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Spielen mit Kindern

Ich habe zwei Kinder. Und ich bin offensichtlich kein grundsätzlicher Verächter des Mediums Videospiele. Ich halte Videospiele für ein Medium wie jedes andere auch – mit bestimmten Eigenheiten – aber genauso verträglich wie Musik, Film, Buch etc. Es gibt ja sogar in meiner Generation erstaunlich viele Menschen, die den Kontakt von Kindern mit Videospielen für furchtbar halten – aber nichts dagegen haben, ihre Kinder stundenlang vor Disney-Filme zu setzen. Darauf will ich aber gar nicht hinaus. Ich habe ein differenziertes Bild und weiß, dass Medienkonsum nur dann problematisch ist, wenn er genutzt wird, um Kinder ruhig zu halten, wenn er nicht begleitet wird. Wenn ich mit meiner Tochter ein Buch lese, reden wir immer auch darüber. Was fällt uns auf? Was wollen wir noch wissen? Warum glauben wir, dass die Figuren so handeln, wie sie handeln? Haben wir auch schon mal sowas erlebt? Das ist gar keine große Pädagogik, das passiert ganz automatisch, wie ich auch mit meiner Frau über das rede, was sehen, wenn wir BoJack Horseman gucken. Und so sollte es natürlich auch mit Spielen sein.

Bislang hat mir meine Tochter gelegentlich beim Spielen zugesehen, z.B. wenn Ponk bei mir war und sie noch nicht ganz im Bett, hat sie auch mal eine Zeit Donkey Kong oder Mario mitgenommen. Begeistert hat sie auch mal versucht, in Mario Odyssey herumzulaufen. Ich musste sie aber immer dorthin führen, wo sie nicht runterfallen kann. Sie zeigt grundsätzliches Interesse, aber nicht übermäßig. SIe fordert das Spielen nie ein und nach Mario Odyssey, was schon lange her ist, hat sie nie mehr selber was daran ausprobiert und eigentlich auch so gut wie nie zugeguckt. Nur Labo haben wir zusammen zwei, drei Mal gemacht, aber das klammer ich jetzt mal aus.

Zwei Dinge treiben mich um: Zum einen merke ich, dass ich vermeide, dass sie Spiele sieht oder spielt. Sie ist mit dreieinhalb auch noch sehr jung, aber trotzdem weiß ich nicht genau, warum. Sie sieht auch faktisch nie fern. Früher haben wir manchmal 5-Minuten-Folgen von Shaun oder Peppa Wutz geguckt, aber auch das ist wieder eingeschlafen. Im Alltag bietet es sich auch selten an, andererseits lesen wir ohne Ende Bücher, spielen Spiele oder basteln und malen. Ich frage mich, ob ich so eine zivilisatorisch einprogrammierte Wahrheit in mir trage, dass man das stark begrenzen muss und möglichst spät damit anfangen soll, oder ob da wirklich was dran ist. Schnelle Schnitte und fremdgesteuerte Bilder sind natürlich schwerer zu verarbeiten als das langsame, selbständige Weiterblättern und Lesen.

Das Zweite ist, dass ich mich frage, ob und wenn ja wann ich von mir aus mal ein gemeinsames Spielen anregen sollte. Ich habe nicht das Gefühl, dass das ein Dammbruch wäre, sondern einfach eine von unzähligen anderen Aktivitäten wie eben Lesen, Trampolinspringen, Turnen, Quatsch machen, Kochen, Verstecken, Bauen, Basteln, auf den Spielplatz gehen, whatever.

Selber Spielen in ihrer Anwesenheit möchte ich eigentlich nicht, weil ich grundsätzlich nichts nur für mich tue, wenn sie da und wach ist. Aber das ändert sich vielleicht irgendwann, wenn sie auch stärker für sich oder mit Freunden spielt. Und mit ihr zusammen spielen fänd ich glaube ich schon cool, aber es widerstrebt mir doch etwas. Und das mir, der ich landein landaus bei Eltern dafür werbe, weniger Berührungsängste mit diesem tollen Medium zu haben.

Any thoughts?

Zelos

Well-Known Member
24 August 2016
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Bergisch Gladbach
#2
3 Einhalb ist halt früh. Ich hab jetzt selber zwar keine Kinder (eins auf dem Weg) aber unsere Nachbarn haben welche und wir verstehen uns alle ganz gut und alles und wohnen ja erst 1 Jahr nebenher in einer Neubau Siedlung. Jedenfalls hat sie wohl durch mich den ersten Kontakt mit Videospielen überhaupt erlebt.
In erster Linie wollte sie mir zugucken aber selber spielen war absolut nicht drin und hat ihr wenig Spaß gemacht. Liegt aber Imo hauptsächlich daran dass der Controller zu groß und zu schwer für so kleine Hände ist. Aber Crash bandicoot war halt wie ein animationsfilm. Ein paar Wochen später im Sommer hat sie mich halt auf der Terrasse Hearthstone spielen sehen und wollte auch mal und ich hab ihr Anweisungen gegeben welche Karte sie schieben soll. Dann kam mir die Idee mal super Mario run wieder runterzuladen und das hat absolut gefunkt. Jetzt fragt die quasi bei jeder Gelegenheit ob die spielen darf. Die erste paar versuche habe ich zugeguckt und sie immer vor gefahren gewarnt usw. Aber ich glaube das war eher überfordernd als helfend. Ich hab ihr das Handy dann einfach in die Hand gedrückt und naja dann hat sie die ersten 3 Level problemlos geschafft und gerade das dritte hat eigentlich viele Abgründe.

