Ist die Geschichte von The Legend of Zelda sinnlos? (+ähnlichezyklische Storys)

Shogoki

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25 August 2016
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Die Sinnsuche ist der Sinn des Lebens. Da es keinen gibt, kann man damit sein ganzes Leben verbringen.

Dass Link sich nicht super und etwas nutzlos nach einem Sieg über Ganon fühlt, kann man in Link´s Awakening sehen. Er suchte neue Herausforderungen, da Hyrule vorerst wieder friedlich leben konnte. Dort machte es für ihn keinen Sinn mehr, also segelte er ins Unbekannte hinaus; etwas, das genau seinem Charakter entspricht - mutig zu sein.
Also fällt er nach einem Sieg nicht in ein tiefes Loch, sondern sucht aktiv weiter Wege, um seine Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.807
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Zumindest manche Links machen das wohl so. Der Wind Waker Link bricht ja auch mit dem Schiff auf.
Und wenn kein Feimd mehr zu bekämpfen ist, wagt Link eben das Abenteuer Ehe mit Prinzessin Zelda :ugly:
 

puka

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28 August 2016
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[quote quote=24975]<blockquote><div class="d4p-bbt-quote-title"><a href="http://www.gaming-universe.de/guf/topic/ist-die-geschichte-von-the-legend-of-zelda-sinnlos-aehnlichezyklische-storys/#post-24974" rel="nofollow">Puka schrieb:</a></div>
Richtig, Fauli. Warum weiterleben, wenn man Ende sowieso stirbt.

</blockquote>
Das führt zwar über die Fragestellung hinaus, aber dein Sarkasmus greift nicht. Die Sinnsuche ist ein echtes Element, und ohne Sinn wäre tatsächlich gleich, ob man lebt oder tot ist.

[/quote]

Die Sinnsuche ist ein echtes Element? Ein echtes Element von was?

Da dir die eine Analogie offenbar zu schwierig ist:

Warum soll ich mich waschen, wenn ich eh wieder dreckig werde
Warum soll ich was essen, wenn ich eh wieder hungrig werde

Überhaupt erklären zu müssen, dass Links dauernde Siege über das Böse, den Frieden wahren und Leben retten, ist einfach nur dumm und deiner nicht würdig. Kann ja sein, dass diese Zustände nicht für alle Ewigkeit halten, aber je länger desto besser. Wenn du die Sinn des Lebens Karte spielen willst, dann bleibt es immer noch dumm, weil auch das Sinnlose schön sein kann, und das schöne doch immer besser als das schreckliche ist. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, der einzige Sinn, des Sinnlosen ist die Schönheit, aber das führt jetzt etwas weit.
 

valet

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8 August 2016
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Puka, jemandem in einer Diskussion, die sich in der Hauptsache um die persönliche Philosophie dreht, Dummheit zu unterstellen, ist absolut überheblich. Hast du überhaupt Bock auf Diskussion oder fühlst du dich persönlich beleidigt, weil jemand die Zelda-Geschichte in Frage stellt?

Vielleicht versuchst du es noch einmal sachlich. Ich antworte deshalb trotz deiner Attitüde: "Je länger der Frieden anhält, desto besser". Also würdest du einen Schwerkranken ewig an lebenserhaltenden Maschinen angeschlossen lassen, auch wenn jeder Arzt sagt "es ist hoffnungslos, das wird nicht wieder besser"? Anders formuliert: Findest du nicht, dass es wahrhaft heldenhaft wäre, das Böse endgültig zu bekämpfen und nicht nur auf dessen temporäres Verbannen hinzuarbeiten? Unsere bisherigen Links betrifft das nicht, weil sie von den höheren Mächten im Dunkeln gelassen werden, aber wir als Spieler wissen es, und da Miyamoto selbst immer wieder Link als Spielercharakter beschrieben hat, gilt, dass wir als Held wissen: Gefahr für eine kurze Zeit gebannt, aber demnächst sterben wieder Unschuldige. Warum? Weil wir damit zufrieden waren, eine Pause zu schaffen.

Ich glaube, dass hier einige nicht Spiel und Geschichte trennen können und sich dazu noch persönlich beleidigt fühlen, wenn ich die Zelda-Story in Frage stelle :D Als oberflächliches Konstrukt für eine ewig-fortgesetzte Videospielreihe ergibt es ein wenig Sinn. Als Geschichte allein ist es ziemlich schlecht. Wer würde eine Romanreihe lesen, die jeden Band mit dem Ausbruch Ganons aus der Hölle einleiten und mit seiner Verbannung enden ließe?

