Soulslike, Roguelike usw. welche Genrebezeichnungen braucht es?

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Dieses Thema enthält 118 Antworten und 15 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Sunny vor 2 Wochen.

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  • #59490

    DCDT
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    @dcdt: Das liegt wohl am Begriff Adventure den jeder für sich wohl jetzt etwas selbst definiert. Welche Spiele meinst du denn jetzt explizit, damit man das mal genauer unter die Lupe nehmen kann.

    Horizon: Zero Dawn sehe ich eher als Mix aus Action-Rpg und Third Person Shooter, da kann ich die Meinung aber wenigstens noch nachvollziehen.
    Der Tomb Raider Reboot (und Uncharted wenn dass wirklich so ähnlich ist) ist ein Third-Person Shooter mit minimalen Anleihen an A-As
    Außerdem habe ich sogar vereinzelt schon Bayonetta (Character-Action) und völlig abstrus GTA (Sandbox) als Action-Adventure bezeichnet gesehen.

    Ich bin übrigens anderer Meinung als das Video: Genres sollten klar definiert sein. Wenn es wie bei FPS nur wenige Bedingungen gibt, dann sind Subgenres zur akuraten Beschreibung notwendig. Spiele, die zwar ähnlich sind, aber nicht in die Definition fallen, sollten durchaus als neues Genre und nicht als Aufwässerung des vorhandenen wahrgenommen werden.

    Und falls ich nach meiner persöhnlichen Definition eines Action-Adventures gefragt werde:

    -Erkundung einer zusammenhängenden Welt (keine abgeschlossenen Level!)
    -Kämpfe
    -Erweiterung der Möglichkeiten durch neue Ausrüstung/Fähigkeiten
    -Bosskämpfe

    #59491

    Zelos
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    Mit kämpfen kannst du auch ein tetris beschreiben, das ist ja der Witz.

    Es ist absurd die spiele auf sowas herunter zu brechen.

    Interagieren bezieht sich im übrigen auf den A Knopf (npcs ansprechen, mit Objekten in der Umwelt interagieren) und items auf die Ausrüstung im Inventar welche sogar auch nur zum kämpfen oder interagieren benutzt werden.

    „Nur kämpfen“ ist halt so eine Degradierung die mir absolut nicht passt. Genau wie sie dir bei Zelda nicht passt. Ich habe es dir nur vorgeführt wie es sich anfühlt.

    Und Counter Strike ist nur schießen.

    Okay

    #59495

    Schmidt
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    Aber meinst du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob die Gegner im Raum nur auch vorhanden sind oder ob quasi der Raum dafür da ist, um den Gegnern eine Kulisse zu bieten? In Zelda hast du in einer großen Zahl an Räumen ja schon ein Rätsel oder sonst eine Aufgabe, in Dark Souls oder Bloodborne ist das definitiv seltener.

    Daher würde ich Bloodborne und Dark Souls zum Action-RPG erklären, aber nicht zum Action Adventure. Wenn ich weg vom RPG will, lande ich eher bei der Action als beim Action-Adventure. Aber wegen der Erkundungsaspekte würde ich beim Action-RPG bleiben wollen.

    Da ich nur Bloodborne durchgespielt habe (mit allen optionalen, nicht zufällig designten Arealen), kannst du von mir aus Dark Souls aus meinen Postings streichen, wenn du mich nicht für ausreichend qualifiziert hältst. Aber an Bloodborne sehe ich nur deshalb Anleihen an Action-Adventures, weil sich der Begriff spätestens letzte Gen sehr verwässert hat. Aber eigentlich wurde er nicht so weit verwässert, die Grenze zu Shootern verschwamm, aber eigentlich nicht die zu RPGs. Da gehört Bloodborne nicht dazu.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  schmidt.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  yoshi.
    #59497

    Zelos
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    Bei der Genre Bezeichnung bin ich ziemlich offen, das kann jeder selbst entscheiden und begründen. Die Degradierung hat mir jedenfalls nicht gefallen, auch wenn die core Mechanik sich aufs kämpfen einstellt ist es mehr als das. Aber Yoshi war schon immer nur sehr mechanisch, was ärgere ich mich überhaupt.

