs ohne Continues dazu gezwungen haben, ist natürlich etwas archiaisch und blöd. Bloo Kid 2 hat hier eine gute Alternative gefunden: In jedem Level gibt es sechs Aufgaben neben dem Erreichen des Ziels: Alle Gegner killen, mit vollen Herzen ins Ziel kommen, in einem engen Zeitlimit das Level zu absolvieren, die drei versteckten blauen Sterne zu finden, alle gewöhnlichen Sterne, die etwas offener herumliegen, zu finden und ganz am Ende einen schnell weglfiegenden Ballon zu erwischen, bevor er entfliegt.. Mit den für jede Aufgabe erhaltenen Levelsternen, also fünf pro Level, kann man dann bis zu drei Bonusstages pro Welt freischalten (es gibt 5 Welten zu je acht Levels plus Boss und drei Bonuslevels). Das ist nett, weil man zwar durch das Spiel durchkommt, wenn man einfach nur zum Ziel gelangt, aber eine Motivation hat, alles abzusuchen, keine Herzen zu verlieren und sehr schnell zu sein. Damit braucht das Spiel also nicht die Game-Overs von damals, um den Spieler dazu zu bringen, die Level gut zu absolvieren. Gut, das machen 10.000 Spiele mit optionalen Items und anderen Schranken für Bonus-Content, aber dieses 6-Aufgaben-System hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Das Gameplay ist auch ordentlich, man hat einen Doppelsprung und kann ganz gut mit dem Bouncen von Gegnerköpfern arbeiten, die Secrets sind teilweise nett versteckt und haben mich dabei auch sehr an die AMIGA-Zeit erinnert mit Wänden, durch die man durchlaufen kann oder Decken über die man zurückläuft. Das ist alles sehr schön. Leider ist das Leveldesign etwas mau und ziemlich willkürlich. Es ist trotz der Themenwelten einfach eine Art Levelsammlung und die Bonuslevel unterscheiden sich nicht vom Rest, weshalb ich auch nicht motiviert war, alle freizuschalten. Ein Autoscrolllevel und zwei Loren-Level die offensichtlich an DKC angelehnt waren, waren das höchste der Gefühle. Toll aber bei deinem Loren-Level: Dort war ein Secret genauso versteckt wie in einem Loren-DKC-Level, das man ohne dieses Wissen kaum hätte finden können. Top Easter-Egg. Aber ansonsten sind die Level halt einfach irgendwie gezogene Hügel und Höhlen und hier und da mal ein Element mit Steinen, die man mit explosiven Gegnern öffnen muss, aber mehr auch nicht. Und auch, wenn es faire Checkpoints gibt, spielt sich das Spiel eben auch im Schlechten wie eines von damals und hat einige unfaire Stellen, bei denen man Fallen nicht sehen kann, bevor man das erste Mal in sie reinfällt. Ansonsten ist es auch sehr simpel. Die Gegnertypen haben zwar alle unterschiedliche Bewegungsmuster, aber es gibt einfach nicht so viele. Kurzum: Man hat sich Mühe gegeben, aber es hat nicht in allen Aspekten gereicht. Am Ende blieb ein symphatischer Ausflug in eine vergessene Gamer-Zeit mit tollen Zitaten, das sich ordentlich spielt, aber wenig Substanz und schon gar keine Großartigkeit bietet.
 

