Ausblicke

Tunic – Gamescom Hands-On

Ein Fuchs in den Fußstapfen von Link? Der Held von Tunic, einem Xbox One-exklusiven Indie-Spiel, erweckt zumindest optisch ganz klar den Eindruck, als wäre Link sein großes Vorbild. Auf der Gamescom haben wir selbst Hand an Tunic legen können und verraten euch, inwieweit Tunic dem großen Vorbild gerecht werden kann.

Zu Beginn von Tunic ist der heldenhafte Fuchs leider äußerst spärlich ausgerüstet und gegnerischen Angriffen schutzlose ausgeliefert. Erst nach einiger Zeit des Suchens erhält man einen Stock, mit dem man im Kampf nicht mehr völlig hilflos dasteht. Im Laufe der Demo haben wir noch eine zweite Waffe, ein Schwert, finden können, das sich nicht nur mit mehr Wucht gegen Gegner durchzusetzen weiß, sondern zudem neue Wege in der Spielwelt eröffnen kann, da man mit dem Schwert auch Büsche zerschlagen kann, die auf den Stock höchst unbeeindruckt reagieren.

Das Kampfsystem in Tunic ist zwar relativ simpel, die Gegner sind allerdings schon früh verhältnismäßig kräftig, so dass ein vorsichtiger Kampfstil definitiv anzuraten ist. Wenngleich Tunic optisch an Zelda erinnert, ist Metroid der Demo nach zu urteilen doch der bessere Referenzpunkt. Die Spielwelt scheint nämlich weitgehend zusammenhängend zu sein und statt klassischer Knobelaufgaben bietet Tunic vor allem eine nicht-lineare Struktur, die durch den Fund neuer Gegenstände nach und nach erschlossen werden kann. Die Kämpfe könnten allerdings deutlich mehr spielerische Varianz vertragen, denn der einfache Schwertkampf in Tunic ist nicht übermäßig spannend. Es bleibt allerdings natürlich abzuwarten, wie sich die kämpferischen Fähigkeiten des Fuchses im Laufe des Spiels und mit zusätzlichen Gegenständen entwickeln.

Eine etwas kuriose Entscheidung ist, dass die Texte in Tunic komplett unlesbar sind, so dass man gelegentlich nicht umhin kommt, die Antwort auf eine gestellt Frage zu raten. Der Handlungskontext kann zwar dabei helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen, aber der unverständliche Text auf dem Bildschirm wird sicher bei dem einen oder anderen Spieler für Verwirrung sorgen. Die Interaktion mit der Oberwelt ist hingegen klar kommuniziert und zumindest in der Demo gab es keine Schwierigkeiten, die Umgebung vernünftig zu lesen. Tunic ist also nicht gänzlich kryptisch.

In der Gamescom-Demo hat Tunic Spaß gemacht, konnte aber nicht restlos überzeugen. Die Konkurrenz im Metroidvania-Genre ist zahlreich und stark und trotz des starken optischen Stils kann Tunic auf den ersten Blick nicht sonderlich herausstechen. Nichtsdestotrotz hat das Spiel Potential, einige gute Spielstunden zu bereiten.

Sebastian hat eine ausgeprägte Vorliebe für Jump & Runs, zählt aber auch Action-Adventures und Arcade-Spiele zu seinen Lieblings-Genres. Haupta...