Star Trek

Yoshi

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Hagen
Jetzt müsste eigentlich noch das Sporennetzwerk gekillt werden um einigermaßen Kanon zu bleiben
Das wird auf jeden Fall eine schwierige Sache. Selbst wenn sich herausstellt, dass die Position Stammets lebensbedrohlich ist bei dem Sporentransport, wäre das wahrscheinlich nicht ausreichend, da man dann ja versuchen würde, eine andere Steuerungsmöglichkeit zu finden. Ich hoffe, die Schreiber haben sich da was vernünftiges überlegt. Besonders zumal man in der Situation in DS9, wo sogar Massenvernichtungswaffen thematisiert wurden, die Vorteile von sofortigen Positionsänderungen niemals ignoriert worden wären, wenn sie in irgendeiner Weise denkbar wären.
 

Rusix

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2 September 2016
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Ein simples Verbot wird natürlich nicht reichen, da bei existenzbedrohenden Situationen, auch von der Federation, zu allen Mitteln gegriffen wird bzw würde: Atomwaffen, Taleronenstrahlung oder jüngst die komplette Vernichtung des klingonischen Heimatplaneten.

Leider ist man inzwischen so stark mit der Technik haustieren gegangen, dass eine 'physikalische' Zerstörung absolut zwingend ist. Was für ne Schnapsidee.
 

Yoshi

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9 August 2016
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Hagen
Die heutige Folge hat mir... gut gefallen. Erstaunlich viele Konzepte auf gutem Niveau besprochen ohne sie richtig aufzuzwingen (Religion / Aberglaube als Machtmittel, Sterbehilfe, Flüchtlinge), eines ziemlich aufdringlich, aber in Anbetracht der Bedeutung dennoch angemessen (Umweltschutz / Entziehen der Lebensgrundlage durch Umweltzerstörung) und das ganze eingebettet in eine recht klassische Star Trek Problematik (Kommunikation mit fremder Lebensform). Es kamen sogar auch mal ein paar andere Charaktere als Tilly und Michael zum Zug. Da kann ich dann auch über die weiterhin nicht existente Wissenschaftsberatung hinweg sehen. Für meine Begriffe deutlich die beste Folge in der zweiten Staffel, aber auch insgesamt die beste Folge der Serie bislang (verdrängt damit also die Mudd-Folge). So kann die Serie gern auch sieben Staffeln erreichen.
 

Rusix

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2 September 2016
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Jo, dem schließe ich mich an - eine wirklich ordentliche Folge mit etwas Tiefgang. Allgemein gefällt mir die 2 Staffel bisher wirklich gut. Es gab keinen Totalausfall bisher, sondern jede Folge hatte bisher seine Berechtigung. Es kommt langsam Ordnung in das System und nähert sich den klassischen ST-Folgen an.

Wobei man die letzte Folge nicht mit der Mudd-Folge vergleichen kann - die war ja eher Slapstick mit guten Twists ^^
 

Biber

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25 August 2016
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Ich liege einfach konträr zu euch. Ich fand die beiden letzten Folgen schlecht und sie offenbaren, was an der Serie leider nicht so gut ist.

Schlimmer die vorletzte Folge, die den unsäglichen Ash Tyler zurückgebracht hat. Da wurde dermaßen viel in eine Episode gepresst und Querverbindungen erzeugt, die einfach too much waren. Zu oft ist es so, dass Themen angesprochen werden, aber nicht ausreichend diskutiert. So wie die Prime Directive in der zweiten Folge. Da steckte alles nötige drin, man hätte nur die entscheidenden zwei, drei Argumente mehr bringen müssen.

Und die letzte Folge hatte Potenzial, ja. Aber auch hier war die Ausführung mangelhaft. Was mich zum Beispiel sehr stört ist die Art, wie Stamets Entscheidungen trifft. Es wird nie etwas durchdacht oder diskutiert oder abgeklärt, außer es dient dem Drehbuch. Da ist was in deinem Körper. Warte, ich hol es raus mit diesem Kasten, den ich zufällig in der Hand habe in 3, 2, ... JETZT. Dass das eine Lebensform ist und dass man die ja auch mal fragen könnte, kommt immer an den falschen Stellen. Für eine Folge, die davon handeln will, dass das Unbekannte nicht immer feindselig sein muss, ist der Umgang mit dem Pilzwesen, den Stamets herablassend "Blob" nennt, einfach unsäglich. Und die Beziehung zwischen Saru und Miachel... unglaubwürdig, dass sie plötzlich so dick sind. Und hat wirklich niemals ein Kelpianer erlebt, was passiert, wenn man sich nicht opfert? Hat nie ein Arzt von Starfleet sich Saru angeguckt und mit einem Dreisekundenscan per Tricorder festgestellt, dass er nicht stirbt, wenn er da durchgeht? Das hätte man alles mit drei Sätzen aus dem Weg räumen können.

