Star Trek

Ryudo

Mitglied
25 August 2016
303
15
18
Wahrscheinlich wär die Folge sonst zu lang geworden und man wollte nicht noch einen zweiten Cliffhanger einbauen. Da man zu Beginn der Staffel aber bereits die schwarzen Sterneneflottenabzeichen gesehen hat, sollte man in Staffel 2 definitiv mit einem Handlungsbogen bezüglich Sektion 31 rechnen können.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.703
225
63
Hamburg
www.youtube.com
Oh das ist mit gar nicht aufgefallen mit den schwarzen Abzeichen. Ja, ich finde, dass das gut passt. Vielleicht wird die Szene ja sogar noch verwendet. Finde sie passend.
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.127
252
83
37
Deutschland
So, nach dem man hierzulange ja die Trek Shorts allesamt nicht bekommt, startet heute zumindest auch auf Netflix die Staffel 2 von Discovery mit Folge 1. Ich freue mich und bin sehr gespannt, wie sie die ganze Spock-Enterprise-Pike-Nummer integrieren, ohne dass es doofer Fanservice wird.
Ein Bekannter von mir ist Journalist und durfte schon sechs Folgen sehen. Laut ihm steht das Thema Krieg ein bisschen weniger im Fokus als in Staffel 1 und es geht wieder mehr um Erkunden und Entdecken. Ergänzt wird der Spock-Erkundungs-Handlungsstrang dann eben durch das Klingonen-Sektor 31-Thema.

Außerdem wurde ja nun auch noch angekündigt, dass Discovery seine eigene Spinoff-Serie erhält, die sich um Captain Georgiu und Sektor 31 dreht. Will man das?
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
Ich habe echt keinen Bock mehr auf die Klingonen, ich hoffe, dass sich das im Rahmen hält. Aber vielen Dank für dne Hinweis mit dem Start der zweiten Staffel!

Was Sektion 31 anbelangt: Generell war Sektion 31 eine sehr gute Ergänzung zu Deep Space Nine, weil Massenvernichtungswaffen thematisch sonst überhaupt nicht hätten verwendet werden können und es eben auch ideal zur Grundidee von Deep Space Nine passte. Eine Geschichte aus der Sicht eines Sektion 31 Mitglieds ist aber eine ganz haarige Angelegenheit. Da kann man sicher was gutes draus machen, aber dann muss man eben auch eine gewisse Distanz zum Hauptcharakter wahren - wesentlich mehr noch eigentlich als traditionell bei Star Trek. Ich bin mir, basierend auf Discovery, nicht sicher, ob das Schreiberteam das momentan Star Trek schreibt, dazu in der Lage ist.
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.127
252
83
37
Deutschland
Ich habe echt keinen Bock mehr auf die Klingonen, ich hoffe, dass sich das im Rahmen hält. Aber vielen Dank für dne Hinweis mit dem Start der zweiten Staffel!

Was Sektion 31 anbelangt: Generell war Sektion 31 eine sehr gute Ergänzung zu Deep Space Nine, weil Massenvernichtungswaffen thematisch sonst überhaupt nicht hätten verwendet werden können und es eben auch ideal zur Grundidee von Deep Space Nine passte. Eine Geschichte aus der Sicht eines Sektion 31 Mitglieds ist aber eine ganz haarige Angelegenheit. Da kann man sicher was gutes draus machen, aber dann muss man eben auch eine gewisse Distanz zum Hauptcharakter wahren - wesentlich mehr noch eigentlich als traditionell bei Star Trek. Ich bin mir, basierend auf Discovery, nicht sicher, ob das Schreiberteam das momentan Star Trek schreibt, dazu in der Lage ist.
Ich finde die Rolle von Georgiu eh schwierig, weil sie im Spielgeuniversum halt eine harte Verbrecherin ist und man aus ihr jetzt so nen sympathischen Bösewicht macht, weil die Darstellerin sowas halt kann. Hat mir schon in Staffel 1 semi gefallen, daraus nun noch ne Serie, puh. Braucht ein gutes Autorenteam. Ist aber nicht die Story, die ich unbedingt brauche.
 

Rusix

Mitglied
2 September 2016
375
114
43
39
Schaumburg
Mal Hand aufs Herz: Wann seid ihr mit Discovery warm geworden?