Viele Zelda-Fans sind sich ohnehin einig, dass Ganon als Gegner langweilig ist. Was spricht dagegen, die Geschichte endlich zu einem epischen Höhepunkt zu führen, in dessen Rahmen der ewige Zyklus durchbrochen wird? Und anschließend führt man die Geschichte auf neue Pfade. Das beste 2D-Zelda, Link´s Awakening, ist unter Abwesenheit des Zyklus entstanden. Majora´s Mask, der größte Geheimtip der Franchise, ebenfalls. Und man müsste Ganon noch nichtmal für immer beiseite legen. Hauptsache, der vorhersehbare Kreislauf ist passé. Ein wunderbares Beispiel ist der Anime Jojo´s Bizarre Adventure. Da gibt es anfangs den Oberbösewicht Dio. Dann wird er "endgültig" besiegt. Andere Feinde tauchen auf. Dann kommt er doch wieder überraschend zurück. Wieder andere Gegner. Jetzt aktuell wird die Vergangenheit Dios angesprochen, ohne, dass er wirklich in der Geschichte vorkommt. Ähnliches könnte man auch für Zelda tun. Warum der ewige Kreislauf, wenn man auch einfach einen Ganon-Kult haben kann? Das hat dann nostalgische Anlehnung an etablierte Zelda-Elemente, ohne aber immer wieder Repetition aufkommen zu lassen.

Aktuell ist die Zelda-Geschichte sinnlos und wenig heldenhaft.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.807
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Aber in dem Fall käme trotzdem "das Böse" in vielerlei Gestalt immer wieder, der Kampf wäre sinnlos? Ausser, du möchtest, dass The Legend of Zelda den Kampf gegen das Böse nicht mehr thematisiert.

Dass die Ganon-Sache faul von Nintendo ist, lässt sich aber schwer bestreiten.

Aus Spielersicht kann man den meisten Videospiecharakteren den Heldenstatus aberkennen, weil man weiß, dass sie sowieso unversehrt gewinnen, solange der Spieler das Spiel zu Ende bringt.
 

Shogoki

Mitglied
25 August 2016
536
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Wenn die Definition eines Helden - wie schon mehrfach von Valet angedacht - tatsächlich die wäre, dass ein Held eine positive Wendung schafft, die ewig hält, dann hat es noch nie Helden gegeben. Auch nicht in der Antike, denn die Antike ist ja auch schon wieder vorbei.

Ich plädiere dafür, die allgemeine Definition eines Helden, die ich auf Seite 1 zum Teil aufgeführt habe und im Internet vielfach zu finden ist (bspw. wikipedia), anzulegen. Denn Link ist ein Held, jede gegenteilige Behauptung ist nicht wahr.
Man kann sehr gut über Sinn- und Sinnlosigkeit des Rahmens von TLoZ diskutieren, aber den Status von Link als Held infrage zu stellen - und damit überhaupt alle Helden bzw. heldenhafte Taten infrage zu stellen - schießt über das Diskussionsziel hinaus, da es den Fokus der Frage und die allgemeine Definition eines Helden bzw. Heros (zu außergewöhnlichen und guten Taten [allein Mut zu zeigen gehört dazu] fähig zu sein) verschiebt und durch den Hollywood-Hero-Maßstab (ein Held rettet die Welt und sorgt für ewigen Frieden - Punkt) ersetzt wird .
TLoZ folgt auch immer dem Konzept der Heldenreise - TLoZ wäre von vorne und hinten absolut sinnlos, wenn Link kein Held wäre. Dabei soll es doch um die Sinnhaftigkeit des Rahmens gehen, ansonnsten kann man weiter darüber diskutieren, ob Zelda eine echte Prinzessin ist (man hat nie etwas von einer Mutter gesehen oder gehört - ist ihr Königsvater vllt Vater und Mutter zugleich?) oder Ganon bzw. die Seele, die Ganons Körper übernommen hat, wirklich böse ist.
 

puka

Mitglied
28 August 2016
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[quote quote=25039]Puka, jemandem in einer Diskussion, die sich in der Hauptsache um die persönliche Philosophie dreht, Dummheit zu unterstellen, ist absolut überheblich. Hast du überhaupt Bock auf Diskussion oder fühlst du dich persönlich beleidigt, weil jemand die Zelda-Geschichte in Frage stellt? [/quote]

Ich bin höchstens persönlich beleidigt über die unfassbare Dummheit deines Standpunkts, und ja das ist provokativ. Worüber reden wir hier eigentlich: Wäre es nicht besser, das Böse für immer zu besiegen, als nur für einen Zeitraum der nicht für immer ist?" Das ist dein Standpunkt. Wer bitte soll diesem Standpunkt widersprechen? Dämlich wird es, wenn man aus dieser Perspektive ableitet, es sei überhaupt nur dann sinnvoll, wenn man es schafft, das Böse für immer zu besiegen, wohingegen jeder Zeitraum, der nicht für immer ist, sinnlos ist.

