Vom Pile of Shame zum Pile of Fame!

Yoshi

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9 August 2016
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Hagen
Das Problem ist nur, dass es sich dann bei mir wirklich um einen Stapel handelt. Ich will weiter nur durchgespielte Spiele im Regal einsortieren, auch um nicht eines völlig zu vergessen. Ich bin mir daher nicht sicher, wo ich das physisch zwischenlagern soll.
Wegen der J&R Reihe habe ich gerade ungewöhnlich viele nicht durchgespielte Spiele und stand auch vor dem Problem, nicht die Übersichht zu verlieren. Daher empfehle ich dir, was ich getan habe: Ordne die nicht durchgespielten Spiele so ein, wie du sie einordnen würdest, wenn sie durchgespielt wären, aber ziehe sie ein wenig vor, so dass sie aus der Masse hervorschauen. Vielleicht mache ich die Tage mal ein Posting im Sammlungsthread mit einem Bild davon. Stapeln ist nicht gut für die Hüllen, wenn es viele Spiele werden.
 

Biber

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25 August 2016
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Und weiter gehts: (Mein erster Antwortbeitrag ist auf das Ende der zweiten Seite gerutscht)

@Shiningmind - Du findest, und @Zelos stimmt dir zu, dass man bahnbrechende Spiele von damals nicht mehr spielen muss, weil heutige geistige Nachfolger so viel besser seien. Es geht dabei aber nicht (nur) um das Schließen von Bildungslücken. Ich bin zwar schon interessiert, was es denn ist, worüber alle sprechen, wenn sie diese Spiele so loben, aber noch viel mehr geht es darum, einfach Spiele zu spielen, die sehr gut sind und mich potenziell interessieren. Ich glaube auch nicht, dass neue Spiele automatisch besser sind. Ein gutes Spiel ist ein gutes Spiel. Und ein Half-Life ist auch heute noch hervorragend und relevant. Es gibt zwar viele moderne Spiele, die Aspekte aufgreifen, aber keines erzählt die Story von Half-Life. Und kein anderes Spiel hat das großartige Level XYZ von Super Mario World. Vielleicht sind andere Spiele besser, aber das macht ältere Spiele nicht weniger spielenswert. Wenn sie eine tolle Geschichte erzählen, will ich die genauso erleben wie eine tolle Geschichte aus einem alten Film oder einem alten Buch. Weil sie für sich genommen gut ist. Wenn einer total auf Krimis steht, dann freut er sich über Empfehlungen und Entdeckungen. Ein Axiom Verge hätte auch 1994 erscheinen können und ist heute trotzdem erfolgreich und gern gespielt. Und wenn ich gutes Leveldesign mag, dann finde ich das in Mario Bros. 3 genauso wie in God of War. Es ist halt anderes Leveldesign. Und genau darum geht es. Ich möchte gute Spiele spielen. Die zeitgemäße Technik mag für manche ein Aspekt sein, für mich nicht. Blast Corps macht auch heute, wenn ich es zum ersten Mal spiele, viel Spaß. Das wäre auch mein Beispiel für ein Spiel, dass sich so heute nicht "in besser" findet. Ein anderes wäre Jet Force Gemini. So viel zu @Zelos Theorie, dass man alte Spiele nicht spielen muss, wenn man Spaß haben will. Hat @Guybrush Threepwood ja eigentlich auch schon alles gesagt :)

Mit Super Metroid lieferst du ja eigentlich ein sehr gutes Beispiel: Bei Metroid und dem ersten Zelda würde ich auch sagen, dass man die nicht mehr spielen muss. Insgesamt waren die meisten NES-Titel noch nicht über der Grenze des heute zumutbaren, sie waren ein irres Experimentierlabor. Aber mit der SNES-Ära hat sich das grundlegend verändert und Turtles in Time, Mario World, Super Metroid, Yoshi's Island, die DKC-Trilogie, Terranigma, ALttP und sicher auch Chrono Trigger sind allesamt heute noch spielenswert. Und spätere Titel machen sie nicht überflüssig, weil Mario World noch immer einfach tolle, spaßige Level hat, die kein anderes Spiel hat. Sie sind nicht unbedingt besser, aber eben trotzdem toll.

