Ausblicke

Sayonara Wild Hearts – Gamescom Hands-On

Auf der diesjährigen Gamescom hat Nintendo wieder eine Hand voll Indie-Spiele für die Nintendo Switch im Gepäck, darunter das schnelle Arcade-Spiel Sayonara Wild Hearts. Dieses im Neonstil gehaltene Spiel kombiniert Jump & Run-, Rennspiel- und Rhythmus-Elemente zu einer unterhaltsamen Erfahrung.

In Sayonara Wild Hearts fliegt, fährt oder läuft man entlang eines automatisch scrollenden Pfades, der in der Regel in den Bildschirm hineinführt. Ziel des Spiels ist es einerseits, massig in den Levels verteilte Sammelobjekte aufzulesen und dabei Hindernisse auszuweichen und gegnerische Angriffe zu parieren. In der Gamescom-Demo gibt es eine Hand voll Level, die dem Spieler ermöglichen, sich zunächst mit den Autoscroll-Jump & Run-Elementen anzufreunden und dabei an die relativ hohe Spielgeschwindigkeit zu gewöhnen, sowie ein Level, in dem man sich an das Rhythmus-basierte Kampfsystem gewöhnen kann. In einem rasanten Abschlusslevel wechseln sich dann Kampf und Fahrtszenen in hoher Schlagzahl ab.

Sayonara Wild Hearts

Wenngleich Screenshots der frühen Level den Eindruck erwecken könnten, dass man in Sayonara Wild Hearts nur zwischen einer kleinen Zahl an Schienen hin und her wechseln kann, kann man sich im Spiel frei in dem zur Verfügung stehenden Raum bewegen und teilweise ist es durchaus sinnvoll, nicht genau eine eingezeichnete Bahn einzunehmen, sondern zwischen zwei Bahnen zu fahren, um Sammelgegenstände von beiden Bahnen aufzulesen. Einige spätere Gruppen von Sammelgegenständen sind überdies nicht auf eine einzelne Bahn beschränkt, sondern schlängeln sich entlang mehrerer Bahnen.

Die Steuerung des Spiels wirkt zunächst recht empfindlich, das ist allerdings auch notwendig, um mit der hohen Spielgeschwindigkeit Schritt halten zu können. In der kurzen Anspielzeit auf der Gamescom konnten wir uns aber bereits an die fixe Steuerung gewöhnen. Auffällig ist allerdings, dass das Spiel sehr großzügig mit Fehlern umgeht. Jedenfalls in der Demo wurde man nach einem tödlichen Fehler nahezu unmittelbar am selben Punkt wieder abgesetzt. Es ist allerdings durchaus nicht unwahrscheinlich, dass dies speziell für die Gamescom-Demo so eingestellt wurde.

Neben dem reinen Levelabschluss gibt es in jedem Level Punktvorgaben für Bronze-, Silber- und Goldmedaillen, die, gemessen daran, dass wir nur einen Durchlauf auf der Messe je Level hatten, verhältnismäßig einfach erscheinen, ohne, dass sie gleich völlig trivial wären. Da das schnelle Gameplay und die kurzen Level geradezu ideal für wiederholte Leveldurchläufe sind und es eine Menge etwas kniffligerer Szenen gibt, könnte die Highscore-Jagd durchaus reizvoll sein.

Auf der Gamescom hat Sayonara Wild Hearts einen sehr guten Eindruck hinterlassen und kann insbesondere auch mit einer – auf der Switch bei dieser Messe leider alles andere als selbstverständlichen – runden Performance überzeugen. Die kräftigen Neonfarben, die lebhafte Musik und das recht durchgedrehte Charakterdesign tragen ihren Teil zum Spiel bei. Man darf auf das finale Produkt gespannt sein.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Haupta...