Super Smash Bros. Ultimate (Switch)

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
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So ich habe es vor ein paar Tagen ausgeliehen bekommen und spiele es aktuell. Ich habe ein wenig den Spirit Mode gespielt und ein paar mal den Classic. Ansonsten hauptsächlich online. Ich hab jetzt circa 30 Kämpfer die ich hauptsächlich dann im smash Mode freigespielt habe (nachdem ich irgendwo anders ‚Aktivität‘ gesammelt habe hab ich dann ein 2 min Match gestartet und einen neuen herausgefordert).

Tja was soll ich sagen? Die Spaß ist all over the Place und hängt einfach absolut davon ab

Welchen Char man selbst spielt
Welche Chars die Gegner haben
Und vor allem auf welcher Stage man sich befindet.

Das variiert so extrem stark von ‚macht viel spass‘ bis Hin zum anti-Spaß ‚ich will die scheisse sofort ausmachen‘ . Und naja das ist wohl einfach die Folge davon wenn man so viel content einpackt. Und gut, für jeden wird was dabei sein und den Rest kann man ja getrost ignorieren. Naja denkste. Im online Modus hast du sicher nicht die Entscheidungskraft über stages oder deine Gegner. Naja eigentlich kannst du gar nichts entscheiden. Aber er macht Spaß wenn er denn nicht gerade ruckelt. Mein Main char ist bei minimalem lag zb leider gar nicht mehr Spielbar (Zelda) da ihr teleport einfach nicht dort landet wo ich ihn haben will. Zudem ist sie auf manchen engen stages bei 4 Spielern auch einfach nicht effektiv aber das ist mir bewusst aber leider sieht man die Stage online nicht vor der Kämpfer Auswahl. Aber Zelda ist dafür top im artdesign dieses Mal. Mit Abstand die herzallerliebste variante.

Das andere was mir aufgefallen ist, dass erstmal mehrere Stunden vergangen sind bevor ich ‚neuen‘ content gesehen habe. Es hat sich ein bisschen so angefühlt als hätte ich ein altes Spiel noch mal durchgespielt wenn ich nach und nach Charaktere freischalte (und bekämpfe) die ich alle schon kenne. Auf stages die mir absolut vertraut sind. Irgendwann kam dann mal KKR und ich hab mir sogar die Mühe gemacht ihn auszuprobieren während ich viele andere nicht einmal gespielt habe weil ich sie halt schon mal gespielt habe.

Was soll ich sagen? Spaß machts ja solange man echte Menschen als Gegner hat.

Der Spirit Mode reiht sich da übrigens ein. Die Qualität (bzw. der Spaß) variiert stark von Szenario zu Szenario.

Manchmal ist weniger eben doch mehr. Wenn ich mir bei anderen Beat em ups verschiedene chars und stages auswähle bleibt die spielerfahrung dennoch sehr konstant. Und das ist imo oberste Priorität.
 

Shadowguy

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25 August 2016
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Taufkirchen - Bayern
Also ich hab jetzt noch gar keinen Multiplayer gespielt und sicher schon über 30 Stunden auf der Uhr - hauptsächlich durch den Abenteuermodus. Da steh ich jetzt aber vor dem ende (diesmal wirklich denke ich...). Danach noch schauen welche geister ich so ausgelassen hab. Einige male den Arcade hab ich auch durch und schon einige kämpfer probiert deswegen. Hab schon sehr lange kein BeU so lang gespielt wie das hier, also von daher sehr gelungen. Ich hab aber auch den WiiU teil nur einmal kurz gespielt und den auf Wii auch nicht so besonders lang.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
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Gut, wenn das deine Präferenz ist dann viel Spaß mit dem singleplayer. Mit taugt das halt nichts.

Wenn ich mir so die Tier-Listen ansehe sehe ich auch hauptsächlich nur Gegner aus dem S bis C Rank. Die andere Hälfte der Charaktere wird also so gut wie von niemandem gespielt. Noch nicht mal von den casuals. Aber verständlich. Wieso sollte man sich mit Unfähigen komplizierten charakteren abgeben?
 