Biber

GUF Legende
25 August 2016
3.136
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Milkmaid of the Milky Way
Erinnert ihr euch noch an Shareware-Spiele? Kostenlose Spiele, die länger als eine Demo waren, aber doch nur dazu dienen sollten, die Spieler dazu zu bringen, die Vollversion zu kaufen? So fühlt sich Milkmaid of the Milky Way an, ein 1-Mann-Projekt aus Norwegen, ein Point & Click voll und ganz in der Machart von Monkey Island 1 oder Indiana Jones 3. Es hat ein paar gute Besonderheiten, zum Beispiel den Plot: Man steuert eine junge Bauersfrau, die nach dem Tod ihrer Eltern ganz alleine die kleine Farm mit den vier Kühen betreibt, um Butter und Käse herzustellen, doch eines Nachts werden ihre Kühe von Aliens entführt, weil die selbst eine Herde haben, die aber super alt ist und die sie mit ihrer Verjüngungsmaschine und den Kühen unserer Protagonistin zu verjüngen gedenken. Toll! Nur vielleicht toll: Jede Zeile im Spiel reimt sich. Ich weiß nicht, warum. Am Anfang hat es mich genervt, später fand ich es schrullig-nett. Ansonsten gibt es sehr klassische Point & Click - Kost, ,was aber nichts schlechtes ist, weil mir die meisten jüngeren Genrevertreter meist nicht so gut gefallen. Das Spiel ist offensichtlich eine "Labour of Love" von jemandem, der früher gerne Monkey Island gespielt hat und sowas auch mal machen wollte, dazu eine sehr frisches und schräges Setting genommen hat, hübsche Pixelart gezeichnet hat, einen passenden Soundtrack dazu gepackt und hier und da guten Humor beweist. Es ist nicht schwer, man rauscht in 70-80 Minuten durch das Spiel und wenn andere Spiele anfangen, hört dieses auf. Ich hätte tatsächlich mehr erwartet und war dann auch ein wenig enttäuscht, aber jetzt im Nachhinein ist das wirklich ein durchweg symphatisches Spiel, das logische, kleinere P&C-Areale bietet, die durchaus etwas kniffliger hätten sein können. Zu leicht, zu kurz, ansonsten gut.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.712
245
63
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Bergisch Gladbach
11.) Control

Anfangs war ich noch recht angetan aber ziemlich zur mitte hin hab ich nach und nach die Lust verloren. Wenn ich morgen Lust finde, führ ich das gern mal genauer aus. Guybrush hat einige Punkte genannt die ihn nur wenig störten für mich aber beinahe essentielle spielspaß-killer waren. Ich kann das Spiel bedingt empfehlen. Zur Story mache ich keine Aussage und werde sie nicht bewerten. War wohl einfach nicht mein Bier. Ich hab sogar die Endsequenz weggedrückt.
 

Zeratul

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24 August 2016
1.602
283
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Resident Evil 3
Ich habe das Original nicht gespielt, von daher war Resident Evil 3 für mich eine rundum neue Erfahrung. Und eine äußerst gute. Vom Grundprinzip her funktioniert es haargenau wie der Vorgänger. Das fängt bei der Schulterperspektive an, über die Art und Weise wie das Inventar aufgebaut ist und erweitert wird, bis hin zum Kombinieren von Schießpulver um verschiedene Munitionsarten herzustellen. Neu ist hingegen einerseits, dass das Messer wieder eine normale Waffe ist und sich nicht wie im Vorgänger nach kurzer Zeit schon abnutzt. Die zweite Veränderung ist der Ausweichschritt, der vor allem in den Bosskämpfen überlebenswichtig ist. Beides Veränderungen, die ich sehr begrüße.
Apropos Bosskämpfe: Die fand ich wirklich gut gemacht und auch relativ abwechslungsreich. Ich würde sogar sagen noch ein gutes Stückchen besser als in RE2. Insgesamt fand ich Nemesis eigentlich besser als Mr. X im Vorgänger. Der war teilweise einfach nur nervig, gerade im B-Szenario. Nemesis hingegen wirkt sogar schon fast bedrohlicher und aggressiver, verfolgt den Spieler aber nicht so permanent wie Mr. X, sondern nur in gewissen Abschnitten des Spiels.
Vom Spielablauf her würde ich sagen, dass der Ablauf von RE3 wesentlich linearer ist als der von Teil 2. Es ist immer relativ klar wo man hin muss und es kommt eher selten vor, dass man in einem Gebiet mehrmals im Kreis bzw. ständig hin und her läuft, weil man wieder einen neuen Weg öffnen kann. Dadurch ist das Pacing des Spiels wesentlich flotter und die nervige Suche nach dem richtigen Weg entfällt. Wobei ich mich in Teil 2 nicht daran erinnern könnte, dass ich mal längere Zeit nach dem Weg gesucht habe, aber es kam durchaus vor, dass man mal von einem Ende der Polizeistation zum anderen musste, nur um irgendwo eine Tür zu öffnen und dann ging es den ganzen Weg wieder zurück.

