Super Mario Odyssey (Switch)

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Dieses Thema enthält 418 Antworten und 41 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  darkIkarus vor 7 Stunden, 1 Minute.

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  • #66317

    Yoshi
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    Immerhin bin ich ja froh, dass ich mit der EInschätzung, dass Odyssey sich anfühlt wie ein „Mario von Rare“ nicht allein dastehe ;). Nintendo hat mit Odyssey ja das gemacht, was ich eigentlich seit 2002 möchte, eine konsequente Weiterentwicklung des Collectathon-Konzepts, entsprechend glücklich bin ich mit dem Spiel, zumal die Umsetzung in der allermeisten Hinsicht brillant ist. Aber gerade dann, wenn ein Spiel so exakt auf meinen Geschmack abgepasst ist (mein liebstes Subgenre in meinem liebsten Genre neu durchdacht nach mehr als fast zwanzig Jahren ohne neue Impulse) finde ich es umso wichtiger, auch die kritischen Punkte, selbst wenn klein, zu benennen.

    #66318

    Biber
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    Ich will lieber über die guten Dinge reden smile

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

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    #66323

    Regentaenzer
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    Na toll, jetzt summe ich es wohl im Hinterkopf bis ich einschlafe. Verdammter Ohrwurm. smile

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    #66326

    Zeratul
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    Wofür muss man denn Münzen grinden? Ich habe bisher (ca. 150 Monde) nur sehr wenige Münzen ausgegeben, obwohl ich in jeder Welt alle Kleidungsstücke gekauft habe.
    Was mir bislang <em class=“d4pbbc-italic“>missfällt ist vor allem eine Hand voll dummer Aufgaben für Monde. „Zieh Kostüm X an um hier einen Mond geschenkt zu bekommen“ oder „Stampfe auf den glitzernden Punkt auf dem Boden“. Da steckt keinerlei spielerische Substanz hinter und das wirkt auf mich, als hätte das Team nach dem Spielen von BotW gedacht „wir brauchen mehr Monde als Kröge“. Überhaupt frage ich mich, wozu die Kostüme da sein sollen, eine sinnvolle Verwendung für die Kostüme habe ich noch nicht entdeckt. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau, denn Mario Odyssey zeigt meines Erachtens, wie man Weltendesign für Erkundung richtig macht. Ich finde den Kontrast zu BotW auch noch einmal bemerkenswert, denn Leerlauf hat Odyssey wenn man halbwegs sinnvoll vorgeht fast keinen, einzig die Suche nach den letzten fehlenden Monden in einem Level könnte sich da haarig als nervig erweisen – schlicht weil es so viele gibt.

    Man kann aber doch auch nicht einfach die Spielwelt von einem Action-Adventure mit der eines Jump’n Runs vergleichen.
    In einem Action-Adventure wie BotW will man ja eine lebendige und glaubwürdige Spielwelt erschaffen. Da ist etwas Leerlauf ganz normal und dass nicht jeder kleine Fleck eine Funktion hat.
    Bei einem Jump’n Run hingegen soll die Welt ja nichts anderes sein als ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Glaubwürdigkeit spielt da ja eher eine untergeordnete Rolle. Zudem sind alle Welten von Odyssey zusammen bei weitem nicht so groß wie die Welt von BotW. Dadurch und durch die Tatsache, dass die Welten in Odyssey kleine, in sich abgeschlossene Level mit sehr unterschiedlichen Themen sind statt einer großen zusammenhängenden Welt, ist es eben auch viel leichter diese Welt randvoll mit spielerischen Inhalten zu stopfen.
    Von daher finde ich diesen Vergleich BotW gegenüber ein wenig unfair.

    @biber: Das ist exakt mein Lieblingstrack des gesamten Spiels. smile Guten Geschmack hat der Mann! wink

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 3 Tagen von  zeratul.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 3 Tagen von  zeratul.
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    #66329

    Tolja
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    Habe nun doch alle Welten zu 100% abgeschlossen. Bei der letzten Welt brauchte ich gar nicht so viele Versuche, wie zunächst gedacht. Letztendlich war für mich die schwierigste Stelle im Spiel, in der Welt davor, der Raum mit den ganzen Kugelwillis und ohne Cappy.

    Jetzt brauche ich „nur noch“ 19000 Münzen für einige Kleidungsstücke, um wirklich alles im Spiel erreicht zu haben.