Sun

GUF Veteran
20 November 2016
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Das andere was mir aufgefallen ist, dass erstmal mehrere Stunden vergangen sind bevor ich ‚neuen‘ content gesehen habe. Es hat sich ein bisschen so angefühlt als hätte ich ein altes Spiel noch mal durchgespielt wenn ich nach und nach Charaktere freischalte (und bekämpfe) die ich alle schon kenne. Auf stages die mir absolut vertraut sind.
Aber das ist doch normal bei solchen Spielen. Hab noch nie Beat em up gesehen, dass erstmal eine komplett neue Kämpferriege gegenüber dem Vorgänger einführt. Das würden glaube ich auch die wenigsten Spieler wollen.
 

Zelos

GUF Veteran
24 August 2016
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Da gebe ich dir recht. Hat mich wohl eher geärgert dass man mit so einem kleinen roster startet. Das macht keinen glücklich. Diejenigen nicht die lange dabei sind um am liebsten sofort ihren mainchar spielen wollen und auch die nicht, die erstmal einen neuen ausprobieren wollen. Ich hab zb den schnellsten Weg zu zelda gegoogelt. Ein Glück war sie schnell erreichbar. Aber andere haben mehr Pech.

Wäre sinniger gewesen direkt mit 25-30 chars zu starten wovon auch direkt die Hälfte der newcomer dabei ist. Ich hab bisher nach wie vor nur KKR. Diesen AC Hund konnte ich herausfordern hatte aber verloren. Der Rest? Alt. Und ich bin mindestens 6 Stunden in. Und meine Güte manche wollen nur sofort mit allen chars im multi spielen. Warum gibts keinen cheat? Oder eine 3€ Micro ....
 

Z.Carmine

GUF Legende
25 August 2016
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3€, um alle direkt freizuschalten? Wie steht das in einem Verhältnis zu For Honor? XD
(Wobei das im Tausch für "Stahl durch Echtgeld" immerhin keine nur per Echtgeld freischaltbaren Charaktere hat.)

Ich fand das Start-Roster in SSBU auch mickrig. Aber als ich mal mitgespielt hatte, waren die meisten schon freigeschaltet.^^
 

Biber

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25 August 2016
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Den Blick in die Tier-Listen kannst du dir sparen. Die werden von Profis für Profis gemacht und jeder hier im Forum ist in seinem Skilllevel näher an jedem Casual oder der eigenen Oma als an einem Profi.

Bisweilen steigen Charaktere auch zehn Jahre nach Release noch mit einem Mal drei Tiers nach oben, weil irgendein Pro irgendeine neue Taktik entwickelt hat, die fortan das bisherige Gleichgewicht aus dem Ruder bringen. Das alleine zeigt, dass es für Casuals völlig unerheblich ist, wo in der Tier List irgendeine Figur steht. Es handelt sich also nicht, wie du sagst, um "unfähige" oder "komplizierte" Charaktere. Dass niemand online mit den Low-Tier-Chars spielt, liegt daran, dass Tier-Listen eine viel zu hohe Bedeutung bei jedem Hans und Franz erlangt haben.

Du dürftest von Anfang an genug Figuren haben, um einen zu finden, mit dem du gerne spielst. Ich hatte als zweite Figur Marth freigeschaltet und spiele seitdem keinen anderen. Aber vorher mit Kirby oder Mario war auch alles OK. Ich finde es nett, dass man mit dem "Original"-Cast startet und am meisten Spaß hatte ich bisher mit dem Classic-Modus, bei dem jede Figur eine nette Zusammenstellung von Kämpfen hat, die der Reihe entsprechen.

