Star Trek

Yoshi

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9 August 2016
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Dass sie an ihre Leistungsgrenzen stoßen, wundert mich nicht. Erstens ist das immer noch zehn Jahre vor TOS und Sektion 31 hin oder her - die haben auch keine absolute Übertechnik im Vergleich zum Rest der Flotte. Und zweitens hing die Discovery zu einem nicht unerheblichen Teil in einem multidimensionalen Pilz-Königreich fest. Daran hab ich mich nicht gestört.

Eher schon daran: Welche Superdupergeheimorganisation, die moralisch grenzwertig arbeitet, entwickelt für sich klar als Starfleet zu erkennende SCHWARZE Embleme?
Eine die so geheim ist, dass der Admiral, der Captain und der ehemalige Deserteur, der jetzt als Wissenschaftsoffizier nebenbei die Arbeit des ersten Offiziers macht, sie als völlig natürlichen Bestandteil der Sternenflotte ansehen. Für die aktuellen Schreiber scheint Sektion 31 sowas wie die Eliteeinheit und Rettungstruppe (ohne Nager) der Föderation zu sein. In Deep Space Nine und Enterprise scheint sie eine Schattenorganisation zu sein, die selbst effektiven Geheimdienstmitarbeitern wie Garak nicht sehr präsent zu sein scheint.

Damit wiederum habe ich kein Problem. Es geht scheinbar nicht darum, dass niemand von der Existenz der Sektion 31 weiß, sondern nur um die Geheimhaltung ihrer Aktionen. Wir wissen ja auch, dass es einen Bundesnachrichtendienst und die CIA gibt. Die klassifizierten Infos daraus werden wir aber nie zu Gesicht bekommen.

Ninja Edit: Und das Emblem ist dann quasi der Dienstausweis, der allen anzeigt, dass man autorisiert ist.
Neinein, dafür gibt es den Sternenflottengeheimdienst. Sektion 31 ist eine Schattenorganisation. Möglichst niemand soll sie kennen, sie brauchen sich niemandem gegenüber auszuweisen, weil sie keine offizielle Autorität haben und ohnehin unerkannt agieren wollen und müssen. Sektion 31 ist nicht das Gegenstück zur CIA.
 

GamepadRanger

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25 August 2016
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Okay, da bin ich mit DS9 noch nicht up to date, muss ich gestehen. Habe erst letztes Jahr angefangen das zum ersten Mal zu schauen und bin erst in Staffel 5.
 

Biber

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Stimmt. Das hat sogar Star Trek Into Darkness besser verstanden und hingekriegt. Auch wenn deren Superschiff etwas albern war, war die Darstellung im Sinne von DS9 und ENT.
 

Rusix

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2 September 2016
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Was ne Folge. Gerade da wo ich dachte es wird langsam besser... Ash und der Doktor sind wieder zuruck - Fuck! Das heißt wir sind wieder back at GZSZ. Eine abstruse Handlung, emotionales Gedöns inklusive unglaubwürdiger Fratzen und spirituelles Geschwafel von Michaels aus dem Off.
Wir sind wieder am Tiefpunkt angekommen - da ganz, ganz unten.
 

Rusix

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2 September 2016
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Ach wo Biber. Man kann ja aber auch nicht immer einer Meinung sein ^^

Die neue Folge hat mir wieder ganz ordentlich gefallen. Die Story war wieder eher klassisch bzw straight forward, es gab wenige/r Ungereimtheiten und der Plot hat mich durchaus unterhalten können.

Was mir gut gefallen hat: Der Rote Engel scheint doch kein übernatürliches Wesen zu sein, sondern ein Humanoid in einem Hitech-Anzug mit Zeitreisefunktion.

Ich habe den Verdacht, dass es sich um ein bekanntes (oft nerviges) Crewmitglied handelt, dass in der Zeit zurückgereist ist um 'Fehler zu korrigieren' bzw anderen Crewmitgliedern 'zu helfen.'

Falls das stimmt - lame shit.
 

Ryudo

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25 August 2016
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Umd wenn es die künstliche Intelligenz aus den Short Treks ist?
Imo gibt es einige Indizien, die darauf hinweisen.
 

GamepadRanger

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25 August 2016
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... ich hatte bisher keine Ahnung, dass diese Short Treks existieren. Die sind aber auch gut versteckt. Wer ist denn bloß auf die glorreiche Idee gekommen, die an Staffel 1 dran zu hängen? Discovery ist in meiner Watchlist und ich habe erst eine Info über neue Folgen bekommen, als die erste Folge von Staffel 2 erschienen ist. Und beim Klick auf Ansehen wurde ich auch direkt dahin gebracht.

Die Shorts muss ich im Laufe der Woche wohl mal nachholen.

Nachtrag: Die stehen sogar nicht bei Staffel 1, sondern unter "Trailer und mehr"... wtf Netflix?
 