Nach 3 Folgen war ich direkt raus. Kein Star Trek Flair, miese Hauptprotagonistin (zu cool, zu taff) und ganz schlimm gezeichnete Klingonen. Rein technisch war es aber sehr ansprechend. Lohnt sich ein Wiedereinstieg, wenn man frühzeitig so 'underwhelmed' war? Ich kann es mir nicht vorstellen aber vielleicht gibt es ja nen dicken Twist?
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
Mal Hand aufs Herz: Wann seid ihr mit Discovery warm geworden?
Nicht. Ich finde die zweite Hälfte aber besser als die erste.

EDIT: Einen dicken Twist gibt es, da waren die Macher auch so stolz drauf, dass sie die Anspielungen auf den Twist in der entsprechenden Folge ausführlich breit treten.
 

Rusix

Mitglied
2 September 2016
375
114
43
39
Schaumburg
Verstehe, braucht man also nicht unbedingt. Ich glaube da schaue ich mir lieber weiterhin die alten Staffeln an.

Dennoch freue ich mich auf die neue Picard-Serie die ja ganz konkret in Planung ist bzw schon gedreht wird? Hopes up!
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.127
252
83
37
Deutschland
Mal Hand aufs Herz: Wann seid ihr mit Discovery warm geworden?

Nach 3 Folgen war ich direkt raus. Kein Star Trek Flair, miese Hauptprotagonistin (zu cool, zu taff) und ganz schlimm gezeichnete Klingonen. Rein technisch war es aber sehr ansprechend. Lohnt sich ein Wiedereinstieg, wenn man frühzeitig so 'underwhelmed' war? Ich kann es mir nicht vorstellen aber vielleicht gibt es ja nen dicken Twist?
Es gibt sogar zwei dicke Twists. Und ich fand gerade den ersten wirklich gut :)

Ich mochte den Piloten, aber er vermittelt kein wirkliches Bild der Serie. Für mich hat Discovery ne Menge Mängel, aber auch genauso viel, das die Mängel wieder aufwiegt - und man darf nicht vergessen, dass es ne erste Staffel ist. Die Serie nicht aus der Perspektive des Captains zu erzählen ist toll und je länger sie dauert, um so mehr Tiefe gibt sie allen Charakteren. Mein Hauptproblem ist weiterhin, dass sie teilweise eher zu viel wollen und sich vielleicht einen halben Handlungsstrang für Season 2 hätten aufsparen können. Aber alles in allem ist es sehr gutes Science-Fiction und gutes Star Trek und schon mehr als eine Chance wert.

(Bei der Picard-Serie bin ich deutlich skeptischer, das ist für mich auch erstmal eine Verclickbaitung von Fernsehen. Aber mal sehen).
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
Ich fand den Einstieg in die zweite Staffel übrigens ziemlich grauenvoll. Im NeoGAF hat ein User ziemlich genau das wiedergegeben, was ich dazu empfinde:
After the heavy-handed ridiculous and rushed train-wreck that was the first, the introduction into the second season leaves me equally underwhelmed. While the first episode certainly tries to go in a new direction, the focus on over-the-top action and the silly deadpan humor lends to thee impression that the writer still don't know what Star Trek is about.

They've looked at the success of The Orville and Guardians of the Galaxy and tried to inject the same kind of humor into the series without realizing that this sort of interpersonal dynamic simply does not jive with a full fledged Trek show. The turbolift scene was pure and utter cringe and so was Tilly's “the power of math” exclamation. Apparently Linus the Saurian doesn't know handkerchiefs and Tilly is a character from the Big Bang Theory. It reminds me of when Data installed his emotion chip and discovered his sense of humor. None of the jokes felt organic as the writers desperately tried to inject some humor into the series.

The intro starts off with some African myth about the creation of the Milky Way, as religious and superstitious undertones are interspersed throughout the whole episode, culminating in Michael Burnham's encounter with a space "angel". Burnham remains the silly hothead with a penchant for lecturing people, keeping in tradition with her grating character. The episode suggests that she was supposed to teach Spock about empathy so that he can better "interact with humans", which to be quite frank, is the most ridiculous idea committed to paper when it comes to Trek lore.

