Spiele des Jahres 2016 der GU-Redaktion

Auch im vergangenen Jahr haben wir unsere Konsolen und Handhelds wieder mit allerhand Spielen gefüttert. Da in unserer Redaktion jeder Redakteur ganz individuelle Vorlieben hat und sich Spiele völlig unterschiedlicher Machart auch schwerlich vergleichen lassen, haben wir uns entschieden, uns nicht auf ein einzelnes Spiel des Jahres festzulegen. Stattdessen stellt euch im Folgenden jeder Redakteur seine Spiele-Highlights des Jahres 2016 vor.

Spiele des Jahres 2016 – Robert Stotzem

Inside
Die meisten Indie-Spiele gefallen mir nicht. Pixeloptik löst bei mir längst keine nostalgischen Gefühle mehr aus und mittelgute Plattformer können mich einfach nicht fesseln. Inside, von dem durch Limbo bekannt gewordenen Studio Playdead, ist aber womöglich trotzdem oder gerade deshalb mein liebstes Spiel des Jahres. Die Optik ist trotz Farbmangel wahnsinnig detailverliebt und passt zur surrealen Geschichte, die von dem hilflosen Jungen erzählt wird, welcher sich durch diesen dystopischen Albtraum rätselt. Das Ende des Spiels wird nicht jedem gefallen, aber mich hat es auch einige Tage nach dem Durchspielen noch beschäftigt. Und das schaffen mittlerweile nur noch die wenigsten Spiele.

Quantum Break
Remedys Quantum Break ist dieses Jahr leider etwas unter gegangen. Zu viele Verschiebungen, eine Neubesetzung der Schauspieler und die begrenzte Verfügbarkeit auf der Xbox Plattform dürften allesamt ihren Teil dazu beigetragen haben. Dabei bietet das Spiel doch herausragendes Third-Person-Shooter Gameplay! Vielleicht waren die Zeitkräfte auch zu experimentell, um die breite Masse anzusprechen? Wer sich mit den Spielmechaniken auseinandersetzt, kann selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ganze Armeen aufmischen – ganz ohne Einsatz der Covermechanik. Auch die Story hat mich bis über das Durchspielen hinaus bei Laune gehalten. Gebt Quantum Break unbedingt eine (zweite) Chance!

The Witcher 3: Blood and Wine
Diese Erweiterung zum Rollenspiel-Epos ist kein Lückenfüller, weil mir keine weiteren Kandidaten für das Spiel des Jahres eingefallen wären. Das was CD Project RED hier zum kleinen Preis anbietet, lässt selbst die Vollpreis-Konkurrenz alt aussehen. Ein weitläufiges neues Areal, neue Feinde und eine clevere Geschichte beenden die Reise des Hexers Geralt mit Bravour. Wenn euch die allgegenwärtigen Lobeshymnen auf The WItcher 3 bisher noch nicht überzeugen konnten, wird es auch jetzt schwer. Ich versuche es trotzdem: Spielt The Witcher 3 mit allen Erweiterungen. Worauf wartest du? Jetzt!

 

Spiele des Jahres 2016 – Joshua Hampf

Battlefield 1
Unverhofft kommt oft, denn ich hätte im Vorfeld wirklich nicht erwartet, dass Battlefield 1 mein persönliches Spiele-Highlight des Jahres 2016 darstellt. Der letzte Shooter mit dem ich so viele Stunden verbracht habe, war Perfect Dark auf Nintendo 64. Die Gemeinsamkeiten der beiden Titel beschränken sich in erster Linie auf das gemeinsame Genre, doch die packende Multiplayer-Action von Battlefield 1 hat es mir wirklich angetan. Abwechslungsreiche Spielmodi, großartiges Gameplay und eine enorm motivierende Lernkurve haben dafür gesorgt, dass sich die Disc von Battlefield 1 schon unzählige Stunden in meinem Laufwerk gedreht hat. Gemeinsam mit Freunden, die sich in einem Trupp organisieren, ist die Spielfreude schier endlos. EA hat eine wahre Multiplayer-Bombe abgeliefert – ein absoluter Pflichtkauf und ein würdiges Spiele-Highlight 2016.

