Mehrere Minuten Gameplay zu Resident Evil 7 + Neue Infos zur Story und massig Screenshots

Kürzlich lud Capcom mehrere Vertreter der Videospielpresse zum Probespielen von Resident Evil 7 nach Osaka, Japan ein. Die sich daraus ergebenden Infos wollen wir euch im Folgenden knapp wiedergeben. Wie bereits bekannt, schlüpft man in die Rolle des Helden Ethan, wobei im Interview mit Executive Producer Jun Takeuchi deutlich wird, dass von Held kaum die Rede sein kann.

So hätte man sich mit Chris Redfield in Resident Evil 5 derart stark in den Aufbau eines klassischen Helden verritten, dass es der Horroratmosphäre zuwider lief. In Resident Evil 7 wolle man explizit das Gefühl von Hilflosigkeit erzeugen, wie damals im ersten Teil der Serie, als man im Spencer-Anwesen unterwegs war. Da Ethan im Gegensatz zu Jill Valentine und Co. aber kein Spezialagent ist, sondern ein echter Durchschnittstyp, gestaltet sich die Erfahrung, auch ohne VR, wesentlich nahbarer. „Vom Makro- zum Mikrokosmos“, heißt bei Takeuchi, der davon erzählt, dass man weg von den globalen Ereignissen wollte, in denen die RE-Geschichte mittlerweile stattfindet. Doch der siebte Teil sei definitiv kein Reboot, sondern spielt zur selben Zeit wie die anderen Teile. Irgendwo also liefern sich Jill, Chris und Wesker hitzige Gefechte – nur nicht im Baker-Anwesen. Ob es neben zahlreichen Anspielungen auf ältere Spiele geben dennoch einen Auftritt bekannter Gesichter geben wird, ist nach wie vor unbekannt.

Zwar wird es Waffen geben, darunter in jedem Fall Pistole und Schrotflinte, doch oftmals ist es besser, sich die Umgebung zum Nutzen zu machen und sich an Gegnern vorbei zu schleichen. Besonders perfide: Zwar sind Vergleiche mit etwa dem erst letzes Jahr erschienenen Alien: Isolation naheliegend, doch im Gegensatz zu diesem ist die Entdeckung durch Feinde in RE7 kein binäres Event. Entdeckt zu werden bedeutet nicht, automatisch auch das zeitliche zu segnen. Kämpfen, flüchten, verstecken, alles sind valide Optionen, die dem Spieler zur Verfügung stehen.

Die vorhin angesprochene Hilflosigkeit des Spielers wird durch bewusstes Design der Gegner noch auf die Spitze getrieben. Anstatt der mittlerweile gewohnten Gegnermassen begegneten die Testspieler in fünf Stunden Spiel nur drei menschlichen Gegnern, nämlich den Mitgliedern der Baker-Familie, der das Anwesen in den Sümpfen gehört. Vater Jack, Mutter Marguerite und Sohn Lucas bewohnen das (Haupt-) Haus und begegnen dem Spieler immer wieder. Besonders Vater Jack mit seiner Schaufel soll an Resident Evil 3s Nemesis erinnern in seiner langsamen, aber beständigen Art, den Spieler zu verfolgen. Und ist er an einem heran, tötet er den Spieler nicht sofort, sondern wirft ihn durch den Raum und fordert auch noch provokant dazu auf, sich zu wehren. Sofern die Nemesis-Vergleiche auch auf die kämpferische Auseinandersetzung passen, sollte man sich hier lieber aus dem Staub machen. Neben den Bakers gibt es aber auch weniger vertraute Gegner. Die Enwickler Capcoms betonen, dass nicht die schnellen, brutalen Gegner die schlimmsten in der Serienhistorie gewesen sein (Licker, Hunter, etc.), sondern diejenigen, die sich langsam auf den Spieler zu bewegen, dabei bizarre Bewegungsmuster präsentieren und sich der Vorstellungskraft des Gewohnten entziehen, etwa die Los Regenerados aus Resident Evil 4. Im Testspiel gab es diese Art Gegner allerdings nur in einem einzigen Gebiet. Capcom möchte nicht mit Masse Panik erzeugen, sondern jede einzelne Konfrontation zu einem nachhaltigen Erlebnis machen, selbst wenn es sich „nur“ um eine 1-gegen1-Situation handelt.

Ein besonderes Element ist bei alledem, dass man auf dem Anwesen immer wieder alte VHS-Videokassetten finden kann. Diese interaktiven Flashbacks versetzen den Spieler in die Rolle eines anderen Charakters, der irgendwann einmal auch im Baker-Haus unterwegs war. Das Besonderes, so Takeuchi, ist, dass sich bei diesen entbehrlichen Charakteren andere erzählerische Möglichkeiten auftun. Soll heißen: Noch mehr als ohnehin im Hauptspiel weiß man hier wirklich gar nicht, was beim Gang um die nächste Ecke, beim Öffnen der nächsten Tür geschehen wird. Positiver Nebeneffekt der VHS-Sequenzen sind Ausblicke auf kommende Spielgebiete und damit einhergehende Hinweise für Ethan.

Resident Evil 7 erscheint am 24. Januar 2017 für PlayStation 4 und Xbox One in Europa. Der Horror-Titel aus der Ich-Perspektive wird einer der größten Titel sein, die vollständig für PlayStation VR ausgelegt sind, dabei aber auch traditionell am Fernseher spielbar ist. Was haltet ihr von der Neuausrichtung der Resident Evil-Serie? Seid ihr mit im Boot oder überwiegt noch die Skepsis? Hinterlasst einen Kommentar unterhalb dieser News.

 

Quelle: Eurogamer

Wenig lässt das Herz von Redakteur Max höher schlagen, als opulente, ausladende 3D-Welten mit hohem Interaktionsgrad, damit er sich so richtig in andere Welten versetzt fühlt. Konträr dazu zeigt sich sein aufgeschlossenes Gemüt, wenn er sich verrückten Japano-Titeln widmet, in denen die Grenzen zwischen Katzen und Mädchen schon mal verschwimmen.

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1 Kommentar auf "Mehrere Minuten Gameplay zu Resident Evil 7 + Neue Infos zur Story und massig Screenshots"

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Z.Carmine
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Das Video war ja nicht gerade der Burner. Ist wohl eh nicht meine Art von Spiel.

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