First of all, Spock is a Vulcan and as such Utilitarianism would best describe his ethical foundation throughout the series. His reasoned and logical approach to virtue has served Spock well in the past and I cannot fathom why the show tries to subvert that. It's not as if emotional ethics of care are inherently superior to a logical one, as the show would suggest. Second of all, Spock is half-human, so there's really no need "teaching him empathy" as emotional attachment is already part of his personality. Lastly, since "empathy" is an emotion, it cannot be "thought" as it's not an intellectual virtue. Emotional Spock is supposed to be something exceptional, usually bringing out the worst in him because as a Vulcan he's ill-equipped solving problems on an emotional basis. In other words, this whole sub-plot makes no damn sense.

Saru has better vision than most humans, so he is asked by Burnham to decipher the marooned ship's registry number from the frikkin' bridge screen. If his eyes can read the registry from the screen, I'm sure so can the ship's scanners. Makes absolutely no sense. After that they launch in their little pods Battlestar Galactica style, accelerating through a narrow set of intermingled tubes.

The race through the asteroid field looked nice, but felt more like a scene from Star Wars, especially with the silly "pod racing" sounds. What's even the point rushing full speed through a highly unstable field of space debris? They have like two frikkin' hours to arrive at their destination. I get that they can't beam over there, but if they can land a bunch of space pods, they can just as well get there by shuttle. Also, don't they have deflector shields anymore? The whole situation felt so contrived, it was just a weak excuse to shove another action sequence in there.

Of course, Pike's officer Connelly dies because he wouldn't listen to Burnham, crashing into a rock while "mansplaining" to her. If only everybody could be as awesome as Burnham who can "withstand 9G for 11 minutes". Then they find Jett Reno on a marooned spaceship, an engineer who is keeping her shipmates alive with makeshift apparel and a dry sense of humor. She's not a doctor, but is capable of doing all this because "the human body is basically a machine" and because "she reads books"... but of course!

The mysterious space mystery, which are 7 red bursts scattered throughout the galaxy, are so nondescript I don't even care for the show to unravel the secret behind it. Considering thee general quality of writing, I wouldn't speculate too much either, as you'll only end up disappointed.

Lastly there's Stamets who still mourns the loss of his partner, listening to space opera. Apparently Kasillian space opera singers suicide themselves after their one and only performance, giving Stamets a weak excuse to throw in the towel having received an invitation to teach at the Vulcan Academy. Uhm yeah... ok. Considering that Vulcans are an isolationist people and highly protective of their culture, is that even a thing? I mean, Stamets invented the spore drive (one of the cool concepts in the new series) but considering what an uproar Spock's departure from the academy was, I highly doubt Vulcan academics would be very welcoming to a human professor especially one that is still very emotionally involved in the death of his partner.

The tone of the first episode is all over the place. When they arrive as the asteroid field, the music starts ramping up like crazy, as if they could die any moment now. If this were a Trek show, the crew would arrive there calmly, collect data and scan the environment according to procedure without having a go at each other like hysterical groupies at a Justin Bieber concert.

The episode shows again how little the writers care about Trek canon. It puts spectacle over meaning in a way that is not befitting the Trek franchise. The show is visually appealing enough to be entertaining as a generic sci-fi show, but as Star Trek it is woefully incapable. The only nice thing about this episode were the TOS uniforms making a comeback. Screw the silly gold and silver uniforms that looked like they were designed by Cartier.
Aber in Kürze die wesentlichen Punkte nochmal in Deutsch:
- Die Action-Szene im Asteroidenfeld war völlig unangemessen
- Michael wird weiterhin als völlig abstruser Supermensch geschrieben, der alles kann und alles weiß und dem zu widersprechen eine grundlegend fatale Entscheidung ist
- Tilly jagt mir mit jedem Mal, dass sie ihren Mund aufreißt, einen Schauer über den Rücken. Ihr "The Power of Math" was so scheußlich, dass es echt schon unangenehm war. Aber auch sonst ist sie einfach nur ohne Ende nervig, absolut treffsicher nie auch nur im Ansatz lustig und natürlich wird ihr Anteil an der Serie immer weiter erhöht. Meines Erachtens wird ihr (ohnehin schlechtes) Writing auch immer schlechter. Da hätte ich lieber 10 Wesley Crushers (der ja quasi ein Mittelding aus Super-Michael und Cringe-Tilly ist).
- Wo wir bei unfassbare Super-Menschen sind: Die Ingenieurin von dem Schiff, das die Discovery Leute finden, fällt auch voll in diese Kategorie und sie ist völlig unglaubhaft geschrieben. Ihr Erstauftritt wirkt quasi wie eine Überzeichnung des (ohnehin schon kuriosen) Erstauftritts von Scotty in Star Trek 11.
- Dieser religiöse Sondermüll am Anfang der Folge, der sich dann immer mal wieder in Michaels Tagträumen manifestiert hat... meine Herren!
- Saru kann auf Grund seiner Augen besser lesen, was auf dem Bildschirm steht... Zoomen, Kontrast erhöhen, Bildanalyse drüberlaufen lassen, solche Dinge sind offenbar in der Zukunft leider nicht mehr möglich. Man braucht schon ein Crewmitglied mit guten Augen, um die Unzulänglichkeiten des Bildschirms auszugleichen..