Und du sagst, du verstehst den Sinn den Threads nicht ganz und findest eine Priorisierung anhand von historischen Bedeutungen merkwürdig. Darum geht es mir aber nicht und deshalb habe ich auch gesagt, dass "Pile of Fame" vielleicht irreführend ist. Ich hatte den Gedanken, dass ich inzwischen viele Spiele lange vor mir herschiebe, die ich wirklich sehr gerne spielen möchte. Und in diesem Thread geht es darum, sich bewusst zu werden, welche das sind und die gezielt anzugehen. Dass man seine nächste Spielewahl etwas bewusster vor dem Hintergrund trifft, dass es einen bisweilen nervt, dass man immer noch nicht Ori gespielt hat. Die Gründe dafür können verschieden sein. Celeste will ich wegen der bescheinigten Qualität in einem Genre spielen, dass mir genau liegt. System Shock will ich aus Interesse daran spielen, was den Kultstatus wohl ausmacht... und wegen der tollen Story. Gods Will be Watching will spielen, weil ich mir davon ein intellektuell interessantes Konzept verspreche und tolle moralische Konflikte. Und Shovel Knight, weil ich es angespielt habe und es mir so viel Freude bereitet hat. Und da ich inzwischen so viele Spiele habe, die ich "immer mal spielen wollte", möchte ich gerne Klarheit verschaffen, welche mich eigentlich am meisten reizen.

@valet - Arkham steht auch deinetwegen überhaupt auf der Liste, aber ingesamt würde ich sagen, sind da noch andere Kaliber drauf, die deutlicher positiv hervorstechen. Braid wird mir sicher sehr liegen und zu Prey habe ich inzwischen dermaßen unterschiedliche Meinungen gehört, dass das alleine ein Grund ist, es bald zu spielen. Ich will wissen, auf welcher Seite ich stehe :)

Nier Automata hab ich auch auf dem Schirm, aber es spricht mich einfach nicht so an. Das wäre mehr eine Hirn- als eine Bauchentscheidung. Und nein, ich habe noch kein Deus Ex gespielt, nur Human Revolution angespielt. Der Erstling interessiert mich auch am meisten. Und gegen Halo habe ich massive Vorbehalte, die vielleicht irrational, aber kaum abzubauen sind. Hellblade empfinde ich in den Kämpfen als sehr intensiv, aber bislang nicht als schwierig. Das sehr verzeihliche Ausweichsystem macht die Kämpfe aus meiner Sicht sehr sehr schaffbar. Ich hoffe, du spielst mit Kopfhörern :)

@Rusix - Nein, das meinte ich nicht so mit dem Pile of Shame und auch Guybrushs Korrekte Definition war nicht so ganz die Zielsetzung. Ich habe mich einfach vom griffigen Wortspiel locken lassen und unzutreffende Worte gewählt :) "Vom Backlog zum Mountain of Joy" wäre passender :) Es geht mir darum, dass man nicht eine graue Masse an gekauften und nicht gespielten Spielen hat, sondern etwas bewusster das spielt, was einen wirklich interessiert. Vor allem, wenn man sich irgendwann mal eingestanden hat, dass man niemals alles spielt, was man hat.

@Double - Sexy Brutale hab ich auch deswegen für Steam :)

@Zelos - Ich glaube, keiner spielt hier Nichtigkeiten auf Krampf. Ich kenne zwar Leute, die das Periodensystem und alle Hauptstädte der Welt mit sich rumführen, weil sie meinen, gebildet sein zu müssen (was ich in der Ausprägung hochgradig albern finde), aber ich bin mir sehr sicher, dass hier fast alle nur zum Spaß spielen. Wir haben zwar Freude an der Diskussion und kennen uns gerne aus, aber ich würde nie ein Spiel spielen, nur um es gespielt zu haben.