Ich mag auch Smash Ultimate nicht besonders, weil ich einfach kein Fighting-Game-Typ bin und auch hier nicht viel daraus ziehe, immer und immer wieder nur einen 2-3-Minuten-Kampf zu absolvieren. Aber in der Tat finde ich, dass mit Classic- und Spirit-Modus sehr viel aus diesem Grundprinzip rausgeholt wird. Mehr als jeder andere Prügler das tun.

Und "neuen" Content hast du von Anfang an, weil das ganze Spiel eine Komplettüberarbeitung der vorigen Versionen ist. Das hat man bei anderen Prüglern auch nicht in dem Maße. Vom Spirit Mode ganz zu schweigen.
 

Zelos

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24 August 2016
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Einfach nur Blödsinn. Die Liste deckt sich größtenteils mit meinen Erfahrungen noch bevor ich drauf geschaut habe. Charaktere in der F Kategorie müssen einfach verbessert werden. Und Charaktere aus der S Kategorie ggf abgeschwächt. Natürlich macht ein Profi mit einem F Charakter immer noch einen casual mit einem S Char fertig. Dennoch sind sie ein sehr guter Anhaltspunkt. Es gibt einfach Charaktere die scheisse sind und welche die zu dominant sind. Die gibt es immer und überall. Die Diskrepanz ist hier nur halt besonders hoch. Ob das an der Zahl liegt oder die Unfähigkeit zu Balancen ist die Frage. Aber peach ist beispielsweise seit melee in der s Tier Kategorie und ich frage mich warum man diesmal nichts dagegen unternommen hat.

@carmine: die 3€ waren offensichtlich ein Scherz ^^ . Ja bei FH kriegt man alle chars umsonst. Smash fängt an die playerbase zu splitten sobald die ersten dlc chars kommen.
 

Shiningmind

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29 August 2016
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Hab immer den Mii Schwertkämpfer genommen. Tatsächlich hab ich das Game seit dem Beenden des Spirit Mode nicht mehr angefasst und Multiplayer reizt mich nicht. Das Spiel könnte in Zukunft Freischalt-Mechaniken so lösen, dass es am Anfang den Spieler nach seinem Profil fragt. Zum Beispiel: "Ich will mich mit der Welt und anderen spielern messen" oder "Ich spiele eher allein". Je nach Wahl könnten dann Charaktere oder Inhalte freigeschaltet sein, je nachdem was Sinn macht.
 

Zeratul

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24 August 2016
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Ich hatte jetzt schon 3 Abende, an denen ich mich jeweils mit 2 Freunden getroffen habe und wir haben mehrere Stunden (zwischen 3 und 5) nonstop nichts anderes als SSBU gespielt und hatten endlos viel Spaß dabei. Übernächstes Wochenende kriegen wir wohl zum ersten mal 4 Leute zusammen und da wird es denke ich noch bedeutend spaßiger. Dafür wurden solche Spiele halt in erster Linie gemacht und da erfüllt es seinen Zweck absolut. Wenn man nen tollen Singleplayer haben will, gibt es tausende anderer guter Spiele, da muss SSBU gar nicht glänzen. Und imo sollte man auch beim Online-MP nicht zu viel erwarten, da es in erster Linie ein lustiges Couch-MP-Spiel ist, wie Mario Kart oder Mario Party auch.
 

Biber

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@Zelos - Ja, ich halte halt deine Ausführungen halt für absoluten Blödsinn. Bringt uns nicht weiter.

Smash ist gemessen an der Größte des Rosters nach den meisten Verlautbarungen ziemlich gut gebalanced. Und wenn du mal ein bisschen Reddit durchflöhst, findest du Dutzende Aussagen dieser Art:

"2) 98% of people who play this game, even competitively, are not even near the level that professionals play at. Tier lists only truly matter to players that play with full optimization."

