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Wieso wir Social Justice Warriors brauchen

Social Justice Warrior  – drei Worte, viele Reaktionen. Nicht zuletzt in der Gaming-Community. Doch was sind Social Justice Warriors, häufig einfach nur abgekürzt SJWs genannt, eigentlich?

Nun, ein in der heutigen Zeit häufig gehörtes Urteil lautet: Social Justice Warriors, oder auch kurz SJWs, sind fürchterliche Menschen, laut, nervig, arrogant, voreingenommen, sie befürworten Zensur und verschließen die Ohren vor allen, die nicht ihrer Meinung sind. So das landläufige Verständnis dieses Begriffs, in der Nische der Videogame-Communities, aber auch in weiteren (Rand-)Gruppen und Kommentarspalten, die sozialpolitische Themen entweder behandeln oder “aufgedrückt” bekommen. Und allein in dieser Definition stecken schon so viele Problematiken, dass ich kaum weiß, wie ich weitermachen soll.

Also fangen wir bei der Grundfrage an.

Was bedeutet Social Justice Warrior überhaupt?

Übersetzen wir diesen Ausdruck direkt: Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Klingt doch gar nicht so übel, oder? Soziale Gerechtigkeit, Fairness in grundsätzlichen Lebenssituationen, Gleichberechtigung und der Willen, sich dafür einzusetzen. Eigentlich sollte dieser Text damit schon gegessen sein, denn wo ist nun das Problem? Leider sieht die Realität anders aus. Denn der Ausdruck “SJW” ist als Beleidigung kreiert und durchgesetzt worden. Nicht von vermeintlich selbsternannten Kriegern der Gerechtigkeit. Natürlich nicht. Sondern von GamerGate. Das heißt: Von Videospiel-Fans, aber eben auch von rechten bis rechtsradikalen Figuren der aktuellen Internet-Ära. Von Gegnern des modernen Feminismus ebenso wie Gegnern von.. naja, Frauen. Und sogenannten Men’s Right-Aktivisten. Und, und, und.

Unglaublicherweise vereinen sich unter GamerGate-Befürwortern solche, die auf die sogenannten “Political Correctness” mal nur mit Unverständnis, mal mit Ablehnung und mal mit Hass reagieren, mit waschechten Nazis, gefährlichen und harmlosen Internettrollen – und manchmal sogar selbstreflektierenden, aber schlecht informierten Gamern. All das auf einer Ebene, derer sich etliche der angesprochenen Gruppen überhaupt nicht bewusst sind.

Es ist also notwendig, GamerGate noch einmal genauer zu betrachten, um auf die Ursprünge des „Social Justice Warrior“ zu stoßen . Denn chronologisch – zumindest im Bezug auf Videogames im weitesten Sinne – fängt die ganze Geschichte wohl mit der größten Schaumschlägerei der jüngeren Videospielekulturgeschichte an.

Die Anfänge von GamerGate

Zoë Quinn

Zoë Quinn‘s Einstieg in die Welt der Videospiele war die Zeitschrift “Nintendo Power” – eine eigene Konsole hatte sie nicht. Sie bestaunte die Screenshots und insbesondere die Karten und Hilfestellungen zu Spielen, die sie nicht besaß. Erst 1999, mit 12 Jahren, fand ihr Vater für sie ein gebrauchtes 3DO auf einem Flohmarkt. Endlich konnte auch Zoë ihr eigenes Joypad in der Hand halten.

Einer unbeschwerten Kindheit stand dennoch eine Kleinigkeit im Wege: Quinn wurde bereits im Alter von 14 als depressiv diagnostiziert. Trotz beständiger Suizidgefahr erhielt sie wenig Unterstützung oder Verständnis von Freunden oder offiziellen Stellen. Doch sie hielt durch. Mit 24 zog sie aus den USA nach Toronto, Kanada, und lernte die dortige Indie-Dev-Szene kennen. Sie entwickelte ihr erstes Spiel, und fand damit ihre eigene Berufung. Zoë brachte sich zunächst Stencyl, dann Flash bei, und kreierte – laut eigener Aussage – “die albernsten Point & Clicks ever”. Wie andere Indie-Devs baute sie langsam eine eigene Community auf – bis ein Projekt alles veränderte. Ihr erstes, größeres Spiel erschien unter dem Namen “Depression Quest”  im Februar 2013 in Steam’s Greenlight-Programm in kam so in den Blick einer größeren Öffentlichkeit. Die Tweets, Emails und Telefonanrufe fingen an: “Ich habe dein Spiel auf Greenlight gesehen und ich hoffe, du bringst dich um”.

