GedankenGUt #6: Sammelleidenschaft

GedankenGUt #6 ist noch nerdiger als die Vorgänger-Artikel. Diesmal heißt unser Thema Sammelleidenschaft und wir teilen mit euch, welchen Wert Videospiele neben dem reinen Spielspaß beim Zocken noch für uns bieten. Dabei gehen wir auch auf die Gründe für das Aufbewahren von Spielen, Figuren und sonstigem Merchandise ein. Wenn ihr also wissen wollt, welche Schätze sich auf den Regalen und in den Vitrinen der GU-Redaktion verbergen, ist diese neuste Ausgabe des GedankenGUt-Formats genau richtig für euch. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und dem Nutzen der Kommentarfunktion, um uns von eurer eigenen Sammlung zu überzeugen!

team_karim-ahsan_01-150x150Karim meint: „Schnapp‘ sie dir alle!“ – so lautete bekanntermaßen das Motto der ersten Pokémon-Spiele Rot und Blau für den Game Boy. Nur wer alle 150 bzw. 151 Taschenmonster fing und sammelte, durfte sich als wahrer Pokémon-Meister betiteln. Ironischerweise begann mit dem Pokémon-Sammelwahn auch mein generelles Interesse am Sammeln von Videospielen und Merchandise-Artikeln zu meinen Lieblingstiteln. Dabei galt mein Interesse seit jeher ganz besonders Nintendo und seinen unzähligen Franchises und daran hat sich bis heute nichts geändert. Von Sammlereditionen bestimmter Titel, über amiibo-Figuren, bis hin zu alten Club Nintendo-Magazinen. Um diese ansprechend zu präsentieren mussten dann irgendwann selbstverständlich auch Vitrinen und ähnliche Verstauungsmöglichkeiten her. Neben klassischen Sammlerobjekten habe ich aber auch einige Kuriositäten dabei, wie zum Beispiel Nintendo-Schnürsenkel, Nintendo-Kalender oder einen PEZ-Spender im Enton-Look. Den Großteil meiner Games dürfte ich übrigens zwar in physischer Form mein Eigen nennen, doch auch digital ist meine Spielebibliothek nicht zu verachten. Wer kann schließlich schon nein zu einem günstigen Angebot eines tollen Indie-Download-Titels sagen? Zu guter Letzt kann sich auch StreetPass Mii Lobby auf dem Nintendo 3DS sehen lassen, die durch die unzähligen Mii-Begegnungen [irgendwie] auch Teil meiner Sammlung geworden ist. Insgesamt hat meine Sammlung mittlerweile ein gigantisches Ausmaß angenommen, doch noch ist Platz da – sowohl in Quadratmetern als auch in Gigabyte. Ich lasse mich also überraschen, wie mein Sammlerherz in Zukunft noch beglückt werden wird!

Jennifer meint: Wahrscheinlich kennen viele das Gefühl. Man hat ein neues, heiß ersehntes Game, spielt es durch und fragt sich im Anschluss „was nun?“. Soll man das Spiel behalten und ins Regal stellen, oder doch lieber wieder verkaufen, um sich dafür dann einen anderen Titel zu holen? Hat mir der Inhalt und der Umfang des Spiels gefallen, tendiere ich dann doch meistens dazu, den Titel zu behalten und sicher zu verwahren. Auch wenn der Wiederspielwert in der Regel erst mit einer gewissen Zwischenzeitspanne steigt, möchte ich die Errungenschaft ungerne aus den Händen geben. Vor allem da ein Verkauf des Games ja auch in der Regel eine finanzielle Einbuße darstellt, zieht bei mir dann doch meistens die Ausrede „irgendwann kommt die Zeit, da will ich das Spiel bestimmt nochmal durchspielen“ (auch wenn ich das bislang tatsächlich eher selten getan habe). Durch diese „Bunker-Methode“ hat sich über die Jahre doch eine beachtliche Videospielsammlung angehäuft, welche zumindest in der Vitrine, hübsch anzusehen ist. Eine Videospielreihe hat mich in all der Zeit jedoch ganz besonders geprägt und auch dazu beigetragen, dass ich einen gewissen Faible für einzelne Spielfiguren entwickelt habe. Der Übeltäter ist in diesem Fall ganz klar die Assassin’s Creed-Reihe. Zunächst erhielt ich zum Geburtstag eine hübsche Collector’s Edition mit PVC-Figur und ehe ich mich versah, verfiel ich in eine regelrechte Sammel-Leidenschaft. Mittlerweile habe ich eine komplette, beleuchtete Eck-Glasvitrine mit Figuren aus den einzelnen Ablegern und aus Platzgründen ist bereits eine zweite Vitrine im Aufbau. So wie diese Videospielreihe hat mich bislang – zumindest für die „großen Konsolen“ – selten eine Serie begeistert. Kaum verwunderlich, dass hier dann natürlich auch die Figuren aus dem gleichnamigen Film ihren Platz fanden. Im Gegenzug versuche ich meine Sammlerei im Hinblick auf andere Spielfiguren zu zügeln und erwerbe bei anderen Titeln entweder die Standard-Version oder lasse mich bei signifikanten Boni auch mal zu der Deluxe- bzw. Collector’s Edition hinreißen. Lediglich der ein oder andere Amiibo schafft sich hier noch ein Platz in meinem Regal. Allerdings zieht auch hier die Ausrede, dass man die Figuren ja zu spielerischen Zwecken nutzen kann.

