Star Trek

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Dieses Thema enthält 76 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Biber vor 4 Tagen, 2 Stunden.

Ansicht von 17 Beiträgen - 61 bis 77 (von insgesamt 77)
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  • #69426

    Biber
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    Ich war beim aktuellen Storyarc zunächst etwas skeptisch, doch mit Ende der heutige Folge bekommt die Serie noch mal eine ganz neue Qualität. Ich liebe sowas. Und Yoshi sollte zumindest mit dem Twist sehr zufrieden sein. Ein bisschen Trash ist ja auch dabei, aber ich finde, dass sie eine ziemlich gute Gratwanderung hinlegen. Und es ist deutlich die härteste ST-Serie. Ich weiß nicht, ob ich das gut verdaut hätte, wenn ich es in dem Alter gesehen hätte, in dem ich mit TNG angefangen habe.

    Tolle Serie, tolle Erweiterung des ST-Universums. Die heutige Folge hat jede einzelne Folge bisher nochmal besser gemacht. Bin super gespannt auf die zweite Staffel.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #69442

    LekRyugan
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    Und es ist deutlich die härteste ST-Serie. Ich weiß nicht, ob ich das gut verdaut hätte, wenn ich es in dem Alter gesehen hätte, in dem ich mit TNG angefangen habe.

    Mal abgesehen davon, dass ich selbst auch total begeistert bin: Discovery ist nicht für Zwölfjährige gemacht, sonder bewusst für die Zielgruppe 18+
    Das bringt natürlich das Problem mit sich, dass die Fangemeinde weiter überaltert, aber zumindest haben sie sich bewusst dafür entschieden und ich persönlich empfinde es als willkommene Abwechslung. Die nächste Iteration darf dann aber gerne wieder etwas bunter und fröhlicher die moralischen Fragen angehen.

    #69476

    Biber
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    Mir fehlt noch ein bisschen der Punkt der Serie. Worum es geht. Es ist weder eine politische, noch eine moralische Serie und es erzählt auch keine besonders relevante Epoche aus dem Universum. Nach nichtmal einer Staffel ist das etwas viel verlangt, aber es fühlt sich eher wie ein herausragend gut in das Frachise integrietes Spin-Off an. Die Handlung ist super feingetuned und alles greift gut ineinander. In Sachen Storytelling ist es anderen ST-Serien zum Teil weit voraus, aber es fehlt etwas die Substanz. Die Figuren sind glaubwürdig und interessant, es gibt auch viele ST-Aspekte, aber es ist mir alles etwas zu persönlich. Die Beziehungen zwischen den Figuren waraen auch früher wichtig, aber die Handlung und die Institutionen standen im Vordergrund. Hier geht es mehr um Beziehungen: Lorca und Stamets, Lorca und Burnham, Burnham und Georgiu, Saru und Burnham, Ash und Burnham etc. Hier finde ich auch Kritik in der Richtung „Das ist kein Star Trek“ gerechtfertigt. Ich finde, dass sie dem Universum sehr gerecht werden und voll in Einklang damit stehen, aber es geht mehr darum, eine interessante und spannende Geschichte zu erzählen, als einen verallgemeinbaren Konflikt, eine Allegorie zu zeichnen und Themen zu verfolgen.

    Vielleicht kommt dies noch, es könnte aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass Fuller eine Anthology-Serie erzählen wollte mit modern geschriebenen, staffellangen Phasen aus jeder Zeit. Als solche hätte ich das auch gut gefunden, aber nach dieser Folge – so geil sie auch war – bin ich mir nicht im Klaren darüber, wohin sie in Staffel zwei wollen.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #69500

    LekRyugan
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    Schaust du auch „After Trek“, die Talk Show von CBS, die immer nach jeder Folge läuft (auf Netflix immer einen Tag später mit Untertiteln)?

    Da hat einer der Autoren im Gespräch zur Folge 10 sehr schön zusammengefasst, dass es seiner Ansicht nach bei Discovery darum geht, dass wir Michael Burnham auf ihrer Reise begleiten, ein Mensch zu werden und in der menschlichen Kultur anzukommen. Um die Schwierigkeiten, die ihr dabei begegnen und wortwörtlich „I think what Trek does best is show our humanity and I think we’re showing a lot of it“ (in Discovery)

    Ich gebe dir aber absolut recht, dass das Format mit keinem bisherigen Star Trek vergleichbar ist. Wie du schon sagst, fühlt es sich mehr an wie eine modern geschriebene Serie und folgt entsprechend anderen Strukturen.

    Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie das ganze fortsetzen wollen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 4 Tagen von  lekryugan.
    #69509

    lottogewinner
    Keymaster
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    Ich stimme fast allem oben zu – finde es aber völlig legitim, das eine soundsovielte Star Trek Serie nicht noch einmal die große Geschichte über das Universum und die unendlichen Weiten, in die noch nie usw usf, erzählen will, sondern sich auf die Beziehungen und Entwicklung der Protagonisten zueinander fokussiert, in schwierigen Konstellationen und mit vielfältigen Background und Motiven. Mal abgesehen davon, dass es einfach zur derzeitigen Art des Storytelling passt, halte ich es auch für die kulturell und gesellschaftlich zeitgemäßen Themen der heutigen Zeit (gespaltene Gesellschaften usw.).
    Außerdem ist es ja Staffel 1 und sie können alles andere noch zu Höhepunkten machen.

    Das einzige, was ich ein bisschen kritisiere: die Serie schreibt toll angelegte, glaubwürdige Figuren in ein toll konstruiertes Szenario, hat die passenden Schauspieler – könnte sich aber manchmal noch ein bisschen mehr Ruhe in der Charakterentwicklung gönnen. Man kann es manchmal kaum verarbeiten, bis sich wieder alles dreht und wendet.

    Naja, und ich hoffe, dass der etwas langweilige Ash nicht vom Klingonen geheilt der total treudoof-tolle Burnham-Lover wird. Das wäre mir zu kitschig.

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    #69646

    LekRyugan
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    Meine Hoffnung für einen interessanten Twist zur nächsten Staffel: Tyler/Voq kann nicht gerettet werden und stirbt. Stattdessen tritt L’Rell der Crew der Discovery bei

    #69673

    Regentaenzer
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    Meine Hoffnung für einen interessanten Twist zur nächsten Staffel:Tyler/Voq kann nicht gerettet werden und stirbt. Stattdessen tritt L’Rell der Crew der Discovery bei

    Und zufälligerweise ist ja auf der Krankenstation eine Stelle frei geworden 😉

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen, 2 Tagen von  regentaenzer.
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    #69826

    Ryudo
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    Ich habe gemischte Gefühle was diesen Story-Arc angeht. Der Krieg mit den Klingonen, der eigentlich im Vordergrund stehen sollte, wird genau wie der Hauptantagonist in einen Nebenstrang der Handlung verfrachtet und plötzlich dreht sich alles um das ach so coole und böse Paralleluniversum, das eigentlich von Anfang an seine Schatten auf die Handlung warf. Tiefpunkt war der Ausflug auf den Rebellenplaneten. Einerseits die vollkommen belanglose Frage, was die Rebellen zur Zusammenarbeit bewogen hat, um darauf Rückschlüsse auf die Klingongen im „echten“ Universum ziehen zu können (Sinn?) und dann die Tatsache, dass Michael auf das Schiff zurückkehrt, um vollkommen unbegründet Zeit verstreichen zu lassen, so dass die Rebellen fliehen können. Ach und dann ist es ja auch ganz praktisch, dass die Discovery scheinbar über einen Tarnschirm verfügt. Denn wie sonst könnte man sich unbemerkt in Transporterreichweite befinden?
    Ja, ich bin gespannt, wie es weitergeht. Aber dennoch bin ich nicht mehr so gepackt von der Serie wie ich es noch vor der Pause war. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, woran es liegt. Die Dinge, die ich oben beschrieben habe, stören zwar, aber solche Logikfehler entscheiden noch nicht über den Spannungsbogen einer gesamten Serie.

    #70190

    Ryudo
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    Der Abschluss der Parallel-Universum-Storyline hat mich wieder versöhnlich gestimmt. Sehr gelungene Folge. Schade finde ich eigentlich nur, dass Lorca, ein Captain mit großem Potential sterben musste. Bin ja jetzt mal gespannt, wie sie den großen Klingonenkrieg in dieser Staffel noch zum Abschluss bringen wollen. Wahrscheinlich mit irgend einem Zeitreise Quark.
    So viel zu „eine großartige Story aus dem Trek Universum, die nie erzählt wurde“. Bin auch mal gespannt, wie sie die komplett neue Ausrichtung der Serie (mit Fokus auf Erforschung) in Staffel 2 bewerkstelligen wollen.
    Ich schaue nebenbei übrigens auch wieder mal die ein oder andere Folge TNG und finde es bemerkenswert, wie gut sich die Serie gehalten hat.