    #66330

    Yoshi
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    Lebendig ist die Spielwelt von Mario doch auch, eigentlich sogar mehr als die von BotW. Glaubwürdigkeit im SInne von Realismus halte ich für restlos unwichtig, auch bei einem Action-Adventure. Glaubwürdigkeit im Sinne von Konsistenz ist durchaus wichtig, aber das ist eben auch bei einer Spielwelt mit einer Dichte von Mario Odyssey, Banjo-Kazooie oder Skyward Sword möglich und hilfreich (und Nintendo hat darauf eigentlich immer auch viel Wert gelegt). Natürlich nicht in der Größe einer Welt von BotW, weil man dann ca. 2000 Stunden sinnvolles Spielmaterial schaffen müsste, aber ich halte ja auch wie bereits öfter angedeutet die Spielwelt von BotW für deutlich zu groß. Bei einem Schritt von Odyssey zu einem Zelda wäre der Übergang zwischen den hier einfach völlig separat stehenden Welten natürlich eine signifikante Zusatzherausforderung, das steht außer Frage, vergleichbares ist aber mit sehr ähnlichen Designansätzen beim Übergang von Mario 64 zu Ocarina of Time auch gut geglückt.

    #66338

    Cube
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    Ich will lieber über die guten Dinge reden smile
    [Ein ordentliches Lied]

    Und das versuchst du in die Wege zu leiten, indem du auf die überwiegend langweilige Musikuntermalung aufmerksam machst? smile ugly

    Videogames, serious business.

    #66346

    Schimmel
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    Mit was steuert ihr eigentlich? Die Steuerung mit den Joy-Cons ist mir etwas zu sensibel, zudem ist der rechte Stick etwas unbequem zu erreichen, den man ja doch ziemlich oft für die Kamera braucht. Auch die Schultertasten für die Kamera sind etwas umständlich zu erreichen. Besser gefällt es mir mit dem PS4 Controller (per mayflash Adapter). Schade das man beim Gamcecube Controller nicht die Schultertasten tauschen kann, so kommt leider der verunglückte Z Knopf zu oft zum Einsatz. Werde demnächst mal das WiiU pro Pad ausprobieren.

    Das Spiel selbst ist absolut grandios. Einfach Wahnsinn was Nintendo da wieder an Kreativität und genialen Ideen rausgehauen hat, obendrauf natürlich noch das erstklassige Leveldesign. Chapeau Nintendo. Zelda und Mario innnerhalb eines Jahres auf dem Niveau…an 2017 wird man sich als Nintendospieler wohl noch sehr sehr lange erinnern.

    #66347

    Z.Carmine
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    Ich habe teilweise im Handheldmodus gespielt, meist aber mit „entfernten“ Joycons. Da hatte ich keine nennenswerten Probleme.

    An sich überzeugt mich persönlich dieses Nintendo-Jahr nicht wirklich. In gewisser Weise ist es aber das Jahr des Expansion Pass. Nicht im positiven Sinne. ugly

    Don't get hit, and you won't get hurt.

    #66348

    Tolja
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    Ich habe die meiste Zeit mit dem Pro Controller gespielt und zum Schluss die 19000 Münzen im Handheld Modus geholt. Aber der Pro Controller ist wirklich klasse. Ich mag den wohl noch lieber, als den DualShock 4.

    #66352

    Yoshi
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    Ich spiele im Handheldmodus. Gestern auf der Rückfahrt und heute auf der Hinfahrt habe ich das unsägliche Seilspringspiel gemacht. Es ist irgendwie doof wenn das einzige, was ich bisher schwer fand ein Minispiel ist, das ich nicht mag :(.

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    #66353

    Biber
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    Boah Cube, was für eine Provokation wink

    Ich finde zwar, dass der OST insgesamt etwas highlightarm ist, wenn man die Stücke für sich nimmt und sie mit anderen Mario-Titeln vergleicht, aber in nahezu jeder Welt ist die Untermalung enorm stimmig und verstärkt das Setting. Zudem ist die Instrumentenvielfalt beachtlich. Und das von mir zitierte Stück ist – wie offenbar auch für Zeratul – das beste im Spiel.

    Ich steuere mit Joycons, weil das Spiel einem das so aufdrängt und ich nutze das Schütteln tatsächlich oft, aber ich überlege, umzusteigen auf Pro Controller.