Naja, ich mag dier Serie immer noch, die letzte Folge war OK, aber sie könnten mit so wenig mehr so viel mehr werden.
 

GamepadRanger

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Ich habe die letzten beiden Folgen am Wochenende nachgeholt. Von dem kleinen Ausflug mit der Imperatorin und Tyler war ich sehr schnell gelangweilt. Die Spin-Off Serie, die sich dann nur um Sektion 31 dreht, werde ich mir daher wohl nicht geben.

Der Plot mit der obersten Direktive und den "Siedlern" aus der Vergangenheit hingegen fand ich super. Das war sehr nah dran am klassischen Trek, ohne den modernen Anstrich zu verlieren. Es hat sich ein bisschen so angefühlt, wie ein proof of concept. Als wenn sie sagen wollten: "Schaut her, wir können auch so. Aber das ist nicht unser Hauptaugenmerk."

Und die aktuellste Folge hat mich auch wunderbar unterhalten. Wobei ich Biber schon recht geben muss, dass Stamets sein Plot Device etwas zu schnell zur Hand hatte. Da hätte man vorher zumindest drauf anspielen können. Und der Umgang mit einem "infizierten" Crewmitglied war für meinen Geschmack etwas zu vertrauensvoll. Sie haben keine Ahnung, was das fremde Wesen kann und ob es sich nicht doch noch in Tilly versteckt hat, aber Hauptsache sie wird erst einmal in den Arm genommen. Wer weiß, ob nicht auch Stamets jetzt infiziert ist.
 

Yoshi

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Hagen
Und die Beziehung zwischen Saru und Miachel... unglaubwürdig, dass sie plötzlich so dick sind.
Hier muss man aber sagen, dass das weniger die Schuld dieser Folge, als vielmehr der hektischen Erzählweise der Serie ist. Es muss ja eine ganze Menge in Hinblick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen vollkommen im Off geschehen, denn zwischenmenschliche Beziehungen gibt es in der Serie anderenfalls einfach nicht. Es gibt die Captains, Michael, Stammets, Saru und Thilly, alle anderen Charaktere sind bislang nicht mehr als eine Position und ein Name und selbst zwischen diesen relevanten Charakteren gibt es nahezu keine ausgearbeiteten Beziehungen. Am ehesten noch zwischen Thilly und Michael sowie Stammets und Thilly, aber selbst das ist eher dürftig. Insofern ist der Herzschmerz zwischen Michael und Saru zwar absolut nicht aus dem Rest der Serie nachvollziehbar, aber man wird bei der aktuellen Erzählgeschwindigkeit nicht umhin kommen, zwischenmenschliche Beziehungen einfach anzunehmen, statt sie zu etablieren. Man mag den Machern zu Gute halten, dass Saru für Michael ein natürlicher Ankerpunkt ist, als ehemaliges Mitglied ihrer alten Besatzung, so dass eine Beziehungsbildung Off Camera durchaus noch halbwegs glaubhaft wäre.

Dass Stammets voreilig gehandelt hat und dass die Situation mit Sarus Zustand arg forciert war (Man akzeptiert unhinterfragt die Tödlichkeit des Zustandes und zieht nichtmal in Erwägung, dass mit Föderationstechnik möglicherweise doch noch was zu machen wäre, bevor man Michael ein Messer in die Hand drückt?), da stimme ich absolut zu, aber in Anbetracht dessen wie schlecht mein Eindruck von der Serie bis dahin ist, kann ich über diese Schnitzer (vorerst) eher hinweg sehen. Möglicherweise ist es eine Diskrepanz zwischen Folgen, in denen Discovery etwas anderes als klassisches Star Trek macht, aber dabei einiges gut macht (das für mich zwar nicht als gut erkennbar ist, für dich aber schon) und Folgen, in denen Discovery klassisches Star Trek macht, dabei aber nicht die Qualität älterer Star Trek-Serien erreicht.
 

Rusix

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Man akzeptiert unhinterfragt die Tödlichkeit des Zustandes und zieht nichtmal in Erwägung, dass mit Föderationstechnik möglicherweise doch noch was zu machen wäre, bevor man Michael ein Messer in die Hand drückt?),
Das war durchaus nachvollziehbar. Saru ist mit dem absoluten Glauben (der Wahrheit) erzogen worden, dass es so ist und sein muss. Ein Hinterfragen dieser Wahrheit stand nie zur Debatte (das Kennzeichen einer jeden Wahrheit).