    #70332

    Ryudo
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    Diese Serie ist echt ne Achterbahnfahrt der Gefühle. Bei der aktuellen Folge habe ich mehrfach das Bedürfnis verspürt, meinen Kopf gegen die Tischplatte zu klatschen.
    Tiefpunkt: Ups, wir haben keine Sporen mehr. Hoppla, da ist ja noch ein Eimer mit Pilzen. Lasst uns einen Mond in einer Minute terraformen. Wer braucht schon Genesis? Juhu, jetzt ist unser Vorrat wieder gefüllt.

    Das Ende der Folge war dann reiner Fanservice ohne Rücksicht auf jegliche Logik (wobei es die in dieser Folge sowieso kaum gab). Setzen wir eine irre Diktatorin auf den Kommandosessel unseres Schiffes und lassen sie eine waghalsige Mission anführen, die über die Zukunft der Föderation bestimmt. WTF?! Der Verweis auf Enterprise in dieser Folge kommt wohl nicht von ungefähr. Momentan nähert man sich dem Niveau dieser Serie nämlich mit Warpgeschwindigkeit an.

    Einziger Lichtblick in der Folge war das Streitgespräch zwischen Cpt. Georgiou und Sarek.

    #70339

    LekRyugan
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    Ich fand die Folge unterhaltsam, hinterfrage aber auch dabei nicht alles, sondern genieße das Entertainment.

    #70393

    Ryudo
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    Zwischen alles hinterfragen und in sich schlüssig sein, gibt es einen Unterschied. Hoffen wir mal auf ein gutes Finale.

    #70426

    Biber
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    Ich fand die letzten beiden Folgen schrecklich. Unterhaltsam waren sie, aber unfassbar konstruiert und zurechtgebogen, um oberflächliche Motive und Charakterkonstellationen hinzukriegen. Lorcas Abgang war eine Frechheit. Von der Figur mit dem größten Potenzial über eine zumindest interessante und vielversprechende Enthüllung zum völlig blutleeren Standardbösewicht. Wo war seine Motivation? Wo war der Konflikt mit Evil Georgiou? Das war einfach eine Armee des Bösen gegen die andere, es ging um kein unterschiedliches Konzept, wie das Imperium zu führen sei. Lorca hatte nach seiner Enthüllung nur noch schlechte Zeilen. Kein guter Dialog mehr mit BUrnham oder Georgiou, nix. Und ein völlig beknackter Plan. Und Georgiou? Ist im Übrigen ein krasser Genozid-Diktator ist und wird von Burnham aufgrund ihres Gesichtes trotzdem wie eine einigermaßen normale Person behandelt . Und ich weiß wirklich nicht, warum sie Lorca nicht einfach haben gewinnen lassen? Es wäre doch viel, viel, viel besser gewesen, wenn er wirklich einen guten Plan gehabt hätte und am Ende seinen von langer Hand geplanten Coup umsetzt. Er hätte eine Bewegung von Terranern hinter sich versammeln können, um eine Veränderung im Imperium herbeizuführen. WÄre sogar kanontauglich gewesen: Bei der Originalfolge weiß man nichts über den Imperator – vielleicht ist es Lorca! Der dann nach den Geschehnissen in TOS vom Mirror-Spock gestürzt wird., nachdem dieser von Kirk überzeugt wurde, einen anderen Weg zu gehen. Das führt dann für die Terraner ins Chaos, wie man in DS9 sehen kann. Es wäre toll gewesen, wenn Lorca der letzte starke DIktator vor dem Untergang des Imperiums gewesen wäre. Er hatte das Zeug dazu. Und die Crew der Discovery hätte sich für immer hintergangen, ausgenutzt und übertölpelt gefühlt. Das wäre umso besser gewesen, wenn Georgiou, wie es ja ist, mit zurück gekommen wäre. Stattdessen haben sie dieses gigantische Potenzial zugunsten einer völlig uninspirierten Actionsequenz weggeworfen. Der Rest war dann blödes Standardzeug mit der erwähnten Lösung durch „Wir haben Technik“ und hohler Action. Das nehme ich der Serie wirklich übel. Bis dahin war sie sehr gut bis OK, aber mit den letzten beiden Folgen ist sehr viel zerbrochen.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