Das Benzin über diesem zündelnden Streichholz kam in Form eines auf 4Chan und 8chan gespiegelten Blogposts ihres Exfreunds, Eron Gjoni. Gjoni deutete an, dass Quinn ihn nicht nur sieben Mal betrogen hätte, sondern einer dieser Männer Nathan Grayson gewesen sei. Grayson war damals und ist noch heute Redakteur der Games-Newssite Kotaku. Der Post bestätigte, was einige – männliche – Channer befürchteten: Die Spielepresse ist korrupt und Frauen schlafen mit Reviewern, um gute Bewertungen abzusahnen. Dass Gjoni Depression Quest niemals auch nur redaktionell erwähnte, geschweige denn getestet hat, und dass es in seinem einzigen Artikel, der Zoë überhaupt nennt, um die TV-Show Game Jam ging – all das spielte keine Rolle mehr. Das Streichholz brannte.

Anita Sarkeesian

Doch Quinn sollte nur ein Opfer sein: Anita Sarkeesian betritt die Bühne. Sarkeesian ist in Toronto aufgewachsen, die Stadt, die Zoë erst noch kennenlernen sollte, zog aber später nach Kalifornien. Dort studierte sie Kommunikationswissenschaften und verdiente sich 2010 den Master im Bereich Sozialpolitik. Seitdem ist sie als Medienkritikerin und Videobloggerin für ihre selbstgegründete Plattform FeministFrequency.com tätig. Sarkeesian beschäftigt sich mit der Betrachtung und Analyse der Darstellung von Frauen in der Popkultur, darunter eben auch Videospielen. Nachdem Anita 2012 das Kickstarter-Projekt “Tropes vs. Women in Video Games” startet, ein neues Kapitel ihrer “Tropes vs.”-Reihe, wird das Gaming-Internet auf sie aufmerksam. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Projektes erhält Anita Vergewaltigungs- und Todesandrohungen und kann nur zusehen, als ihre Webseite und Social Media-Accounts gehackt werden. Anita Sarkeesian ist zuallererst keine Gamerin, sondern eine Medienkritikerin. Sie sprach aus ihrer Perspektive über Probleme der Spieleindustrie. Noch heute, Jahre später, kann Sarkeesian ihre internationalen Auftritte nur unter Polizeischutz absolvieren. Bei ihrem geplanten Auftritt auf der GDC in San Francisco im Jahr 2014 musste die gesamte Konferenz nach einer Bombendrohnung gar unterbrochen werden.

Aus Harrassment wird eine Bewegung

Wenn die Aktionen gegen sie also der warmlaufende Motor des GamerGate-Movements waren, war der Hagel von Hass gegen Zoë Quinn die Zündung. 8Chan und einige weitere Plattformen zwangen diese Vorfälle in einen Zusammenhang, der nie bestand – GamerGate nahm seinen Anfang. Weitere – natürlich weibliche – Entwickler und Personen der Gaming-Szene wurden als Ziele markiert, insbesondere Brianna Wu, die Aktionisten der GamerGate-Bewegung auf Twitter als lächerlich kommentierte: “Sie bekämpfen eine apokalyptische Zukunft, in der Frauen 8 Prozent des Anteils an Programmierern ausmachen und nicht 3 Prozent”. Für diesen Tweet erntete sie ebenfalls zahllose Drohungen von Mord und Vergewaltigung, Fotos brutal getöteter Tiere und Drohungen, die auch ihre persönliche Adresse beinhalteten. Brianna musste ihr Zuhause verlassen und ein neues Leben aufbauen.

Während all dieser Zeit etablierte die selbsternannte “Führung” der eigentlich führungslosen Bewegung sowohl das eigenlich von Zoë Quinn genutzte Hashtag #thequinnspiracy in Hassbotschaften, Drohungen und Kommentaren, als auch das Tag #burgersandfries –entstanden aus dem Namen des IRC-Channels, in dem die Aktivitäten der Bewegung gezielt und geplant wurden. Dort entstand auch mit der Erscheinung des Blogbeitrags Graysons die Idee, eine selbsternannte Position “gegen Korruption und für Ethik in Videospieljournalismus” einzunehmen. Eine Lüge, die von Start weg über die gesamte Geschichte der Bewegung propagiert wurde. Die Codebezeichnung erwies sich als perfide Idee der aus 8Chan gesteuerten Führung. So konnten nicht nur die eigenen Ziele verwischt werden. Es gelang, völlig unbefangene Videospieler in den Zirkel der noch offiziell namenlosen Bewegung zu ziehen. Doch ein Name wurde schnell gefunden: Der Twitter-Hashtag #GamerGate entstand aus einem Tweet des Schauspielers Adam Baldwin, der #burgersandfries-Videos mit dem Hashtag #GamerGate (als Anspielung auf Watergate) retweetete. So entstand die GamerGate-Bewegung unter dem Tarnmantel der sozialpolitischen Progressiven, die in Wahrheit für Hass, Sexismus und Rassismus eintrat.

