Der ultimative Thread der verflossenen Liebe

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Dieses Thema enthält 14 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von zelos Zelos vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #45868
    Profilbild von arutha
    Arutha
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    Es gibt Spiele die lassen einem nicht kalt (ok, trifft auf die meisten Spiele zu). Spiele die Spass machen, Spiele die anders sind, Spiele die je länger man sie spielt einem richtig ans Herz wachsen. Doch jedes Spiel spielt man irgendwann nicht mehr. Egal wie sehr man es liebt. Weil neue Spiele kommen, die man spielen will, weil man sie halt irgendwann einfach zu gut kennt, oder weil die Liebe erkaltet ist. Und ihr hofft darauf, dass wieder einmal ein solches Spiel gemacht wird. Und vielleicht kommt sogar ein Nachfolger, doch der schafft es einfach nicht mehr euer Herz genau gleich zu erwärmen. Vielleicht sind alle Zutaten noch da, aber irgendetwas fehlt. Etwas das man vielleicht sogar gar nicht genau benennen kann.
    Aber wahrscheinlicher es kommt nie mehr ein Nachfolger, weil das Spiel zu anders war, zu eigensinnig, zu gut für die Masse.

    Kurz gesagt, von welchen Spielen hofft ihr auch noch nach Jahren, dass vielleicht wieder einmal ein solches Spiel kommt und wieder euer Herz genauso berührt wie früher?`
    Meine Liste wäre:

    XIII:
    Das Spiel war eigentlich ein ziemlich normaler Egoshooter, wenn da nicht der Grafikstil wäre. Diese absolut liebenswürdige und toll gemachte Nachahmung eines Comics fand ich grossartig. Die Story war ebenfalls durchaus gut. Nichts berauschendes, nichts Weltbewegendes, aber doch sehr gut. Die Multiplayermaps halte ich auch noch Jahre danach als etwas von den Besten, was in der damaligen Zeit kreiert wurde. Aber auch noch Jahre danach kamen keine solchen Maps mehr. Heutige Spiele haben vielfach offene Maps, riesige Maps, aber das braucht es meist gar nicht. Das einzige Manko war, dass es sehr häufig arg ruckelte auf dem Gamecube. Auf der Xbox lief es besser.

    Kororinpa:
    Das Spiel für ruhige Abende. Einfach kurz die Wii anschmeissen und ein wenig die Kugelbahnen versuchen zu schaffen. Sehr ruhige Atmosphäre, sehr tolles Spielprinzip. Einfach zu verstehen, schwierig zu meistern.

    Cel Damage:
    Ich finde wie auch bei XIII den Grafikstil sehr passend. Und auch sehr schön. Es war nicht mein absolutes Lieblingsspiel, aber solch chaotische und spassige Multiplayerfights habe ich noch selten erlebt. Es war wie Mario Kart auf Drogen. Herrlich schräg, herrlich lustig und teilweise herrlich unfair.

    Conkers Bad Fur Day:
    Das Spiel war schräg. Sehr schräg und es war komplett in Englisch. Das kannte ich nicht. Der Humor war tiefschwarz und ich mochte ihn. Ich mochte Conker und seine farbenfröhliche Welt. Ich mochte seinen Kater und mit Conkers Urin Wände vollzupissen. Das Spiel nahm damals aktuelle Filme hoch wie kein anderes (mir bekanntes) vorher oder nachher. Das Spiel ist aus heutiger Sicht praktisch unspielbar (ich habe es versucht, habe extra für CHF 100 das Spiel wieder gekauft und in den N64 gesteckt). Die Steuerung ist sehr haklig, die Kamera nicht immer optimal, die Sichtweite im Multiplayer ist eigentlich unterirdisch. Aber trotzdem hat das Spiel überzeugt. Sowohl der Storymodus war witzig und sehr abwechslungsreich (wenn auch Storytechnisch absoluter Müll, aber es ist passend) wie auch der Multiplayer. Wir haben viele epische Battles ausgetragen. Sei es in einem Panzer, auf einem Gleiter? oder als Teddys die anstürmende Flüchtlinge? (man kann ruhig sagen, das Spiel ist politisch unkorrekt) abknallen mussten. Der Multiplayer war so abwechslungsreich, dass es für Microsoft zu viel war und in deren Xbox Fassung der Multiplayer aufs unsäglichste gekürzt wurde.

    Was sind eure Spiele die ihr gerne wieder einmal in einem modernen Gewand spielen wollt, ohne dass der Charme verloren geht?