@Zeratul - Ich hätte mir das bisher gesagt teilweise sparen können, weil du es bereits gesagt hast :) 100% Zustimmung.

@Shogoki - Es gibt übrigens inzwischen gefühlt hunderte von z.T. wohl sogar brauchbaren Shmups, aber mit dem Genre kenne ich mich einfach nicht aus.
 

Zeratul

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24 August 2016
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Ganz vergessen auf deine to do-Liste einzugehen. Gut ist ja schonmal, dass da viele kurze und mittellange Spiele dabei sind. Für Spiele wie Ori, Braid oder To the Moon braucht man bei weitem noch keine 10 Stunden. Und selbst RPGs wie FF6 oder Chrono Trigger sind ja nicht mal ansatzweise so lange wie heutige RPGs.

todo:
- Ori and the Blind Forest
- Braid
- System Shock 2
- Hyper Light Drifter
- To the Moon
- Beyond Good & Evil
- Dishonored
- Doom
- Final Fantasy VI
- Chrono Trigger
- Dark Souls
Das sind die Spiele von deiner to do-Liste, die ich durchgespielt habe und die würde ich dir auch ausnahmslos empfehlen. Das einzige Spiel, das du eventuell von diesen streichen könntest, wäre To the Moon. Die Story ist sehr emotional, der Soundtrack beinhaltet zwei (?) äußerst schöne Stücke (die sich jedoch auch recht oft wiederholen) aber es ist sowohl vom Gameplay als auch von seiner Präsentation bzw. Erzählweise her nichts besonderes, außer dass es eben wie ein Spiel aus der SNES-Ära aussieht. Das Gameplay besteht eigentlich nur aus der Suche nach bestimmten Gegenständen sowie sehr simplen "Bilderrätseln". Da man es aber in etwa 4 Stunden durch hat, kannst du dir das auf jeden Fall auch mal geben, wenn du gerade kein anderes narratives Spiel auf dem Schirm hast.

Unsicher bin ich mir bei Chrono Trigger und Final Fantasy 6, da ich nicht weiß wie genau du zu RPGs dieser Art stehst. Mit SoM oder Terranigma sind die beiden ja nur schwer zu vergleichen. Gerade Chrono Trigger dürfte dir aber aufgrund des großartigen Pacings und des schnellen Kampfsystem sehr gut gefallen.

Bei allen anderen bin ich mir sicher, dass du mit denen viel Spaß haben wirst. ;-)


Ergänzen würde ich deine Liste noch um folgende Spiele, falls du sie noch nicht gespielt hast:

- Antichamber (imo ein absolut einzigartiges Spiel)
- Bastion (toller Soundtrack, toller Artstyle, simples aber spaßiges Gameplay)
- Spec Ops: The Line (das hast du aber glaub ich gespielt, oder?)
- Outland (Metroidvania trifft auf Ikaruga)
- Titan Souls (erinnert vom Aufbau und der Atmosphäre her stark an ein 2D SotC)
- SUPERHOT ("Rätsel Ego-Shooter" mit minimalistischem Design)
 

Biber

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Danke!

Deine Liste ist mir fast vollumfänglich bekannt. Antichamber habe ich angespielt und war enttäuscht vom Rätseldesign und angetan von der Präsentation. Den Soundtrack von Bastion mag ich sehr, habe aber zu viele kritische Stimmen gehört in Bezug auf das Gameplay. Dann eher Transistor oder Furi, die „Nachfolger“. Spec Ops und Superhot habe ich schlicht in der Liste vergessen, trage ich nach. Outland hatte ich mal auf denn Schirm und eventuell in der Steambib, muss ich mal gucken. Titan Souls wäre auch eher zweite Reihe und nicht PileofFame.

Aber wow: alle Spiele entsprechen grob meinem Geschmack, alle besitze ich und keines habe ich gespielt. Gute Trefferquote!!
 