Auch zukünftige Propaganda konnte so mit der Gamer-Welt in Einklang gebracht werden – man musste lediglich sämtliche Aktionen direkt oder indirekt mit dem Thema “Gaming” in Verbindung bringen. So konnte man sicher sein, dass das selbstgestrickte Image passen würde, und dass „echte“ Gamer mit auf den Zug aufspringen. Denn wer möchte schon, dass sein Hobby von korrupten Geschäftemachern und unwissenden Feministinnen hinterrücks boykottiert wird? Die potentielle eigene “Armee” erweiterte sich so schlagartig um ein Vielfaches, die Aktionen wirkten auch für Neueinsteiger wesentlich einladender als die echten Ziele: Frauen, Feministen und Progressivismus.

Die Erfindung des Social Justice Warriors

Nun beheimatet auf 8Chan, 4Chan sowie Reddit, erweiterte sich der Opferkreis von GamerGate: Neben Spielentwicklerinnen und Feministinnen, die sich offen gegen #GamerGate aussprachen, wurden nun – nach wie vor hauptsächlich weibliche – Personen angegangen, die eine öffentliche Gegenmeinung zur Bewegung hatten. Tatsächliche Aktionen, die zur Eindämmung von Problemen der “Ethik im Videospielejournalismus” führen könnten, hielten sich selbstverständlich in sehr engen Grenzen.

Parallel formierte sich erster Widerstand: Mit der steigernden Bekanntheit der Bewegung nahmen mehr und mehr Seiten, Communities und Akteure die Gefahr ernst und kritisierten Aktionen und Verhalten von GamerGate. Doch genau diese Reaktion – und die Gefahr, ihr gelegtes Feuer ausbrennen zu sehen – führten zu einer erneuten Erweiterung des Feindbildes. Neue Zielscheibe wurde die sogenannte “Political Correctness”, also aus Sicht der Gamergater jegliche Meinung und Initiative, die Frauen, Feminismus und Minderheiten im sozialen Kampf zu unterstützen. Und mit ihr die sogenannten “Social Justice Warriors”, die imaginäre Armee, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Rechte und Menschenwürde der eigentlichen Feindbilder und sozial progressive Ansichten zu verteidigen. Der eigentliche Begriff des Social Justice Warriors ist im späten zwanzigsten Jahrhundert als durchaus positiver bis neutraler Ausdruck entstanden für das, was er auch aussagt: Eine Person, die sich durch Aktivismus für Soziale Gerechtigkeit einsetzt. Erst mit Twitter oder genauer mit GamerGate hat der Begriff seine heutige, allgemein geläufige Identifikation einer Beleidigung erhalten. Eine Bedeutung, die durch GamerGate geprägt wurde, die heute aber in allen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen im Web als Kampfbegriff aufgegriffen wird.

Und wie jeder Kampfbegriff, wie jedes Feindbild, wird der erfundene Social Justice Warrior immer schriller, immer extremer dargestellt und karikiert.  Ein SJW wird bebildert als ewig schreiender, krittelnder und sich beschwerender Witz, der seine Ansichten zwar lauthals im vermeintlichen Schutz der sozialen Netzwerke bekräftigt, aber eigentlich nur ein ganz kleines Lichtlein ist. Er ist der nicht enden wollende Gegner, der der Lächerlichkeit preisgegeben wird – Fakten spielen dabei keine Rolle oder werden als „alternative Wahrheit“ einfach erfunden. Denn es geht nicht mehr um den Diskurs, es geht um das Bewahren einer eigenen, diffusen Identität, die sich nicht mehr aus Gemeinsamkeiten, sondern aus Abgrenzung und Hass speist.  Die eigentlichen Aussagen der “SJW”, also der wortwörtliche “Kampf” um soziale Gerechtigkeit, werden in dieser Auseinandersetzung meist ignoriert. Stattdessen wird an Punkten angegriffen, die zur Verunglimpfung geeignet sind. Es wird impliziert, dass der SJW nur die persönliche Validierung sucht, seine Argumente unehrlich sind und nur dazu gedacht, eine Diskussion der Diskussion wegen aufrechtzuerhalten. So lassen sich einfach jegliche, eigentlich sinnhafte Punkte eines potentiellen Diskussionsgegners zerfasern und verlächerlichen. Ein SJW ist keine echte Menschengruppe, keine echte Kategorie. Die Bezeichnung ist lediglich ein einfacher Weg, jeden zu diskreditieren und letztendlich zu ignorieren, der soziale Gerechtigkeit diskutiert. Sie klassifiziert jeden potentiellen Widerstand als bloße Parodie und befreit von jeglicher Selbstkritik, anstatt einer eigentlich substantiellen Meinung Wert zuzuschreiben.