    #45870
    Profilbild von biber
    Biber
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    XIII hab ich ungefähr nach der Hälfte abgebrochen wegen einer schweren Stelle, genau weiß ich es nicht mehr, bis dahin fand ich es super, aber den Multiplayermodus habe ich nie ausprobiert. Von Kororinpa gab es einen Nachfolger (in Europa unter anderem Namen) mit dem Balance Board, der noch viel großartiger sein soll – ich hab aber auch nur den Erstling (an-)gespielt. Conker ist natürlich ein Klassiker mit überraschend gutem Multiplayer. Heist war fantastisch. Cel Damage habe ich wegen der schlechten Wertungen nie angerührt.

    Über eigene Titel aus dieser Kategorie müsste ich erstmal nachdenken, spontan fällt mir nur Second Sight ein.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #45872
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    Shadowguy
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    Ein Spiel das mir gerade spontan einfällt, das ich ewig nicht gespielt habe, aber damals wirklich geliebt habe ist Super Probotector auf dem SNES.

    Vor allem im Coop immer wieder gespielt, so dass ich die Wege in den top-down leveln wirklich komplett aufwendig gekannt habe und auch so wusste wo jetzt welche gegner kommen. ein fantastisches Spiel. leider konnten mich die ganzen nachfolger die ich getestet habe nicht ansatzweise so begeistern. Irgendwie hatte nur dieser teil genau den richtigen flow und die richtige levelmischung. Mal davon abgesehen ist Probotector leider auch viel cooler als Contra, das wohl einzige beispiel wo Zensur ein spiel enorm aufwertet imo.

    #45879
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    Zeratul
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    Bei XIII kann ich mich anschließen.

    Ansonsten:

    Viewtiful Joe
    Bereits im ersten Teil wird angekündigt, dass es sich dabei um eine Trilogie handelt. Teil 2 erschien auch noch, ebenso wie ein mittelklassiges DS-Spinoff und ein Smash Bros Verschnitt, den ich nie gespielt habe. Nur der versprochene dritte Teil erschien leider aufgrund der Streitigkeiten zwischen Team Viewtiful/ Clover/ Platinum Games und Capcom nie. Wirklich Schade, denn Viewtiful Joe hatte alles was ein gutes Videospiel braucht. Einen coolen Grafikstil, einen Protagonisten, den man irgendwie mögen muss, guten Humor, tolle Rätsel, ein actionreiches Kampfsystem, einen knackigen Schwierigkeitsgrad…eigentlich hat alles gepasst. Ich glaube zwar nicht mehr daran, aber dennoch hoffe ich weiterhin, dass diese Trilogie irgendwann abgeschlossen wird.

    P.N.03
    Ja ich weiß, das Spiel war nicht besonders gut. Eigentlich nur Mittelmaß. Aber imo hatte es großes (Kult)Potential. Die tanzend-kämpfende Protagonistin namens Vanessa Z. Schneider, die es wohl locker mit Samus Aran aufnehmen könnte und gegen Killer-Roboter kämpfte mit solch schreckenerregenden Namen wie….Seerose! Löwenzahn! Sonnenblume! Ja die Entwickler standen einfach auf die deutsche Sprache. Im Grunde war das Spiel auch super. Es fehlte einfach nur überall an Abwechslung. Bei den Arealen, bei der Musik, beim Missionsdesign. Das hätte man ja bei einem Nachfolger eigentlich relativ einfach in den Griff kriegen können. Kam aber nie und wird in dem Fall auch definitiv nicht mehr kommen.

    Bloody Roar
    Schon beim Ganon hab ichs heftig verteidigt und ich bin auch weiterhin der Meinung: Diese Beat em Up Reihe ist genial und braucht einen Nachfolger! Immer mehr Beat em Up Reihen führen Power-Anzeigen ein, mit denen man irgendwelche abgedrehten Super-Moves oder X-Ray-Moves oder was auch immer ausführen kann. Ich wage mal zu behaupten, dass der taktische Anteil bei Bloody Roar’s „Power-Anzeige“ noch ein gutes Stück höher ist. Normale Beastform oder Hyper Beast Form? Mit der Hyper Beast Form noch warten bis ich durch den Wechsel in selbige weniger Lebenspunkte verliere? Wenn ich in der Beast Form bin, kämpfe ich dann „normal“ mit meinen neu gewonnen Beast-Moves oder benutze ich den Beast Drive (hier die Super-Attacke) wodurch ich mich aber wieder in meine Menschengestalt zurück verwandle? So viel taktische Entscheidungen gibt es kaum in anderen Beat em Ups. Zumal es schon ziemlich cool war sich mal eben in nen Werwolf, nen Ninja-Maulwurf oder nen Phönix zu verwandeln. Plz bring it back!