Smash ist so ausgelegt, dass man mit jedem Charakter Spaß haben kann und mithalten kann gegen gleich gute Spieler. Es geht darum, die einzelnen Kämpfer kennenzulernen und mit ihnen besser zu werden. Das schlägt viel mehr zu Buche als jeder Unterschied im Balancing. Die Kämpfer in Smash sind ja wirklich so krass unterschiedlich, dass ein perfektes Balancing auch schwerer wird, aber das Spiel ist eben auch so vielseitig, dass viel ausgeglichen werden kann und man kein perfektes Balancing braucht. Das erhöht den Spaß, macht es aber für eine polemische Kritik wie deine angreifbarer. Du sagst ja selbst, es gibt in jedem Spiel Unterschiede. Die Frage ist, ob sie ein Problem sind. Meine Erfahrung im Spirit-Modus sagt, dass man mit einem Kämpfer, den man gerne mag, gut durchkommt, aber es kann auch mal sein, dass ein Wechsel sinnvoll ist. Das Spiel ermutigt einen ja permanent, die Kämpfer durchzuwechseln. Denn vielleicht ist Marth gegen Sonic einfach doch nicht so effektiv wie... keine Ahnung... Donkey Kong. Das führt dazu, dass man nicht (so wie ich) stur mit einem Kämpfer spielt, sondern viel mehr vom Spiel erlebt. Man fährt ja auch in einem Mario Kart nicht immer nur dieselbe Strecke.

Was es gibt ist, dass man sich an Kämpfer gewöhnen muss, gerade weil sie sich so anders spielen. Ich vermute deshalb, dass du ein paar Minuten mit einem Kämpfer rumprobiert hast, ihn nicht sofort gecheckt hast und ihn als "kaputt" oder "kompliziert" abgestempelt hast. Die Fehler liegen nicht in Sakruai, lieber Zelos, sie liegen in dir selbst.
 

Aemeath

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Ich mag auch Smash Ultimate nicht besonders, weil ich einfach kein Fighting-Game-Typ bin und auch hier nicht viel daraus ziehe, immer und immer wieder nur einen 2-3-Minuten-Kampf zu absolvieren. Aber in der Tat finde ich, dass mit Classic- und Spirit-Modus sehr viel aus diesem Grundprinzip rausgeholt wird. Mehr als jeder andere Prügler das tun.
Das Spiel ermutigt einen ja permanent, die Kämpfer durchzuwechseln. Denn vielleicht ist Marth gegen Sonic einfach doch nicht so effektiv wie... keine Ahnung... Donkey Kong. Das führt dazu, dass man nicht (so wie ich) stur mit einem Kämpfer spielt, sondern viel mehr vom Spiel erlebt. Man fährt ja auch in einem Mario Kart nicht immer nur dieselbe Strecke.
Das kann ich so beim besten Willen nicht unterschreiben. Es scheint eher so, korrigier mich bitte wenn ich da voreilig bin, dass du nicht unglaublich viele Prügler in den letzten Jahren gespielt hast. Denn der Spirit Modus ist nun wirklich kein Unikat. Spontan fällt mir da der Weapon Master Modus aus Soul Calibur 2 oder aktueller, der Libra of Soul Modus aus Soul Calibur 6, das Multiverse aus Injustice 2 und der Legion/Grim of Abyss Modus aus BlazBlue Continuum Shift/Chronophantasma Extend ein. All diese Modi ermutigen den Spieler durch spezielle Konditionen/Gegner unterschiedliche Charactere zu probieren. Und gerade Injustice 2 ging mit dem Multiverse recht weit, da gab es ziemlich verrückte Konstellationen. Soul Calibur 2 kommt definitiv nicht an die Abwechslung des Spirit Modus' ran, aber es ist nun auch fast 17 Jahre alt. Mir geht es eher darum dass die Idee hinter dem Modus einfach keine neue ist, unabhängig davon dass sie natürlich gut umgesetzt wurde.
 

