Aktuelles Weltgeschehen

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Dieses Thema enthält 758 Antworten und 38 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  5CR3WL0053 vor 1 Tag, 18 Stunden.

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  • #12418

    Valet
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    „Deutschland nicht mehr deutsch genug“ ist aber schon eine viel zu rechts aufgeladene Phrase. Auch die Anspielung Yoshis, „wer AfD wegen der Ausländerpolitik wählt, sagt schon viel über die Gesinnung aus“ ist zu vereinfacht dargestellt. Es geht nicht um Ausländer, es geht um Flüchtlinge. Und ich bin mir sehr sicher, dass es den meisten Protestwählern nicht darum geht, „Deutschland deutsch“ zu halten, sondern ganz einfach darum, ein gutes, stabiles Land nicht planlos schlechter werden zu lassen. Und „schlechter“ äußert sich in vielen praktischen Situationen, die nichts mit Rechtsradikalismus zu tun haben. Sicherheitspolitik ist da ein großes Thema. Die Leute wollen einfach, dass Deutschland ein Land bleibt, in dem man nachts um 3 Uhr allein auf der Straße gehen kann, ohne Angst vor einem Verbrechen haben zu müssen. Und stop: Das ist nicht meine Anschauung der Dinge, das ist lediglich das, wie ich die Situation und Sichtweise derjenigen beurteile.

    Es ist der Unterschied zwischen „Deutschland ist stark genug, das zu schaffen“ und „Deutschland ist stark genug, das zu schaffen, ohne sich in seiner Qualität zu verändern“. Merkel promotet Ersteres, viele Bürger wollen aber Letzteres, also Hilfe für Flüchtlinge bis zu dem Punkt, an dem die eigene Lebensqualität gerade noch unangetastet bleibt. Das ist nicht verwerflich, es ist einfach nur weniger idealistisch.

    Zum konkreten Wählen noch: Das ist halt sehr einfach verlangt, „wenn alle mitdenken und zusammen eine kleine Partei wählen, dann kommt die in den Bundestag“. Ja, WENN. Leider sind die meisten Menschen in der Hinsicht Realisten/Pessimisten, insofern klappt das nicht. Eine eigenständig antretende CSU auf Bundesebene wäre tatsächlich genau die Mitte, die derzeit fehlt. In letzter Zeit war es aber ziemlich still um Seehofer, deshalb glaube ich nicht, dass er den Schritt wagt. Natürlich würde eine Bundes-CSU am Ende nicht Wahlsieger, aber wenn sie 10%+ einführe bei der Bundestagswahl, dann hätte das ordentliches Gewicht auf die Schwesterpartei und man könnte als Wähler etwas bewirken, ohne dem rechten Rand (AfD) zu Aufschwung zu verhelfen.

    Rem is best girl.

    #12434

    darkIkarus
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    Ich glaube in großen Gebieten Ostdeutschlands ist es sicherer, als Deutscher nachts auf der Straße rumzulaufen als als „fremdländisch Aussehender“. Die Menschen tun grade so, als ob sämtliche Leute, die hier Zuflucht suchen Verbrecher wären. Es nutzt in einer globalisierten Welt, in der wir sehr viel dazu beigetragen haben, dass die Zustände in anderen Ländern so sind wie sie sind, uns abschotten und sagen: Euer Problem. Jeder sollte da seinen Teil dazu beitragen (Grüße an Ungarn, Polen und die Slowakei).

    Damit das gelingt, ist auch eine gute Integrationspolitik vonnöten, denn natürlich bestehen kulturelle Barrieren und Fremdeln, die überwunden werden müssen. Wenn man hier konsequent ansetzt, bleibt uns das „Gastarbeiterphänomen der dritten Generation“, das uns heute in Teilen vor die Füße fällt, erspart. Aber viele Menschen wollen sich nicht mit einem langwierigen, komplexen Prozess auseinandersetzen, der ihnen auch Verständnis abverlangt. Es ist halt viel einfacher, das Hirn an der Garderobe zur Wahlurne abzugeben und anderen das Denken zu überlassen. Man kann von niemandem, der in seinem Leben schon genug belastet ist, verlangen, sich in die Politik zu begeben, das stimmt, aber man kann verlangen, dass er, so er Teil unserer Gesellschaft ist, sich informiert und zwar von verschiedenen Seiten und mit aktuellen Themen auseinandersetzt, ehe er sich einer Hetzkampagne anschließt.