    Battle Realms
    Wohl der größte Kandidat auf meiner Liste. Zur Jahrtausendwende war ich ein riesiger Fan von RTS-Spielen. Command & Conquer, Warcraft, Starcraft, Z, Stronghold….alles wie blöde gespielt. Und dann kam Battle Realms. Mit seinem vollkommen unverbrauchten Asia-Setting, mit coolen Kampfanimationen, mit Kriegern, die man in verschiedene Ausbildungslager schicken konnte um sie weiterzuentwickeln und mit einer verdammt guten Kampagne, in der man durch sein Handeln direkt die Story beeinflusst.
    Vor ein paar Jahren gab es mehrere Videos in denen der Macher von Battle Realms (Ed del Castillo) von Battle Realms 2 sprach und welche Ideen er dafür habe. Vor 2 Jahren etwa gab es dann einen Kickstarter-Aufruf für ein Spiel namens Battle Realms: Legends von eben jenem Ed del Castillo. Doch wie man schnell feststellen musste, handelte es sich dabei um ein Trading Card Game, kein RTS. Und genau deswegen scheiterte die Kickstarter-Kampagne auch. Danach ließ Ed del Castillo dann verlauten, dass Battle Realms: Legends dazu dienen sollte die Entwicklung von Battle Realms 2 zu finanzieren, da diese etwa 5 Millionen $ kosten würde und er so viel nicht durch Kickstarter bekommt. Und dass jetzt, wo Battle Realms: Legends gescheitert sei, man sobald nichts mehr von Battle Realms sehen werde. Außer einem Re-release von Battle Realms auf Steam, aber selbst das scheint sich im Sande verlaufen zu haben. Aber ich frage dich Ed: WARUM? Warum kommuniziert man das nicht deutlicher, dass Battle Realms: Legends Battle Realms 2 finanzieren sollte??? Ich bin mir absolut sicher, dass die Kickstarter-Kampagne dann nicht gescheitert wäre. Kann man es denn nicht nachvollziehen, dass keiner Geld in ein TCG investiert, wenn er eigentlich ein RTS haben möchte? Ich bin sicher, mit der Aussicht auf ein neues Battle Realms RTS hätten viele trotzdem investiert. Aber dann muss man das auch ganz deutlich sagen. Ich kann diese mangelnde Voraussicht ehrlich gesagt nicht verstehen. Kein Battle Realms 2…ich geh dann mal wieder weinen…

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    #45881
    Profilbild von biber
    Biber
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    Mir fallen noch Commander Keen und Jazz Jackrabbit ein. Beide haben auf mich als Kind eine riesige Faszination ausgeübt, vor allem Keen schien so viel mehr zu bieten als die üblichen Plattformer, viel mehr Geheimnisse und Überraschungen. Da ich es nie selbst hatte und immer nur fragmentarisch woanders gespielt habe, bliebt so ein gewisses Mysterium um diese Spiele. Ich vermute, ich würde mir das total kaputt machen, wenn ich sie heute spielen würde.

    Gleiches gilt für James Pond 2: Codename Robocod. Wahnsinn, wie mich das fasziniert hat.

    Es gibt noch einen Haufen anderer Spiele, die ich nur bei anderen gespielt habe und die deshalb als etwas Besonderes, Seltenes in meinem Hinterkopf liegen. Diese Kellogg’s-Jump’n’Runs oder Wacky Wheels…

    Viewtiful Joe fand ich auch toll, aber schon beim zweiten Teil hatte ich Abnutzungserscheinungen und P.N.03 war wirklich furchtbar, aber ich stimme dir zu, vor allem wegen des verschenkten Potenzials.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #45884
    Profilbild von waffleman
    Waffleman
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    Viewtiful Joe
    Bereits im ersten Teil wird angekündigt, dass es sich dabei um eine Trilogie handelt. Teil 2 erschien auch noch, ebenso wie ein mittelklassiges DS-Spinoff und ein Smash Bros Verschnitt, den ich nie gespielt habe. Nur der versprochene dritte Teil erschien leider aufgrund der Streitigkeiten zwischen Team Viewtiful/ Clover/ Platinum Games und Capcom nie. Wirklich Schade, denn Viewtiful Joe hatte alles was ein gutes Videospiel braucht. Einen coolen Grafikstil, einen Protagonisten, den man irgendwie mögen muss, guten Humor, tolle Rätsel, ein actionreiches Kampfsystem, einen knackigen Schwierigkeitsgrad…eigentlich hat alles gepasst. Ich glaube zwar nicht mehr daran, aber dennoch hoffe ich weiterhin, dass diese Trilogie irgendwann abgeschlossen wird.

