Ausblicke

Angespielt: GRIP: Combat Racing

Zu Besuch bei Entwickler Caged Element Inc. konnte ich auf der diesjährigen gamescom einen näheren Blick auf den futuristischen Combat-Racer Grip werfen. Das Debüt-Projekt des kanadischen Indie-Studios sieht sich  als moderne Interpretation von Games im Stile von Rollcage (PS1, 1999): Das heißt es wird also in wahnsinniger Geschwindigkeit sowohl vertikal als auch horizontal gefahren, geschossen und geschrottet. Nach langer Zeit im Early-Access auf Steam erscheint das Spiel nun samt Versionen für PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch bereits in wenigen Monaten. Auf der gamescom konnte ich mir mit zwei weiteren Presse-Kollegen im Splitscreen und einigen CPU-Gegnern ein actiongeladenes Rennen liefern. Spoiler: Aus dem ich natürlich als Sieger hervorging!  

Die Fahrzeuge in Grip fallen vor allem durch ihre überdimensionierten Räder auf, die allerdings auch einen praktischen Nutzen mit sich bringen: Und zwar ist es dadurch möglich niemals umzukippen, weil man auf beiden Seiten fahren kann. Tatsächlich wird dieser Umstand auch im Streckendesign berücksichtigt, indem man sich so z.B. gezielt, kopfüber auf den nächsten Streckenabschnitt fallen lassen muss. Kombiniert mit der enormen Fahrgeschwindigkeit schafft es das Spiel ein wunderbaren Flow zu erzeugen, der umso befriedigender wird, je schwieriger die zu meisternde Passage ist. Dem entgegen stehen natürlich die bis zu 9 (PS4) gegnerischen Mitfahrer, die einen nicht nur aus der Bahn rammen, sondern auch mit Hilfe von Items wie Raketen oder Maschinengewehren abschießen wollen, um sich den ersten Platz zu ergattern. Die Funktion und Reichweite der verschiedenen Items selbst konnte ich in der kurzen Anspielsession allerdings noch nicht komplett erfassen, da es teilweise doch sehr hektisch auf dem Bildschirm zuging. Ein kleiner Wermutstropfen stellt darüber hinaus  noch die Performance bei mehr als zwei Spielern im lokalen Splitscreen dar,   wie der Entwickler allerdings auch vor der Anspielsession bereits eingestand. Aufgrunddessen bin ich zuversichtlich, dass dieser Makel bis zum fertigen Release noch ausgebügelt wird.

Neben dem standardmäßigen Arcade-Rennen um Platz 1, den ich anspielen konnte, wird Grip auch einen vollen Karriere-Modus, verschiedene Arena-Modi, Turniere und mehr bieten. Wie der Entwickler betonte, ist es ihnen ein großes Anliegen den Spielern so viele Optionen wie möglich zu geben, damit jeder sowohl in Hinsicht auf die Einstellungen bei den Rennen (Items an/ausschalten z.B.), als auch beim Customizen seiner Fahrzeuge, das möglichst beste Erlebnis haben kann. So wird man beispielsweise zahlreiche Teile seines Fahrzeugs nach Belieben austauschen, anpassen und färben können. Ebenso wird es auf den verschiedenen Maps mehrere Tageszeiten/Wetterbedingungen geben, welche allerdings nur von optischer Natur sein und keine spielerischen Auswirkungen haben werden.

Grip hat mir in der kurzen Anspielsession bereits eine Menge Spaß bereitet. Wer auf Hochgeschwindigkeits-Arcade-Rennspiele mit viel Potenzial zu totalem Chaos steht, der bekommt hier im November sehr wahrscheinlich einen würdigen neuen Vertreter in diesem unterrepräsentierten Genre. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Karriere-Modus im fertigen Spiel sowie den weiteren Strecken und kreativen Möglichkeiten der beidseitig fahrenden Autohälften!

Für Redakteur Christoph sind vor allem gut geschriebene Charaktere, eine mitreißende Handlung sowie fantastische Welten mit dichter Atmosphäre, Aspekte die ihn beim Spielen begeistern. Neben Titeln wie The Last of Us und Bloodborne, schlägt seine Leidenschaft für Games dabei besonders für japanische Produktionen à la Final Fantasy und Persona.