Einziges großes Manko an Resident Evil 3 ist die Spielzeit. Nach gerade einmal 5:07h war ich durch. Und ich habe mir wirklich Zeit gelassen und nahezu alles im Spiel gefunden. Und im Gegensatz zu Teil 1 und 2 gibt es keinen zweiten Charakter oder ein B-Szenario, das noch etwas neues bieten würde. Im Vorgänger war bereits der erste Durchgang mit Leon ein gutes Stück länger (ich glaube um die 7 Stunden, eventuell sogar länger) und dann gab es noch das B-Szenario mit Claire, mit dem man auch nochmal gut 5 Stunden Spaß hatte. Klar gibt es hier dafür Resistance, aber da muss ich auch erstmal testen, ob das ein würdiger Ersatz für einen zweiten Charakter ist.

Fazit: Kurzer aber genialer Nachfolger zu Resident Evil 2. Wer damit bereits Spaß hatte, wird auch hiermit seinen Spaß haben. Ob einem die kurze Spielzeit der volle Preis wert ist, muss jeder für sich entscheiden.

9/10

Mein Gesamtranking der Reihe sähe demnach aktuell wie folgt aus:

1. Resident Evil 4
2. Resident Evil 2 (Remake)
3. Resident Evil 1 (Remaster)
4. Resident Evil 3 (Remake)
5 Resident Evil 7 (nur als Zuschauer, daher nicht fix. Muss ich selbst noch spielen.)
6. Resident Evil Zero
7. Resident Evil 5

Werde mir jetzt auch nach und nach noch den Rest der Reihe geben, inklusive des verpönten 6. Teils. Ich habe Devil May Cry 2 überstanden, schlimmer kann es nicht kommen.
 

Biber

GUF Legende
25 August 2016
3.136
360
83
Hamburg
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Super Life of Pixel
So ähnlich wie Bloo Kid 2 ein Hommage-Spiel. Hier aber nicht nur an den Amiga, sondern an mindestens ein Dutzend alter Konsolen, wobei ich von den meisten nie etwas gehört habe. Aber die Klassiker sind dabei: C64, Amiga, NES, SNES, Game Boy, Saturn. In diesem Spiel basiert jede Welt auf einer anderen Konsole und technisch wurde das Spiel dann 1:1 nach den jeweiligen technischen Möglichkeiten umgesetzt. Das funktioniert sehr gut und erhöht die Motivation, die nächste Welt freizuschalten. Dazu kommen kurze Infotexte zu den Konsolen und ihren Möglichkeiten sowie ein fantastischer Soundtrack, der ebenfalls an die jeweiligen technischen Möglichkeiten angepasst ist. Die Level selbst enthalten dann zahlreiche Bezüge zu Spielen der Konsolen - das ganze Spiel ist ein einziges Videospielmuseum und als solches wirklich sehr, sehr gelungen. Es schalten sich sogar Gameplayfähigkeiten mit zunehmend komplexeren Konsolen frei wie das Gedrückthalten der Sprungtaste für unterschiedliche Sprunghöhen oder Level, die über mehr als einen Screen verfügen. Leider hat das Spiel auch den Frust alter Konsolen übertragen und so stirbt man viel zu oft und muss dann ganze Level wiederholen. Zunächst sind die Level so überschaubar und kurz, dass es nicht stört, aber am Ende fühlt man sich wie der AVGN und will die Switch kaputtbeißen, weil man wieder ganz am Ende eines Levels an diesen schnell umherpesenden Plattformen scheitert. So habe ich dann die letzten Konsolen auch einfach nicht mehr zu Ende gespielt, aber doch das allermeiste vom Spiel gesehen. Ein paar versteckte Secrets haben mir auch sehr gut gefallen. Das reine Gameplay ist etwas zu stumpf, das absolute Basispack eines Plattformers mit ein paar Extras wie Jetpacks oder Skateboards, die sich alle sehr clunky steuern. Ich habe den Eindruck, dass man es mit der Treue zum Original etwas übertrieben hat und sich ein bisschen mehr gegen das Museum und für ein spaßiges Spiel hätte entscheiden sollen. Trotzdem bereue ich es nicht, denn es hat seinen Zweck gut erfüllt und mir viel Retro-Freude bereitet, obwohl ich die meisten der Geräte gar nicht kenne, weil ich einfach so ein Jungspund bin.
 