    <3 <3 <3

    Ich hab einen Klassiker, der sogar im Moment aufgearbeitet wird und hoffentlich kommt er nicht nur noch Japan, sondern auch nach Europa.

    Secret of Mana

    Jeder hat Erinnerungen, die sich für immer ins Gedächtnis brennen. Bei mir sind es vor allem die Spiele aus der SNES-Ära, die mich nachhaltig geprägt haben. Es war schließlich meine erste eigene Konsole, mit der ich voll in die wunderbare Welt der Videospiele eingetaucht bin. Und obwohl Super Mario World und The Legend of Zelda: A Link to the Past auch ganz weit oben stehen, habe ich kein Spiel so sehr gefeiert wie Secret of Mana von Squaresoft. Das Rollenspiel ist 1993 erschienen und brachte ein paar großartige Innovationen mit.

    Achtung, Spoiler: Als ich nach einem langen Abenteuer endlich den Mana-Drachen besiegen konnte und die Welt gerettet war, müsste es eigentlich einen Grund zur Freude geben. Doch nur der Junge und das Mädchen haben den Kampf überlebt – die Koboldin hat ihre letzte Kraft genutzt, um mir zum Sieg zu verhelfen. „War es das wirklich wert?“, fragen sich die beiden. Während ich mit meiner Schwester noch schluchzend vor dem Fernseher sitze, läuft der Abspann an dessen Ende das Mana-Schwert wieder in seinem Stein ruht.

    Mich hat das damals sehr bewegt, weil mir ihre kessen Sprüche immer besonders gut gefallen haben. Außerdem konntest Du jeden Charakter selbst benennen. Das war keine Neuerung, aber in Secret of Mana habe ich genau deswegen eine echte Bindung zum Jungen Chris, dem Mädchen Marily und der Koboldin Laddy aufgebaut – auch nach über 20 Jahren kann ich meine selbst erdachten Namenskreationen wie aus der Pistole geschossen nennen. Aus heutiger Sicht ist die Geschichte natürlich ziemlich flach und zum Teil etwas verworren. Damals aber hat sie mich gepackt und nicht mehr losgelassen.

    Ja, es stimmt: Je länger eine Erinnerung zurückliegt, desto wahrscheinlicher wird sie verklärt und überhöht. Das Gehirn macht das ganz automatisch, weil es sich positive Erinnerungen viel besser merkt. Im Fall von Secret of Mana blieb dieses melancholische Gefühl haften, das ich mit dem Ende des Spiels verbunden habe und nicht die verkürzte Charakterentwicklung aufgrund der wirklich simplen Dialoge. Aber wo die Texte schwächelten, hat die Musik vieles gerettet und dadurch haben manche Melodien für die Ewigkeit in meinem Kopf abgespeichert. Allein die Eröffnungsszene lässt mir das Herz aufgehen.

    Doch wirklich zeitlos und bis heute relevant ist Secret of Mana aufgrund seiner Spielmechaniken. Du hast immer einen der drei Charaktere direkt gesteuert und konntest jederzeit zwischen ihnen wechseln. Jede der acht Waffen konnte gelevelt werden, wodurch auch ein modifiziertes Active-Time-Battle-System integriert wurde. Du konntest im Kampf die Waffe aufladen, um eine besonders starke Attacke auszulösen. Je höher das Level, desto länger konntest Du die entsprechende Leiste füllen. Außerdem musstest Du mit Deinem Charakter immer in Bewegung bleiben, um den gegnerischen Angriffen auszuweichen. Über diesen Kniff verknüpfte Squaresoft die Mechaniken von klassischen Japano-Rollenspielen mit denen von Action-Rollenspielen.

    Damit sich Deine Begleiter auch clever verhalten, während Du sie nicht selbst steuerst, konntest Du die künstliche Intelligenz anpassen und unter vielen Einstellmöglichkeiten auch ein defensives oder offensives Verhalten festlegen. Noch mehr Spaß hat es aber gemacht, das Abenteuer zu zweit oder zu dritt zu spielen – und das jederzeit, ohne das Spiel neuzuladen. Zusammen mit dem Rollenspiel ist ein entsprechender Adapter in den Handel gekommen, mit dem Du drei Controller an die Konsole anschließen konntest.