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GamepadRanger

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25 August 2016
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Ich habe gestern das Finale von Staffel 2 geschaut und bin sehr froh, dass ich die Shorts noch nachgeholt hatte. Ohne die wären mir einige Dinge sehr unklar geblieben und das hätte zu Frustration geführt.

Mein größter Kritikpunkt / eine Frage vorneweg:
Ich habe die letzten beiden Folgen zwar mit etwas Abstand geguckt, aber wurde in der vorletzten Folge nicht die Discovery evakuiert? Also mit Ausnahme der paar Leute, die Michael auf ihrer "Reise" begleiten wollen? Warum zum Geier gab es dann im Staffelfinale so viele Leute an Bord, die verletzt wurden, die Krankenstation überfüllt haben und warum waren noch so viele Ärzte an Bord? Von den Piloten der kleinen Gleiter und Shuttles mal ganz abgesehen.
Also wirklich als ernst gemeinte Frage: Wurde das erklärt und ich habe bloß nicht mitbekommen, warum auf einmal alle wieder an Bord waren?

Die epische Weltraumschlacht... sah zwar spektakulär aus, aber hatte mit einem Schiffskampf, wie ich es von Star Trek sehen möchte, nichts mehr zu tun. Selbst die beiden Captains schienen mit der Situation überfordert und Saru hat dann einfach den Phaser auf automatische Zielerfassung stellen lassen. Wat? :ugly:
Wo war denn da bitte die Taktik und die Manöver? Schade, dass die Aspekte den Effekten zum Opfer gefallen sind.

Die Begleitschiffe und Shuttles... Wo genau passen die jetzt in der Stückzahl die Discovery und die Enterprise rein? Nirgendwo wurde vorab etabliert, dass sie so viele Dinger an Bord haben, nicht einmal in einem Nebensatz.

Die Reparaturroboter der Enterprise... Das hat mich doch ein wenig zu Stark an die Star Wars Prequels erinnert. Auch hier wäre es für mich okay gewesen, wenn man die vorher etabliert hätte. Einfach in einer anderen Folge Tilly daran arbeiten lassen oder sie zumindest im Hintergrund rumflitzen lassen. Aber zu Star Trek passen diese automatisierten Reparaturdrohnen nicht wirklich.

Der Fanservice... war schon ziemlich großartig. Die Soundeffekte und der Trailer-Shot der Enterprise im Raumdock, wie im ersten Film. Das hat richtig Spaß gemacht. Ein Arzt und ein Captain, die ein Photonentorpedo "operieren" - schöner Callback.

Die Erklärung am Ende... macht schon Sinn und gefällt mir besser, als ein Rumfummeln an der Zeitachse, um alles Vergessen zu machen. Da bleibt für mich nur die Frage, was z.B. die Klingonen davon abhält, in Zukunft über die Discovery und den Sporenantrieb zu sprechen oder sie als legendäre Krieger, die einen wichtigen Teil zur Geschichte des Reichs beigetragen haben, in einer Oper zu erwähnen. Aber zumindest wissen wir, warum kein Mitglied der Voyager auf die Idee kam, das Myzelnetzwerk zu benutzen, um den Delta-Quadranten zu entkommen.

Und noch eine Frage zum Ende: Wenn Georgiou meldet, dass Control eliminiert wurde (und wir hinterher erfahren, dass Control auch von allen Sektion 31 Schiffen vollständig entfernt worden ist), warum fliegt die Discovery dann trotzdem noch in die Zukunft? Also klar, um Staffel 3 zu etablieren, in der sie dann im 31. Jahrhundert ohne Probleme wirken können, ohne den bestehenden Canon zu gefährden. Aber wären die Sphärendaten nicht dadurch sicher gewesen?

Alles in allem würde ich sagen, die zweite Staffel hat vieles besser gemacht als die erste. Beide fand ich sehenswert und unterhaltsam. In Staffel zwei war mir dann aber ein bisschen zu viel Sektion 31 / Ash Tyler / Imperatorin Georgiou und zu wenig Erklärung für die übermächtige KI, die man so nebenbei bekämpft.
 

Yoshi

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Explizit gesagt wird da nichts, aber ich nehme an, dass der Grund hierfür war, dass Control angegriffen hat und sie jede Kampfeinheit benötigt haben, die sie kriegen konnten. Sie konnten also kaum Discovery kaum einsatzbereit brach liegen lassen. Reperaturdronen und unzählige Shuttle sind tatsächlich komisch, aber die vielen kleinen Dinger sind ja Rettungskapseln. Da sollte es schon genug an Bord für geben um jedes Crewmitglied sichern zu können.

Ich glaube, Georgious Aktion hat nur Control auf dem Schiff eliminiert. Wäre die Discovery da geblieben, wäre es denkbar gewesen, dass Control sich neue Menschen schnappt und noch irgendwie an die Daten herankommt.
 