Der Glaube hat quasi über die Wissenschaft triumphiert. Kein unübliches Phänomen - auch heute noch. Genau das macht die Folge ja so gut. Das entsetzte Gesicht Sarus am Ende war unbezahlbar. Er wurde sein Leben lang für dumm verkauft und hat aktiv dabei mitgeholfen.

Ganz im Zeichen des alten Star Trek.
 

Yoshi

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Das war durchaus nachvollziehbar. Saru ist mit dem absoluten Glauben (der Wahrheit) erzogen worden, dass es so ist und sein muss. Ein Hinterfragen dieser Wahrheit stand nie zur Debatte (das Kennzeichen einer jeden Wahrheit).

Der Glaube hat quasi über die Wissenschaft triumphiert. Kein unübliches Phänomen - auch heute noch. Genau das macht die Folge ja so gut. Das entsetzte Gesicht Sarus am Ende war unbezahlbar. Er wurde sein Leben lang für dumm verkauft und hat aktiv dabei mitgeholfen.

Ganz im Zeichen des alten Star Trek.
Ja, dass Saru in der Situation aufgibt war nachvollziehbar und imo auch im Kontext der Aussage über religiöse Indoktrination als Machtmittel gut gemacht, aber die Ärztin (der Ersatz war doch weiblich?) und Sarus Vorgesetzter, der Captain wurden ja nicht indoktriniert (also der Captain offenbar schon durch die christliche Kirche, was in Anbetracht der Darstellung in TNG schon befremdlich ist, aber die christliche Kirche wird ja nichts über Sarus Volk gesagt haben). Zumindest hätten sie versuchen müssen, ihn zu überzeugen, nach einer Behandlung suchen zu lassen. Er hätte sich ja dann immernoch weigern können.
 

Rusix

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Das wiederum habe ich mir dadurch erklärt, das Saru der einzige seiner Art ist bzw der einzig bekannte Organismus innerhalb der Sternenflotte. Seine Spezies gilt daher als wenig gut erforscht.

Seine Überzeugung war so 'komplett', dass selbst Aussenstehende es, aufgrund von fehlender information, für wahr gehalten haben. Es gab schon ähnliche Konstellationen innerhalb der Star Trek Welt.

Aber ja, man kann darüber streiten. Dennoch finde ich es gut, dass man inzwischen über Details diskutieren kann und nicht mehr über die Sinnhaftigkeit einer ganzen Folge bzw der ganzen Serie ^^
 

Biber

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Das ist doch überhaupt nicht glaubwürdig. Wenn Saru in die Sternenflotte eintritt, wird er schonmal ohnehin gründlich medizinisch geprüft, auf Tauglichkeit und hastenichtgesehen. Und wenn zudem ein einzelner Vertreter eines bis dahin überhaupt nicht untersuchten Volkes freiwillig zur Sternenflotte geht, dürften sämtliche Xenobiologen über ihn herfallen und ihn untersuchen. Saru dürfte nichts dagegen haben. Zumal es von hoher Wichtigkeit ist, einen späteren Führungsoffizier genauestens zu vermessen, um ihm im Zweifel zu helfen oder herauszufinden, ob es Inkompatiblitäten mit Sternenflottenstandards gibt.

Und wenn er dann noch sagt, dass es jederzeit passieren könnte, dass es von jetzt auch gleich hops geht, müsste das erst Recht Interesse wecken. Erstens, weil es ein Risiko ist und zweitens, weil die hochentwickelte Föderation vielleicht doch etwas unternehmen kann gegen einen Zustand, der von einer Pre-Warp-Zivilisation als gottgegeben hingenommen wird. So eine Konstellation gab es noch nie. Im Gegenteil. Bei TNG ist es der absolute Standard, dass solche Glauben durch einen einfachen Scan von Dr. Crusher erschüttert werden. Und DANN beginnt der interessante Teil der Folge.

Das Problem, das ich damit habe ich nicht die medizinische Ungenauigkeit, sondern dass das Drama auf den völlig falschen Ort verlagert wurde. Man hat eine Pseudospannung erzeugt, wo das Potenzial für eine sehr interessante Diskussion gelegen hätte. Dadurch wirkte das Drama auch völlig deplatziert.

Aber insgesamt kann man die Folge noch durchgehen lassen.

Überhaupt nicht durchgehen lassen kann man die aktuelle Folge, mit der die Serie sogar nach der bizarren Klingonen-Gore-Folge einen neuen Tiefpunkt erreicht hat.