Meines Erachtens muss dieses Schreiberteam dringend auf die Straße gesetzt werden.
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.127
252
83
37
Deutschland
Ohne viel mehr Worte, weil ich keine Lust auf durchanalysieren habe: Ich mochte die Folge.
Die Shorts finde ich dafür sehr enttäuschend.
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
Wenn du es so schlimm findest, dann schau doch mal lieber in The Expanse rein. ^^
Ich hab die ersten zwei Folgen schon gesehen, meine Frau fand es aber zu anstrengend und als sie es dann endlich wieder mit mir schauen wollte, war es nicht mehr auf Netflix :(.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.703
225
63
Hamburg
www.youtube.com
Ich finde das Writing sehr gut und stimme mit keinem einzigen von Yoshis Punkten überein. Die Shorts waren auch gut bis auf den ersten mit Tilly. Die wurden immer besser, mit Mudd als Highlight. Wenn Sie Lorcas Abgang nicht so verkackt hätten wäre das mit wenigen Ausreißern nach unten der beste Star-Trek-Serienstart nach DS9
 
  • Like
Reactions: Lottogewinner

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
Ich finde das Writing sehr gut und stimme mit keinem einzigen von Yoshis Punkten überein. Die Shorts waren auch gut bis auf den ersten mit Tilly. Die wurden immer besser, mit Mudd als Highlight. Wenn Sie Lorcas Abgang nicht so verkackt hätten wäre das mit wenigen Ausreißern nach unten der beste Star-Trek-Serienstart nach DS9
Wenn du es glaubhaft findest, dass Sarus bessere Augen mit einer - will man meinen - im Vergleich zu heute weiterentwickelten Bildverarbeitungstechnik der entscheidende Faktor ist, um einen Schriftzug auf einem Shuttle auszumachen, finde ich das schon erstaunlich.
 

GamepadRanger

Mitglied
25 August 2016
398
74
28
31
NRW
Die Shorts habe ich noch nicht gesehen, aber mir hat der Auftakt zu Staffel 2 gefallen. Ja, es ist anders, als bisheriges Star Trek, aber ich finde es nicht weniger unterhaltsam. Ich hatte aber auch an Staffel 1 wenig auszusetzen.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
2.703
225
63
Hamburg
www.youtube.com
@Yoshi - Es ist mir einfach komplett egal gewesen und wäre es mir nicht wert, es auch nur zu erwähnen. Es ist komplett egal. Sie haben gesaght, dass das Bild das maximal war, was mit den Scannern rauszuholen war. Ja, richtig, ein Computer sollte das besser entschlüsseln können als Saru, aber I just don't care. Mich hat eher gestört, dass Smartass Michael das gesagt hat und nicht Saru selber. Aber auch das ist nur ein Detail. Sie wollten halt irgendeine fetzige Alienfähigkeit präsentieren. Es hat keine zwei Sekunden gedauert. Mich stören solche Dinge wirklich nicht.

Für mich war die Folge eine gute Mischung aus Einführung neuer Charaktere, ein bisschen Mystery, ein bisschen Sci-Fi, guter Dialoge (Stamets insbesondere) und dem Anknüpfen an das Bisherige. Die Actionsequenz war eine Actionsequenz. Sie hatte eine Funktion in der Beziehung Burnham-Pike und sie hatte Humor, aber ja, wenn man kein Spektakel sehen will, dann braucht man sowas nicht. Ich mag auch, wie sie nebenbei so ein geiles Technikfeuerwerk abfackeln und alles tatsächlich nach Zukunftstechnik aussieht. So ein bisschen muss das in den 60ern auch gewesen sein. Ich verstehe nicht, wie man ein Star Trek Fan sein kann und Discovery rundheraus ablehnt.
 