Ich nehme da für mein Kind auf jedenfall mit das man es auch mal Ruhe spielen lassen muss. Spiele erfordern eine Menge konzentration insbesondere als Anfänger und erklärendes Geschwafel oder Kommentare ‚nerven‘ das Kind vielleicht eher und gleichzeitig entsteht vllt etwas erfolgsdruck und das Kind assoziiert spielen mit Arbeit. Ich nehme mir auf jedenfall vor zwar bei meinem Kind daneben zu sitzen aber mein eigenes Ding zu machen (Zeitung lesen, whatever). Wenn ne frage kommt, helfe ich dann gern. Aber sonst muss das Kind eben auch eigene Erfahrungen machen.


Das ist zumindest mein Plan. Und naja ansonsten finde ich 3 Einhalb auch etwas früh. Ich habe mit 6 meine ersten Videospiel Erfahrungen gemacht und war direkt angefixt. Niemand hat mir tetris erklärt. Bzw mein Bruder hat es versucht aber ich hab’s nicht verstanden. Hat aber trotzdem Spaß gemacht :) . Ich wusste nicht warum Linien verschwinden aber ich wusste dass man verliert wenn man oben ankommt ^^

Ansonsten kannst du dem Kind auch gerne mal anständigen Zeichentrick zeigen. Peppa Wutz langweilt doch schon ein zweijähriges :ugly: . Ich würde durchaus schon auf ausgewählte folgen von Adventure time oÄ zugreifen.
 
24 August 2016
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#3
Meine Tochter ist gerade erst zwei Jahre alt geworden, von daher kann ich aus eigener Erfahrung jetzt noch nichts konkretes berichten. Ich finde aber auch, dass bis zu einem gewissen Alter der Konsum jedes Mediums begleitet werden sollte, von daher wäre es für mich absolut undenkbar sie etwas alleine spielen zu lassen. Ich würde sie auch nicht von mir aus an das Medium heranführen, da ich finde dass in dem Alter andere Dinge wie die von dir genannten Aktivitäten Vorrang haben sollten. Zudem gibt es schon auch Studien darüber, dass Videospiele gerade für Kinder durchaus auch negative Effekte haben wie z.B. Störung der Konzentrationsfähigkeit usw.. Kann man sich ja auch durchaus vorstellen, dass das je nach Spiel bei nem kleinen Kind zur Reizüberflutung führen kann.
Wenn meine Tochter jetzt in einem gewissen Alter aber von sich aus Interesse an Videospielen entwickeln würde, würde ich das nicht blockieren, sondern halt schauen welche Spiele ich für sie für geeignet halte und ob ich vielleicht Spiele finde, die Spaß machen und zugleich nen Lerneffekt haben. Kindern, die noch keine Erfahrung mit Videospielen haben, machen ja oft schon die simpelsten Spiele riesigen Spaß. Gerade Rätselspiele wie Toads Treasure Tracker oder sowas eignen sich da bestimmt super. Kindgerechte Optik und Handlung, keine Reizüberflutung und es fördert das logische Denken.

Im Bezug aufs selbst spielen gilt bei mir das gleiche. Wenn meine Tochter da und wach ist, gehört ihr all meine Aufmerksamkeit. Essen und auf Toilette gehen ist da echt schon das höchste der Gefühle, das ich mal für mich tue.
 
29 August 2016
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#4
Ich habe keine Kinder aber trotzdem meine Meinung. Habe die anderen Beiträge noch nicht gelesen. Wenn es da Dopplungen gibt..sorry. Ich würde den digitalen Bildschirmkonsum so lange wie möglich hinauszögern. Erstens weil es sowieso schon irgendwann passiert und wenn dann das Kind eine Faszination dafür bekommt, dann ist das der Paukenschlag dafür diese Faszination zu teilen und sich gemeinsam diesen Medium zu stellen. Bis es aber soweit ist, bietet die Welt genug an Reizen da draußen, die im Kinderhirn erstmal verarbeitet werden müssen und die gleichermaßen schön oder schöner in ihrer Attraktivität sind und wenn das Kind bereits daran Gefallen findet und bereits auch an Geschichten und Bildern..warum soll man ihm noch komplexere Reize aussetzen. Ich persönlich finde es nicht schön, wenn Eltern ihre 3 Jahre alten Kinder vor das Tablet setzen, damit sie ihre Ruhe haben und das Kind endlich mal einschläft oder aufhört zu bocken. Ich kann das Gestresstsein der Eltern zwar verstehen aber es ist imo Aufgabe der Eltern die Kinder in diesem Fall zu erziehen und dies nicht einem digitalen Medium zu überlassen, auch Videospielen nicht. Es ist nicht so, dass ich es verteufle aber wie gesagt...ich halte Videospiele sowohl vom medienpädagogischen als auch im allgemeinerzieherischen Ansatz für ein Kleinkind bis zum Eintritt in der Schule für nicht notwendig und auch nicht hilfreich.
 