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GamepadRanger

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25 August 2016
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Hmm, ja klingt irgendwie logisch. Nur bei der Besatzung wundere ich mich halt sehr. Man hatte ja gesehen, wie sie über die Korridore das Schiff wechseln und plötzlich waren so viele wieder an Bord.
 

Biber

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25 August 2016
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Genau diesen Punkt hatte ich auch. "STOPP! AUFHÖREN! ER IST TOT! BLEIBT HIER" :) Aber ich glaube, es ist wie Yoshi sagt. Im Debriefing am Ende wird es auch deutlich, als Spock fragt, ob Control abgeschaltet ist. Ein Leland 2 hätte sich jederzeit bilden können und dieselbe Mission verfolgen. Es ist alles in bisschen hanebüchen, aber zumindest nicht so schlimm.
 

Ryudo

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Na ja, das kann er in der Zukunft immer noch. Ist er nicht ursprünglich sogar aus der Zukunft in die Gegenwart gereist?
Für die nächste Staffel wünsche ich mir mehr Charakterentwicklung. Michael ist mir mittlerweile richtig unsympathisch geworden. Die hat ja in jeder Folge rumgeheult. Wenn Pike nicht gewesen wäre, hätte man die Staffel knicken können. Apropos: ja, ich gehöre auch zu den Leuten, die nun eine Pike-Serie wollen. Aber bitte Spock neu besetzen. Der Typ hat mal sowas von überhaupt kein schauspielerisches Talent.
 

Yoshi

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Ich stimme Ryudo zu (dass Pikes Enterprise eine eigene Serie bekommen sollte; gern statt Michael ;) ) und Biber, dass Spock sehr gut war.
 

Sidewalkwalker

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25 August 2016
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Ich habe Discovery wirklich mit großer Freude geschaut, ganz besonders tragend war der Cast. Auf deren Schultern wurden unheimlich viele Real-Life-Issues kommentiert oder reflektiert und ich finde es großartig, dass dieser Aspekt des Roddenberry-Star-Treks erhalten geblieben ist.

Der Rest ist... nunja, eigenartig. Im besten Sinne. Auf das Finale konnte ich mich gut einlassen, auch auf das ganze Zeitkristall-Yadiyada. Die Quintessenz, welche die Föderation nach dem Zukunfts-Sprung der Discovery zieht könnte aber unsinniger kaum sein (und dann liefert der Vulkanier auch noch große Teile der unlogischsten Entscheidung aller Zeiten ab) und selten habe ich so ein hartes "ES IST FÜR DEN PLOT, DUMMY!" Gefühl gehabt. Vielleicht hätte man dem Prequel-Reflex einfach widerstehen sollen.
 

Ryudo

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25 August 2016
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Man hätte auf den idiotischen Sporenantrieb verzichten sollen. Das hätte vieles einfacher gemacht.
Alternativ hätte man die Umweltschutz-Karte ziehen können. Netzwerk also Lebensraum der Pilzwesen wird durch Nutzung zerstört, nicht vereinbar mit Grundwerten der Föderation. Ende.
 

Colt

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25 August 2016
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Erster Teaser zu Star Trek Picard:


Viel zu sehen gibt es leider noch nicht.
 

Rusix

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2 September 2016
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Schaumburg
Ich habe letzte Woche mit Enterprise angefangen. Mit 4 Staffeln scheint sie wohl ein kommerzieller Flop gewesen zu sein. Überhaupt habe ich nicht viel Gutes über die Vorgeschichte gehört.

Nach dem Pilotfilm und zwei weiteren Folgen bin ich aber angenehm überrascht worden. Bisher ist sie durchaus guckbar.

Was sagen die Kenner so? Stürzt sie noch total ab oder kann sie das Niveau einigermaßen halten? Die Crew ist natürlich nicht so bunt besetzt, macht aufgrund der Story aber Sinn.

Daumen hoch oder runter?
 

GamepadRanger

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25 August 2016
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NRW
Was sagen die Kenner so? Stürzt sie noch total ab oder kann sie das Niveau einigermaßen halten? Die Crew ist natürlich nicht so bunt besetzt, macht aufgrund der Story aber Sinn.

Daumen hoch oder runter?
Also mir hat Enterprise gut gefallen. Ich habe sie auch erst letztes Jahr geguckt und da gleich alle vier Staffeln am Stück. Ohne die Hintergründe zu kennen, hatte ich das Gefühl, sie mussten sich am Ende von Staffel 3 beeilen, um ihre Geschichte zu erzählen, bloß um dann in Staffel 4 einen völlig neuen Bogen einzuschlagen. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass die Qualität der deutschen Synchronisation in Staffel 4 massiv abgenommen hat. Wie gesagt - keine Ahnung warum. Aber es haben sich sowohl Sprecher geändert, als auch die Soundqualität an sich. Die ganze vierte Staffel hat bei mir einen miesen Beigeschmack hinterlassen. 1 bis 3 fand ich aber dufte.