Spiele des Jahres 2017 der GU-Redaktion

2017 hatte einige starke Titel auf Lager, die teilweise wohl sogar in den Kanon der besten Spiele aller Zeiten eingegangen sind. Obwohl man sich bestimmt auf das ein oder andere Spiel als besonderes Highlight einigen könnte, hat jeder Spieler seinen eigenen Geschmack. So eben auch in der GU-Redaktion, weshalb wir euch eine individuelle Auswahl unserer liebsten Spiele des Jahres 2017 vorstellen wollen. Gerne könnt ihr euch in den Kommentaren am Schwelgen in Erinnerungen beteiligen, indem ihr uns eure Favoriten verratet!

Robert Stotzem

Resident Evil 7 Biohazard ist für mich wahrscheinlich die größte Überraschung des Jahres. Versteht mich nicht falsch, ich mochte Resident Evil auch in der Vergangenheit bereits, aber der siebte Teil hat mir vor allem aufgrund der dichten Atmosphäre besonders gefallen. Dank einer beeindruckenden Inszenierung des Horror-Labyrinths der Baker-Familie ist mir dieses Spiel wie kein anderes in diesem Jahr in Erinnerung geblieben. Auch wenn die Matschmonster nach einer gewissen Spielzeit zum Routine-Gegner wurden, haben mich so manche Schock- und Ekelmomente nachhaltig beeindruckt. Ich wünsche mir einen achten Teil der Reihe, der die Neuerfindung der Marke im selben Stil weiterführt.

Gigantic hat ein trauriges Schicksal erlitten. Nachdem der Titel ohnehin schon eine schwierige Entwicklungsphase mit vielen Verschiebungen verkraften musste, hat im Herbst dieses Jahres das verantwortliche Studie die Pforten geschlossen. Aktuell wird der Hero-Shooter noch mit einigen kleineren Patches und neuen Skins versorgt, aber wie lange das Spiel am Leben erhalten wird, kann oder will niemand verraten. Dabei war, nein, ist Gigantic ein wahnsinnig spaßiges Multiplayer-Spiel, das aufgrund des durchdachten Konzepts mehr Erfolg verdient hatte. Laut Xbox Live-Statistik ist es mein meistgespielter Titel in diesem Jahr – ich werde das Spiel also in guter Erinnerung behalten.

Playerunkown’s Battlegrounds auf Xbox One X sieht weder besonders toll aus, noch funktioniert die Steuerung immer wie sie soll. Nun gut, bei einem Early Access-Spiel muss man wohl mit solchen Ärgernissen rechnen. Dank einiger schnellen Updates, welche die Spielbarkeit deutlich verbessert haben, hat es PUBG noch knapp auf meine Top 3-Liste geschafft. Das Spielkonzept macht einfach zu schnell süchtig, um hier unerwähnt zu bleiben. Egal wie oft man hier das Zeitliche segnet, das “Nur-noch-eine-Runde”-Gefühl wird man so schnell nicht wieder los.

Joshua Hampf

Gorogoa, erhältlich für Switch, PC und iOS ist ein solch besonderes Spiel, dass ich es unbedingt zu meinem Top-Titel 2017 küren muss. Fast zwölf Jahre Entwicklungszeit hat Gorogoa hinter sich, seit fast zehn Jahren hatte ich das Spiel auf dem Radar und auf dessen Fertigstellung, nach einer ersten Demo vor einigen Jahren, gewartet. Ein Puzzle-Spiel mit einer einzigartigen Mechanik, einem fantastischen, handgezeichneten Artstyle und einer anrührenden Geschichte. Jason Roberts, der Kopf und Illustrator hinter dem Titel, hat hier ein echtes Meisterwerk erschaffen. Mit knapp zwei Stunden zwar relativ kurz, dafür aber intensiv. Die Komplexität der Puzzle-Mechanik entlockt immer wieder ungläubiges Staunen beim Spieler und man wünscht sich, dass das Spiel niemals endet. Nicht nur für Puzzle-Fans ein absoluter Pflichttitel, sondern für jeden der Videospiele liebt. Uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Destiny 2 muss sich allein deshalb schon auf meiner Spiele des Jahres 2017-Liste befinden, weil ich dieses Jahr kein Spiel länger und intensiver gespielt habe. Bei aller berechtigten Kritik („The Token King“), die sich vor allem auf mangelnden, beziehungsweise wenig abwechslungsreichen Content bezieht, lässt sich nicht abstreiten, dass Destiny 2 mich dennoch nächtelang an die Konsole gefesselt hat. Die Raids mit Freunden sind vor allem zu Beginn sehr anspruchsvoll, erfordern ein hohes Maß an Kommunikation und verzeihen kaum individuelle Fehler. Mit dem ersten (kostenpflichtigen) Osiris-DLC kam ein weiterer Raid dazu, der zwar nicht die Komplexität des ersten Raids erreichen kann, aber immerhin neue Mechaniken mit sich bringt. Mittlerweile sinkt die wöchentliche Spielzeit zwar zunehmend, doch die vielen spaßigen Wochen sollen hier nicht unberücksichtigt bleiben.