24 August 2016
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#5
[quote quote=86926]Ich persönlich finde es nicht schön, wenn Eltern ihre 3 Jahre alten Kinder vor das Tablet setzen, damit sie ihre Ruhe haben und das Kind endlich mal einschläft oder aufhört zu bocken.[/quote]

Ich stimme dir in allem zu was du sagst, habe in meinem Post darüber sogar größtenteils so ziemlich dasselbe geschrieben, aber bei dieser Aussage von dir muss man imo differenzieren:
Es ist eine Sache seinem Kind ein Tablet oder was auch immer zu geben, nur um sich selbst Ruhe zu gönnen o.ä.. Das finde ich ehrlich gesagt nicht nur "nicht schön" sondern schon zu einem gewissen Maße verwerflich. Aber manchmal gibt es auch Situationen, da geht es kaum anders. Meine Tochter möchte z.B. nie länger als 5-10 Minuten alleine spielen. Ich muss nicht unbedingt den ganzen Tag aktiv mit ihr spielen, aber sie möchte, dass ich neben ihr sitze und dabei bin. Das gilt auch dann, wenn ich koche, ein wichtiges Telefonat führen muss oder auch ganz einfach mal mein großes Geschäft verrichten muss. In solchen Situationen kann ich nunmal nicht nonstop bei ihr sitzen. Wenn sie hingegen Peppa Wutz gucken darf, dann tut sie das auch mal 15 Minuten alleine. Und deshalb darf sie das auch dann in den genannten Fällen. Wenn sie etwas älter ist kann man ihr das natürlich erklären oder gerade beim Kochen kann man sie helfen lassen. Aber ner 2-jährigen kann man nunmal noch keine Aufgaben beim Kochen übertragen und selbst mit 3 oder 4 würde ich ein Kind höchstens Salat waschen lassen, was nun ja auch nicht so lange beschäftigt.
Deshalb würde ich jetzt nicht jeden gleich verteufeln, der mal etwas alleine machen muss und sein Kind deshalb mit Tablet oder ähnlichem beschäftigt. Wobei ich mir recht sicher bin, dass du deine Aussage auch nur auf die Eltern bezogen hast, die das rein zur "Erholung" tun.
 
29 August 2016
466
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#6
Korrekt! Ich beziehe das darauf, dass die Kinder in diesem Fall das Tablet bekommen, damit die Eltern sich erholen können also aus rein egoistischen und nicht gezwungenen Motiven. Ich verstehe vollkommen, dass Kinder stressen und man als Eltern nach einem harten Arbeitstag die Kräfte fehlen können. Jedoch ist genau das die Konsequenz des Kinderkreigens. Ich sage mir immer: Stell dir das süßeste Kind vor, das es gibt und dann aber auch gleich danach ein Kind, dass ständig schreit und seinen Bock hat, auch nach deiner Arbeit und zu miesen Zeitpunkten. Wenn du dann bereit bist, das zu akzeptieren und zu sagen: Das mach ich! Das nehm ich in Kauf...dann hat man den Kinderwunsch zurecht und braucht kein Tablet als Platzfüller für die Nachteile, um sich damit letztlich selbst zu belügen und die Verantwortung damit an einem Ding abgibt, während man gleichzeitig die schönen Dinge am Kind erleben will.
 

Zelos

Well-Known Member
24 August 2016
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Bergisch Gladbach
#7
Ich finde es durchaus ok wenn Kinder sich mal allein beschäftigen (ohne tablet sondern mit herkömmlichen Spielzeug). Ist dann natürlich auch Typ Sache. Die einen Kinder können sich wunderbar allein beschäftigen und die anderen eben nicht. Da gibt es Imo keine Allgemeingültigkeiten.
 
29 August 2016
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#8
[quote quote=86934]Ich finde es durchaus ok wenn Kinder sich mal allein beschäftigen (ohne tablet sondern mit herkömmlichen Spielzeug). Ist dann natürlich auch Typ Sache. Die einen Kinder können sich wunderbar allein beschäftigen und die anderen eben nicht. Da gibt es Imo keine Allgemeingültigkeiten.[/quote]

Da kann ich jetzt nicht mit Erfahrung prahlen. Ich glaube aber, dass man Selbstbeschäftigung erziehen kann, wenn man attraktive Reize und Interessen des Kindes sucht, findet und sie gezielt einsetzt.
 
24 August 2016
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#9
Egal wie interessant die Beschäftigungsmöglichkeiten sind, ein Kind möchte trotzdem nicht lange alleine sein. Je jünger, desto kürzer ist die Zeit, die sie alleine verbringen wollen. Wie gesagt, da geht es nicht darum dass man permanent mitspielt, sondern einfach um das Beisammensein. Meine Tochter hat bei mir so ziemlich alles was sich eine 2-jährige nur wünschen kann, inklusive Ikea-Kinderküche, Peppa Wutz Duplo Haus ohne dass sie jedoch jetzt von der Menge an Spielzeug erschlagen wird. Dennoch muss ich in der Nähe sitzen, wenn sie selbst mit den Peppa Wutz Figuren irgendwelche Alltagssituationen nachspielt und ich werde dann auch immer wieder mal ins Spiel eingebunden. Ein Kleinkind dazu zu erziehen, dass es über einen längeren Zeitraum alleine spielt ist mit Sicherheit möglich, aber ob das für die Entwicklung des Kindes förderlich ist bezweifle ich.
 
25 August 2016
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#10
Interessantes Thema für mich, da ich ebenfalls Vater einer dreijährigen Tochter bin und nächstes Jahr das zweitgeborene kommt.
Da meine Frau nicht viel mit Videospielen anfangen kann ist es bei uns eigentlich von Anfang an klar.
Wir waren uns einig, dass allgemein der Medienkonsum von Smartphone, Fernseher und auch Videospiele auf ein Minimum begrenzt werden sollte in der Anwesenheit der Kinder.

