Zu welchen Spielen fehlt euch der Zugang?

Cube

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Kann mir nicht vorstellen, wie Metroid Prime 3 ohne Zeiger-Steuerung funktionieren sollen. Dessen Kampfsystem basiert ja darauf, dass man Gegner anvisiert, um diese herumtänzelt und gleichzeitig noch auf andere Sachen im Blickfeld schießt. Damit die Kämpfe mit einer Metroid Prime 1 & 2- oder üblichen Ego-Shooter-Steuerung funktionieren, müssten schon einiges Designänderungen her.
 

Rusix

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2 September 2016
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Dessen Kampfsystem basiert ja darauf, dass man Gegner anvisiert, um diese herumtänzelt und gleichzeitig noch auf andere Sachen im Blickfeld schießt.
Klingt jetzt nicht wahnsinnig kompliziert. Könnte man mit einer Lock-On Funktion lösen (L1) während man weiter strafen und analog zielen kann. Kenne aber auch nur das Other M von den Wii-Metroids. Der Free Aim Modus wäre zumindest leicht umzusetzen.
 

Cube

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26 August 2016
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Dadurch würde man dann den Gegner aus dem Fokus verlieren und den Finger vom Sprungknopf nehmen müssen. Und der Visor-Wechsel kann dann auch nicht auf dem zweiten Analog-Stick untergebracht werden.

... hm, je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr komme ich zu der Überzeugung, dass die Steuerung von MP3 ohne Zeiger nur komplizierter wird. Würde mich nicht wundern, wenn dessen Switch-Port weiterhin Steuerung per Gyro-Sensor voraus setzt. (Das Spiel funtioniert dann halt nicht auf Switch Mini.)
 

Biber

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Ich habe wirklich eine ganze Reihe an Spielen, zu denen mir der Zugang fehlt, obwohl sie mich interessieren.

Allen voran kann ich nichts mit Beat 'em Ups und Prügelspielen anfangen, obwohl ich sicher bin, dass es ein sehr lohnendes Genre ist. In beiden Fällen weiß ich selten, wie mir geschieht und es gibt zu oft keine gute Art, wie man an das Spiel herangeführt wird. In der Regel ist es so, dass man auf einem leichten Schwierigkeitsgrad durch stumpfes herumschlagen gut durchkommt, das geht mir sowohl bei Bayonetta als auch bei Spielen wie Soul Calibur und Street Fighter so. Es gibt keinen Lerneffekt und nur wenig Spaß, weil man nicht das Gefühlt hat, wirklich etwas zu leisten. Schaltet man dann hoch, wird man verdroschen und weiß nicht, wo vorne und hinten ist. Helfen sollen einem Menüs voller Buttonkombinationen, die ich mir weder merken, noch sie ausführen kann. Dass Bayonetta auf einen Practice-Screen angewiesen ist, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Spiel selbst nicht in der Lage ist, es durch Gameplay zu vermitteln. Das finde ich schade, denn ich habe immer das Gefühl, dass diejenigen, die bereit sind, diesen Prozess zu durchleben, eine tolle Spielerfahrung erhalten mit super Flow. Bei Prüglern ist die ganze eSports-Szene und das Kompetitive hochansprechend, aber hier habe ich dasselbe Problem. Ich finde keinen Zugang. Daran hat nichtmal ein leidenschaftlich vorgetragenes YouTube-Video etwas geändert, das mich vor einiger Zeit fasziniert hat.

Die nächsten Spiele sind die From Software Spiele. Schon von weitem sprechen sie mich sehr an, sowohl in Berichten von Spielern als auch in Bezug auf Lore, Reviews und was man sonst noch erfahren kann. Bloodborne habe ich auf die ungünstig mögliche Weise gespielt, nämlich zerstückelt über Jahre, im ständigen Wechsel mit Ponk und vor laufender Kamera. Trotzdem scheint durch, was das Spiel so besonders macht. Erforschen, besser werden, Motivation und ein sagenhaftes Weltendesign. Ich habe bis heute trotzdem keine Motivation, mich mal wirklich alleine und mit Ruhe an so einen Schinken ranzusetzen. Ich sehe unsere Videos und schlage die Hände über dem Kopf zusammen, weil wir neben den üblichen Problemen, die man mit dem Spiel haben kann, so viele offensichtliche Fehler machen. Die würden wohl nicht passieren, wenn man alleine in Ruhe spielt. Und trotzdem turnt mich das ganze tief vergrabene, die Möglichkeit, seinen Build kaputtzuleveln und die vielen Uneindeutigkeiten ab. Ich erkenne, warum viele Leute gerade dieses absolute Nichthandhalten attraktiv finden, aber mir scheinen die Spiele zu viel zu verbergen, um einen leichten Zugang zu finden.

Ein Buch mit sieben Siegeln sind MMORPGs. Ich habe damals bewusst nicht mit WoW angefangen, obwohl ich voll im Warcraft 3 Fieber war und die ganze Franchise toll fand. Aber all diese Erfahrungen, die so viele gesammelt haben und die Einzigartigkeit solcher Spiele bleiben mir verwehrt. Ist vielleicht besser so.

Ähnliches gilt für Spiele wie The Witcher und Elder Scrolls. Ich glaube, mir sind diese gigantischen Welten, insbesondere im Fantasy-Setting, einfach zu ausufernd. Ich habe ständig das Gefühl, etwas zu verpassen, die Laufwege sind zu lang und ich kann mich nicht reinfuchsen.