Ich ärger mich wirklich sehr, dass man eine potenziell tolle Figur wir Stamets mit einem zudem tollen Schauspieler so vergeudet. Dass man alle interessanten Fäden abwürgt. Dass Saru nach einer kleinen Folge schon wieder wie ein Ensign behandelt wird. Burnham ist einfach Spock. Wissenschaftsoffizier und Erster Offizier. Und Saru ist Stichwortgeber aus der dritten Reihe. Sogar Malcom Reed wurde in den ersten zwei Staffeln mehr bedient. Saru spielt derzeit in einer Liga mit Travis Mayweather und... ja, eigentlich nur mit dem.

Die ganze Pilz/Culber/Tilly-Story hätte man auch fantastisch aufziehen können, aber man hat alles weggeworfen. Ich wollte irgendwann nur noch, dass die Folge vorbei ist, weil ich mich fremdgeschämt habe. Und wie sie dann mit der Brechstange dafür gesorgt haben, dass
Ash, der unsägliche Ash, dessen Storyarc die allermeisten unauflösbaren Fragezeichen produziert und der so daneben gecastet ist wie nur irgendwas wieder mit an Bord sein kann...
. Ugh.

Ich weiß nicht, was mit der Serie los ist. So vieles ist so gut und das Writing ist zum Teil hervorragend. Oft sind die Querverbindungen toll, der Humor stimmt, Pike ist großartig, der Umgang mit Rollenbildern und Geschlechtern vorbildlich. Aber dann kommt wieder so ein Pathos-Monolog von Michael, eine völlig in den Sand gesetzte Chance für gutes Storytelling oder straight out unglaubwürdiger Bullshit, dass man die Serie packen und schütteln möchte. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Staffel war ich zeitweise begeistert, zeitweise beleidigt von der Qualität der Serie.

Und von Georgiou will ich gar nicht anfangen. Der ganze Umgang mit Section 31 ist schlimm genug, aber diese Figur ist das schlimmste an der ganzen Serie.
 

Yoshi

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Ich fand die aktuelle Folge ziemlich Voyager. Also ein Beispiel für das was bei Voyager schief lief. Ich sitmme Biber also - bei Discovery glaube ich ein Novum - weitgehend zu. Ich finde die Folge zwar nicht die schlechteste bisher, dazu fand ich die jeweils erste Folge der beiden Staffeln zu scheußlich, aber ich war wirklich erleichtert als die Folge endlich vorbei war. Dieser ganze krude Unfug der in der Geschichte verpackt wurde, inklusive gleich zwei Hauptcharakter-Rückkehrern, die "Die Suche nach Mr. Spock" geradewegs hochwissenschaftlich wirken lässt. Ganz grober Käse das ganze.

Ich stimme auch bei Saru weitgehend zu, allerdings ist er kein Mayweather, dafür hat er schon zu viel Charakterisierung und Storybackground. Extreme Mayweathers gibt es dafür in Discovery aber zur Genüge, da die Schreiber offenbar nicht gerne Charaktere mit Charakter belegen. Weiß zum Beispiel jemand was über die Frau mit dem künstlichen Auge auf der Brücke?
 

Rusix

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Das ist doch überhaupt nicht glaubwürdig. Wenn Saru in die Sternenflotte eintritt, wird er schonmal ohnehin gründlich medizinisch geprüft, auf Tauglichkeit und hastenichtgesehen. Und wenn zudem ein einzelner Vertreter eines bis dahin überhaupt nicht untersuchten Volkes freiwillig zur Sternenflotte geht, dürften sämtliche Xenobiologen über ihn herfallen und ihn untersuchen. Saru dürfte nichts dagegen haben. Zumal es von hoher Wichtigkeit ist, einen späteren Führungsoffizier genauestens zu vermessen, um ihm im Zweifel zu helfen oder herauszufinden, ob es Inkompatiblitäten mit Sternenflottenstandards gibt.
Du hast mich missverstanden. Es besteht die Möglichkeit, dass Saru dieses 'Phänomen' niemals kommuniziert hat.
Wie sollen Mediziner oder Physiker bitte einen 'Glauben' bzw eine 'Wahrheit' messen, wenn der Partizipant lediglich eine innere Überzeugung mit sich rumträgt. Die Angst vor Benachteiligung wiegt zu groß. Als ob man mit einem DNA-Check alle Charakteristiker einer Spezies abbilden könnte. Das ist selbst für eine eventuelle Zukunft noch utopisch. Soviel Information gewinnt man dem genetischen Code einer Spezies nicht bzw kann sie noch nicht übersetzen/lesen.