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    #70583

    Ryudo
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    So, die erste Staffel ist nun komplett und zum Schluss wurde es nochmal richtig absurd.
    Vielleicht das Positive vorweg: Die Figuren waren bis auf wenige Ausnahmen alle sehr gut ausgearbeitet und vor allem Tilly und Saru wussten mir besonders gut zu gefallen. Lorca und Georgiou eigentlich auch – nur wurde hier viel Potential verschenkt. Man hatte in dieser Serie gleich zwei absolute Volltreffer was die Rolle des Captains angeht und was hat man daraus gemacht? Nicht viel. Ferner hatte man auch einen spannenden Aufhänger für die folgenübergreifende Handlung. Zunächst hatte man auch richtig gute Ansätze und einen interessanten Gegenspieler aufgebaut, der dann aber – genauso wie der gesamte Krieg gegen die Klingonen – in einem Plothole verschwindet. Ärgerlich!

    Kommen wir aber nun zum Finale. Auch hier das Positive zuerst: Genialer Cliffhanger mit Gänsehautmoment. Tolle Darstellung der klingonischen Heimatwelt (wenn man mal von den Menschen darauf absieht, die ja angeblich 100 Jahre lang keinen Kontakt mehr mit den Klingonen hatten). Ein paar gute Charaktermomente. Und… das war’s.
    Ansonsten war die Folge vor allem eines: langweilig. Das soll das große Finale im großen Krieg mit den Klingonen gewesen sein?
    Angefangen mit unserer Superimperatorin, die angezogen mal eben zwei orionische Liebessklaven so rannimmt, dass diese sich bei ihr Bedanken und nichts dafür verlangen, nur um dann doch mit dem Phaser bedroht zu werden. Sollte das ein Game of Thrones Moment sein? Vielmehr war es wohl eine der dämlichsten Szenen der Star Trek Geschichte.
    Und dann der große Plan: Eine Wasserstoffbombe! Eine WAS? Wir sind hier in der Zukunft, in der es Photonentorpedos gibt und – ach egal. Drücken wir unserer Erzfeindin mal eben das iPad mit dem Zündmechanismus in die Hand, weil diese ja dann bestimmt den Krieg beendet und die Schiffe (btw. schreckliches Design), welche die ganze Folge über brav vor der Erde gewartet haben weil es das Drehbuch so wollte, endlich abziehen lässt. Warum nochmal schießen die Klingonen ihr nicht einfach den Kopf weg? Ferner könnte ich mich auch täuschen, aber ist eine Führerin, welche durch Erpressung das klingonische Volk eint, nicht eine Lachnummer für ein angeblich so ehrenhaftes Volk? Ich stell mir das grad mal so vor: „Worf erzähl mal die ruhmreiche Geschichte von der Vereinigung der klingonischen Stämme.“ „Wir wurden von unser großartigen Herrscherin mit einem iPad erpresst also haben wir beschlossen uns zusammen zu tun, um IHR DEN KOPF WEGZUBLASEN“ „Worf, die wahre Geschichte.“ „Wir wurden mit dem iPad erpresst und haben uns vor ihr in den Staub geworfen.“

    Man kann nur hoffen, dass es für Staffel 2 einen neuen Showrunner gibt und man das komplette Schreiberteam feuert, das dieses Finale verbrochen hat.
    Ich bin auf eure Eindrücke gespannt.

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    #70584

    LekRyugan
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    Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Mir hat’s gefallen

    Sehr positiv wahrgenommen habe ich die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Man kann wirklich sehr schön beobachten, wie Saru, Michael, Tilly, Stamets und Tyler sich über die Folgen hinweg verändern. Würde man ihre ersten Auftritte mit denen aus der letzten Folge nebeneinander stellen, könnte man wirklich denken, dass hier andere Figuren zu sehen sind.