Ripchip

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24 August 2016
1.831
188
63
39
18. LocoRoco Remastered :ps4:

Nach einem Monat endlich mal wieder ein Spiel durch, hat zwar praktisch nur einen Abend gedauert, aber der war echt spaßig. Die Grafik und die Musik muss man mögen, dann entfaltet sich das Spiel und ist auch gar nicht so leicht, wenn man viel sammeln will.

8/10
 

Zeratul

Mitglied
24 August 2016
1.602
283
83
Wonder Boy: The Dragon's Trap
Ein schönes Retro-Spiel mit einem sehr sympathischen Grafikstil und einem hervorragenden Soundtrack. Das Gameplay ist natürlich ziemlich Retro mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Was mir bei den Nachteilen am meisten missfiel, war das Fehlen jeglicher Checkpoints. Manche Abschnitte sind ja schon verdammt lange und da ist es unglaublich nervig, wenn ich nach einem Tod den ganzen Weg nochmal bestreiten muss. Am meisten aufgefallen ist mir das beim Untergrund, wo ich fälschlicherweise auch mit Mouse-Man hingegangen bin. Sowohl der Weg dahin als auch der Daimyo-Tempel waren so unfassbar schwer bzw nahezu unmöglich. Erst nachdem ich den Tempel so 2, 3 mal erreicht hatte, habe ich nachgeschaut, ob das aktuell wirklich der richtige Weg ist. Als Lion-Man später war das dann wieder gar kein Problem. Auch da hätte das Spiel es irgendwie " verhindern" müssen, dass ich mit dem falschen Charakter dort herumlaufe, z.B. indem ich einen Weg passieren muss, den ich nur als Lion-Man öffnen kann. Auch hätte man manche Dinge zumindest ansatzweise erklären können, wie z.B. das "Special" verschiedener Waffen und Rüstungen durch einen Einzeiler. Z.B. wie man die Verwandlungsfunktion des tasmanischen Schwertes benutzt oder was genau nun der Hades-Panzer bringt.
Insgesamt hatte ich durchaus viel Spaß mit Wonder Boy, aber es gehört definitiv nicht zu den besten Metroidvanias auf dem Markt. Da sollte man zuerst Hollow Knight, Ori 1 und 2 oder Axiom Verge spielen. Wenn man dann noch Bock auf Metroidvanias hat, kann man sich Wonder Boy getrost mal geben.

7/10


Resident Evil: Revelations

Das etwas andere Resident Evil. Das mag sicher auch daran liegen, dass es erstmalig auf einem Handheld (dem 3DS) veröffnetlicht wurde, aber es ist insgesamt in seiner Spielweise schon ein sehr reduziertes Resident Evil Erlebnis. Es gibt kein Inventar und somit auch keine Itemverwaltung, man kombiniert oder untersucht keine Gegenstände und Rätsel gibt es eigentlich auch nur in einer Form, nämlich dem Wiederherstellen des Stroms an bestimmten Schaltkästen.
Von der Ausrichtung her wechseln sich sehr actionreiche Abschnitte mit typischen Survival-Horror-Abschnitten ab, wobei der Horror-Faktor bis auf vllt ein oder zwei Teilepisoden recht gering ausfällt. Dazu trägt unter anderem auch bei, dass man fast immer einen Begleitcharakter an seiner Seite hat, wodurch das Gefühl auf sich alleine gestellt zu sein komplett entfällt. Aber auch das Verhalten und die teils fragwürdigen Dialoge der Charaktere führen dazu, dass keine unheimliche Atmosphäre aufkommt. Wenn Keith und Quint ständig irgendwelche dummen Sprüche reißen oder Jessica einen lächerlichen Spruch nach dem anderen bringt, fällt es schwer eine gruselige Atmosphäre aufkommen zu lassen. Wenn die Charaktere in der Geschichte die Geschehnisse nicht ernst nehmen, wie soll es dann der Spieler tun? Insgesamt ging mir die Ausrichtung etwas zu stark in Richtung Action und Trash. Obwohl die Geschichte an sich sicherlich mit zu den interessantesten der Resident Evil Reihe gehört, was aber angesichts der Konkurrenz auch nicht sonderlich schwer ist.
Die "Offenbarung" als die viele Revelations nach Teil 5 bezeichnet haben, sehe ich hier definitiv nicht. Ob das daran liegt, dass ich erst vor einem Jahr die großartigen Remaster bzw Remakes von Teil 1 und 2 gespielt habe sowie jetzt gerade Teil 3 und nicht der verhältnismäßig schlechte Teil 5 mein letztes Resi war, das kann ich nicht sagen. Mir fällt es schwer Revelations in einem Gesamtranking der RE-Spiele einzuordnen, vor allem weil Zero und Teil 5 einfach schon zu lange her sind. Ich weiß nur, dass ich es ohne zu überlegen hinter 1, 2, 3, 4 und 7 einordnen würde. An Zero habe ich eigentlich bessere Erinnerungen als an Revelations, aber das war auch das erste RE, das ich komplett alleine durchgespielt habe. Ich fand Zero auch generell nicht so schlecht, wie es viele machen.

