RPGs: Echtzeit oder rundenbasiert?

Screw

GUF Legende
26 August 2016
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Bei Action-RPGs wie Rogue Galaxy verliere ich oft meine anderen Charaktere aus den Augen und das Geschehen gestaltet sich zusehends chaotisch. Bei den rein rundenbasierten RPGs finde ich sowas wie ersten beiden Paper Marios ziemlich gut, da hier Actionelemente integriert sind, wenn man zum Beispiel gegnerischen Angriffen per Knopfdruck ausweichen kann. Welche Art RPGs sagen euch mehr zu, solche in Echtzeit (ab FFXII) oder rundenbasierte (FF I-X)?
 

Law

Administrator
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22 August 2016
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Ich mag beides sehr gerne - wenn gut umgesetzt. Heutzutage bevorzuge ich in der Regel Echtzeit ( FF XV, Witcher 3, Dragon's Dogma Souls etc.). DIe Betonung liegt hier aber auf "richtigem" Echtzeit und "aktiven" Kämpfen. Sowas "halbaktives" wie bspw. FF XII oder Xenoblade (X) mit merkwürdigen MMO-artigen Cooldowns und kaputten Kolissionsabfragen finde ich ganz schrecklich.
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
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Egal, solange es Spaß macht. :ugly:
Bei rein rundenbasierten Kampfsystemen ohne jegliche Aktivität des Spielers während der Runde kann es auf Dauer eintönig sein. Da ist eine Funktion, die Geschwindigkeit zu erhöhen, willkommen.
Tendenziell würde ich Echtzeit bevorzugen, weil man da nicht so viel warten muss.
 

valet

Mitglied
8 August 2016
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Ich wollte vorhin noch schreiben "incoming Beides/je nach dem". ;P

Wenn ich die Wahl habe bzw. mir jemand eine Pistole an den Kopf hält und sagt "entscheide dich", dann sind mir aktive Kampfsysteme lieber. Es macht einfach mehr Spaß, eine Figur direkt kontrollieren zu können, anstatt nur Befehle zu geben, die dann von einer vorgegeben Animationskette dargestellt werden. Rundenbasierte Kampfsysteme sehe ich in der Mehrzahl der Titel als notwendiges Übel, nicht als Wunschkonzept. Damals war es eben vor allem eine Frage der technischen Limitationen, heute geht mehr.

Natürlich kommt es dann eben doch auch darauf an, "wie" man spielt. Jemand, der gern beim Fernsehen am Handheld spielt, hat gern ein rundenbasiertes System.
 

tomatenstaude

Mitglied
26 August 2016
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Alles, nur kein Gemisch im Stile von MMORPGs oder Xenoblade, das spielerisch auf keiner Ebene zufriedenstellend ist.

Da rundenbasierte Systeme selten anspruchsvoll sind, was okay ist, sollten sie nur zumindest mit halbwegs schnellen Kämpfen einhergehen.
 

darkikarus

Mitglied
28 August 2016
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Beides kann gut und schlecht sein. Echtzeit-Hybriden sind doof, aber so wie in den alten SNES-RPGs finde ich das gut, während ich rundenbasierende Kämpe mit bloßer Auswahl auch uninteressant finde. Es muss da schon ein Kniff dabei sein wie bei Baten Kaitos oder Paper Mario.
 

Cube

Mitglied
26 August 2016
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Berlin
Hat beides seinen Reiz, je seine Vorteile und je seine Nachteile.