Warum wir echte Social Justice Warrior brauchen

Das Problem ist: Soziale Gerechtigkeit ist kein Gag. Wir kommen um ein Stellen der Waagschale nicht herum, wenn wir wirklich eine faire Welt möchten. Feminismus ist wichtig. Ein Stoppen der Entklassifizierung von Minderheiten ist wichtig. Das Verständnis, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer, dass dunkelhäutige Menschen die gleichen Chancen und Voraussetzungen haben sollten wie hellhäutige, dass schwule Männer und lesbische Frauen ebenso normal sind wie Heteros, ist wichtig. Das ist, wofür eine aufgeschlossene Gesellschaft einstehen sollte. Social Justice Warrior zu sein ist keine Diskreditierung, es ist ein Aufruf für Inklusion. Für ein Miteinander. Und genau das ist es, was GamerGate und ahnungslose oder ignorante Gamer mit dieser Bezeichnung bekämpfen. Keine Feministin will irgendjemandem seine Videogames wegnehmen, kein Entwickler will durch “erzwungene Diversität” den “weißen Cis-Mann” vom Gaming abhalten. Doch das Gaming sollte keiner bestimmten Gruppe gehören – sondern allen!

Ja, es gibt heutzutage mehr weibliche Hauptdarsteller in Games, Kino und TV. Und doch ist das nur ein Anfang. Eine höhere Rate an homo- oder transsexuellen Menschen in Medien ist wünschenswert. Denn all diese Leute gibt es wirklich, und all diese Leute verdienen es, nach Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten der Unterdrückung, Lächerlichkeit und gewaltsamen Entfernung aus der Gesellschaft, in einem Bruchteil der täglich erscheinenden Medienwelt eine Hauptrolle einzunehmen. Und im Gegensatz zu den Aktionen von GamerGate geschieht dies nicht durch Hassmails, Todes- und Vergewaltigungsdrohungen und Beschimpfungen, sondern nur durch unentwegte Arbeit am Status Quo. Dabei müssen Dinge hinterfragt werden, und zwar auch und ganz besonders jene, die uns besonders wichtig sind. Wer fordert, dass die Barrieren im Gaming eingerissen werden, dass alte Rollenmodelle und Vorurteile hinterfragt werden, wer verlangt, dass sich Videospiele und ihre Macher und Vertriebe nicht nur nach marktwirtschaftlichen, sondern auch ethischen und moralischen Maßstäben messen lassen müssen – der handelt im Sinne der Sache. Man darf Mario lieben und trotzdem antiquiert finden, dass der bärtige Klempner alle zwei Jahre wieder die hilflose Prinzessin retten muss. Man darf Spaß an der Geschichte und Welt von Persona haben und gerade deswegen von homophoben Spielsituationen abgestoßen sein.

Wer dem zustimmt, ist ein wirklicher Social Justice Warrior. Denn soziale Gerechtigkeit ist nicht selbstverständlich, sondern gut und wichtig und etwas, für das wir kämpfen müssen. In der Gaming-Community – und in den Videospielen, die wir spielen. Und vielleicht – hoffentlich – überlegt sich der Anti-SJW-Teil der Leser dieses Artikels, ob er wirklich Feministinnen, Frauen und Transleute so sehr hasst, dass er sowohl sie als auch ihre Unterstützer beleidigt und aktiv bekämpft, ob beabsichtigt oder nicht. Ich habe noch Hoffnung.


Timo Wienekamp, hat sich als Community Manager etwa bei Rocketbeans.tv oder Goodgame Studios seinen Ruf als Social Justice Warrior redlich verdient. Als Gastautor bespricht der Wahl-Hamburger seine liebsten Videospiele, Comics oder Filme auch auf seinem persönlichen Blog GiantEnemyCrab. Im Gaming-Universe Forum kann man mit ihm als Bufko nicht nur über eine bessere Welt, sondern auch seine Liebe zu knackig schweren Soulsborne-Spielen, Pen and Paper oder Labo-Basteleien diskutieren.

Bildquellen: Zoe Quinn, Anita Sarkeesian, Giantbomb.com, https://www.flickr.com/photos/femfreq/albums

Anmerkung der Redaktion:

Wie immer freuen uns über eine ausgewogene Diskussion in Kommentaren und Forum zu diesem Artikel. Dabei möchten wir angesichts des Themas allerdings noch einmal explizit auf unsere Netiquette hinweisen. Denn auch das GU-Moderatons-Team sind Social Justice Warriors: Wenn wir eine Ungerechtigkeit verspüren, werden wir natürlich einschreiten.

Sidewalkwalker

Maschinenräumer
25 August 2016
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Danke für diese deutlichen Worte.