    Die eigene Lebensqualität kann sich jederzeit verschlechtern, ob mit oder ohne Flüchtlinge. Wenn man nicht gerade reicher Firmenerbe ist, ist es nun mal ein ständiger Kampf up-to-date zu bleiben. Nichts ist so beständig, wie der Wandel und man muss sich eben beständig weiterbilden. Die Zeiten, in denen man eine Ausbildung gemacht hat und 40 Jahre im selben Beruf geblieben ist, sind eben vorbei. Viele kommen damit aber nicht klar und statt das System zu durchblicken und zu ergründen, wie sie darin einen neuen Platz finden, resignieren sie und steigen auf den Parolenzug auf, der anderen die Schuld an der eigenen Misere gibt. Das gab es schon in vielen verschiedenen Epochen und natürlich am prominentesten vor circa 80 Jahren.

    HEIDEWITZKA, es gibt noch NACHTISCH!
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    #12489

    Z.Carmine
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    Und was tun die etablierten Parteien dagegen, dass die Menschen resignieren? Und die gesellschaftlichen Institutionen? Die Firmen, die nach Fachkräften rufen?

    Sich selbst moralisch überlegen zu fühlen und andere gering zu Schätzen oder gar beleidigen, ist wohl eine der größten Freuden im Leben, vor allem, wenn man sich dabei nicht allein auf weiter Flur fühlt.

     

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #12529

    darkIkarus
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    Welche Antwort hat denn die AfD auf die wirklich drängenden Fragen, nämlich denen nach sozialer Ungleichheit, Problemen im Bildungssystem und klammen Kommunen? Außer „Die bösen Flüchtlinge nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ im gleichen Atemzug mit „Die kommen nur her, um sozialzuschmarotzen“ (Die Pardoxie sollte jedem auffallen, der Bildung genossen hat) hört man nichts, vor allem keine vernünftigen Vorschläge. Die Arbeitslosenversicherung abschaffen, jeder möge privat vorsorgen, das steht ernsthaft in deren Wahlprogramm. Sowas würde die Situation des Gros derer Wähler selbst treffen, was allein schon zeigen sollte, das hier protestgewählt wurde, ohne sich damit auseinanderzusetzen, wem man da seine Stimme leiht. Das ist das Fatale daran.

    Und du kannst mich gern für einen moralisch überlegenen Spinner halten, der selber wohlsituiert ist, aus gutem Hause kommt und nach unten tritt. Es könnte alles nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein.

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    #12537

    Valet
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    Und doch bleibt die Frage, was die Wähler tun können, um aktiv und zeitnah Einfluss auf Merkels Kurs zu nehmen, der ihnen nicht gefällt. Man hat es an den unzähligen Monaten vor den Landtagswahlen gesehen: Jegliche Kritik schmettert Merkel ab, wenn sie es nicht einfach ignoriert. Dem gefrusteten Wähler demonstriert man auf diese Weise: Mit Diskussion geht es nicht, also muss der Dampfhammer her! Und selbst jetzt ist es ein zääääääher Prozess des langsamen Umschwenkens; die Aussagen der traditionellen Regierungsparteien lassen nach und nach durchblicken, dass man damit begiiiiinnt, an eine andere Vorgehensweise zu deeeeenken. Auch Merkel lässt keine Zuuuuugeständnisse verlautbar werden. Aber es dauert und dauert, und der Wähler möchte VOR der Bundestagswahl von Merkel und Co. hören, dass sich etwas tut. Und das tut es hoffentlich, andernfalls sitzt Ende nächsten Jahres die AfD im Bundestag. Kann das irgendjemand, außer den vielleicht 5% AfD-Stammwählern, wirklich wollen?

    Ganz ehrlich, hätte ich nicht meine Linkspartei, mit der ich im Großen und Ganzen zufrieden bin, käme für mich wohl auch entweder Nicht-Wählen oder Protest-Wählen in Frage.

    Rem is best girl.