    Die Pauschalkritik an DLCs nervt mich sehr (ist ein wenig Offtopic, aber da Mr. Carmine das erwähnt hat… Solange ein Spiel vollwertig ist, kann einem doch egal sein, was da noch dazu kommt. Dieses Gefühl, nicht alles zu bekommen, weil es noch mehr gibt, ist doch albern. Man wird doch nicht ernsthaft behaupten, dass BotW oder MK8 unvollständige Spiele sind und man per DLC abgezockt wird. Aber gut, das Thema ist müßig. Fänd es nur schön, wenn nicht an jeder Stelle wieder dieselbe Provokation käme.

    Andere Frage: Ich kann mir keinen Nachfolger von Odyssey vorstellen. Da Odyssey so früh im Zyklus der Switch erschienen ist und mit DLCs nicht zu rechnen ist, bietet es sich natürlich an, einen zu machen. Und ich finde es auch gut, wenn die enorme Entwicklung eines solchen Spiels weiter genutzt wird, siehe Majora’s Mask oder Galaxy 2. Aber während Galaxy mit seinen isolierten, von jeder Story befreiten Welten es einfach hatte, einen Nachfolger hervorzubringen und ich auch für Mario 64 oder Mario 3D World ohne Weiteres Nachfolger vorstellen könnte, fällt mir das bei Odyssey – genau wie bei Sunshine – sehr schwer. Der Grund dafür ist, dass Odyssey so sehr von dieser Reise lebt und sich die Motive so krass durchziehen. So wie ein Sunshine 2 undenkbar gewesen wäre, ist es auch hier. Sie haben so viele besondere und einzigartige Momente in dieses – Abenteuer – gepackt, dass ein direkter Nachfolger wie ein Abziehbild wirken würde.

    Das einzige, was für mich denkbar ist, wäre das Thema zu wechseln oder etwas Ähnliches wie bei Majora’s Mask zu machen: Man nimmt das Moveset und Cappy und die Engine, setzt es aber in ein ganz neues Setting – keine Odyssey, sondern etwas ganz anderes. Damit könnte man den Kern des Spiels nehmen, Mario aber in ein ganz neues Abenteuer werfen. Mit der Odyssey einfach 15 weitere Welten anzureisen, käme mir komisch vor.

    Die Tanne kommt Komma Koma Doppelpunkt Dein Tod ist nah!

    #66356

    Z.Carmine
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    Es geht ja nicht um DLC per se, sondern darum, wie es gerade auch dieses Jahr auftritt.
    Abgesehen von dem ganzen Amiibo-Kram haben wir da:
    -Ein FE-Remake, dessen Seasonpass schon teurer ist als das Spiel
    – BotW, der Abschiedstitel der WiiU, bekommt ein Expansionpack mit anfangs sehr mageren Infos, von der Ballade hat man immer noch keine vernünftigen Infos, soweit ich weiß (aber 4 Amiibo). Was ich persönlich von dem Basisspiel halte, ist bekannt. Ein unvollständiges Zelda. ugly
    -Xenoblade 2 erhält ebenso ein Expansionpack mit schwammigen Infos
    -bei beiden klingt mir das nach einer Vorfinanzierung des eigentlichen DLC, der Side-Story. Ob der Umfang wohl je nach Frühkäufern variiert?
    -bei diesen beiden und Mario+Rabbids empfinde ich auch den Zeitpunkt, an dem der Seasonpass angekündigt wurde, als negativ.

    Bei SMO passiert das (kurioserweise?) nicht, aber mir persönlich fällt da auch nichts wirklich sinnvolles ein

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    #66360

    Shiningmind
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    Ich hab jetzt das Küstenlad hinter mir und habe bisher die Story nicht durch. Insgesamt habe ich bis jetzt ein Gefühl von positiver Unterwältigung. Ich für mich weiß, dass das Spiel gut und Nintendo typisch wieder total auf Hochglanz poliert ist und wenn ich drin bin, dann spiele ich auch gerne ein Weilchen. Komischerweise habe ich aber nicht den Antrieb es unbedingt spielen zu wollen oder durchzusuchten und ich versuche mir zu erklären, woran das liegt. Vielleicht liegt es daran, dass der „Sinn“ des Spiels „nur“ darin besteht Monde zu sammeln und die Levels nach dem Prinzip abzusuchen wo irgendwo einer sein könnte. Das ist durch das Capern zwar gameplaymäßig gut gelöst, hinterlässt bei mir aber nur ein…“Ja ok“-Gefühl. Ich will trotzdem weiterspielen und prüfen ob der Funke vielleicht doch noch zündet.