    Aber am Rande: Zelda zwingt einen jedenfalls öfter Gegner zu töten als es ein Souls tut (es gibt unheimlich viele Dungeon Räume die erst wieder auf gehen wenn alle Gegner tot sind, bei Souls sind nur einige der Bosse Pflicht und vllt hier und da ein encounter)

    #59500

    Tomatenstaude
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    Horizon: Zero Dawn sehe ich eher als Mix aus Action-Rpg und Third Person Shooter, da kann ich die Meinung aber wenigstens noch nachvollziehen. Der Tomb Raider Reboot (und Uncharted wenn dass wirklich so ähnlich ist) ist ein Third-Person Shooter mit minimalen Anleihen an A-As Außerdem habe ich sogar vereinzelt schon Bayonetta (Character-Action) und völlig abstrus GTA (Sandbox) als Action-Adventure bezeichnet gesehen.

    Character-Action ist genauso wie „Darksouls-mäßig“ bestenfalls ein Sub-Sub-Genre (und wahrscheinlich noch viel unbekannter im Sprachgebrauch). Bei sowas wie Devil May Cry oder Ninja Gaiden war gerade bei den ersten Teilen die Betitelung auch richtig, denn die sind tatsächlich noch stark adventure-mäßig aufgebaut (DMC war schließlich ursprünglich ein klassisches Resident Evil). Selbst bei Bayonetta gibt’s davon noch Anleihen. Und Sandbox/Open World ist eine genre-übergreifende Bezeichnung. Bei GTA finde ich ehrlich gesagt Open World AA sinnvoller als bspw. Open World Shooter, gerade so beschissen wie das Schießen in den ersten Teilen war.

    #59502

    Yoshi
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    Mit kämpfen kannst du auch ein tetris beschreiben, das ist ja der Witz.

    Das wäre aber eine sehr eigenwillige Verwendung des Begriffs „Kämpfen“. Ohne Angriffe und Opponenten ist Kämpfen maximal figurativ ein angemessener Begriff.

    Interagieren bezieht sich im übrigen auf den A Knopf (npcs ansprechen, mit Objekten in der Umwelt interagieren) und items auf die Ausrüstung im Inventar welche sogar auch nur zum kämpfen oder interagieren benutzt werden.

    Welchen Sinn macht es denn, das Gameplay auf das Vorhandensein eines Context-Sensitiv-Knopfes herunterzubrechen. Was sagt man damit über das Spiel aus? Sehr wenig würde ich meinen.

    „Nur kämpfen“ ist halt so eine Degradierung die mir absolut nicht passt. Genau wie sie dir bei Zelda nicht passt. Ich habe es dir nur vorgeführt wie es sich anfühlt.

    Ich habe keine Ahnung wie du dich „dabei fühlst“, wenn ich sage, dass Souls sich spielerisch vorrangig auf das Kämpfen konzentriert und ich es daher keinesfalls als Action-Adventure klassifizieren würde. Eine Degradierung ist das aber meines Erachtens nicht. Bayonetta 2 konzentriert sich auch hauptsächlich auf das Kämpfen (aber ohne den Status- / Ausrüstungs-Aspekt, daher würde ich es als reines Action-Spiel klassifizieren), ist aber ein ganz fantastisches Spiel. Super Mario Galaxy 2 konzentriert sich nahezu ausschließlich auf Hüpfsequenzen, ist aber das beste Spiel überhaupt. Zelda auf das Kämpfen zu reduzieren, ist halt nur einfach grober Unfug, wie ich michd abei fühlen soll, wenn du so etwas behauptest, erschließt sich mir nicht.

    #59503

    Zelos
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    @dcdt: sorry hab deinen Beitrag voll übersehen.

    Ich kann ehrlich gesagt damit leben wenn all die Titel als AA bezeichnet werden. In allen gibt es Action. Und Abenteuer (Geschichten) sind es auch.