Shadowguy

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25 August 2016
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wobei ich sagen möchte das ich insgesamt mit nur 3 Chars den Spirit Mode gespielt hab. Man wechselt natürluch die Geister für quasi jeden Kampf, aber den char ehrlich gesagt eher weniger. Wenn ich mit einem gut bin, dann blein ich bei dem. Die unterschiedlichen Chars hab ich nur im Arcade Mode gespielt. Die Motivation im Spirit Mode ist dann eher die guten kurzweiligen kämpfe die immer etwas anders von den Regeln sind und so für Abwechslung sorgen. Aber vor allem die Tatsache das man Smash halt ganz besonders gut auch mal zwischenrein spielen kann ein paar kämpfe - insbesondere im Handheld mode auf Standby. Hätte ich da jedes mal den TV für anmachen müssen und ne Konsole starten dann hätte ich weit weniger Zeit in das Spiel investiert, aber so kann man das auch nebenher mal spielen. Das Spielprinzip passt ahlt super zur Idee der Konsole
 
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DCDT

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Die Tier-Listen werden doch bestimmt für Leute erstellt, die auf 1.0 spielen, oder? Bei 2.0 (dem "wahren" Smash) müsste sowas ja auch wieder anders aussehen. Wobei ich sowas ohnehin nie nachschlage...
 

Lottogewinner

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Das kann ich so beim besten Willen nicht unterschreiben. Es scheint eher so, korrigier mich bitte wenn ich da voreilig bin, dass du nicht unglaublich viele Prügler in den letzten Jahren gespielt hast. Denn der Spirit Modus ist nun wirklich kein Unikat. Spontan fällt mir da der Weapon Master Modus aus Soul Calibur 2 oder aktueller, der Libra of Soul Modus aus Soul Calibur 6, das Multiverse aus Injustice 2 und der Legion/Grim of Abyss Modus aus BlazBlue Continuum Shift/Chronophantasma Extend ein. All diese Modi ermutigen den Spieler durch spezielle Konditionen/Gegner unterschiedliche Charactere zu probieren. Und gerade Injustice 2 ging mit dem Multiverse recht weit, da gab es ziemlich verrückte Konstellationen. Soul Calibur 2 kommt definitiv nicht an die Abwechslung des Spirit Modus' ran, aber es ist nun auch fast 17 Jahre alt. Mir geht es eher darum dass die Idee hinter dem Modus einfach keine neue ist, unabhängig davon dass sie natürlich gut umgesetzt wurde.
Injustice 2 wollte ich vorhin auch schon erwähnen, das hatte wirklich einen toll designten Einspielermodus. Aber ich mag den Spiritmode bei Smash auch sehr und mich hat er sehr motiviert, wobei man ihm natürlich den harten Fanservice zu Gute halten muss. Ohne das Sammelsurium an Spielegeschichte wäre er eher langweilig gewesen.
 
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Zelos

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24 August 2016
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@Biber : Vorweg, der Singleplayer ist bei solchen Listen nie relevant. Auch sei gesagt, dass ich mich in der Regel auch nicht an Tier Listen halte. Ferner beziehen sich meine Aussagen rein auf den Multiplayer gegen andere Menschen. Vorrangig auch auf der kompetetiven Ebene. Und kompetetiv fängt viel früher an wie du denkst. Ich weiß nicht wieviel Online/competetive Erfahrung du in deiner Videospielkarriere gesammelt hast, aber ich schätze mal, so gut wie keine.

Desweiteren muss ich klarstellen, dass ich mich nicht auf solche Listen versteife und sie eigentlich auch nie analysiere oder sowas. Und schon gar nicht danach richte. In all meinen Online-Karrieren habe ich immer das gespielt worauf ich lust hatte. Viel mehr wollte ich sehen wo Zelda so im vergleich steht zu den Gegnern die ich getroffen habe und ob ich was vehement falsch mache.