Was aber meistens mal gar nicht geht...
[quote quote=30197]Xenoblade (X) mit merkwürdigen MMO-artigen Cooldowns und kaputten Kolissionsabfragen finde ich ganz schrecklich. [/quote][quote quote=30208]Alles, nur kein Gemisch im Stile von MMORPGs oder Xenoblade, das spielerisch auf keiner Ebene zufriedenstellend ist.[/quote]
... wurde schon erwähnt.
Weil oft die Schwächen beider Kampfsystem-Arten (z.B. Wartezeiten [Runden] oder Übersichtslosigkeit [Echtzeit]) dominieren und selten die Stärken (z.B. volle Kontrolle der einzelnen Spielfigur [Echtzeit] oder volle Kontrolle der gesamten Gruppe [Runden]) genug ausgespielt werden können.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
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Bergisch Gladbach
Ich mag alles solange es gut gemacht ist.
Ich finde man sollte solche kampfsysteme nicht gegenüber stellen. Sie sind nicht vergleichbar und sie konkurrieren nicht. Die meisten Echtzeit versionen legen eben ihren Wert auf timing, Reaktionszeit und die volle Bedienung eines einzelnen Charakters, während es bei rundenbasierten kämpfen eher darum geht eine vorausschauende Taktik auszuspielen und die nächsten Aktionen des Gegners zu lesen und die Fähigkeiten der Gruppe gut miteinander zu kombinieren.

Hearthstone ist ein guter Vertreter des rundenbasierten Kampfes ^^ . Das Gefühl ist fantastisch wenn man genau geahnt hat, was der Gegner vorhat und die richtigen Vorbereitungen getroffen hat um zu gewinnen. Das Gefühl ist sogar ziemlich unschlagbar wenn man alles funktioniert hat und man als Sieger hervor geht. Das ist grundverschieden zu dem Erlebnis eines Echtzeit kampfsystems wie bei zB dark Souls fühlt sich aber ähnlich befriedigend an. Das Gefühl bei Souls einen harten boss nach mehreren Versuchen endlich besiegt zu haben kriege ich in hearthstone sehr oft Reproduziert. Vorgestern hat mir die Hand gezittert als ich auf eine bestimmte Karte gewartet habe und sie dann gezogen wurde bevor er mich die nächste runde vernichtet hätte. Musste tief durchatmen dass ich nicht vor zittern ausversehen die falsche Karte ausspiele (Handy Bildschirm und so ^^ ).
Das selbe zittern das man bei Souls bekommt wenn der unbesiegbare Boss nurnoch 1-2 Schläge bis zur vernichtung braucht. Und danach die pure Befriedigung bei beiden Spielen.

Wie diese Befriedigung ausgelöst wird ist aber Grund verschieden. Bei Souls geht es um timing. Gegner startet jene Animation, ich reagiere. Er startet eine andere Animation, ich reagiere dementsprechend. Handeln und reagieren.

Bei hearthstone ist es ein schätzen und denken. Er startet das match? Dann hat er nur 3 Karten und damit eine ca 43% chance Karte xy schon unter diesen ersten 3 Karten zu haben. Ich kann als das oder das versuchen.


Kurz gesagt: Echtzeit fande ich als Kind natürlich cooler weil sowas eben wesentlich actionreicher rüber kommt, aber ein rundenbasierten spiel (so weiß ich heute) kann ebenso befriedigend, wenn nicht sogar befriedigender sein.

Was rundenbasierte RPG angeht fand ich zB auch das kampfsystem von Child of light und das von ffx sehr gut. Leider sind viele Gegner nach schema f besiegbar aber die boss battles hatten einen großen Reiz.
 

regentaenzer

Newbie
25 August 2016
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Hmm, ich glaube ich sehe das ähnlich hier wie die meisten. Beides hat seinen jeweiligen Reiz und kann sehr gut sein.

Leider finde ich aber in letzter Zeit die rundenbasierenden Kampfsysteme etwas unterrepräsentiert. Ich hätte gerne mehr davon, aber ähnlich wie der Irrsinn, dass alles 'open World' sein muss, muss auch alles Action- und Echtzeit-orientiert sein. Zumindest meinem Gefühl nach.

Gerade vor kurzem habe ich (auch wenn man argumentieren könnte, dass es kein RPG im klassischen Sinn ist) mal wieder X-COM rausgekramt. Und war gleich mal bis 3 Uhr nachts gefesselt. Wie Zelos ja schon geschrieben hat. Anspruchsvolle rundenbasierte Kämpfe können extrem spannend und motivierend sein.
 