    Zudem beinhaltet TR2013 beispielsweise alles was du für ein AA vorraussetzt und würdest es trotzdem nicht als solches bezeichnen.

    Für mich sind halt Souls, Zelda und tr2013 und auch alles AA.

    Souls ist eher adventure als RPG weil mir da das RPG im eigentlichen Sinne zu kurz kommt. Aber AA-RPG geht von mir aus auch. Jedenfalls ist es mehr als nur kämpfen.

    Edit:
    @yoshi:
    Du hast es nicht verstanden, also belassen wir es einfach dabei.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  zelos.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 1 Woche von  yoshi.
    #59509

    Valet
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    Hm, ich hab nur Dark Souls 1 ca. 10h gespielt, und in der Zeit gab es kein einziges Rätsel. Nur Kämpfen. *bush*

    Rem is best girl.

    #59510

    Zelos
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    Selber schuld wenn du nach 10h immer noch am Anfang bist ugly .

    Ich sagte ja Rätsel sind jetzt nicht so häufig, das ein oder andere gibt es aber. Ansonsten eher Entdeckungen und Geheimnisse.

    #59511

    Z.Carmine
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    Und vor allem Tode. ugly
    (Zumindest wenn man so schlecht ist wie ich.^^)

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #59512

    Yoshi
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    Ich kann ehrlich gesagt damit leben wenn all die Titel als AA bezeichnet werden. In allen gibt es Action. Und Abenteuer (Geschichten) sind es auch.

    Bei dem Namen Adventure geht es aber nicht um die Art von Geschichte, die erzählt wird, so wie bei so ziemlich allen Genrebezeichnungen – sicherlich bei allen mir bekannten – für Videospiele. Videospielgenres sind mechanische Klassifikatoren. Daher ist ein Ridge Racer auch keine Rennsimulation, Gran Turismo aber schon, obwohl beide optisch in ähnlichem Maße realistisch sind.

    #59513

    Zelos
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    Aber beides sind rennspiele. Abenteuer ist genau so unzspezifisch. Außerdem kommt es aufs Gefühl an, wenn dir das Wort etwas sagt. Wenn sich etwas wie ein Abenteuer anfühlt, ist es auch eins.

    #59514

    Yoshi
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    Ich habe noch keine Definition eines Genres gesehen, bei der es um die Gefühle des Spielers geht (außer Horror in gewisser Weise, wobei es da auch mehr um die künstlerische Intention als das Gefühl an sich geht). Natürlich sind die Gefühle nicht unerheblich für das Spiel, aber für eine Genre-Klassifikation dann eben weitgehend doch.

    #59515

    Valet
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    „Adventure“ im Genre-Sinn bezieht dann schon eher auf einen Erkundungs- und Story-Aspekt. Nicht darauf, ob man selbst ein Spiel als Abenteuer empfindet. Andernfalls gibt es bestimmt Rennspielfanatiker, für die auch ein Gran Turismo ein Abenteuer darstellt.

    Rem is best girl.

    #59517

    Zelos
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    Der Erkundungs und Story Aspekt ist doch bei allen Beispielen von dcdt gegeben? Ob man etwas in vorgegebener Reihenfolge erkundet (sprich Level in uncharted) oder in Open World macht doch jetzt für die erstmalige Erkundung wenig Unterschied. Ich frage mich sowohl in einem uncharted als auch in einem Zelda was hinter der nächsten Ecke wartet. Das Gefühl eines Abenteuers ist jedenfalls da.

    Fanatiker gibt es übrigens überall, stimmts valet wink .

    Wie gesagt adventure als Begriff ist eben sehr schwammig; es ist ein Gefühl nicht anders als Horror (Danke dass du es erwähnt hast Yoshi).

    #59518

    Valet
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    Verstehe den Fanatiker-Satz nicht.