    #66362

    Zeratul
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    Ich hab jetzt das Küstenlad hinter mir und habe bisher die Story nicht durch. Insgesamt habe ich bis jetzt ein Gefühl von positiver Unterwältigung. Ich für mich weiß, dass das Spiel gut und Nintendo typisch wieder total auf Hochglanz poliert ist und wenn ich drin bin, dann spiele ich auch gerne ein Weilchen. Komischerweise habe ich aber nicht den Antrieb es unbedingt spielen zu wollen oder durchzusuchten und ich versuche mir zu erklären, woran das liegt. Vielleicht liegt es daran, dass der „Sinn“ des Spiels „nur“ darin besteht Monde zu sammeln und die Levels nach dem Prinzip abzusuchen wo irgendwo einer sein könnte. Das ist durch das Capern zwar gameplaymäßig gut gelöst, hinterlässt bei mir aber nur ein…“Ja ok“-Gefühl. Ich will trotzdem weiterspielen und prüfen ob der Funke vielleicht doch noch zündet.

    Das war bei mir zumindest bis zum Ende der Story genau umgekehrt. Dadurch, dass jedes Level diese 1-2 (meistens eher 2) Hauptquests hat, hat es auch eine eigene kleine Geschichte (sei es nun das Festival in NDC oder das Retten der Blumen im Wolkengarten) und das Erfüllen einer Hauptquest hat auch wirklich eine Veränderung in der jeweiligen Welt bewirkt. Dadurch hatten diese Hauptquests mir persönlich einen deutlich höheren Anreiz geliefert als jede Aufgabe in 64, Sunshine oder den Galaxies.

    #66363

    Biber
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    Exakt. Das Ganze hat zwar nur eine minimale Rahmenpräsentation, aber die ist so konsequent in das Spiel verwebt, dass man einen roten Faden hat. Es gibt so viele grandiose Entscheidungen, z.B. dass nahezu jede Welt zunächst nur recht eingeschränkt und linear begehbar ist, ohne dass man nur eine Mission machen kann. Ich kann auch schon zu Beginn in der Stadt diverse Monde sammeln, trotzdem ist das Level nicht so begehbar wie nach der „Öffnung“. Das funktioniert grandios und sorgt dafür, dass man permanent weiter getrieben wird. Auch die häppchenhafte Aufgabenverteilung – man kann jederzeit überall irgendwas kleines machen und entdecken.

    Aber ich habe diesen Einwand auch schon von Ponk gehört und ich vermute, dass es einfach zwei Spielertypen gibt. Diejenigen, die in Mario mehr Wert auf die sich steigernde Gameplayherausforderung inmitten ständig neuer Ideen legen und diejenigen, die eine pure Freude daran haben, sich mit Mario frei durch Welten zu bewegen, neue Routen zu entdecken usw. Die Mario-Spiele lassen sich dem auch ganz gut zuordnen. Für diejenigen, die eigentlich auf Mario World schwören, dürfte Mario 3D World das beste 3D-Mario sein, da es die 2D-Formel mit kompakten Leveln voller Ideen und einer irren Vielfältigkeit am besten in 3D umsetzt. Die Ideendichte bei 3D World ist sagenhaft. Aber viele waren mit 3D World unglücklich, weil sie in Wahrheit Mario 64 hinterhertrauern. Das hat viele Überschneidungen, spielt sich aber sehr anders als Mario World. Banjo-Kazooie hat das Prinzip noch weiter getrieben hin zu einladenden Welten voller Geheimnisse. Odyssey setzt nun noch weiter dadrauf.

    Die Galaxys stehen zwischen 3D World und Odyssey (aber näher an 3D World) und haben deshalb beide Seiten ein bisschen glücklich gemacht. Für mich sind sie vielleicht auch das ideale Mittel, aber in Wahrheit habe ich mich viel mehr nach etwas wie Odyssey gesehnt, weil es dieses Staunen und Wundern von 64 wiederbringt.