Vielleicht versuchst du es noch einmal sachlich. Ich antworte deshalb trotz deiner Attitüde: „Je länger der Frieden anhält, desto besser“. Also würdest du einen Schwerkranken ewig an lebenserhaltenden Maschinen angeschlossen lassen, auch wenn jeder Arzt sagt „es ist hoffnungslos, das wird nicht wieder besser“?
Ja, das ist ja ein wirklich passender Vergleich. Der Versuch, sich um die Verlängerung eines guten Zustands zu bemühen, wird von dir mit dem Versuch gleichgesetzt, sich um die Verlängerung eines schlechten Zustands zu bemühen. Wo ist der Fauli von früher, der über seine Beiträge nachdenkt und sie wirklich durchsteigt.

Ich glaube, dass hier einige nicht Spiel und Geschichte trennen können und sich dazu noch persönlich beleidigt fühlen, wenn ich die Zelda-Story in Frage stelle <img src="http://www.gaming-universe.de/wp-content/wpdiscuz/emoticons/gufemojis/img/" alt="grin" /> Als oberflächliches Konstrukt für eine ewig-fortgesetzte Videospielreihe ergibt es ein wenig Sinn. Als Geschichte allein ist es ziemlich schlecht. Wer würde eine Romanreihe lesen, die jeden Band mit dem Ausbruch Ganons aus der Hölle einleiten und mit seiner Verbannung enden ließe?
Wir können unsja gern über die Qualität der Zelda-Storys unterhalten, aber das ist eine ganz andere Diskussion als die, die du jetzt versuchst zu führen. Mehr Trennschärfe bitte! Abgesehen davon, das wird oft unterschlagen, Ganon kommt gerademal in der Hälfte aller Zelda-Titel als Bösewicht vor.
 

valet

Mitglied
8 August 2016
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@puempelmonster und carmine:

[quote quote=25048]Aber in dem Fall käme trotzdem „das Böse“ in vielerlei Gestalt immer wieder, der Kampf wäre sinnlos? Ausser, du möchtest, dass The Legend of Zelda den Kampf gegen das Böse nicht mehr thematisiert.

Dass die Ganon-Sache faul von Nintendo ist, lässt sich aber schwer bestreiten.

[/quote]

Es geht um den ewigen Zyklus, an dem sind Link, Zelda und Ganon beteiligt. Darum geht es, wenn ich von "das Böse besiegen" spreche. Ich dachte, das wäre eindeutig. Link ist in dem Fall dennoch ein Held, weil er, jedenfalls meiner Kenntnis nach, in keinem Zelda bisher WUSSTE, dass seine Aktionen nur temporärer Natur sind. Hat ihm das irgendwann einmal ein anderer Ingame-Charakter gesagt? "Du verbanns Ganon nur für kurze Zeit, dann tötet er wieder Unschuldige"? Afaik nicht. Insofern geht Link, der Held, tatsächlich davon aus, dass seine Achievements finit sind. Es gibt auch afaik keinen Link, der zweimal Ganon bekämpft hat. Der einzige Link, sofern man die Theorien anerkennt, der davon wissen könnte, ist der Skelett-Lehrer in Twilight Princess, der ja angeblich der zum Stalfos verwandelte OoT-Link ist und in TP wirklich zum zweiten Mal der Gefahr durch Ganon begegnet. Aber da wird diese Kenntniss schlichtweg nicht thematisiert.

Wenn nun ein Link wüsste, dass seine Erfolge nur zeitbegrenzt sind, dann würde ich den Helden-Status in Frage stellen. Zumindest würde ich dann wissen wollen, was die Folge für Link nach dieser Erkenntnis ist. Däumchen Drehen und warten, dass der Böse wieder Unschuldige tötet? Wenig heldenhaft. Es ist an dieser Stelle, ab der ich von einem Held erwarten würde, dass er darauf hin arbeitet, das Böse dauerhaft zu erledigen.