    Das interessanteste Feature war aber das Ringmenü. Bisher haben Dich japanische Rollenspiele immer aus dem Geschehen gerissen, weil das Menü einen neuen Bildschirm geöffnet hat. In Secret of Mana sind die wichtigsten Funktionen direkt mit wenigen Klicks über das Ringemenü erreichbar, ohne die Ansicht zu wechseln. In dem Moment, in dem Du dieses Menü öffnest und etwa Gegenstände einsetzt, Deine Bekleidung anpasst, Waffen wechselst oder Zauber auswählst, wird die Zeit angehalten. Das ist zwar auch ein kleiner Bruch in der Kampf-Action, der aber aufgrund des durchdachten Menüdesigns sehr kurz gehalten wurde.

    Bis heute beeinflusst dieses Spiel mit seinen Besonderheiten Entwickler auf der ganzen Welt. Vor allem das Ringmenü wurde vielfach kopiert. Leider endet aber mit diesem Spiel im Grunde auch schon die Erfolgsgeschichte der Serie. Der Nachfolger, der ebenfalls für das SNES erschienen ist, wurde nie außerhalb Japans veröffentlicht. Weitere Fortsetzungen konnten nicht an die alten Zeiten anknüpfen oder waren nur Spin-offs für Gelegenheitsspieler wie das bereits wieder eingestellte Free-to-Play-Rollenspiel Rise of Mana.

    Trotzdem steckt noch viel Kraft in der Marke. Square Enix sollte das Potential erkennen, um einen wirklich würdigen Nachfolger zu entwickeln, der japanische Action-Rollenspiele neu definiert. Die einst so fortschrittlichen Entwickler aus Fernost hecheln heute viel zu oft dem Westen hinterher. Secret of Mana könnte mit völlig neuen Ansätzen die Rückeroberung der Spitze einleiten und mir ein freudiges Wiedersehen mit meiner ersten richtigen Videospielliebe bescheren. Vielleicht ja sogar mit einer Geschichte, der es wieder gelingt, mich so zu berühren. Komm zu mir zurück, meine Liebe. Komm zurück, Secret of Mana…

    Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt,
    gezockt bis zum letzten Tage, selbst noch mit Blasen an der Hand.

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    #45895
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    Zeratul
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    Secret of Mana wollte ich zuerst auch nennen, hab es dann aber nicht getan, da es da ja erst auf dem DS vor gar nicht allzu langer Zeit einen Nachfolger gab, der aber vollkommen in die Hose ging. Children of Mana war halt nur ein Dungeon-Crawler und kein richtiges RPG und hat viele Dinge aus den Vorgängern nicht übernommen. Und es gab noch Heroes of Mana, das eher ein Strategiespiel war. Hab ich nie gekauft, aber sah nicht wirklich gut aus.

    Manche Dinge die du nennst, empfand ich bei späterer Betrachtung ehrlich gesagt nicht mehr so toll bei Secret of Mana. Gerade das ewig lange Aufladen der Attacken war eher nervig. Zumal das Aufladen durch einen eingesteckten Treffer abgerbochen wurde und umgekehrt die Gegner manchmal der Spezialattacke auswichen und sie dadurch gar keinen Schaden machte. Das hätte man vor allem ganz einfach beheben können, indem sich die Attacken mit zunehmendem Level immer schneller aufladen oder es wie bei Secret of Evermore einen Zauber gibt, der die Anzeige rasend schnell füllen lässt. Und das obwohl man es bei SoE gar nicht so dringend gebraucht hätte wie bei SoM, da dort die Attacke nur 3 mal anstatt bis zu 8 mal aufgeladen werden konnte.
    Auch dass man die Gegner am effektivsten totgezaubert hat, anstatt sie mit den Waffen anzugreifen, war nicht so toll. Gerade bei mehreren Spielern war das dann immer nervig für denjenigen, der gerade keinen Zauber aussucht. Wir haben das dann meistens so geregelt, dass wir nur unsere Waffen verzaubert und Heilzauber benutzt haben, aber keine Angriffszauber, damit keiner warten muss.

    Aber ich gebe dir recht. Wenn man die Stärken weiter verbessert und die Schwächen ausbügelt, könnte man aus Secret of Mana nach wie vor was absolut großartiges machen. Und man hätte einen richtig starken Namen hinter dem Spiel.