    Ich vermute, dass Mario 64 damals so ein Universalerfolg war, weil das 3D-Erlebnis alle umgehauen hat. Zudem war es herausfordernd genug, um auch die Plattformpuristen zufrieden zu stellen. Im Wesentlichen aber war Mario 64 für die Fraktion, die eigentlich keine offenen Welten wollen, ein Blender. Ich glaube, dass ein modernes Mario 64 viele Leute nicht zufriedenstellen würde. Odyssey hat eine unbestritten gewaltige Qualität, aber auch hier gibt es einige Stimmen, die nicht so viel Spaß daran haben wie an Galaxy.

    Auch wenn alle Marios Elemente von Erkundung (Secret Exits in SMW) und einem starken Gameplayfokus haben, ließen sich die Spiele vielleicht so einteilen:

    Gameplayfokussierte Geschicklichkeitsfokussierte Spiele mit kompakten Levels:
    – Super Mario World
    – Super Mario 3D World

    Mischformen (aber näher an der oberen Kategorie):
    – Super Mario Galaxy
    – Super Mario Galaxy 2

    Erkundungsfokussierte Spiele mit offenen Levels:
    – Super Mario 64
    – Super Mario Sunshine
    – Super Mario Odyssey

    Ich würde darüber hinaus argumentieren, dass Mario Sunshine als einziges dieser Spiele eklatante Schwächen hat und deshalb vielen Leuten nicht gefällt und dass Mario 64 den Bonus der neuen Spieleerfahrung hat und deshalb universeller anerkannt ist. Ansonsten dürfte den Die-Hard-Fans von Mario Bros. 3 und SMW Odyssey etwas weniger gefallen und denjenigen, die sogar Sunshine lieben, Odyssey herausragend gefallen. 3D World leidet unter der lieblosen Präsentation und dem Fokus auf Multiplayer, müsste der ersten Gruppe aber in Wahrheit sehr gut gefallen. Die Galaxys sind der Konsens, werden aber weniger „geliebt“ als 64 und Mario World. Odyssey ist noch weiter von Mario World entfernt als 64 und Sunshine und läuft deshalb trotz der hohen Qualität Gefahr, von den 2D-Puristen verschmäht zu werden.

    In Bezug auf die „objektive“ Qualität der Spiele sehe ich Odyssey an der Spitze, dann Galaxy 2 und Mario World, gefolgt von Mario 64 (das weniger poliert ist und einige schwache Welten hat), Galaxy 1 und 3D World. Sunshine fällt deutlich ab.

    Für mich persönlich sind Odyssey und 64 die tollsten, dann die Galaxys, dann 3D World und Mario World. Ich liebe das Plattforming eigentlich auch, es ist vermutlich mein bevorzugtes Genre, aber mein Herz schlägt so sehr für den Spaß bei der Bewegung durch schön gestaltete Welten. Und wenn ich so rumpsychologisiere, merke ich auch, warum ich Sunshine so hasse. Weil es eigentlich genau in den Bereich fällt, der mir am liebsten ist. Das ist so wie die Wut auf eine schwache Star-Trek-Serie. Wenn Voyager eine andere Serie wäre, fänd ich sie vielleicht OK. Aber so ist der Hass groß. Sunshine hat mir sozusagen ein Spiel wie 64 oder Odyssey „geklaut“.

    Kurzum: Das sind (außer Sunshine) alles fantastische Spiele, wenn auch unterschiedlich poliert. Odyssey erreicht für mein Empfinden ein neues Level an Qualität, aber ich verstehe, dass es nicht den Geschmack einiger Spieler trifft.

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    #66364

    Yoshi
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    Gameplayfokussierte Spiele mit kompakten Levels:

    Erkundungsfokussierte Spiele mit offenen Levels:

    Ich hielte für die erste Kategorie „Geschicklichkeitsfokussiert“ für geeigneter. Die Erkundung bei Mario 64 / Sunshine / Odyssey ist ja auch Gameplay, nur dass dabei das Überlegen, wie man eine bestimmte Stelle erreicht eine größere Rolle spielt und die Umsetzung oft relativ einfach ist.

