Aktuelles Weltgeschehen

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Dieses Thema enthält 793 Antworten und 39 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Ripchip vor 4 Tagen, 21 Stunden.

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  • #69055

    Yoshi
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    Da stimme ich völlig mit dir überein Shoki. Nur teile ich den Optimismus nicht, dass die Basis diese “Koalition” verhindert. Spiegel Online hatte übrigens eine Gegenüberstellung, was die Grünen bei Jamaika bereits herausgehandelt hatten und was die SPD nun herausgehandelt hat, in Sachen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik und das ist schon etwas beschämend, wenn man bedenkt, dass die Grünen viel kleiner sind und zusätzlich mit der extrem unsozialen FDP zu kämpfen hatte.

    #69062

    Shogoki
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    Optimistisch bin ich eigentlich nicht gerade. Ich habe nur die starke Hoffnung, dass die Basis diesen Kokolores nicht mitträgt. Von der angekündigten Wandlung der SPD zur klar erkennbaren sozialen Partei die der Spaltung der Gesellschaft – hin zu kostenloser Bildung für alle, etwas mehr Belastung für Reiche und dass jeder, der arbeitet, auch wirklich davon leben kann – entgegentreten will, kommt das schwärzeste Regierungsprogramm aller Zeiten mit SPD-Beteiligung heraus. Das will die Basis nicht und deshalb klingt meine Hoffnung so optimistisch und mir fällt nichts ein, mit dem man die Basis von der GroKo überzeugen könnte. Von dem ewigen “eine Regierung mit SPD ist besser als eine ohne”, kann man nach den Sondierungsergebnissen nun nicht mehr sprechen.

    Die Grünen haben bei mir wieder viel Ansehen gewonnen. Die Verhandlungsführer dort scheinen viel hartnäckiger zu sein und Sozial-, Arbeitsmarkt- und (klarerweise) Umweltpolitik scheint bei denen eine viel größere Rolle zu spielen, als bei der SPD.

    #69220

    Valet
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    Wenn man sieht, wie teilweise respektlos bzw. von oben herab belächelnd Kevin Kühnert bei Maybritt Illner behandelt wird, stellt sich wirklich die Frage, ob unsere Politik an politikinteressiertem Nachwuchs interessiert ist. Unfassbar.

    Rem is best girl.

    #69338

    Anonym
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    Nahles warnt vor Folgen eines “Nein”

    https://www.tagesschau.de/inland/spd-vor-parteitag-105.html

    Ah ja…

    DIe SPD wird eh zustimmen, auch wenn das vorher nie einer gedacht hätte bei dem Ergebnis…

    #69341

    Z.Carmine
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    Mal wieder das Schreckgespenst Neuwahl als Argument. rolleyes

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #69342

    Valet
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    Mich kotzt diese ‘Angst’ vor einer Minderheitenregierung unfassbar an. Oh nein, echte Demokratie, in der die Regierungskoalition nicht rigoros durchdrücken kann, was sie haben möchte. :/

    Nahles ist ganz schlimm. Am besten zusammen mit Dobrindt ins Big Brother-Haus stecken, gibt mehr Nutzen.

    Rem is best girl.

    #69416

    5CR3WL0053
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    Die SPD steht nach der GroKo-Entscheidung bei 17%. Noch.

    .

    #69418

    Puka
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    Welche Quelle? Habe es nicht gefunden. Es würde mich jedoch nicht wundern.

    #69419

    5CR3WL0053
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    #69422

    Valet
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    Man kann sich halt echt nicht darüber freuen, obwohl Schadenfreude angebrach wäre. In 4 Jahren tut man so, als käme der weitere Erfolg der AfD völlig überraschend …

    Rem is best girl.

    #69425

    Puka
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    In vier Jahren spielen die Flüchtlinge aber wahrscheinlich eine kleinere Rolle, da muss die AgOf erstmal einen Lückenfüller finden. Anti-EU, ist nicht ganz so stark, erst recht nicht nach den Folgen des Brexit, und Erdogan ist vermutlich nicht wichtig genug. Islamisierung wäre höchstens noch ein Thema, aber auch das braucht Anlässe.