Zelos

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Was superhot betrifft ist die VR Variante natürlich noch mal um Meilen besser verlangt aber move controller. Ich hatte das zuerst gespielt und danach hat mich das normale super hot leider garnicht mehr gecatcht :/ .
 

Shiningmind

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29 August 2016
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Bitte unbedingt Outland nachholen! Wenn dir The Messenger gefallen hat (auch vom Schwierigkeitsgrad her), dann ist das aufjedenfall was für dich. Muss nicht sofort sein aber bitte spiel es irgendwann und ja...Chrono Trigger is immer noch geil und nicht überbordend lang. Ein Durchgang sollte maximal 25 - 30 Stunden dauern, der kaum Längen haben und von einem schönen Soundtrack garniert wird.
 
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Zeratul

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Danke!

Deine Liste ist mir fast vollumfänglich bekannt. Antichamber habe ich angespielt und war enttäuscht vom Rätseldesign und angetan von der Präsentation. Den Soundtrack von Bastion mag ich sehr, habe aber zu viele kritische Stimmen gehört in Bezug auf das Gameplay. Dann eher Transistor oder Furi, die „Nachfolger“. Spec Ops und Superhot habe ich schlicht in der Liste vergessen, trage ich nach. Outland hatte ich mal auf denn Schirm und eventuell in der Steambib, muss ich mal gucken. Titan Souls wäre auch eher zweite Reihe und nicht PileofFame.

Aber wow: alle Spiele entsprechen grob meinem Geschmack, alle besitze ich und keines habe ich gespielt. Gute Trefferquote!!
Gerne :)

Antichamber braucht aber auch etwas um sich zu entwickeln. Anfangs löst man die Rätsel ja schlicht indem man auf die richtige Art und Weise in die richtige Richtung läuft. Später gibt es aber eine "Kanone" mit der man anfangs nur einzelne Würfel in der Spielwelt aufnehmen und woanders wieder platzieren kann, erhält dann nach und nach aber auch Upgrades für diese Kanone. Da werden die Rätsel imo schon interessanter. Für mich war es insgesamt ein ziemlicher Mindfuck.

Bastion fand ich eigentlich auch vom Gameplay her ganz gut. Auf jeden Fall besser als Transistor, das habe ich nach etwa einer Stunde abgebrochen und den Kauf übelst bereut.

Titan Souls unterschätzt du vllt ein wenig. Ich finde es eigentlich in allen Belangen super. Toller Artstyle, extrem guter Soundtrack (mit einer der besten, die ich kenne) und die Bosskämpfe sind äußerst fordernd, aber nie unfair. Aber ja, angesichts der Qualität der meisten Spiele deines Stapels kann man das durchaus auch nach hinten schieben.

Bitte unbedingt Outland nachholen! Wenn dir The Messenger gefallen hat (auch vom Schwierigkeitsgrad her), dann ist das aufjedenfall was für dich. Muss nicht sofort sein aber bitte spiel es irgendwann und ja...Chrono Trigger is immer noch geil und nicht überbordend lang. Ein Durchgang sollte maximal 25 - 30 Stunden dauern, der kaum Längen haben und von einem schönen Soundtrack garniert wird.
Ich glaube solange braucht man als erfahrener Spieler für Chrono Trigger nicht mal. Hätte eher gesagt so um die 20 Stunden rum. Außer man will es jetzt wirklich komplettieren, inklusive sämtlicher Nebenquests und Zusatz-Dungeons, dann könnte man schon auf 25-30 Stunden kommen, gerade bei der DS-Version.
 

Biber

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25 August 2016
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Superhot VR hab ich mal angespielt bei Ponk. Das war ganz toll aber auch etwas anstrengend :) spiele das normale gerne nochmal in Ruhe.

Die Kanone bei Antichamber hatte ich, aber bald darauf dann abgebrochen. Und Titan Souls... ja, das ist bestimmt toll, aber ich kann diese Liste auch nicht zu groß werden lassen :) ich hab auch noch Spiele wie Tearaway oder Mario+Rabbids...
 

