Monster Boy and the Cursed Kingdom (Switch | PS4 | One)

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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Bin durch nach ca. 20 Stunden, 356 Toden und mit gut 75% durchgespielt. Hier haben mich die Tode aber nicht wirklich gestört, da das immer recht kurze Abschnitte sind die man wiederholen muss. Jeder der rätsel- und geschicklichkeitslastige Spiele mag sollte hier definitv zugreifen.
Toll sind auch die ganzen Easter Eggs und Anspielungen auf die Wonder Boy Reihe in diesem Spiel.
 
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Shiningmind

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29 August 2016
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Ich hab irgendwie noch keine Vorstellung von diesem Spiel. Der Artstyle gefällt mir! Aber worauf legt das Spiel seinen Schwerpunkt? Erkundung? Jumpn Run? Metroidvania? Dazu muss ich vielleicht sagen noch nie ein Wonderboy gespielt zu haben.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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Erkundung ist es durchaus auch, weil einiges auch versteckt ist, aber als Metroidvania würde ich es nicht bezeichnen, dafür sagt einem das Spiel die meiste Zeit zu klar wo man hin muss. Aber die Welt hat schon viele Verbindungen und Abkürzungen und man kann jederzeit in schon bekannte Gebiete zurück. Es ist sehr rätsellastig und ansonsten ist es auch viel platforming. Und die ganzen Rätsel- und Geschicklichkeitsaufgaben nutzen sehr stark die vielen Fähigkeiten, die man durch die Verwandlungen und Ausrüstung bekommt. Es gibt z.B. Stiefel die einem den Doppelsprung ermöglichen oder es erlauben über verschiedene Untergründe zu gehen. Als Frosch kann man schwimmen, als Löwe mit so einem Sprint über Wasser laufen oder Wände zerstören. Manchmal wird das Spiel auch kurz zu einem Shmup.

@Sun Das Spiel habe ich tatsächlich auf dem Radar, weil mir der Vorgänger auch sehr gut gefallen hat. Ist die Switch-Version technisch sauber? Da gibt es das nämlich in den USA als Retail-Fassung.
Wir haben auch die US Retail, weil es mir für ein Digitalspiel zu teuer war. Grundsätzlich würde ich sagen, dass das Spiel technisch sauber ist, nur zweimal ist es mir abgeschmiert. Einmal als ich wild im Menü die Sprachen umgestellt habe und ich glaub das andere mal war direkt als ich es starten wollte. Störend ist ansonsten nur, dass das Wechseln der Ausrüstung mit kleinen Ladezeiten verbunden ist.
 

Shiningmind

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29 August 2016
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Danke. Ich glaube, dass es gut ist aber der Preis ist mir noch zu hoch. Ich denke, dass wird es bald in nem Sale geben und bei 25 EUR schlag ich zu, egal auf welcher Plattform.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
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Habe den Löwen und bin gerade im versunkenen Schiff angekommen. Ich schätze also etwa bei der Hälfte? Es hat sehr viel Umfang und ist erstaunlich nah an dem Wonder-Boy-Remake dran. Während ich bei dem Spiel erstaunt war, wie modern es für ein 30 Jahre altes Spiel ist, ist Monster Boy ein wenig angestaubt für ein aktuelles Spiel. Das wäre aber auch der einzige Kritikpunkt bisher: Manche Sachen im Gameplay und insbesondere die Menüführung sind unnötig umständlich. Aber es macht einfach sehr viel Spaß, ist super abwechslungsreich, hat tolle Gameplayideen und ist so ein schönes unschuldiges Videospiel. Im besten Sinne gamey. Ich mag es sehr.
 
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Biber

GUF Veteran
25 August 2016
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Ich hab ja sehr lange gerätselt, was es damit auf sich hat und erst während des Spielens verstanden, dass es gar kein Wonder Boy Spiel ist, aber natürlich stark an die Reihe angelehnt. Extrem stark und mit Absicht. Aber es ist ein neues, eigenständiges Spiel ohne die Lizenz, aber offenbar in Kooperation mit dem Seriencreator entstanden, der auch am Remake von Dragon's Trap mitgewirkt hat. All das verwirrt mich stark. Und dann hießen die alten Wonder Boys auch noch "Monster Land" und "Monster World". Wer soll denn da durchsteigen.

Kurzum: Es ist kein Remake. Es sieht zwar sehr ähnlich aus wie das Remake von Dragon's Trap, aber es ist ein anderes Studio und von Grund auf ein neues Spiel. Und während ich Dragon's Trap für ein 30 Jahre altes Spiel erstaunlich modern fand, ist Cursed Kingdom an einigen Stellen geradezu altbacken für ein neues Spiel. Aber auch das liegt sicherlich daran, dass es sich so sehr an der Vorlage orientiert.

