Lottogewinner

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Im ersten Teil dieses Artikels haben wir einen gedanklichen Schritt zurück unternommen: Worum ging es eigentlich im Krieg der Konsolen? Wieso ist dieser Krieg beendet und welche Rolle spielt dabei die Generation Z, jene Gamer, die eine Welt ohne das Internet nicht mehr kennen? Und welche Lehren zeigt uns der Erfolg von Fortnite?
In unserem zweiten Teil des Artikels „Service statt Box: Die digitale Konsole“ beleuchten wir die Rolle der Cloud für die Zukunft der Videospiele und erörtern, wieso eine Zusammenarbeit zwischen Nintendo und Microsoft durchaus Sinn ergeben kann…

In der Wolke sind wir alle gleich
Der Trend ist also klar: Service statt Box. Der Gamer entscheidet sich nicht mehr für ein bestimmte Hardware, er entscheidet sich für eine Dienstleistung. Und das Angebot muss viel mehr zum eigenen Konsumverhalten passen, als die auf eine Kernfunktion – das Abspielen von...
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Shogoki

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25 August 2016
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Großartige Artikel. Joshua ist ein echter Super-Schreiber! Dass ich die Artikel so schnell und interessiert gelesen habe, obwohl ich an der gegenwärtigen und zukünftigen Videospielbranche kein großes Interesse habe, zeigt die Qualität.

Nur ein paar Anmerkungen, aus der aber keine große Kritik abzuleiten ist:
Amazon wurde mit Büchern groß und da konnten sie keine besseren Preise bieten als der stationäre Einzelhandel. Auch die Verfügbarkeit war nicht schneller und in Sachen Kunden-Service ist es natürlich kein Vergleich, denn gerade im Bereich der großartigen Werke außerhalb der Bestseller-Listen kann Amazon nicht im Ansatz mit guten Buchhandlungen mithalten und man wird als reiner Amazon-Kunde viele persönlich passende Werke niemals mitbekommen. Amazon bot nur den Vorteil - der imo nichtmal einer ist - dass man sich nicht bewegen muss.

Und dann hat Joshua entweder ein wenig das Zeitgefühl verloren oder hat einfach, was viel wahrscheinlicher ist, "10" statt "20" geschrieben. Denn vor etwas über 10 Jahren, also so 2007-2008 war schon jeder immer und überall über Mobiltelefone erreichbar und das Internet ebenfalls schon allgegenwärtig. Sogar ich, als jemand der eher Nachzügler war, hatte 2001 mein erstes Handy und 2002 kam der Internetanschluss. Daher bin ich mir sicher, dass er sich da nur verdrückt hat, denn 1997-1998 war noch keiner jederzeit errreichbar und Internet noch absolute Mini-Nische und überteuer.

Und dann noch 2 Fragen: Gelten als Digital Natives tatsächlich alle nach 1997 geborenen Personen? Warum gerade dieses Jahr? Ich dachte immer, es gilt für alle Millenials und dieser Begriff wird in dem Artikel ja ebenfalls verwendet, weshalb mich die krumme 1997 verwundert.

Ist Fortnite wirklich das erfolgreichste Spiel aller Zeiten? Das umsatzstärkste Entertainmentprodukt überhaupt ist seit einigen Jahren ja GTA V und die umsatzstärkste Marke im Entertainmentbereich ist seit einigen Monaten Pokemon und nun ist Fortnite schon erfolgreicher als die beiden Giganten? Hat es mehr Spieler als GTA V oder Tetris oder Pac-Man je hatten, hat es mehr Umsatz als das Produkt GTA V erzielt, ist die Marke stärker als Pokemon oder bezieht es sich "nur" auf Internetrekorde?
Lustig aber, dass Fortnite für Jugendliche und junge Erwachsene gedacht ist, denn ich höre davon in der Öffentlichkeit immer nur männliche Kinder, die noch nicht oder gerade so am Beginn der Pubertät sind - daher ist es in meiner Wahrnehmung ein absolutes Kinderspiel.

Aber all das ändert nichts daran, dass diese Artikel absolut großartig, informativ und unterhaltsam sind!
 
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29 Juli 2016
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Ich editier einfach mal in den Artikel die 15 Jahre statt der 10. Das iPhone kam hierzulande ja 2007. Tazel fühlt sich halt noch jung :ugly:

Die Generation Z wird als ab 1997 definiert, das stimmt so.