Rusix

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Bastion fand ich eigentlich auch vom Gameplay her ganz gut. Auf jeden Fall besser als Transistor, das habe ich nach etwa einer Stunde abgebrochen und den Kauf übelst bereut.
Ich konnte mit Bastion (trotz des putzigen Stils) auch nie richtig warm werden. Und was Transistor auf so einer Liste sucht ist mir auch schleierhaft. Selbst als Gratis-Download was mir zu 'teuer'.

Wo ich aber bei euch bin ist Outland das mir mit seinem einmaligen Genre-Mix (Metroidvania/Bullethell) gut gefallen hat, als auch bei Titan Souls, dem seine Puste aber irgendwo ab der Hälfte des Spiels ausgeht - letzteres muss also nicht sein.

Hervorheben würde ich hier 'Fury', das stilistisch als auch spielerisch auf den Fußstapfen von 'El Shaddai: Ascension of the Metatron' wandert, aber nie ganz seine Tiefe und Klasse erreicht. Dafür macht die Beschränkung auf reine 'Bossfights' wirklich Spaß, während der anfangs undurchsichtige Plot immer mehr an Fahrt aufnimmt. A nice little fellow ;)
 

Shogoki

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25 August 2016
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Die meisten neueren Shmups (auch von Indies), die ich kenne, sind bullet-hell oder reichen schlicht nicht an die Meisterwerke von insbesondere Konami, Compile, Irem und Naxat heran. Es ist auch nicht so, dass ich "meine" Shmups schon alle durchgespielt hätte, erst recht nicht auf höheren Schwierigkeitsgraden, in denen der Spaß erst so richtig anfängt. "Brauchbar" ist mir an Qualität in dem Genre dann wirklich zu wenig. Ist wie bei jRPGs, da reicht mir Pixeloptik und Anbiederung ans SNES-Publikum nicht aus. Dezember 1996 ist imo das letzte 2D-Pixel-jRPG erschienen, das meinen Ansprüchen gerecht wurde. Und auch in dem Genre habe ich noch jede Menge an alten und gelobten (von Quellen, denen ich vertraue) Spielen vor mir.

Ich kann allerdings das minimalistische und kostenlose "Warning Forever" empfehlen, das man jederzeit starten kann, wenn man Shooter-Laune verspürt. Ist ein einziger Boss-Rush, stilistisch sehr viel Rez und ein wenig Radiant Silvergun und richtig toll! Auch weil es in keiner Weise versucht oldschool-Shmups zu imitieren, sondern sein Ding kompromisslos durchzieht. Simpel in den Mechaniken, Köpfchen muss man manchmal auch gebrauchen und vor allem läuft alles schnell und flott ab und man hat durchgehend Spaß daran.
Sehr gut, eine tolle Bereicherung und falsch machen kann man damit nichts - auch wenn man sonst nicht viel Ahnung vom Genre hat. Wenn man keinerlei Spaß daran haben sollte, weiß man, dass das Genre absolut nichts für einen ist.
 
19 November 2018
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Meine allgemeine Meinung zum Pile of Shame hat sich ja schon gewandelt, wie ich oben geschrieben habe. Ich will fleißig einen eigenen anlegen und ihn hegen und pflegen.

Aber trotzdem habe ich dieses Wochenende beschlossen, dass ich an einem meiner alten Prinzipien wieder festhalten will, nämlich nur ein Spiel gleichzeitig zu spielen.

Ich habe mit Subnautica angefangen, aber gestern wieder Xenoblade Chronicles 2 weiter gespielt, in das ich jetzt knapp 25 Stunden investert habe, in Subnautica müssen es noch unter vier Stunden gewesen sein.
Xenoblade habe ich immer so nebenbei weiter gespielt, aber das letzte Mal wohl im Oktober tatsächlich gespielt. Und gestern stand ich dann vor der Situation, dass ich von einer Stadt zu einem nahegelegenen Hafen musste - vom Spiel her betrachtet bin ich die Route keine zwei Stunden vorher schon mal gegangen, jetzt hatte ich keine Ahnung mehr. Irgendwie bin ich immer in Sackgassen geraten oder habe mich vom Questmarker zu weit entfernt. Dann endlich fiel es mir ein: Da muss man mit einem Fahrstuhl fahren! Aber wo zur Hölle war er? Ich muss gut und gerne 40 Minuten an etwas verloren haben, das eigentlich kein Thema gewesen wäre, wenn ich nicht so lange pausiert hätte.