Pro Evolution Soccer 2017
Eine jährlich erscheinende Fußballsimulation als Highlight des Jahres 2016? Ja! Denn mit Pro Evolution Soccer 2017 hat Konami einen neuen Standard im Bereich der virtuellen Fußballsimulationen gesetzt. Gameplay nahe an der spielerischen Perfektion – so lässt sich der diesjährige PES-Ableger mit wenigen Worten beschreiben. Künftige Fußballtitel werden sich an diesem Spiel messen lassen müssen. Auch nach zahlreichen Partien mit Freunden oder gegen Online-Gegner bleibt die Faszination am diesjährigen Rasenschach aus dem Hause Konami ungebrochen hoch. Pro Evolution Soccer 2017 ist die beste Fußballsimulation aller Zeiten.

Firewatch
Der Indie-Titel Firewatch fällt wohl in die Kategorie „Walking-Simulator“ und erzählt eine spannende und mysteriöse Geschichte, die vor allem von ihrer dichten Atmosphäre lebt. Der Funke (haha, Wortspiel bezogen auf den Titel!) ist beim Spielen nicht sofort übergesprungen, doch mit dem Verlauf der Geschichte konnte ich den Controller nicht mehr zur Seite legen und war auf die Auflösung gespannt. Der besondere Grafikstil und die ungewöhnliche Erzählweise haben Firewatch in meinen Kopf gebrannt (haha, Wortspiel bezogen auf den Titel!) und gepaart mit der dichten Atmosphäre und den emotional packenden Ereignissen gehört der Titel unbedingt zu meinen Spiele-Highlights 2016.

 

Spiele des Jahres 2016 – Sebastian Küpper

Fire Emblem Fates: Herrschaft
Fire Emblem Awakening hat die Fire Emblem-Serie zu ungeahnten Höhen in Hinblick auf die Popularität verholfen, allerdings wurde dieser Erfolg auch durch einige spielerische Erleichterungen erkauft, die mir nicht unbedingt gefallen haben. Mit Fire Emblem Fates: Herrschaft hat Intelligent Systems nun noch einmal aus den Vollen geschöpft und eines der erbarmungslosesten Fire Emblem-Spiele geschaffen. Beschränkte Erfahrungspunkte, beschränkte monetäre Mittel, aber ein noch schnellerer Spielablauf, ein flexibles Partner-System und ein extrem abwechslungsreiches – und knackiges – Missionsdesing wissen zu begeistern. Fire Emblem Fates: Herrschaft verbindet die Tugenden früherer Fire Emblem-Spiele mit neuen Ideen und angemessenen Modernisierungen und wird dadurch in meinen Augen klar zum besten Strategie-Rollenspiel, das ich bislang habe spielen können – und zum meines Erachtens besten Spiel des Jahres.

Star Fox Zero
Was wurde über Star Fox Zero nicht lebhaft gestritten. Trotz gegenteiliger Befürchtungen ist Star Fox Zero eine sehr konsequente Weiterentwicklung der Star Fox-Formel und schafft es, aufregende, schnelle Arcade-Action mit einer ungewöhnlichen Steuerung aufzuwerten. Die Kombination aus Fernseher und GamePad wurde wohl von keinem Spiel zuvor so konsequent und gut genutzt – zumal für ein Einzelspielerspiel – wie bei Star Fox Zero. Die Bewegungssteuerung zur Feinjustierung beim Zielen ist äußerst intuitiv und funktioniert hervorragend und das Leveldesing ist abwechslungsreich und spannend.

Zero Time Dilemma
Zero Time Dilemma tritt in große Fußspuren, denn Virtue’s Last Reward hat, jedenfalls in meinen Augen, die beste Story aller Videospiele. Zero Time Dilemma bietet ebenfalls eine sehr gelungene Geschichte, die durch ihre ungewöhnliche, nicht-lineare Erzählweise zusätzlich zu packen weiß. Wenngleich die Geschichte nicht ganz so überzeugend ist wie bei Virtue’s Last Reward, hat sie mich von Anfang bis Ende gepackt und motiviert. Wo in Sachen Story ein kleiner Rückschritt zu verpüren ist, macht Zero Time Dilemma aber spielerisch einen signifikanten Schritt nach vorn. Die Rätsel sind sehr durchdacht und sind stets durch logische Überlegungen zu lösen. Obwohl es einer nahezu identischen Formel folgt, macht es einen deutlichen Schritt nach vorn und kann – selbst völlig abseits der Geschichte – auch spielerisch voll überzeugen.