7/10

Ich würde sagen das Gesamtranking sähe dann am ehesten wie folgt aus:

1. Resident Evil 4
2. Resident Evil 2 (Remake)
3. Resident Evil 1 (Remaster)
4. Resident Evil 3 (Remake)
5 Resident Evil 7 (nur als Zuschauer, daher nicht fix. Muss ich selbst noch spielen.)
6. Resident Evil Zero
7. Resident Evil: Revelations 1
8. Resident Evil 5

Next: Revelations 2, danach 6 und 7.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.804
91
48
6. Bloodborne

Fast zweieinhalb Jahre nachdem ich es (im letzten Gebiet...) abgebrochen hatte, habe ich einen neuen Anlauf gestartet, diesmal aber erst nur das Grundspiel, das durch PS+ verfügbar war.
Mit ein paar Grundtipps (Arcane und Bloodtinge z.B. erstmal ignoriert und Ludwigs Holy Blade genutzt) kam ich größtenteils überraschend gut durch.
Gegen Ende habe ich doch noch die Goty wieder ausgeliehen und auch den DLC gespielt.

Parieren konnte ich auch in diesem Durchgang sehr schlecht.
Setting und Storytelling sind nicht so mein Fall und die Geschichte bleibt für mich auch nach allen Enden und dem DLC unklar.

Mir fehlt noch etwas Fortschritt in den festgelegten Chalice Dungeons, aber da bin ich nicht sicher, ob ich das noch abschließen werde.

2020:
1. Final Fantasy XV Royal Edition
2. Bioshock Infinite
3. Dragon Age Inquisition
4. Valkyria Revolution
5. Nioh 2
 
Zuletzt editiert:

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.712
245
63
33
Bergisch Gladbach
12.) Resident Evil 3

alle Eindrücke daheim thread nachzulesen. Ich hab 4 Stunden und 45 Minuten gebraucht und hatte am Ende etwa noch 8 volle Heilungen übrig und Munition um etwa noch 50 Zombies zu erschiessen. So grob geschätzt.
 
Zuletzt editiert:

Ryudo

Mitglied
25 August 2016
453
45
28
Oh, da bist Du aber wirklich fix durch. Ich hab 5:50 gebraucht.
Wenn man überlegt, dass ich bei FFVII schon jetzt mehr Spielzeit habe.
Fairerweise muss man aber sagen, dass in Resi 3 in der kurzen Zeit mehr passiert ist. In FF hab ich Ratten gejagt und Katzen gesammelt...
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.712
245
63
33
Bergisch Gladbach
13.) Atone (Apple Arcade)

nunja ich hab wohl eines der vier endings gesehen. artstyle war interessant. Story hat mich irgendwann verloren.
dennoch ein kleines nettes geradliniges Adventure das mit Puzzles aufgelockert wird. Kämpfe gibt es auch und waren der Grund warum ich es überhaupt gespielt habe. Die kampfsequenzen sind im Grunde kleine Guitar Hero einlagen. Die Musik dabei war meistens nett und wären man so am Bildschirm rumdrückt laufen nette Kampf Animationen im Hintergrund. Kann man spielen wenn man schon für Arcade zahlt.
 