    Und ich finde es falsch, die Erkundung in einem Uncharted oder auch Resident Evil 6, wo man kleine, überschaubere, insgesamt lineare Levels begeht, mit der Erkundung eines weitläufigen, vielverzweigten echten Adventures gleichzusetzen. Das ist doch keine Erkundung in FF13, wenn man an einer Weggabelung links oder rechts gehen kann, links geht´s weiter, rechts kommt eine Sackgasse mit Schatztruhe. Woohoo, „Erkundung“!.

    Dass es nicht um dein „Gefühl von Abenteuer“ geht bei der Genre-Bezeichnung, hatte wir aber bereits.

    Rem is best girl.

    #59519

    Zelos
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    Ändert doch nichts daran dass man ein Abenteuer erlebt? Wüsste nicht warum Freie Erkundung ein wichtiger Bestandteil in dieser Genre Bezeichnung so wichtig ist.

    Was ist daran so schwer zu verstehen dass ich persönlich das Wort Abenteuer für sehr breit gefächert halte und deswegen vieles darunter fallen lassen kann?

    Andere bezeichnen deutsche Til Schweiger Filme auch als Komödie, während ich da nur weinen kann. Die Genre Bezeichnung ist doch auch zu 100% Gefühl und trotzdem anerkannt.

    #59521

    Z.Carmine
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    Andere bezeichnen deutsche Til Schweiger Filme auch als Komödie, während ich da nur weinen kann. Die Genre Bezeichnung ist doch auch zu 100% Gefühl und trotzdem anerkannt.

    ugly

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #59522

    Yoshi
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    Andere bezeichnen deutsche Til Schweiger Filme auch als Komödie, während ich da nur weinen kann. Die Genre Bezeichnung ist doch auch zu 100% Gefühl und trotzdem anerkannt.

    1. Ich würde die Schweiger-Filme auch als Komödien bezeichnen
    2. Ich würde sie auch als unaushaltbar und komplett unlustig bezeichnen
    3. Es geht dabei nicht um das Gefühl, das ich dabei habe, sondern um die Zielausrichtung des Filmschreibers.

    Uncharted ist sowas von gar nicht Adventure, das ist ein glasklarer Third Person Shooter mit Auto-Platforming zwischendurch. Erkundung ist ein Wort, das mit Uncharted nun wirklich nichts zu tun hat und abenteuerlich ist höchstens die Behauptung, dass halbinteraktive Hollywood-Szenen mit Third Person Shooter-Sequenzen als Erkundung gilt.

    #59523

    Puka
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    Ich glaube nicht, dass es bei der Genre-Bezeichnung um die Intention geht, sondern eher darum, wie es von einer breiten Publikumsschaft wahrgenommen wird. Wenn eine Liebesfilm-Satire so schlecht ist, dass es für das Publikum nur ein Liebesfilm ist, dann ist der Film eben ein Liebesfilm. Genre-Klassifikationen haben schließlich Orientierungscharakter und sind nicht selbstausdruck des Künstlers.

    Dann frage ich mich, Yoshi, ob du neen der Genre-Klassifikationen nach Inhalt nicht auch noch die Machart rechnen möchtest: Bei der Bildenden Kunst in der Fläche gibt es da Malerei, Zeichnung, Radierung, Druck, Stich etc. beim Film gibt es Realfilm, Animationsfilm, Zeichentrick, Stummfilm etc.

    Abgesehen davon haben wir natürlich inzwischen auch bei Videospielen Inhaltsmarker: Horror hast du selbst schon genannt, dann gibt es SciFi (z.B. -Racer) und Fantasy-(Strategie etc). und vielleicht lässt du auch die Love-Sim zählen. Natürlich hast du recht, ursprünglich galten die erzählerischen Inhalte für die Klassenbildung nicht viel, ursprünglich gab es aber auch kaum erzhlerische Inhalte und je stärker die Geschichte in den Mittelpunkt rückt, desto stärker werden Genre-Bezeichnungen auch unter INhaltsaspekte gelesen und von diesen gekappert. Insofern hat Zelos schon Recht: Der Begriff Adventure rutscht immer stärker in eine bestimmte Inhaltsrichtung.

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