Soziale Gerechtigkeit ist kein Gag. Wir kommen um ein Stellen der Waagschale nicht herum, wenn wir wirklich eine faire Welt möchten. Feminismus ist wichtig. Ein Stoppen der Entklassifizierung von Minderheiten ist wichtig. Das Verständnis, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer, dass dunkelhäutige Menschen die gleichen Chancen und Voraussetzungen haben sollten wie hellhäutige, dass schwule Männer und lesbische Frauen ebenso normal sind wie Heteros, ist wichtig. Das ist, wofür eine aufgeschlossene Gesellschaft einstehen sollte.
Das ist alles sehr anstrengend und deswegen so wertvoll. Der zugrunde liegende Respekt vor Menschen ist der kleinste gemeinsame Nenner, auf den wir uns einigen können, der Grund, warum wir das alles anstreben sollten. Wer sich darauf nicht einlassen kann, entzieht sich selbst diesem notwendigen Miteinander (y'know, news flash: respect is mutual) und hat kaum ein Mandat, darüber mitzudiskutieren.


Das Wort "verlächerlichen" wird mein Wort der Woche. :)
 

Cube

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26 August 2016
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Keine Politik in meiner Unterhaltung! ...pfff, sorry, konnte nicht wiederstehen. :ugly:

Irgendwas vorgefallen? Scheint doch ein recht ungewöhnliches Thema für einen GUschen Kommentar.
 

Biber

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Wieso ist das Thema ungewöhnlich? Es gibt doch immer mal wieder Kommentare hier zu für die Branche relevanten Themen. Zukunft des Gamings, Games as a Service usw. Das passt da doch voll rein. Ich begrüße das sehr. „Deine Unterhaltung“ IST voll mit Politik. Ob man es will oder nicht. Trotz Ugly sollte man das festhalten.
 

tazel

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Sehr gelungener Artikel! Sollte eigentlich zum Grundlagentext für jeden erklärt werden, der erstmals mit dem Thema in Berührung kommt.
 

Screw

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Videospiele müssen sich am Mainstream orientieren, weil das finanzielle Risiko in dem Bereich sehr hoch ist. Das Problem ist aber, dass solche Medien die Jugend und damit die Gesellschaft sehr stark prägen. Ein Teufelskreis.
 

Cube

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„Deine Unterhaltung“ IST voll mit Politik. Ob man es will oder nicht. Trotz Ugly sollte man das festhalten.
Ja, muss man wohl leider besonders betonen.
Echt ein Rätsel, wie manche Personen "Politik-lose/neutrale Unterhaltung" herbeireden wollen. Wie soll das gehen? Selbst aus vermeintlich Handlungs-losen Werken kann man noch Meinungen/Aussagen herauslesen.
 
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Yoshi

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Hagen
Ja, muss man wohl leider besonders betonen.
Echt ein Rätsel, wie manche Personen "Politik-lose/neutrale Unterhaltung" herbeireden wollen. Wie soll das gehen? Selbst aus vermeintlich Handlungs-losen Werken kann man noch Meinungen/Aussagen herauslesen.
Tetris, Sudoku, Nonogram (Picross), go!
 

Zelos

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Tetris ist rassistisch. Wenn man versucht alle verschiedenen Steine (rassen) in eine Reihe zu bringen, löst sich jedes Individuum auf.

Sudoku hingegen ist für inklusion. Das Gleichgewicht kann nur funktionieren wenn jede Zahl einen anderen zu Nachbarn hat für die perfekte Balance.
 
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Cube

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Tetris ist rassistisch. Wenn man versucht alle verschiedenen Steine (rassen) in eine Reihe zu bringen, löst sich jedes Individuum auf.
Tetris ist gleichstellend. Alle verschiedenen Steine (Rassen) haben ihren Wert und gemeinsam arbeiten sie einem Ziel entgegen.
EDIT: Bei genauerer Betrachtung... Das Ziel wäre einfach zu erreichen wenn es bestimmte Steine gar nicht erst nicht gäbe...
Ach du Scheibenkleister, Tetris läuft letztendlich auf einen Genozid hinaus! D8

@Yoshi:
Picross ist Mathematik-Propaganda!
 
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Yoshi

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9 August 2016
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Hagen
Tetris ist gleichstellend. Alle verschiedenen Steine (Rassen) haben ihren Wert und gemeinsam arbeiten sie einem Ziel entgegen.
EDIT: Bei genauerer Betrachtung... Das Ziel wäre einfach zu erreichen wenn es bestimmte Steine gar nicht erst nicht gäbe...
Ach du Scheibenkleister, Tetris läuft letztendlich auf einen Genozid hinaus! D8
Die I-Stein-Herrenrasse?
@Yoshi:
Picross ist Mathematik-Propaganda!
Mathematik kann man gar nicht genug propagieren. Ich unterstütze diese politische Aussage.
 