Max meint: Meine Spielesammlung war früher wesentlich umfangreicher, als das heute der Fall ist. Platz und Geldnot waren aber zwei gute Gründe, sie gesund zu schrumpfen. Tatsächlich habe ich mir die Philosophie angeeignet, dass ebay und Co. im Fall der Fälle meine „Sammlung“ sind, denn wenn ich mal ehrlich bin: die allermeisten Spiele standen ja doch nur im Regal. Daher habe ich mir die eigene Regel auferlegt: Von jeder Konsolengeneration behalte ich die Top 5, der Rest kommt weg. Und damit lebt es sich bisher ganz gut. Eine Ausnahme macht da die The Legend of Zelda-Reihe. Hier wird nie etwas verkauft, sondern schön gesammelt, schließlich liegt mir einfach sehr viel an dieser Franchise, die so sehr wie sonst keine zweite für exzellentes Gameplay steht. Wobei ich auch hier nicht blind sammle: Nur diejenigen Spiele, die ich auch selbst ausführlich erlebt habe, kommen in die Sammlung, weshalb Zelda 2 wohl nie seinen Weg dorthin finden wird (und das Kleingeld für A Link to the Past und Zelda 1 ist leider kein Kleingeld). Für mich muss eine solche Sammlung auch einen persönlichen Wert haben, weshalb ich mir niemals nicht-ausgepackte Sachen ins Regal stellen würde. Das Zeug will schließlich benutzt werden!
Und dann wären da noch meine Figuren aus dem Bereich Videospiele und Anime. Allerdings habe ich mich dabei vor einiger Zeit zum Kaufstopp gezwungen. Die Dinge sind einfach richtig teuer und es erscheinen in letzter Zeit zu viele wunderschöne Figuren. Zumindest die amiibo zu Breath of the Wild gönne ich mir. Haben ja schließlich auch eine Funktion – das jedenfalls ist die Ausrede mir selbst gegenüber!

Mareike meint: Oh Gott, bitte nicht dieses Thema! Auf Familienfeiern diverser Art, kommt immer wieder dieses Thema zu Sprache: Meine Sammelleidenschaft. Meine Familie ist natürlich der Meinung ich, dass sei nicht mehr ganz so gesund, ist ich bin da aber anderer Meinung. Ja, ich sammle alles mögliche, was mit Videospielen oder Filmen zu tun hat. Und ja, meine Sammlung ist groß. Manche Menschen stellen sich ihre Sammlung in ein oder zwei Vitrinen ins Wohnzimmer, ich habe eben dafür ein ganz eigenes Zimmer. Vor allem Plüschis haben es mir angetan, ich liebe einfach Pokèmon-Plüschis und mein persönliches Highlight ist ein 1,50 Meter großes Relaxo, auf dem man sitzen und zocken kann. Wenn einer meiner Freunde nach Japan fliegt, ratet wem sie ein Paket schnüren dürfen. Auch meine Figuren Sammlung ist beachtlich, sodass ich gar nicht genug Regale oder Vitrinen dafür habe. Bei mir hat damals ebenfalls alles mit Assassin’s Creed angefangen, mittlerweile sind es aber viel mehr als nur diese. Einige (wenige) Stücke meiner Sammlung dürften schon bis zu 500€ wert sein, nicht alle sind aus Videospielen. Manche sind aus Filmen oder Comics. Falls es zu einem Spiel, das mir gefällt, eine Collectors-Edition mit schicker Figur gibt, wird diese natürlich sofort bestellt. Selbstverständlich habe ich auch noch andere Dinge, wie Nachbauten berühmter Schwerter oder Poster. Ich würde wahrscheinlich niemals auch nur ein Stück meiner Sammlung freiwillig verkaufen. Spiele werden nach dem Durchspielen in den Schrank geräumt, es gibt leider auch einige, die ich nicht mal angefangen, geschweige denn durchgespielt, habe. Allerdings gebe ich mir sehr viel Mühe das Defizit aufzuholen. Einen Vorteil hat das ganze: Ich habe immer was zu zocken. Ich weiß, dass manche Menschen das für verrückt oder Geldverschwendung halten. Mich macht der ganze Kram einfach glücklich und ich habe längst gelernt, die kritischen Stimmen zu ignorieren. Für mich gibt es nicht schöneres, als mich abends auf mein Relaxo zu setzen, meine Sammlung zu bewundern und zu überlegen, wo das nächste Stück hinkommt. Ihr dürft gerne versuchen zu erraten, welches das sein wird.