Biber

GUF Legende
25 August 2016
3.136
360
83
Hamburg
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N++
Was für eine Enttäuschung. Angepriesen als der ultimative Hardcoreplattformer mit einer einmaligen Steuerung und mehr als 4.000 von Hand designten Leveln, die allesamt exzellent sein sollen. Ich habe mich an das Mammutprojekt gewagt. Das sogenannte "Intro" umfasst schon 125 Levels und ich habe mich gelangweilt durchgequält. Dann kommt das Hauptspiel und es unterscheidet sich nicht. N++ hat eine gewöhnungsbedürftige, aber in der Tat interessante Steuerung, bei der es um Momentum, Beschleunigung und Flugkurven geht. Was sich zunächst floaty und schwammig anfühlt, wird schnell komplex und hochpräzise. Der richtige Anlauf, die richtige Sprunghöhe und der richtige Aufprallwinkel entscheiden darüber, ob man elegant durch die Level segelt oder um Boden zerschellt oder von einem der vielen Hindernisse zerfetzt wird. Das ist im Grunde eine starke Basis für einen Plattformer, aber leider ist die erstaunliche Menge der Level und die Art, wie sie aufgebaut und aneinandergereiht sind, ein für mich so großes Problem, dass ich nichtmal bis zur Hälfte gespielt habe - was mich immer noch auf mindestens 1.000 absolvierte Level bringt. Diese haben immer einen Screen und man muss in jedem Level das Ziel mittels eines Schalters öffnen, es danach erreichen und auf dem Weg dorthin möglichst alle gelben Whatevers einsammeln. Diese bringen mehr Zeit, was wichtig ist, da das Spiel stark auf Speedruns fokussiert ist und sorgen, sofern man restlos alle sammelt, für eine Auszeichnung. Hier ist das erste große Problem: In vielen Levels ist es so nervig, wirklich alle zu sammeln, dass man gleich ganz darauf verzichten kann. Für nur einen Teil der Dinger einen Umweg zu machen, lohnt sich weder zum Zeitgewinn, weil es meist mehr kostet als bringt, noch für irgendwas anderes. Nur das Ziel zu erreichen ist in diesen Levels jedoch meist dermaßen einfach, dass man kaum gefordert wird. Das mag in späteren Levels anders sein, aber wenn ich mich durch 2.000 Levels durchschnarchen muss, um dahin zu gelangen, ist das ein Problem. Man kann zudem zwar durch verschiedene Farbpaletten durchwechseln, aber doch führt der minimalistische Look dazu, dass alle der unzähligen Level monoton aussehen. Es gibt keine Themen, keine Progression. Dass es zu den 4.000 Levels noch unendlich viele von der Community designte gibt, ist kein Wunder, denn genauso fühlt sich das Hauptspiel an - wie eine Ansammlung von Usercontent. Der Schwierigkeitsgrad wechselt völlig beliebig, Levelelemente werden nicht aufeinander aufgebaut. Es gibt nur Leveldesign innerhalb der einzelnen Level, aber keine übergreifende Handschrift des Entwicklerteams. Es ist ein Baukastenspiel: Hier habt ihr X Elemente, macht irgnedwas draus. Das kann man bei dem starken Gameplay vielleicht 100 Level lang machen, aber nicht 4.000. Übrig bleibt ein Spiel, das zwar irgendwie coole Elemente hatte, mich aber zu keinem Zeitpunkt motiviert, herausgefordert oder begeistert hat, dafür oft gelangweilt und frustriert. Es ist mir ein Rätsel, dass das so einen Ruf hat und so eine treue Community, die auch Userlevel 17.000 zu Tode spielen, um den Weltrekord aufzustellen. Sehr schade.
 