Für mich fällt das in den Rahmen des 'Akzeptablen' für eine Science Fiction Serie. Viel gewichtiger ist die Frage: 'Wie wurde die Message delivered'? In meinen Augen gut bis sehr gut bzw überraschend gut.

Das man mehr draus machen könnte - geschenkt. Ich erwarte bei Star Trek keine Oscar-Performance. Dieses Kriterium erfüllen ohnehin die wenigsten ST-Folgen - durch die Bank weg.

Allerdings war im Rückblick das Niveau nie so schwankend wie bei Discovery. Hier gibt es eigentlich nur Ordentlich oder Totalausfall. In diesem Sinne ein Novum in der ST-Welt.
 

GamepadRanger

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Ich bin schwer enttäuscht von der aktuellen Episode. Meine ganze Hoffnung hatte darin gelegen, dass wir durch den Abstecher zu Sektion 31 vor ein paar Folgen bloß das Spinoff anteasern und Georgiou und Tyler nun endlich für Discovery hinter uns lassen können. Aber nein, wir werden nicht nur weiter von ihnen hören, einer ist nun auch noch fest an Bord. :(

Die Story rund um Stamets und Tilly im Netzwerk hätte entweder eine ganze Folge zum Atmen gebraucht oder schneller abgewickelt werden müssen. So hatte ich bloß die ganze Zeit über den Gedanken "Was steht ihr hier herum und quatscht? Es eilt!" Der ganze Zeitdruck, der künstlich aufgebaut wurde, war damit unglaubwürdig. Und warum bitte ist der Antrieb eines Sektion 31 Schiffes nach 5 bis 8 Minuten überlastet, wenn sie ein anderes Schiff am Traktorstrahl schleppen? Sollten die nicht die supergeheimen und fortschrittlichsten Technologien an Bord haben?

Und sowieso fühlt es sich an, als wenn die Autoren nicht so recht wüssten, was sie wollen. Die Discovery ist ein Schiff mit geheimem, experimentellem Antrieb und in der Pilotfolge hat man schon die schwarzen Abzeichen gesehen. Entweder packt man das ganze Schiff dann direkt in Sektion 31 oder muss deutlich machen, wie groß der Einfluss davon auf das Schiff ist, ohne dass die Crew es aktiv mitbekommt (aber eben der Zuschauer).
Stattdessen etabliert man nun die Discovery & Crew als Gegenpol zur Sektion 31, die sich zusammenraufen müssen. Was denn nun - hü oder hott?
 

Yoshi

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Sektion 31 ist ja jetzt ohnehin eine Zirkusveranstaltung, die jeder kennt. Der Gedächtnisverlust bis Deep Space Nine muss schon mächtig sein. Es stellt sich echt die Frage, wieso sie nicht nur zu Beginn, sondern auch seitdem immer wieder betonen, dass Discovery sich ja genau an den Canon halten würde, wenn es tatsächlich absolut nicht der Fall ist.
 

Biber

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Dass sie an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wundert mich nicht. Erstens ist das immer noch zehn Jahre vor TOS und Sektion 31 hin oder her - die haben auch keine absolute Übertechnik im Vergleich zum Rest der Flotte. Und zweitens hing die Discovery zu einem nicht unerheblichen Teil in einem multidimensionalen Pilz-Königreich fest. Daran hab ich mich nicht gestört.

Eher schon daran: Welche Superdupergeheimorganisation, die moralisch grenzwertig arbeitet, entwickelt für sich klar als Starfleet zu erkennende SCHWARZE Embleme?
 

GamepadRanger

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Eher schon daran: Welche Superdupergeheimorganisation, die moralisch grenzwertig arbeitet, entwickelt für sich klar als Starfleet zu erkennende SCHWARZE Embleme?
Damit wiederum habe ich kein Problem. Es geht scheinbar nicht darum, dass niemand von der Existenz der Sektion 31 weiß, sondern nur um die Geheimhaltung ihrer Aktionen. Wir wissen ja auch, dass es einen Bundesnachrichtendienst und die CIA gibt. Die klassifizierten Infos daraus werden wir aber nie zu Gesicht bekommen.

Ninja Edit: Und das Emblem ist dann quasi der Dienstausweis, der allen anzeigt, dass man autorisiert ist.
 

Biber

GUF Veteran
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Ja, nur ist genau das in Enterprise und DS9 anders. Da ist es wahrlich eine Schattenorganisation.

Ninjaedit: Das ist ein schlechter Ausweis. Den kann doch jeder jederzeit faken :)