team_Sebastian-Küpper_01Sebastian meint: Ich bin wahrscheinlich kein klassischer Sammler, da ich nicht etwa wie mein Kollege Dominic versuche, alle Versionen eines Spiels zu kaufen und ich mir Spiele auch immer nur dann kaufe, wenn ich sie auch tatsächlich spielen möchte; Merchandise dürfte ich ebenfalls eher unterdurchschnittlich viel besitzen. Allerdings lege ich enormen Wert darauf, alle Spiele, die ich kaufe, auch in physischer Form zu besitzen und so lange verwenden zu können, wie ich gut mit dem Spiel umgehe. Zudem bin ich ein ziemlicher Serienjunkie, was zu einer ganzen Menge (spielerisch) vollständiger Sammlungen geführt hat. Sei es Mario, Zelda, Sonic, F-Zero, Fire Emblem, Rayman oder noch viele weitere: Wenn mir eine Serie gefällt, kaufe ich mir alle Spiele der Reihe, inklusive Genre-naher Spin-Offs wie Super Princess Peach oder Exoten wie BS Zelda, Sonic the Hedgehog Pocket Adventure und Virtual Boy Wario Land. Wenn verschiedene Versionen eines Spiels signifikante spielerische Unterschiede haben, dürfen es auch gerne mehrere Kopien mit dem gleichen Namen sein – das Paradebeispiel ist hier Donald Duck Quack Attack, wo ich PS1, DC, GBC und GameCube-Version besitze und durchgespielt habe.

Christoph meint: Meine Sammelleidenschaft hat in den vergangenen Jahren stark nachgelassen. Die meisten Spiele möchte ich gar nicht mehr im Regal stehen haben, weil sie mir oft nicht gut genug gefallen, dass ich sie erneut spielen möchte und ich keinen Grund sehe wieso ich sie deshalb in meinen Regalen verstauben lassen sollte. Daher freue ich mich auch wenn ich digitale Schnäppchen machen kann, der Komfort-Faktor ist für mich enorm und im Zweifel kann ich das Spiel eben doch nochmal hervorkramen, ohne dabei unnötiges Plastik im Haus zu haben. Ich versuche meine physische Sammlung stets auf die Titel zu reduzieren, die mir besonders gut gefallen oder mir auf emotionaler Ebene viel bedeuten. Unter den ausgewählten Games gibt es dann ein paar wenige, bei denen ich tatsächlich noch ein wenig Sammelleidenschaft hege und Merchandise, Soundtracks oder andere seltene Collectibles besitze. Darunter überwiegend die beiden Square Rollenspiele-Serien Final Fantasy und Kingdom Hearts. Aber auch hier bin ich eher wählerisch und greife nur bei bestimmten Fanartikeln zu. Im angehängten Bild, könnt ihr daher meine Sammlung zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele, Final Fantasy IX, begutachten.

Welche Schmuckstücke habt ihr in euren Wohnzimmer-Vitrinen versteckt? Gerne würden wir von euren Schätzen hören. Sammelt ihr nur Spiele? Seid ihr Fan eines bestimmten Franchises? Prahlerei in den Kommentaren ist diesmal nicht nur erlaubt, sondern gefordert!

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "GedankenGUt #6: Sammelleidenschaft"

Benachrichtige mich zu:
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Z.Carmine
Mitglied

Ich sammele nicht wirklich. Ich kaufe zwar hauptsächlich physische Versionen von Spielen, und verkaufe diese nicht, teilweise kaufe ich auch Collector’s-/Deluxe-/Limited-/Wasauchimmer-Editionen. Ansprechende Präsentation in Vitrinen ist bei mir nicht drin.
Figuren sind mir einfach zu teuer. Sammele ich deshalb auch nicht, auch wenn je nach Spielecharakter Figuren interessant und nett anzusehen wären.

Geld und Platz(was wiederum mit Geld zusammenhängt) sind dann doch nicht so sehr im Übermaße vorhanden.

wpDiscuz

Passwort vergessen