Competion fängt jedenfalls sehr früh an. Natürlich sind es wie bei jedem Spiel nur rund 1%-5% der kompletten Spielerschaft die es mit diesen Augen betrachten und dennoch sind diese 5% relevant. Nachträgliches Balancing ist heutzutag einfach ein muss. Aus vielerlei gründen. Und sie machen auch für den Casual das Spiel-Erlebnis in der regel besser. Es ist grundwichtig. Und ich hielt es und halte es immernoch für Blödsinn dass du solche Listen als völlig irrelevant einstufst. (Das ist allgemein und nicht auf SSBU bezogen. Das gilt für jedes Spiel)

Ich hatte als zweite Figur Marth freigeschaltet und spiele seitdem keinen anderen.
Lustigerweise ist das ein S-Tier charakter. Die warscheinlichkeit ist hoch, dass du auch bei Marth hängen geblieben wärst, wenn du ihn sehr viel später freigeschaltet hättest. Auch ein Casual merkt eben warum sich ein Charakter 'besser' anfühlt. Und sag mir nicht du liebst seinen Artstyle ^^ .

Ich mag auch Smash Ultimate nicht besonders, weil ich einfach kein Fighting-Game-Typ bin und auch hier nicht viel daraus ziehe, immer und immer wieder nur einen 2-3-Minuten-Kampf zu absolvieren
Und wenn du keine competition magst dann verstehe ich auch nicht warum du überhaupt deinen Senf dazu gibst.

@Zelos - Ja, ich halte halt deine Ausführungen halt für absoluten Blödsinn. Bringt uns nicht weiter.

Smash ist gemessen an der Größte des Rosters nach den meisten Verlautbarungen ziemlich gut gebalanced. Und wenn du mal ein bisschen Reddit durchflöhst, findest du Dutzende Aussagen dieser Art:
Ein großer Teil der Charaktere befindet sich bei A-D das ist richtig. Es gibt halt extreme Ausreißer. Nicht nur aus sicht des Balancings. Sondern auch aus der Spielspaß sicht. Das war mein Empfinden. Manche Stages und Charaktere möchte ich einfach nicht im Spiel haben, aber im Online Modus hast du da nicht die große auswahl. Umso wichtiger ist es, dass alles 'erträglich' bleibt was du nicht magst. Sonst stirbt dir die Online-Community schnell weg.

"2) 98% of people who play this game, even competitively, are not even near the level that professionals play at. Tier lists only truly matter to players that play with full optimization."
Das ist schlichtweg falsch. Professionelle brauchen die Liste nicht. Sie erstellen sie für andere. Die haben das alles verinnerlicht. Und was sollte es mich scheren was ein 14 jähriger schreibt um seinen Main-Char zu verteidigen mit dem er sich einfache Siege einkassiert (pure vermutung ;) ).

Smash ist so ausgelegt, dass man mit jedem Charakter Spaß haben kann und mithalten kann gegen gleich gute Spieler. Es geht darum, die einzelnen Kämpfer kennenzulernen und mit ihnen besser zu werden. Das schlägt viel mehr zu Buche als jeder Unterschied im Balancing. Die Kämpfer in Smash sind ja wirklich so krass unterschiedlich, dass ein perfektes Balancing auch schwerer wird, aber das Spiel ist eben auch so vielseitig, dass viel ausgeglichen werden kann und man kein perfektes Balancing braucht.
Nein nicht jeder kann mit jedem Charakter spaß haben. Ja, die Charakter-Auswahl spricht eine Menge verschiedener Spielertypen an. Natürlich geht es darum. Wie in jedem Fighter. Manchmal bleibt man aber auch nur bei einem Charakter und erlernt nur wie man mit ihm die 70 anderen anzugehen hat. Und natürlich ist das Balancing bei so krass unterschiedlichen Charakteren sehr schwer.

