Ausblicke

Life is Strange: Before the Storm in der Vorschau

Vor dem Sturm kommt ja laut dem bekannten Sprichwort die Ruhe. Ob das auch auf das Leben von Chloe Price zutrifft? Nach meinem ersten Blick auf das Prequel zum beliebten Life is Strange namens Before the Storm bezweifle ich, dass diese Weisheit auch den Gemütszustand der rebellischen Teenagerin beschreibt. Im beschaulichen Arcadia Bay gibt es schließlich genügend Gelegenheiten für sie, mit ihrem Lebensstil anzuecken.

Life is Strange: Before the Storm – Gamescom Launch Trailer | PS4

Die Geschichte von Before the Storm setzt drei Jahre vor den Ereignissen von Life is Strange an und dürfte für Fans von Coming of Age-Stories ein echtes Highlight in diesem Jahr werden. Während ihre beste Freundin Max, bekanntermaßen Protagonistin aus dem beliebten ersten Ableger des Franchise, weggezogen ist, gerät Chloes Leben aus der Bahn. Nach dem dramatischen Tod ihres Vaters verliert sie das Interesse an ihrer schulischen Ausbildung, was besonders angesichts der hohen Semesterkosten der Privatschule die Stimmung Daheim nicht gerade hebt. Gerade wenn es scheint, dass sich ihre Probleme immer mehr anhäufen, lernt sie Rachel Amber kennen. Sie ist ihre, bei allen im Ort beliebte, Mitschülerin. Auf den ersten Blick verbindet die jungen Frauen nicht viel, doch wie Fans der Reihe wissen, entwickelt sich eine Freundschaft. Was genau die beiden verbindet, könnt ihr in Before the Storm erforschen.

Ein zentrales Element vom ersten Life is Strange war die Fähigkeit, die Zeit zurückzudrehen, um Entscheidungen entsprechend ihrer Folgen abwägen zu können. Obwohl Before the Storm wohl keinen übernatürlichen Storytwist bieten wird, legen die Entwickler wieder viel Wert darauf, dass ihr die Geschichte durch euer Verhalten prägen könnt. Je nach dem wie ihr Probleme angeht oder in Konversationen agiert, kann dies kleine oder große Auswirkungen auf den Verlauf der Geschichte haben. Eine Situation, die uns Redakteuren präsentiert wurde, startete mit einem Besuch Chloes beim Konzert ihrer Lieblingsband. Als sie die unverschämt hohen Preise für das Merchandise nicht zahlen wollte, hat der Spieler die Möglichkeit ein T-Shirt und das Geld des Verkäufers zu stehlen. Entscheidet ihr euch das Shirt zu klauen und am nächsten Morgen anzuziehen, verratet ihr eurer Mutter, dass ihr verbotenerweise nachts von Zuhaus abgehauen seid. Mit dem gestohlenen Geld könnt ihr die Schuld beim lokalen Drogendealer begleichen. Tut ihr dies nicht, habt ihr später die Möglichkeit eurer allein erziehenden Mutter mit den sich häufenden Rechnungen auszuhelfen.

Wer Chloe Price bereits kennt weiß, dass sie eine ziemliche große Klappe hat und sich nicht leicht einschüchtern lässt. Diese Charaktereigenschaft hat Square Enix in ein neues Gameplay-System namens Backtalk umgewandelt. Bei bestimmten Gesprächen könnt ihr diese Antwortoption auswählen, um ein Wortgefecht mit eurem Gegenüber auszutragen. Einmal ausgewählt, ist es von höchster Bedeutung dem Gesprächspartner genau zuzuhören. Nach jeder seiner Aussagen müsst ihr auf diese Bezug nehmen, um nicht zu scheitern. Bezeichnet euch der Schulleiter also beispielsweise als kindisch, ist diese Beschreibung als Schlüsselwort zu sehen, auf dass ihr mit eurer Antwort Bezug nehmen solltet. Das System ist meiner Meinung nach wirklich eine witzige Idee, die die Eigenheiten des Teenies spielerisch aufgreift, aber noch bin ich nicht ganz überzeugt. Die präsentierten Beispiele für diese Widerreden waren ziemlich simpel und schienen nicht unbedingt fordernd. Allerdings, so viel konnte verraten werden, sollen diese Momente je nach Gesprächspartner und Situation hinsichtlich ihres Schwierigkeitsgrades variieren.

Alles in allem macht Life is Strange: Before the Storm einen guten Eindruck. Alles, was Fans am Vorgänger geschätzt haben, scheint wieder aufgegriffen worden zu sein. Sollte die Story die selben emotionalen Höhen erreichen, steht uns am 31. August mit der ersten Episode ein echtes Highlight des frühen Herbst bevor!

Life is Strange: Before the Storm scheint die Qualitäten zu besitzen, welche Fans am ersten Abenteuer von Chloe Price so geschätzt haben. Dabei verzichten die Entwickler diesmal auf das übernatürliche Element aus dem Vorgänger und präsentieren eine bodenständigere Geschichte.

Action-Spiele und Shooter aller Art sind Roberts Fachgebiet. Zwischendurch darf es aber auch gerne ein Spiel mit spannender Story und dichter Atmosph...