Imur

Newbie
8 Januar 2018
154
77
28
Das tut mir leid, ich habe es dir ja auch empfohlen. Meine Erfahrung kommt eher aus N+ und das hat mit sehr gut gefallen, das hat aber auch bedeutend weniger Level. Vielleicht haben sie auch auch einfach übernommen. Das Grundgameplay finde ich tatsächlich super und das wird sich ja kaum verändert haben.
 
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Law

Administrator
Team
22 August 2016
1.028
315
83
12.) Resident Evil 3

alle Eindrücke daheim thread nachzulesen. Ich hab 4 Stunden und 45 Minuten gebraucht und hatte am Ende etwa noch 8 volle Heilungen übrig und Munition um etwa noch 50 Zombies zu erschiessen. So grob geschätzt.
War das deine tatsächliche Spielzeit? Ich hab gehört, dass RE3 am Ende dem Spieler groß die reine Gameplayzeit anzeigt (sämtliche Cutscenes und auch Neuversuche bei der Rechnung aber ausklammert) und die wirkliche Gesamtzeit nur oben klein in der Ecke anzeigt. Dadurch verbreitet sich gerade etwas der Irrglaube, dass das Spiel deutlich kürzer sei als es tatsächlich ist. Ich hab eher was von 7 Stunden gehört, was ja schon ein deutlicher Unterschied zu nicht mal 5 ist.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
2.712
245
63
33
Bergisch Gladbach
Ich habe oben rechts in der Ecke eine Spielzeit von 6:30 angezeigt bekommen. Aber das dürfte verwässert sein wildes wohl die komplette Zeit von allem ist. Und ich hatte das Spiel noch mal neu gestartet nachdem ich etwa 30 Minuten auf Hard gespielt habe und dann nochmal von normal angefangen habe. aber Ka ob das mit rein zählt. und dann hab ich mal ne halbe Stunde auf Pause gelassen wegen meinem Sohn. Gestorben bin ich weniger als 10 mal.

aber lass dich nicht täuschen. Ich habe mit der Zeit den aller Schlechtesten Rank abgelegt. 4:30 wäre der erste Marker gewesen Für Bronze auf Standard. Das Spiel ist unheimlich kurz. Hier eine Übersicht der großen Gebiete wobei das erste davon noch das komplexeste ist.

demo abschnitt (Stadt)
kanalisation
rpd mit carlos
krankenhaus carlos
Labor jill

das wird gespickt mit fluchtsequenzen, bosskämpfen und cutscenes, also event gameplay Zwischen den Gebieten.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.398
242
63
8. Shenmue 3
Was soll ich sagen, es spielt sich wesentlich besser als Teil 1 und 2 und der Anfang in Bailu war ja noch ok, auch wenn da schon das ganze Glücksspiel in einem abgelegenen Bergdorf die Fassade ziemlich gestört hat. Aber ab Niaowu wurde es dann doch blöd. Da rennt man dann durch die Gegend und es hat alles so wenig Zusammenhang mit dem Ziel und der Story. Auch die neuen Leute die man kennenlernt sind irgendwie so belangslos. Das haben Teil 1 und 2 noch deutlich besser geschafft. Das ist dann zwar nett, dass die einem am Ende helfen, aber man denkt sich so "ok, die hab ich doch nur kurz kennengelernt, warum?". Das Ende war dann ja wieder ganz interessant. Aber es fühlt sich echt alles so gestreckt an, dass ich es besser gefunden hätte wenn das Spiel etwas straffer durch die Story geleitet hätte und man dafür dann mehr Story reingebracht hätte. Ich würde wohl noch einen weiteren Teil kaufen evtl. aber definitiv nicht mehr vorher Geld reinstecken.
Note: 4+


2020:
  1. Gato Roboto
  2. Star Wars: Jedi Fallen Order
  3. Cadence of Hyrule - Octavos Ode DLC
  4. Death Stranding
  5. Bloodstained
  6. Sparklite
  7. Life ist Strange 2
Abgebrochen:
  1. The Messenger
  2. Iconoclasts

2019
2018
2017
2016 & 2015
 

Aemeath

Newbie
18 November 2018
216
53
28
34
Hamburg
The Dark Pictures Anthology: Man of Medan