Fortnite hab ich gerade mal geguckt. Der Text sagt ja "vielleicht" - ist halt eh immer ne Frage, wie man Erfolg misst. GTA hat über all die Jahre vermutlich noch mehr eingenommen, Fortnite hat aber auf alle Fälle die meisten Spieler gleichzeitig und ist auch in dne letzten zwei Jahren das umsatzstärkste Spiel der Branche.
Und es wird schon brutal bei Teenagern bis 25 gespielt. Bei den Zahlen muss es ja auch so sein, wenn du zB meistgespieltes Spiel auf der Switch bist, geht das ja kaum, wenn es nur Kinder spielen, denn die haben gar keine Switch :)
 
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Shogoki

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25 August 2016
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Dank dir für die Antworten.
Dass man von den Teenagern und Mittzwanzigern wenig über Fortnite hört, liegt wohl daran, dass die in der Öffentlichkeit unentwegt wie von Sinnen auf ihre Bildschirme starren und kaum mal was sagen, während junge Kinder und Vorpubertierende öfter noch verbal kommunizieren, was für meinen Eindruck gesorgt hat.
Also kann man wohl festhalten, dass Fortnite bei den männlichen Gamern von 10-30 Jahren der Hit der Stunde ist, was den übermäßigen Erfolg erklärt.
 

Zelos

GUF Veteran
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Fortnite ist weniger als 2 Jahre alt und hat mindestens schon 2 Milliarden Umsatz für epic games gemacht. Könnten auch 2,5 sein. GTA5 hat bisher über 6 Milliarden, ist dafür allerdings schon 6 Jahre auf dem Markt und hat einen Verkaufspreis zusätzlich zu den Micro-Transaktionen. Ist also nur eine Frage der Zeit bis fortnite diesen Rekord bricht weswegen man es durchaus schon jetzt als erfolgreichstes spiel betilten darf. Bei 125 Millionen Spielern gehe ich auch mal nicht davon aus, dass es von heute auf morgen in Vergessenheit gerät. Zumal solche Micro-Transaktionen einen irgendwie auch mental an seinen Account binden. Mir persönlich gefällt das Spiel überhaupt nicht aber handwerklich ist es wohl auch ein gutes Spiel.
 
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Yoshi

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9 August 2016
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Hagen
Fortnite ist weniger als 2 Jahre alt und hat mindestens schon 2 Milliarden Umsatz für epic games gemacht. Könnten auch 2,5 sein. GTA5 hat bisher über 6 Milliarden, ist dafür allerdings schon 6 Jahre auf dem Markt und hat einen Verkaufspreis zusätzlich zu den Micro-Transaktionen. Ist also nur eine Frage der Zeit bis fortnite diesen Rekord bricht weswegen man es durchaus schon jetzt als erfolgreichstes spiel betilten darf.
Das ist aber eine gewagte These. Wenn Fortnite in einem Drittel der Zeit ein Drittel des Umsatzes gemacht hat, ist das alles andere als ausgemacht. Einerseits weil GTA5 immernoch verkauft wird (und Online-Umsätze macht), andererseits weil man schlecht sagen kann, wie sich das Spiel in sich verändernder Konkurrenzsituation entwickelt.
 

Lottogewinner

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Das ist aber eine gewagte These. Wenn Fortnite in einem Drittel der Zeit ein Drittel des Umsatzes gemacht hat, ist das alles andere als ausgemacht. Einerseits weil GTA5 immernoch verkauft wird (und Online-Umsätze macht), andererseits weil man schlecht sagen kann, wie sich das Spiel in sich verändernder Konkurrenzsituation entwickelt.
Naja, was da jetzt auf welchem ultra erfolgreichen Level noch ein bisschen erfolgreicher ist... in jedem Fall beruht der Wahnsinn von GTA auch zu einem enormen Teil auf dem digitalen GTA Online.
Gutes Beispiel ist auch COD, bei dem Activision in seinem Finanzjahresbericht sehr deutlich gemacht hat, dass es ein Fehler war, das nicht viel früher digital zu pushen und auf den Einspielerkram zu verzichten.

Ein gutes Beispiel, wie es nicht geht, ist dann allerdings Fallout 76: Eine Serie, die von einer recht "alten", aber sehr großen Core-Fangemeinde gespielt wird, funktioniert dann auch nicht automatisch als reines Onlinegame. Erstrecht nicht, wenn es eher nicht so gut ist und Vollpreis kostet :)
 

Sun

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20 November 2016
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Selbst wenn man fast alles auf jeder physischen Konsole spielen könnte, wäre der Konsolenkrieg dennoch nicht vorbei, da dann eben gestritten wird welcher Service das beste ist oder oder ob Fortnite oder Spiel X Y besser ist. Lager wird es immer geben und Meinungskriege. Ich bin ja schon lange dafür, dass Konsolen mehr wie Abspielgeräte für Filme sind und einfach alles abspielen. Das ist technisch zwar schwieriger zu lösen, aber wenn man wirklich irgendwann vernünftig Spiele ohne zu großen Input Lag streamen könnte, dann wäre das Problem gelöst. Ich denke, dass dennoch genug Platz für mehrere Hardwarehersteller vorhanden ist, denn die Konsolen können immer noch unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten und in jedem anderen Bereich gibt es auch Platz für mehrere Hersteller.
Nintendo könnte auch gerne einen ersten Schritt wagen und diesen NES Kram der beim Switch Online Service dabei ist für andere Konsolen und oder PCs anbieten.
 