Nun fehlen zwei Umstände: 1.) Niemand verrät Link, dass sein "Erfolg" nur eine Momentaufnahme ist, und 2.) Nintendo hat bislang nicht gewagt, eine Geschichte zu erzählen, die sich damit befasst. Und fühlt sich bestimmt wohl mit dem Zyklus, weil man damit eeeeewig neue Zelda-Spiele machen kann, ohne kreativ werden zu müssen. Aus Sicht des Rezepienten der Geschichte finde ich das, deshalb der Thread, sehr schlecht, weil es unbefriedigend ist, jedesmal denselben Ablauf verfolgen zu müssen. Man kann eine solche Repetition als Plotelement anführen, aler Leser/Zuschauer/Gamer will ich bitte nur die interessanten Höhepunkte erleben, nicht die 15 Wiederholungen und ohne Aussicht auf Besserung.


@Puka: Du bist schon ziemlich dreist. Sag Bescheid, wenn du wieder diskutieren willst, dann aber ohne Beleidigungen und Herablassung. Schade.

 

caius

Newbie
6 September 2016
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Bei Majoras Mask wirkte mir Link jetzt nicht am glücklichsten. xD
Ich fand da auch die Theorie interessant das er gestorben war und im Spiel die ganzen Abfindungsphasen durchgeht.
Offiziell war es aber glaube so das er einfach nach Navi gesucht hatte die verschwunden war. (Vielleicht spricht das nicht für die Story, wenn man sich an Fan Theorien begeistert)

Besonders in den späteren Spielen wurde ja auch zugesehen das Link auch mal Intentionen hatte die ihn in diese Lage führten. Z.B. in Twilight Princess wo es damit anfing, dass eine Freundin entführt wurde.
Jeder Link hat ja seine eigenen Ziele, die mit der Geschichte verknüpft sind. Somit ist es schon mal vom Link abhängig je nachdem wie erfüllt der sich fühlt. Bei OoT kann ich verstehen das es nicht ganz so der Fall war.

Und ich nehme auch an, dass so wie wir keiner sich Gedanken macht was seine Aktionen in 500 Jahren oder so auslösen würden.
Geschweige denn das wir überhaupt einen Einfluss drauf nehmen können. Damit wäre der Teil zur Links Persönlichkeiten angesprochen. Und so geht es ja auch Link.
Wie sieht es eigentlich mit Ganon aus? Vergisst er wieder alles? Ich meine würde er nichts vergessen, würde er nicht sicher gehen das Link gleich getötet wird, wo Link noch schwach ist?

Wie würde die Welt eigentlich aussehen wenn Ganon total gewinnt. Leben dann die Moblins etc. in Frieden? D=

Ich habe mich jetzt mal nur auf das persönliche bezogen. Da ich denke, dass der Sinn doch eher im persönlichen liegt. Nicht alles im Leben muss auch Sinn ergeben. Ein Link kann nur so viel tun wie seine Lebenszeit es erlaubt. Und die Macht Ganon total zu besiegen hat die Göttin ihn nicht geben können. Die frage ist ja nicht warum Link Ganon nicht total verbannt, sondern warum er es nicht kann.
Vielleicht müsste Link erstmal durch irgendwen darauf kommen das es nur Temporär wäre, danach müsste er darauf kommen wie er es enden kann. Und meiner Meinung nach könnte innerhalb dieser Geschichte nur eine Art Gott ihn dabei helfen, der sich mit dem auskennt was Demise machte.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.807
91
48
[quote quote=25079]<a href="http://www.gaming-universe.de/mitglieder/puempelmonster/" rel="nofollow">@puempelmonster</a> und carmine:

<blockquote><div class="d4p-bbt-quote-title"><a href="http://www.gaming-universe.de/guf/topic/ist-die-geschichte-von-the-legend-of-zelda-sinnlos-aehnlichezyklische-storys/page/2/#post-25048" rel="nofollow">Z.Carmine schrieb:</a></div>
Aber in dem Fall käme trotzdem „das Böse“ in vielerlei Gestalt immer wieder, der Kampf wäre sinnlos? Ausser, du möchtest, dass The Legend of Zelda den Kampf gegen das Böse nicht mehr thematisiert.

Dass die Ganon-Sache faul von Nintendo ist, lässt sich aber schwer bestreiten.

</blockquote>
Es geht um den ewigen Zyklus, an dem sind Link, Zelda und Ganon beteiligt. Darum geht es, wenn ich von „das Böse besiegen“ spreche. Ich dachte, das wäre eindeutig.