 

Spiele des Jahres 2016 – Maximilian Edlfurtner

Digimon Story: Cyber Sleuth
Woher kam DAS denn? Ein rundherum, ähm, rundes JRPG, das das Digimon-Thema nahezu perfekt umsetzt. In Sachen Kreativität sicher nicht der Maßstab der Dinge, aber alles das, was es tut, tut es richtig und mit dem nötigen Feinschliff. Eine stimmige Story, charismatische Figuren, viele wunderschön ausgearbeitete Digimon und ein extrem flottes Kampfsystem. Dazu „snappy“ Menüs, in denen man sich fix fortbewegen kann. Wer eine Staffel „Digimon-Anime“ zum Spielen möchte, bekommt hier genau das Richtige.

The Last Guardian
Ganz ehrlich, die teils nervigen Über-Fans des Spiels machen es ein wenig schwierig, ein faires Urteil zu verkünden. Aber das neueste Werk von Team Ico ist herausragend und das gilt es anzuerkennen. Das lineare Prozedere des 12-14 Stunden-Titels lässt zwar noch Luft nach oben übrig, doch davon ab: Diese Art von stimmungsvoller Kreativität bei hoher spielerischer Interaktivität ist es, die der Industrie seit langem so sehr fehlt. Weniger politische Agenda in Spielen, mehr Tricos!

Until Dawn: Rush of Blood
In Verbindung mit zwei Move-Controllern macht das Ballern in VR einfach unglaublich viel Laune. Beim Geisterbahrenfahren kommt teils richtiges Geschwindigkeitsgefühl auf und wenn man sich Spinnen und Minenmonstern gegenüber sieht, ist das richtig unangenehm. Der On-Rails-Shooter überrascht vor allem auf Gameplay-Ebene, besonders die Bosskämpfe erfordern ganz bestimmte Taktiken, ohne die man nicht vorankommt. Für PSVR-Neulinge der ideale Rundum-Einstieg in die virtuelle Realität.

 

Spiele des Jahres 2016 – Christoph Jäger

Uncharted 4: A Thief’s End
Mit dem Ende von Nathan Drake’s Geschichte haben die Entwickler von Naughty Dog erneut bewiesen, dass sie nicht nur technisch an der absoluten Weltspitze stehen, sondern sich auch spielerisch stetig verbessern. Die teils sehr großen Areale bieten einen tollen Kontrast zu den Vorgängern, ohne dabei die actiongetriebenen Setpiece-Momente komplett zu streichen. Dazu bildet die persönliche und charaktergetriebene Story den emotionalen Abschluss der knapp 10-jährigen Reise und wird mir besonders Dank des herausragenden Epilogs noch lange in Erinnerung bleiben.

Final Fantasy XV
Es gibt kaum ein Game, das ich sowohl als Enttäuschung als auch Meisterwerk bezeichnen würde, doch bei Final Fantasy XV trifft es zu. Die problematische Entwicklung des Spiels ist hinreichend bekannt und auch die kürzlich angekündigten Story-Patches machen keinen Hehl daraus, dass die Entwickler mit dem Release gerne noch etwas gewartet hätten. Dennoch bietet Final Fantasy XV eine der beeindruckendsten Spielwelten die ich je gesehen habe, ob der schieren Größe wegen oder dem Grad an Detail. Gepaart mit dem besten Action-RPG Kampfsystem überhaupt und einem Soundtrack der seines Gleichen sucht, gibt es so viele großartige Momente im Spiel, dass die Schwächen am Ende klar unterliegen. Und doch kann ich nicht auf das Spiel schauen ohne dabei gleichzeitig das (bisher noch?) ungenutzte Potenzial zu sehen.