Gelingt leider nicht immer.
Fernseher wird bei uns sowieso eher erst benützt wenn die Kleine im Bett ist. Ich zeigte ihr auf der m Smartphone mal einige Episoden von Pingu, danach wollte sie für Monate immer wieder Pingu schauen. Das war schon ziemlich nervig. Aber jetzt hat sie eigentlich gar nie das Bedürfnis etwas zu sehen. Viel lieber malt sie oder schaut Bilderbücher an. Was sie auch alleine machen kann, was sonst nicht geht. Dad ist oftmals echt mühsam und ich kann Eltern schon verstehen wenn sie aus der Not mal ein Tablet nehmen. Doch ist es auch vielmals übertrieben. Kinder müssen auch Langeweile eine Zeit aushalten können und entsprechend die Eltern auch das Gestürm.

Meiner Meinung nach ist 3 für viele Medien ein zu junges Alter um es einordnen zu können.
Unsere Tochter vernindet seit wir ein Bilderbuch angeschaut haben, indem ein Kalb alleine auf deer Weide blieb, es Dunkel wurde und deshalb vor der Eule Angst hatte, Eulen mit Dunkelheit und Angst. Jetzt hat sie Angst sobald Eulen in einem Lied erwähnt werden.
Seit da weiss ich, dass manchmal uns trivial erscheinende Dinge auf Kinder eine grosse Einwirkung haben können.
 

Biber

Well-Known Member
25 August 2016
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#11
So viele gute Beiträge. Vielen Dank. Meine Gedanken dazu:

Vorab I
Alleine spielen (also unbeaufsichtigt) käme für mich mit dreieinhalb auch überhaupt nicht infrage. Mir ging es tatsächlich mehr um das gemeinsame Spielen.

Vorab II
Meine Frau, mit der ich da auch noch kurz drüber sprach, schätzt das folgendermaßen (sehr klug, denn sie ist sehr klug) ein: Meine Intuition sei genau richtig und wie bei allem (man hat ja ein Gefühl für seine Kinder) würde das Widerstreben aufhören, sobald meine Tochter das richtige Alter erreicht hätte. Sie glaubt nicht, dass ich irgendwelchen althergebrachten, eingetrichterten Bedenken aufsitze, sondern dass die Bedienung eines Controllers sowohl physisch, aber vor allem psychisch noch eine Überforderung darstellen würde. Es ist ja sehr abstrakt, dass man einen Knopf drückt oder einen Stick bewegt und sich dann etwas auf dem Fernseher tut. Mein einjähriger Sohn braucht jetzt noch Bücher mit Klappen und Dingen zum Anfassen und genauso brauchen auch ältere Kinder noch gröbere Dinge, die sie mit größeren Bewegungen manipulieren können. Sobald meine Tochter also körperlich geistig soweit ist, würde auch mein natürliches Hemmnis fallen. Und Zugucken fänd sie zwar sicher interessant, aber das ist dann eben doch noch ziemlich hohl, weil Videospiele beim Zuschauen viel Leerlauf haben und eben nicht kompakt eine Geschichte erzählen. So kann man das Gesehene dann auch schlechter reflektieren.

ZELOS
Ja, ich finde auch, dass das Ausprobieren und selbst herausfinden im Mittelpunkt stehen sollte, wenn es so weit ist. Und es geht ja nicht darum, das eigene Kind möglichst schnell erfolgreich durch das Level zu lotsen. Genau dann entsteht ja auch erst eine mögliche Frustration. Erfolgsdruck halte ich für unwahrscheinlich, aber eine geringe Frustrationstoleranz kann ja tatsächlich ein Problem sein. Darüber reden würde ich aber schon mit ihr. Gar nicht im Sinne einer Optimierung, sondern einfach darüber reden, was da Lustiges passiert oder so.
Meine ersten Videospielerfahrungen waren auch erst in der Grundschule, glaube ich. Vielleicht Ende Kindergarten. Auf dem NES eines Freundes und dem 3-86er eines anderen Freundes. Ich habe aber einzelne dunkle Erinnerungen, die noch älter sind, wo ich z.B. bei Freunden meiner Eltern zu Besuch war und deren (älteres) Kind einen Computer im Keller stehen hatte mit einem Rennspiel. Aber gerade diese ersten Erfahrungen haben eine dermaßen große Faszination auf mich ausgeübt, dass ich es bis heute erinnere. Und ich sehe darin auch im Nachhinein nichts Schlechtes, aber damals waren eben alle noch viel vorsichtiger damit und unerfahrener. Deshalb - und das war mein ursprünglicher Impuls - war mir einfach nicht klar, ob es eine natürlich-sinnvolle Altersgrenze gibt. Aber s.o. - möglicherweise gibt es die.
Peppa Wutz ist super! Das gucke sogar ich gerne :) - Im Grunde ist die Zeit dafür aber in der Tat langsam vorbei. Das gute an Peppa und Shaun ist halt, dass es jeweils 5-Minuten-Folgen sind. Das ist perfekt, wenn sie mal ne kleine Pause braucht, zum Fingernägelschneiden oder bei so. Längere Sachen sind glaube ich noch nicht geeignet.