Habe das komplett mit einer Freundin online zusammen durchgespielt. Dadurch haben sich teils wirklich abgefahrene Momente ergeben und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das solo gut funktionieren soll. Mal 1 konkretes Beispiel:

Das Intro mit Joe und Charlie. Man spielt 2 Soldaten die nach einer durchgefeierten Nacht an unterschiedlichen Orten auf ihrem Schiff aufwachen. Der eine auf der Krankenstation, der andere im Knast. Von jetzt an konnten wir uns simultan auf dem Schiff bewegen, so gut es denn ging da die Zellentür abgeschlossen war. Zum Glück hatte ich auf der Krankenstation einen Schlüssel gefunden für eben diese Zelle. Also direkt zu meiner Freundin hin, ihr die Tür aufgeschlossen und dann ging es los mit dem gemeinsamen erkunden des Schiffes. Zumindest für eine Weile denn nun fängt das Intro zum Spiel erst richtig an. Mein Character fing an einen toten Jungen zu sehen der aber auf dem Bildschirm meiner Freundin nie zu sehen war, da ihr Character damit nichts zu tun hatte. Wir konnten also direkt nebeneinander stehen und ich sehe etwas das sie nicht sieht, und natürlich auch anders herum. Das war schon ziemlich abgefahren weil wir natürlich übers Headset miteinander gesprochen haben, also gab es richtig typische Momente wie "hast du das gerade gehört?!" und von ihr dann ein "Nein, war da was?". Das war herrlich, als ob wir beide Protagonisten in einem Horrorfilm geworden wären. Das Finale des Intros hat den Vogel dann vollends abgeschossen. Wir gingen zwar zusammen in eine große Halle, waren aber plötzlich getrennt von einander, was uns erst gar nicht auf fiel. Sie sagte dann zu mir sie habe gerade die Wahl ob sie laufen, oder sich verstecken soll. Das hab ich erstmal so hingenommen da ich eigene Probleme hatte. Der Geisterjunge lief wild um mich herum, zumindest wollte mir mein Sorround System das weiss machen, und plötzlich tauchte ein Schrank vor mir auf und der Junge lief hinein. Ich hatte kurz vorher ein Gewehr gefunden und hatte nun die Wahl auf den Schrank zu schießen. Da das alles recht intensiv war hab ich nicht lang gezögert und auf den Schrank geschossen. Hab den Schrank danach geöffnet, da fiel eine Leiche heraus und mein Character erlitt einen Herzstillstand. Meine Freundin sagte mir dann dass sie die Wahl hatte sich in einem Schrank zu verstecken und gerade erschossen wurde. Von mir, wie sich herausstellte.

Das war ein unglaublich guter Moment, und das kann doch als solo Spieler gar nicht funktionieren? Wollte das Spiel demnächst noch mal solo angehen und schauen wie das dann läuft.

Allein für den online Multiplayer Modus hat sich der Kauf schon absolut gelohnt. Sonst war es nett, aber ohne den speziellen Modus kam es nicht an Until Dawn ran. Es war recht kurz und es hätten gern noch ein paar Schocker mehr sein dürfen. Ausserdem war der Kurator etwas überflüssig, der Psychiater aus Until Dawn war da schon sinnvoller eingebaut. Bin aber trotzdem sehr gespannt auf die nächste Geschichte, nach dem Abspann gab es dafür schon einen Trailer der recht vielversprechend aussah.

7/10
 
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19 November 2018
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Pokémon Schwert Switch

Ein gutes Rollenspiel, das nicht mit den Großen des Genres mithalten kann - das schreibe ich aber aus der Perspektive eines Spielers, der in einem Spiel nicht alles haben muss. Wen das Sammelfieber packt, wird mit dem Spiel mehr anfangen können als ich.

Leider war es nicht mein erstes Pokémon. Pokémon Colosseum und Pokémon XD Der dunkle Sturm haben mir mit ihrem Fokus auf Doppelkämpfe die Hauptreihe mit Ihrem Fokus auf Einzelkämpfe verdorben. Ich wusste die ganze Zeit, dass die Kämpfe spannender sien könnten, wenn man fast immer Doppel- statt Einzelkämpfe machen könnte.