Dark Souls III
Wenn man nach drei Teilen mit ähnlichem Setting und gleichem Prinzip von einer Serie immer noch am laufenden Band überrascht wird, dann weiß man, dass man hier ein Ausnahmeprodukt vor sich hat. In Dark Souls III kulminiert die Arbeit der vergangenen ~8 Jahre von Entwickler From Software und wird damit zum spielerisch besten Teil der Reihe. Viele kleine Stolpersteine und unnötig kryptische Mechaniken wurden entschärft, ohne dabei den harten und auch mysteriösen Kern der Vorgänger zu verlieren. Um es kurz zu machen: Dark Souls III ist für mich das beste Souls-Game, so ich hab’s gesagt! Bloodborne ausgenommen natürlich.

 

Spiele des Jahres 2016 – Karim Ahsan

Paper Mario: Color Splash
2016 markiert leider das Ende der von Nintendos Gamepad-Konsole Wii U. Dennoch hat es sich der Publisher nicht nehmen lassen mit Paper Mario: Color Splash als letzten eigenen Exklusiv-Titel noch einmal waschechten Wii U-Top-Hit rauszuhauen. Der nunmehr fünfte Teil der Reihe geizt wieder einmal nicht mit Humor, einer gehörigen Portion Selbstironie und gelegentlichen Anspielungen auf Film, Fernsehen und Internetphänomene. Dazu kommt ein wirklich spaßiges Kampfsystem, welches sich ebenfalls im Gegensatz zu anderen Rollenspiel-Vertretern nicht allzu ernst nimmt. So bekämpft Papier Mario seine Gegner nicht, indem er ihnen Lebenspunkt abzieht, sondern luchst ihnen mit jedem Schlag die Farbe vom Papier. Internet-Verbindung, amiibo-Support, (kostenpflichtige) DLCs, um all diese Dinge macht das Spiel einen großen Bogen und das ist angesichts der aktuellen Entwicklungen gut so. Color Splash ist ein in sich absgeschlossenes Meisterwerk, das jeder Rollenspiel- und Adventure-Liebhaber sein Eigen nennen sollte.

Stella Glow
Und noch ein Abschiedswerk. Stella Glow für den Nintendo 3DS stellt das letzte Projekt des insolvent gegangenen Entwicklers Imageepoch dar und macht es angesichts der hohen Qualität umso unverständlicher, warum Imageepoch dieses Schicksal ereilen musste. In bester Fire Emblem-Manier bietet der Strategie-Titel eine epische lange Story mit vielen Plottwists sowie ausgeklügeltes Stategie-Gameplay. Zwar ist die Truppe bei weitem nicht so individualisierbar wie im Vorbild, dennoch unterscheiden sich die einzelnen Charakte sowohl in ihren Persönlichkeiten als auch in ihrer Spielweise merklich voneinander. Dass das Spiel die tiefe Komplexizität eines Fire Emblems vermissen lässt, kam mir als Gelegenheits-Strategispieler gerade zu Gute. Optisch und soundmäßig macht das Spiel auch einiges her. Vielleicht versuche ich mich 2017 noch einmal an dem New Game+.

Was haltet ihr von den Spielen des Jahres 2016 der Gaming-Universe-Redaktion? Zustimmung, Ablehnung? Wir sind auf eure Kommentare gespannt und freuen uns, eure Einschätzungen zum Spielejahr 2016 zu hören!

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4 Kommentare auf "Spiele des Jahres 2016 der GU-Redaktion"

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Sunny
Editor

Wie Tazel einfach mal den schlechtesten Geschmack der GU Redaktion hat: razz

Tazel
Webmaster

grin Pff! grin

Z.Carmine
Mitglied

Stimmt, von seinen Top 3 habe ich keinen einzigen gespielt. ugly

Arino
Mitglied

Meine Spiele des Jahres waren „Severed“ (PSVita), „Fire Emblem Fates: Herrschaft“ (3DS) und „Grow Up“ (PS4). „Paper Mario U“ habe ich zwar, aber noch nicht gespielt. „The Last Guardian“ steht zudem noch auf der Einkaufsliste, „Firewatch“ bei einem guten Angebot ebenso.

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