ZERATUL I
Du sagst, du würdest sie nicht von dir aus an das Medium ranführen. Aber warum nicht? Warum haben andere Aktivitäten Vorrang? Also ich spreche jetzt nocht von 2-3-jährigen, aber vielleicht von Fünfjährigen. Man führt ja das eigene Kind auch automatisch an Bücher heran. Die unterhalten, sind lehrreich und spannend. Bauklötze gibt man auch aktiv ans Kind heran für das Lernen von Feinmotorik (und Frustrationstoleranz =) ) - Warum also nicht - wenn die Zeit soweit ich, dasselbe mit Videospielen tun, die ich für ein Medium halte, das sehr viel bietet: Motorik, Hand-Augen-Koordination, logisches Denken, Hineinversetzen in Figuren, Unterhaltung. Und die Konzentrationsfähigkeit wird sicher nicht von jeder Art Spiel gestört bzw. es gibt eben auch Filme, die sich eignen und solche, die es nicht tun. Aber ich gehe davon aus, dass du dich mit diesen Kommentaren nur auf ein sehr junges Alter beziehst. Ich zumindest würde nicht darauf setzen, dass das Interesse von sich aus kommt. Das passiert ja nur dann, wenn irgendwer anders in der Kita oder der Schule sowas hat. Und dann bin ich lieber derjenige, der das macht, zumal ich es auch schön finde, mein Hobby auch teilen zu können.

Ich glaube auch, dass sich Cpt. Toad hervorragend eignet.

Und auf Toilette gehen kann ich auch erst seit kurzem in Ruhe =)

SHININGMIND
Ich finde es gut, wenn man auch ohne Kinder eine Meinung zu Kinderthemen hat!
Du vertrittst eine eher klassische Position: Es gibt genug Reize und Digitales sollte man möglichst lange fernhalten, es kommt schon von allein. Das ist übrigens eine Position, die ich bei Schokolade vertrete :)
Aber jetzt mal abgesehen von dem, was ich oben schrieb in Bezug auf die physische und psychische Überforderung der Kinder, weil der Transfer eines Controllerinputs zu abstrakt und indirekt ist und schnelle Schnitte und viele blinkende Sachen auf dem Schirm überreizend sein können, kann ich das eben nicht teilen. Denn ich finde dass es grundsätzlich erst mal keinen Unterschied zwischen den verschiedenen möglichen Aktivitäten gibt. Ein Kind sollte aus meiner Sicht vielfältige Angebote kriegen und in jedem Fall sollten alle Bereiche dabei sein (draußen, drinnen, alleine, in kleinen und in großen Gruppen, aktiv, passiv, kreativ, nachvollziehend etc.), aber ob das Kind nun ein Hörbuch hört oder ein Buch liest oder ein (altersgemäßes) Videospiel spielt, ist für mich austauschbar. Du sagst, du findest es problematisch, wenn Eltern ihr Kind ruhigstellen, indem sie es vor das Tablet setzen - das sehe ich genauso. Aber hier liegt imo ein Fehlschluss vor. Und auf dem Dampfer waren du und Zeratul eigentlich auch schon: Digitale Medien eignen sich besser als Bücher, um Kinder "ruhig zu stellen". Und dieses Ruhigstellen finde ich (genau wie ihr) furchtbar. Dabei ist auch weniger das Problem, dass Kinder dann durch ein Fremdmedium erzogen werden, sondern einfach grundsätzlich, dass sie abgeschoben werden und nicht die nötige Aufmerksamkeit kriegen. Aber man kann es nicht nur in Notfällen einsetzen, wie Zeratul beschreibt: Wenn man eine aktive Rolle dabei hat wie beim Vorlesen oder beim Basteln, dann ist es etwas ganz anderes.
Als notwendigen Teil der Erziehung sehe ich Videospiele aber auch nicht. Aber das gilt für jede einzelne Sache. Im Grunde sind auch Bücher nicht notwendig, wenn man sie durch etwas Passendes ersetzt. Wichtig ist, dass die Kinder verschiedene Erfahrungen machen können. Und ich finde es schon einen Wert, wenn sie von Anfang an selbstverständlich auch mit digitalen Medien umzugehen lernen. Von der Bildungspolitik wird das immer gefordert - man dürfe nicht die Medien von Kindern fernhalten, die so eine zentrale Rolle in ihrem späteren Leben spielen werden. Und ich finde es eigentlich gut, wenn auch Videospiele von "Anfang an" als eine Option vorhanden sind, um sich die Welt zu erschließen, zu lernen, zu lachen, miteinander zu spielen oder sich einfach nur einen verregneten Sonntag zu vertreiben. Deshalb sehe ich die einzige Begrenzung eher in unnötiger Überforderung und den geistigen und morotischen Fähigkeiten der Kinder und nicht in einem Schutzraum und einem "Herauszögern" (wie bei der Schokolade).

ZERATUL II
Thema Hilfe beim Kochen. Das kann man übrigens (je nach Kind) doch schon überraschend früh. Es ist dann zwar selten eine Hilfe, aber man beschäftigt das Kind gut damit. Sogar mein einjähriger Sohn "hilft" mir beim Spülmaschinenausräumen, indem er mit jeden Telle einzeln hochreicht. Das spart zwar keine Zeit, im Gegenteil, aber er hat einen großen Spaß dabei und ist beschäftigt, während ich etwas Notwendiges im Haushalt tue. Und meine Tochter kann durchaus die Creme Fraiche auf dem Flammkuchenteig verrühren oder mir die zu schälenden Kartoffeln anreichen oder etwas verrühren, wegeschmeißen oder so. Man muss nur etwas mehr Geduld haben :) Und mit der Zeit wird sie besser: Inzwischen ist sie bei einigen Tätigkeiten wirklich eine echte Hilfe und das ist ein ganz wunderbares Gefühl :)

ZERATUL III
Wolle Zustimmung zum Thema Alleinesein. Kinder können sich zunehmend alleine beschäftigen und fordern das bisweilen sogar kein (zumindest meine...). Aber sie möchten auch trotzdem noch gerne immer dort sein, wo die Eltern sein. Und die sollten dann auch ansprechbar sein.