[/quote]
Naja, da du selbst auch einen Ganon-Kult angesprochen hast, fand ich das nicht eindeutig. Der könnte(selbst ohne Chance, Ganon wiederzubeleben) viel Leid in der Welt verursachen. Das ist natürlich wieder Definitionssache, was "das Böse" ist. Etwas unmenschliches, übermenschliches, wie der ewig wiederkehrende Ganon, oder das Böse in den Menschen.

Die Nachfolge-Zeldas haben sich meiner Erinnerung nach nicht so wirklich damit beschäftigt, wie man Ganon endgültig los wird. In Zelda 2 wurde er ja wiederbelebt, und dann wieder von Link getötet, oder?
Damit komnt man aber wieder an den Punkt, dass Nintendo kein Interesse daran hat, Ganon hinter sich zu lassen. Im Extremfall wird die Grundgeschichte bei Breath of the Wild nur sehr knapp als Motivation genannt, dann aber bedeutungslos.
In manchen Bereichen lebt Nintendo sehr in der Vergangenheit...
 

regentaenzer

Newbie
25 August 2016
221
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16
Ohne jetzt die Spiele zitieren zu können oder wollen, gibt es für einige Links doch schon einige Hinweise auf den Zyklus. Es wird doch, ohne Gewähr, in mehreren Spielen von der "Rückkehr des Bösen" geredet und in Wind Waker wenn Link das versunkenen Hyrule erforscht, wird ihm da nicht sogar vom Boot/König vieles in diese Richtung erklärt?
Und gibt es für Link nicht in diversen Spielen den Hinweis, das der Auserwählte (also er) immer dann 'wiedergeboren' wird, wenn er benötigt wird?

Dennoch sehe ich wirklich kein grosses Problem bei der Sache. Die Zyklen sind so lang (normalerweise mehrere Generationen), dass es auch ohne einen endgültigen Sieg durchaus lohnenswert und heldenhaft ist dieses Ziel des zeitweisen Friedens zu verfolgen.
Auch wenn das 'Gute' letztlich nicht gewinnen kann, heisst das nicht, dass das 'Böse' gewinnen muss.
Und der Kampf Gut gegen Böse auf ewig ohne klaren Sieger ist jetzt nicht gerade DIE Ausnahme in Literatur/Film/Spielen. (Besonders wenn Fortsetzungen geplant sind ;-) )
Ich sehe es weiterhin als einfachen Mittel zum Zweck der Zelda Reihe.

Wenn du ein Spiel zu Thema der Erkenntnis eines solchen Zyklus durch die Spielfiguren, und dem Versuch bzw. dem Dilemma diesem zu entkommen auch wenn dafür ein hoher Preis und eine unsichere Zukunft fällig werden könnte suchst möchte ich, falls Du es nicht gespielt hast, weiterhin auf die Xenosaga Reihe (im speziellen Teil 3) verweisen.
 

valet

Mitglied
8 August 2016
1.462
8
38
[quote quote=25085]

Naja, da du selbst auch einen Ganon-Kult angesprochen hast, fand ich das nicht eindeutig. Der könnte(selbst ohne Chance, Ganon wiederzubeleben) viel Leid in der Welt verursachen. Das ist natürlich wieder Definitionssache, was „das Böse“ ist. Etwas unmenschliches, übermenschliches, wie der ewig wiederkehrende Ganon, oder das Böse in den Menschen.
[/quote]

Der Ganon-Kult war Beispiel für ein Post-Zyklus-Szenario. Eine Möglichkeit, den Wiedererkennungswert der "Marke Ganon" zu erhalten, ohne die Story unbefriedigend zu lassen. Ganon-Kult, Ganon-Firma, T-Rex mit Spitzname "Ganon", etc., da kann man alles mögliche machen.

@Regentänzer: Ich bin derzeit mitten in Xenogears. Xenosaga ist danach geplant, wobei ich hoffe, dass bis dahin eine einfache Möglichkeit existiert, sie zu spielen, ohne US-PS2s kaufen zu müssen.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.807
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48
Im Deutschen könnte man sogar ein Ganon-Dorf machen :ugly:

Nintendo fehlt teilweise einfach die Ambition, mehr aus ihren Spielen zu machen.
 

Shogoki

Mitglied
25 August 2016
536
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[quote quote=25097]
Nintendo fehlt teilweise einfach die Ambition, mehr aus ihren Spielen zu machen.
[/quote]
So, wie Nintendo versucht mit Breath of the Wild was anderes aus Zelda und aus einer Open-World ein Spielelement zu machen, kann man Nintendo bei Zelda momentan kaum fehlende Amibition vorwerfen. Selbst, wenns schief geht, wird das nicht an fehlender Amibition scheitern.