    #69429

    Arutha
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    Keine Angst. Die AfD findet schon irgendwelche Probleme die sie schaffen oder bearbeiten kann.
    Die SVP in der Schweiz macht es seit 20 Jahren sehr erfolgreich vor. Von der kleinsten Partei (der vier grossen) vor 30 zu der mit Abstand grössten.

    Lasst euch nicht in der Hoffnung einlullen, dass populistischen Parteien die Themen ausgehen.

    #69435

    Valet
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    Zumal ich nicht glaube, dass die Flüchtlingsdebatte in 3,5 Jahren nicht nehr aktuell sein wird. Ich warte ja ‘gespannt’ darauf, dass Erdogan im Rahmen seines nächsten Arschlochanfalls doch noch das Flüchtlingsabkommen auflöst. Millionen Flüchtlinge, die auf einmal hierher strömen. Beste Nahrung für die AfD. Dauert aber noch.

    Rem is best girl.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 9 Monate, 4 Wochen von  valet.
    #69498

    Z.Carmine
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    Tritt von euch jemand ein, um gegen die GroKo zu stimmen? ugly

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #69534

    Yoshi
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    Einer Partei beizutreten, die so einen Koalition bilden möchte fiele mir nicht ein. Ich hoffe nur, dass, wenn die SPD sich damit endgültig in den Rahmen der kleinen Parteien eingliedert, dass die Grünen oder die Linke es schaffen, sich als größere Partei zu etablieren, denn eine Situation in der CDU/CSU auf der einen und AfD auf der anderen Seite die beiden großen Parteien sind, wäre meines Erachtens fatal.

    Und Ausländerfeindlichkeit zieht auch ohne Flüchtlinge. Die Flüchtlinge haben doch in Deutschland kaum einen Effekt gehabt bisher. Mit wachsendem Anteil muslimischer Bevölkerung, wachsender Kriminalität (bedingt durch die schlechte Integration und die Komplikationen der Ghettoisierung) und fortschreitender Fokussierung der Linken auf politische Korrekheit statt auf sozialen Ausgleich sehe ich die Gefahr eines weiteren Erstarkens der Rechten. Dass die Linken (alle drei Parteien, nicht explizit die Linkspartei) sich immer häufiger in Randthemen wie Homoehe, gendergerechter Sprache und Quotierungen verrennen, die den Teil der Bevölkerung, den klassische linke Politik eigentlich ansprechen sollte im besten Fall nicht interessiert, halte ich für die viel größere Gefahr für die linke Idee als Flüchtlingsströme.

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    #69634

    darkIkarus
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    Dass die Linken (alle drei Parteien, nicht explizit die Linkspartei) sich immer häufiger in Randthemen wie Homoehe, gendergerechter Sprache und Quotierungen verrennen, die den Teil der Bevölkerung, den klassische linke Politik eigentlich ansprechen sollte im besten Fall nicht interessiert, halte ich für die viel größere Gefahr für die linke Idee als Flüchtlingsströme.

    Ich finde es bedenklich, dass du mittlerweile so einen konservativen CDU-Sprech übernimmst, so hab ich dich gar nicht eingeschätzt. Es mögen Themen sein, die nicht für die Mehrheit der Bevölkerung wichtig sind, allerdings sollte das keine Ausrede sein, sich nicht mit ihnen zu beschäftigen oder nichts am Status quo zu ändern, denn für die Betroffenen ist es durchaus wichtig. Gerade beim Thema Ehe für alle ist das jetzt kein kurzfristiger Trend, sondern der Höhepunkt eines Kampfes, der über ein halbes Jahrhundert nach Gründung der BRD angedauert hat, wir hätten bereits viel früher soweit sein können. Hätte die SPD mal Mumm bewiesen, hätte sie das Thema viel früher abräumen können, denn wie man erkennt, ist nun danach nicht der konservative Untergang des Abendlandes eingetreten. Nun könnte man sich endlich wieder auf die Kernthemen stützen, nämlich “soziale Gerechtigkeit”, aber wie man anhand der Sondierungsgespräche erkennt, ist dem Spitzenpersonal der Posten wichtiger als das Thema, sodass man sich dafür von der CS(!)U unterbuttern lässt.