    #12538

    Yoshi
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    Nur weil es ein signifikantes rassistisches Potential in der Gesellschaft gibt, sollte man als Politiker auch nicht von seinen Überzeugungen abweichende Politik versprechen. Wenn Merkel von ihrem Kurs überzeugt ist, soll sie dann zur Verhinderung brauner Parteien im Bundestag einfach selbst braune Politik machen? Was wäre dadurch gewonnen?

     

    Dass ausgerechnet ich Merkel / CDU verteidige…

    #12539

    Valet
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    1.) Die Protestwähler in eine rassistische Ecke zu drängen ist genau die Kompromisslosigkeit in der Diskussion, die ich in einem früheren längeren Posting angeführt habe. Das ist eine absolute Extremhaltung, diejenigen Rassisten zu nennen. Sind sicher welche mit dabei, viele wohl auch mit rassistisch nuancierten Ressentiments, die aber nicht über allgemein existerende Vorurteile hinausgehen. Aber mit brauner Politik hat das nichts zu tun.

    2.) Wenn die Mehrheit der Leute gegen Merkels Politik ist, soll sie dann den Freischein zum Weitermachen haben? Es ist dieses unerklärte Regieren-von-Oben-herab, das zur Stärkung der Rechten führt. Es fehlt nicht nur an alternativen Wahlmöglichkeiten zwischen CDU/SPD und AfD, es fehlt auch an einer offenen Politik Merkels; die sich nur alle paar Wochen mal zu einer öffentlichen Aussage hinreißen lässt.

    Rem is best girl.

    #12540

    Z.Carmine
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    Momentan ist nun einmal die AFD das Sammelbecken für Protest und Unzufriedenheit mit der Politik. Wenn es nach manchen, die gegen AFD-Waehler hetzen  ginge, müsste man einführen, dass man entwender ja zur Regierungspolitik sagt, oder sich ganz heraushaelt. Dann wählt keiner „falsch“, und alle haben zufrieden zu sein, denn die Regierung macht alles richtig, und trotz äußerster Anstrengung, diese einzig wahre Wahrheit dem Volk einzutrichtern, sind manche Menschen nicht zugänglich dafür. Lasst uns diese Menschen doch aus der Gesellschaft entfernen, sie stören das Bild einer moralisch heilen Welt.

    Meine Spitze war nicht an Ikarus persönlich gerichtet, sondern bezieht sich auf die Argumentation, „diese Leute“ wären keine gleichwertigen Menschen, sondern sozialer Abfall. Und statt Abfall aufzubereiten, so weit es geht, ist es leichter, ihn in Brand zu setzen. Kollateralschäden kann man zwar nicht ganz verhindern, aber das ist nun einmal so.

    Ich habe mich vor meiner Geburt entschieden, Misanthrop zu werden, und eine passende Umgebung dafür gefunden. Unter dieser Ansicht nehme ich die Welt wahr, andere Menschen mögen dagegen die Welt im Gegenteil besser wahrnehmen, als sie ist. Menschliche Wahrnehmung ist nicht objektiv. Sich das einzureden zu können, dass man selbst die einzig wahre Ansicht hat, mag das Leben vielleicht teilweise einfacher machen, führt aber zu Reibung mit anderen.

     

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #12541

    Ripchip
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    Im Endeffekt pauschalisieren hier einige genau so über AFD-wähler, wie manche AFD-wähler über Flüchtlinge.  Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken.

    #12545

    darkIkarus
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    Im Endeffekt pauschalisieren hier einige genau so über AFD-wähler, wie manche AFD-wähler über Flüchtlinge. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken.

    Ich habe mich schon öfter gegen diese Argumentationsweise gewehrt, die angeborene, unveränderliche oder unverschuldete Merkmale mit Haltungen, Meinungen und Einstellungen vergleichtm Selbst wenn ich sämtliche AfD-Wähler in einen Topf werfe – was ich nicht tue, da ich durchaus zwischen überzeugten Nazis, Mitläufern, Protestwählern, die den Aufstieg einer rechten Partei hinnehmen und unwissenden Naiven wie auch Ungebildeten unterscheide: Die Flüchtlinge können weder etwas für ihren Geburtsort noch den Krieg, vor dem sie fliehen, im Gegensatz zu Angehörige einer Religion oder Wähler einer Partei, die ihre Meinung und Haltung bewusst gewählt haben und jederzeit ändern könnten.