Das Spiel selbst ist sehr gut und ein richtig klassisches Videospiel. Das Spiel ist nicht bloß eine Hommage oder eine Kopie, es geht nicht um Optik oder Präsentation, sondern im Kern des Spiels liegt jede Menge hochklassiges Gameplay und Leveldesign. Und es macht von vorne bis hinten großen Spaß. Es ist nicht subversiv, es bricht keine Genregrenzen auf, es erzählt keine interessante Geschichte. Es ist im besten Sinne unschuldig und hat mir viel Freude bereitet. Zu Beginn verliert man durch einen bösen Zauber seine menschliche Form genau wie alle anderen Bewohner des Königreichs, doch durch das Besiegen von bestimmten Endgegnern erlangt man nach und nach andere Tier- und schließlich seine menschliche Form zurück. Jede Tierform bietet sehr besondere Fähigkeiten, die im gesamten Verlauf des Spiels klug genutzt werden. Sehr gut gefallen hat mir, dass das Spiel keiner immergleichen Struktur folgt, sondern sehr unterschiedliche Abschnitte bietet, mal mit mehr Freiheit, die Karte zu erkunden, mal linearer. Es gibt keine Gebiet-Zwischenboss-Boss-Struktur, sondern fühlt sich in der Progression sehr natürlich an und man wird immer wieder überrascht. Manche haben von einer Metroidvaniastruktur gesprochen, aber die ist hier nur sehr milde angelegt. Zwar gibt es überall auf der Karte Items, die erst später zu erreichen sind, aber im Grunde gibt es doch einen grob linearen Verlauf durch das ganze Spiel und keine echte Interkonnektivität der Welt. Mit Teleportern kann man immer wieder gut zurückreisen, aber es ist kaum so, dass sich ein bereits besuchtes Gebiet noch einmal groß öffnet oder verändert im weiteren Verlauf.

Das Spiel bietet Shootermissionen, Puzzles, Plattformingabschnitte, Wettrennen, Umgebungsrätsel, Kampfarenen und sehr viele tolle Geheimnisse. Mit Magie, den Tierfähigkeiten (Fliegen, Schnuppern, Giftspritzen, Zungenenterhaken, Wändeklettern, Feuerspucken, Rempeln), den vielen Ausrüstungsgegenständen, die Immunität verleihen und mit Elementen spielen lassen (über Feuer laufen, nicht im Matsch versinken, Wasserfälle einfrieren, Giftresistenz) und Upgrades hat man jede Menge zu tun, aber es wird nie zu komplex. Das Spiel hat ein gutes Gefühl dafür, Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen. Kaum etwas ist überflüssig, nichts wirkt angetackert und besonders "gadgy" sind die Sachen auch nicht - wie bei Ratchet & Clank - simple Schlüssel-Schloss-Items, bei denen man eindeutig angezeigt bekommt, welches Item man im Menü auswählen muss. Das Spiel verlangt fast immer, dass man entweder klug überlegt, wie man die Dinge einsetzt oder die Ausführung ist herausfordernd. Auch die Tatsache, dass nicht selten mehrere Wege zum Ziel führen, hilft dabei sehr.

Das Spiel ist auch nicht leicht, hat am Anfang des letzten Drittels eine ziemliche Spitze im Schwierigkeitsgrad und wird danach wieder machbarer, aber es ist immer motivierend. Die Bosse sind im Vergleich sonderbar leicht, aber auch alle einzigartig und sehr dynamisch. Sogar die Feuer- und Unterwasserabschnitte haben sie gut hingekriegt. Spielerisches Highlight war für mich ein Geisterhaus mit wirklich tollen Rätseln und einem zunächst fast überfordernden Layout, das man sich aber nach und nach erschließt. Die Vielfalt im Gameplay spiegelt sich auch in den Settings wider, die allesamt absoluter Standard sind, aber jeweils toll umgesetzt. Ob Kritsallhöhlen, Wald, windige Felder, Vulkan, Kanalisation, Wolkenwelt, Strand oder eben Geisterhaus: Alles sehr distinktiv und nie lästig.

Die gute Laune, die das Spiel verbreitet, wird auch durch die Optik und vor allem die Musik verstärkt, die nicht nur, aber zu einem großen Teil aus Wonder-Boy-Remixes bestehen so wie einigen neuen Stücken, die überhaupt nicht dagegen abfallen.

Was aber gar nicht geht ist, dass man ein Spiel mit Eisenstiefeln gemacht hat und diese im Menü auswählen muss, um sie an- und auszuziehen. Sind das die einzigen Menschen, die nie Ocarina of Time gespielt haben? Wie kann man das wiederholen? Insgesamt ist das Umschalten von Rüstungen nervig und unnötig. Besser wären Upgrades gewesen, denn ob ich nun am Giftpool stehe und die richtige Rüstung auswähle, oder von vornherein Giftresistenz habe, kommt aufs selbe raus. Und so wirkliche Nachteile haben die einzelnen Sachen auch nicht. Das Menügefrickel ist aber auch eigentlich mein einziger Kritikpunkt am Spiel und das, was ich eingangs mit "altbacken" meinte. Alles andere altbackene ist eher positiv: Die Atmosphäre oder die stumpfe Story, die aber nicht ohne Charme ist.
 
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