    HEIDEWITZKA, es gibt noch NACHTISCH!
    Blogzeugundso ⇀ www.darkikarus.de
    Videozeugundso ⇁ www.youtube.com/c/darkIkarus

    #69658

    Puka
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    Homoehe würde ich da eventuell herausnehmen, aber wenn eine der Kernforderungen linker Parteien ist, dass man die Ampelmännchen endlich Gender-, Rassen- und was nicht alles gerecht machen möchte, dann verfehlt das doch den Kernauftrag, den linke Parteien haben sollten. Noch schlimmer ist es, wenn linke Parteien faschistoide Positionen besetzen, wie es bei den krassen Sprachvorschriften, die gefordert und teilwesie durchgesetzt werden, ist. Ich bin beispielsweise im Staatsdienst, und habe klare Vorgaben zur Gendergerechten Sprache: keine Binnen-I, keine Sternchen, nur Unterstriche, und muss auf jeden Fall passieren. Meine Chefin sagt sogar LehrerInnenparkplatz. Hier werden die Vorstellungen professioneller Empörer, die im gesellschaftlichen Diskurs eine klare Minderheit bilden, inzwischen in Gesetze gegossen. Diese Art des Elitarismus ist gerade nicht links.

    Die SPD steht meiner Meinung nach vor einem Problem, das noch immer nicht wirklich erfasst worden is: Sie muss sich entscheiden, ob sie eine Arbeiterpartei sien will (so unscharf der Arbeiter-Begriff auch inzwischen ist), oder eine linke Partei. Traditionell werden beide Gesellschaftsgruppen vermischt, da die Ursprünge linker Politik sich auf vor allem auf die Arbeiterschaft als erste erkannte ausgegrenzte Gruppe bezogen hat. Inzwischen haben sich jedoch die Vorstellungen und Ziele linker Parteien so stark verschoben und erweitert, dass große Teile der Arbeiterschaft nicht mehr mit dieser Art von Politik einverstanden sind, sie sogar als Bedrohung für ihre eigenen Ziele verstehen, und das auch zurecht, da sie bei den gesellschaftlichen Verteilungskämpfen nicht mehr oder nicht immer im Fokus stehen.

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    #69666

    Valet
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    Noch schlimmer ist es, wenn linke Parteien faschistoide Positionen besetzen, wie es bei den krassen Sprachvorschriften, die gefordert und teilwesie durchgesetzt werden, ist. Ich bin beispielsweise im Staatsdienst, und habe klare Vorgaben zur Gendergerechten Sprache: keine Binnen-I, keine Sternchen, nur Unterstriche, und muss auf jeden Fall passieren. Meine Chefin sagt sogar LehrerInnenparkplatz .

    Du Armer sad Ich bin mittlerweile soweit, dass ich Texte, die ‘-Innen’ oder Sternchen verwenden, nicht ganz ernst nehme und nur mit großer Skepsis ob möglicher Agenda lese.

    Ansonsten stimme ich zu, die Homoehe würde ich nicht als Randthema bezeichnen, ansonsten hat Yoshi mit seinem Posting völlig recht.

    Rem is best girl.

    #69671

    Z.Carmine
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    Erinnert mich an “Herr Professorin”…

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #69676

    Yoshi
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    Dass die Linken (alle drei Parteien, nicht explizit die Linkspartei) sich immer häufiger in Randthemen wie Homoehe, gendergerechter Sprache und Quotierungen verrennen, die den Teil der Bevölkerung, den klassische linke Politik eigentlich ansprechen sollte im besten Fall nicht interessiert, halte ich für die viel größere Gefahr für die linke Idee als Flüchtlingsströme.