    Dass die klingonischen Schiffe die Erde noch nicht unter Beschuss genommen haben, fand ich im übrigen auch gut. Nicht unbedingt logisch, aber einen Angriff auf die Erde hatten wir erst in Enterprise und davon brauche ich nicht schon wieder eine Wiederholung.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht. Für mich ist die erste Staffel Discovery sehr unterhaltsam gewesen, ich habe kaum etwas zu meckern und bin positiv überrascht, wie ein modernes Star Trek aussehen kann, wenn es sich traut, von der etablierten Struktur abzuweichen.

    #70589

    Regentaenzer
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    Also bis auf die letzten zwei Folgen hat es mir ganz gut gefallen und ich bin sicherlich interessiert wie es weiter geht.
    Was diese zwei Folgen angeht hat Ryudo das meiste geschrieben was auch ich schlecht fand.

    Das allgemein grösste Problem, das ich mit der Serie habe, ist wie sie Probleme auflöst, nämlich ’nicht‘ bzw. dadurch das sie einfach die Lösung haben. Und zwar ohne im geringsten Rücksicht auf die etablierte ‚in universe‘ Physik und Logik zu nehmen.
    Das haben andere Star Trek Serien zwar auch nicht immer völlig konsistent gemacht, aber nie so ausgeprägt.
    (Wir haben keine Sporen für den Antrieb mehr –> ok, wir terraformen mal eben schnell einen Planeten in 10 minuten –> Juhu!)

    #70607

    Biber
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    Das Finale wiederum hat mir nun sehr, sehr gut gefallen und mich fast versöhnt nach diesen grausam schwachen beiden Folgen davor. Ich finde, dass sie die ganze Story großartig abgebunden haben. Ich hatte wirklich Sorge, wie sie den Krieg beenden wollen und das Ganze glaubwürdig einbinden wollen. Aber es ist wirklich gelungen, die Klingonen passend zu zeichnen. Nämlich nicht als eindimensionales Volk von Kriegern mit Ehre, sondern als ein Volk, das genau wie andere politischen und gesellschaftlichen Wechselwinden unterworfen sind. Dass sie die Einheit der Klingonen zu einem zentralen Thema gemacht haben, passt grandios zusammen. Dass sie sich von Ehre losgesagt haben und Suizidmassenmordmissionen gefolgen sind, um mit den anderen Höusern zu konkurrieren, hat plötzlich Sinn gemacht. Und auch T’Kuvmas Idee, die Klingongen durch EInheit zu alter Stärke zu führen, hat eine tiefere Bedeutung bekommen. Er hat das Problem richtig erkannt, aber den falschen Weg gewählt. Und das Verhalten von Föderation und der Discoverycrew war auch nachvollziehbar. Zum ersten Mal war das sonst oft platte „Wir müssen unsere Ideale verteidigen“ wirklich glaubwürdig und klug umgesetzt. Ich finde, dass hier einfach alles gepasst hat und dass es den Kern von Star Trek getroffen hat, ohne zu sterotyp zu werden. Auch, dass die Klingonen nicht durch tapfere Reden, sondern durch eine handfeste Bedrohung zur Räson gebracht wurden, passt wunderbar. Ich hätte niemals gedacht, dass sie diese Kurve noch kriegen und bin total positiv überrascht. Das Ende war natürlich großartig inszeniert und toller Fanservice.

    Insgesamt bin ich nun zwiegespalten. Sie haben mit Lorca und Georgiou wirklich enormes Potenzial verspielt und das Ende des Arcs um Lorca ist wirklich eine Frechheit. Zudem war Tyler bisweilen schrecklich nervig und Burnham hat leider in vielen Monologen ausgesprochen, was man eigentlich nur hätte zeigen sollen („Show, don’t tell!“). Aber sie haben trotzdem eine interessante Geschichte grandios erzählt und viele überraschende Wendungen dabei gehabt. Zudem sind sie sehr angemessen mit dem Universum und der Vorlage umgegangen. Das absolute Highlight der Staffel war für mich die Charakterisierung Sareks, mit der ihnen gelungen ist, sein albernes Verhalten in TOS und TNG nachträglich nicht nur glaubhaft zu machen, sondern der Figur eine Tiefe zu geben, die sie nie hatte. Saru hat Potenzial, das nicht genutzt wurde. TIlly ist zu doll nur eine Richtung. Stamets gefällt mir ganz gut. Lorca war erst fantastisch, dann furchtbar.

    Ja, es ist eine gemischte Nummer, aber da da Ende mehr als nur versöhnlich wurde, bin ich zufrieden.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

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