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Shogoki

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Großes Lob an Bufko! Das Waschbär-Mario-Tattoo hat gezeigt, dass er ein ganz großartiger Kerl ist, dieser Artikel zeigt, dass er auch ein ganz großartiger Mensch ist.
All die Dinge, die ich nur am Rand mitbekommen habe, machen endlich einen Sinn im Zusammenhang! Und nun weiß ich auch, warum Videospiele das einzige meiner Hobbies ist, bei dem ich mit der sogenannten "Kultur" (also der kontemporären) drumherum in direkter Weise nichts zu tun haben und mich beteiligen will. Politisch bin ich und in gerade im Bereich sozialer Gerechtigkeit, aber bei Videospielen gehts mir wirklich nur um die Qualität der Produkte - den Stumpfsinn und Hass muss man natürlich trotzdem bekämpfen.
Videospiele sind für mich aber Zerstreuung und Entspannung von diesen Kämpfen. Früher musste man während des Videospielens ja auch nicht an Realität, Politik und den allgegenwärtigen Hass denken und das werde ich weiterhin nicht tun, aber außerhalb des Spielens werde ich weiter dagegen vorgehen.
 

puka

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Mir ist der, durchaus gut geschriebene und sicherlich aufwendig recherchierte Beitrag iegendwie zu einfach. Hier sind die guten Feministen dort die bösen Männerrechtler ist letztlich doch nur die Reproduktion eines längst veralteten deutlich zu vereinfachenden Weltbilds, das unsere komplexe Gesellschaft mit einem dichotomen Lagerdenken zu erfassen versucht. Hier wird außer Acht gelassen, dass nicht alles, was im Namen des Guten gefordert oder behauptet wird, selbst gut oder wahr ist und dass deshalb die Mittel, mit denen man das Gute erreichen möchte, wie auch das Gute selbst ständig neu verhandelt werden muss. Während nun der Autor ganz zu Recht, das Vorgehen der Internet-Extremisten auf der einen Seite verurteilt, scheint mir der Versuch, den Begriff SJW umzumünzen, eine Blindheit für die ebenso diskursfeindliche Engstirnigkeit und Borniertheit bei manchen Vertretern im eigenen Lager zu zeigen. So ist schon die Übersetzung von SJW (übrigens ein Begriff, den ich selbst nicht verwende) mit Kämpfer für soziale Gerechtigkeit eigentlich eine Gefälligkeit. Richtiger wäre wohl Krieger - eine Person, die sich also durch ihren militärischen Eifer auszeichnet, nicht aber durch seine Diskursoffenheit. Es ist aber vor allem diese Fähigkeit, die wir brauchen, um unsere Gesellschaft weiterzuentwickelt. Es darf nicht genug sein, die richtige Seite zu verteidigen, wenn man es mit den falschen Mitteln tut und das Etikett, das wir den Dingen aufdrücken, sei es nun soziale Gerechtigkeit, Feminismus, SJW oder GamerGate darf nicht die Auseinandersetzung mit den Inhalten ersetzen.
 

