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Mr. Shifty Test

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6.5

Ordentlich

6.8

Leserhype

Es ist schon so eine Sache als Superheld: Da hat man irgendwelche übernatürlichen Fähigkeiten, und schon fordert die Menschheit, sie für die gute Sache einzusetzen. Alternativ kann man natürlich auch seinen Supermittelfinger zeigen, und sich zum ultimativen Bösewicht aufschwingen, der zumeist von tief dystopischen Gedanken geplagt die Menschheit auslöschen will. Etwa, um sie durch eine Armada Klone oder Roboter zu ersetzen, die ihm in ewiger Ergebenheit dienen. Man kennt das. Nur eines eint alle Superhelden und Oberbösewichter: Zum absoluten Erfolg auf den Comic-Titelseiten braucht es einen griffigen Namen. Wie super wäre Superman schließlich noch, würde er Mr. Redcape heißen? Mr. Shifty, der Protagonist des gleich betitelten Switch-Indie-Titels, steht also vor einem echten Dilemma: Sein Name steht für absolutes Mittelmaß.

Das man in Mr. Shifty einen Superhelden spielt, ist also gar nicht so klar. Obwohl man von der ersten Sekunde an die übernatürliche Fähigkeit der Teleportation beherrscht, ist es dem Spiel erst mal gar nicht so wichtig, warum dies so ist und wohin das führen soll – und es lässt sich auch gar keine Zeit für ausschweifende Erklärungen. Man wird einfach ins Geschehen geworfen: irgendein Typ hat irgendwo in einem Wolkenkratzer Plutonium und bezweckt Böses, lässt einen eine anonyme Auftraggeberin wissen. Beim Versuch, dieses zu entwenden, stellen sich nun also diverse Handlanger in den Weg, die leider auch noch alle ihre Keykarten verlegt haben. Verdammt! Nun gilt es also, den Angriffen dank Teleportation und Handlungsschnelligkeit auszuweichen, die Gegner auszuschalten und die Level zu meistern – Hotline Miami lässt grüßen. Der treibende Techno-Soundtrack wird dabei durch funktionalen, aber doch eintöntigen Rock ersetzt; die Grafik ist stilsicher, one große Macken, aber doch nicht ganz so cool wie das offensichtliche Vorbild.

Ebenso durchschnittlich verläuft die Progression des Spiels: Von Stockwerk zu Stockwerk geht es der Spitze des Wolkenkratzers und dem Nemesis entgegen, während man in Texthappen ein wenig mehr über die Hintergründe des Titelheldens und seiner Mission erfährt. Das ist wenig spannend inszeniert, gibt dem Spieler aber dann doch die Motivation, die positiv übersichtlichen Level anzugehen. Die Steuerung geht dabei schnell gut von der Hand und gerade im Handheld-Modus der Switch kann das Spiel für kurzweilige Unterhaltung sorgen. Leider werden im Laufe des Spiels kaum neue Gegnertypen und keine weiteren Fähigkeiten eingeführt. Nach ein paar Stunden ist auch alles gesehen – hartgesottene Spieler können im Anschluss zumindest noch ihre Highscores nach oben schrauben.

Das mag jetzt alles sehr mittelprächtig klingen. Doch nicht jeder Held muss gleich dafür geschaffen sein, die Welt zu retten. So geht es auch Mr. Shifty. Das kleine Indie-Spektakel mag zwar in jeder Einzelkategorie nicht mit anderen Titeln mithalten können, am Ende macht die Summe aller Teile aber trotzdem genug Spaß, einen Blick zu riskieren. Gerade Switch-Spieler, die zwischendurch und unterwegs ein wenig Zeitvertreib suchen, kommen mit Mr. Shifty sicher auf ihre Kosten.

Gut

  • kurzweilige Unterhaltung
  • gute HD Rumble Unterstützung
  • clevere Ergänzung der "Hotline Miami"-Formel
  • ordentliche Grafik und Musik

Schlecht

  • etwas monotone Progression
  • charakterloser Titelheld

Fazit

Mr. Shifty macht vieles richtig - traut sich am Ende aber doch zu wenig, um überdurchschnittlich gut zu sein. Auf der Switch ist das Spiel aber dennoch relativ konkurrenzlos und kann für einige Stunden Unterhaltung sorgen. Trotz aller Kritikpunkte darf man also durchaus zugreifen - und beim Spielen fleißig die Daumen drücken, dass Entwickler Team Shifty nach dem alles in allem gelungenen Erstlingswerk eine etwas mutigere Fortsetzung plant. Denn das Potenzial zu einem Hit ist definitiv vorhanden!
6.5

Ordentlich

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3 Kommentare auf "Test"

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Valet
Editor

Hm, klingt interessant. Mal im Hinterkopf behalten. Schöner Test!

Biber
Mitglied
Patreon

Ja, dem Spiel sehr angemessener Test – gibt nen guten Eindruck vom Spiel und ist vor allem angenehm knapp und kompakt.

lottogewinner
Webmaster

Ich dachte schon kurz, du schreibst „mittelmäßig“ smile

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