ARUTHA
Herrliches Beispiel mit der Eule. Aber genauso ist es und deshalb muss man da auch wirklich aufpassen. Inzwischen ist meine Tochter so alt, dass sie Dinge viel besser einordnen kann, aber ich hab ihr - da konnte sie kaum sprechen - ein Kinderbuch vorgelesen, indem ein Hase und ein Reh sich vor einem Wolf verstecken. Seitdem und bis heute ist die einzige Sache, vor der sie wirklich Angst hat, Wölfe. Sie redet im Schlaf nachts von Wölfen, die irgendwo sind und vermutet in jedem dunklen Raum einen Wolf. Oft auch mit Spaß und spielerisch, aber das ist hart hängen geblieben :)
 
31 August 2016
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#12
Bei uns ist es bis zu einem relevanten Alter ja auch noch etwas hin und ich habe mir deshalb noch keine richtig konkreten Gedanken zu dem Thema gemacht.
Bei Gelegenheit lese ich aber mal eure Beiträge als Anregung durch =)
 
24 August 2016
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#13
[quote quote=86996]ZERATUL I
Du sagst, du würdest sie nicht von dir aus an das Medium ranführen. Aber warum nicht? Warum haben andere Aktivitäten Vorrang? Also ich spreche jetzt nocht von 2-3-jährigen, aber vielleicht von Fünfjährigen. Man führt ja das eigene Kind auch automatisch an Bücher heran. Die unterhalten, sind lehrreich und spannend. Bauklötze gibt man auch aktiv ans Kind heran für das Lernen von Feinmotorik (und Frustrationstoleranz =) ) – Warum also nicht – wenn die Zeit soweit ich, dasselbe mit Videospielen tun, die ich für ein Medium halte, das sehr viel bietet: Motorik, Hand-Augen-Koordination, logisches Denken, Hineinversetzen in Figuren, Unterhaltung. Und die Konzentrationsfähigkeit wird sicher nicht von jeder Art Spiel gestört bzw. es gibt eben auch Filme, die sich eignen und solche, die es nicht tun. Aber ich gehe davon aus, dass du dich mit diesen Kommentaren nur auf ein sehr junges Alter beziehst. Ich zumindest würde nicht darauf setzen, dass das Interesse von sich aus kommt. Das passiert ja nur dann, wenn irgendwer anders in der Kita oder der Schule sowas hat. Und dann bin ich lieber derjenige, der das macht, zumal ich es auch schön finde, mein Hobby auch teilen zu können.[/quote]

Genau, ich habe mich dabei vor allem auf sehr kleine Kinder bezogen. Ich weiß nicht ab wann genau ich es in Ordnung fände ein Kind an Videospiele heranzuführen, da ich dazu erstmal hautnah miterleben müsste wie Kinder sich in einem bestimmten Alter verhalten und entwickeln, aber den 3-jährigen Sohn meiner besten Freundin würde ich jetzt definitiv noch lange nicht auf die Idee kommen ihn an Videospiele heranzuführen und glaube auch nicht, dass er da großes Interesse daran hätte.
Aber selbst im Alter von 5 oder 6 finde ich andere Aktivitäten besser und wichtiger. Sport zur Verbesserung der körperlichen Entwicklung, koordinativer und konditioneller Fähigkeiten, Lesen zur Verbesserung der Sprache und des Wortschatzes usw. usf.. Videospiele vermitteln nichts was du nicht auch auf anderen Wegen lernen kannst. Sie vermitteln es höchstens auf eine andere Art und Weise. Wenn ein Kind nun zusätzlich zu all diesen Dingen auch mal Videospiele spielen möchte, dann ist das vollkommen in Ordnung. Aber ich sehe eben keine Notwendigkeit darin, sie bewusst dazu heranzuführen.

[quote quote=86996]ZERATUL II
Thema Hilfe beim Kochen. Das kann man übrigens (je nach Kind) doch schon überraschend früh. Es ist dann zwar selten eine Hilfe, aber man beschäftigt das Kind gut damit. Sogar mein einjähriger Sohn “hilft” mir beim Spülmaschinenausräumen, indem er mit jeden Telle einzeln hochreicht. Das spart zwar keine Zeit, im Gegenteil, aber er hat einen großen Spaß dabei und ist beschäftigt, während ich etwas Notwendiges im Haushalt tue. Und meine Tochter kann durchaus die Creme Fraiche auf dem Flammkuchenteig verrühren oder mir die zu schälenden Kartoffeln anreichen oder etwas verrühren, wegeschmeißen oder so. Man muss nur etwas mehr Geduld haben smile Und mit der Zeit wird sie besser: Inzwischen ist sie bei einigen Tätigkeiten wirklich eine echte Hilfe und das ist ein ganz wunderbares Gefühl smile[/quote]