Lottogewinner

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Mir ist der, durchaus gut geschriebene und sicherlich aufwendig recherchierte Beitrag iegendwie zu einfach. Hier sind die guten Feministen dort die bösen Männerrechtler ist letztlich doch nur die Reproduktion eines längst veralteten deutlich zu vereinfachenden Weltbilds, das unsere komplexe Gesellschaft mit einem dichotomen Lagerdenken zu erfassen versucht. Hier wird außer Acht gelassen, dass nicht alles, was im Namen des Guten gefordert oder behauptet wird, selbst gut oder wahr ist und dass deshalb die Mittel, mit denen man das Gute erreichen möchte, wie auch das Gute selbst ständig neu verhandelt werden muss. Während nun der Autor ganz zu Recht, das Vorgehen der Internet-Extremisten auf der einen Seite verurteilt, scheint mir der Versuch, den Begriff SJW umzumünzen, eine Blindheit für die ebenso diskursfeindliche Engstirnigkeit und Borniertheit bei manchen Vertretern im eigenen Lager zu zeigen. So ist schon die Übersetzung von SJW (übrigens ein Begriff, den ich selbst nicht verwende) mit Kämpfer für soziale Gerechtigkeit eigentlich eine Gefälligkeit. Richtiger wäre wohl Krieger - eine Person, die sich also durch ihren militärischen Eifer auszeichnet, nicht aber durch seine Diskursoffenheit. Es ist aber vor allem diese Fähigkeit, die wir brauchen, um unsere Gesellschaft weiterzuentwickelt. Es darf nicht genug sein, die richtige Seite zu verteidigen, wenn man es mit den falschen Mitteln tut und das Etikett, das wir den Dingen aufdrücken, sei es nun soziale Gerechtigkeit, Feminismus, SJW oder GamerGate darf nicht die Auseinandersetzung mit den Inhalten ersetzen.
Wenn ich das Wort "Männerrechter" lese, bekomme ich schon eine erste Krise. Um halb zehn morgens. Mit einem dichotomen (schönes Wort!) Lagerdenken hat aber weder die Debatte noch der Artikel etwas zu tun. Sondern ganz einfach mit einer aus den Untiefen des Internets gesteuerten Hasskampagne, in der "Social Justice Warrior" als Kampfbegriff geprägt wurde und die all jene, die einen Status Quo zum besseren ändern wollen (nämlich häufig in einem feministischen Sinne), angreift. Genau das beschreibt der Artikel und genau das ist bei den Begrifflichkeiten wie SJW oder GamerGate die relevante Diskussion - wie Bufko schreibt, nochmal betont: Dass SJW als Kampfbegriff genutzt wird, um eine progressive Bewegung abzutöten.
Von daher ist es auch aus meiner Sicht komplett legitim und sogar wichtig, wenn sich Menschen, die sich gegen die Inhalte von Gamergate stellen, diesen Begriff wieder selbst aneignen.
Und natürlich gibt es auch ein paar Idioten, die sich für eine gute Sache einsetzen, in den Mitteln dann aber der eigenen Sache schaden. Das ist aber einfach ein ganz anderes Thema und darf niemals ein Gegenargument für den Kampf um mehr soziale Gerechtigkeit, Feminismus etc. sein. Wenn man das als Anlass nimmt, irgendeinen Anflug von Gamergate-Gedankengut zu relativieren, macht man sich leider zum Teil der Sache.
Und, hier will ich gar keine Zweifel an meiner Position aufkommen lassen: Die Motivation hinter Gamergate ist durch und durch verabscheuenswert und stellt sich gegen eine inklusive, offene Gesellschaft im ganzen und im speziellen im Gaming. Man darf ihnen keinen Meter geben.

Und zur Diskussion, was Politik in Spielen und Spieleforen verloren hat: Alles ist politisch. Games ganz besonders, weil sie unterschiedlichste Menschen global vereinen. Weil sie Welten schaffen und Geschichten erzählen. Und das ist nicht scheiße, sondern toll. Mich begeistert am Gaming, welche Kraft es haben kann, unterschiedliche Leute zusammenzubringen, über eine gemeinsame Leidenschaft. Aber Freiheit bedeutet auch immer Verantwortung, und das ist Toleranz. Wenn ich Freiheit nur als meine persönliche Freiheit auslege, dann bin ich ein kleingeistiger Egoist, der es nicht verstanden hat. Das sind all jene, die nicht verstehen, wieso es ein Problem ist, wenn Sexismus und Rassismus in Games vorkommt. Wenn ich mich dagegen einsetze, dann fordere ich nicht Zensur - dann fordere ich, dass Gaming ein inklusives Hobby ist, das keine Grenzen setzt, wer daran teilnehmen darf.
 
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Biber

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25 August 2016
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@puka, ich schätze sich sehr, deshalb nimm das Folgende rein auf der sachlichen und nicht auf der persönlichen Ebene auf. Du lieferst hier eine oberflächlich schlüssige Argumentation, die aber hochgefährlich ist. Jeder kann abnicken, dass die meisten Probleme komplex und nicht schwarz/weiß sind und dass man alles differenziert betrachten muss. Das ist auch oft ein wichtiger Hinweis, aber hier ist es leider nicht mehr als Whataboutism, der sich in den Dienst von GamerGate stellt. Du tust so als wenn das zwei Gruppen von Hooligans wären, die sich zum Prügeln treffen. Da sind manche dabei, die nur neugierig waren oder sich haben mitreißen lassen. Vielleicht sogar einige, die Gewalt verhindern wollten und sich nach dem Treffen abgewandt haben. Und zwar auf beiden Seiten. Wenn man jetzt einen Artikel darüber schreiben würde, dass Hoolgruppe A total böse ist, weil die Steine werfen und die anderen beschimpfen, dann wäre es in der Tat merkwürdig, zu unterschlagen, dass Hoolgruppe B genausolche Steinewerfer und Agitatoren unter sich hat. Aber so liegt der Fall hier nicht. Es geht hier nicht um Lager und Gut und Böse, sondern um Sexismus. Die Lager sind ein Kunstgriff derjenigen, die sich unter dem Label "GamerGate" versammeln.