Also kehre ich wieder zur Einspielpolitik zurück und breche Subnautica vorerst ab.
Klar, wenn ich ein langes Spiel spiele und es erscheint so ein zehn bis fünfzehn Stunden Happen, auf den ich schon länger gewartet habe, schiebe ich den auch mal dazwischen. Aber grundsätzlich mache ich mir mit mehr als einem Spiel nur Scherereien.
 

Shiningmind

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29 August 2016
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Bei RPGs bleibe ich auch bei der Einstellung es priorisiert zu spielen, eben weil der Wiedereinstieg sich ziemlich mühselig gestaltet. Gerade bei Xenoblade aber auch westlichen RPGs sind die Systeme und Laufwege sehr komplex. Da verlangen Spielepausen von mehr als einer Woche schon einen gewissen Aufwand sich da wieder reinzufuchsen. Ich hab erst neulich geschrieben, dass Dragon Quest XI ein sehr gutes Beispiel dafür ist, wie man das anders lösen und den Wiedereinstieg komfortabler machen kann. Innerhalb weniger Minuten war ich nach 6 wöchiger Pause wegen RDR 2 wieder drin.
 

Rusix

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2 September 2016
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Und gestern stand ich dann vor der Situation, dass ich von einer Stadt zu einem nahegelegenen Hafen musste - vom Spiel her betrachtet bin ich die Route keine zwei Stunden vorher schon mal gegangen, jetzt hatte ich keine Ahnung mehr.
Oh ja, davon kann ich dir ein Liedchen singen. Nach knapp einem Jahr Pause wusste ich bei Breath of the Wild irgendwie gar nichts mehr. Nicht einmal, dass man eine Schnellreise benutzen kann, weder das man Quests priorisieren kann. Zum Glück waren Zelos, Cube und andere zur Stelle und haben mir aus meinem Schlamassel geholfen.

Danke nochmal! ^^
 
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Sun

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20 November 2016
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Ich als jemand der größtenteils auf so eine Stapel verzichtet muss mich hier auch mal zu Wort melden. Es wird hier irgendwie mehrfach impliziert, dass so ein Stapel einem die Freude bietet, nach dem Durchspielen eines Titels gleich den nächsten passenden Titel zu wählen, auf den man gerade Bock hat. Aber das kann man in der heutigen Zeit auch ohne Stapel. Wenn ich ein Spiel fast durch habe, dann überlege ich manchmal schon auf was ich als nächstes Bock habe oder eben auch erst wenn ich es durch habe. Mit ein paar wenigen Klicks ist das Spiel dann gekauft und bei digitalen Spielen auch innerhalb kurzer Zeit auf der Konsole. Es ist also nicht so, dass ich das nicht auch ohne Stapel so handhabe wie ihr. Dann kann es natürlich sein, dass manche Spiel irgendwann nicht mehr (zu einem vernünftigen Preis) verfügbar sind, aber das ist bis auf weniger Ausnahmen für mich kein Problem, denn es gibt einfach genug Alternativen und ich hatte nie Gedanken, dass ich irgendein Spiel deswegen verpasst hätte.

@Biber: Es geht dir um die Priorisierung deines Stapels, aber ist das nicht quatsch? Solltest du nicht einfach das Spielen auf was du gerade Bock hast? Und wenn dir dann gerade nicht Celeste in den Sinn kommt, wird es wohl für dich auch nicht so wichtig sein.
 