Ja okay, Abfälle wegwerfen oder so würde auch mit 2 Jahren sicherlich schon gehen, aber selbst etwas verrühren würde ich sie jetzt noch nicht tun lassen, da das 100% in einer Schweinerei enden würde und die Geduld hab ich ehrlich gesagt momentan nicht, dass ich dann dadurch noch zusätzliche Arbeit habe. Da warte ich dann lieber noch 1-2 Jahre. ;-)
 

Sun

Active Member
20 November 2016
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#14
Ich finde ja 3-4 Jahre auch noch zu früh. Ich persönlich habe ja im Grundschulalter angefangen und das war denke ich auch ok und ich würde wohl ein eigenes Kind auch erst an dieses Medium heranführen wenn es zur Schule geht, es sei denn es besteht schon früher Interess. Es geht ja nichts verloren wenn es nicht früher anfängt zu spielen. Fernhalten so lange wie möglich würde ich ein Kind aber auch nicht. Nur zeitlich sollten solche Aktivitäten natürlich begrenzt sein.
 
27 August 2016
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#15
Es gibt nichts schöneres als Spielen mit Kindern! Ich habe drei Kinder, 10, 7 und 4, und wir spielen häufig zusammen Spiele wie Mario Kart, Mario Party, New Super Mario Bros. oder Bomberman 94. Mit dem einen oder anderen Kind spiel ich auch mal 2-Spieler Koop Spiele, z.B. Parodius. Mein ältester ist begeisterter Fortnite Spieler und ich hab auch schon ein paar Runden mit ihm im Team gespielt (auf Switch und PS4). Auch wenn mir das Spiel nicht besonders gefällt, zu zweit macht es schon Spaß.
Alle meine Kinder haben mit ca. 3 Jahren angefangen zu spielen. Das heißt sie haben ihre ersten Gehversuche gemacht (sprichwörtlich, zum Beispiel in einem 3D Mario oder Zelda herumlaufen). Sie haben das auf eigenen Wunsch gemacht und ich habs ihnen erlaubt weil ich nichts schlechtes an Videospielen finde und weil ich auch sehen wollte wie sie sich am Controller anstellen. Mit 3 haben sie es noch nicht richtig hingekriegt aber so ab 4 haben alle ordentlich mitgespielt. Mein kleinster fährt jetzt bei Mario Kart ohne die Fahrhilfen und fährt gut, auf 50cc ist er zumindest den Computerfahrern überlegen.
Meine Frau ist auch Videospielerin seid ihrer Kindheit und so spielen wir auch häufig zu fünft. Schade dass es kaum Spiele (bzw. Konsolen) mit 5-Spieler Modus gibt. Lediglich auf der WiiU gibts da einiges (Nintendo Land, Mario Party 10, Game & Wario, Bomberman 94) weswegen die WiiU auch noch häufig bei uns in Gebrauch ist.

Sehr schade finde ich die gesellschaftlichen Bedenken gegenüber Kindern und Videospielen, wie sie ja Biber schon im Eröffnungspost angesprochen hat. Ich kenne das von Freunden und Bekannten. Kinder sollten möglichst gar nicht spielen oder erst spät damit anfangen. Ein Arbeitskollege erzählte mir, nach dem er ein Kind bekommen hat, dass seine Frau sagte: wenn das Kind etwas älter ist, muss der ganze Konsolenkram rausfliegen! Ahja, das arme Kind muss ja vor den bösen Videospielen beschützt werden.
Ein anderer Arbeitskollege erzählte mir, dass sein Kind häufig auf der PS3 Netflix kuckt, aber zum Glück wisse es nicht, dass man damit auch spielen kann. Ich sagte ihm, er soll doch mal mit seinem Kind zusammen spielen. Ein paar Tage später erzählte er mir begeister, dass er mit seinem Sohn Fifa gespielt hat und dass das richtig Spaß gemacht hat.
Und wenn ich dann mit Arbeitskollegen diskutiere und sage, dass es keinen Grund gibt, dass Kinder nicht Videospiele spielen dürfen, kommt als Gegenargument sofort "Aber! Andere Sachen sind viel wichtiger. Draußen Spielen, bla bla". Ja mag sein, ich habe auch nie das Gegenteil behauptet. Videospielen schließt andere Aktivitäten nicht aus. Meine Kinder spielen viel im Garten, bei schönem Wetter unternehmen wir was zusammen. Wir spielen auch Brettspiele, meine Kinder lesen Bücher, als sie noch klein waren hab ich ihnen vorgelesen, sie basteln, sind körperlich normal entwickelt, die beiden großen sind in Sportvereinen, sie sind sehr gut in der Schule .... und wir spielen Videospiele! Mal jeder für sich, mal alle zusammen. Was ist daran schlimm oder schlecht für Kinder?

Sehr krass finde ich, dass hier in einem VIdeospielforum auch jeder genau die gleichen Vorbehalte hat. Biber hat diese ja zumindest hinterfragt und kam zu dem Schluß dass es eigentlich keinen Grund gibt, dass Kinder nicht Videospielen sollten. Der Grundtenor klingt aber hier im Forum so wie im Rest der Gesellschaft: spielen möglichst spät und wenn dann natürlich auch nicht viel.