Ike07

Mitglied
25 August 2016
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[quote quote=30213]Musste tief durchatmen dass ich nicht vor zittern ausversehen die falsche Karte ausspiele (Handy Bildschirm und so ^^ ).[/quote]

So wie ich einmal bei Yu-Gi: War stark am verlieren, hatte aber eine Karte die ich in der nächsten Runde spielen konnte (wegen internen Regeln nicht früher), zog dann aber eine andere Karte die ich mit der Wirkung nicht mehr so auf Schirm hatte, aber anstelle von Beschreibung lesen habe ich ausversehen auf spielen gedrückt, die Karte ging raus, konnte meine eigentlich geplante nicht mehr spielen, folglich Monster zu schwach und wurde dann vom Gegner vernichtet. :ugly:

Aber grundsätzlich ziehe ich mittlerweile Echtzeit vor. Genau genommen seit Skyrim. Davor hingegen mochte ich das rundenbasierte lieber, jetzt wiederum nicht mehr. XD Gibt aber Dinge die meiner Meinung nach in Echtzeit nicht funktionieren und ich lieber weiter rundenbasiert habe, so zum Beispiel Pokémon. Im allgemeinen mag ich Echtzeit aber lieber, nur muss das Kampfsystem dann auch entsprechend umgesetzt sein. Da fand ich, auch wenn es kein RPG war, mit dem Schwertkampf Jedi Knight richtig gut, dort konnte man mit den Hieben variieren, je nach dem in welche Richtung man die Maus/Stick beim Schlag bewegte. So konnte man da auch eigenständige Combos ausführen, was ich in Echtzeit RPGs, ala eben Elder Scrolls vermisse.

Aber an die, die sich von MMO RPG abschrecken lassen wegen diesem "passiven" Kampfsystem: Auch da sag ich mal Elder Scrolls Online, das ist komplett aktiv ausgelegt, jeden Schlag muss man selbst ausführen, automatisiert passiert es da nicht. Gleichzeitig gibt es da auch die sich aufladenden Fähigkeiten.
 

mysticraven

Newbie
25 August 2016
19
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Echzeitkampfsysteme sind besonders langweilig und unrealistisch, finde ich. Die meisten Couch-Gamer werden nie die Reaktionszeiten von trainierten Soldaten oder Martial Artists haben. Es degeneriert also zwangsläufig in Chaos pur mit dem nicht jeder zurecht kommt. Da bevorzuge ich doch lieber Rundebasierte Kämpfe wo man strategisch agieren kann und dem taktischen Denken und Reaktionen der Charactere selbst eher gerecht wird. Lieber eine halbwegs gute Simulation des eigentlichen Geschehens, als unübersichtliches unrelatistisches Chaos. Die MMO-artigen Hybriden wurden schon in anderen Posts erwähnt.

Der Echzeitzwang dieser Tage liegt ja wohl eher dran, dass Twitch-Gamer ne grössere Präsenz in Mainstream haben und die Art Gamer nur schwer zufrieden zu stellen ist, wenn sie nicht dauernd was zum klicken oder drücken haben. Erinnert mich immer an ADHD-Kinder. Die haben nicht die Gedult irgendwas zu lesen, weswegen alles Sprachausgabe haben muss. Text wird weggeklickt und dann wird im Internet gejammert. Spiele sind schlechter geworden, seit es das Internet gibt es gejammert werden kann.

Leider hat das ja auch dazu geführt, dass es kaum grössere Innovation in rundenbasierten Kampfsystemen gegeben hat, da runterbasiertheit selbst immer als Problem angesehen wird. QTE sind keine innovation, die sind nur nervig. Ich verstehe, dass Kampfsystem von FFXV immer nocht nicht, selbst nach 80 Stunden nicht… es funktioniert mehr schlecht als recht und hab mich halt damit eben arrangiert.
 

regentaenzer

Newbie
25 August 2016
221
0
16
Ich benutze bei FF XV den Wartemodus. Das gefällt mir persönlich als Kompromisslösung recht gut und gibt mir in dem Chaos, die Übersicht und taktischen Möglichkeiten die ich im Echtzeitmodus vermisse. In Ruhe auf Körperteile oder bestimmte Gegner zu zielen, Kommandoattacken auswählen u.ä. geht damit ja ganz gut.