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    #12546

    Ripchip
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    Platt gesagt: was können die Deutschen dafür und wieso müssen sie für alle aufkommen?

     

     

    Ich bin übrigens kein AFD-wähler, aber ich verstehe viele Leute, die die AFD wählen. Ich bin nämlich mit der Flüchtlingspolitik auch kein bisschen einverstanden, suche aber noch nach Alternativen die nicht AFD heißen.

    #12548

    darkIkarus
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    Die Deutschen haben jahrelang Regierungen gewählt, die kriegerische Auseinandersetzungen unterstützt haben. Und nein, die AfD würde in diesem Punkt wohl nichts besser machen, im Gegenteil…

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    #12560

    Valet
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    Wenn auch nur EIN anderes europäisches Land mit Deutschland mitziehen würde, könnte man ja mitan argumentieren, dass Merkels Weg der richtige ist (ist er moralisch betrachtet zweifelsohne). Fakt ist aber, dass Deutschland allein dasteht, alle anderen Nachbarstaaten sind wesentlich reservierter, machen die Grenzen dicht. Befänden wir uns in einer Fantasy-Geschichte, könnte man das als „das bisschen Gute kämpft gegen das übermächtige Böse!“ beschreiben – wenn aber in der Realität die Mehrheit (alle außer Deutschland) nicht das tut, was Merkel möchte, dann darf das zurecht in Frage gestellt werden.

    Im Übrigen finde ich deine Differenzierung von AfD-Wählern mal super grin Lässt sich auch so lesen: „Negative Subgruppe 1, negative Subgruppe 2, negative Subgruppe 3, …“. Das ist auch ein Instrument, dessen sich die „gute“ Seite bedient; einfach alles Schlechte der Gegenseite anlasten. Unmöglich, dass da gute, intelligente, fleißige Menschen mit dabei sind. Muss nicht sein sowas, finde ich.

    Rem is best girl.

    #12568

    Z.Carmine
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    Hurra,Leute, die über AFD-Wähler herziehen, können ihre Meinung und Haltung einfach ändern. Sie wollen also abgrenzen und geringschätzen, sonst würden sie sich um entscheiden. Und die Flüchtlinge dürften sich größtenteils dafür entschieden, nach Europa oder direkt nach Deutschland zu gehen, die könnten sich doch auch „einfach umentscheiden“ ?

    Und gab es denn wirkliche Alternativen zu den „kriegstreiberischen Regierungen“? Oder anders, soll man nur Parteien wählen, mit denen man in jedem erdenklichen Punkt übereinstimmt? Die müsste man wohl selbst gründen. Erfolg braucht man aber nicht zu erwarten.

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    #12576

    darkIkarus
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    Im Übrigen finde ich deine Differenzierung von AfD-Wählern mal super 😀 Lässt sich auch so lesen: „Negative Subgruppe 1, negative Subgruppe 2, negative Subgruppe 3, …“. Das ist auch ein Instrument, dessen sich die „gute“ Seite bedient; einfach alles Schlechte der Gegenseite anlasten. Unmöglich, dass da gute, intelligente, fleißige Menschen mit dabei sind. Muss nicht sein sowas, finde ich.

    Hab ich abgestritten, dass AfD-Wähler gut, intelligent und fleißig sein können? Das widerspricht sich doch gar nicht. Ich gehe allein auf deren Gründe, die Partei zu wählen, ein, und da fällt mir kein einziger guter Grund ein. Wenn du einen parat hast, raus damit.

    Hurra,Leute, die über AFD-Wähler herziehen, können ihre Meinung und Haltung einfach ändern. Sie wollen also abgrenzen und geringschätzen, sonst würden sie sich um entscheiden. Und die Flüchtlinge dürften sich größtenteils dafür entschieden, nach Europa oder direkt nach Deutschland zu gehen, die könnten sich doch auch „einfach umentscheiden“ ? Und gab es denn wirkliche Alternativen zu den „kriegstreiberischen Regierungen“? Oder anders, soll man nur Parteien wählen, mit denen man in jedem erdenklichen Punkt übereinstimmt? Die müsste man wohl selbst gründen. Erfolg braucht man aber nicht zu erwarten.

    Klar kann ich meine Meinung ändern. Aber ich schätze nicht die Menschen als Person gering, sondern lediglich ihre Funktion als AfD-Wähler, wie gesagt.