Pro Evolution Soccer 2018, gehört natürlich in meine persönlichen Top 3, denn niemals zuvor war eine Fußballsimulation so nah an der Perfektion wie der diesjährige Ableger aus dem Hause Konami. Unzählige Multiplayer-Gefechte mit meinem Bruder gehörten auch in diesem Jahr dazu – die Partien sind dieses Mal aber deutlich abwechslungsreicher und intensiver gewesen! Der kleinste Abwehrfehler wird bestraft, jede vergebene Großchance führt zu purem Frust. Ach, und Spaß hat man ab und zu auch, wenn sich die Anspannung nach einem Match löst und man sich selbst zum Tiki-Taki-König oder Abwehrgott erklärt. Fußball in Perfektion.

Sebastian Küpper

Nachdem Nintendo die Mario-Reihe in 3D in den letzten vier Iterationen immer linearer gestaltet hat und von dem Collectathon-Konzept das Mario 64 und Sunshine zu Grunde liegt, abgewichen sind, hat man sich bei Super Mario Odyssey einer Weiterentwicklung eben jenes lange brach liegenden Subgenres gewidmet. Mit extrem einfallsreichen und abwechslungsreichen Welten voller kleiner und großer Geheimnisse sowie spannender Hüpfabschnitte hat das Spiel mich von Beginn bis zum Schluss in seinen Bann gezogen. Hinzu kommt, dass die Spielmechanik so perfekt abgerundet und unterhaltsam ist, dass alleine Mario durch die 3D-Welt zu bewegen ein riesiger Spaß ist. Der etwas niedrige Schwierigkeitsgrad und eine Hand voll belangloser Aufgaben verhindern, dass Mario Odyssey in meinen Augen die Spitze der Mario-Spiele einnimmt, das ist aber alles in allem ein marginaler Wermutstropfen.


Wie wäre Banjo-Threeie wohl geworden, wenn Rare Anfang der 2000er den auf dem N64 eingeschlagenen Entwicklungspfad weiterverfolgt und die Banjo-Marke nicht grundlegend umgekrempelt hätte? Diese Frage beantwortet auf vorbildliche Weise Yooka-Laylee. Das Banjo-Feeling stellt sich sowohl in Hinblick auf die Spielmechanik, als auch die Präsentation – komplett mit Kirkhopes markantem Musikstil – unmittelbar ein. Besonders begeistert hat mich, dass die Entwickler konsequent moderne Trends ignoriert haben und das Weltendesign ziemlich genau so umgesetzt haben, wie man es von dem Team, das die ersten beiden Banjo-Spiele entwickelt hat, auf dem N64 erwartet hätte. Dichte, gut designte Welten und spaßiges Gameplay machten Yooka-Laylee zum ersten großen Hit dieses Jahres für mich.

Weiter geht es mit dem Nostalgie-Trip, diesmal aber noch weiter in die Vergangenheit, denn Sega hat mit Sonic Mania genau das Spiel abgeliefert, das viele Sonic-Fans sich seit Mega Drive-Tagen wünschen: Einen unmittelbaren Nachfolger zu Sonic 3 & Knuckles, der die gleiche Spielphysik und –mechanik verwendet, aber mit neuen Levels und Spielideen auffrischt. Sonic Mania ist in dieser Hinsicht ein voller Erfolg und könnte ohne Zweifel so auf dem Sega Saturn erschienen sein.

Maximilian Edlfurtner

Es war am Ende doch noch eine schwierige Entscheidung, welches Spiel denn nun tatsächlich die Nummer Eins sein soll. Letztlich triumphiert Gameplay aber immer gegen alle anderen Aspekte eines Spiels und deshalb steht das neueste Abenteuer von Held Link verdient an der Spitze. Als ich Breath of the Wild im März begann, waren die ersten Stunden ein lange Zeit vermisstes Erlebnis: Alles fühlte sich neu an. Jeder Schritt will vorsichtig getan werden, man weiß ja nicht, was einen erwartet. Und selbst nach Durchbrechen der 100 Stunden-Marke macht das völlig freie Erkunden der Welt und Experimentieren mit deren Bewohnern Spaß. Breath of the Wild nimmt viele bekannte Elemente und hat sie erfolgreich zu etwas völlig Neuem verbunden. Die Frage aller Fragen ist jetzt: Kann Aonuma das noch übertreffen?