Das Argument mit dem Streaming glaube ich nur teilweise. Noch ist das Ganze glaube ich nicht so im Mainstream angekommen, dass es zu große Auswirkungen auf Spiele hat. Dazu kommt, das ich mit einem 'der' rundenbasierten Spiele, XCOM, schon lustige wenn auch eher kleinere Streams gesehen habe bei denen der Streamer mit seinen Zuschauern als Soldaten zusammen spielt. Das macht das Spiel zwar noch einmal langsamer, aber die Interaktivität kann wirklich Spass machen. Aber wie gesagt, dass ist eher was für Streams mit max 100 Zuschauern.
 

mysticraven

Newbie
25 August 2016
19
0
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[quote quote=30356][...] Das Argument mit dem Streaming glaube ich nur teilweise. [...][/quote]

Zur verdeutlichung: Mit 'Twitch-Gamern' meinte ich nicht Spieler, welche Spiele bei Twitch streamen, sondern die wortwörtliche Bedeutung des Englischen wortes 'Twitch' also 'zucken'. Mir fällt kein guter deutscher Begriff dafür ein, aber es geht um Spielmechaniken die blitzschnelle Eingabe von Steuerbefehlen über den Controller erfordern ohne darüber Nachzudenken was man tut. Daher auch der ADHD Vergleich. Spiele werden immer mehr dafür ausgelegt, dass es immer was zu drücken gibt und am Bildschirm auch sofort und immer was passiert.

Diese Art Spiele hat es früher natürlich auch schon gegeben, Bullet Hell-Shmups und so. Es hat sich aber immer mehr verbreitet und wird in einem viel breiterem Masse in vielen Arten von Spielen immer mehr forciert. QTE is da so ein frühes Beispiel. Ohne Twitch-Gameplay wird Spielen immer mehr die Daseinsberechtigung in Frage gestellt. Final Fantasy is da ein Beispiel wo ein Echtzeitkampfsystem durchgestiert wurde, weil es sonst die breite Masse nicht mehr anspricht. Rundenbasiert wird als antiquiert bezeichnet und deren Existenz auf limitierte Technik reduziert. Echzeit sei modern und Rundenbasiert überholt. Entwickler versuchen immer mehr dieses Segment um jeden Preis anzusprechen, auch wenn es die ursprünglichen Fans einer Serie wie Final Fantasy vergrault.

Eine Schicht der Gamer, moderne Gamer… der neue Mainstream erinnert immer mehr an ADHD-Kinder. Sie verlieren schnell das Interesse, sie lesen nicht (Text wird weggedrück), sind ungeduldig, aggressiv (wenn man sich so die Voicechats reinhört) und brauchen immer was zum Drücken (Twitch-Gameplay) und am Bildschirm muss es immer Action haben.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
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Bergisch Gladbach
Die Beliebtheit von Souls deutet aber eher darauf hin dass die Leute durchaus wert auf komplexes Echtzeit kämpfen legen. Dass das neue ff15 halt nen schlechtes kampfsystem hat ist doch noch lange kein Indiz dafür dass sowas beliebt wäre. Über ff15 wird in ein paar Wochen auch keiner mehr reden. Über Souls schon.


Naja egal, weswegen ich hier eigentlich rein schaue: ich habe eben mal in darkest dungeon reingeschauen und ich schätze dass ist ein ganz guter Vertreter der rundenbasierten kampfmechanik. Positionierung, statuswerte, gruppenzusammenstellung, items etc scheinen noch einen großen Wert zu bekommen. Witzig ist der Stressfaktor den die Helden erleiden. Erreicht er einen bestimmten Punkt, ändert es was am Charakter. Sie erleiden meistens einen negativen statuswert (manchmal auch positiv anscheinend) und der muss dann eben mit einkalkuliert werden.
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
2.401
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Kommt drauf an! Bei FF 15 jetzt hätte ich es jetzt eigentlich lieber nicht in Echtzeit.