    #45896
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    Arutha
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    XIII hab ich ungefähr nach der Hälfte abgebrochen wegen einer schweren Stelle, genau weiß ich es nicht mehr, bis dahin fand ich es super, aber den Multiplayermodus habe ich nie ausprobiert. Von Kororinpa gab es einen Nachfolger (in Europa unter anderem Namen) mit dem Balance Board, der noch viel großartiger sein soll – ich hab aber auch nur den Erstling (an-)gespielt. Conker ist natürlich ein Klassiker mit überraschend gutem Multiplayer. Heist war fantastisch. Cel Damage habe ich wegen der schlechten Wertungen nie angerührt.

    Über eigene Titel aus dieser Kategorie müsste ich erstmal nachdenken, spontan fällt mir nur Second Sight ein.

    Es gab schwere Stellen bei XIII? Kann ich mich gar nicht erinnern. *G*
    Cel Damage aufgrund der schlechten Wertungen nie gespielt? Kann ich verstehen, war jedoch ein Fehler, falls du Multiplayerbattles mochtest.

    Bloody Roar, das einzige Beat’m Up neben Smash das ich längere Zeit spielen konnte. Ich war immer schlecht in diesen Spielen, so auch in Bloody Roar, aber es hat mir viel Spass gemacht. Auch wenn ich gegen meinen Bruder praktisch nur verloren habe.

    #45897
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    Biber
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    Was für eine Kombo – da meldet sich Waffle mit einem GU-Posting zu Wort und man will jubeln vor Freude und dann kommt ausgerechnet das grausige Secret of Mana als Beispiel! sad

    Zu XIII: Vielleicht hab ich mich auch doof angestellt – es war irgendeine Schleichpassage, bei der ich immer wieder entdeckt wurde und dann eine lange Stelle wiederholen musste. War jetzt sicher nicht unschaffbar, hat mich aber damals aus dem Flow gerissen.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #45898
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    Zeratul
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    Was für eine Kombo – da meldet sich Waffle mit einem GU-Posting zu Wort und man will jubeln vor Freude und dann kommt ausgerechnet das grausige Secret of Mana als Beispiel! sad

    Wie gesagt, ich kann dich teilweise ja verstehen. Aber ich glaub der Unterschied zwischen dir und den Liebhabern von SoM ist wirklich schlicht der Zeitpunkt, zu dem man das Spiel gespielt hat. Als Kind nimmt man die Schwächen in Story und Gameplay noch nicht wahr, bzw. kannte man damals einfach noch nichts besseres. Da hat einen diese magische Welt noch vollkommen in ihren Bann gezogen und das Zerkloppen der Monster und das ausprobieren der vielen Zauber hat unendlich viel Spaß gemacht.

    #45899
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    Biber
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    Ja, das kann ich alles verstehen. Ich führe das vor allem auf den Multiplayeraspekt und dem Grafikstil zurück und darauf, dass viele damals hauptsächlich das erste Drittel gespielt haben smile

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #45902
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    Valet
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    Das ist also der Thread, der verdrängte Traumata wieder hervorholt. Perfekt ugly

    Silent Hill: Shattered Memories
    Es hat schon seinen Grund, warum ich das immer wieder erwähne, wenn es auch nur halbwegs passt. Die PS2-SHs hab ich nie spielen können, weil sie unter demselben fatalen Problem leiden wie die alten Resident Evil- oder Alone in the Dark-Teile: Panzersteuerung. Wie toll also war es, als für Wii dann dieses Reimagining mit vernünftiger, sogar überraschend moderner Steuerung angekündigt wurde? Zum Spiel selbst lass ich mein Review von damals sprechen ( https://flyingfisch.wordpress.com/2010/12/19/ratio-silent-hill-shattered-memories/ ), aber was es so bitter macht, ist, dass es eben ein Reimagining von SH1 war. Logisch, dass ich mich auf ein Reimagining von SH2 gefreut hatte, das im Original als bester Teil der Serie gilt. Und SH3 soll ebenfalls gut sein. Aber Konami hat das Spiel damals zum Sterben hinausgeschickt. Ich erinnere mich glasklar daran, wie damals eine Meldung von Konami herumging, man habe sich gegen ein Bewerben des Spiels entschieden. WARUM?!? Nein, mich interessiert das Warum gar nicht. Es bleibt so oder so beknackt. :/ Bis zum heutigen Tag ist SH:SM eines meiner Top5-Wii-Spiele, steht fest bei mir im Regal, und erinnert mich an all das, was nicht mehr kommen wird. Wohl auch, weil Entwickler Climax nicht mehr existiert …

