Kritiken

Hydro Thunder – Hirn aus, Boost an

Ende der 90er gab es noch Wasserrennspiele wie Sand am Meer: Aqua Jet von Namco, Wave Runner von Sega, Jet Wave von Konami, Wave Race 64 von Nintendo, Jet Rider von Sony und Hydro Thunder von Midway. Letzteres ist das einzige Spiel, das es sowohl in der Spielhalle als auch als Heimversion gibt.

Das Gameplay gestaltet sich erwartungsgemäß sehr eingängig. Mit Turbodüsenbooten sammelt ihr auf der Strecke liegende Boosts ein und brettert damit über die Wellen, was das Zeug hält. Bei aktiviertem Boost werden Kontrahenten, die ihr berührt, einfach wie Spielzeug davongeschleudert. Ihr fahrt aber auch gegen die Zeit. Erwischt ihr einen Checkpoint nicht, ist das Rennen gelaufen. Die Zeitlimits stellen aber in der Regel kein Problem dar.

Zunächst ein paar Punkte, die nicht so gelungen sind. Der Anstieg des Schwierigkeitsgrads ist sehr sprunghaft. Während die Strecken auf Easy beim ersten Versuch machbar sind, hat man an den Medium-Strecken schon zu knabbern. Der Wellengang bleibt jederzeit moderat und hat leider kaum Einfluss auf das Fahrverhalten eures Boots. Außerdem sind Strecken, die nur von A nach B führen, vergleichsweise kurz.

Hervorragend ist hingegen das abwechslungsreiche Streckendesign mit stimmungsvollen Locations wie Karibik, Griechenland oder China. Auf den Strecken gibt es zahlreiche Abkürzungen, die entdeckt werden wollen und die für gute Platzierungen essentiell sind.

Hydro Thunder ist ein rasanter Arcade-Spass für zwischendurch.

 

Dieser Artikel ist Teil der Reihe „Screws Top 100 Arcade Racer“ – die laufend aktualisierte Bestenliste findet ihr in diesem Beitrag.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Haupta...