Noch kurz zum Offtopic-Thema kochen mit Kindern: es gibt kaum etwas sinnvolleres! Ab 2 haben mir meine Kinder gelegentlich beim Kochen geholfen. Hackfleisch zu klopsen kneten oder vorsichtig umrühren, mit dem Salzstreuer die Suppe würzen: das können auch schon die ganz kleinen. Das ganze hat folgende quasi pädagogische Vorteile:
- sie lernen was fürs leben (viele machen ja heutzutage nur noch Fertiggerichte)
- sie übernehmen Verantwortung und sind dann auch stolz darauf was sie geschaffen haben
- sie lernen das essen schätzen, es schmeckt auf einmal besser, wenn man selbst mit gekocht hat
- sie lernen die Arbeit schätzen, die Mama und Papa da jeden Abend haben (also das essen machen)
- handwerkliche Fähigkeiten (also mit einem Messer Gemüse schneiden usw.)
 
24 August 2016
734
7
18
#16
[quote quote=87367]Sehr krass finde ich, dass hier in einem VIdeospielforum auch jeder genau die gleichen Vorbehalte hat. Biber hat diese ja zumindest hinterfragt und kam zu dem Schluß dass es eigentlich keinen Grund gibt, dass Kinder nicht Videospielen sollten. Der Grundtenor klingt aber hier im Forum so wie im Rest der Gesellschaft: spielen möglichst spät und wenn dann natürlich auch nicht viel.[/quote]

Ja klar, und jeder, der eine andere Meinung als du oder Biber hat, hat diese Vorbehalte natürlich nicht hinterfragt.
Ansonsten hast du viele Posts auch scheinbar einfach nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Es ging in erster Linie darum, ob man Kinder selbst aktiv an Videospiele heranführen soll, d.h. zu sagen "So, heute zeige ich dir mal wie Videospiele funktionieren." Dass es generell schlecht wäre Kinder Videospiele spielen zu lassen, wenn sie von selbst ein Interesse daran zeigen, hat hier gar niemand behauptet.
 
27 August 2016
180
2
18
#17
Ja ich habe alle Posts ausführlich gelesen, und ich habe nur gesagt das jeder, einschließlich Biber, Vorbehalte hat. Nicht das jeder dagegen ist.
Zum Beispiel Sun meinte 3 - 4 ist zu jung. Das ist ihr gutes recht und sie kann das ja gern bei ihren Kinder so machen. Aus meiner Sicht spricht aber nichts dagegen ein 3jähriges Kind mal spielen zu lassen. Ob es selbst den Wunsch hat oder ich es dem Kind aktiv Vorschläge, macht für mich keinen Unterschied.
 
24 August 2016
734
7
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#18
Und alleine da unterscheiden sich ja schonmal die Meinungen. Ich finde z.B. schon, dass es einen Unterschied macht. Wie ich schon schrieb kann man seinem Kind durch Videospiele nichts vermitteln, was man nicht auch auf anderem Wege mindestens genauso gut vermitteln kann. Und Spaß haben kann es mit anderen Dingen genauso wie mit Videospielen. Nur mit dem Unterschied, dass Videospiele ohne Zweifel auch negative Effekte haben können. Deshalb sehe ich einfach keinen Grund dafür, mein Kind an Videospiele heranzuführen. Umgekehrt sage ich ja aber auch, dass ich es ihm um Himmels Willen nicht verbieten würde, wenn es von sich aus Interesse daran zeigt. Aber zeitlich begrenzen sollte man es dann eben dennoch und natürlich auch darauf achten WAS die Kinder spielen.
 
27 August 2016
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#19
[quote quote=87374]Nur mit dem Unterschied, dass Videospiele ohne Zweifel auch negative Effekte haben können.[/quote]
Welche negativen Effekte? Die Frage ist ernst gemeint. Theoretische negative Effekte bei Videospielen könnten sein: süchtigmachende Onlinespiele oder F2P Games bei denen man genötigt wird ganz viel Geld rein zu stecken. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich mit meinem vierjährigen Kind Mario Kart spiele.

Oder andersrum: du möchtest deine Kinder nicht von dir aus an Videospiele heranführen, weil es negative Effekte geben könnte. Warum dürfte es aber spielen wenn es es von alleine will? Sind die negativen Effekte dann auf einmal nicht mehr vorhanden?

Bücher können auch negative Effekte haben. Wurde hier schon im Thread genannt: Angst vor Eulen und Wölfen durch völlig harmlos erscheinende Kinderbücher. Spielplätze können auch negative Effekte haben, man kann sich ein Bein brechen. Es würde ja aber keiner auf die Idee kommen, seine Kinder erst mit 10 an Bücher heranzuführen oder auf Spielplätze zu lassen.
 

Sun

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20 November 2016
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#20
[quote quote=87372]Ja ich habe alle Posts ausführlich gelesen, und ich habe nur gesagt das jeder, einschließlich Biber, Vorbehalte hat. Nicht das jeder dagegen ist.
Zum Beispiel Sun meinte 3 – 4 ist zu jung.[/quote] Um es an Spiele heranzuführen. Wenn es Interesse hätte dann würde ich es schon spielen lassen. Das sind aber nicht unbedingt Vorbehalte gegen Videospiele. Evtl. habe ich auch einfach zu wenig 3-4 jährige um mich um einschätzen zu können, ob das schon was für 3 jährige ist und andererseits spielt man selbst wohl zu viele Spiele, die eher nichts für kleine Kinder sind und daher hat man auch weniger im Blick was es so kindgerechtes gibt und damit meine ich nicht die Gewaltdarstellungen, sondern einfach etwas für die Fähigkeiten eines so jungen Kindes geeignetes.