    Naruto: Gekitou Ninja Taisen!
    Ähnlich weh tut auch der Niedergang dieser Franchise. Trotz des qualitativen Abfalls der Manga-/Anime-Serie würde ich selbst heute noch ein GNT-Spiel von Entwickler 8ing spielen. Es gab und gibt Naruto-Spiele von anderen Entwcklern, aber die sehen in erster Linie nur gut aus, ohne sich gut zu spielen. Bei der GNT-Serie war das anders. Ihren Ursprung wohl in der Bloody Roar-Franchise haben (selber Entwickler), merkte man, dass es hier wirklich um „Gameplay First“ ging. Im Vergleich zud anderen Naruto-Spielen gab es immer weniger spielbare Charaktere, dafür eben vollständig, individuell ausgearbeitete Kämpfer. Dabei hatte der erste Teil gerademal 8 Kämpfer – und ich hab´s dennoch ewig mit meinem jüngsten Bruder gespielt. Ein Review zum 3. Teil der Franchise war übrigens mein Bewerbungs-Review, mit dem ich damals als Redakteur bei GU gelandet bin. smile Aber dann ging GNT den Bach runter. Uns Spielern fehlte der Einblick hinter die Kulissen, deshalb lag es vielleicht am fehlenden Budget, aber für uns hatte das damals den Eindruck, als seit Entwickler 8ing einfach unfassbar faul. Während die Konkurrenz immer noch mehr Charaktere einführte, mit noch mehr Verwandlungen und Bonus-Kostümen, bekam man in GNT nichtmal die Basis-Figuren, die man aus dem Anime kannte. Jedes Jahr dasselbe Drama, „welche neuen Charaktere schaffen es diesmal ins Spiel?!“, und immer wieder Enttäuschung. Wie sehr hatte ich mir für Gaara gewünscht, dass er sich in seine One-Tail-Form verwandeln könnte? Aber das kam nie, weder in GNT2, noch in einem der späteren Teile. Dann fehlten auch Jiraiya, Tsunade und Anko im 2. Teil, obwohl sie definitiv hätten dabei sein sollen. Im 3. Teil kamen sie dann, obwohl die Story längst viel weiter war im Anime. Und dann die bitterste Erfahrung mit GNT4: Die Sound 5 waren spielbar – aber nur in ihren bereits verwandelten Formen :/ Gerade Anführer Kimimaro war in seiner Normal-Form im Anime unfassbar cool und man hätte ihn super umsetzen können, wie er gelassen und mit geschlossenen Augen Attacken ausweicht. Stattdessen startet man direkt in seiner wuchtigen Cursed Seal 2-Form und nimmt damit auch noch selbiger den Wow!-Effekt, weil man es ja sofort sieht, anstatt im Kampf geschehen zu lassen. Dabei geht es auch richtig, wie man mit den Verwandlungen von Rock Lee zu seiner Erwachten-Form oder Naruto in seine Kyuubi-Form gesehen hat. Auf Fan-Service-Seite war GNT immer eher enttäuschend. Spielerisch hingegen das einzige Kampfspiel neben Smash Bros., das mich überzeugen konnte. Jeder Teil hat sinnvolle, coole Gameplay-Neuerungen gebracht. Durchbrechende Verteidigungen. Der ultracoole Running Side-Step. Alternative Specials. Mid-Air Grabs. Combo-Cancels. Usw.. Der letzte Teil, den ich gekauft habe, war dann Naruto: Gekitou Ninja Taisen! EX 3 für Wii. Aber da hatte man sich schon halbwegs verrannt mit einem überflüssigen Pseudo-Adventure-Modus, der dann in einer „unfassbaren“ Geschäftsentscheidung zum Fokus des nächsten und afaiks letztens Teils der Franchise, Ryujinki, wurde, in dem man … Drachen bekämpfte. ugly Ein gutes GNT in HD-Grafik für Switch würd´ ich auch heute gern wieder spielen. Aber das wollte der Entwickler wohl selbst nicht …