Lottogewinner

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Selbst wenn man fast alles auf jeder physischen Konsole spielen könnte, wäre der Konsolenkrieg dennoch nicht vorbei, da dann eben gestritten wird welcher Service das beste ist oder oder ob Fortnite oder Spiel X Y besser ist. Lager wird es immer geben und Meinungskriege. Ich bin ja schon lange dafür, dass Konsolen mehr wie Abspielgeräte für Filme sind und einfach alles abspielen. Das ist technisch zwar schwieriger zu lösen, aber wenn man wirklich irgendwann vernünftig Spiele ohne zu großen Input Lag streamen könnte, dann wäre das Problem gelöst. Ich denke, dass dennoch genug Platz für mehrere Hardwarehersteller vorhanden ist, denn die Konsolen können immer noch unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten und in jedem anderen Bereich gibt es auch Platz für mehrere Hersteller.
Nintendo könnte auch gerne einen ersten Schritt wagen und diesen NES Kram der beim Switch Online Service dabei ist für andere Konsolen und oder PCs anbieten.
Jup, glaube ich auch, aber es geht halt nicht mehr um Konsole diese oder jene sondern um Plattformen. Das man diskutiert, was besser ist, wirds immer geben. Sonst können wir das Forum auch zu machen :)

Ich fände NES Online (bzw den ganzen Nintendo Retro Kram) übrigens auch geil für alle Plattformen und vor allem fürs Handy!
 

Sidewalkwalker

Maschinenräumer
25 August 2016
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Schöne Artikel.

Wenn Gaming tatsächlich mehr und mehr in die Cloud gelegt wird, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich ein Oligopol, vielleicht sogar ein Monopol bildet. Einer der Gründe, warum Amazon (als Online-Shop) da ist, wo es heute ist: The winner takes it all. Es gibt keinen Grund, zum zweitbesten Anbieter (mit demselben Angebot) zu greifen, wenn beide dieselbe Verfügbarkeit bieten. Da bin ich gespannt, inwiefern Exklusivtitel hier mit diesem Konzept zusammen spielen bzw. es konterkarieren.

Die mögliche Kooperation von Microsoft und Nintendo fühlt sich sicher deshalb machbar an, weil das Angebot eben komplementär ist und es beide Firmen als Erweiterung des eigenen Segments verstehen. Ich könnte mir vorstellen, Sony wird eher viel daran setzen, ein vollwertiges Konkurrenzprodukt aufzubauen. Da würde ich vom Bauchgefühl her sagen, dass das umfangreichere Portfolio gewinnen wird (siehe Spotify oder Netflix), denn ich bezweifle, dass das Gros gerne mehr als einen Gaming-Streaming-Dienst abonnieren möchte.

Auf der anderen Seite hat Sony ja seine Finger in zahlreichen elektronischen Produkten und könnte hier Exklusivverträge mit sich selbst anbieten: Marktdominanz durch kostenloses PSN-Streaming bei jedem 8K-Bravia-Modell. Oder andere Koppelungen, man denke nur an das Amazon Prime inkl. Videostreaming Dumping.

Aber vielleicht wird's ja gar kein „Flatrate“-Modell für einen bestimmten Katalog, vielleicht werden wir pro Spiel zur Kasse gebeten. Oder alles ist Free To Play und die Monetarisierung geschieht ausschließlich durch In-Game-Payments.
 

Lottogewinner

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29 Juli 2016
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Deutschland
Ein Teil der Gerüchte ist schonmal wahr - Cuphead kommt auf die Switch und wird in einem Patch volle Xbox Live Unterstützung erhalten:

Growing out of these recent discussions, we are partnering with StudioMDHR to investigate bringing Xbox Live features beyond Xbox and PC to Nintendo Switch. Yes, this means that fans will now have the opportunity to experience StudioMDHR’s award-winning debut game on Nintendo Switch with Xbox Live! We’ll be working with StudioMDHR to implement Xbox Live features into Cuphead on the Nintendo Switch in the coming months. Given the early stage of our work with StudioMDHR, the Xbox Live features will appear in a post-launch update to Cuphead on Nintendo Switch. We’d like to thank Studio MDHR and Nintendo for their help in this investigation!

Read more at https://news.xbox.com/en-us/2019/03/20/gdc-evolving-idxbox-program-for-developers/#L9PJOZ3keWso16vB.99