Yoshi

Moderator
Team
9 August 2016
2.873
165
63
Hagen
@Biber rundheraus ist vielleicht etwas zu viel gesagt. Die Mudd Folge in Staffel 1 fand ich klasse und insgesamt die zweite Hälfte der Staffel auch solide, selbst als Star Trek. Aber die Charaktergestaltung (besonders bei Tilly und Michael) und der meines Erachtens geradewegs extreme Fokus auf Action-Spektakel sind definitiv nicht im Geiste eines TNG oder DS9. Meines Erachtens war sogar Enterprise wesentlich ruhiger - und hatte darüber hinaus mit T'Pol auch den viel, viel besseren Humor als Discovery jetzt mit Tillys "Ich sag einfach durchweg peinlichen Kram".

Der religiös / mystische Kram in dieser Folge ist weniger eindeutig einzuordnen, weil Deep Space Nine da auchs chon ganz ordentlich rumgequacksalbert hat, aber immerhin diente es bei Deep Space Nine sehr stark der Dynamik der involvierten Völker. Ich bevorzuge allerdings den Umgang mit derartigen Dingen, der in TNG gepflegt wurde (z. B. Gott der Mintakaner).

Was die wissenschaftliche Seite anbelangt, ist es halt für mich doof, dass Discovery so klar unsinnige Sachen macht, die auch für einen Laien sofort als Unsinn ersichtlich sind, da wurde meines Erachtens bei TNG mehr Sorgfalt walten lassen (ohne jetzt sagen zu wollen, dass da nicht auch Quatsch vorkam, aber es war weniger in-your-face als in Discovery, wo man den Eindruck hat, dass sie gar keine Physiker / Informatiker beschäftigen, um das ganze etwas aufzuräumen). Ich habe an Star Trek, abgesehen vom Abenteuer-Charakter eigentlich immer drei Dinge wirklich gemocht:
- Die positive, neugierige Sicht auf Wissenschaft, verbunden mit einem geerdeten, weil zumindest stets im Versuch erklärten, natürlichen Entdeckergeist
- Die Diskussion neuer Technologien und deren Auswirkungen auf Wissenschaft, Gesellschaft und Alltagsleben
- Gesellschaftliche Allegorien mit oft interessanten moralischen Dilemmata

Von diesen drei Aspekten findet man in Discovery in der Regel bestenfalls Bruchstücke. Auch der etwas sterile, rationale Stil (aller Star Trek Serien bis hin zu Enterprise), der für mich durchaus einen Anteil an der Star Trek Atmosphäre trägt, geht Discovery komplett ab. Das hängt sicher auch mit dem Spiegeluniversumsthema ein wenig zusammen, aber auch mit der raueren Sprache (es wird dermaßen viel geflucht!) und der Verwendung von umgangssprachlichen "2010er" Phrasen. In Hinblick auf die Erweiterung der Zielgruppe könnte ich damit noch gut leben, aber in Kombination mit der Vernachlässigung der obigen drei Punkte, fehlt mir irgendwie sowohl Kopf als auch Herz von Star Trek zu sehr. Es ist trotzdem ordentliche (wenngleich nicht ganz sorgfältige) Science-Fiction.
 

Lottogewinner

Administrator
Team
29 Juli 2016
1.127
252
83
37
Deutschland
Ich konnte die alten Serien alle aus all deinen positiven Gründen nicht mehr gucken, weil ich es irgendwann furchtbar schematisch und lanweilig fand (ja, steril und rational trifft es), und hätte tatsächlich nicht gedacht, dass ich nochmal eine Star Trek Serie gucken mag.

Aber Discovery ist gute Scifi-Unterhaltung mit genügend Motiven, die ich ansprechend finde und genügend Star Trek, um mich ein bisschen nostalgisch werden zu lassen. Mehr will ich abends gar nicht von einer Unterhaltungsserie, sonst gucke ich eh Dokus.