    Opoona
    Eine der bis heute unglaublichsten Videospielexistenzen. Hat kaum einer gekauft/gespielt, weil das Design der Helden erstmal direkt abschreckt. Knuddelfiguren in einem Cel-Shading-Spiel für Wii? Muss billiger Casual-Mist sein. Ja … ne. Dass das Kampfsystem richtig vielfältig und anspruchsvoll war mal beiseite, aber was einfach niemand erwartet vorm eigenen Erleben dieses Spiels ist diese surreale, ernste, bedrückende Atmosphäre und die dazu passende Geschichte. Da ist nichts knuddelig an Opoonas Story, stattdessen dreht sich alles um tragische Schicksale, egal ob man dem roten Faden folgt, oder aber die unzähligen Sidequests verfolgt, die an Charaktere und ihre Umstände gekoppelt sind. Entscheidende Rolle spielt dabei auch die ganz seltsame Musik. Gleichermaßen nervig wie faszinierend und fesselnd. Einfach .. seltsam. Was imo fatal für das Spiel ist, ist die erste Stadt, in der man startet. Auch nach 20h hab ich mich da noch verirrt. Ein solches Labyrinth aus Gängen, Fahrstühlen und Laufbändern, omg. Aber es wird danach, in den weiteren Städten, viel, viel übersichtlicher. Auch angenehm die hohe Spielgeschwindigkeit. Man muss zwar viel hin- und herlaufen im Rahmen der Sidequests, aber Opoona ist flink wie nix, und es gibt sogar einen Schwebegleiter, mit dem man dann richtig rasant durch die Welt kommt. Auch die Kämpfe sind kurz und knackig, keine ewigen Ausdauerschlachten. Ich bin ziemlich sicher, dass es nie wieder ein neues Opoona-Spiel geben wird. Und das ist traurig, weil ich richtig Lust darauf hätte. Oder wenigstens ein HD-Remake. Hab es damals bis kurz vor Schluss gespielt, dann hat es sich irgendwie verlaufen. Aber so oder so ein wirklich einzigartiges Spiel, das völlig an der Welt vorbeiging.

    Rem is best girl.

    #45910
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    Waffleman
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    Was für eine Kombo – da meldet sich Waffle mit einem GU-Posting zu Wort und man will jubeln vor Freude und dann kommt ausgerechnet das grausige Secret of Mana als Beispiel! sad

    Wie gesagt, ich kann dich teilweise ja verstehen. Aber ich glaub der Unterschied zwischen dir und den Liebhabern von SoM ist wirklich schlicht der Zeitpunkt, zu dem man das Spiel gespielt hat. Als Kind nimmt man die Schwächen in Story und Gameplay noch nicht wahr, bzw. kannte man damals einfach noch nichts besseres. Da hat einen diese magische Welt noch vollkommen in ihren Bann gezogen und das Zerkloppen der Monster und das ausprobieren der vielen Zauber hat unendlich viel Spaß gemacht.

    Klar hat das Spiel ein paar nicht zu übersehende Schwächen. Aber das ist nichts, was du nicht glätten kannst. Aber lieber wäre mir auch Viewtiful Joe. wink

    Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt,
    gezockt bis zum letzten Tage, selbst noch mit Blasen an der Hand.

    #46095
    Profilbild von ryudo
    Ryudo
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    Bloody Roar ist ein imo sehr unterschätzter Prügler. Wesentlich besser als aktuelle Dead or Alive Teile.

    Binary Domain
    Ich liebe dieses Spiel! Seinen trashigen SciFi-Stil, der an aktuelle SyFy-Serien wie Dark Matter oder Killjoys erinnert, die grandiosen Bosskämpfe und natürlich das eingängige Gameplay. Eines der wenigen Spiele, die mich auch heute noch zum Einschalten der PS3 bewegen.

    Chaos Legion
    Damals auf der PS2 wollte Capcom damit den Erfolg von Devil May Cry wiederholen, allerdings kam ein derart anderes Spiel dabei raus, das wohl viele DMC-Fans nicht mehr ansprach. Ich fand die Massenschlachten damals immer sehr spaßig.

    #46140
    Profilbild von zelos
    Zelos
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    World of Warcraft Legacy Server würden mich tatsächlich dazu bringen meinen pc zu reparieren und es zu installieren. Ich vermisse das alte Flair schon sehr. Wahrscheinlich vermisse ich auch eher die alten Leute mit denen ich gezockt habe. Aber ich kann mich damit auch abfinden der alte knacker in der Gruppe zu sein wink .

    Och ansonsten habe ich gut mit der Vergangenheit abgeschlossen. Moderne spiele machen mir genau so viel Spaß. Wow ist halt die Ausnahme da das alte nicht mehr existiert. Wow Legion ist ein völlig anderes spiel.

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