Sportspiele abseits von den großen Marken wie FIFA, NFL und NBA2K werden mittlerweile kaum noch veröffentlicht. Diese Lücke will Ubisoft nun mit dem Extremsport-Spiel Steep füllen, das euch eine winterliche Berglandschaft zur freien Verfügung stellt. Ich hatte bereits die Möglichkeit, die verschneiten Gipfel mit Ski, Snowboard und Wingsuit zu erkunden und verrate euch, was ihr von Steep erwarten dürft.

Mensch vs Berg
Steep konzentriert sich voll und ganz aufs Gameplay und verzichtet darauf, das Sportspiel mit einer Story auszuschmücken. Stattdessen könnt ihr an, von den Entwicklern- oder Community-Mitgliedern bereitgestellten, Challenges teilnehmen, die euer Können auf Skiern und Snowboard testen. Die Luft könnt ihr mit Wingsuit und Paraglider erobern. Die Abfahrten auf Neuschnee haben einen realistischen Touch und bestrafen Fehler durch Geschwindigkeitsverlust oder Stürze, bei der euer Avatar mit Ragdoll-Technologie den Hang hinunterpurzelt. Bei Punkte-Challenges solltet ihr Sprünge mit Tricks verbinden, um möglichst erfolgreich zu sein. Erwartet allerdings keine spektakulären Stunts auf Knopfdruck. Im Grunde beschränkt sich das Tricksystem auf Sprünge, Drehungen und Grabs, welche ihr miteinander kombinieren könnt. Auch hier gilt: Habt ihr nicht genug Luft unter euch, um das Kunststück abzuschließen, werdet ihr mit einem saftigen Sturz bestraft. Meinem ersten Eindruck nach ist Steep deutlich eher in der Simulationsecke anzusiedeln, als beispielsweise SSX.

Während das Snowboard-Gameplay ähnlich zu dem auf Skiern ausfällt, bringt der Wingsuit zusätzliche Abwechslung. Möglichst eng vorbei an den Felsklippen saust ihr hier bis ins Tal hinab. Ringe, die als Checkpoints herhalten, müssen dabei durchflogen werden. Kommt ihr dem Berg dann doch einmal zu nahe, müsst ihr wohl oder übel von vorne beginnen. Die Challenges, welche in der gespielten Demoversion verfügbar waren, konnte man aber innerhalb weniger Minuten beenden, sodass ich auch nach mehreren Abbrüchen noch Lust auf weitere Versuche hatte. Da sich alles um das Aufstellen der besten Punktzahl oder Zeit in den Highscore-Listen dreht, dürfte sich das konsequente Auseinandersetzen mit der feinfühligen Steuerung auszahlen. Die Bereitschaft auf Jagd nach der bestmöglichen Leistung zu gehen, solltet ihr aber mitbringen, denn das ganze Spiel ist darauf aufgebaut. Wem das alleine zu fad ist, kann sich auch mit Freunden in einer Lobby zusammenschließen. Zudem trifft man auch immer wieder automatisch mit fremden Spielern zusammen. Man möchte die Anzahl an Sportlern, die gleichzeitig die Bergwelt erkunden, aber nicht allzu hoch ansetzen. Schließlich wären hunderte Skifahrer auf einem Fleck in Urlaubsgebieten realistisch – abseits der präparierten Piste aber wohl kaum.

Im Spiel selbst könnt ihr die Gebirgszüge der Alpen und Alaskas erkunden. Ikonische Gipfel findet ihr zwar im Spiel, aber die Entwickler verrieten, dass man sich eher hat inspirieren lassen von den Originalbergen. Das käme dem Spielspaß zu Gute, da so mehr spaßige Pisten möglich werden, als ihr sie in der Realität vorfinden würdet. Und grundsätzlich wirkt die Winterlandschaft auf dem Bildschirm tatsächlich ziemlich authentisch. Das liegt nicht zuletzt auch an der detaillierten Schnee-Physik. Eure Skier hinterlassen stets tiefe Spuren im Neuschnee. Allerdings ließ in der gespielten Demoversion die Weitsicht und der Detailgrad der Umgebungen dann doch deutlich zu wünschen übrig. Ob Ubisoft da nachgebessert hat, können wir aber schon bald überprüfen.

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Falls ihr Steep selbst ausprobieren wollt, bevor das Spiel am 2. Dezember erscheint, bietet euch Ubisoft mit einer offenen Beta die Gelegenheit dazu. Die erste Testphase vom 10. bis 14. November verlangt noch eine Registrierung von euch. Vom 18. bis 21. November können alle Spieler auf Xbox One und PlayStation 4 Probe spielen.

team_robert-stotzem_01Robert meint: Mit Steep erscheint endlich mal wieder ein Sportspiel ganz ohne Ball. Allein deshalb werde ich Steep eine Chance geben. Meinen ersten Eindrücken nach könnte Ubisoft eine authentische Wintersport-Simulation abliefern – passend zur kalten Jahreszeit. Ob mich das Gameplay und die Highscore-Jagden jedoch längerfristig fesseln werden?

 

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