Road to E3: Sonic Forces

Die E3 2017 steht kurz bevor! Grund genug in den nächsten Wochen eine Bestandsaufnahme zu machen: was wissen wir über die Spiele, die in Los Angeles gezeigt werden? Und was müssen sie besser machen? Viel Spaß beim Lesen von Road to E3!

Beinahe sechs Jahre sind nun vergangen, seit Sega Sonic Generations veröffentlicht hat. In der Zwischenzeit hat es zwar durchaus weitere Sonic-Spiele gegeben, das einzige Spiel von Sonic Team hat die Boost-Formel allerdings vollständig ruhen lassen. Sonic Lost World hat allerdings mit seinem Parcours-System und der deutlichen Reduktion des Arcade-Feelings nicht das getroffen, was ich an Sonic besonders schätze und so blicke ich umso gespannter auf Sonic Forces, das in Anbetracht eines angepeilten Releases in diesem Weihnachtsgeschäft sicherlich einer der großen Titel für Sega auf der E3 werden dürfte.

Sonic Forces verspricht in die Fußstapfen von Sonic Generations zu treten, ohne aber eine Jubiläumsfeier im Hintergrund zu haben. Stattdessen müssen Sonic, Classic Sonic und ein neuer, dritter spielbarer Charakter Dr. Eggmans schlagkräftige Truppe in – jedenfalls teilweise – neuen Umgebungen zurückschlagen. Während das Gameplay der beiden Sonics ohne große Änderungen bereits eine Menge Spaß verspricht, darf man in Hinblick auf den neuen Baukasten-Charakter gespannt sein.

Auf den ersten Blick macht der neue Charakter einen guten Eindruck, gerade weil er sich nicht allzu stark von dem modernen Sonic unterscheidet und diesen nur um die aus Sonic Colours bekannten Wisps bereichert. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Leveldesigner mit der Variabilität des Gameplays des Charakters umgehen, denn je nach gewählter Tierart unterscheiden sich die Fähigkeiten des Charakters. Fähigkeiten wie mit einer festen Zahl an Ringen zu starten, sobald der Charakter das Zeitliche gesegnet hat, sind hierbei sicher kein Problem. Ein Typus kommt aber beispielsweise mit einem Doppelsprung daher, ein anderer mit der Homing Attack. In der Konsequenz dürfte es eine interessante Herausforderung für die Entwickler sein, die Fähigkeiten irgendwie im Leveldesign einzubinden, ohne auf der anderen Seite einzelne Konfigurationen massiv zu bevorzugen.

Gerade in einer Zeit, da Designprinzipien aus Arcade-Spielen immer mehr vernachlässigt werden, braucht Sonic Forces gar nicht sonderlich viel Differenzierung von seinem Vorgänger, um positiv hervorzustechen. Die hohe Spielgeschwindigkeit, lineare Leveldesigns und maximal fünf Minuten lange Level mit einer abschließenden Leistungsbewertung sind in einer Zeit der offenen Welten bereits Alleinstellungsmerkmal genug. Ich bin äußerst zuversichtlich, dass Sonic Forces ein überzeugender Adrenalinschub wird und auf der E3 mit frischen Levelthemen und wilden Konstruktionen einen exzellenten Eindruck hinterlassen wird.

Sehr interessant dürfte auch werden, wie Sega mit der Nintendo Switch-Version umgeht. Bei einem Highspeed-Spiel wie Sonic Forces ist eine Reduktion der Framerate eigentlich keine Option, denn dadurch würde man die Spielbarkeit torpedieren. Insofern sehe ich im Grunde genommen drei annehmbare Optionen: Das Spiel wird vorrangig für Switch entwickelt und die anderen Plattformen erhalten nur etwas hübschere Effekte und Texturen, das Spiel wird optisch auf Switch massiv herunterskaliert um die 60 Bilder in der Sekunde auch auf dem Handheld halten zu können, oder aber Dimps wird wieder mit ins Boot geholt, um für Switch ein gänzlich eigenes Sonic Forces zu entwickeln, das die gleiche Geschichte erzählt, aber mit eigenständigem Leveldesign daher kommt. In Anbetracht dessen, dass Dimps in der Vergangenheit gute Arbeit mit Sonic geleistet hat, würde ich persönlich die dritte Variante bevorzugen. Auch, weil ich auf diese Weise Ende des Jahres voraussichtlich zwei tolle Sonic-Spiele spielen könnte.

Alles in allem bin ich also höchst gespannt, was Sega in Hinblick auf Sonic Forces auf der E3 zeigen wird und hoffe insbesondere auf weitere Impressionen hinsichtlich des dritten spielbaren Charakters und der Switch-Version des Spiels.

Verfasst von
Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Hauptaugenmerk liegt bei ihm meistens auf der Spielmechanik, eine gut geschriebene Geschichte lässt ihn aber auch schwach werden. Lieblingsspiele: Yoshi’s Island, Super Mario Galaxy 2, Sonic Generations und Zelda: Skyward Sword.

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