Natürlich hat Nintendo im Bereich der Geschichte noch viel Luft nach oben. Allerdings kann man von Nintendo auch kein Xenosaga (außerhalb von Monolith, wobei nach Xenoblade nicht klar ist, ob die sowas noch dürfen/ können) oder Torment erwarten. So etwas wie Link´s Awakening und Majora´s Mask, die gerade durch die Knappheit klassischer Erzählelemente so mysteriös und groß wurden, da liegt Nintendos Stärke. Bei beiden kann man viel (sinnvolles) interpretieren oder fantastische Theorien spinnen und es ist auch kein Wunder, dass Majora´s Mask für die vllt berühmteste urban legend im Videospielbereich gesorgt hat (das Modul des ertrunkenen Ben). Alles ohne eine Geschichte, die durch viel Text oder eine besondere Klugheit des Szenarios und der Umsetzung glänzt, einen trotzdem aber weder emotional noch intellektuell kalt lassen kann - das Nintendo sowas kann, ist auch eine ganz große, außergewöhnliche Qualität und das sollte man von Nintendo erhoffen. Für andere Geschichten mit anderen Qualitäten gibts andere Entwickler.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
4.807
91
48
Bei Breath of the Wild bin ich noch skeptisch. Sehe ich dann nächstes Jahr aber erster Hand, wie es wird. "Ganon ist böse, besiehe ihn"...oh, ich kann aber Pilze sammeln und kochen :ugly: Hoffe doch, dass klassisches Zelda-Gameplay in ordentlichem Maß enthalten sein wird.

Der ertrunkene Ben sagt mir gar nichts? Majora's Mask habe ich aber nie gespielt, vielleicht liegt es daran. Ist aber auch nicht gerade ein aktuelles Beispiel, wenn du bei Monolith auch zweifelst...
Ich analysiere Nintendo-Titel aber auch nicht, ob tiefere Botschaften in ihnen stecken. Interpretation lag mir in der Schule schon nicht so.
"Der Lichtschein fällt kurz auf ein Heiligenbild" Ach so, das Heiligenbild steht für Hoffnung, und da das Licht nur kurz darauf schien, jetzt aber nicht mehr, heißt das, dass es keine Hoffnung gibt.
Oder so...
 

valet

Mitglied
8 August 2016
1.462
8
38
[quote quote=25097]

Nintendo fehlt teilweise einfach die Ambition, mehr aus ihren Spielen zu machen.

[/quote]

Wobei dieser Thread wirklich keine Forderung darstellen sollte. Es geht einfach nur um eine Bewertung der Story, losgelöst vom Spiel, losgelöst von Wünschen für die Zukunft (wobei das wohl schwierig auszuklammern ist).
Wir sind uns, wenn ich das fix deute, einig, dass Link´s Awakening und Majora´s Mask die Erzähl-Highlights der Zelda-Franchise sind. Und für beide gilt: Kein Ganon, kein Zyklus. Ich sage, dass diese Geschichten unter anderem deshalb so befriedigend sind, weil sie für sich abgeschlossen sind und man, zurecht, das Gefühl hat, eine Heldentat geleistet zu haben. Bei LA ist das etwas melancholischer, aber wenn am Ende von MM die vier Riesen all die Bewohner, die man kennengelernt hat, retten, ist das spitze.

Und das ist der Unterschied zum Zyklus, der in den meisten Zeldas thematisiert wird: Es ist im Grunde genommen wie ein ewiges Majora´s Mask, dessen Ende wir nie (?) zu sehen bekommen. Jedes dieser Zeldas endet mit einem Reset, und es geht von vorne los. Aufgedröselt in einen viel umfangreicheren Zeitrahmen natürlich.

Breath of the Wild als Spiel ist superambitioniert, ambitionierter geht nicht, schließlich revolutioniert es das Open World-Genre. Aber die Geschichte wird wohl eine Zyklus-Geschichte, da gibt es zuviele bekannte Elemente, dazu Ganon im Mittelpunkt. Und dann wird ganz viel über die Konvergenztheorie diskutiert. Das wird also alles das Gegenteil von LA/MM. Natürlich geh ich wie immer in der Hoffnung heran, dass diesmal der "Blick hinter die Kulissen" erfolgt, der Zyklus enträtselt wird. Aber zu sehr darauf versteifen darf ich mich nicht.