    Und klar, auch ich wäre dafür, dass jeder in Europa tut was er kann und die Flüchtlinge verteilt werden, aber dann müsste man eben mal ein Machtwort sprechen und da traut sich unsere werte Kanzlerin nicht dran. Wenn etwas zu kritisieren ist, dann, dass die EU zum asozialen Selbstbedienungsladen verkommt, wo man getreu dem Bankenprinzip Gewinne individualisiert und Probleme auf der Allgemeinheit ablädt. Leider sitzen die Korrupten da selbst in der Führungsebene (siehe Juncker).

    Und wie gesagt: Es gibt bereits ne Menge Parteien, unwahrscheinlich, dass da jemandes Geschmack nicht bereits ausreichend abgedeckt wird. Man müsste sich nur trauen, sie zu wählen, sich zusammenschließen und eventuell engagieren, aber leider scheitert es bei den meisten schon am Informieren, trotz aller Hilfsinstrumente wie Wahlomat und Co.

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    #12588

    Puka
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    Hier im Forum wird wunderviel gefordert, dass man Kritik gegenüber der AfD ablegt, dass man sie bitte schön nicht als rassistisch ansieht, aber das wird gemacht ohen ein einziges Argument dafür zu liefern, warum AfD-Wähler und Flüchtlings-Skeptiker nicht Rassisten sind. Weil hier einige selbst solche Haltugnen vertreten? das ist kein Argument, sondern vielmehr eine Chance den eigenen immanenten Rassismus endlich zu reflektieren, denn manchmal steht man einfach auf der falschen Seite.

    #12590

    Ripchip
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    Dann liefer doch mal ein Argument warum Flüchtlingsskeptiker Rassisten sind. Oh mein Gott, dann sind wir ja nur von Rassisten umgeben, danke für die wundervolle Erleuchtung.

    #12592

    Puka
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    Ein Mensch, der der Ansicht ist, dass einem Menschen weniger geholfen werden muss, weil er aus einam anderen Land kommt, ist Rassist per Definition. Sehr einfaches Argument. Wo ist jetzt das gegenargument?

    #12595

    Ripchip
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    Ein Mensch, der der Ansicht ist, das er nicht für alle Menschen dieser Welt aufkommen kann, weil sein Land sowieso schon genug Schulden hat und an allem gespart wird, ist kein Rassist. Er will den Status Quo erhalten oder sogar noch verbessern.  Er macht nicht in Foren einen auf großen Gönner (der wahrscheinlich nur so tut und effektiv nichts selbst für Flüchtlinge getan hat), sondern lebt in der Realität in der klar ist, das Deutschland nicht jedem Menschen auf der Welt helfen kann.

     

    #12606

    Z.Carmine
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    Menschen platt als rassistisch zu bezeichnen kommt nun einmal in Deutschland wie eine derbe Beleidigung rüber, gerade vor dem Hintergrund des dritten Reiches. Und findet denn bei Nicht-AFD-Wählern eine angemessene Reflektion statt, oder ist die nicht nötig, weil die ja „richtig“ gewählt haben?

    Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna, ähm, rassistisch?

    Mal übertrieben: Warum schicken wir nicht einfach ohne Ansicht von Herkunft und ähnlichen Faktoren, jeden, der nicht das „Soll“ erfüllt, oder „falsche“ Ansichten hat, ins Exil? Dann kann uns keiner als rassistisch bezeichnen, nur weil wir nicht Einwanderung am Arbeitsmarktbedarf vorbei wollen?

    Mal allgemein: Wenn euch jemand beleidigt, seht ihr das als Grund, umzudenken? Man könnte es bei der Einstellung zur AFD bei vielen ja vermuten, man müsse AFD-Wähler nur genug beleidigen, um sie umzustimmen. Schöne neue Welt.

     

    Edit: „der wahrscheinlich nur so tut und effektiv nichts selbst für Flüchtlinge getan hat“

    Also, das ist ja jetzt eine fiese Unterstellung, nur aus Protest ^^

    Und Deutschland kann sich unendlich verschulden, Geld kann man einfach drucken, oder man stellt auf digitale Währung um, dann ist das noch einfacher. Ganz im Sinne der EZB wäre es sicher auch.;p

    Don't get hit, and you won't get hurt.

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