Genau das, was BotW schmerzlich vermissen ließ, hat der neueste Streich von Rollenspielschmiede MonolithSoft nachgebessert: Mit einer packenden, mitreißend inszenierten Geschichte treibt Xenoblade Chronicles 2 den Spieler durch die etwa 70-stündige Haupthandlung und leistet sich dabei zu keinem Zeitpunkt Hänger oder langweilige Passagen. Das hervorragende, expressive Charakter-Design tut sein Übriges, um Mitgefühl für die durch und durch sympathischen Helden zu erzeugen. Dank umfangreicher Sidequests und Nebenaufgaben bin ich auch nach 110 Stunden noch lange nicht fertig und dem baldigen New Game+-Update fiebere ich gespannt entgegen. Und dann kommt Ende 2018 sogar neuer Story-DLC! Eine wunderschöne Abenteuerreise, die leider irgendwann doch zu Ende ist.

Vorab möchte ich sagen, dass nach allem was ich darüber gehört habe Nier Automata wohl gute Chancen gehabt hätte diesen dritten Platz zu ergattern – wäre ich dazu gekommen. Das wird nächstes Jahr nachgeholt. Freuen darf sich Mario + Rabbids Kingdom Battle, das mit seinem eingängigen, unterhaltsamen Kampfsystem ein ums andere Mal zu begeistern weiß. Die abwechslungsreichen Schlachtfelder, die Optionsfülle und die Light-RPG-Elemente schlagen genau in die richtige Kerbe, dazu schafft Ubisoft sogar, einen Rabbids-Miesepeter wie mich von den komödiantischen Fertigkeiten der dämlichen Hasen zu überzeugen. Ein super Strategiespiel für all diejenigen, die nichts von überladenen Mechaniken halten. Meine große Bitte jedoch an Ubisoft: Bitte entwickelt nur dann einen Nachfolger, wenn ihr wirklich Ideen dafür habt. Ob dasselbe Spielkonzept mit minimalen Neuerungen nochmal soviel Spaß bereiten würde, bezweifle ich nämlich ein wenig.

Christoph Jäger

Auf kaum ein Spiel habe ich mich in diesem Jahr mehr gefreut als auf Persona 5 und meine hohen Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Der Mix aus Schulalltag bzw. Lebenssimulation und klassischen JRPG-Dungeons funktioniert wie bereits in den Vorgängern hervorragend und dank deutlichen Verbesserungen am Kampfsystem und dem Leveldesign der Paläste machen diese nun auch endlich richtig Spaß. Das was Persona 5 aber schafft wie kaum ein anderes Spiel ist Stilsicherheit – und das nicht nur in Bezug auf die tolle Optik oder die lässigen Menüs, sondern im Aufbau der Welt, der spannenden Geschichte und nicht zuletzt dem grandiosen Soundtrack. Es spricht Bände, dass ich für meinen Spieldurchlauf knapp 120 Stunden gebraucht habe und trotzdem der Welt und ihren Charakteren nicht müde geworden bin.

Es ist beinahe etwas merkwürdig Horizon Zero Dawn nun zum Ende des Jahres als Überraschungshit zu bezeichnen, doch genau das ist es für mich vor 9 Monaten gewesen. Die veröffentlichten Trailer und Videos bis hin zum Release haben mir zwar durchaus gefallen, aber dennoch sagte bis zum Schluss der Skeptiker in mir, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Ein riesiges Open World-Game in unverbrauchtem Setting mit ultra fetter Optik und das von den Killzone-Machern? Wo ist der Haken? Es stellte sich heraus, dass es keinen gibt. Guerilla Games haben mit Horizon tatsächlich ein richtiges Brett abgeliefert, das sich nicht nur exzellent spielt, sondern auch eine interessante Geschichte mit einer sympathischen Protagonistin erzählt. Auf einen Nachfolger freue ich mich jetzt schon.

Wo soll ich hier anfangen? NieR:Automata ist ein unkonventionelles Spiel in fast allen Belangen und wird daher nicht wenigen Leuten vor den Kopf stoßen. So kann man das Spiel nicht mal einem Genre zuordnen, wechselt es doch am laufenden Band seine Spielregeln. Einmal präsentiert es sich als 2D Twinstick-Shooter, dann wiederum als Hack’n Slash, an anderer Stelle ist es mal für 20 Minuten eine Visual Novel. NieR:Automata macht das, was nur ganz, ganz wenige Games schaffen und zwar das Medium Videospiel auf kreative Art auszunutzen und das nicht auf Kosten des Gameplays. Mir hat diese Kompromisslosigkeit einfach mal Dinge anders zu tun absolut zugesagt und ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft mehr hiervon sehen werden. Ach, und bevor ich es vergesse zu erwähnen: der Soundtrack!

Verfasst von
Action-Spiele und Shooter aller Art sind Roberts Fachgebiet. Zwischendurch darf es aber auch gerne ein Spiel mit spannender Story und dichter Atmosphäre sein. Wenn er nicht gerade auf Xbox Live unterwegs ist, verfasst er bestimmt Artikel und News für Gaming-Universe.

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