Das erhöht den Spaß, macht es aber für eine polemische Kritik wie deine angreifbarer. Du sagst ja selbst, es gibt in jedem Spiel Unterschiede. Die Frage ist, ob sie ein Problem sind.
Das ist die Frage, die ich nicht gestellt habe, da sie jeder für sich beantworten muss. Im Singleplayer ist es durchaus egal. Für jemanden der es kompetetiv online spielen möchte ist es schon eher ein Problem, wenn er auf die immer und immer selben kämpfer trifft und gleichzeitig mit seinem favoriten wenig land sieht. Meta und Tier existiert und ist spürbar. Auch für den ein oder anderen aus diesem Forum. Du unterschätzt wie schnell du zu den 5% gehörst. Ich habe 5 Jahre Hearthstone gespielt und ich habe 5 Jahre lang nur die TopTier decks in der Ladder gesehen. Selbst hinab bis zu Rank 20 (dem allerletzten) tummelten sich spieler die sich an diese Tier-Decks halten. Selbst Sun hat sich nach wenigen Tagen und wochen Meta Decks gebaut.

Was es gibt ist, dass man sich an Kämpfer gewöhnen muss, gerade weil sie sich so anders spielen. Ich vermute deshalb, dass du ein paar Minuten mit einem Kämpfer rumprobiert hast, ihn nicht sofort gecheckt hast und ihn als "kaputt" oder "kompliziert" abgestempelt hast. Die Fehler liegen nicht in Sakruai, lieber Zelos, sie liegen in dir selbst.
Du vermutest falsch. Ich habe nichts dergleichen getan. Ich habe ein paar Charaktere ausprobiert und mit manchen mehr und mit manchen weniger Spaß gehabt. Über ihre Tauglichkeit im kompetetiven Bereich habe ich noch keine eigene Meinung geäußert. Ich werde mit manchen der Charaktere nicht spielen wollen egal ob sie S oder F sind.


Ich kann dir aber durchaus versichern dass meine 'Smash karriere' etwas tiefgreifender is als deine. Außerdem habe ich nicht ganz verstanden warum du dich so stark dagegen verteidigst wenn ich behaupte dass die Charakter und Stages Qualität (zweiteres noch schlimmer) extrem schwankt und einfluss auf den spielspaß hat. Du kannst mir doch im leben nicht erzählen dass du mit allen charakteren und auf allen stages gleich viel spaß hast.
 

Biber

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@Aemeath OK, den Teil relativiere ich dann, denn ich habe mein Wissen darüber nur aus zweiter Hand, weil ich in der Tat keine Prügler spiele. Ich habe nur in diversen Reviews zu Smash solche Vergleiche gelesen. Aber Injustice muss ja in der Tat großartig sein. Im Kern habe ich vor allem gegen die Fixierung auf Tierlisten gewettert.
 

Biber

GUF Veteran
25 August 2016
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@Zelos - genau aus dem Grund unterscheidet das Zitat, das ich oben gebracht habe, zwischen "competitive" und "professional". Kompetitiv beginnt nicht früher, als ich denke, denn ich denke, dass es dann beginnt, wenn man den reinen Party-Spaßprügler verlässt und sich damit auseinandersetzt, wie man besser wird und wie man gegen bestimmte andere Kämpfer gewinnen kann. Sprich: In dem Moment, in dem man ernsthaft beginnt, das Spiel zu spielen.

Meine Online-Erfahrung spielt absolut überhaupt keine Rolle in dieser Diskussion. Aber wenn es dich interessiert: Sie berschränkt sich auf Counter-Strike, Unreal Tournament, Warcraft III (diese drei enorm viel, allerdings vor knapp 20 Jahren) und ein bisschen Mario Kart und Ähnliches.