    Ich finde es bedenklich, dass du mittlerweile so einen konservativen CDU-Sprech übernimmst, so hab ich dich gar nicht eingeschätzt. Es mögen Themen sein, die nicht für die Mehrheit der Bevölkerung wichtig sind, allerdings sollte das keine Ausrede sein, sich nicht mit ihnen zu beschäftigen oder nichts am Status quo zu ändern, denn für die Betroffenen ist es durchaus wichtig. Gerade beim Thema Ehe für alle ist das jetzt kein kurzfristiger Trend, sondern der Höhepunkt eines Kampfes, der über ein halbes Jahrhundert nach Gründung der BRD angedauert hat, wir hätten bereits viel früher soweit sein können. Hätte die SPD mal Mumm bewiesen, hätte sie das Thema viel früher abräumen können, denn wie man erkennt, ist nun danach nicht der konservative Untergang des Abendlandes eingetreten. Nun könnte man sich endlich wieder auf die Kernthemen stützen, nämlich „soziale Gerechtigkeit“, aber wie man anhand der Sondierungsgespräche erkennt, ist dem Spitzenpersonal der Posten wichtiger als das Thema, sodass man sich dafür von der CS(!)U unterbuttern lässt.

    Ich glaube da hast du mich missverstanden. Ich finde nicht alles davon unwichtig, ich finde es richtig, dass die Homoehe eingeführt wurde, aber es in den Fokus des Wahlkampfs zu stellen, wie die linken Parteien es zu Beginn des Wahlkampfs getan haben, war meines Erachtens ein Fehler, denn das ist ein Thema, das nur wenige Leute richtig mitnimmt. Sie hätten es natürlich im Wahlprogramm haben sollen und bei der Regierungsbildung durchsetzen müssen, aber es ist Unsinn, dieses Thema zum zentralen Punkt zu erklären. Das Problem bei meiner Liste war natürlich, dass da auch Dinge dabei waren, wo ich es schon Unfug finde, es überhaupt zu fordern und das ist bei der Homoehe nicht der Fall. Aber die Homoehe war nach dem Urteil des Verfassungsgerichts doch ohnehin nichts weiter als Symbolpolitik, die niemandes Lebenssituation mehr ernsthaft verbessert hätte gegenüber dem, was ohnehin gemacht werden musste: DIe völlige Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften und der Ehe. Allein durch Umsetzung des Verfassungsgerichtsurteils, was in jedem Fall hätte passieren müssen, wäre außer dem Namen der Partnerschaft schon alles erreicht, was durch die namentliche Gleichstellung jetzt erreicht wurde.

    Dieser namentliche Unterschied kann einem natürlich emotional wichtig sein und ich finde es richtig und gut, dass diese unsinnige namentliche Unterscheidung zwischen zwei absolut gleichzustellenden Konzepten aufgehoben wurde, aber es ist nicht das Thema, mit dem man die Gesellschaft signifkant gerechter und besser auf die Zukunft ausrichten kann oder mit dem man massenweise Wähler begeistert. Damit die linken Parteien einen Regierungsauftrag erhalten können, müssen sie für eine Idee kämpfen, die stark ist, die wirkungsvoll ist und die die Leute mitnimmt, ganz individuell. Die Homoehe ist ein Thema, das vielleicht 5-10% der Bevölkerung ernsthaft so sehr auf dem Herzen liegt, dass sie wahlentscheidend sein könnten – aber eben gerade Teile der Bevölkerung, die mit Sicherheit ohnehin nicht rechts gewählt hätten. In diesem Sinne ist die Homoehe wie gendergerechte Sprache nichts, womit man Wahlen gewinnt. Dass ich die Homoehe an sich befürworte und gendergerechte Sprache nicht, ich das eine also zumindest noch als ein lohnendes und richtiges Ziel ansehe und das andere sogar als kontrapoduktiv, sei dadurch unbenommen.

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