Shiningmind

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Ein paar Punkte hab ich ja ähnlich argumentiert wie du @Sun (Spiel das worauf du Bock hast, warum priorisieren?) aber ist es auch nicht so, dass du trotzdem auf einem Pile zurückgreifst, nämlich dem von Darkie? Ist doch praktisch, nicht ;)
Fakt ist aber, dass viele einen solchen Stapel haben. Ich versuche mir das damit zu erklären, dass der Mensch bzw. viele Menschen sehr anfällig dafür sind zu raffen. Damit meine ich eine gewisse Angst ein Schnäppchen zu verpassen, in Kombination mit der Freude am Kaufen und am Sammeln. Im Prinzip hast du rational betrachtet ja auch recht. Man wird eh nie die Zeit haben den ganzen Stapel wegzuspielen und warum soll man dann unnötig Geld ausgeben? Vielleicht ist es tatsächlich sowas wie eine Art Urverhalten sich einen Vorrat zu günstigen Preisen anzulegen, denn morgen kann der Aufwand dafür höher sein, auch wenn dies paradoxerweise vielleicht gar nicht so ist. Complicated Humans!
 

Biber

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@Sun Nee, da unterschätzt du die Hürde, die so ein Kauf darstellt. Es ist (psychologisch) etwas anderes, wenn ich einfach durch meine Bibliothek scrolle als wenn ich das gesamt Meer an Spielen zur Verfügung habe und mich erst zu einem Kauf entscheiden und durchringen muss.

Und ja, für gewöhnlich spiele ich, worauf ich gerade Bock habe und das ist eigentlich auch gut so. Ich merke aber, dass es mich nervt, dass ich dann einfach nicht dazu komme, bestimmte Spiele zu spielen, die mich viel mehr interessieren, weil sie z.B. ein Angang sind und ich eher den Weg des geringeren Widerstandes wähle. Oder weil ich sie für Steam habe und mir das Umstöpseln des HDMI-Kabels zu nervig ist. Oder weil ich sie erst aus der Garage holen muss. Und das ist Blödsinn. Außerdem ist die Priorisierung auch ein Bewusstwerden, welche Spiele einen eigentlich wirklich interessieren. Ich will jetzt schon so lange Ori and the Blind Forest spielen und tue es immer doch nicht (wegen HDMI-Stöpselei). Gleiches war so mit Hellblade, wo ich erst den Schubs von Guybrush brauchte. Und jetzt, da ich mir einmal die Mühe gemacht habe, aus meinen vielen vielen Spielen, die mich interessieren, diejenigen rauszufiltern, die mich noch mehr reizen als die anderen, habe ich immer noch ein breites Spektrum, das mir ermöglicht, nach Bock auszuwählen. Aber aus einer gezielteren, feineren Auswahl an Spielen. Das schließt ja auch nicht aus, dass ich was anderes dazwischen schiebe, wonach mir gerade ist, ich bin da nicht apodiktisch. Und ich spiele ja ohnehin "nebenbei" noch die Spiele, die ich nur in kurzen Schüben spielen kann oder mit meiner Frau oder mit Ponk.
 

Sun

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Ein paar Punkte hab ich ja ähnlich argumentiert wie du @Sun (Spiel das worauf du Bock hast, warum priorisieren?) aber ist es auch nicht so, dass du trotzdem auf einem Pile zurückgreifst, nämlich dem von Darkie? Ist doch praktisch, nicht ;)
Darkies Stapel habe ich ja nur zum Teil, denn der stapelt ja nur Switchspiele und keine PS4 Spiele und auch da bestehe ich meist darauf, dass er die Spiele, die mich interessieren nicht kauft, weil ich sie mir selber irgendwann kaufen möchte. Praktisch ist daran nur, dass der Stapel Spiele enthällt, die ich sonst nie gekauft hätte und daher auch nicht gespielt hätte. Bei einigen Spielen hat sich das dann gelohnt. Also ist es gar kein richtiger Backlog für mich. Spiele ich ein Spiel von Darkies Stapel länger als nur anzuspielen, gebe ich ihm im Nachhinein sogar das Geld für das Spiel.