Ich wende mich auch nicht gegen nachträgliches Balancing. Wenn die Stärken zu weit auseinanderdriften, muss nachgebessert werden (oder die zu starken "generft", wie es heißt.) Das passiert ja auch ständig. Die bisherigen Smashes wurden doch laufend im Detail angepasst aufgrund der Erfahrungen, die die Community gemacht hat. Ich habe nur gesagt, dass sich die Figuren in Smash so unterschiedlich spielen, dass die Toleranz für nicht perfektes Balancing größer ist. Das gilt natürlich umso mehr, je mehr man mit Items und Stage Hazards spielt. Aber Tier Lists, die von professionellen Spielern erstellt werden oder sich aus deren Kämpfen zusammensetzen, helfen dabei nicht, weil die eben auf einem ganz anderen Level unterwegs sind. Sie können einen Hinweis geben, aber eben höchstens für Pros und für das Balancing. Nicht, um für die breite Masse der Spieler einen Hinweis auf "gute" und "schlechte" Kämpfer zu geben. Ich sage ja nicht, dass man Tier Lists abschaffen soll, sondern nur, dass sie keiner für die Kämpferauswahl braucht, der das ganze nicht ernsthaft betreibt. Und wer es ernsthaft betreibt, hat sie vermutlich selbst im Kopf. Das sagst du ja auch, insofern hast du da Recht. Dann korrigiere ich mich auf: Von Pros für diejenigen, die Pros werden wollen :) Aber von dem, was ich mitkriege, spielen die Listen schon eine große Rolle in der eSports-Community. Im Grunde halte ich Tier Lists für einen Hype, der viel zu viel Verbreitung gefunden hat.

Bei Marth bin ich hängen geblieben, weil er bei Melee, dem einzigen Teil, den ich wirklich viel gespielt habe, mein Favorit war. Ich fühlte mich gleich wie zuhause.

Warum ich meinen Senf dazu gebe? Weil ich mich durchaus ein wenig damit beschäftigt habe, weil mich das Phänomen interessiert. Und weil deine Aussagen nicht mit dem zusammenpassen, was ich darüber zu wissen meine. Ich interessiere mich leider manchmal mehr für das Geraderücken von aus meiner Sicht schiefer Argumentation als für die Sache selbst :) Aber hey - Ich mag Competition gerne und finde sie faszinierend! Ich mag nur keine Fighting Games :)

Dass du findest, dass der Spielspaß leidest, kann, will und werde ich dir nicht nehmen. Ich habe sowas sonst zu Smash nur eher nicht gehört. Der größte Aufreger, den ich mitbekam, war die viel zu mächtige Bayonetta in Smash U direkt nach Release. Und die Figuren, die du nicht magst, musst du ja nicht nehmen. Aber es scheint, als gäbe es auch Kämpfer, die dir den Spielspaß rauben, wenn du gegen sie spielst? Das verstehe ich nicht ganz. Weil sie zu gut sind? Kann das nicht einfach daran liegen, dass dein Gegenüber zu gut ist? Ich kenn das aus Spielen sowohl gegen KI als auch gegen menschliche Gegner, dass der Spielspaß sofort weg ist, wenn man einen zu mächtigen Gegner hat. Das liegt dann aber nicht zwangsläufig am Kämpfer.

Zu guter Letzt die Frage, warum ich das Spiel verteidige. Das liegt einfach daran, dass ich deine Aussagen als sehr wenig differenziert wahrnehme. Im letzten Posting ist das anders. Aber deine Wortwahl zuvor macht sich ein bisschen lustig über ein Spiel, über das ich in den letzten Monaten fast ausschließlich gehört und gelesen habe, dass es ein wahnsinnig perfektionierte Version eines ohnehin schon großartigen Prüglers ist. Ich finde, dass deine Kritik da wenig glaubwürdig wirkt, wenn du gewissermaßen sagst: "Tja, das passiert halt, wenn man zu viel in ein Spiel reinpresst. Die Qualität leidet." Und genau das ist es, was die Reviews dem Spiel attestieren: Dass es diese irre Gradwanderung wahnsinnig gut meistert. Ich glaube nicht, dass Smash perfektes Balancing hat. Ich glaube aber auch nicht, dass es das so sehr braucht wie andere Spiele bzw. dass es Wege gefunden hat, das auszugleichen. Und ich glaube, dass es besser ist als du darstellst. Und dass du dich ein wenig zu sehr als Experte inszenierst. Selbst wenn du deutlich mehr Expertise hast als ich.
 
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