Wenn jemand zu Unrecht zu lebenslanger Haft verurteilt wird und man einen Artikel über dieses Unrecht schreibt, wäre es nicht nur unnötig, darauf hinzuweisen, dass der Verurteilte als Jugendlicher des Ladendiebstahls überführt wurde, es wäre sogar tendenziös, weil es das falsche Urteil ein Stück weit relativieren würde. Es ist nicht die Aufgabe des Artikels, darzustellen, dass es da draußen Leute gibt, die völlig übers Ziel hinausschießen, die dumm sind, schlecht argumentieren oder andere bei Twitter nerven. Dieser Whataboutism wischt das eigentliche Problem immer weg. Es gibt Sexismus in der Gaming-Industrie und ein paar Leute stehen dafür auf und sprechen das Thema an und ernten einen riesigen Shitstorm der Frauenverachtung. Frauen werden diffamiert, diskreditiert, diskriminiert und degradiert und das Problem soll sein, dass es engstirnige Leute gibt, die überall Antifeminismus wittern? Das soll "genauso zur Wahrheit" gehören wie "die andere Seite"? Hier von zwei Seiten zu sprechen heißt, GamerGate entgegenzukommen. Ich will aber nicht, dass frauenverachtenden Arschlöchern entgegengekommen wird.

Denn GamerGate und SJW sind zwei Label, die von derselben Gruppe vergeben werden: Den GamerGatern. Hoolgruppe A und Hoolgruppe B haben sich jeweils selbst so genannt. SJWler ist ein Label, das für andere verwendet wird. Wir und die. Zwei Lager. Du bist auf einen Trick hereingefallen und übernimmst diese Betrachtungsweise. Deshalb ist es auch so schön, dass die Überschrift dieses Artikels das Label auflöst und es GamerGate zu entziehen versucht. Das ist keine Ummünzung von nervigen linken Trollen zu guten Kriegern des Lichts, es ist das Entreißen eines Kampfbegriffes, um die Argumentation zu versachlichen. Du führst sie mit deinem Beitrag zurück in den Lagerkampf und tust der Sache einen Bärendienst.

Denn ist keine erhellende Erkenntnis, dass nicht jeder - egal wofür - immer sauber argumentiert. Nur weil es bornierte, sektiererische linke Idioten gibt, muss man nicht in relativierter Form gegen Rechtsextremismus eintreten. Man muss nicht einen gut recherchierten Artikel über rechte Netzwerke schreiben und darauf hinweisen, dass es auch linke Gewalt gibt. Klar, die ist auch ein Problem. Und man kann gerne was zu Extremismus jeder Coleur schreiben, aber das wäre ein anderer Artikel. Und im Beispiel Extremismus liegt die Sache noch anders, denn zumindest mir ist nicht bekannt, dass "SJWler" im von dir genannten negativen Sinne auch nur ansatzweise solche Hetz- und Hasskampagnen fahren wie GamerGate, aber ich mag mich irren. In jedem Fall geht es in diesem Artikel nicht um borniertes Argumentieren im Internet. Das wäre ungefähr so interessant wie sich darüber zu echauffieren, dass in vielen Kneipen alte Männer dummes Zeug reden. Ja, das ist doof, aber Menschen sind doof. Es ist trotzdem möglich, einen Haltungswandel in der Gesellschaft zu befördern. Antisemitismus sollte tabu sein, egal wie klug oder dumm die Menschen sind. Die AfD weicht gerade einen Teil dieser Konsens-Tabus auf, aber zumindest ist es möglich, diese zu erringen. Die Ehe für alle konnte nur kommen, weil die Bevölkerung einen Haltungswandel gegenüber Homosexualität durchlaufen hat, durch alle gesellschaftlichen Schichten. Und in der Videospielbranche ist Sexismus ein übler blinder Fleck. Hier braucht es genauso einen Haltungswandel. Dieser Artikel handelt davon, dass Menschen, die Probleme offen ansprechen nicht ernst genommen und abgetan werden oder sogar dafür verbal (wenn es gut läuft) verprügelt werden. Und dieses wirklich relevante Problem unseres gemeinsamen Hobbys wird von deiner Whataboutismargumentation kleingeredet. Was ist eigentlich das "vereinfachte Weltbild"? Dass Sexismus ein Problem ist und dass reaktionäre, männliche Besitzstandswahrer keine Lobby brauchen? Ist das ein problematisch vereinfachtes Weltbild? Mein Weltbild deckt sich damit und ich finde das gut so. Diese Diskussion zeigt, wie wichtig solche Artikel wie dieser von Timo sind. Weil sie deutlich machen, warum wir "SJW"ler brauchen, die sich trotz Shitstorm mit dem Finger auf ein Problem zeigen und nicht locker lassen, bis wir alle diese Dinge ausdiskutiert haben und sich wirklich ein Haltungswechsel vollzogen hat.

Edit: Jetzt haben @Lottogewinner und ich gleichzeitig gepostet... =)
 
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