@Sun Nee, da unterschätzt du die Hürde, die so ein Kauf darstellt. Es ist (psychologisch) etwas anderes, wenn ich einfach durch meine Bibliothek scrolle als wenn ich das gesamt Meer an Spielen zur Verfügung habe und mich erst zu einem Kauf entscheiden und durchringen muss.
Naja, wenn der Kauf so eine Hürde wäre, dann hätte ja kaum einer diese großen Stapel. Es ist für mich eben kein großer Unterschied. Ich habe ja diese Bibliothek in Listenform und gehe sie halt durch wenn ich was neues zum Spielen brauche und kaufe dann das ausgewählte Spiel. Ich handhabe das also schon so als hätte ich einen Backlog, aber ohne die Last, dass die Spiele tatsächlich irgendwo stapeln und evtl. ein schlechtes Gewissen verursachen weil man doch wieder ein neues Spiel gekauft hat und spielt anstatt auf die schon vorhandenen zuzugreifen. Außerdem nehmen die Spiele so keinen Platz weg und kosten erst Geld wenn ich sie wirklich spiele.

Und ja, für gewöhnlich spiele ich, worauf ich gerade Bock habe und das ist eigentlich auch gut so. Ich merke aber, dass es mich nervt, dass ich dann einfach nicht dazu komme, bestimmte Spiele zu spielen, die mich viel mehr interessieren, weil sie z.B. ein Angang sind und ich eher den Weg des geringeren Widerstandes wähle. Oder weil ich sie für Steam habe und mir das Umstöpseln des HDMI-Kabels zu nervig ist. Oder weil ich sie erst aus der Garage holen muss.
Ah ok, es gibt da eine Hürde namens Bequemlichkeit die dich hindert Spiele zu spielen auf die du eigentlich mehr Bock hättest und das versuchst du hiermit aus dem Weg zu räumen. :D
 
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Rusix

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Naja, wenn der Kauf so eine Hürde wäre, dann hätte ja kaum einer diese großen Stapel. Es ist für mich eben kein großer Unterschied. Ich habe ja diese Bibliothek in Listenform und gehe sie halt durch wenn ich was neues zum Spielen brauche und kaufe dann das ausgewählte Spiel. Ich handhabe das also schon so als hätte ich einen Backlog, aber ohne die Last, dass die Spiele tatsächlich irgendwo stapeln und evtl. ein schlechtes Gewissen verursachen weil man doch wieder ein neues Spiel gekauft hat und spielt anstatt auf die schon vorhandenen zuzugreifen. Außerdem nehmen die Spiele so keinen Platz weg und kosten erst Geld wenn ich sie wirklich spiele.
Absolut unterschreib.

Ich will jetzt schon so lange Ori and the Blind Forest spielen und tue es immer doch nicht (wegen HDMI-Stöpselei).
Wenn du es wirklich, wirklich spielen wölltest, dann hättest du das verdammte Kabel schon längst umgesteckt oder dir nen ollen HDMI-Switch besorgt. ^^
 
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Ah ok, es gibt da eine Hürde namens Bequemlichkeit die dich hindert Spiele zu spielen auf die du eigentlich mehr Bock hättest und das versuchst du hiermit aus dem Weg zu räumen. :D
Exakt so ist es :)

Wenn du es wirklich, wirklich spielen wölltest, dann hättest du das verdammte Kabel schon längst umgesteckt oder dir nen ollen HDMI-Switch besorgt. ^^
Nee, leider nicht :( Und der HDMI-Switch bringt auch nix, weil ich jedes Mal den Laptop hinräumen muss. Ich könnte natürlich auch ohne TV spielen, aber dafür hab ich irgendwie auch noch keinen passenden Ort. Und solange es andere Spiele gibt, die ich wirklich, wirklich spielen will, fällt es eben immer hintern rüber.
 

Rusix

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An einem Laptop (bzw PC) spielen zu müssen ist imho ein (wirklich-wirklich) triftiger Grund um dieses Spiel niemals zu spielen.
Ich spreche hier selbstverständlich nur für mich selbst ^^