Einen Sonderstatus hat Pikmin. Pikmin ist von Nintendo. Da sollte jeder einen Zugang haben. Tatsächlich aber habe ich alle drei Spiele angefangen und nach wenigen Stunden abgebrochen. Ich verstehe bis heute nicht, warum das so ist. Ich habe auch keine Abgneigung gegen Mikromanagement und Aufbauspiele, ich habe sehr gerne Starcraft, die Siedler, Sim City und Tropico gespielt. Und ich bin jedes Mal guter Dinge in die Abenteuer gestartet und dann hat mich nach einiger Zeit jede Motivation verlassen. Was ist das nur los.

Gar nicht anfangen muss ich mit Online-Shootern. Was auch immer die Jugend gerade spielt, ich finde nicht rein oder habe gar kein Interesse. Ob Fortnite, Splatoon, Left 4 Dead oder CoD. Ist das ein Fehler? Ich kenne den Thrill von Counter-Striker, Unreal Tournament und CS noch sehr gut. Das hat sicherlich auch viel mit meiner Lebenssituation zu tun.

Sämtliche Sportspiele sind aus meiner Sicht von echten Games zu hohlen Simulationen verkommen und machen mir einfach keinen Spaß.

Fire Emblem habe ich eine echte Chance gegeben. Ich mochte ein Ghost Recon Spiel für den 3DS sehr gerne und dachte, dann kann man mit dem Genreprimus nichts falsch machen, aber es hat mich nur genervt, angeödet und die Charaktere und die Dialoge haben mich geradezu angewidert. Das war überhaupt nichts.

Monster Hunter wollte ich gerne mögen, nachdem ich Faulis Spieletagebuch gelesen habe. Aber es war so zäh und langsam und dann kamen auch noch Unterwassermonster. Überhaupt habe ich eine seltsame Phobie vor Unterwasserleveln und Gegnern in Videospielen. Deshalb konnte ich Endless Ocean nicht spielen.

Metal Gear Solid scheint mir überhaupt kein Videospiel zu sein. Ich verstehe es einfach nicht.

PAC-MAN. Habe ich nie verstanden! Es macht keine Minute Spaß! Daran hat nicht mal das großartige GMTK-Video etwas ändern können. Mit Space Invaders oder Donkey Kong habe ich das Problem nicht.

Shmups mochte ich als Kind gerne, aber ich verstehe den Reiz nicht mehr so sehr. Ich wollte Ikaruga toll finden, aber es war einfach zu schwer.

Bei jRPGs habe ich einfach fette Vorurteile. Ich hasse den Stil, den Kitsch, die Dialoge, die Langatmigkeit, das Grinden, die Wiederholung und die Zufallskämpfe. Xenoblade habe ich eine 30-stündige Chance gegeben und es war auch gut, aber am Ende ist die jRPGigkeit doch durchgebrochen.

Es gibt sicher noch viele mehr, die mir noch einfallen werden. Das ist schon ein interessantes Phänomen, was genau eigentlich dafür verantwortlich ist, dass man zu irgendwas nicht durchdringt.
 

Yoshi

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Einen Sonderstatus hat Pikmin. Pikmin ist von Nintendo. Da sollte jeder einen Zugang haben. Tatsächlich aber habe ich alle drei Spiele angefangen und nach wenigen Stunden abgebrochen. Ich verstehe bis heute nicht, warum das so ist. Ich habe auch keine Abgneigung gegen Mikromanagement und Aufbauspiele, ich habe sehr gerne Starcraft, die Siedler, Sim City und Tropico gespielt. Und ich bin jedes Mal guter Dinge in die Abenteuer gestartet und dann hat mich nach einiger Zeit jede Motivation verlassen. Was ist das nur los.
Pikmin ist aber schon der krasse Gegenentwurf zu SimCity oder Tropico und ist ein wenig als wenn du bei StarCraft die erste Hälfte einer jeden Map wegwerfen würdest. Es ist ja gerade nicht Aufbauen und Micromanagement, es gibt nur enorm wenige Ressourcen (eigentlich nur die Pikmin) und diese Ressourcen hat man schnell im Überfluss. Es geht bei Pikmin viel mehr um effizientes Multitasking gepaart mit Erkundung. Du musst also ein Gebiet erkunden, dabei gleichzeitig eine Vielzahl von Aufgaben erledigen und durch die Verteilung deiner Pikmin bestimmst du, welche Aufgaben wie schnell erledigt werden. Das ist sehr ähnlich zu der Angriffsphase in einem StarCraft, sobald also einmal die Ressourcen die du hast, festgeschrieben sind musst du schnell und effizient mit ihnen arbeiten.

Wo du gerade SimCity hier neben StarCraft stellst, habe ich aber den Eindruck, dass dir die erste Phase, die Bauphase / Micromanagement Phase besser gefällt als die Stress- / Multitasking-Phase. Pikmin ist also Star Craft - SimCity (und darum mag ich Pikmin und Fire Emblem, aber nicht Command & Conquer und erstrecht nicht SimCity).
 

Biber

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Es geht nicht um Ressourcen (nicht so sehr), aber es geht um Mikromanagement. Also ich könnte verstehen, dass mir Pikmin nicht gefällt, wenn ich nicht ständig zwischen Dingen hin- und herwechseln müsste und mich um alles mögliche gleichzeitig kümmern müsste oder es nicht mag, maximal Effizienz zu erreichen, aber all das mag ich an diesen Spielen. Sie sind nicht in vielem ähnlich, darin aber schon. Ich wollte also keine gleichartigen Spiele aufzählen, sondern nur Spiele, die alle den Aspekt des Mikromanagements haben.

Aber trotzdem hast du Recht, dass mir das planvolle Aufbauen besser gefällt, als die Stressphase. In Starcraft konnte ich beides, aber ich bin im Singleplayer oft so vorgegangen, dass ich mir immer erst die ganze Karte und alle Ressourcen erobert habe, bevor ich den Gegner vernichtet habe. Oft mit einem Belagerungsszenario um seine engste Basis herum. Das war toll =)