    Mein Favorit bleibt nach derzeitigem Stand (knapp 270 Monde) übrigens Mario Galaxy 2, wobei das eben auch daran liegt, dass ich zwischen deinen beiden Kategorien liege: Ich mag beide Ausrichtungen gleichermaßen enorm gern, Galaxy 2 bietet von beidem etwas und von beidem eine extrem hohe Qualität. Das hat den Vorteil, dass ich die beiden Extreme, Mario 3D World und Mario Odyssey gleichermaßen phantastisch finde. Allerdings fände ich es generell gut, wenn Nintendo beide Ausrichtungen weiter bedienen würde, Stand vor Odyssey hätte ich mir eher ein Galaxy 3 artiges Spiel von Mario und Donkey Kong Odyssey oder Yoshi Odyssey dazu gewünscht. Dadurch dass Mario nun wieder eher in die Collectathon-Ecke verschoben wurde, liegt dieses Subgenre zum Glück nicht mehr so brach, aber das der Geschicklichkeitsorientierten 3D Jump & Runs liegt dafür brach. Selbst wenn ein DK64 2 kommen sollte, oder auch ein 3D Yoshi, in beiden Fällen wäre ein Erkundungsfokus zwingend auf Grund der Serien-Historie. Bei Mario eben nicht.

    #66365

    Biber
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    Ja. Geschicklichkeitsfokussiert ist besser. Die Theorie ist noch nicht komplett ausgegoren wink

    Deinen Ausführungen zu Galaxy 2 stimmt mein Verstand zu. Doch mein Herz schlägt für Odyssey smile Aber du hast Recht. Galaxy 2 hat eine sehr gute Balance und Odyssey opfert ein wenig viel, um das zu tun, was es tut. Vielleicht hat man die Rufe nach einem Mario 64 Nachfolger „zu“ ernst genommen. Vielleicht auch nicht, denn immerhin ist Odyssey kein halbgarer Kompromiss, sondern extrem konsequent in allem, was es tut. Im Grunde ist meine Haltung paradox, denn eigentlich gefällt mir 3D World ja auch sehr, weil ich beides sehr mag. Vielleicht ist dies der Unterschied: Beide bringen mir viel Spaß und ich erkenne in beiden die große Qualität. Aber der Fanboyteil, der vor (Vor-)Freude und Eurphorie jauchzt, jubelt doller über Odyssey. Mario 3D World ist einfach ein Spiel, das mit von vorn bis hinten Spaß gemacht hat und mich mit Ideen begeistert hat. Aber bei Odyssey bin ich Fan. Das ist irrational, aber auch eine Qualität, die Spiele auslösen können. Und ja – Donkey Kong hätte sich natürlich auch sehr dafür angeboten. Aber aus Nintndos Sicht macht das schon Sinn. 3D World ist stellvertretend für den Misserfolg der U und wenn man Aufbruch signalisieren will, dann muss man das mit den großen Marken tun. Deshalb haben sie mit Zelda und Mario recht radikale Schritte gewagt bzw. sind zurück zu den großen Erfolgsstorys gegangen.

    Ich bin aber auch gespannt, wie sie das Feld weiter bestellen. Denn man kann einen geistigen Nachfolger von 3D World auch mit anderen Figuren besetzen. Und sei es Luigi smile

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    #66367

    Shiningmind
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    Biber, ich bin beeindruckt davon wie du das immer alles aufbröseln kannst. Ich glaube in der Tat, dass das beste Mario für mich eigentlich ein 2D Mario in 3D ist. Da denke ich, dass die Galaxies und hier speziell der zweite Teil stark meinen Geschmack getroffen hat.

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    #66369

    Zeratul
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    Kann mich da nur anschließen, ich finde das ist wirklich eine herausragende Analyse der Mario-Spiele. Wäre das nicht auch eine Überlegung für die Beleuchteten Brüder bzw. so als eigenes Format, dass du über solche Dinge auf der Meta-Ebene sprichst, bzw. sowas analysierst? Nicht weil ich das lieber in Videoform sehen würde als es zu lesen, sondern weil man nunmal leider mit Videos heutzutage mehr Leute erreicht als mit Texten und so hättet ihr bzw du noch etwas abseits der Let’s Play Schiene.

    Ich persönlich kann da eigentlich gar keinen Fokus nennen, der mir am besten gefällt, weil mir alle Aspekte gleichermaßen gut gefallen. Aber wenn ich einen Favoriten nennen sollte, dann wären es glaube ich die Galaxy-Spiele, eben weil diese eine ideale Mischung aus den 2D Marios und den erkundungsfokussierten Spielen darstellen.

    Wenn man es aber mal genau bedenkt, waren die Bowser-Level in Mario 64 eigentlich vom Aufbau her den Leveln in Galaxy sehr ähnlich. Das war vom Spielprinip her auch nichts anderes als die 2D-Marios.

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